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Cyber-Trading-Betrug bezeichnet kriminelle Machenschaften, bei denen Betrüger über das Internet gefälschte Handelsplattformen betreiben oder sich als seriöse Broker ausgeben. Die Täter locken Anleger mit unrealistischen Gewinnversprechen in betrügerische Investments, manipulieren Handelsoberflächen und verweigern später die Auszahlung investierter Gelder.

Aus unseren Erfahrungen heraus gibt es nahezu täglich neue Fälle von Cyber-Trading-Fraud und -Scam, die erhebliche finanzielle Schäden verursachen. Fast täglich erhalten wir bei Trading.de Nachrichten von Tradern, die entweder in einen solchen Betrug verwickelt sind oder fast Opfer geworden wären.

In diesem Beitrag zeigen wir dir die 11 häufigsten Online-Trading-Betrugsmaschen. Falls du bereits Opfer geworden bist, erfährst du außerdem, welche Schritte jetzt wichtig sind und wie du den Betrug bei den zuständigen Stellen meldest. Zusätzlich zeigen wir dir, wie du Trading-Betrug durch die Wahl des Brokers minimierst und unseriöse Anbieter frühzeitig erkennst.

Das Wichtigste in Kürze zu Betrugsmaschen im Cyber Trading

  • Online-Trading-Betrug geschieht nach einheitlichem Muster. Es beginnt oft mit einer Werbeanzeige und endet mit einer verweigerten Auszahlung.
  • Fake-Broker, Trading-Bots, Pyramidensysteme und Guru-Coachings gehören zu den häufigsten Betrugsmaschen.
  • Social Media hat die Reichweite von Betrügern massiv erhöht und macht die Angebote oft kaum von seriösen Anbietern unterscheidbar.
  • Trading.de Tipp: Prüfe vor jeder Einzahlung die Regulierung des Brokers. Fehlt eine gültige Lizenz, solltest du kein Geld überweisen.
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    Wie funktioniert der Online-Anlagebetrug mit Trading-Plattformen?

    Beim Online-Anlagebetrug arbeiten Betrüger mit täuschend echten Websites, auf denen manipulierte Charts und erfundene Gewinne angezeigt werden. Dahinter stehen häufig organisierte Betrügergruppen oder Callcenter, die Anleger gezielt zu immer höheren Einzahlungen bewegen. Psychologisch zielt es darauf ab, das Vertrauen der Opfer schrittweise zu erschleichen und sie zu immer höheren Investitionen zu bewegen.

    Diese 8 Schritte von Cyber-Trading-Betrug haben wir identifiziert:

    1
    Verlockende Werbeanzeigen wecken Interesse
    Über Instagram, Facebook, TikTok oder Google erscheinen Anzeigen, die mit finanzieller Freiheit, künstlicher Intelligenz oder bekannten Persönlichkeiten werben. Neugierig geworden, klickst du auf die Anzeige und gelangst auf eine täuschend echt wirkende Plattform mit vermeintlichen Experten-Analysen.
    2
    Kontaktaufnahme durch einen „Broker“
    Kurz nach deiner Registrierung meldet sich ein angeblicher Broker telefonisch oder per E-Mail bei dir und verspricht hohe Gewinne bei minimalem Risiko, oft beginnend mit einer überschaubaren Investition von beispielsweise 250 Euro. Der Kontakt wirkt seriös, kompetent und zielt darauf ab, dein Vertrauen zu gewinnen.
    3
    Manipulation durch vorgetäuschte Erfolge
    Nach der ersten Einzahlung erscheinen häufig bereits nach wenigen Tagen hohe Gewinne im Kundenbereich. Die dargestellten Kontostände, Charts und Renditen basieren jedoch nicht auf echten Handelsgeschäften, sondern werden von den Betrügern kontrolliert.
    4
    Drängen auf höhere Investitionen
    Der vermeintliche Broker kontaktiert dich nun regelmäßig und pusht dich unter Vorwänden wie „einmalige Marktchancen“ oder „exklusive Deals“ dazu, deutlich höhere Summen zu investieren.
    5
    Auszahlung wird verweigert
    Spätestens bei der ersten Auszahlungsanfrage treten Schwierigkeiten auf. Die Auszahlung wird verzögert, abgelehnt oder an zusätzliche Bedingungen geknüpft. Typisch ist auch, dass die Handelsplattform Fehlermeldungen anzeigt, der Broker schwerer erreichbar ist oder der Kontakt komplett abgebrochen wird.
    6
    Forderung zusätzlicher Zahlungen
    Nun verlangen die Betrüger oft weiteres Geld. Begründungen sind angebliche Steuervorauszahlungen, Verifizierungsgebühren, Compliance-Kosten oder Versicherungen. Diese Forderungen dienen ausschließlich dazu, noch mehr Geld vom Opfer zu erhalten.
    7
    Vertröstet oder verschwunden
    Irgendwann brechen die Täter den Kontakt vollständig ab. Telefonnummern sind nicht mehr erreichbar, E-Mails bleiben unbeantwortet und die Website verschwindet häufig kurze Zeit später aus dem Internet.
    8
    Erkenntnis: Ich wurde betrogen
    Spätestens jetzt bemerkst du den Cyber-Trading-Betrug und realisierst, dass dein investiertes Geld verloren ist. Die angezeigten Gewinne waren frei erfunden und dienten ausschließlich dazu, weitere Einzahlungen zu provozieren.

