Unter Arbitrage Trading, auch Arbitragehandel, Arbitrage Strategie oder Arbitragegeschäfte genannt, versteht man die Praxis, einen Vermögenswert auf zwei oder mehr Märkten gleichzeitig zu kaufen und zu verkaufen. Arbitrage bedeutet, die Preisunterschiede eines Vermögenswerts zwischen den Märkten auszunutzen.

Arbitrage Trading funktioniert über Online Trading Plattformen und Broker. Man kauft beim Arbitrage Trading einen Vermögenswert auf einem Markt zu einem günstigeren Preis und verkauft ihn an einem anderen Markt zu einem teureren Preis.
Es gibt viele verschiedene Arbitrage Trading Strategien, von denen die Markt Arbitrage Strategie die klassischste ist. Eine besonders profitable Strategie ist die statistische Arbitrage (Pairs Trading), wie die Studie „On the determinants of pairs trading profitability” von Heiko Jacobs und Martin Weber veranschaulicht, die 2015 im Journal of Financial Markets erschien.
Erfahrene Arbitrage Trader berichten von den großen Herausforderungen, die bei Arbitragegeschäften zu meistern sind.
Zu den größten Chancen von Arbitrage Trading gehören unter anderem das relativ geringe Risiko und die schnellen Gewinne. Zu den wichtigsten Risiken der Arbitrage Strategie zählen vor allem fehlerhafte Orderausführungen und technische Probleme. Kosten entstehen beim Arbitrage Trading hauptsächlich in Form von Transaktionskosten.
Wir von Trading.de bieten spezielle Online-Coachings an, in denen wir neben anderen Trading Themen auch fundierte Kenntnisse über das Arbitrage Trading vermitteln.
Nachfolgend erklären wir zunächst genau, was Arbitrage Trading ist, bevor wir genauer auf die Funktionsweise eingehen.
Was ist Arbitrage Trading?
Arbitrage Trading ist eine Praxis, bei der man einen Vermögenswert auf zwei oder mehr Märkten gleichzeitig kauft und verkauft, um von den Kursunterschieden des Vermögenswerts zwischen den einzelnen Märkten zu profitieren.
Gewinne entstehen beim Arbitrage Trading, weil derselbe Vermögenswert an mindestens 2 Märkten zu unterschiedlichen Preisen gehandelt wird. Arbitrage Trading ist eine Handelsstrategie, bei der man ein Asset an einem Markt zu einem bestimmten Preis kauft und sofort an einem anderen Markt zu einem etwas höheren Preis verkauft.
Die Arbitrage Strategie erfordert eine hohe Geschwindigkeit, da die meisten Preisunterschiede zwischen identischen Finanzinstrumenten an unterschiedlichen Märkten nur wenige Sekunden bis zu wenigen Minuten andauern. Aufgrund der notwendigen hohen Geschwindigkeit nutzen viele Trader für den Arbitragehandel Algorithmen und Trading Bots, um die Trades automatisch auszuführen.
Arbitrage Trading ist eine vergleichsweise risikoarme Trading Strategie, da du nicht auf zukünftige Kursbewegungen spekulierst, sondern lediglich mit bestehenden Preisen operierst. Besonders geeignet für den Arbitragehandel sind Assets wie Aktien, Devisen, Rohstoffe und Kryptowährungen. Bei Kryptowährungen ist vor allem die Preisvolatilität für die Entstehung von Arbitrage Möglichkeiten verantwortlich, wie die Studie „Exploring sources of statistical arbitrage opportunities among Bitcoin exchanges” von Ladislav Kristoufek und Elie Bouri zeigt, die im Jahr 2023 in Finance Research Letters veröffentlicht wurde.

Die Preisunterschiede zwischen identischen Assets entstehen durch kleine Ungereimtheiten am Markt, die wiederum durch Unterschiede etwa beim Handelsvolumen, bei der Nachfrage und bei der Geschwindigkeit von Preisupdates bedingt sind. Arbitrage Trading nutzt diese Unterschiede aus, um einen Profit zu erzielen. Preisineffizienzen werden zunehmend seltener, da sich die Technologie der Märkte immer weiter verbessert.
Im folgenden Video zeigt Andre Witzel, wie Arbitrage Trading in der Praxis funktioniert:
Wie funktioniert Arbitrage Trading?
