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OTC Trading bezeichnet den außerbörslichen Handel und wird auch Direkthandel, Telefonhandel oder OTC-Handel genannt. OTC steht für “Over-the-Counter” und bedeutet so viel wie “über den Ladentisch”, also außerbörslich. Der außerbörsliche Handel von Wertpapieren wie Aktien, Anleihen und ETFs findet ohne Beteiligung einer Börse und direkt zwischen zwei Handelspartnern statt.

OTC Trading ist eine wichtige und beliebte Handelsart auf den globalen Märkten. Im April 2025 wurden allein auf dem Devisenmarkt jeden Tag im Schnitt 9,5 Billionen US-Dollar Over the Counter gehandelt, wie eine Statistik der Bank for International Settlements zeigt.

OTC Trading funktioniert über spezielle Broker, bei denen man ein Guthaben einzahlt und anschließend mit ausgesuchten Wertpapieren handelt. Ein wichtiger Vorteil des außerbörslichen Handels ist, dass Börsengebühren wegfallen. Ein Nachteil des OTC Handels ist, dass es im Vergleich zum Börsenhandel weniger Regulierung gibt.

Bei Trading.de bieten wir effektives OTC Trading Coaching an, bei dem wir Anfängern und Fortgeschrittenen wertvolle Strategien für den außerbörslichen Handel beibringen. Kosten beim OTC Trading variieren und entstehen vor allem durch Spreads.

Im nächsten Abschnitt besprechen wir genau, was OTC Trading ist.

Was ist OTC Trading?

OTC Trading ist der außerbörsliche Handel, der Trades nicht an einer klassischen Börse, sondern direkt zwischen zwei Parteien ermöglicht. OTC Trading ermöglicht es Investoren, Wertpapiere und Finanzprodukte wie zum Beispiel Aktien außerbörslich zu kaufen und zu verkaufen.

Der außerbörsliche Handel findet ohne zwischengeschaltete Instanzen und ohne Beteiligung einer Börse statt. Beim OTC Trading verhandeln zwei Parteien direkt miteinander und einigen sich auf einen maßgeschneiderten Vertrag.

Der OTC Markt ist, anders als der Börsenmarkt, dezentralisiert. Beim OTC Trading gibt es lediglich ein loses Netzwerk aus Handelspartnern, über das der außerbörsliche Wertpapierhandel stattfindet, keinen zentralen Handelsplatz, an dem sich alle Händler mit Angebot und Nachfrage treffen.

Das dezentrale Handelsnetzwerk beim OTC Trading besteht aus Dealern, Emittenten und Market Makern. Dealer sind Händler, die auf dem OTC Markt mit ihrem eigenen Kapital handeln, also Wertpapiere kaufen und verkaufen. Emittenten sind beim OTC Handel Banken und Finanzinstitute, die Finanzprodukte wie Zertifikate oder Optionsscheine anbieten. Market Maker sind Teilnehmer im OTC Markt, die Kauf- und Verkaufskurse für diverse Finanzprodukte definieren.

Für viele Anleger ist OTC Trading eine attraktive Alternative zum klassischen Handel über die Börse, da sich beim außerbörslichen Trading oftmals Gelegenheiten bieten, die man an der Börse nicht findet. Insbesondere Kryptowährungen lassen sich OTC in großen Mengen handeln. Es wird geschätzt, dass bereits 2019 die durchschnittliche Größe von Bitcoin OTC Trades 250.000 US-Dollar betrug, wie aus Präsentationsunterlagen von MV Index Solutions hervorgeht.

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

OTC Trading nutze ich vor allem für CFDs, weil ich die Positionsgröße flexibel anpassen und auch mit geringerem Kapital handeln kann. Beim direkten Börsenhandel, zum Beispiel über die CME oder Xetra, ist für mich die höhere Transparenz ein Vorteil, da ich Angebot, Nachfrage und Börsenpreis direkt einsehen kann. Bei Trading.de nutzen wir beides: CFDs im OTC Handel und Futures direkt an der Börse.

