CFD Handel lernen – Strategien & Trading Tipps für Anfänger

CFDs respektive Differenzkontrakte werden als Handelsinstrumente immer beliebter. Anfänger und Fortgeschrittene nutzen CFDs zum Handeln der unterschiedlichsten Basiswerte. Der nachfolgende Beitrag erklärt Ihnen, warum die Vor- und Nachteile des Handels mit Differenzkontrakten vollständig verstanden werden müssen und weshalb eine auf Sie abgestimmte Trading Strategie unverzichtbar ist.

Dieser Artikel bringt Ihnen nicht nur sinnvolle Vorgehensweisen nahe, er vermittelt Ihnen auch die notwendigen Grundkenntnisse für den CFD Handel. Nur wenn Sie bestmöglich informiert sind, wird das CFD-Trading von Freude und Erfolg begleitet sein.

Was ist unter CFD Handel zu verstehen?

CFD ist die Abkürzung der englischen Wortkombination Contract for Difference, welche als Differenzkontrakt ins Deutsche übersetzt werden kann. Es handelt sich dabei um zunehmend beliebte Handelsinstrumente mit einer vergleichsweise kurzen Geschichte.

CFDs wurden in den 1980-er Jahren in Großbritannien entwickelt und zunächst ausschließlich von institutionellen Marktteilnehmern genutzt. Diese umgingen damit die im Vereinigten Königreich zu zahlende Stamp Tax, eine Art von Spekulationssteuer.

Britische Privatanleger nutzen Differenzkontrakte seit den 1990-er Jahren, in der BRD wurden sie erst ab 2005 populär. Der Beliebtheit ging eine aufwendige Werbekampagne voraus, in welcher auf den wichtigsten Vorteil hingewiesen wurde: Mit geringem Kapitaleinsatz vergleichsweise hohe Gewinne erzielen. Seit fast 2 Jahrzehnten wächst nun die Zahl derer, die den CFD Handel im Detail erlernen möchten.

Bei einer Entscheidung für CFD Trading lernen, registrieren Sie sich als Händler bei einem regulierten Broker und eröffnen zunächst ein kostenfreies Demokonto. CFD Handel muss nicht nur seitens Eigenheiten und Regeln verinnerlicht werden, praktisches Üben mit virtuellem Geld ist unerlässlich.

Das CFD-Trading ist eine Form des Handels mit Derivaten. Für Sie bedeutet dies, dass der Wert aus der Kursentwicklung von einem Basiswert abgeleitet wird. Basiswerte können bei Differenzkontrakten auf den unterschiedlichsten Assets beruhen. 

Die Funktionsweise eines CFDs einfach erklärt

Der Preis eines Differenzkontrakts steigt, wenn sich der Wert des Basiswerts erhöht. Ihr Gewinn oder gegebenenfalls Verlust ist die Differenz zwischen Einstiegs- und Ausstiegspreis minus Gebühr für den Handel. Mit dem Basiswert haben CFD Trader nur wenig zu tun, für sie ist ausschließlich die Differenz respektive der Preisunterschied interessant, welcher zwischen Einstieg und Ausstieg entsteht.

Sie besitzen beim CFD Handel den Basiswert nicht. Vielmehr handeln Sie ausschließlich mit den Preisbewegungen und vermeiden daher diverse Kosten und Nachteile, welche im Direkthandel mit Aktien etc. entstehen können.

Welche Vorteile entstehen aus dem CFD Trading?

  • Sie können mit geringem Kapitaleinsatz beträchtliche Positionsgrößen für den Handel nutzen.
  • Aufgrund des außerbörslichen Handels sind Differenzkontrakte mit mehr Flexibilität behaftet.
  • Sie können mit einem Differenzkontrakt Gewinne bei steigendem und fallendem Kurs erzielen.

Achtung: Gehebelte Produkte können für unerfahrene Akteure sowohl Vorteile als auch Nachteile bringen. 

CFD Handel lernen – welche Basiswerte sind verfügbar?

Entsprechend dem leicht verständlichen Prinzip kann jeder denkbare Vermögenswert die Funktion des Basiswerts einnehmen. In der Praxis kommt es jedoch auf das Handelsuniversum Ihres Brokers an. In der Regel stellen Brokerage-Anbieter CFDs auf diese Basiswerte in Option:

  • Aktien und Aktienindizes
  • Exchange Traded Funds (ETF)
  • Währungspaare und Kryptowährungen
  • Rohstoffe und Anleihen

Des Weiteren ermöglichen Ihnen bestimmte Broker die Kombination aus CFD und Optionen sowie Futures. 

CFD Handel lernen – Grundbegriffe verinnerlichen

Für Teilnehmer ohne Englischkenntnisse hat der gesamte Online-Handel einen gravierenden Nachteil: Das Fachvokabular besteht aus englischen Begriffen, respektive den Abkürzungen davon.

Der Handel mit CFDs ist davon nicht ausgenommen. Wer das Grundprinzip des CFD Tradings verstehen will, kommt nicht umhin, die Fachbegriffe in ihrer Bedeutung zu lernen. Nachfolgend erklären wir Ihnen Begriffe, auf welche Sie beim CFD Handel lernen häufig treffen, in alphabetischer Reihenfolge.

Was ist ein Lot?

Beim Erlernen des CFD Tradings kommen Sie an diesem Begriff nicht vorbei. Kein Broker erklärt Ihnen aber verständlich, für was ein Lot wirklich steht. Das Wort kommt aus dem Englischen und kann in diesem Kontext einfach als Menge ins Deutsche übersetzt werden. A lot of money etc.

Im Handel mit Währungspaaren hat sich das Lot als Standardgröße etabliert und steht für 100.000 Währungseinheiten. Davon abweichend gibt es das Minilot oder Zehntellot mit 10.000 Währungseinheiten und das Mikrolot mit 1.000 Währungseinheiten.

Die Mengenangabe in Lot bezieht sich in jedem Fall auf den Basiswert und ist von Asset zu Asset unterschiedlich definiert. Bei Erdöl kann ein Lot beispielsweise 100 Barrel entsprechen.

Was ist unter einer Order zu verstehen?

Das englische Wort Order bedeutet ins Deutsche übersetzt Auftrag. Im CFD Handel wird ein Broker mit der Eröffnung einer festgelegten Position beauftragt. In der Order enthalten sind Art, Menge und Preis sowie gegebenenfalls Angaben zur Verlustbegrenzung und Gewinnmitnahme.