Arbitrage Trading funktioniert, indem man einen Broker auswählt, Preisunterschiede für identische Assets an unterschiedlichen Märkten identifiziert und die entsprechenden Assets gleichzeitig kauft und verkauft.
Der Schlüssel zu erfolgreichem Arbitrage Trading ist es, einen Vermögenswert zu einem geringeren Kurs zu kaufen und nahezu gleichzeitig zu einem höheren Kurs zu verkaufen. Beim Arbitragehandel werden Preis-, Zins- und Kursunterschiede ausgenutzt, um Gewinne zu erzielen.
Die folgende Anleitung erklärt in 3 Schritten, wie Arbitrage Trading funktioniert.
1. Wähle einen Broker, der Arbitrage Trading ermöglicht
Wähle beim Arbitrage Trading als Erstes einen Broker, der die Handelsstrategie ermöglicht. Bekannte Broker für das Arbitrage Trading sind zum Beispiel FP Trading, BlackBull Markets, GBE Brokers, IC Markets und Pepperstone.
- 4x regulierter Broker
- Niedrigste Spreads ab 0,0 Pips
- Geringe Kommissionen im Forex
- MT4/MT5/TradingView/cTrader
- 24/7 Support
- 1M Versicherung
- Spreads ab 0,0 Pips
- Niedrige Kommissionen
- Direkte ECN Ausführung
- TradingView, cTrader, MT4/MT5
- Regulierung durch FMA (Neuseeland)
- Über 26.000 Märkte
- Streng regulierter Broker
- Hebel bis 1:30 & Spreads ab 0,0 Pips
- TradingView verfügbar
- Kostenloses Demokonto
- Zuverlässiger Kundensupport
- Einlagensicherung 20.000€ bis 300.000€
- Negativsaldoschutz
- Reguliert in Deutschland (BaFin)
- Spreads ab 0,0 Pips
- TradingView Anbindung
- Persönlicher Support
- Schnelle Ausführung
- Automatische Steuerabführung
Du solltest bei der Auswahl des Brokers für das Arbitrage Trading vor allem auf die anfallenden Gebühren achten, denn diese wirken sich beim Arbitragehandel maßgeblich auf die Rendite aus. Gebühren bergen die Gefahr, die Rendite beim Arbitrage Trading zu beeinträchtigen, da die Preisunterschiede, die man ausnutzt, nur sehr gering sind. Bei zu hohen Broker Gebühren lohnt sich die Arbitrage Strategie für viele Anleger nicht.
2. Identifiziere Preisunterschiede
Im zweiten Schritt identifizierst du beim Arbitrage Trading Preisunterschiede für ein identisches Finanzinstrument an mindestens zwei Märkten. Die meisten Preisunterschiede für identische Assets an unterschiedlichen Märkten sind nur sehr gering und vor allem sehr kurzlebig.
Du solltest darauf achten, dass der Preisunterschied für einen identischen Vermögenswert groß genug ist, um nach Abrechnung der Kosten für den Trade einen Gewinn abzuwerfen.
Automatisierte Tools beim Arbitrage Trading

Automatisierte Tools wie Algorithmen und Trading Bots vereinfachen und beschleunigen die Identifizierung von Preisunterschieden enorm und ihre Nutzung sollte für die Arbitrage Strategie in Betracht gezogen werden. Automatisierte Tools helfen auch beim nächsten Schritt des Arbitrage Tradings, dem gleichzeitigen Kauf und Verkauf eines Vermögenswerts.
3. Kaufe und verkaufe gleichzeitig einen Vermögenswert
Als Drittes kaufst und verkaufst du einen Vermögenswert gleichzeitig. Du kaufst beim Arbitrage Trading den Vermögenswert auf dem Markt mit dem günstigeren Preis und verkaufst ihn auf dem Markt, an dem der Preis höher liegt.
Wenn zum Beispiel eine Aktie auf Markt A für $ 42,23 und auf Markt B für $ 42,97 angeboten wird, kaufst du sie auf Markt A und verkaufst du sie auf Markt B. Durch den gleichzeitigen Kauf und Verkauf der Aktie machst du einen Profit von $ 0,74 pro Aktie, abzüglich der Trading Kosten.
Der beim Arbitrage Trading erwirtschaftete Gewinn wird beim Broker umgehend deinem Guthaben gutgeschrieben.
Für das Arbitrage Trading gibt es unterschiedliche Strategien, die wir im folgenden Abschnitt schildern.
