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Beim Trading denken die meisten Marktakteure nicht direkt an Zinsen, sondern stattdessen möchten sie naturgemäß Kursgewinne als Rendite erzielen. Dennoch ist es möglich, manchmal beim Trading Zinsen zu bekommen. Wie das funktioniert und ob es sich um eine gute Idee handelt, beim Trading auf Zinsen zu setzen, möchten wir im Beitrag näher erörtern.

Alles Wissenswerte zu Trading-Zinsen

  • Klassische Zinsen erhalten Sie als Gutschrift zum Beispiel auf einem Tages- und Festgeldkonto
  • Mit Trading-Zinsen ist gemeint, dass Sie entweder Zinsen zahlen oder Zinsen erhalten
  • Grundlage für Trading-Zinsen ist der Hebel eines Brokers
  • Wenn Sie eine Short-Position beim CFD oder Forex Trading haben, können Sie Trading-Zinsen bekommen

Was sind Zinsen beim Trading?

Das zuvor genannte Prinzip der Zinsen greift auch beim Trading, nämlich in Form der Finanzierungszinsen. Dabei handelt es sich um Zinsen, die dann entstehen, wenn Geld verliehen wird. Im Trading ist das regelmäßig unter der Voraussetzung der Fall, dass Sie mit einem Hebel handeln. 

Der Hebel ist nichts anderes als eine Geldleihe, die Sie entweder an einen Broker in gewisser Weise tätigen oder der Broker stellt Ihnen durch den Hebel ein Vielfaches Ihres eigenen Kapitaleinsatzes zur Verfügung. Trading-Zinsen entstehen immer dann, wenn eine Position über Nacht offengehalten wird. 

Trading-Zinsen Capital.com

Man spricht in dem Fall häufig von den Finanzierungszinsen. Ob Sie an einen Broker beim Trading Zinsen zahlen müssen oder stattdessen oder Trading Zinsen erhalten, hängt davon ab, ob Sie zum Beispiel beim CFD oder Forex Trading eine Long oder eine Short-Position halten. 

Wann zahle ich Zinsen beim Trading?

Wenn Sie Zinsen beim Training zahlen, steht das immer mit dem erwähnten Hebel in Verbindung. In diesem Fall haben Sie eine Long-Position, weil Sie zuvor zum Beispiel folgende Finanzinstrumente gekauft haben.

  • Aktien CFDs
  • Index CFDs
  • Rohstoff CFDs
  • Devisen

In diesen Fällen führt alleine der Kauf noch nicht direkt zu Trading-Zinsen, sondern erst dann, wenn die Position über Nacht offenbleibt. Das wiederum bedeutet, dass Daytrader und vor allem Scalper normalerweise nichts mit Zinsen beim Trading zu tun haben.

Achtung: Sie bezahlen immer auch Zinsen
Wenn Sie allerdings zum Beispiel Index CFDs gekauft haben und diese erst nach einigen Tagen wieder veräußern möchten, fallen für jeden Tag bzw. jede Nacht, in der die Position noch offen ist, beim Trading Zinsen an. Diese zahlen Sie in dem Fall an einen Broker, der auch den zu zahlenden Zinssatz festgelegt. 

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Wann bekomme ich Trading-Zinsen?

Nicht wenige Trader spekulieren nicht auf steigende, sondern auf fallenden Kurse. In dem Fall würden Sie eine sogenannte Short-Position aufbauen, zum Beispiel dadurch, dass Sie bestimmte Aktien CFDs veräußern. Deshalb halten Sie entsprechend keine Long-Position, sondern eine Short-Position. 

Die Auswirkung im Hinblick auf die Trading-Zinsen besteht darin, dass Sie für eine Short-Position keine Finanzierungszinsen an den Broker zahlen müssen, sondern stattdessen Zinsen erhalten. Sie sind in dem Fall Halter einer Verkaufsposition, sodass Sie Trading Zinsen bekommen. In erster Linie orientieren sich die Trading-Zinsen heute am EURIBOR, wobei es allerdings meistens einen entsprechenden Zinsaufschlag seitens des Brokers zu berücksichtigen gilt. 

