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Unter einem CFD Spread wird die Differenz zwischen Kaufs- und Verkaufspreis verstanden. Dabei hängt die Höhe des Spreads von der Kursschwankung und Liquidität des jeweiligen Marktes ab. Außerdem verdienen die meisten CFD Broker Geld, indem sie diesem Wert zusätzlich noch einen Aufschlag hinzufügen.

In diesem Beitrage erfahren Sie alles Wissenswerte zu den verschiedenen Spread Typen, Beispiele zur Veranschaulichung und was als tiefer bzw. hoher Spread gilt.

CFD Spread Ordermaske Dax
DAX CFD Spread Beispiel

Das Wichtigste zu CFD Spreads im Überblick:

  • Ein CFD Spread bezeichnet die Differenz zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines Vermögenswerts.
  • Die Höhe des Spreads hängt von der Kursschwankung des jeweiligen Marktes ab und Brokern, die einen Aufschlag hinzufügen.
  • Es gibt feste CFD-Spreads, variable CFD-Spreads und variable CFD-Spreads mit Kommission.
  • Kurzfristige Strategien können stärker unter dem Spread leiden als langfristige.
  • Vor dem Einstieg in den Echtgeld-Handel sollte man sich ausreichend Fachwissen aneignen und den Handel auf einem Demokonto testen.

Was versteht man unter Spreads im CFD Trading?

Nachdem wir nun geklärt haben, worum es bei einem CFD geht und Sie nun wissen, dass CFD-Spreads die Differenz aus dem Kauf- und Verkaufskurs eines Vermögenswertes sind, wenden wir uns nun den unterschiedlichen Arten von CFD Spreads zu.

In der Regel gibt es drei Arten von Spreads bei CFDs:

  • Feste CFD-Spreads
  • Variable CFD-Spreads
  • Variable CFD-Spreads mit Kommission

Wie der Name schon sagt, bleiben feste Spreads immer fix, sind also keinen Schwankungen unterworfen. Auch wenn der Markt volatil ist und die Preise sich stark ändern, hat das keinen Einfluss auf die Höhe des Spreads. Allerdings hat diese „Stabilität“ natürlich auch ihren Preis. So sind die Spreads im Vergleich zu variablen Spread oftmals deutlich höher.

Variable Spreads fallen dagegen in der Regel niedriger aus. Wenn der Markt jedoch stark schwankt, kann sich der Spread nach oben ausweiten. Außerdem werden oft variable Spreads mit Kommission angeboten. Mit diesem Spread-Modell können Sie sehr niedrige Spreads erzielen, müssen dem Broker jedoch für jeden Trade eine bestimmte Gebühr zahlen.

Die Erfahrung hat gezeigt, dass es häufig am besten ist, normale variable Spreads zu wählen, weil sie im Vergleich zu festen Spreads in der Regel niedriger sind. Überdies rechnet sich der Handel mit festen Spreads finanziell nur in extremen Phasen des Marktes.

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Richtiges Timing bei variablen Spreads

Sie sollten jedoch sicherstellen, dass Sie zum Beispiel nicht zu Zeitpunkten traden, während wichtige Nachrichten verkündet werden. Hier hat sich gezeigt, dass sich die variablen Spreads schnell ausweiten können. Gerade als Einsteiger sollten Sie auch vermeiden, CFDs mit Kommissionen oder Spread Modelle mit Kommissionen für den Devisenhandel zu wählen. Denn diese Kosten können sich am Monatsende summieren und einen großen Teil des Gewinns zunichtemachen.

Daher bieten viele Anbieter normale, variable Spreads an. Diese sind relativ günstig. Beispielsweise beträgt ein variabler CFD Spread bei den meisten Anbietern auf das beliebte Währungspaar EUR/USD (EUR/USD) 0,6 Pips. Allerdings bieten auch immer mehr Anbieter Spreads ab 0,0 Pips an.

Um CFD Spreads zu veranschaulichen, sehen wir uns unten ein Handelsbeispiel aus der realen Welt an. Dafür schauen wir uns das Währungspaar EUR/USD genauer an.

Vor- und Nachteile variabler CFD Spreads

In diesem Abschnitt möchten wir Ihnen die Vor- und Nachteile variabler Spreads übersichtlich näherbringen. Grundsätzlich können wir sagen, dass sich variable Spreads eher für fortgeschrittenen Trader eigenen, und dass der Kapitalbedarf gegenüber fixen Spreads erhöht sein kann.

Vorteile variabler Spreads

  • Kein Risiko von Requotes

Nachteile variabler Spreads

  • Transaktionskosten sind nicht immer vorhersehbar
  • Kapitalbedarf ist relativ hoch
  • Geeignet für fortgeschrittene Händler

Ein Forex Beispiel zur Veranschaulichung

Um den CFD-Spread zu veranschaulichen, handeln wir EUR/USD auf dem 1-Minuten-Chart. Unser Ziel ist es, einen günstigen Einstiegspunkt in die aktuelle Korrektur des Kurses zu finden. EUR/USD steht also zunächst bei 1,1200.