Für außerbörsliche Transaktionen von Wertpapieren benötigen die meisten Trader spezielle OTC Broker, wie wir im folgenden Abschnitt genauer ausführen.

Wie funktioniert OTC Trading?

OTC Trading funktioniert, indem man einen OTC-Broker auswählt, ein Guthaben einzahlt und ein Wertpapier auswählt. Es folgen die Durchführung von OTC Trades und die Berechnung von Gewinnen oder Verlusten.

OTC Trading funktioniert, indem ein Käufer und ein Verkäufer privat über den Preis eines Wertpapiers verhandeln. OTC Trading findet ohne Beteiligung einer Börse statt, doch vom Ablauf her ergeben sich für Trader kaum Unterschiede zum Börsenhandel.

Im Folgenden zeigen wir in 5 Schritten, wie OTC Trading funktioniert.

1. Wahl des OTC-Brokers

Als Erstes wählt man beim OTC Trading den Broker aus. Der Broker stellt die Handelsplattform, über die der OTC Handel möglich ist. Bekannte Broker für das OTC Trading sind zum Beispiel eToro und Capital.com.

Bei der Auswahl des OTC-Brokers achten wir auf unterschiedliche Faktoren wie die Kosten und die Regulierung. Wir empfehlen für das OTC Trading einen Broker aus Deutschland oder der EU, weil sich dort die Regularien am besten nachvollziehen lassen.

Man sollte bei der Wahl des Brokers für den OTC Handel nicht zuletzt auf die Transparenz achten. Kosten, Konditionen und Risiken sollten vom Broker klar genannt werden. Gegebenenfalls bietet es sich an, vor der Wahl eines OTC Brokers nach Erfahrungen und Bewertungen im Internet zu suchen.

Nachdem man sich für einen OTC-Broker entschieden hat, erfolgt die Einzahlung eines Guthabens auf das Brokerkonto.

2. Einzahlung eines Guthabens auf das OTC-Brokerkonto

Im zweiten Schritt beim OTC Trading nimmt man die Einzahlung eines Guthabens auf das OTC-Brokerkonto vor, um zum OTC Handel in der Lage zu sein. Viele OTC-Broker benennen ein Mindestguthaben, das man einzuzahlen hat, zum Beispiel 50 oder 100 Euro. Jenseits des Mindestguthabens steht es OTC Tradern frei, so viel Guthaben auf das Konto einzuzahlen, wie sie möchten.

Nach der Einzahlung des Guthabens erfolgt beim OTC Trading die Auswahl des Wertpapiers.

3. Auswahl des Wertpapiers für das OTC Trading

Der dritte Schritt beim OTC Trading ist die Auswahl des Wertpapiers, mit dem man tradet. Zum OTC Trading eignen sich viele verschiedene Finanzprodukte wie zum Beispiel Aktien, Forex, Anleihen, Rohstoffe und Derivate. Gerade Derivate wie CFDs sind bei OTC Tradern sehr beliebt und werden häufig außerbörslich gehandelt.

Für welche Wertpapiere bzw. Finanzprodukte man sich beim OTC Trading entscheidet, hängt von den eigenen Bedürfnissen und Vorlieben ab. Ein äußerst wichtiger Faktor bei der Auswahl des Wertpapiers zum OTC Handel ist zum Beispiel die Risikobereitschaft. Grundsätzlich haftet allen Finanzprodukten beim OTC Trading ein gewisses Risiko an, doch gerade bei Derivaten wie CFDs, Futures und Optionen ist das Risiko besonders hoch. Im Umkehrschluss ist bei außerbörslich gehandelten Derivaten dafür das Gewinnpotential umso höher.