Beispiel für den Erhalt von Trading-Zinsen

Lassen Sie uns kurz an einem Beispiel verdeutlichen, weshalb es durchaus interessant sein kann, mit Trading-Zinsen zu kalkulieren, wenn diese eine Art von Rendite darstellen können. Gehen wir für das Beispiel von den folgenden Daten und Zahlen aus:

  • Verkauf von Aktien CFDs (Short-Position)
  • Eigener Kapitaleinsatz: 1.000 Euro
  • Hebel: 1:10
  • Handelsgegenwert: 10.000 Euro
  • Finanzierungszins (Zinssatz): 3,5 %
  • Position offen: 10 Nächte

Auf Basis dieser Angaben können wir nun die Trading-Zinsen berechnen, die Ihnen für die Short-Position gutgeschrieben werden. Die gutzuschreibenden Zinsen lassen sich wie folgt berechnen:

(10.000 * 3,5 / 100) / 365 * 10 = 9,59 Euro

Im Beispiel hätten Sie also insgesamt Trading-Zinsen in Höhe von knapp 10 Euro bekommen, weil Sie Halter einer Short-Position sind und dementsprechend vom Broker eine Zinsgutschrift bekommen.

Kann ich auf Zinsen spekulieren?

Sie können nicht nur beim Trading Zinsen erhalten, wie wir im vorherigen Abschnitt erläutert haben. Darüber hinaus ist es ebenfalls möglich, dass Sie auf die Entwicklung von Zinsen spekulieren. Das funktioniert mit entsprechenden Zins CFDs oder Anleihen CFDs, bei denen Sie darauf spekulieren, dass die Zinsen an den Geld- und Kapitalmärkten steigen oder fallen. Mit den Trading-Zinsen hat dies allerdings nichts direkt zu tun.

Fazit: Trading-Zinsen sind eine nette Beigabe

Zinsen, die im Zusammenhang mit dem Handel stehen, gibt es dann, wenn zum einen ein Hebel im Spiel ist und zum anderen eine Position über Nacht offengehalten wird. Als Halter einer Long-Position zahlen Sie aufgrund des Hebels an den Broker im Trading Zinsen, während Sie auf der anderen Seite als Halter einer Short-Position Trading Zinsen bekommen. 

Trading-Zinsen als alleinige Rendite zum Handel anzusehen, funktioniert allerdings in den meisten Fällen nicht. Dafür ist die Zinsgutschrift schlichtweg im Normalfall zu gering, weil es sich entsprechend um einen Jahreszins handelt, Sie die Zinsen allerdings nur für den Zeitraum bekommen, in dem die Position offen ist. 

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FAQ: Meistgestellte Fragen zu Trading-Zinsen

Was sind Trading-Zinsen?

Trading-Zinsen sind Gebühren, die beim Handel mit Hebeln anfallen. Sie werden einerseits vom Broker in Rechnung gestellt, wenn Sie eine Long-Position über Nacht offenhalten. Auf der anderen Seite können Sie ebenfalls Trading Zinsen bekommen, wenn Sie nämlich Halter einer Short-Position sind und diese ebenfalls über Nacht nicht geschlossen wurde. 

Wie hoch sind die Trading-Zinsen?

Die Broker orientieren sich bei der Höhe der Trading-Zinsen zunächst am EURIBOR, dem Interbankenzins. Meistens gibt jedoch ein Zinsaufschlag, sodass die effektiv zu zahlenden oder zu erhaltenen Trading Zinsen vom Referenzzins abweichen. Häufiger ist auch der gehandelte Basiswert ausschlaggebend dafür, wie hoch die entsprechenden Trading-Zinsen ausfallen.

Muss ich Trading-Zinsen versteuern?

Die Trading-Zinsen, die Sie gutgeschrieben bekommen, zählen zu den gewöhnlichen Einkünften aus Kapitalvermögen. Das gilt ebenfalls für normale Guthabenzinsen, ebenso für Dividenden oder Kursgewinne. Daraus resultiert, dass Sie auch die erhaltenen Trading-Zinsen versteuern müssen, konkret im Zuge der Abgeltungssteuer. Sie geben die Zinsen also bei der Einkommensteuererklärung an oder ein in Deutschland ansässiger Broker führt die Steuer direkt ab.

Andre Witzel
Andre Witzel ist selbstständiger Trader und der Gründer von Trading.de. Er teilt seine Strategien und Methoden mit meinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps geben. Lernen Sie von seinen Erlebnissen auf Trading.de.
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