    Im Zusammenhang mit solchen Betrugsmaschen wird öfter der Begriff „Schwein schlachten“ bzw. Pig Butchering genutzt. Er beschreibt eine besonders hinterhältige und international verbreitete Form des Online-Betrugs im Umfeld von Trading-Plattformen und Kryptowährungen. Täter bauen hier über Dating-Apps oder soziale Netzwerke gezielt Vertrauen zu ihren Opfern auf, um sie anschließend zu angeblich profitablen Investments zu verleiten. Tatsächlich handelt es sich jedoch um manipulierte und betrügerische Angebote. Die Bayerische Staatsregierung verweist in diesem Zusammenhang auf Milliardenschäden.

    So häufig sind Online-Trading-Betrugsmaschen:

    Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
    Andre Witzel
    Trader & Experte

    Aus meiner Erfahrung als Trading-Coach bei Trading.de melden sich regelmäßig Anleger, die mehrere Tausend Euro an vermeintliche Broker oder Trading-Plattformen verloren haben. In vielen Fällen ähneln sich die Vorgehensweisen der Täter bis ins Detail.

    11 Arten von Trading-Betrugsmaschen vorgestellt:

    Das sind 11 Arten von Trading-Betrugsmaschen und wie sie funktionieren:

    Das sind aktuelle Warnungen der BaFin aus 2025/ 2026:

    FallDatumKurzbeschreibung
    212 Platform GermanyJuni 2026Die Plattform erweckte den Eindruck eines regulierten Trading-Anbieters. Nach Angaben der BaFin lag jedoch keine erforderliche Erlaubnis für die angebotenen Dienstleistungen vor.
    Plattformreihe „934 € täglich im Schlaf“Mai 2026Betrüger warben mit automatisierten Einkommensversprechen und angeblich passiven Trading-Gewinnen. Die BaFin warnte vor den beteiligten Webseiten.
    TradeAlles (tradealles.com)März 2026Die BaFin veröffentlichte eine Warnung vor TradeAlles, da der Verdacht bestand, dass Finanz- und Wertpapierdienstleistungen ohne Zulassung angeboten werden.
    Vynex TradeMärz 2026Die BaFin warnte vor Vynex Trade, da das Unternehmen ohne die erforderliche Erlaubnis Finanzdienstleistungen angeboten haben soll.
    Trading Kapital (trading-kapital.com)Juli 2025Die BaFin warnte vor dem Anbieter Trading Kapital, der ohne erforderliche Erlaubnis Finanz- und Wertpapierdienstleistungen angeboten haben soll.
    Plattformreihe „Verdienen Sie schnell und einfach Geld“2025Hinter mehreren nahezu identischen Webseiten standen mutmaßliche Betrüger, die mit unrealistischen Gewinnversprechen und angeblich einfachen Verdienstmöglichkeiten warben.

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    1. Fake-Werbungen mit Prominenten für betrügerische Trading Plattformen

    Fake-Werbung mit Prominenten ist eine Betrugsmasche, bei der Betrüger Werbeanzeigen bei Nachrichtenseiten oder auf sozialen Netzwerken einbuchen und mit augenscheinlichen Promi-Anlagestrategien zum Investieren verleiten. Die Betrugsmasche ist auch unter dem Namen Cyber Scam bekannt.

    Bei Promi-Fakes buchen sich Betrüger Werbeanzeigen auf bekannten Nachrichtenseiten, die Seriosität ausstrahlen. So wählen sie einen Kontext, in dem Verbraucher einen Betrug erst gar nicht erwarten.

    Ein bekannt gewordener Fall betrifft den Rentner Siegfried Berger. Er stieß auf einen vermeintlichen Artikel über eine Geldanlage-Strategie von Didi Hallervorden und wurde auf die Plattform Inter Algo aufmerksam. Nach der Registrierung nahm das Unternehmen regelmäßig Kontakt zu ihm auf und überzeugte ihn über einen längeren Zeitraum zu immer höheren Einzahlungen. In diesem Betrugsfall möchte Siegfried Berger die Geldanlage-Strategie von Didi Hallervorden übernehmen. Der Artikel führt ihn zu einer österreichischen Firma mit Sitz in Wien, Inter Algo. Siegfried Berger tritt daraufhin mit Inter Algo per E-Mail in Kontakt.

    Fortan unterhält Inter Algo mit Berger täglichen Kontakt – so lange, bis Siegfried Berger rund 34.000 Euro investierte. Die versprochene Rendite von 190.000 Euro? Ein Fake. Denn als Berger seine Gewinne auszahlen wollte, erhielt er eine Nachricht von dem Unternehmen Blockchain, das ihn auffordert, nochmals Geld einzuzahlen. Ab diesem Moment war auch Siegfried Berger klar, dass sein Geld verloren ist.

    Warnsignale bei Promi-Fake-Werbung

    • Prominente werben angeblich für eine unbekannte Trading-Plattform.
    • Es werden außergewöhnlich hohe oder sichere Renditen versprochen.
    • Die Anmeldung erfolgt über eine Werbeanzeige auf Social Media oder einer Nachrichtenseite.
    • Kurz nach der Registrierung meldet sich ein angeblicher Broker telefonisch.
    • Vor einer Auszahlung sollen weitere Gebühren oder Steuern gezahlt werden.