Derivate sind beim außerbörslichen Handel sehr beliebt. Im Juni 2025 betrug der globale Nominalwert der zu jenem Zeitpunkt noch ausstehenden OTC Derivate 846 Billionen US-Dollar, wie eine Statistik der Bank for International Settlements veranschaulicht.

Auf die Auswahl des zu handelnden Wertpapiers folgt beim OTC Trading die Durchführung von OTC Trades.

4. Durchführung von OTC Trades

Für die Durchführung eines OTC Trades wählt man beim OTC Broker nach der Auswahl des zu handelnden Wertpapiers den Direkthandel und stellt eine Preisanfrage, auch RFQ (Request for Quote) genannt. Der Broker zeigt Angebote mit der gewünschten Stückzahl zu entsprechenden Kursen an. Preisangebote sind verbindlich und nur sehr kurz gültig. Die meisten Preisangebote sind beim OTC Trading nach etwa 10 bis 20 Sekunden nicht mehr gültig.

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Ich vergleiche einen OTC Quote nach Möglichkeit immer mit einem liquiden Referenzmarkt. So kann ich besser einschätzen, ob der angebotene Kurs marktgerecht ist und wie groß der Spread zum aktuellen Marktpreis ist. Besonders bei weniger liquiden Märkten prüfe ich den OTC Quote genau, bevor ich einen OTC Trade ausführe.

OTC Trader müssen sich innerhalb des kurzen Gültigkeitsfensters dazu entscheiden, das Preisangebot anzunehmen oder abzulehnen. Bei einer Ablehnung des Angebots bleibt dem OTC Händler nichts anderes übrig, als eine neue Preisanfrage zu stellen. Akzeptiert der OTC Trader das Angebot, wird der Trade direkt zwischen den beiden Parteien ausgeführt.

Nach der Durchführung eines OTC Trades findet die Berechnung von Gewinnen und Verlusten statt.

5. Berechnung von Gewinnen oder Verlusten

Als Letztes werden beim OTC Trading die Gewinne oder Verluste berechnet. Die Berechnung der Gewinne und Verluste findet beim OTC Trading automatisch statt und wird sofort im zur Verfügung stehenden Guthaben widergespiegelt.

Im Folgenden besprechen wir die Vor- und Nachteile von OTC Trading.

Vorteile und Nachteile von OTC Trading

Die wichtigsten Vorteile von OTC Trading sind ein kostengünstigerer Handel, freie Vertragsgestaltung und erhöhte Flexibilität. Die größten Nachteile von OTC Trading sind fehlende Regulierung und Aufsicht, geringere Markttransparenz und fehlende Referenzmärkte.

Die verringerten Transaktionskosten durch technologische Fortschritte sind ein wesentlicher Faktor dafür, dass OTC Trading an Popularität gewonnen hat. Das zeigt ein Quartalsbericht der Bank for International Settlements von Dezember 2019.

In der folgenden Tabelle geben wir einen Überblick über die wesentlichen Vor- und Nachteile von OTC Trading.

OTC Trading Vorteile

  • OTC Trading ist kostengünstiger als der Börsenhandel
  • Beim OTC Trading ist eine freie Vertragsgestaltung möglich
  • OTC Trading bietet erhöhte Flexibilität
  • Beim OTC Trading lassen sich Wertschriften handeln, die an Börsen nicht verfügbar sind
  • Längere Handelszeiten
  • Aktien, die Over the Counter gehandelt werden, neigen dazu, günstiger zu sein
  • OTC-Optionen bieten sowohl institutionellen Anlegern als auch Unternehmen mehrere Vorteile
  • OTC-Trading bietet Vorteile bei der Liquidität
  • Erleichterter Marktzugang für Unternehmen
  • Zugang zu ausländischen Aktien
  • OTC Trading ermöglicht mehr Diskretion

OTC Trading Nachteile

  • Fehlende Regulierung und Aufsicht
  • Geringere Markttransparenz
  • Referenzmärkte fehlen beim OTC Trading
  • Preisfindung ist schwieriger
  • Erhöhtes Kontrahentenrisiko
  • Viele aufwändige Vertragsabschlüsse
  • Liquiditätsrisiko
  • Höhere Spreads
  • Begrenzte Möglichkeit für Limit Orders

Nachfolgend gehen wir genauer auf die Vor- und Nachteile von OTC Trading ein.

