Ein Aktienfonds wird von einer Fondsgesellschaft ausgegeben, die ihr Vermögen sowie das Kapital der Anleger in Aktien investiert. In einem Aktienfonds sind in aller Regel mindestens 20 bis 30 unterschiedliche Aktienwerte enthalten.

Die Verwaltung und das Management des Fonds werden von professionellen Fondsmanagern vorgenommen. Aktienfonds gelten als renditestark, zählen allerdings gleichzeitig zu den risikoreicheren Fondsarten. Es gibt keine begrenzte Laufzeit der Fondsanteile.

Key Facts

  • Aktienfonds sind offene Fonds sowie Publikumsfonds, in die Anleger Geld investieren können
  • In der Regel haben Aktienfonds ausschließlich Aktienwerte im Portfolio und zusätzlich meistens eine Cash-Quote
  • Die Rendite beläuft sich bei Aktienfonds durchschnittlich auf fünf bis sieben Prozent im Jahr
  • Anleger können Aktienfonds sowohl für ein einmaliges Investment als auch zum regelmäßigen Vermögensaufbau nutzen

Wie funktionieren Aktienfonds?

Aktienfonds sind offene Fonds und werden ebenso als Publikumsfonds bezeichnet. Das bedeutet, dass fortlaufend seitens der Fondsgesellschaft Fondsanteile ausgegeben und auch zurückgenommen werden. Kennzeichnend für Aktienfonds ist darüber hinaus, dass sie keine begrenzte Laufzeit haben, wie es zum Beispiel bei Anleihen der Fall wäre. Aktienfonds funktionieren stets nach dem folgenden Schema:

  1. Fondsgesellschaft gründet den Aktienfonds
  2. Anteile werden an interessierte Anleger ausgegeben
  3. Zufließendes Kapital investiert der Fonds in Aktien
  4. Anleger können ihre Anteile an die Fondsgesellschaft zurückgeben

Da die Anteile der Aktienfonds nicht an der Börse gehandelt werden, stellt die Fondsgesellschaft täglich den aktuellen Preis für einen Anteil am Aktienfonds fest. Die Berechnung sieht vor, dass das gesamte Vermögen des Fonds durch die Anzahl der Anteile dividiert wird, sodass sich daraus der Preis pro Anteil ermitteln lässt. Es gibt stets einen Ausgabe- und einen Rücknahmepreis. Oftmals ist der Ausgabepreis höher, sodass die Differenz zum Rücknahmepreis der Ausgabeaufschlag ist.

Welche Vor- und Nachteile haben Aktienfonds?

Aufgrund der Tatsache, dass Aktienfonds nicht an der Börse gehandelt werden, eignen sie sich deutlich besser für Anleger und Sparer als für Trader. Im Vergleich zu anderen Publikumsfonds weisen Aktienfonds meistens die beste Rendite auf, zum Beispiel im Gegensatz zu Renten- und Geldmarktfonds. Darüber hinaus profitieren Anleger von einer breiten Diversifikation. Normalerweise gibt es innerhalb des Portfolios eines Aktienfonds mindestens zwischen 20 bis 50 unterschiedliche Titel.

Trotzdem existieren ebenfalls Nachteile, die Sie bei Aktienfonds kennen sollten. Da Aktienfonds nicht an der Börse gehandelt werden, ist diese Anlageform für manche Anleger zu intransparent, was die Preisfeststellung angeht. Darüber hinaus sind die Gebühren bei Aktienfonds relativ hoch, vor allen Dingen die Managementgebühr. So kann die Gesamtkostenquote durchaus im Bereich zwischen 2,0 und 2,5 Prozent liegen, was die Rendite deutlich verringert.

Vorteile

  • Durchschnittlich gute Renditen
  • Große Auswahl an Aktienfonds
  • Themen-, Branchen-, Länder- und Regionen-Fonds
  • Kauf der Anteile oft schon ab 50 Euro möglich
  • Breite Diversifizierung innerhalb des Fonds

Nachteile

  • Relativ teuer
  • Kein Handel an der Börse
  • Für manche Anleger geringe Transparenz
  • Große Unterschiede zwischen den Fonds

Welche Arten von Aktienfonds gibt es?