Arbitrage Trading Strategien
Die wichtigsten Arbitrage Trading Strategien sind Markt Arbitrage, Statistik Arbitrage und Triangular Arbitrage. Bekannte Arbitrage Trading Strategien sind Zinssatz Arbitrage und Risiko Arbitrage.

In der folgenden Liste sind die wesentlichen Arbitrage Trading Strategien zusammengefasst.
- Markt Arbitrage: Markt Arbitrage (auch räumliche Arbitrage genannt) ist die klassische Arbitrage Trading Strategie, bei der ein Trader Preisunterschiede für ein und dasselbe Asset an unterschiedlichen Märkten ausnutzt, um einen Gewinn zu erwirtschaften.
- Statistik Arbitrage (Pair Trading): Die Statistik Arbitrage ist eine Arbitrage Trading Strategie, bei der man historische Daten von zwei stark korrelierenden Finanzinstrumenten analysiert und temporäre Abweichungen identifiziert. In der Erwartung, dass sich die Kurse wieder angleichen, kauft man die zurückfallende Aktie und verkauft die steigende Aktie leer. Bei der Wiederangleichung der Aktienwerte werden die Positionen geschlossen, sodass man einen Gewinn durch die temporäre Differenz zwischen den beiden Aktien erzielt.
- Triangular Arbitrage: Triangular Arbitrage ist eine Arbitrage Trading Strategie, die vor allem im Devisenhandel (Forex) eingesetzt wird. Bei der Triangular Arbitrage Strategie vollzieht der Trader eine Kette von Währungstransaktionen, bei der die Preisdifferenzen zwischen drei Währungspaaren ausgenutzt werden. Der Gewinn entsteht durch die Preisdifferenzen zwischen den 3 Währungspaaren, wenn der Trader wieder bei der Ursprungswährung angekommen ist.
- Zinssatz Arbitrage: Zinssatz Arbitrage ist eine Arbitrage Trading Strategie, bei der sich ein Trader Kapital in einem Markt mit niedrigen Zinsen leiht und es anschließend in einen Markt mit hohen Zinsen investiert. Der Gewinn entsteht bei der Zinssatz Arbitrage Strategie durch die Differenz zwischen den Zinssätzen.
- Risiko Arbitrage: Risiko Arbitrage ist eine Arbitrage Trading Strategie, die vor allem bei Unternehmensübernahmen eingesetzt wird. Bei der Risiko Arbitrage Strategie kaufen Trader Aktien eines Unternehmens, das bald von einem anderen Unternehmen übernommen wird, und spekulieren darauf, dass die Aktien bis zur Übernahme im Wert steigen werden. Bei erfolgreicher Kalkulation entsteht der Gewinn bei der Risiko Arbitrage Strategie durch die Differenz zwischen Kauf- und Verkaufspreis der Aktien.

Im nächsten Abschnitt kommen wir auf Arbitrage Trading Erfahrungen zu sprechen.
Arbitrage Trading Erfahrungen
Die Arbitrage Trading Erfahrungen zeigen, dass sich der Arbitragehandel hauptsächlich lohnt, wenn man mit viel Einsatz und technischem Know-how agiert. Arbitrage Trader berichten davon, dass Gewinnchancen beim Arbitragehandel durchaus vorhanden sind, dass es jedoch große Hürden gibt, die dem Ergreifen dieser Gewinnchancen im Weg stehen.
Allen voran berichten Arbitrage Trader von der hohen Geschwindigkeit, die beim Arbitrage Trading notwendig ist, um Gewinne zu erzielen. Ohne fortschrittliche Algorithmen und Trading Bots ist es laut vielen Arbitrage Tradern fast unmöglich, Gewinne mit der Arbitrage Trading Strategie zu machen. Auch wir teilen diese Ansicht. Erschwert wird Arbitrage Trading laut vieler Trader zusätzlich dadurch, dass die besten und effektivsten Bots professionellen Anlegern wie Unternehmen und Institutionen gehören, sodass privat erstellte Bots kaum mithalten können.
Manche Arbitrage Trader warnen vor langsamen Online Plattformen und Brokern, bei denen die Umsetzung von Transaktionen zu lange dauert. Bei langsamen Online Plattformen und Brokern ist die Gefahr zu groß, dass sich die Bedingungen für den Arbitrage Trade während der Ausführung plötzlich ändern, sodass der eigentlich eingeplante Gewinn beeinträchtigt wird.