Unterschieden werden muss zwischen direkt ausgeführtem Auftrag und der sogenannten Pending Order. Letztere wird erst aktiviert, wenn der Kurs ein bestimmtes Niveau erreicht hat.

Was genau ist ein Pip?

Das englische Kürzel Pip kommt sehr häufig beim Trading vor und kann verschieden übersetzt werden:

  • Price in points – Preis in Punkten.
  • Percentage in points – prozentualer Punktanteil.
  • Price increase point – Preisanstiegspunkt.

Jede Variante umschreibt die Definition des Pip mehr oder weniger verständlich. Mit Pips werden Kursveränderungen auf der dritten und vierten Nachkommastelle beschrieben. Aus diesem Grund werden Kurse meist mit 5 Nachkommastellen angegeben. Die 5. Stelle nach dem Komma zeigt Zehntelpips an, welche allerdings nur zur genauen Berechnung verwendet werden.

Dazu ein praktisches Beispiel:

  • Angenommen, der Kurs des Paares EUR/USD steigt von 1,17964 auf 1,17968.
  • Die wirkliche Veränderung ist minimal und beträgt lediglich 4 Zehntelpips.
  • Steigt der Kurs jedoch von 1,17964 auf 1,18064, ist eine Veränderung von 10 Pips erkennbar.

Wissenswert: Pips an sich sind jedoch Maßeinheiten ohne inneren Wert, viele Pips in die richtige Richtung resultieren in attraktivem Gewinn. Jeder Pip in die verkehrte Richtung kommt einem Verlust gleich.

Wovon ist bei einem Chart die Rede?

Der Chart ist für viele Trader der wichtigste Bestandteil ihrer Handelsplattform. Er zeigt die bisherige Kursentwicklung wahlweise in Form von Linien, Balken oder Kerzen an. Erfahrene Händler bevorzugen die Kursanzeige durch Candlesticks und verfolgen die Entwicklung in verschiedenen Zeitintervallen.

Den Chart Ihrer Handelsplattform können Sie den eigenen Vorstellungen entsprechend modifizieren oder in der Standardeinstellung nutzen. CFD Handel lernen ist ohne Chart undenkbar. Idealerweise nutzen Sie zu Beginn jedoch den Chart im Demomodus mit virtuellem Geld.

Eine gute Plattform stellt Ihnen den Chart mitsamt Werkzeugen für die technische Analyse in Option und/oder mit Indikatoren als Hilfsmittel für das Trading.

Was bedeutet Bid/Ask respektive Long/Short?

Sobald wir die deutsche Übersetzung der englischen Begriffe kennen, kommt Licht ins Dunkle. 

Wissenswert: Bid kann mit Angebot übersetzt werden, und Ask mit Nachfrage.

Der Bid-Kurs definiert den Preis, welche Käufer bereitwillig zahlen. Der Ask-Kurs zeigt den vom Verkäufer verlangten Preis. Die Differenz zwischen Bid und Ask verlangt der Broker von Ihnen als Gebühr für den Handel. Dafür wird ein später erklärter Fachausdruck verwendet.

Long und Short sind englische Begriffe, über deren Hintergrund nur wenig bekannt ist. Beim CFD Trading wird Long gehen als die Eröffnung einer steigenden Position definiert. Wenn Sie glauben, dass der Kurs einer Währung steigt, gehen Sie Long respektive mit dem Aufwärts-Trend.

Sie gehen Short bei der Annahme, dass der Wert einer Währung fällt, und eröffnen eine abwärts gerichtete Position. Für Leute, die das CFD Trading lernen wollen, ist wichtig, dass sie sowohl Long als auch Short gehen können. Damit haben die Händler von Differenzkontrakten einen bedeutenden Vorteil.

Was ist mit dem Begriff Underlying gemeint?

Underlying ist ein englisches Wort, welches ins Deutsche mit zugrunde liegend übersetzt werden kann. Im Handel mit CFD steht der Begriff für den zugrunde liegenden Basiswert eines Derivats.

Die Definition von Hebel und Margin

CFD Handel lernen, setzt das Verinnerlichen der Bedeutung von Hebel und Margin voraus. Mittels Hebelkraft erhöht der Händler sein Kapital sowie die durch das Trading entstehenden Gewinne und Verluste. 

Dazu ein Beispiel:

  • Angenommen, Ihr Handelskonto ist mit 1.000 Euro gefüllt und Sie nutzen zum CFD Trading einen Hebel von 1:30.
  • Sie könnten theoretisch eine Position mit 30.000 Euro Volumen eröffnen.
  • Ermöglicht Ihnen Ihr Broker die Verwendung eines 200er Hebels, werden aus den 1.000 glatte 200.000 Euro. 
  • Der hohe Hebel ermöglicht nicht nur enormes Handelsvolumen, er trägt auch zu umsichtigem Handeln bei. 
  • Sie müssen, dem Beispiel folgend, nicht das gesamte Kapital für einen Trade riskieren. Idealerweise erwerben Sie 1 Lot für 500 Euro und behalten den Rest in Reserve. 1 Lot bedeutet pro Pips in die richtige Richtung 10 Währungseinheiten Gewinn.
  • Die Margin beschreibt den zu hinterlegenden Sicherheitsbetrag beim Eröffnen einer Position. Sie errechnet sich wie folgt:
  • Handelsvolumen geteilt durch Hebel gleich Margin.

Im obigen Beispiel beträgt die Margin 500 Euro, weil 100.000 Währungseinheiten mit 200er Hebel gehandelt werden. Der Handel mit Margin gehört zu den wichtigsten Vorteilen beim CFD Trading. 

Worum handelt es sich beim Spread?

Spread bedeutet ins Deutsche übersetzt Spanne. Im CFD Trading ist mit dem Spread die Spanne zwischen Ankaufskurs und Verkaufskurs gemeint. Von dieser Spanne finanziert der Broker weitgehend seine Dienstleistungen. 

Sobald Sie eine Position eröffnen, müssen Sie zuerst den Spread begleichen, bevor an Gewinne gedacht werden kann. Daher sollte es in Ihrem Interesse sein, einen Broker mit möglichst niedrigem Spread zu finden. CFDs auf Hauptwährungspaare offerieren naturgemäß geringere Spreads als Neben-Währungen und Exoten. 

Was ist unter Kommission zu verstehen?