Aktienfonds gibt es in verschiedenen Varianten, je nachdem, nach welchen Kriterien die Fondsgesellschaft die Aktientitel auswählen, die sie ins Portfolio aufnimmt. Am gängigsten sind daher die folgenden Arten der Aktienfonds:

  • Länderfonds: Fonds investiert zum Beispiel ausschließlich in Aktien aus Deutschland.
  • Regionenfonds: Aktienfonds konzentriert sich auf eine bestimmte Region, wie zum Beispiel den Euroraum.
  • Branchenfonds: Bei einem Branchenfonds kauft die Fondsgesellschaft ausschließlich Aktien aus einer bestimmten Branche, wie zum Beispiel Automobilhersteller.
  • Emerging Markets Fonds: Bei den Emerging Markets Fonds werden Aktienwerte aus Schwellenländern ins Portfolio des Fonds genommen, wie zum Beispiel aus Brasilien, Indien und Südafrika

Wie handel ich Aktienfonds?

Aktienfonds können Sie nicht im engeren Sinne handeln, weil diese nicht an der Börse notiert werden. Stattdessen ist es notwendig, einer Bank oder einem Broker den Auftrag zu erteilen, die Fondsanteile bei der Fondsgesellschaft zu erwerben oder an die Gesellschaft zu veräußern. Deshalb ist es eine Voraussetzung für das Investment in Aktienfonds, dass Sie ein Depot bei einer Bank oder einem Broker besitzen. Wir empfehlen Interactive Brokers, über den Sie auch Aktienfonds kaufen können.

Interactive Brokers

Interactive Brokers wurde 1993 gegründet, damals als US-amerikanischer Anbieter. Kurz darauf gab es bereits mit Interactive Brokers (UK) Ltd. eine Art Ableger, der seinen Hauptsitz in London hat. Dort findet unter andern die Regulierung statt, nämlich durch die Financial Conduct Authority (FCA). In den USA wird der Broker ebenfalls reguliert, dort durch die zuständige Securities and Exchange Commission (SEC).

Interactive Brokers zählt heute zu den wenigen Brokern, die mit ihren Aktien an der Börse – in dem Fall der NASDAQ – notiert werden. Täglich werden über den Broker mehr als eine Millionen Trades ausgeführt und es existieren über 2,4 Millionen aktive Kundenkonten. 

Für den Handel bietet Interactive Brokers seinen Kunden mehrere Optionen an, wie zum Beispiel die Trader Workstation und den GlobalTrader. Zusammengefasst zeichnet sich der Broker durch folgende Vorteile aus, wenn Sie einen Auftrag zum Erwerb oder Kauf von Fondsanteilen geben möchten:

  • Regulierung unter anderem durch die FCA und die SEC
  • Keine Mindesteinzahlung erforderlich
  • Große Auswahl an Handelsinstrumenten
  • Kostenfreies Demokonto
  • Mehrere Handelsplattformen zur Auswahl
  • Gut erreichbarer Kundenservice

Welche Kosten und Gebühren gibt es bei Aktienfonds?

Wie an vorheriger Stelle kurz erwähnt, sind die Kosten in Form der Gebühren bei Aktienfonds nicht zu unterschätzen. Sie teilen sich meistens in den folgenden Rubriken auf:

  • Verwaltungsgebühr
  • Managementgebühr
  • Ausgabeaufschlag

Die Verwaltungsgebühren nehmen den kleinsten Teil ein und bewegen sich im Bereich zwischen 0,25 und 0,35 Prozent. Deutlich mehr zu Buche schlagen die Managementgebühren, die oft zwischen 1 bis 2 Prozent betragen können. Der Ausgabeaufschlag wird einmalig beim Kauf gezahlt und bewegt sich meistens zwischen 3 und 5 Prozent

So findet man bei einem Aktienfonds nicht selten eine Gesamtkostenquote von 2 bis 2,5 Prozent vor. Bei einer Performance von beispielsweise sieben Prozent im Jahr würde abzüglich der Gebühren von zum Beispiel 2,2 Prozent nur noch eine Rendite für den Anleger von 4,8 Prozent übrig bleiben.

Fazit zu Aktienfonds

Aktienfonds sind weniger für Trader geeignet, sondern deutlich besser für Anleger und Sparer. Sie gelten als die renditestärksten Fonds, weisen allerdings entsprechend ein höheres Risiko als zum Beispiel Geldmarkt- oder Rentenfonds auf. Die laufenden Gebühren der Aktienfonds sind mit rund zwei Prozent recht hoch.

Sie können Aktienfonds sowohl einmalig für einen bestimmten Betrag kaufen als auch regelmäßig sparen, in dem Fall im Rahmen eines Fondssparplans. Die Anteile des Fonds werden nicht an der Börse gehandelt, sondern direkt von der Fondsgesellschaft ausgegeben und zurückgenommen.

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