Die Risikostreuung, auch Diversifikation genannt, ist eine wichtige Strategie für das Risikomanagement in Anlageportfolios. Dabei wird in verschiedene Anlageklassen, Branchen oder Länder investiert, um das Verlustrisiko auf mehrere Anlagen zu verteilen. Durch die Diversifizierung des Portfolios können Verluste in einer Anlageklasse durch Gewinne in einer anderen ausgeglichen werden.

Die verschiedenen Arten der Risikostreuung

Es gibt verschiedene Arten der Risikostreuung, die je nach Anlagestrategie und Risikotoleranz angewendet werden können. Wie streust du also dein Risiko am besten, damit du nicht alles auf eine Karte setzt? Hier sind einige Wege, dein Risiko clever zu verteilen:

Diversifikation nach Anlageklassen

Der Klassiker, der immer funktioniert: Verteile dein Kapital auf verschiedene Anlageklassen. So stehst du nicht nur auf einer Seite, wenn der Markt mal wackelt.

  • Aktien: Statt in ein einzelnes Unternehmen wie Tesla oder Apple zu investieren, verteilst du dein Geld auf viele verschiedene Aktien. Zum Beispiel eine Mischung aus Technologie, Automobil und Gesundheitswesen.
  • Anleihen: Staatsanleihen oder Anleihen von großen Unternehmen bieten dir Sicherheit. Sie sind weniger schwankend, wenn Aktienmärkte stark schwanken.
  • Rohstoffe: Zu den Klassikern gehören Gold und Öl. Diese Rohstoffe sind oft weniger anfällig für Schwankungen an den Börsen.
  • Immobilien: Immobilienfonds oder echte Immobilien wie Mietwohnungen sind stabile Assets.
  • Fonds & ETFs: Du investierst weltweit in eine breite Palette an Unternehmen – die perfekte Mischung aus Risikomanagement und Renditepotenzial. Ein MSCI World ETF ist hier ein echtes Allroundtalent.

Branchenspezifische Diversifikation

Risikostreuung bedeutet nicht nur, dein Kapital auf verschiedene Anlageklassen zu verteilen, sondern auch in unterschiedliche Branchen zu investieren. So kannst du dein Risiko effektiv streuen:

  • Technologie: Firmen wie Microsoft oder Google gehören zu den größten Unternehmen in dieser Branchen. Sie wachsen und entwickeln sich ständig weiter.
  • Gesundheitswesen: Gerade in schwierigen Zeiten halten Pharmaunternehmen wie Pfizer oft stand und bieten Stabilität.
  • Energie: Unternehmen wie ExxonMobil sind eng mit dem weltweiten Energiebedarf verknüpft – eine Branche, die auch in Krisenzeiten nach wie vor gefragt ist.
  • Finanzen: Banken und Investmentgesellschaften wie die Deutsche Bank bieten oft stabile Erträge, auch wenn die Märkte schwanken.
  • Konsumgüter: Coca-Cola oder Unilever liefern dir Produkte, die immer gefragt sind. Diese Firmen sind so gut wie immer auf Kurs.

Geografische Diversifikation

Streue dein Risiko auch auf verschiedene geografische Märkte. So schützt du dich vor regionalen Krisen und profitierst von verschiedenen Wirtschaftsräumen.

  • Europa: Investiere zum Beispiel in den DAX oder den CAC 40. Diese Indizes spiegeln die wirtschaftliche Lage Europas wider.
  • Nordamerika: Der S&P 500 in den USA oder der kanadische TSX-Index sind echte Dauerbrenner, wenn du stabile Märkte bevorzugst.
  • Asien: Märkte wie der Nikkei 225 in Japan oder der Hang Seng in China bieten dir die Chance auf hohe Wachstumsraten.
  • Schwellenländer: Märkte in Brasilien oder Indien haben großes Potenzial. Sie sind zwar volatiler, aber dafür auch riskanter.