Brokerage-Anbieter stellen verschiedene Konto-Modelle in Option, welche die Handelsgebühren entweder als Spreads oder Kommissionen ausweisen. Ob Sie mit der Kommission günstiger fahren als mit dem Spread, muss im Einzelfall überprüft und entschieden werden. Eine Entscheidungshilfe könnte die Anzahl der von Ihnen getätigten Trades sein.

Slippage per Definition

Der Begriff wird von Neulingen im CFD Trading oft als bedrohlich empfunden. CFD Handel lernen bedeutet jedoch, sich damit auseinanderzusetzen und festzustellen, dass Slippage ebenso positiv wie negativ sein kann.

Was für eine Bedeutung hat Slippage also? To slip kann ins Deutsche mit durchrutschen übersetzt werden. Eine Order kann aufgrund hoher Volatilität oder unzureichender Liquidität durchrutschen und zu einem anderen Kurs platziert werden. Vermeidbar ist die Slippage weder durch den Wechsel des Brokers noch durch Maßnahmen des Risikomanagements.

Swap – was ist das eigentlich?

Anfänger, die den CFD Handel lernen möchten, kommen beim Begriff Swap ins Schleudern, weil er ihnen in einem anderen Kontext bekannt sein kann. ETF Trader verstehen unter einem Swap vereinfacht ausgedrückt eine synthetische Replikation.

Beim CFD Trading werden Teilnehmer nur mit dem Begriff konfrontiert, wenn ihre Positionen über Nacht offenbleiben. Swaps sind also als Haltekosten von über Nacht offen gehaltenen CFD Margin-Positionen zu verstehen. Day-Trader müssen den Begriff Swap keinerlei Beachtung schenken. Gleichwohl sollten alle Akteure im CFD Handel wissen, worum es bei Swaps geht.

Volatilität einfach erklärt

Wer das CFD Trading lernen will, muss sich mit dem Begriff Volatilität auseinandersetzen. Ohne Volatilität verharren die Kurse auf bestimmten Niveaus und die Trader erzielen keine Gewinne. Allerdings werden Anfänger durch extreme Volatilität oft überfordert und machen folgenschwere Fehler. 

Wir kennen extreme Volatilität von bestimmten Events wie beispielsweise den NFP (Non Farm Payrolls) und raten Anfängern, davon Abstand zu halten. Ungeachtet dessen benötigt jeder Händler ein gewisses Mass an Volatilität zum Erreichen des Tagesziels. Volatilität lässt sich mit Kursbewegungen in beide Richtungen erklären.

CFD Handel lernen – aber wie?

Das Fundament wurde durch die Verinnerlichung häufig gebrauchter Fachbegriffe bereits gelegt. Nun müssen Fassade und Dach errichtet werden. Ihr Broker hilft Ihnen dabei mit einem kostenfreien Demokonto, in die Plattform integrierten Werkzeugen, der Fortbildungsakademie und Ähnlichem.

Mit dem Demokonto machen Sie die ersten Versuche im CFD Trading völlig ohne Risiko. Sie erlernen die Funktionsweise der Märkte, die Analyse im Chart und vieles mehr. Früher oder später werden Sie feststellen, dass es für den CFD Handel einer bewährten Strategie bedarf. Optimal profitieren Sie natürlich vom Demokonto, wenn ein gewisses Basiswissen vorhanden ist. Alles Wissenswerte über Differenzkontrakte, diesbezügliche Märkte und Teilnehmer sowie Chancen und Risiken finden Sie auf unserer Webseite in speziellen Themen-Artikeln.

CFD Trading lernen – wie viel Geld ist dazu nötig?

Erfreulicherweise wird über den gesamten Lernprozess kein Geld von Ihnen verlangt. Das Demokonto ist kostenlos und der Handel findet mit Spielgeld respektive virtuellen Währungseinheiten statt. Der Broker beantwortet eventuelle Fragen ohne Rechnungsstellung und erlittene Verluste wirken sich nicht auf Ihren Geldbeutel aus. 

Über Geld müssen Sie erst nachdenken, wenn der Entschluss zur aktiven Marktteilnahme gefasst ist. Den Entschluss sollten Sie jedoch erst in die Tat umsetzen, wenn der Abschnitt, – den CFD Handel lernen – erfolgreich abgeschlossen wurde. Selbst dann bleibt die Festlegung des Einsatzes für das Live-Konto allein Ihnen überlassen.

Kann man CFD Handel lernen?

Ja, Sie sind bereits mittendrin und auf dem besten Weg, ein erfolgreicher CFD Trader zu werden. Nachfolgend gehen wir noch einmal auf einen wichtigen Aspekt beim CFD Handel ein – den Hebel. Wie bereits bekannt, vervielfachen Sie mit der Hebelkraft Ihre Markteffizienz und gleichermaßen das Risiko. Sie partizipieren dank des Hebels zu 100 %, zahlen den Differenzkontrakt jedoch nur teilweise.

Generell wird der Hebel wie folgt berechnet: Wert des Kontrakts geteilt durch Margin gleich Hebel.

Beispiel mit CFDs auf das Underlying Aktien: 

  • Kontraktwert 100 mal 50 Euro gleich 5.000 Euro, Hebel 1:10. 
  • Margin 10 % gleich 500 Euro.
  • Steigt der Kurs des zugrunde liegenden Basiswerts von 50 auf 52 pro CFD, beträgt Ihr Gewinn 200 Euro.
  • Fällt der Kurs um 2 Euro pro CFD, erleiden Sie einen Verlust von 200 Euro.

Sie partizipieren mit 500 Euro Margin dank des Hebels an der Wertentwicklung von 5.000 Euro. Dies funktioniert natürlich nur bei einer zuverlässigen Trading Software respektive Handelsplattform.

Wie handele ich mit CFDs?

Der Handel mit Differenzkontrakten findet weitestgehend online statt. Für optimale Ergebnisse ist eine erstklassige Handelsplattform unerlässlich. Wir könnten Ihnen jetzt einfach die besten Plattformen MT4 und MT5 empfehlen und das Kapitel damit abschliessen. Wir möchten aber, dass die Entscheidung von Ihnen selbst getroffen wird und zeigen in den nachfolgenden Abschnitten, worauf Sie achten sollten.

Verlässlichkeit in jeder Marktphase

Auch in Zeiten mit extremer Volatilität muss eine Handelssoftware verlässliche Kurse stellen, direkt Orders ausführen und die Verbindung zum Server aufrechthalten. Modisch gestylte Plattformen überzeugen diesbezüglich nicht immer, die Bewährten schon.