Vorteile von OTC Trading

Die wichtigsten Vorteile von OTC Trading sind, dass es kostengünstiger ist als der Börsenhandel, eine freie Vertragsgestaltung ermöglicht und Flexibilität bietet. Beim OTC Handel sind Wertschriften handelbar, die an Börsen nicht verfügbar sind, und es gibt längere Handelszeiten.

Viele Aktien, die OTC gehandelt werden, sind günstiger, OTC-Optionen bieten Vorteile für institutionelle Anleger sowie Unternehmen und OTC Trading bietet Vorteile bei der Liquidität. Durch OTC Trading haben Unternehmen einen leichteren Zugang zum Markt und zu ausländischen Aktien. Viele Unternehmen und institutionelle Investoren profitieren beim OTC Trading von der erhöhten Diskretion und Privatsphäre.

Die größten Vorteile von OTC Trading stellen wir in der folgenden Liste im Detail vor.

  • OTC Trading ist kostengünstiger als der Börsenhandel: Beim OTC Trading hat man Kostenvorteile gegenüber dem Börsenhandel, da man Börsengebühren einspart, die beim Handel über die Börse anfallen würden. Die eingesparten Börsengebühren wirken sich positiv auf die erzielte Rendite beim OTC Handel aus. 
  • Beim OTC Trading ist eine freie Vertragsgestaltung möglich: Ein großer Vorteil von OTC Trading ist, dass sich Verträge frei gestalten lassen, da diese direkt zwischen zwei Handelspartnern ausgehandelt werden. Beim OTC Handel lassen sich maßgeschneiderte Deals formen, indem Investoren ihren eigenen Preis festlegen und Vertragsdetails frei aushandeln.
  • OTC Trading bietet erhöhte Flexibilität: OTC Trading bietet Tradern viel größere Flexibilität als der Börsenhandel, da der OTC Handel nicht standardisiert ist. Die hohe Flexibilität beim OTC Trading äußert sich zum Beispiel in längeren Handelszeiten und maßgeschneiderten Produkten.
  • Beim OTC Trading lassen sich Wertschriften handeln, die an Börsen nicht verfügbar sind: Ein wesentlicher Vorteil von OTC Trading ist, dass sich dabei Wertschriften und Finanzprodukte handeln lassen, die an den gängigen Börsen nicht verfügbar sind. Manche Unternehmen geben zum Beispiel Anleihen heraus, die für den Börsenhandel zu speziell sind, aber beim OTC Handel trotzdem Abnehmer finden.
  • Längere Handelszeiten: Beim OTC Trading profitieren Trader von deutlich längeren Handelszeiten als beim Börsenhandel. Die meisten Börsen haben nur tagsüber geöffnet, während sich der außerbörsliche Handel bis in die Nacht hinein realisieren lässt. Forex Trading und Krypto Trading sind beim OTC Handel zum Beispiel rund um die Uhr möglich.
  • Aktien, die Over the Counter gehandelt werden, neigen dazu, günstiger zu sein: OTC-Aktien neigen dazu, günstiger zu sein, weil viele Unternehmen, die ihre Aktien Over the Counter handeln, kleiner und weniger etabliert sind als die an den Börsen gehandelten Unternehmen. Viele Trader finden OTC-Aktien und nutzen sie für günstige Geschäfte.
  • OTC-Optionen bieten sowohl institutionellen Anlegern als auch Unternehmen mehrere Vorteile: Institutionelle Anleger und Unternehmen profitieren beim OTC Trading zum Beispiel von OTC-Optionen, da sich OTC-Optionen genau an die Bedürfnisse der Institutionen und Unternehmen anpassen lassen. Beim OTC Trading haben Institutionen und Unternehmen die Möglichkeit, beispielsweise die Kontraktgröße und die Laufzeit genau an ihre Bedürfnisse anzupassen. 
  • OTC-Trading bietet Vorteile bei der Liquidität: In manchen Fällen bietet OTC Trading Vorteile bei der Liquidität, zum Beispiel wenn man Krypto handelt. Kryptowährungen lassen sich beim OTC Trading in sehr großen Mengen handeln, während dies an der Börse nur eingeschränkt möglich ist. 
  • Erleichterter Marktzugang für Unternehmen: Für Unternehmen bedeutet OTC Trading einen leichteren Marktzugang, da sie am Markt teilhaben können, ohne an der Börse notiert zu sein. Beim OTC Trading ist keine Börsenzulassung erforderlich. Für viele kleinere Unternehmen ist der Gang an die Börse zu aufwendig, sodass sich der OTC Handel besser für sie eignet.
  • Zugang zu ausländischen Aktien: Trader profitieren beim OTC Trading davon, Zugang zu vielen ausländischen Aktien zu haben, die sich über die gängigen Börsen nicht handeln lassen. Der Zugang zu ausländischen Aktien erhöht für OTC Trader die Flexibilität.
  • OTC Trading ermöglicht mehr Diskretion: OTC Trading ermöglicht Unternehmen und institutionellen Investoren erhöhte Diskretion und Privatsphäre, da die Trades nicht öffentlich stattfinden. Durch die erhöhte Diskretion lassen sich Trades durchführen, ohne dass die Konkurrenz davon erfährt.