Wenn wir uns dann das Diagramm der Forex-Handelssoftware ansehen, sehen wir, dass das Währungspaar schnell um 12 Pips auf 1,1212 „Punkte“ gestiegen ist. Danach setzte die Korrektur ein und der Preis geht langsam zurück, bis er sich schließlich im Bereich von 1,1206 einpendelte.

kursverlauf eurusd

Anschließend steigt der Kurs wieder um 10 Pips an und bringt den EUR/USD Kurs auf ein neues Hoch von 1,1216. An dem Durchbrechen des alten Hochs kann man einen Aufwärtstrend ablesen. Daher werden wir in der bevorstehenden Korrektur nach passendem Einstiegskurs suchen.

Wie erwartet, tritt für den Kurs eine weitere Korrektur ein und der Preis fällt um 6 Pips auf 1,1210. Dadurch hat sich in diesem Bereich eine Umkehrkerze gebildet, die wir als Signal für die Eröffnung eines Long Trade nutzen.

Wenn Sie möchten, können Sie auch weitere Forex-Indikatoren verwenden, um mehr Signale zu erhalten. Die Grundlagen hierfür können Sie in Ihrem Demokonto lernen. Da der CFD Spread 0,6 Pips beträgt, kaufen wir den EUR/USD CFD zu einem Preis von 1,12106 Pips.

Aufwärtsbewegung Stop Loss Korrektur und Umkehrkerze

Wir setzen unseren Stop Loss auf das vorherige Tief von 1,1206, was das Risiko unseres Trades mehr oder weniger auf etwa 4 Pips begrenzt. Unter der Annahme einer Bewegung von etwa 10 Pips zu unseren Gunsten beträgt unser Chance-Risiko Verhältnis 10 zu 4, also ein Faktor von ca. 2,5.

In unserem Beispiel haben wir jetzt noch einmal etwas Glück, sodass der EUR/USD beim nächsten Schritt um 13 Pips auf 1,1223 stieg. Hier schließen wir dann die Position mit einem Gewinn von etwa 13 Pips.

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Warum es wichtig ist, CFD Broker mit niedrigen Gebühren zu wählen

Handeln Sie mit dieser einfachen Daytrading-Strategie mit 1 Standard Lot, dann führt in unserem Beispiel jede Änderung um 1 Pip zu einem Gewinn oder Verlust von 10 $. Daher entsprechen die 13 gewonnenen Pips einem Gewinn von 130 $ (13 Pips). Der Spread beträgt zweimal 0,6 Pips, da dieser sowohl bei Öffnen als auch beim Schließen einer Position fällig wird, also insgesamt 1,2 Pips.

Spreadgebühr beim Forex-Handel

Das entspricht dann einem Betrag von 12 $, die man vom eigenen Gewinn abziehen muss. Wie Sie sehen, ist es daher wichtig, bei einem Broker mit möglichst geringen CFD-Spreads zu handeln, da die Gebühren ansonsten einen großen Teil des Gewinns in Anspruch nehmen.

Einige CFD Anbieter haben Spreads von 2 Pips oder mehr. In diesem Fall würde sich die Gebühr in unserem Beispiel mehr als verdreifachen, was sich sehr negativ auf das Handelskonto auswirken würde. Deshalb sollten Sie vor der Anmeldung immer die Konditionen, zu denen Sie handeln, überprüfen. Hier genauer hinzuschauen, kann bares Geld bedeuten.

Wie viel Spread ist in akzeptabel beim CFD Trading?

Wie viel Spread noch im Rahmen ist, hängt auch immer mit der gewählten Strategie zusammen und wie gehandelt wird. Aber auch das Produkt, welches man handelt, hat Einfluss auf den Spread, da Aktien und Indizes generell höhere Werte aufweisen, als etwa Währungspaare beim Forex-Handel. Hier sollten Sie auf der Webseite des Brokers die unterschiedlichen Spreads genau anschauen.

Denn beim Trading starten Sie nie mit 0 Pips, sondern immer im Minus. Bei einem Spread von 0,6 Pips starten Sie Ihren Trade also immer mit einem Minus von 1,2 Pips, die Ihr Trade ausgleichen muss, bevor Sie Gewinn verbuchen können. Aber auch die Anzahl an CFDs nimmt natürlich Einfluss darauf, wie hoch die Gebühren ausfallen.

Kurzfristige Strategien leiden unter dem Spread

Wie bereits erwähnt, haben Spreads je nach verwendeter CFD Strategie unterschiedliche Auswirkungen. Wenn Sie etwa eine langfristige Strategie haben und nur wenige Trades pro Monat ausführen, werden Sie für Ihre Trades eine fast vernachlässigbare Menge an Pips über oder unter dem Spread ausgeben. Bei kurzfristigen Strategien sieht die Situation jedoch ganz anders aus.

Gerade wenn Sie in kleinen Zeiteinheiten handeln, öffnen Sie meist Trades, die Sie fast sofort wieder schließen. In diesem Fall kann sich die Gebühr für den CFD Spread zum Monatsende deutlich erhöhen. Daher ist es in diesem Fall besonders wichtig, mit einem Broker zu handeln, der den eigenen Kunden relativ günstige Spreads bietet.