Zeitgemäße Sicherheit

Ihr Geld und Ihre persönlichen Daten muss eine Plattform durch neueste Verschlüsselungstechnik, Password und erweiterte Authentifizierung bestmöglich schützen. Hier haben die bewährten Modelle auch die Nase vorne.

Eigenständige Funktionstüchtigkeit 

Sämtliche Verwaltungsabläufe muss eine gute Plattform eigenständig und unabhängig vom Broker ausführen. In der Praxis bedeutet dies unter anderem: jederzeit mögliche Order-Aufgabe und Auszahlungen vom Handelskonto.

Werkzeuge für die technische Analyse

Als CFD Händler möchten Sie im Vorfeld des Tradings den Markt analysieren und dazu diverse Tools nutzen. Zudem wollen Sie für das CFD Trading wahrscheinlich Indikatoren verwenden. Eine nutzerfreundliche Plattform versorgt Sie mit beidem und schafft damit die Grundlage für erfolgreiches Handeln.

Automatisiertes Handeln als Option

Der Einsatz von Trading Robotern ist zwar in der Händler-Gemeinde umstritten. Indes sollte eine gute Plattform alle Marktteilnehmer zufriedenstellen und den automatisierten Handel in Option stellen. Auch in dieser Disziplin zeigen die bewährten Klassiker ihre Überlegenheit.

Bevor wir auf sinnvolle Strategien im CFD Handel eingehen, einige allgemeine Tipps für Ihren Einstieg ins Trading.

Managen Sie das vorhandene Risiko

Ungeachtet dessen, wie vorsichtig Sie an den CFD Handel herangehen, bringen Sie mit jeder Positions-Eröffnung Ihr Kapital in Gefahr. Das Risiko kann auf verschiedenen Wegen minimiert werden:

  • Im Vorfeld des Handelns sind vorbereitende Maßnahmen wie das Erwerben von Fachwissen vorteilhaft.
  • Bei der Eröffnung einer Position muss unbedingt eine Verlustbegrenzung gesetzt werden. 
  • Außerdem sollte der verwendete Hebel mit Bedacht gewählt sein.
  • Die Positions-Größe sollte innerhalb des Betrags liegen, welchen Sie ohne wirtschaftliche und/oder mentale Probleme verlieren können.
  • Einige Experten empfehlen, niemals mehr als 2 % des Handelskontos in einen Trade zu investieren. Wir glauben hingegen, dass jeder Marktteilnehmer selbst die ideale Positions-Größe finden muss.

Wie handele ich mit CFDs?

Sie wissen nun, wie der Handel mit Differenzkontrakten funktioniert und möchten eigentlich sofort damit beginnen. 

Probieren Sie es aus:

Zunächst öffnen Sie Ihre bereits vorkonfigurierte Handelsplattform, wählen einen Differenzkontrakt im 5M Zeitintervall und betrachten den Kursverlauf. So weit so gut, doch was jetzt? Wie finden Sie den vorliegenden Trend und eine Möglichkeit zum Einstieg? In welche Richtung sollen Sie handeln? Sie können natürlich versuchen, Ihr Bauchgefühl zu nutzen und emotional zu handeln. Damit sind Sie allerdings auf dem besten Weg, Ihr Handelskapital zu schmälern oder ganz zu vernichten. 

Sie müssen Ihrer Vorgehensweise eine Struktur verleihen respektive eine passende Strategie finden. Zum Einstieg in dieses Thema beschreiben wir eine Strategie, die von Day-Tradern, Swing-Tradern und Scalpern gleichermaßen erfolgreich genutzt werden kann.

CFD Trading lernen: die Bollinger Bänder Strategie

Der Vorteil an dieser Strategie ist, dass sie sofort und ohne aufwendige Berechnung genutzt werden kann. Sie benötigen dazu:

  • Einen Chart mit Kursanzeige durch Kerzen.
  • Den Indikator Bollinger Bänder in der Grundeinstellung.
  • Ein zu Ihrem Trading-Stil passendes Zeitfenster. Für Scalping und Day-Trading eignet sich der 5M Zeitintervall.

John Bollinger entwickelte seine Bänder vor mehr als 30 Jahren als Werkzeug für die technische Analyse. Diese Bänder wurden schnell von Day-Tradern als Hilfsmittel für den kurz- und langfristigen Handel entdeckt. Sie können die nachfolgend beschriebene Bollinger Bänder Strategie ohne besondere Vorkenntnisse anwenden. Alles Wissenswerte vermittelt Ihnen diese Anleitung.

Das Besondere an den Bollinger Bändern ist, dass sie sofort nutzbar als Indikator in Ihrer Handelsplattform integriert sind. Sie rufen den Indikator auf und sehen unmittelbar danach 3 Linien, welche scheinbar dem Kursverlauf folgen.

  • Die mittlere Linie entspricht dem einfachen gleitenden Durchschnitt (Simple Moving Average oder SMA) von 20 Tagen.
  • Den 20 Tage SMA plus eine doppelte Standardabweichung zeigt die obere Linie an.
  • Die untere Linie definiert sich durch den 20 Tage SMA minus die doppelte Standardabweichung.

Bei einer Standardabweichung handelt es sich um die Volatilität des Basiswertes. Die Volatilität schwankt natürlich und deshalb sind die Bollinger Bänder immer verschieden im Durchmesser.

  • Eine einfache Standardabweichung entspricht 68,27 %.
  • Die doppelte Standardabweichung kommt 95,49 % gleich.

Die doppelte Standardabweichung beinhaltet also über 95 % aller Messwerte, die innerhalb dieser Bandbreite vorgefunden werden können. Aufgrund dieses Fakts empfiehlt John Bollinger die Verwendung der doppelten Standardabweichung. Die dreifache Standardabweichung wäre theoretisch möglich, sie hat aber laut Ansicht des Erfinders keinerlei Mehrwert, denn das Ergebnis mit der doppelten Abweichung ist an Aussagekraft nicht zu toppen.

Was zeigen Ihnen die Bollinger Bänder?

Zunächst können Sie an der Bewegung aller Bänder den übergeordneten Trend erkennen und Korrekturen erkennen. Die Bänder zeigen ihnen, wenn der Markt überkauft oder überverkauft ist und wo sich Niveaus für Unterstützung sowie Widerstand befinden.