    Einschätzung von Trading.de Experten Andre Witzel zu Trading-Betrug mit Prominenten

    Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
    Andre Witzel
    Trader & Experte

    Promi-Fake-Werbungen sind 2025/ 2026 explodiert. Allein im letzten Monat habe ich mehr als 20 verschiedene Deepfake-Videos auf Instagram gesehen.

    Der Grund dafür liegt vor allem in der Entwicklung von KI-Technologien. Mit sogenannten Deepfakes können Betrüger heute täuschend echte Videos erstellen, in denen Prominente scheinbar Investmenttipps geben oder Trading-Plattformen empfehlen.

    Neben Didi Hallervorden waren auch schon Helene Fischer, Günther Jauch oder Markus Lanz Gesichter, die Betrüger für ihre Promi Fakes im Trading verwendet haben.

    2. Pyramidensystem im Forex Trading

    Die Betrugsmasche Pyramidensystem im Forex Trading ist ein Ansatz aus dem Next-Level-Marketing (Network Marketing). Ziel ist es, mehr und mehr Investoren für eine Forex-Trading-Plattform zu gewinnen. Je mehr Gelder investiert sind, desto mehr verdienen die Personen, die hoch im Pyramidensystem stehen – bis die Pyramide zerbricht.

    Der Betrug: Statt an den Gewinnen von Tradern mitzuverdienen, verdienen Teilnehmer des Pyramidensystems nur an den Einlagen, die neue Investoren tätigen.

    Sprich: Die Maschinerie bricht in sich zusammen, wenn niemand mehr Geld investiert. In Deutschland sind Geschäftsmodelle, die wie ein Schneeballsystem aufgebaut sind, allgemein verboten. Beim Forex-Trading-Betrug kommt jedoch der Fakt hinzu, dass sogar das Gewinnziel falsch nach außen kommuniziert wird.

    Ein vereinfachtes Beispiel:

    • Trader A wirbt Trader B und erhält dafür eine Provision.
    • Trader B wirbt Trader C und Trader D.
    • Trader A verdient nun auch an den Beiträgen von Trader C und D mit.

    Warnsignale für ein Trading-Pyramidensystem

    • Trading-Pyramidensysteme zielen auf Mitgliederwerbung statt auf Trading ab.
    • Es wird mit Luxusautos, Reisen und hohen Einkommen geworben.
    • Monatliche Mitgliedsbeiträge sind Voraussetzung für die Teilnahme.
    • Einkommensversprechen basieren auf dem Aufbau eines Teams.
    • Nachweisbare Trading-Ergebnisse sind zweitrangig.

    Aus unserer Erfahrung erkennst du das Betrugsmodell daran, dass deutlich mehr über Provisionen, Rangstufen und Teamaufbau gesprochen wird als über konkrete Trading-Strategien oder nachweisbare Handelsergebnisse.

    3. Unregulierte Trading Broker mit unrealistischen Angeboten

    Bei der Betrugsmasche von unregulierten Trading Brokern treten Betrüger wie seriöse Broker auf, verfügen jedoch über keine gültige Lizenz einer anerkannten Finanzaufsicht. Dadurch fehlen wichtige Schutzmechanismen für Anleger.

    Warnzeichen für diese Betrugsart sind unregulierte Broker, die unrealistische Angebote offerieren – zum Beispiel:

    • Garantierte Gewinne ohne Risiko
    • Feste Monatsrenditen von 10 %, 20 % oder mehr
    • Hohe Willkommensboni für Einzahlungen
    • Angebliche KI-Handelssysteme mit Erfolgsquoten von über 90 %
    • Zeitdruck nach dem Motto „nur heute verfügbar“

    So prüfst du einen unregulierten Broker auf Seriosität:

    1. Existiert eine gültige Lizenznummer?
    2. Ist der Broker in der Datenbank der BaFin oder einer anderen Finanzaufsicht eingetragen?
    3. Gibt es ein vollständiges Impressum mit Unternehmensanschrift?
    4. Werden Kundengelder getrennt vom Firmenvermögen verwahrt?
    5. Finden sich aktuelle Warnmeldungen der BaFin oder anderer Behörden?

    Diese SCAM Broker haben wir bereits identifiziert:

    • 24option.com (www.24option.com)
    • EuropeFX (www.europefx.com)
    • UST Markets (ust-markets.com)
    • Alpha Market Bit (alphamarketbit.com)
    • Investing Capitals (investing-capitals.com)
    • Quantum AI (quantum-ai.io)
    • Mega Exchanges Trade (megaexchangestrade.com)
    • Proaktivebrokers (www.proaktivebrokers.co)
    • TDTrade (www.tdtrade.io)
    • The Capital Holding (www.capitalholdings.com)
    • Capital Corp Trade (capitalcorptrade.com)
    • Markets CFD (www.marketscfd.net)
    • IBIS Broker (www.ibisbrokers.com)
    • KBS Capital Markets Ltd (www.imctrades.com / www.imctrades.io)
    • ICM Trader (www.icmtrader.com)
    • JC Capital Markets (www.jccapitalmarkets.com): JC Capital Ltd.
    • JC Trading (www.jctrading.info)
    • CapitalFunds (www.capitalfunds.co)
    • Fidelity Autotrading (www.fidelityautotrading.com)
    • Smart Bit Options (smartbitoptions.online)
    • Binance FX Trading (binancefxtrading.com)
    • CedarFX (www.cedarfx.com)
    • BBT Capital Limited (bbtforex.com)
    • Elite Financial Group Ltd. (elitefinancialmarkets.com/en)
    • CryptoBinaryTrade
    • CapitalInvestOption (www.capitalinvestoption.com)
    • TradersOption (tradersopt.com)
    • 24OptionForex Investment Group (www.24optionforex.com/de-de)