Viele Arbitrage Trader mahnen zu großer Vorsicht bei der Auswahl einer Arbitrage Trading Plattform bzw. eines Arbitrage Brokers, da Betrugsversuche möglich sind. Spätestens wenn es Probleme bei der Auszahlung gibt, erkennt man laut vielen Arbitrage Tradern, dass man es mit einem Betrüger zu tun hat. Erfahrene Trader warnen, dass Betrüger Plattformen und Broker für Arbitrage Trading in ihrer Präsentation professionell und vertrauenswürdig erscheinen, sodass das frühzeitige Erkennen von Betrug schwierig ist. Eine ausgiebige Recherche ist notwendig, damit man beim Arbitrage Trading kein Opfer von Betrug wird.
Auf die Chancen und Risiken des Arbitragehandels gehen wir im folgenden Abschnitt genauer ein.
Chancen und Risiken von Arbitrage Trading
Die wichtigsten Chancen von Arbitrage Trading sind ein vergleichsweise geringes Risiko und rasche Gewinne. Die wesentlichen Risiken von Arbitrage Trading sind fehlerhafte Orderausführungen und technische Probleme.
Konträr zur gängigen Meinung, verläuft Arbitrage Trading in zahlreichen Fällen nicht risikofrei und entspricht in der Praxis häufig nicht der Idealvorstellung. Das geht aus der Studie „The Limits of Arbitrage” von Andrei Shleifer und Robert W. Vishny hervor, die 1997 im Journal of Finance veröffentlicht wurde.
In der folgenden Tabelle haben wir die wichtigsten Chancen und Risiken von Arbitrage Trading aufgeführt.
| Arbitrage Trading Chancen | Arbitrage Trading Risiken |
|---|---|
| Geringes Risiko | Fehlerhafte Orderausführung |
| Schnelle Gewinne | Technische Probleme |
| Arbitragegeschäfte tragen zur Markteffizienz bei | Kursrisiko |
| Arbitrage Trading ist mit vielen verschiedenen Finanzinstrumenten möglich | Manuelles Arbitrage Trading ist kaum profitabel |
| Arbitrage Trading bietet regelmäßige Gewinnchancen | Liquiditätsrisiko |
| Gute Diversifizierung | Gewinnmargen sind oft gering |
| Arbitrage Trading ist automatisierbar | Zu hohe Kosten |
| Es lassen sich klare Parameter definieren | Regulierungsrisiko |
| Gegenparteirisiko | |
| Betrug ist möglich |
In den beiden folgenden Abschnitten besprechen wir die Chancen und Risiken von Arbitrage Trading im Detail.
Chancen von Arbitrage Trading
Die größten Chancen von Arbitrage Trading sind ein relativ geringes Risiko, schnelle Gewinne und ein Beitrag zur Markteffizienz. Arbitragegeschäfte sind mit vielen verschiedenen Finanzinstrumenten möglich und bieten regelmäßige Gewinnchancen sowie eine gute Diversifizierung.
Die wichtigsten Chancen von Arbitrage Trading stellen wir in der folgenden Liste übersichtlich dar.
- Geringes Risiko: Beim Arbitrage Trading besteht ein relativ geringes Marktrisiko, da man nicht auf die Entwicklung von Kursen spekuliert, sondern lediglich gerade bestehende Preisineffizienzen ausnutzt. Im Idealfall verlaufen Arbitrage Trades so schnell, dass die Preisineffizienzen keine Zeit haben, sich auszugleichen. Im Idealfall haben Arbitrageure die Möglichkeit, sich Gewinne relativ risikofrei zu sichern. Theoretisch bietet der Arbitragehandel aus unserer Sicht eine der besten Möglichkeiten, profitable Trades nahezu sicherzustellen, doch man sollte beachten, dass der Idealfall selten eintritt und fast immer ein Risiko gegeben ist.
- Schnelle Gewinne: Beim Arbitrage Trading haben Anleger die Chance, schnelle Gewinne zu erzielen, da die ausgewählten Finanzinstrumente nahezu gleichzeitig gekauft und wieder verkauft werden. Gewinne durch Arbitrage Trading werden augenblicklich ausgezahlt.