Sie können mit Bollinger Bändern sowohl dem Trend folgen als auch von Rücksetzern profitieren. Bei Verwendung der doppelten Standardabweichung erfassen die Bollinger  Bänder über 95 % aller Marktbewegungen. Weitere Indikatoren sind für die Bollinger Bänder Strategie nicht notwendig. 

Eine Bollinger Band Strategie

Wir wissen jetzt, dass Kursbewegungen weitestgehend innerhalb des oberen und unteren Bollinger Bands stattfinden. Das obere Band fungiert als Résistance und das Untere als Support. Dementsprechend prallt der Kurs oft am oberen Band ab und verläuft abwärts gerichtet.

Nach der bestätigten Trendwende können Sie eine Short-Position eröffnen, welche allerdings überwacht werden sollte. Warum? Schwache Kursbewegungen enden nicht selten an der Mittellinie und zwingen zum Schließen von Short-Positionen. Kann der Kurs hingegen das mittlere Band überwinden, ist der Weg zum Unteren frei. Hier muss die weitere Entwicklung abgewartet werden, denn es bestehen 2 Möglichkeiten:

  • Der Kurs wird vom Support aufgefangen respektive prallt an der unteren Linie ab. In dem Fall muss die Short-Position schnellstens geschlossen werden.
  • Die untere Linie beziehungsweise der Support wird überwunden und es steht ein größerer Ausbruch bevor. In dem Fall entwickelt sich jede Kerze unterhalb des Bandes und Sie können zusätzlich mit 20 Pips und mehr rechnen.

Je nach Volatilität sind zwischen dem oberen und unteren Band 10 bis 15 Pips erzielbar. Ein Ausbruch nach unten bringt Sie meist dem Tagesziel nahe, sofern Ihnen etwa 40 Pips genügen.

Bei einem Abpraller am unteren Band gehen Sie entsprechend umgekehrt vor und eröffnen eine Long-Position. Achtung an der SMA und beim Überwinden Aufmerksamkeit am oberen Band. Kann der Kurs das obere Band nicht durchbrechen, sind Ihnen zumindest 10 bis 15 Pips sicher. Der Ausbruch nach oben kann zu weiteren 20 oder mehr Pips beitragen.

Da die meisten Kursbewegungen innerhalb der äußeren Bänder stattfinden, benötigen Sie zum Erreichen des Tagesziels 2 bis 3 richtig eröffnete Positionen. Dies ist innerhalb einer Session mühelos zu schaffen. Fundamentale Daten sind für diese Strategie unerheblich, Sie orientieren sich ausschließlich am Kursverlauf.

Eine weitere Bollinger Bänder Strategie

Die nachfolgend beschriebene Vorgehensweise ist etwas spekulativer und daher ideal für Fortgeschrittene. Sie nutzen dazu den Wirtschaftskalender und die am Handelstag veröffentlichten Daten zu Ihrem Differenzkontrakt. Handeln Sie beispielsweise das Währungspaar EUR/USD, kommen Zinsentscheid der EZB, BIP der Eurozone etc. sowie identische Daten aus den Vereinigten Staaten in Betracht.

Sie müssen sich mit den Events nicht näher beschäftigen, wichtig sind nur die Zeiten, zu denen mit erhöhter Volatilität zu rechnen ist. Auf diese Zeiten konzentrieren Sie Ihr Trading. Nach der Veröffentlichung von wichtigen Daten reagiert der Markt mit heftigen Bewegungen und es kann zu einem Ausbruch nach oben oder unten kommen.

Vorausgesetzt, Sie positionieren sich richtig, sind innerhalb weniger Minuten 40 Pips und mehr zu erzielen. Attraktive Gewinne in kurzer Zeit stellt diese Strategie in Aussicht, gleichwohl sind damit einige Risiken verbunden.

  • Die Daten fallen positiv aus und der Markt reagiert entsprechend, Ihrer Erwartungen. Dies ist der selten eintretende Idealfall.
  • Oft werden gute Wirtschaftsdaten vom Markt ignoriert und der erhoffte Kursausbruch findet nicht statt.
  • Im schlimmsten Fall reagieren die einflussreichen Marktteilnehmer völlig entgegengesetzt hinsichtlich Ihrer Erwartungen und Ihre Position rennt in den Stopp-Loss.

Die Strategie hat zwar einige Vorteile, sie ist dennoch nur für erfahrene Akteure nutzbar, denen die Tricks der Big-Player zur Genüge bekannt sind. Wir raten Ihnen als Neuling im CFD Handel, diese Strategie keinesfalls bei nachfolgend aufgeführten Events anzuwenden:

  • Non Farm Payrolls aus den Vereinigten Staaten.
  • Entscheidungen der EZB zum Leitzins und der künftigen Geldpolitik.
  • Leitzins-Änderungen der FED.

Bollinger Bänder eignen sich für jeden Trading-Stil

  • Scalper nutzen die Bollinger Bänder erfolgreich im 1M oder 5M Zeitintervall.
  • Day-Trader verwenden die oben beschriebene Bollinger Bänder Strategie im 5M Intervall.
  • Swing-Trader können sich die Bollinger Bänder in größeren Zeitfenstern zunutze machen.

Eine Strategie – unterschiedliche Verlustbegrenzungen.

  • Akteure mit Scalping-Technik sollten den Stopp-Loss bei 5 Pips setzen.
  • Day-Trader setzen den Stopp-Loss je nach Vorgehensweise zwischen 5 und 10 Pips.
  • Swing-Trader verfolgen nur den übergeordneten Trend und müssen aufgrund von Korrekturen den Stopp-Loss großzügiger setzen.

Im Idealfall testen Sie jede Bollinger Bänder Strategie im kostenfreien Demokonto, bevor echtes Geld riskiert wird. Entscheiden Sie sich für eine Vorgehensweise, die vollständig verstanden wird und zu Ihrem Leben passt.

CFD Handel lernen: die Pivot Punkte Strategie

Bei dieser Strategie wird kein Indikator benötigt. Sie brauchen lediglich den Chart Ihres CFDs vom Vortag und den Rechner Ihres Computers. Es geht bei der Pivot Punkte Strategie um das Ermitteln des voraussichtlichen Kursverlaufs in der kommenden Session. Wie Sie bereits wissen, können Widerstände eine Aufwärtsbewegung verlangsamen oder stoppen und Unterstützungen das Fallen des Kurses bremsen.

