CFDs vs. Aktienhandel: Was sind die Unterschiede? 

INHALTSÜBERSICHT

Der Hauptunterschied zwischen dem Aktien- und CFD-Handel besteht darin, dass Sie beim Handel mit CFDs auf den Marktpreis spekulieren. Beim Aktienhandel dagegen kaufen Sie einen Vermögenswert und werden dessen Eigentümer. Darum ist die anfängliche Investition beim Aktienkauf deutlich höher als bei CFDs. Auf der anderen Seite sollte man auch immer bedenken, dass man beim Kauf einer Aktie oder eines anderen Wertpapiers auch einen handfesten Vermögenswert in der Hand hat. 

Allerdings hat auch das CFD-Trading einen tragenden Vorteil. Beim Handel mit CFDs können Sie die Hebelwirkung nutzen, was bedeutet, dass Sie nur einen Bruchteil des vollen Werts des Handels – die sog. „Margin“ – investieren müssen, um das volle Ergebnis zu erzielen, zumindest in der Theorie. In der Praxis können unterschiedliche Gebühren das Ergebnis etwas schmälern. Hier empfehlen wir Ihnen sich Vergleiche der unterschiedlichen CFD Broker durchzulesen, um den passenden Anbieter zu finden. Dank der Hebelwirkung wird, wie bereits erwähnt, Ihr Investment durch den Liquiditätsanbieter multipliziert, d. h die Rendite steigen. Allerdings kann die Hebelwirkung auch der Grund für hohe Verluste sein. Diese können sogar so hoch sein, dass sie sogar die Einzahlungen eventuell übersteigen. Darum gilt es bei der Entscheidung, ob Aktien- oder CFD-Handel unbedingt abzuwägen, was sich für Sie in Ihrer aktuellen Lebenslage mehr lohnt. Vor allem da man bei CFD-Trading „dran“ bleiben muss, um Gewinne zu erzielen, während man Aktien auch mal über mehrere Jahre laufen lassen kann. 

CFD-Handel mit Hebel

Da CFDs Hebelprodukte sind, muss für die Eröffnung einer Position nur ein Bruchteil des eigentlichen Handelswerts aufgebracht werden.

Wissenswert: Wie hoch die Einlage (Margin) ist, hängt vom Markt der Positionsgröße und dem Margin-Faktor ab.

Beispiel:

Sie wollen eine Position mit einem Wert von 1.000, – Euro zu einem Margin-Faktor von 5 % erstehen. In diesem Fall müssen Sie beim Broker eine Margin von 50,- € hinterlegen. Beim klassischen Aktienhandel müssten Sie dagegen die vollen 1.000, – Euro aufbringen.

Steigt die Aktie von 25,- Euro, machen Sie einen Gewinn von 25,- Euro. Das klingt zwar nicht sehr viel, aber sehen Sie sich einmal das Verhältnis von Einsatz und Rendite an.

  • Aktienhandel: 25×100/1000= 25 % Gewinn
  • CFD: 25×100/10= 50 % Gewinn

Wissenswert: Beim CFD-Handel kann sich der große Vorteil der Hebelwirkung aber auch ins Negative umkehren. Die Summe, die Sie hier verlieren können, kann theoretisch höher sein als ihr vorher investiertes Kapital. Beim Aktienhandel ist das nicht der Fall. Dort können sie nur das Kapital verlieren, das sie eingesetzt haben.

Auf „steigende“ oder „fallende“ Kurse spekulieren

Während Sie beim Aktienhandel nur von steigenden Kursen profitieren, können Sie beim CFD-Trading auf „steigende (short)“ oder „fallende (long)“ Kurse setzen.

CFD-Trading – Mehr Märkte als beim Aktienhandel

Mit CFDs können Sie auf über 17.000 Märkten handeln, darunter Aktien, Indizes, Rohstoffe, Devisen und mehr. Darüber hinaus können Sie über eine einzige Plattform auf alle Märkte zugreifen. Beliebte Plattformen für das CFD-Trading sind Metatrader 4 und 5 oder auch WebTrader. Der große Vorteil dabei ist das, wann immer Sie möchten und wo immer Sie sind mit dem Handeln beginnen können, die unterschiedlichen Märkte sind mit nur einem einzigen Log-in verfügbar. 