    Hinweis von Trading.de Experten Andre Witzel zu unregulierten Brokern:

    Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
    Andre Witzel
    Trader & Experte

    Nicht jeder unregulierte Broker ist Betrug. Das Risiko steigt jedoch deutlich, wenn ein Anbieter weder bei der BaFin noch bei anderen bekannten Aufsichtsbehörden wie der britischen FCA, der zypriotischen CySEC oder der australischen ASIC registriert ist. Schau dir auch immer die Nutzererfahrungen an. Ein guter Indikator ist Trustpilot, ist der Broker dort nicht geführt, ist äußerste Vorsicht geboten.

    4. PAMM/MAM Forex Account Scams

    PAMM/MAM Forex-Account-Scams sind Betrugsmaschen, bei denen Opfer ihr Geld an einen Money Manager übertragen und es so verlieren.

    PAMM- und MAM-Forex Konten ermöglichen es Tradern, ihr Geld von einem professionellen Trader (Money Manager) verwalten zu lassen. PAMM und MAM unterscheiden sich in ihren Vergütungsmodellen:

    • PAMM (Percentage Allocation Management Module): Der Money Manager verteilt seine Gewinne prozentual unter den Geldgebern je nach Höhe der Einlage. Alle Gelder liegen in einem Pool.
    • MAM (Multi-Account Management): Der Money Manager verteilt seine Gewinne je nach Kapitaleinsatz des jeweiligen Geldgebers. Alle Gelder liegen getrennt in Unterkonten.

    Um Betrug handelt es sich hier, wenn der Money Manager nur das Geld einsammelt, nicht aber seine eigentliche Aufgabe erfüllt. Stattdessen plättet er das jeweilige Konto und das Geld ist verloren.

    Ein typisches Betrugsmuster bei PAMM- und MAM-Forex Konten läuft so ab:

    • Der Money Manager wirbt mit außergewöhnlichen Renditen.
    • Es werden Screenshots statt überprüfbarer Track-Records gezeigt.
    • Anleger zahlen Geld auf ein PAMM- oder MAM-Konto ein.
    • Nach ersten angeblichen Gewinnen folgen hohe Verluste oder das Geld verschwindet vollständig.
    • Auszahlungen werden verzögert oder gar nicht mehr bearbeitet.

    Warnsignale für PAMM- und MAM-Betrug

    • Garantierte Renditen oder feste Monatsgewinne von 5 %, 10 % oder mehr
    • Keine überprüfbaren Track-Records über Plattformen wie Myfxbook oder FX Blue
    • Hoher Zeitdruck bei der Einzahlung („letzte Plätze verfügbar“)
    • Kommunikation überwiegend über Telegram, WhatsApp oder private Social-Media-Kanäle
    • Der Money Manager verlangt direkte Überweisungen auf Privatkonten oder Wallets

    5. Automatisierter Trading Betrug durch Bots

    Im Betrugsfall von automatisiertem Trading erwerben Anleger einen Trading Roboter, der für sie Investitionen tätigen soll. Statt zu investieren, zieht der Trading Roboter Gelder vom Konto ein, bis das Konto leer ist.

    Anleger gehen bei dieser Betrugsmasche davon aus, dass Trading Roboter für sie Investitionsentscheidungen übernehmen. Automatisierte Forex-Trading-Roboter führen den Handel direkt aus. Allerdings handeln sie nicht, sondern lagern das Geld nur Stück für Stück an Drittkonten aus. In der Regel zeigt die Handelsplattform währenddessen hohe Renditen an. Sie verleiten dazu, mehr Geld zu investieren oder zumindest den Trading Bot weiter seine Arbeit erledigen zu lassen.

    Wichtig: Namen im Zusammenhang mit automatisierten Trading-Betrug sind gleich oder ähnlich zu Quantum AI, Immediate Edge, Bitcoin Era. Zu Quantum AI warnt zum Beispiel auch die BaFin. Die dazugehörige Werbung verspricht Erfolgsquoten von beispielsweise 90 % sowie automatisierte Gewinne ohne Vorkenntnisse. Solche Aussagen haben mit der Realität des Tradings nichts zu tun.

    Warnsignale für unseriöse Trading-Bots

    • Es wird behauptet, die KI könne den Markt dauerhaft schlagen oder Verluste vermeiden.
    • Der Anbieter veröffentlicht keine nachvollziehbaren Backtests oder Live-Statistiken.
    • Es wird nicht erklärt, nach welcher Strategie der Bot handelt.
    • Der Bot soll angeblich auf allen Märkten gleichzeitig profitabel funktionieren (Forex, Aktien, Krypto, CFDs etc.).
    • Es gibt keine Informationen zum Entwickler, Unternehmen oder zur Regulierung des Angebots.

    Wie Trading.de Experte Andre Witzel Trading Bots einordnet:

    Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
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    Trader & Experte

    Seriöse Expert Advisors (EAs) oder Trading-Algorithmen existieren durchaus, sind aber sehr selten. Bleib hier bei etablierten Anbietern wie MetaTrader.