Damit erkennbar wird, ob der Kurs einen bullishen oder bearishen Trend einschlägt, nutzen Sie idealerweise den selbst berechneten Drehpunkt. Dieser wird auch zentraler Pivot Punkt genannt, mit PP abgekürzt und wie folgt berechnet:

Höchstkurs, Tiefstkurs und Schlusskurs vom Vortag werden addiert und das Ergebnis durch 3 geteilt.

Verläuft der Kurs oberhalb des Drehpunkts, kann fürs Erste von einer Aufwärtsentwicklung ausgegangen werden. Fällt der Kurs dauerhaft unterhalb des Drehpunktes, ist weiterhin eine Abwärtsentwicklung wahrscheinlich.

Jetzt kommen jedoch die Interessen der einflussreichen Marktteilnehmer ins Spiel. Diese teilen sich in 2 Lager mit unterschiedlichen Ansichten auf.

  • Die einen wollen den Kurs nicht über ein gewisses Niveau steigen lassen und verhindern dies mit Aktionen an den Widerstandsbereichen.
  • Andere möchten den Kurs nicht unter ein bestimmtes Level fallen lassen und agieren an Supportzonen.

Für Sie respektive Ihr Trading ist von Vorteil, diese Résistance- und Support-Bereiche zu kennen. Da alle Akteure systematisch vorgehen, können die jeweils 3 Zonen für Widerstand und Unterstützung einfach berechnet werden.

Folgen Sie bitte dieser Anleitung, denn es handelt dabei sich um die meistgenutzte Rechenmethode:

  • R1 = 2 mal PP minus Tiefstkurs.
  • R2 = PP plus Höchstkurs minus Tiefstkurs.
  • R3 = PP minus Tiefstkurs mal 2 plus Höchstkurs.
  • S1 = PP minus Höchstkurs.
  • S2 = PP minus dem Ergebnis aus Höchstkurs minus Tiefstkurs.
  • S3 = Tiefstkurs minus dem doppelten Resultat aus Höchstkurs minus PP.

Mithilfe eines Online-Rechners sind die Werte innerhalb weniger Minuten ermittelt. Sie helfen Tradern beim Scalping ebenso wie Akteuren im Day-Trading und Swing-Trading. Wichtig ist jedoch, dass Sie den richtigen Zeitrahmen zur Berechnung wählen.

So sehen die aktuellen Pivot Punkte für das Währungspaar EUR/USD aus.

Zeitrahmen 1 Stunde:

  • S3 = 1,1804.
  • S2 = 1,1806.
  • S1 = 1,1809.
  • PP = 1,1812.
  • R1 = 1,1815.
  • R2 = 1,1818.
  • R3 = 1,1821.

Zeitrahmen 1 Tag:

  • S3 = 1,1755.
  • S2 = 1,1782.
  • S1 = 1,1798.
  • PP = 1,1825.
  • R1 = 1,1841.
  • R2 = 1,1868.
  • R3 = 1,1884.

Zeitrahmen 1 Woche:

  • S3 = 1,1694.
  • S2 = 1,1748.
  • S1 = 1,1780.
  • PP = 1,1834.
  • R1 = 1,1866.
  • R2 = 1,1920.
  • R3 = 1,1952.

Die oben zu sehende Aufstellung zeigt Ihnen 3 verschiedene PP Berechnungen für einen Differenzkontrakt auf das Währungspaar EUR/USD. Kurzfristig agierende Marktteilnehmer verwenden die Pivot Punkte im Zeitrahmen 1 Stunde. Day-Trader und Swing-Trader nutzen den Zeitrahmen 1 Tag und langfristig orientierte Akteure den Zeitrahmen 1 Woche.

Der gewählte Zeitrahmen muss in jedem Fall zu Ihrem Trading-Stil passen, andernfalls sind die errechneten Werte ohne Bedeutung. Je größer der Zeitrahmen, desto weiter die Abstände zwischen den einzelnen Levels. Dennoch gibt es eine für alle Zeitrahmen gültige Handels-Strategie.

Verläuft der Kurs vom PP nach unten, ist eine weitere Abwärtsentwicklung anzunehmen, welche jedoch beobachtet werden muss. Liegt ein starker Abwärtstrend vor, wird die erste Unterstützung wahrscheinlich nicht halten. Fokussieren Sie das Kursverhalten dennoch an jedem Support. Zeigen sich an einem der Level Kerzen, die auf eine Umkehr schließen lassen, steigen Sie nach der bestätigenden Kerze in einen Long-Trade ein.

Die Position kann bis zum Scheitern an einem Widerstandsbereich gehalten werden. Möglich ist jedoch, dass alle Résistance Level überwunden werden und Sie Ihr Tagesziel innerhalb kurzer Zeit erreichen. Wird der Kursverlauf aber von einem Widerstand gestoppt, ist hier der sofortige Ausstieg angesagt. Im kurzfristigen Handel sind mit einer Position 10 bis 15 Pips erzielbar. Der Stopp-Loss kann bei 5 Pips gesetzt werden.

Wie aus der Berechnung für 1 Tag oben zu entnehmen ist, können in diesem Zeitrahmen bis zu 100 Pips erzielt werden, ohne dass unvorhergesehene Ereignisse passieren. Die Vorgehensweise für Day-Trader ist identisch mit der von Scalping Techniken. Da es jedoch innerhalb von einem Tag zu größeren Korrekturen kommen kann, darf die Verlustbegrenzung nicht zu eng gesetzt werden.

Die Pivot Punkt Strategie kann auch von Swing-Tradern und Langzeit-Akteuren verwendet werden. Die besten Quoten hinsichtlich erfolgreich abgeschlossener Trades werden allerdings von Scalpern und Day-Tradern erreicht. Dies hat aber nichts mit der Strategie an sich zu tun, sondern mit der Unberechenbarkeit der Märkte über längere Zeiträume.

Besonders ertragreich wird ein Trade, wenn der Kurs alle 3 Level für Support oder Résistance durchbricht und den Trend beibehält. Ausbrüche sind bei CFDs auf Währungspaare keine Seltenheit.

CFD Handel lernen: MACD Strategie

Wie bereits erwähnt, sollte beim Trading mit Differenzkontrakten immer eine Strategie den Rahmen vorgeben. Nicht jede Vorgehensweise ist für Neulinge empfehlenswert – aber die MACD Strategie kann jeder Anfänger erfolgreich umsetzen.