- Arbitragegeschäfte tragen zur Markteffizienz bei: Arbitrage Trading hat einen ökonomischen Nutzen, da es zur Markteffizienz beiträgt. Wir betrachten den Arbitrage Handel als Mechanismus für gesunde Finanzmärkte. Arbitrage Trading trägt zur Markteffizienz bei, da es zu einer schnelleren und besseren Preisfindung beiträgt und dabei hilft, Preisineffizienzen auszugleichen.
- Arbitrage Trading ist mit vielen verschiedenen Finanzinstrumenten möglich: Arbitragehandel ist mit vielen verschiedenen Finanzinstrumenten möglich, zum Beispiel mit Aktien, Devisen, Rohstoffen und Kryptowährungen. Durch die große Vielfalt ergeben sich bei der Arbitrage Strategie zahlreiche Handelsgelegenheiten, wenn man schnell genug ist, diese zu identifizieren.
- Arbitrage Trading bietet regelmäßige Gewinnchancen: Beim Arbitrage Trading sind regelmäßige Gewinne möglich, da sich ständig neue Preisineffizienzen bilden, die man als Trader ausnutzen kann.
- Gute Diversifizierung: Arbitrage Trading bietet eine gute Diversifizierung, da sich die vielen Finanzinstrumente, über die sich der Arbitragehandel realisieren lässt, gleichzeitig nutzen lassen. Arbitrage Trading selbst ist eine gute Methode zur Diversifizierung des Trading Portfolios, da es sich als Ergänzung zu anderen Trading Arten handelt, beispielsweise zu CFD- oder Futures-Trading.
- Arbitrage Trading ist automatisierbar: Arbitrage Trading ist eine Trading Art, die stark von Automatisierung profitiert, da große Schnelligkeit gefragt ist. Wer die Möglichkeit hat, Trading Algorithmen und Bots zu programmieren, hat im Vergleich zur Konkurrenz einen erheblichen Vorteil, da die Algorithmen und Bots automatisch die unterschiedlichen Märkte nach Preisineffizienzen absuchen und entsprechende Trades platzieren. Gut programmierte Algorithmen und Bots sind beim Arbitrage Trading deutlich schneller und effektiver als das menschliche Auge und die menschlichen Hände.
- Es lassen sich klare Parameter definieren: Beim Arbitrage Trading lassen sich klare Parameter definieren, denen man folgt. Beim Arbitragehandel lassen sich zum Beispiel die Kosten klar kalkulieren und darauf basierend berechnen, wie hoch ein Preisunterschied sein muss, damit sich ein entsprechender Trade finanziell lohnt.
So lukrativ die Chancen beim Arbitrage Trading erscheinen, so sollte man nicht vergessen, dass es auch Risiken gibt. Die Risiken des Arbitragehandels besprechen wir im folgenden Abschnitt.
Risiken von Arbitrage Trading
Die größten Risiken von Arbitrage Trading sind fehlerhafte Orderausführungen, technische Probleme und das Kursrisiko. Manuelles Arbitrage Trading ist für die meisten Trader kaum profitabel, während gleichzeitig ein Liquiditätsrisiko besteht. Viele Trader haben damit zu kämpfen, dass die Gewinnmargen bei Arbitragegeschäften relativ gering und die Kosten vergleichsweise hoch sind.
Arbitrage Trading wird von vielen Menschen als „risikofreier Gewinn” bezeichnet, doch dem ist nicht so, denn wie alle anderen Trading Arten bringt auch der Arbitragehandel neben Gewinnchancen Risiken mit sich. Es stimmt zwar, dass klassisches Arbitrage Trading im Vergleich zu manch anderer Tradingform relativ risikoarm ist, doch Risikohinweise sind trotzdem notwendig. Auf keinen Fall sollte man beim Arbitrage Trading sein gesamtes Kapital in einem einzigen Trade riskieren.
Im Folgenden sind die wichtigsten Risiken von Arbitrage Trading aufgelistet.
- Fehlerhafte Orderausführung: Ein Risiko beim Arbitrage Trading besteht in falschen Orderausführungen. Bei einer falschen Orderausführung wird zum Beispiel nur eine Position eröffnet, obwohl man beim Arbitrage Trading mindestens zwei benötigt. Durch eine falsche Orderausführung geht man gegebenenfalls eine Verpflichtung ein oder hält eine Position, die nicht erwünscht ist.
- Technische Probleme: Technische Probleme sind ein erhebliches Risiko beim Arbitrage Trading. Vor allem Verzögerungen durch langsame Server oder Verbindungsprobleme machen unserer Erfahrung nach viele sicher geglaubte Gewinne beim Arbitragehandel zunichte.