    Wenn ein Trading-Bot angeblich jeden Markt schlägt und Verluste praktisch ausschließt, handelt es sich um Betrug. Kein seriöser Anbieter wird jedoch dauerhaft hohe Renditen ohne Risiko versprechen.

    Lerne lieber selbst zu traden, statt auf Bots zu vertrauen. Das Risiko ist auch ohne Betrug hoch!

    6. Holy Grail Trading-Indikatoren-Betrug

    Bei der Betrugsmasche „Holy-Grail-Indikatoren“ werden Trader animiert, Kurse abzuschließen oder Trading-Plattformen zu nutzen, die diese Indikatoren führen. Sie heißen Holy Grail, weil sie vermuten lassen, dass nur dieser eine Indikator benötigt wird, um dauerhaft profitabel zu traden.

    Holy-Grail-Indikatoren werden also als wunderbare Lösungen deklariert, um bei minimalen Risiken hohe Gewinne im Trading zu erzielen. Im Zentrum der Tutorials steht immer, dass die Indikatoren ideale Ein- und Ausstiegspunkte anzeigen. Die Logik hinter dem Indikator wird in der Regel aber nicht erklärt. Dafür müssen sich Anleger dann auf bestimmten Plattformen anmelden – entweder direkt auf Fake-Trading-Plattformen oder zu Kursen, die das Geheimrezept hinter den Indikatoren erklären.

    Ein bekanntes Beispiel war das sogenannte LOA Template, das zeitweise auf YouTube für rund 5.000 Euro verkauft wurde. Nach Aussagen von Käufern bestand das System letztlich überwiegend aus frei verfügbaren Standardindikatoren, die lediglich optisch angepasst und umbenannt wurden. Der angebliche „Geheimindikator“ war somit kein neu entwickeltes Handelssystem. Die eigentliche Handelslogik war frei verfügbar, wurde jedoch als exklusives Geheimrezept vermarktet.

    Warnsignale zu Holy-Grail-Indikatoren

    • Der Indikator soll angeblich auf jedem Markt funktionieren.
    • Es werden Trefferquoten von 90 % oder mehr versprochen.
    • Die Logik hinter den Signalen wird nicht erklärt.
    • Es gibt nur Screenshots, aber keine überprüfbaren Live-Ergebnisse.
    • Hohe Einmalzahlungen oder teure Mitgliedschaften sind erforderlich.
    • Der Anbieter spricht von einem „Geheimindikator“, den professionelle Trader angeblich verstecken.
    • Verluste oder Fehlsignale werden nicht thematisiert.

    Experten-Tipp von Trading.de:

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    Aus meiner Erfahrung als Trader gibt es keinen einzelnen Indikator, der dauerhaft zuverlässige Kauf- und Verkaufssignale liefert. Selbst bekannte Werkzeuge wie RSI, MACD, VWAP oder Bollinger Bänder funktionieren nur im Zusammenspiel mit Marktstruktur, Risikomanagement und einer Handelsstrategie.

    7. Copy-Trading-Betrug

    Beim Copy-Trading-Betrug manipulieren Betrüger die Performance von Tradern oder erfinden diese vollständig, um Anleger zu Einzahlungen zu bewegen.

    Copy Trading ist ein Ansatz, bei dem Trader A einen anderen Trader B kopiert – entweder in Teilen oder jeden einzelnen Handel.

    Bei dieser Betrugsmasche wird Anlegern ein außergewöhnlich erfolgreicher Trader angezeigt, dessen Performance auf den ersten Blick beeindruckend wirkt. Dabei werden nur profitable Trades dargestellt, Verlustphasen ausgeblendet oder die gesamte Historie nachträglich manipuliert. Dadurch entsteht der Eindruck eines nahezu risikofreien Investments

    Warnsignale beim Copy Trading

    • Der zu kopierende Trader weist über Monate oder Jahre hinweg nahezu keine Verlustphasen auf.
    • Es werden nur Renditen, aber keine Drawdowns oder Risiken angezeigt.
    • Die Handelsstatistik kann nicht unabhängig überprüft werden.
    • Die Performance steigt auffällig gleichmäßig und ohne größere Schwankungen.
    • Es gibt keine Informationen zur Identität oder Historie des Traders.

    8. Gefälschte Broker-Webseiten

    Bei gefälschten Broker-Webseiten handelt es sich um einen Betrug, bei dem ein unseriöser Broker eine seriöse Broker-Webseite 1:1 kopiert und Anlegern das Gefühl gibt, sie würden beim seriösen Anbieter handeln. Aus unserer Erfahrung bei Trading.de wirken diese Seiten täuschend echt. Logos, Handelsplattformen, Kontomodelle und sogar Lizenzangaben werden teilweise 1:1 übernommen.

    Warnsignale, an denen du gefälschte Broker-Webseite erkennst

    • Einzahlungen sind nur per Kryptowährung oder Auslandsüberweisung möglich.
    • Die URL weicht leicht vom Original ab (z. B. Buchstabendreher oder zusätzliche Wörter).
    • Die Domain wurde erst vor wenigen Wochen oder Monaten registriert.
    • Das Impressum fehlt oder enthält widersprüchliche Angaben.
    • Die angegebene Lizenznummer lässt sich nicht bei der BaFin oder einer anderen Aufsichtsbehörde überprüfen.
    • Texte wirken schlecht übersetzt oder enthalten ungewöhnliche Formulierungen.