Währungsdiversifikation

Auch bei den Währungen solltest du nicht nur auf den Euro setzen. Unterschiedliche Währungen können dir helfen, Risiken zu minimieren und von Währungsschwankungen zu profitieren.

  • US-Dollar: Viele Rohstoffe und Anleihen sind in US-Dollar notiert. 
  • Euro: Dein Basiswährungsbereich, besonders wenn du in europäische Märkte investierst.
  • Kanadischer Dollar: Wenn du in Rohstoffe wie Öl investierst, bietet dir der kanadische Dollar zusätzliche Diversifikation, da Kanada ein bedeutender Rohstoffproduzent ist.

Welche Vorteile bietet eine Risikostreuung?

Verringerung des Totalverlustrisikos

Wenn Anleger ihr Geld in nur eine Anlageklasse oder ein einziges Unternehmen investieren, besteht das Risiko, dass sie ihr gesamtes Kapital verlieren, wenn die Anlage scheitert. Durch die Diversifikation des Portfolios wird das Risiko eines Totalverlustes jedoch auf mehrere Anlagen verteilt, was das Risiko eines Totalverlustes verringert.

Verringerung der Volatilität

Volatilität bezieht sich auf die Schwankungen des Portfolio-Werts. Wenn Anleger ihr Geld in nur eine Anlageklasse oder ein einziges Unternehmen investieren, sind die Schwankungen des Portfolio-Werts höher als bei einer diversifizierten Anlagestrategie.

Möglichkeit zur Nutzung verschiedener Wachstums- und Renditechancen

Ein weiterer Vorteil von Risikostreuung ist, dass es Anlegern die Möglichkeit gibt, von verschiedenen Wachstums- und Renditechancen zu profitieren. Durch die Diversifikation des Portfolios können Anleger in Unternehmen mit unterschiedlichen Wachstumsprognosen und Renditeerwartungen investieren und so von den verschiedenen Wachstums- und Renditechancen profitieren.

Was ist Risikostreuung im Trading?

Risikostreuung im Trading bedeutet, dein Kapital auf verschiedene Handelsinstrumente, Märkte oder Strategien zu verteilen. Dadurch begrenzt du Verluste und minimierst Risiken. Statt alles auf einen Trade zu setzen, streust du dein Risiko gezielt, um Schwankungen abzufedern und dein Portfolio widerstandsfähiger zu machen. So bleibt dein finanzielles Gleichgewicht stabil, auch wenn einzelne Märkte schwächeln.

Setzt du zum Beispiel nur auf Währungspaare wie EUR/USD und der Markt bewegt sich gegen dich, kann das gesamte Konto stark beeinträchtigt werden. Streust du hingegen auf verschiedene Anlageklassen wie Aktien, Indizes oder Rohstoffe, gleichen andere Märkte diese Verluste aus.

Wie kannst du Risiken im Trading streuen?

  • Verschiedene Märkte handeln: Kombiniere Währungen, Aktien, Indizes und Rohstoffe in deinem Portfolio, um Marktschwankungen besser zu kontrollieren.
  • Handelsstrategien diversifizieren: Nutze sowohl kurzfristige Scalping-Strategien als auch langfristige Swing-Trades, um unterschiedliche Marktbewegungen auszunutzen.
  • Regionale Diversifikation: Handle Instrumente aus verschiedenen Regionen wie den US-Märkten, europäischen Indizes oder asiatischen Währungen, um geopolitische Risiken auszugleichen.

Ein Beispiel aus dem Trading

Angenommen, dein Trading-Kapital beträgt 10.000 Euro. Statt den gesamten Betrag in einen Trade, wie einen Long auf den S&P 500, zu investieren, könntest du 50 % in ETFs wie den MSCI World anlegen, 25 % in Rohstoffe wie Gold oder Silber und die restlichen 25 % in Forex-Paare wie EUR/USD oder GBP/JPY. Diese Risikostreuung hilft dir, das Risiko zu minimieren, da Verluste in einem Bereich durch mögliche Gewinne in anderen ausgeglichen werden können.

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