- Kursrisiko: Ein Kursrisiko besteht beim Arbitrage Trading, da sich manche Kursunterschiede innerhalb von Sekundenbruchteilen angleichen, bevor der Trade abgeschlossen ist. Durch die vorzeitige Angleichung der Kurse werden Gewinne geschmälert oder in Verluste gekehrt. Vor allem manuelle Arbitrage Trader sind dem Kursrisiko ausgesetzt, da sie langsamer handeln als automatisierte Algorithmen und Bots.
- Manuelles Arbitrage Trading ist kaum profitabel: Manuelles Arbitrage Trading ist kaum profitabel, da enorme Geschwindigkeit gefragt ist. Manuell sind die meisten Arbitrage Trader zu langsam, um mit automatisierten Algorithmen und Bots mitzuhalten und lohnenswerte Gewinne zu erzielen. In den meisten Fällen haben sich erfahrungsgemäß Preisunterschiede längst aufgelöst, bevor man manuell die notwendigen Trades zum Ausnutzen der Preisunterschiede platzieren kann.
- Liquiditätsrisiko: Beim Arbitrage Trading besteht ein Liquiditätsrisiko, durch das sich eine Position nicht schließen lässt, wenn das allgemeine Handelsvolumen am Markt nicht groß genug ist. Im Zweifelsfall bleibt man bei einem Arbitragegeschäft auf einer Verpflichtung sitzen, wenn sich eine Position aufgrund fehlender Abnehmer nicht schließen lässt.
- Gewinnmargen sind oft gering: Die Gewinnmargen sind beim Arbitrage Trading oft gering, sodass sich Arbitragegeschäfte erst ab einem gewissen Volumen wirklich lohnen. Durch die relativ geringen Gewinnmargen benötigt man ein relativ hohes Kapital, um nennenswerte Gewinne zu erzielen.
- Zu hohe Kosten: Beim Arbitrage Trading gibt es das Risiko von zu hohen Kosten. Kosten entstehen bei Arbitragegeschäften vor allem in Form von Gebühren für das Nutzen von Online Trading Plattformen und Brokern. Die Kosten wirken sich signifikant auf die beim Arbitragehandel erzielte Rendite aus und sollten bereits bei der Auswahl der Trading Plattform berücksichtigt werden.
- Regulierungsrisiko: Ein Regulierungsrisiko besteht beim Arbitrage Trading, da sich der Arbitragehandel über Grenzen hinweg durchführen lässt. Bei Arbitragegeschäften in anderen Ländern gelten gegebenenfalls andere Regularien, die potentiell rechtliche Probleme verursachen oder die Rendite beeinträchtigen können.
- Gegenparteirisiko: Beim Arbitrage Trading besteht ein Gegenparteirisiko, da es möglich ist, dass die Gegenpartei ihre Verpflichtungen gegenüber dem Trader nicht erfüllen kann. Gegenparteien zum Trader sind zum Beispiel die Börse oder der Broker. Wenn zum Beispiel der Broker die Gegenpartei ist und insolvent geht, besteht die Gefahr, dass er ausstehende Gewinne der Trader nicht mehr bezahlen kann.
- Betrug ist möglich: Ein nicht zu ignorierendes Risiko beim Arbitrage Trading ist es, Opfer von Betrug zu werden. Opfer von Betrug wird man bei der Arbitrage Strategie vor allem, indem man sich für die falsche Trading Plattform entscheidet. Es gibt Online Trading Plattformen und Broker, die seriös und vertrauenswürdig erscheinen, in Wirklichkeit aber Betrüger sind. Vor der Auswahl eines Brokers ist eine ausgiebige Recherche erforderlich, damit man kein Opfer von Betrug wird. Beispielsweise ist verlockende Werbung mit hohen Renditeversprechen unserer Erfahrung nach häufig Teil typischer Betrugsmaschen im Trading, da es niemals eine absolute Garantie für Gewinne gibt.
Im nächsten Abschnitt thematisieren wir die Kosten beim Arbitrage Trading im Detail.
Kosten beim Arbitrage Trading
Beim Arbitrage Trading entstehen vor allem Transaktionskosten, Trading Fees und Netzwerkgebühren. Eine Kostenprüfung ist beim Arbitrage Trading sinnvoll, da die Kosten erhebliche Auswirkungen auf die Rendite haben.