    Warnhinweise von Trading.de Experten Andre Witzel zu gefälschten Broker-Webseiten:

    Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
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    Prüfe vor jeder Einzahlung die URL, das Impressum und die Regulierung des Brokers. Bei Werbeanzeigen über Google, Instagram oder Facebook solltest du niemals davon ausgehen, automatisch auf der offiziellen Webseite eines Brokers gelandet zu sein. Suche die Webseite immer über Google und checke Rezensionen auf unabhängigen Webseiten!

    9. Account-Management-Betrug

    Beim Account-Management-Betrug überlassen Anleger einem vermeintlichen Profi-Trader oder Vermögensverwalter die Kontrolle über ihr Handelskonto. Die Betrüger versprechen dabei oft hohe monatliche Renditen bei geringem Risiko und bieten an, den Handel vollständig zu übernehmen. Das sind weitere Köderversprechen:

    • „Wir handeln für dich, du musst nichts machen.“
    • „10 % bis 20 % Rendite pro Monat sind realistisch.“
    • „Unsere Experten übernehmen das komplette Risiko-Management.“
    • „Du brauchst keine Trading-Kenntnisse.“
    • „Wir verdienen nur, wenn du Gewinne machst.“

    Der Betrug variiert: Manche Täter eröffnen extrem riskante Positionen, bis das Konto durch Verluste leergeräumt ist. Andere transferieren Gelder über Gebühren, Auszahlungen oder angebliche Investitionen auf fremde Konten. Besonders problematisch wird es, wenn Anleger dem Anbieter zusätzlich Fernzugriff über Programme wie AnyDesk oder TeamViewer gewähren. Dadurch können Betrüger teilweise direkt auf Bank- oder Trading-Konten zugreifen.

    Warnsignale für Account-Management-Betrug:

    • Kommunikation ausschließlich über Telegram oder WhatsApp
    • Aufforderung zur Installation von Fernwartungssoftware
    • Fehlende Unternehmensangaben oder Regulierung
    • Direkte Überweisungen auf Privatkonten oder Krypto-Wallets
    • Abfrage von persönlichen Kontoinformationen

    Expertentipp von Trading.de:

    Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
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    Für die gewerbliche Verwaltung fremden Vermögens oder für das Treffen von Anlageentscheidungen für Kunden ist in Deutschland eine behördliche Erlaubnis notwendig. Finanzportfolioverwaltung ohne Erlaubnis verstößt gegen § 1 Kreditwesengesetz (KWG). Prüfe immer, ob der Anbieter über die erforderlichen Genehmigungen verfügt.

    10. Recovery-Scam-Betrug

    Ein Recovery Scam ist eine Betrugsmasche, bei der Betrüger Personen kontaktieren, die bereits Opfer eines Trading-Betrugs geworden sind. Die Täter geben sich dabei als Anwälte, Ermittler, Finanzaufsichtsbehörden oder spezialisierte Rückholfirmen aus und versprechen, das verlorene Geld zurückzubringen.

    Die Betrüger verfügen oft bereits über Informationen zum ursprünglichen Betrugsfall. Dadurch wirken die Kontaktaufnahmen glaubwürdig und viele Opfer glauben, endlich Hilfe gefunden zu haben. Die Täter nutzen hier die Verzweiflung von Menschen aus, die bereits Geld verloren haben und hoffen, ihre Verluste doch noch zurückzubekommen.

    Warnsignale für Recovery Scams

    • Unaufgeforderte Kontaktaufnahme nach einem Betrugsfall
    • Garantien zur Rückholung des verlorenen Geldes
    • Vorauszahlungen für Ermittlungen oder Anwaltskosten
    • Fehlende Nachweise über die angebliche Rückholung

    Zusammenfassung der Erfahrungen unseres Trading.de Experten:

    Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
    Andre Witzel
    Trader & Experte

    Seriöse Behörden, Banken oder Finanzaufsichten kontaktieren Opfer nicht ungefragt mit dem Versprechen, verlorenes Geld zurückzuholen. Wenn du nach einem Betrugsfall plötzlich Hilfe angeboten bekommst, sei vorsichtig und suche dir immer selbst einen Anwalt.

    11. Fake-Trading-Guru-Coaching-Betrug

    Fake-Trading-Guru-Coaching-Betrug bezeichnet Schulungsangebote, bei denen vermeintliche Trading-Experten mit unrealistischen Gewinnversprechen werben, um teure Kurse, Mentorings oder Mitgliedschaften zu verkaufen.

    Die Kurse kosten häufig mehrere hundert bis mehrere tausend Euro. Nicht selten werden Preise zwischen 1.000 und 10.000 Euro aufgerufen. Nach dem Kauf erhalten Teilnehmer jedoch oft lediglich frei verfügbare Grundlagen, Standardindikatoren oder oberflächliche Strategien, die keinen erkennbaren Mehrwert bieten.

    Was aber unterscheidet unseriöse Trading-Ausbildungen von Bildung?