Die Nachteile von OTC Trading besprechen wir im folgenden Abschnitt.

Nachteile von OTC Trading

Die größten Nachteile von OTC Trading sind, dass es an Regulierung und Aufsicht fehlt, eine geringere Markttransparenz besteht und Referenzmärkte fehlen. Die Preisfindung gestaltet sich beim OTC Trading schwieriger, es besteht ein erhöhtes Kontrahentenrisiko und viele Vertragsabschlüsse sind sehr aufwändig.

Beim OTC Trading besteht ein Liquiditätsrisiko, es gibt höhere Spreads und die Möglichkeiten für Limit Orders sind begrenzt.

Im Folgenden haben wir die wichtigsten Nachteile von OTC Trading in einer Liste zusammengefasst.

  • Fehlende Regulierung und Aufsicht: Ein wesentlicher Nachteil ist, dass der OTC-Handel kaum Regulierung unterliegt. Beim OTC Trading findet eine deutlich geringere Kontrolle und Aufsicht statt als beim Börsenhandel, sodass OTC Trader größeren Risiken ausgesetzt sind. Beim OTC Handel bestehen bei Anbietern zum Beispiel deutlich geringere Informationspflichten als an der Börse, was zu einer geringeren Transparenz führt.
  • Geringere Markttransparenz: Beim OTC Trading hat man den Nachteil, dass eine geringere Markttransparenz herrscht, da Anbieter nicht dazu verpflichtet sind, die gleiche Menge an Informationen preiszugeben wie an der Börse. Für OTC Trader bedeutet eine geringere Markttransparenz erhöhte Risiken durch Faktoren wie eine geringere Vergleichbarkeit, eine schwierigere Einschätzbarkeit der finanziellen Situation des Anbieters und mögliche Marktmanipulationen.
  • Referenzmärkte fehlen beim OTC Trading: Beim OTC Trading mangelt es an Referenzmärkten, durch die sich Preise und Angebote effektiv vergleichen lassen. Vor allem ein fehlendes Orderbuch macht den Preisvergleich schwierig. Fehlende Referenzmärkte tragen beim außerbörslichen Handel zu verschlechterter Transparenz bei.
  • Preisfindung ist schwieriger: Die Preisfindung ist beim außerbörslichen Handel schwieriger, da es kaum Vergleichswerte gibt. Beim OTC Trading werden Preise individuell von zahlreichen unterschiedlichen Tradern ausgegeben. Anders als beim Börsenhandel werden Preise beim OTC Handel nicht in einem zentralen Orderbuch gelistet.
  • Erhöhtes Kontrahentenrisiko: Beim OTC Trading besteht ein erhöhtes Kontrahentenrisiko, da die Verträge direkt zwischen zwei Parteien ausgehandelt werden, anstatt über eine Zwischenstelle. Kontrahentenrisiko bedeutet beim OTC Handel, dass eine der beiden Parteien ihren vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt, zum Beispiel weil sie in finanzielle Schwierigkeiten gerät.