Sie können webbasierten Handel von Ihrem PC, Smartphone oder Tablet aus durchführen und damit auch von unterwegs auf neue Marktbewegungen reagieren. So können Sie auch auf einigen Märkten außerhalb der Handelszeiten handeln, um sofort von Unternehmensnachrichten zu profitieren. Bitte beachten Sie jedoch, dass die Preise während der Öffnungszeiten von den Preisen außerhalb der Geschäftszeiten abweichen können. So kann es vorkommen, dass Positionen deutlich teurer oder billiger gehandelt werden. Im Gegensatz dazu steht der traditionelle Aktienmarkt, der Ihnen deutlich weniger Märkte bietet und strikt an die Öffnungszeiten der Börsen gebunden ist. 

Die Vor- und Nachteile von CFD und Aktien im schnellen Überblick

Wie schon im vorherigen Paragrafen angedeutet haben CFD und Aktien beide ihre Vor- und Nachteile. Deshalb haben wir Ihnen hier eine kleine Auflistung der größten Unterschiede und Vorteile der beiden Anlagemöglichkeiten zusammengestellt. Wir werden uns außerdem noch mal etwas mehr mit den Vorteilen des CFD-Tradings beschäftigen.

CFD-HandelAktienhandelEs ist möglich, mit einer Vielzahl unterschiedlicher Finanzinstrumente zu handeln, wie z. B. Aktien, Indizes, Forex, ETFs, Kryptowährungen und Rohstoffe. Beim Aktienhandel können Sie prinzipiell nur Aktien, ETFs oder Fonds (bei ausgewählten Anbietern) kaufen. 
Dank der Hilfe der Hebelwirkung können Sie in der Theorie Ihr Kapital weiter streuen und die Gewinne um ein Vielfaches steigern. Um in den Aktienhandel einzusteigen, müssen Sie in der Regel den vollen Wert der Aktie im Voraus bezahlen.
Aufgrund der Hebelwirkung ist es allerdings auch möglich, dass Verluste die anfänglichen Einlagen übersteigen und das eigene Kapital vernichten. Das Risiko beim Aktienkauf ist auf die anfängliche Investition beschränkt. Man kann das eigene Kapital nur bei einem Totalverlust des Unternehmens verlieren. 
Mit „Long“ und „Short“ können Sie sich beim CFD-Trading die Marktentwicklung zunutze machen.Beim Aktienhandel geht es nur um „steigende“ Kurse, sobald der Kurs fällt, verlieren Sie Geld
Die Positionen beim CFD-Trading werden in der Regel so angepasst, um die Veränderungen durch Dividenden auszugleichen.Sie erhalten auf die unterschiedlichen Anlagen in der Regel Dividenden, wenn diese ausgezahlt werden. 
Mit CFD ist es möglich, rund um die Uhr auf den unterschiedlichen Finanzmärkten zu handeln. Bei Aktien handeln Sie nur, wenn die jeweiligen Börsen geöffnet haben.
Sie haben keine Aktionär-Privilegien, da Sie auch keine Aktien direkt halten.Der Kauf von Aktien gibt Ihnen in der Regel auch die Aktionär-Privilegien, das bedeutet Sie können zum Beispiel auf wichtige Unternehmensfragen Einfluss nehmen. 

Wussten Sie schon, durch Hedging können Sie Ihr Aktiendepot absichern

Sie haben z. B. Amazon-Aktien in ihrem Portfolio, die Sie langfristig halten wollen. Sie sind jedoch der Meinung, dass diese Aktien in der nächsten Zeit wahrscheinlich an Wert verlieren werden. Die Verluste, die Ihnen dadurch entstehen, können Sie durch eine Investition in Amazon-CFDs ausgleichen. Dort setzen Sie auf „short“, also einem fallenden Kurs. War Ihre Vermutung richtig, machen Sie mit Ihren CFDs Gewinn und können Ihre kurzfristigen Verluste bei Ihren Aktien ausgleichen. Steigt aber der Kurs der Amazon-Aktie, dann können sie die CFD-Position schließen und den Verlust mit zukünftigen Gewinnen verrechnen – Stichwort: Kapitalertragssteuer.

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