    Seriöses Trading-CoachingGuru-Scam
    Spricht offen über Risiken und VerlusteVerspricht schnellen Reichtum
    Zeigt nachvollziehbare HandelsbeispieleZeigt nur Gewinne und Luxus
    Klare Preise und LeistungenStändige Upsells und Zusatzkäufe
    Fokus auf LernprozessFokus auf Lifestyle
    Realistische ErwartungenUnrealistische Gewinnversprechen
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    Woran erkennt man Online-Trading-Betrugsmaschen?

    Laut Bundeskriminalamt gibt es 4 Warnzeichen, die auf Online-Trading-Betrugsmaschen hinweisen:

    1. Betrüger locken Investoren mit „sehr guten Gewinnchancen“.
    2. Betrüger hegen ausführlichen Kontakt zu ihren Opfern und geben sich als Finanzexperten aus. Dabei bauen sie eine emotionale Bindung auf und drängen anschließend Anleger zum Investieren.
    3. Den Investoren werden dann beeindruckende Gewinne angezeigt, die sie selbst erwirtschaftet haben. Ziel ist es, dass Anleger weiteres Geld im Konto kapitalisieren.
    4. Der Betrug fällt erst auf, wenn Anleger ihr Geld auszahlen möchten.

    Die Vorgehensweise ist dabei immer ähnlich: Zunächst werden Hoffnungen auf hohe Gewinne geweckt. Anschließend bauen die Betrüger über Telefonate, Messenger-Dienste oder E-Mails eine persönliche Beziehung auf. Die manipulierte Handelsplattform zeigt daraufhin scheinbar erfolgreiche Trades und steigende Kontostände. Ziel ist es, dass Anleger immer höhere Beträge investieren.

    Fällt der Betrug bei der nicht funktionierenden Auszahlung auf, reagieren Betrüger auf 3 Weisen:

    1. Sie vertrösten die Anleger und versprechen, dass das Geld bald ausgezahlt wird (oder der Auszahlungsbetrag steht auf Pending).
    2. Niemand reagiert und der Anleger kann nicht mehr auf sein Konto zugreifen.
    3. Die Betrüger sagen, dass die Auszahlung nur durchgeht, wenn nochmals Geld investiert wird.

    Gerne nutzen Betrüger auch Fachjargon, um seriöser zu wirken. im Krypto-Bereich nutzen Betrüger zum Beispiel „Blockchainsprech“. Anleger erhalten E-Mails oder Anrufe mit Begriffen wie „Smart Contract Audit“, „Liquidity Unlock“ oder „Blockchain Verification Fee“.

    Wie wahrscheinlich ist es, Opfer von Trading Betrug zu werden?

    So hoch sind die Chancen, mit diesen 11 Betrugsmaschen Geld zu verlieren:

    • Trading-Werbung mit Prominenten – Hohes Risiko
    • Pyramidensysteme im Forex Trading – Sehr hohes Risiko
    • Trading bei unregulierten Brokern – Durchschnittliches Risiko
    • PAMM/MAM-Forex-Account – Sehr hohes Risiko
    • Automatisierte Forex-Trading-Roboter – Sehr hohes Risiko
    • Holy-Grail-Indikatoren – Mittleres Risiko
    • Copy-Trading-Betrug – Mittleres Risiko
    • Gefälschte Broker-Webseiten – Hohes Risiko
    • Account Management – Geringes Risiko
    • Recovery-Betrug – Hohes Risiko
    • Trading Coachings – Geringes Risiko

    Die Gefahr, Opfer von Online-Trading-Betrug zu werden, ist heute höher als noch vor wenigen Jahren. Betrüger nutzen professionelle Webseiten, KI-generierte Videos, gefälschte Broker-Lizenzen und täuschend echte Handelsplattformen, die für viele Anleger kaum von seriösen Angeboten zu unterscheiden sind.

    Unter anderem warnt die BaFin: Betrugsmaschen werden immer professioneller – so professionell, dass sie jeden treffen können. Nicht nur Plattformen, sondern auch Regulierungen werden im Rahmen der Betrugsmaschen gefaket, beispielsweise warnte die BaFin vor der angeblichen Regulierungsbehörde EFISO, die keine ist.

    Was kann man bei einem Trading Betrug tun?

    Wenn du selbst Opfer von Trading Betrug geworden bist oder es vermutest, kannst du folgende Schritte unternehmen:

    • Sperre sofort deine Konten und versuche das Geld auszuzahlen
    • Nimm bei Bedarf Kontakt zu Banken und Zahlungsdienstleistern auf, um Konten sofortig zu sperren oder laufende Zahlungen zu stornieren
    • Dokumentiere sämtliche Informationen, die du zu dem Anbieter hast
    • Kontaktiere Finanzbehörden, die vor den Betrügern warnen
    • Melde den Betrugsfall bei der Polizei
    • Konsultiere einen Anwalt

    Wichtig ist an dieser Stelle Ruhe zu bewahren und gleichzeitig augenblicklich zu handeln. Neben der Polizei sind die eigene Bank und ein Anwalt die relevantesten Personen, die du kontaktieren solltest. Konfrontiere im Idealfall die Betrüger nicht sofort selbst, um mögliche Beweisdaten weiter sammeln zu können.

    Hierzu haben wir auch ein Video gedreht:

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    Kann ein Broker Geld stehlen?