  • Viele aufwändige Vertragsabschlüsse: Viele Vertragsabschlüsse gestalten sich beim OTC Trading relativ aufwändig, da die Verträge nicht standardisiert sind und daher erst über alle Einzelheiten verhandelt werden muss. Häufige Faktoren, die beim OTC Handel zu einem aufwändigen Vertragsabschluss führen, sind zum Beispiel Laufzeiten, Zahlungsmodalitäten und Kündigungsrechte.
  • Liquiditätsrisiko: Beim OTC Trading besteht ein Liquiditätsrisiko, da die Liquidität beim OTC Handel für gewöhnlich geringer ist an der Börse. Zwar gibt es in einigen Branchen beim OTC Trading Liquiditätsvorteile (z. B. bei Krypto), doch bei anderen Assetklassen wie zum Beispiel Aktien ist die Liquidität beeinträchtigt.
  • Höhere Spreads: Beim OTC Trading besteht der Nachteil höherer Spreads, die wiederum höhere Kosten für OTC Trader bedeuten. Spreads sind die Spanne zwischen Einkaufspreis und Verkaufspreis und sind bei vielen OTC Trades höher als an der Börse, weil es weniger Liquidität gibt.
  • Begrenzte Möglichkeit für Limit Orders: Limit Orders lassen sich beim OTC Trading kaum umsetzen, da die meisten angegebenen Preise verbindlich sind. Limit Order bedeutet, dass man einen maximalen Preis angibt, zu dem man zu kaufen bereit ist.

Im folgenden Abschnitt gehen wir genauer auf die Kosten von OTC Trading ein.

Kosten beim OTC Trading

Kosten fallen beim OTC Trading vor allem in Form von Transaktionskosten und Finanzierungskosten an. Kosten entstehen beim OTC Trading hauptsächlich in Form von Spreads, also durch die Spanne zwischen Einkaufs- und Verkaufspreis. Klassische Gebühren, zum Beispiel Börsengebühren, werden beim OTC Handel eingespart.

Viele OTC Broker werben mit 0 € pro Trade für Aktien, Fonds, ETFs, ETCs, Anleihen und andere Finanzprodukte, man sollte jedoch immer genau auf die Spreads achten. Über die Spreads holen sich viele Broker beim OTC Trading ihr Geld zurück, indem sie sie umso höher ansetzen.

Die Spreads sind beim außerbörslichen Handel versteckte Kosten, die nicht immer gleich sind. Spreads variieren im Verlaufe des Tages und sind besonders hoch, wenn die Liquidität am Markt gering ist, also zum Beispiel in den Abend- und Nachtstunden, wenn insgesamt wenig gehandelt wird. Beim OTC Trading neigen die Spreads generell dazu, etwas höher zu liegen als beim Börsenhandel, da die Liquidität beim außerbörslichen Handel geringer ist. 

Welche Kosten genau beim OTC Trading entstehen, lässt sich nicht pauschal beantworten. Die genauen Kosten beim außerbörslichen Handel hängen vor allem vom ausgewählten Broker und vom eigenen Trading Verhalten ab. Man sollte auf jeden Fall darauf achten, dass die Kosten beim OTC Handel nicht so hoch geraten, dass die Rendite maßgeblich beeinträchtigt wird.