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Was ist ein Minimum Spread?

Der Minimum-Spread ist der Mindestbetrag an Spread, den man für den Kauf des CFDs aufbringen muss. Dieser orientiert sich dabei an den Konditionen des Brokers und der aktuellen Marktlage, aber auch daran, ob man eine Position öffnet oder schließt.

Dabei ist dieser Betrag in Zeiten von hoher Volatilität am Markt höher. Der Spread wird einem dabei immer angezeigt, wenn man in einen Trade eintritt. Behalten Sie auch immer Kopf, dass Spread auch bei Schließen der Position fällig wird.

Was ist ein hoher Spread?

Als hohen Spread würden wir in der Regel alles, was über 1 liegt, bezeichnen. Nach wie vor kommt es dabei aber immer auch auf das gewählte Finanzprodukt und die eigene Trading-Strategie an. Bei Aktien oder Indizes kann ein Spread von 1,5 Pips realistisch sein und ist dabei nicht zwangsläufig besonders hoch.

Allerdings sollten Sie vorsichtig sein, denn hohe Spreads gelten als Indikator für die (kurzfristige) Illiquidität eines Produkts. Daher kann es sein, dass ein solcher Trade sich schnell gegen Sie wendet und hohe Verluste nach sich zieht. Wir würden grundsätzlich keine Spreads über 1,5 Pips in Betracht ziehen.

Unser Fazit zum CFD Spread

In unserem Artikel haben wir CFD-Spreads und ihre Bedeutung für den Handel besprochen. Es wurden verschiedene Übertragungsarten gezeigt. Je nach Strategie und Handelsmethode haben CFD Spreads unterschiedliche Bedeutung für den Trader.

Insgesamt empfiehlt es sich, den Handel zunächst auf einem kostenlosen CFD Demokonto zu testen. Dort können Sie mit virtueller Währung handeln und lernen dadurch das Trading in einer sicheren Umgebung kennen. Generell ist es wichtig, sich Fachwissen im Börsenhandel anzueignen, bevor man echtes Geld einsetzt.

Bei den meisten Brokern können Sie mit zahlreichen Ratsgeberartikeln, Lernvideos und eventuell sogar Trading Coaches das Trading lernen. Die Trainer sind alle erfahrenen Trader, die seit vielen Jahren handeln. So können Sie vom Fachwissen anderer profitieren und Anfängerfehler vermeiden.

Abschließend bleibt uns nur noch, Ihnen viel Erfolg beim Trading zu wünschen!

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Häufig gestellte Fragen:

Was ist der CFD Spread?

Ein CFD Spread ist der Unterschied zwischen dem Kauf- und Verkaufspreis eines Vermögenswerts, auf den ein CFD (Contract for Difference) basiert. Der Spread wird in Pips (Percentage in Point) gemessen und stellt die Gebühr dar, die der CFD-Broker für den Handel eines CFDs berechnet.

Wie wird der CFD Spread berechnet?

Der CFD Spread wird berechnet, indem der Verkaufspreis des Vermögenswerts vom Kaufpreis abgezogen wird. Zum Beispiel, wenn der Kaufpreis für eine Aktie 100 Euro beträgt und der Verkaufspreis 101 Euro, beträgt der Spread 1 Euro oder 100 Pips.

Warum ist der CFD Spread wichtig?

Der CFD Spread ist wichtig, weil er einen Einfluss auf die Kosten hat, die Händler für den Handel von CFDs tragen. Je höher der Spread, desto teurer wird der Handel für den Händler. Händler sollten daher den Spread bei der Auswahl eines CFD-Brokers berücksichtigen.

Wie kann ich den CFD Spread minimieren?

Es gibt einige Möglichkeiten, wie Händler den CFD Spread minimieren können. Händler sollten verschiedene CFD-Broker vergleichen und den Anbieter wählen, der den niedrigsten Spread anbietet. Einige CFD-Broker bieten Sonderangebote und Aktionen an, die es Ihnen ermöglichen, den Spread zu minimieren. Trader, die langfristige Trades abschließen, können den Spread möglicherweise minimieren, da sich der Spread über einen längeren Zeitraum weniger stark verändert.

Gibt es Unterschiede zwischen dem CFD Spread auf verschiedenen Märkten?

Der CFD Spread ist von Markt zu Markt unterschiedlich. Zum Beispiel könnte der Spread auf dem Devisenmarkt niedriger sein als der Spread auf dem Rohstoffmarkt. Händler sollten daher den Spread für den

Oliver Schoch
Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und er hat sich 2008 als Finanz-Journalist selbstständig gemacht. Seitdem verfasst er in Vollzeit als Freiberufler nahezu ausnahmslos Beiträge zu Finanz- und Wirtschaftsthemen wie Börse, Trading, Geldanlage, Vermögensaufbau, Versicherungen und Finanzierungen. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Ratgeber, Fachtexte, News, Blogbeiträge und eBooks auf Trading.de. Er ist experte für CFDs sowie Optionen und Technische Analyse.
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