Transaktionskosten sind Kosten, die bei vielen Brokern für jeden Kauf und Verkauf entstehen. Beim Arbitrage Trading werden die Transaktionskosten mindestens verdoppelt, da man immer gleichzeitig kauft und verkauft.
Besondere Vorsicht ist für Arbitrage Trader bei den Spreads geboten, die die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis umfassen. Spreads sind variabel und stellen beim Arbitrage Trading eine signifikante Kostenfalle dar. Viele Trading Plattformen und Broker werben mit günstigen oder gar keinen Kosten, holen dies aber über die Spreads wieder rein. In manchen Phasen des Tages verändern sich die Spreads plötzlich, ohne dass der Trader es merkt, sodass stets große Aufmerksamkeit geboten ist.
Netzwerkgebühren entstehen beim Arbitrage Trading vor allem durch den Handel mit Kryptowährungen wie Bitcoin, da Transaktionen mit Krypto direkt über eine Blockchain ablaufen. Für jede Transaktion über eine Blockchain fällt eine Gebühr an. Wenn man zum Beispiel Bitcoin an einer bestimmten Börse zu einem günstigeren Wert kauft und auf eine andere Börse übertragen möchte, um sie dort teurer zu verkaufen, entstehen für diese Transaktion Kosten.
Wer Arbitrage Trading professionell und im großen Stil durchführen möchte, für den entstehen Kosten durch den Einsatz von Technologie und Infrastruktur. Professionelle Arbitragegeschäfte laufen fast ausschließlich automatisiert über Algorithmen und Bots ab, sodass für deren Programmierung und Aktualisierung Kosten entstehen.
Welche Ausstattung brauchen Arbitrage Händler?

Man benötigt beim professionellen Arbitragehandel hochwertige Server und entsprechende Räume, die sich am besten in unmittelbarer Nähe zur Börse befinden, damit die Latenz so gering wie möglich gehalten wird. Geschwindigkeit ist der Schlüssel zu erfolgreichem Arbitrage Trading und professionelle Trader lassen sich dies einiges kosten.
Im nächsten Abschnitt erklären wir, wo man Arbitrage Trading lernen kann.
Wo kann man Arbitrage Trading lernen?
Arbitrage Trading kann man eigenständig über Fachbücher und Online Ressourcen lernen. Man sollte sich für das Lernen von Arbitrage Trading mit Trading allgemein beschäftigen und anschließend tiefer in die Materie des Arbitragehandels einsteigen. Marktdynamik, Broker, Kosten und Spreads sind wichtige Themen, mit denen man sich beim Arbitrage Trading befassen sollte.
Wer Arbitrage Trading nicht allein lernen möchte, hat die Möglichkeit, an speziellen Schulungsprogrammen und Online-Coachings teilzunehmen. In Schulungen und Coachings wird Arbitrage Trading durch Experten vermittelt. Für viele Anfänger sind Online-Coachings eine sinnvolle Möglichkeit, das Arbitrage Trading zu lernen.
In den Online-Coachings von Trading.de lernen die Teilnehmer zum Beispiel fundiertes Praxiswissen, das sich auf Arbitrage Trading ohne Weiteres anwenden lässt.
Arbitrage Trading Coaching bei Trading.de
Das Trading Coaching bei Trading.de ist die ideale Gelegenheit für Anfänger, wichtige Handelsstrategien wie Arbitrage Trading zu erlernen. Fortgeschrittene Trader profitieren von unserer langjährigen Erfahrung und haben die Möglichkeit, ihre Trading Strategien zu optimieren und zu verfeinern.
Wir von Trading.de vermitteln den Teilnehmern unserer Coachings praxisnahes Wissen zu datenbasierten Trading Strategien wie Arbitrage Trading, durch die sich die Gewinnchancen erhöhen.
Unsere Online-Coachings werden von den Experten Andre Witzel und Jia Tian Rong geleitet, die zusammen mehr als 15 Jahre Trading Erfahrung mitbringen. Mit Leidenschaft vermitteln Andre Witzel und Jia Tian Rong ihre Trading Kenntnisse und schildern ihre eigenen Erfahrungen, um die Teilnehmer in die bestmögliche Position zu bringen, um erfolgreich am Trading, zum Beispiel am Arbitrage Trading, teilzunehmen.