Unser Tipp
Achte beim OTC Handel besonders auf die Höhe der Spreads, den OTC Broker, die Finanzierungskosten und die Anzahl deiner Trades. Gerade bei vielen OTC Trades können sich die Kosten schnell summieren und deine Rendite maßgeblich beeinträchtigen.

Ein nicht zu vernachlässigender Faktor bei den Kosten für das OTC Trading ist die Versteuerung der Gewinne, über die wir im folgenden Abschnitt sprechen.

Steuern beim OTC Trading

Für Gewinne aus dem OTC Trading fallen Steuern an, wenn innerhalb eines Kalenderjahres mehr als 1.000 Euro erwirtschaftet werden (2.000 Euro für Ehepaare). Für Gewinne aus OTC Trading von mehr als 1.000 Euro fällt eine Abgeltungssteuer in Höhe von 25 % zuzüglich gegebenenfalls Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % plus gegebenenfalls Kirchensteuer an. 

Betreibt man OTC Trading mit Kryptowährungen, sind die daraus erwirtschafteten Gewinne steuerfrei, wenn man die Kryptowährungen länger als 1 Jahr gehalten hat. Bei einer Haltedauer von weniger als einem Jahr fällt die persönliche Einkommensteuer auf die aus dem Verkauf von Krypto erzielten Gewinne an, wenn diese 1.000 Euro überschreiten.

Wo kann man OTC Trading lernen?

OTC Trading kann man vor allem online lernen, indem man sich Expertenvideos (zum Beispiel über den YouTube Channel von Trading.de) ansieht und OTC-Guides studiert. Für das Lernen von OTC Trading bietet sich die Recherche in einschlägiger Fachliteratur an.

Besonders gut lässt sich OTC Trading bei OTC Brokern lernen, die Demokonten anbieten. Über ein Demokonto lässt sich OTC Trading gefahrlos und praxisnah üben, da kein echtes Geld eingesetzt wird und der echte Markt über das Demokonto nachgeahmt wird. Wir von Trading.de empfehlen allen angehenden OTC Tradern, den außerbörslichen Handel zunächst ausgiebig über ein Demokonto zu üben, um sowohl die Grundlagen als auch die Feinheiten des OTC Handels zu lernen.

Sehr wertvoll für das Lernen von OTC Trading ist die Anmeldung in Online-Kursen und -Seminaren. In seriösen Online-Kursen und -Seminaren werden alle Facetten des außerbörslichen Handels von Experten verständlich und praxisnah gelehrt, so zum Beispiel in den OTC Trading Coachings von Trading.de, die wir im Folgenden vorstellen.

OTC Trading Coaching bei Trading.de

Im OTC Trading Coaching bei Trading.de lernen Anfänger und Fortgeschrittene praxisnah und unter persönlicher Anleitung im Detail den Handel mit CFDs kennen. CFDs gehören zu den OTC Produkten und werden außerbörslich gehandelt. Wir bringen unseren Teilnehmern nicht nur die Grundlagen des CFD Tradings bei, sondern lehren auch fundierte und effektive Strategien für den Handel mit CFDs.

Uns ist besonders wichtig, dass unsere Teilnehmer ein robustes Risikomanagement für das OTC Trading lernen. Robustes Risikomanagement ist sehr wichtig, da beim OTC Handel enorme Verluste entstehen können. Gerade wer Over the Counter mit gehebelten Finanzprodukten wie CFDs handelt, riskiert hohe und schnelle Verluste. 