Die Strategie beruht auf einem Indikator, der im MT4 und MT5 in der Grundeinstellung aufrufbar ist. MACD ist die Abkürzung der englischen Wörter Moving Average Convergence Divergence. Ins Deutsche übersetzt ergeben die Wörter diesen Sinn: Indikator für das Zusammen- und Auseinanderlaufen des gleitenden Durchschnitts.

Es handelt sich beim MACD um mehrere gleitende Durchschnitte, welche selbst berechnet werden können oder in der Standardeinstellung genutzt sind. Der Entwickler nutzte für die ursprüngliche Einstellung respektive Standardeinstellung diese Werte:

  • Der kürzere gleitende Durchschnitt mit 12 Tagen.
  • Für den längeren gleitenden Durchschnitt 26 Tage.
  • 9 Tage beim gleitenden Durchschnitt der Signallinie.

Wenn Sie den Indikator im Chart aufrufen, werden nur 2 Linien angezeigt. Die erste Linie ist das Ergebnis der Werte längerer gleitender Durchschnitt minus kürzerer gleitender Durchschnitt. Die zweite Linie stellt die oben erwähnte Signallinie dar. Der MACD folgt als technischer Indikator auf Preisbasis dem Trend und reagiert zeitversetzt. Das bedeutet: Die Kerzen zeigen geübten Tradern längst den Trend an, bis der Indikator darauf reagiert.

Für Scalping-Techniken ist der MACD nicht die erste Wahl, aber Day-Trader nutzen ihn oft mit Erfolg. Empfehlenswert ist in jedem Fall, die MACD Strategie zunächst im Demokonto zu testen. Die Anwendung des Indikators bedarf keiner besonderen Vorkenntnisse und ist bei jedem Broker möglich.

Die MACD Strategie kann wie folgt angewendet werden:

  • Ein Kaufsignal entsteht, wenn die Signallinie von der MACD Linie von unten nach oben durchkreuzt wird.
  • Durchkreuzt die MACD Linie die Signallinie von oben nach unten, entsteht ein Verkaufssignal.

Day-Trader können diese Kreuzungen zum Eröffnen von Long- oder Short-Positionen nutzen, denn für sie spielt die geringfügige Verzögerung keine nennenswerte Rolle. Der Indikator eignet sich insbesondere für CFDs, weil Trader hiermit Gewinne in beiden Richtungen erzielen können.

Für Anfänger ist die MACD Strategie aufgrund ihrer einfachen Verständlichkeit problemlos umsetzbar. Es wird einfach gewartet, bis die beiden Linien sich kreuzen und entsprechend der Anleitung oben reagiert.

Sinnvoll ist die Anwendung der MACD Strategie in volatilen Marktphasen. In Phasen mit geringer Schwankung liefert der Indikator weniger verlässliche Signale. Die besten Erfolgschancen bestehen bei der Verwendung des MACD in kurzen Zeitabständen.

CFD Trading lernen: die Fibonacci Strategie

Um zu verstehen, wie CFD Trading mit Fibonacci Strategie funktioniert, müssen die Fibonacci Zahlen verinnerlicht werden. Diese werden aus den Summen der 2 vorangegangenen Zahlen gebildet und sehen zu Beginn wie folgt aus:0, 1, 1, 2, 3, 5, 8, 13, 21, 34, 55, 89, 144, 233, 377, 610.

Sie können die Reihe endlos fortsetzen und stellen fest, dass jede Zahl um den Faktor 1,618 größer als die Vorhergegangene ist.

Was ist unter dem Goldenen Schnitt zu verstehen?

Als Goldener Schnitt oder Phi wird im Trading die Zahl 1,618 definiert. Wir erklären Ihnen den tieferen Sinn im Verlauf der Strategie Darstellung.

CFD Trading mit Fibonacci Retracements

Für das Entwickeln einer Fibonacci Strategie benötigen Sie die gleichnamigen Retracements. Retracements können mit Rückverfolgungen ins Deutsche übersetzt werden. Retracement Level können auch als Support- oder Résistance Niveaus bezeichnet werden. Also als Bereiche, die einen Kurs daran hindern, weiter zu steigen oder zu fallen. Vereinfacht dargestellt sind Fibonacci Retracements als mögliche Einbrüche von Kursbewegungen zu verstehen.

Bevor sich der Kurs wieder in die übergeordnete Richtung entwickelt, kommen Korrekturen vor, welche an den horizontalen Retracement Linien scheitern können – oder nicht scheitern. Generiert werden Retracement Niveaus durch Ziehen einer Trendlinie zwischen 2 extremen Punkten. Anschließend muss die vertikale Distanz durch nachfolgend dargestellte Fibonacci Kennziffern unterteilt werden: 23,6 %, 38,2 %, 50 %, 61,8 % und 100 %.

Fibonacci Retracements sind erwiesenermaßen nützlich für den Handel mit CFDs und anderen Instrumenten respektive Assets. 

Wissenswertes zum Trading mit Fibonacci Strategie

Genau genommen basieren die Retracement Levels nicht auf den oben dargestellten Fibonacci Zahlen. Es handelt sich vielmehr um Ableitungen von den mathematischen Verhältnissen dieser Zahlen:

  • 61,8 % oder der Goldene Schnitt entsteht mittels Teilen einer Fibonacci Zahl durch deren Nachfolgerin. Zum Beispiel 89 geteilt durch 144 gleich 0,618. 
  • 38,2 % als Kennziffer erhalten Sie mit dem Teilen einer Fibonacci Zahl durch deren übernächste Nachfolgerin rechts. Zum Beispiel 89 geteilt durch 233 gleich 0,3819. 
  • Die Kennziffer 23,6 wird mit dem Teilen einer Fibonacci Zahl durch die drittnächste Zahl rechts ermittelt. Zum Beispiel 89 geteilt durch 377 gleich 0,2360.
  • Diese Linien zeichnen Sie horizontal zwischen denen von Hochpunkt und Tiefpunkt ein. Sie erhalten dadurch eine Art Raster, der Ihnen ermöglicht, potenzielle Kursumkehrpunkte zu finden.
  • Das 50 % Retracement Niveau ist meist im Raster enthalten, obwohl es keine konkrete Ableitung gibt. Es wird vielmehr als Umkehrpunkt gesehen und ähnelt damit dem zentralen Pivot Punkt.

Welchen Nutzen können CFD Trader aus den Fibonacci Kennziffern ziehen?

  • CFD Händler verwenden Fibonacci Retracements zum Erkennen von Support und Résistance Levels.
  • Zudem werden Entry Points damit ermittelt und Stopp Loss sowie Take Profit bestimmt.

Sinnvoll ist die Anwendung respektive Kalkulation der Fibonacci Retracements, nachdem der Kurs, signifikant gestiegen oder gefallen ist und anschließend auf einem bestimmten Niveau verharrt. Die wichtigen Niveaus 38,2 %, 50 % und 61,8 % zeichnen Trader als horizontale Linien in den Chart ein. Sie bestimmen dadurch Bereiche, in die der Kurs während einer Korrektur fallen könnten, bevor er seinen eigentlichen Trend wieder aufnimmt. 

Korrekturen können vor allem auf Unterstützungsniveaus und an Widerstandslinien vorkommen. Erstaunlich oft spielen die Fibonacci Levels dabei tragende Rollen.

Fibonacci Kennziffern für Long-Positionen nutzen:

  • Sie steigen mit einer Long-Position ein, nachdem der Kurs in den Bereich von 32,8 % gefallen ist. Die Verlustbegrenzung wird etwa beim 50 % Niveau platziert.
  • Eine Long-Position kann ebenso eröffnet werden, nachdem der Kurs auf das 50 % Niveau gefallen ist. Hierbei wird der Stopp-Loss etwas unterhalb der 61,8 % Linie gesetzt.

Abschließendes zur Fibonacci Strategie im CFD Trading

Dank der Fibonacci Retracement Level können Sie vom übergeordneten Trend ebenso profitieren wie von häufig vorkommenden Korrekturen. Präsenz vor dem Chart ist vorteilhaft, gewisse Grundkenntnisse hinsichtlich der Kuranzeige durch Kerzen sind wünschenswert.

  • -Angenommen, Sie sind mit einer Position im Aufwärtstrend engagiert und bemerken, dass die Entwicklung ins Stocken kommt oder sogar umdreht.
  • Sie steigen aus dem Long-Trade aus und eröffnen nach bestätigter Trendumkehr eine Short-Position.
  • Diese wird so lange gehalten, bis der Kurs an einem der Fibonacci Level scheitert und erneut dreht.  Nachdem die Trendumkehr respektive die Rückkehr zum übergeordneten Trend bestätigt ist, wird eine Long-Position eröffnet.
  • Durch das Nutzen des übergeordneten Trends und der Korrektur vervielfachen Sie Ihr Tagesergebnis ohne nennenswertes Risiko. Unseren Erfahrungen entsprechend ist auf die Fibonacci Level 23,6 %, 38,2 %, 50 %, 61,8 % in jeder Marktsituation Verlass.

CFD Handel lernen: grundsätzliche Trading-Strategien

Prinzipiell gibt es nur 2 Trading Strategien, welche allerdings auf verschiedenen Wegen umgesetzt werden können.

1. Folge dem Trend

Die Trendfolgestrategie wird vor allem von Anfängern gerne genutzt, weil sie nachvollziehbar ist. Es geht dabei nicht um den oft dargestellten Aspekt, dass ein bestehender Trend eher anhält als umzukehren, sondern um die richtige Einschätzung der eigenen Kraft. Die Positions-Größe eines durchschnittlichen Privatakteurs reicht niemals aus, den Kursverlauf zu beeinflussen. Selbst 10.000 Trader mit identischer Position schaffen es nicht, eine Kursänderung herbeizuführen.

Wer gegen den Markt handelt, wird von ihm aus dem Handel geworfen, zumindest sind empfindliche Verluste zu erwarten. Ein Trend muss jedoch rechtzeitig und richtig erkannt werden, um von ihm profitieren zu können. Im falschen Zug zu sitzen ist ebenso nachteilig wie zu spät aufzuspringen. 

Hohe Hebel wirken sich in diesen Fällen verheerend aus. Nur wer den Trend zeitig identifiziert und von Beginn an wahrnimmt, kann von der Hebelkraft in vollem Umfang profitieren. Der vorliegende Trend kann durch unterschiedliche Vorgehensweisen ausgemacht werden. Die technische Analyse ist eine Methode, die jeder Anfänger problemlos nutzen kann.

Ob Fundametaldaten oder Chartanalyse, beide Verfahrensweisen sind nicht frei von Fehlern, weil das aktuelle Marktsentiment außen vor bleibt. Je kürzer Sie einen vorliegenden Trend ausnutzen, desto höher sind Ihre Erfolgschancen. 

2. Agiere gegen den Trend

Die Kontra-Trend-Strategie wird überwiegend von erfahrenen Akteuren genutzt, die dem Markt einen Schritt voraus sein möchten. Sich gegen den aktuellen Trend zu stellen, erfordert Wissen, Mut und Erfahrung. Genau genommen geht es gar nicht um das Handeln gegen den Trend, sondern vielmehr um eine Vorhersage, wann die augenblickliche Tendenz endet.

Richtig ist, dass jeder Trend einmal ein Ende hat und eine Umkehr erfolgt. Wir halten es jedoch für sinnvoller, dem vorliegenden Trend bis zur Wende zu folgen und erst nach Bestätigung entsprechend aktiv zu werden. 

Kontra-Trend-Trader positionieren sich aber vorher und nutzen zur Prognose unter anderem die oben beschriebenen Indikatoren. Eine Pending-Order auf einen möglichen Trendumkehrpunkt, zu setzen ist riskant und führt seltener zum Erfolg als die klassische Trendfolge. Daher agieren diese Marktteilnehmer oft mit vergleichsweise kleinen Positions-Volumen und engen Verlustbegrenzungen.

Gegen den Strom schwimmen mag in anderen Lebensbereichen sinnvoll, trendy oder zeitgemäß sein. Beim Handeln mit Differenzkontakten sind jedoch andere Eigenschaften gefragt. Dazu zählen nun einmal das Erkennen des Trends und der bestmögliche Nutzen daraus. 

Bevor wir Ihnen weitere Strategien zum CFD Handel lernen präsentieren, möchten wir einmal mehr zur unbedingten Trendfolge animieren. Sie sind immer auf der richtigen Seite, wenn der Trend als Freund empfunden und behandelt wird.

Keine Strategie ist übrigens unfehlbar, selbst das korrekte Anwenden garantiert nicht für Ihren Erfolg. Aber es erhöht sich durch das Einbeziehen einer Strategie die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg. Lernen Sie mit Gewinnen, ebenso zu leben wie mit jederzeit möglichen Verlusten und gehen Sie optimistisch in jede neue Session.

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