Wir sehen in unserem OTC Trading Coaching immer wieder folgende 5 vermeidbare Fehler:

  1. Zu große Positionen: Anfänger setzen zu viel Kapital für einen einzigen Trade ein
  2. Hebel zu hoch: Der Hebel wird unterschätzt und potenzielle Verluste werden dadurch schnell größer als erwartet
  3. Risikomanagement fehlt: Trades werden eröffnet, ohne Stop Loss und Take Profit Marken festzulegen
  4. Fehlende Vorbereitung: Einstiege erfolgen ohne Chartanalyse oder einen konkreten Trading Plan
  5. Kosten werden unterschätzt: Gerade bei vielen OTC Trades wirken sich die Kosten deutlich auf das Ergebnis aus

In unserem OTC Trading Coaching zeigen wir unseren Teilnehmern, wie sie ihre CFD Trades besser vorbereiten und diese 5 Fehler vermeiden. Wir setzen uns dafür ein, dass angehende OTC Trader mit den richtigen Erwartungen und der passenden Herangehensweise in den außerbörslichen Handel einsteigen.

Unsere OTC Trading Coachings werden von den langjährigen Trading Experten Andre Witzel und Jia Tian Rong geleitet, die zusammen mehr als 15 Jahre Trading Erfahrung aufbringen. Unsere Trading.de Experten stehen den OTC Trading Coaching Teilnehmern mit Rat und Tat zur Seite und versetzen sie in eine ideale Lage, um erfolgreich am außerbörslichen Handel teilzuhaben.

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OTC Trading Plattformen

Es gibt viele verschiedene OTC Trading Plattformen, über die sich außerbörslich handeln lässt. Bei einem OTC Broker Vergleich sollte man für den OTC Handel diejenige Plattform wählen, die am besten zu den eigenen Bedürfnissen passt.

Die folgende Liste zeigt einige der wichtigsten und beliebtesten OTC Trading Plattformen auf einen Blick.

  • BlackBull Markets: BlackBull Markets ist unser Tipp für OTC CFD Trading. Der Broker punktet mit Spreads ab 0,0 Pips und es stehen TradingView, MetaTrader 4 und 5 sowie cTrader zur Verfügung.
  • Kraken: Kraken ist ein OTC Broker, der durch hohe Sicherheitsstandards überzeugt und mehr als 13 Millionen Nutzer hat.
  • Traders Place: Traders Place ist eine OTC Trading Plattform, über die OTC Trader Zugang zu zahlreichen Märkten erhalten. Mit einem Depot bei Traders Place lassen sich unter anderem Aktien, ETFs, Derivate und Kryptowährungen handeln.
  • Bybit: Bybit punktet als OTC Trading Plattform mit einem breiten Ausführungsspektrum. Kosten entstehen bei Bybit durch Spreads, nicht durch feste Gebühren. Bybit eignet sich für Institutionen und für Privatanleger.
  • Coinbase Prime: Coinbase Prime ist ein OTC Broker, der sich in erster Linie an Institutionen und andere professionelle Anleger richtet.
  • Interactive Brokers: Interactive Brokers ist eine OTC Trading Plattform, die unter anderem durch mehrfache Regulierung überzeugt und eine große Auswahl an Finanzprodukten bietet.
  • eToro: eToro ist ein OTC Broker, der vor allem für Social Trading bekannt ist, sodass sich dort die Strategien von erfolgreichen Tradern kopieren lassen. Bei eToro lassen sich vor allem CFDs, Kryptowährungen und Rohstoffe handeln.
  • TradeStation: TradeStation ist eine OTC Trading Plattform, die sich besonders an sehr aktive Trader und an institutionelle Anleger richtet. TradeStation bietet umfangreiche Trading-Software und Charting-Tools an. Bei TradeStation werden vor allem US-Aktien aus dem OTC Bulletin Board (OTCBB) und dem Pink-Sheet-Markt gehandelt.
Broker:
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Andre Witzel
Andre Witzel hat über 10 Jahre Erfahrungen im Trading und ist der Gründer von Trading.de. Als Experte, Coach in der Trading.de Ausbildung und Trader teilt seine Strategien und Methoden mit seinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps zum erfolgreichen Handel geben.
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