    Ja, ein Broker kann auch Geld stehlen. Wir haben Methoden identifiziert, mit denen unseriöse Broker Anleger benachteiligen können:

    • Verzögerte oder verweigerte Auszahlungen: Seriöse Broker bearbeiten Auszahlungsanfragen in der Regel innerhalb von 24 bis 72 Stunden. Unseriöse Anbieter verschieben Auszahlungen dagegen oft über Wochen oder Monate und verlangen zusätzliche Gebühren oder Nachzahlungen.
    • Manipulierte Kurse und Slippage: In schweren Betrugsfällen können Broker manipulierte Kursdaten anzeigen oder Orders bewusst schlechter ausführen. Werden Trades beispielsweise regelmäßig nur 1 bis 2 Pips schlechter ausgeführt als marktüblich, können mehrere hundert oder sogar tausend Euro zusätzliche Kosten entstehen.
    • Versteckte Gebühren: Manche Anbieter werben mit günstigen Konditionen, berechnen später jedoch hohe Inaktivitätsgebühren, Auszahlungsgebühren oder ungewöhnlich hohe Finanzierungskosten.

    Tipp: Aus unserer Erfahrung bei Trading.de sind Auszahlungsprobleme meist das deutlichste Warnsignal. Bei BaFin- oder ESMA-regulierten Brokern ist die Gefahr gering bis kaum vorhanden, da Kundengelder getrennt vom Unternehmensvermögen verwahrt werden und umfangreiche regulatorische Vorgaben gelten.

    Warum steigert Social Media die Betrugsfälle im Trading?

    Social Media steigert die Betrugsfälle im Trading, da Betrüger auf den Plattformen innerhalb weniger Stunden Tausende potenzielle Opfer erreichen und mit professionellen Inhalten Vertrauen aufbauen, ohne jemals persönlichen Kontakt gehabt zu haben. Aus unserer Erfahrung bei Trading.de beginnen viele Betrugsfälle mittlerweile auf Instagram, TikTok, Telegram oder WhatsApp.

    Das sind Gründe:

    • Einfacher Zugang zu potenziellen Opfern: Mit gekauften Followern, viralen Reels und bezahlten Werbeanzeigen erreichen Betrüger innerhalb kurzer Zeit eine große Zielgruppe.
    • Beeindruckende, aber gefälschte Erfolgsstories: Oftmals zeigen sie „Erfolge“, die in Wahrheit manipulierte Bilder oder Videomontagen sind, um Vertrauen zu gewinnen.
    • Direkte Kommunikation über Messaging: Auf Telegram und in privaten Facebook-Gruppen lassen sich betrügerische Angebote leicht verbreiten.
    • Influencer-Marketing und Prominente: Auf Plattformen wie Instagram und TikTok werben scheinbare Influencer oder Prominente für schnelle Gewinne und einfache Investments, die oft betrügerische Angebote sind.

    Trading Betrug durch Wahl eines regulierten Brokers minimieren

    Betrugsrisiken minimieren sich bei Wahl eines regulierten Online Brokers. Beaufsichtigte Broker unterliegen den Kontrollen der Finanzaufsichtsbehörden der jeweiligen Länder. Sie prüfen, ob der Broker Fairness gegenüber dem Wettbewerb einhält, Preise transparent kommuniziert und allgemeine Rechte einhält. Insbesondere europäisch regulierte Broker bieten Tradern aus Deutschland einen hohen Schutz. Sie halten sich an die ESMA-Bestimmungen, die insbesondere Anleger schützen.

    So prüfst du einen Broker vor der Einzahlung auf Seriosität:

    • Suche auf der Webseite nach der Lizenznummer und dem regulierten Unternehmen.
    • Prüfe die Angaben direkt in der Datenbank der zuständigen Aufsichtsbehörde.
    • Vergleiche die angegebene Webseite mit der registrierten Domain des Unternehmens.
    • Lies unabhängige Erfahrungsberichte und Bewertungen.

    Dennoch ist Vorsicht weiter geboten: In seltenen Fällen handelt es sich auch bei vermeintlich regulierten Brokern um Betrug. Neben der Regulierung können sich Anleger vorab auf Bewertungsplattformen, in Foren oder auf Broker-Review-Seiten über Anbieter informieren und so ein Gefühl dafür bekommen, ob der Anbieter eine sichere Partie ist.

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    Fazit: Cyber Scams im Trading häufen sich

    Betrugsmaschen im Trading unterscheiden sich zwar in der Abwicklung, die Merkmale und Mechanismen hinter den Fällen sind allerdings alle ähnlich aufgebaut. Betrüger spielen mit den Hoffnungen ihrer Opfer und halten sie so lange aufrecht, bis die Opfer selbst auf den Betrug aufmerksam werden.

    Wenn ein Angebot zu gut klingt, um wahr zu sein, ist es das in den meisten Fällen auch. Das sind die für uns wichtigsten Kriterien, wenn du ein Angebot auf Betrug prüfst.

    • Prüfe die Regulierung eines Brokers immer direkt bei der zuständigen Aufsichtsbehörde.
    • Sei skeptisch bei garantierten Gewinnen oder außergewöhnlich hohen Renditeversprechen.
    • Überweise niemals zusätzliche Gebühren, um Guthaben oder Gewinne auszahlen zu lassen.
    • Hinterfrage Trading-Angebote aus Social Media, Messenger-Gruppen oder von vermeintlichen Finanzexperten.
    • Dokumentiere verdächtige Vorgänge frühzeitig und handle schnell, wenn du einen Betrug vermutest.

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      FAQs – Häufige Fragen und Antworten zu Betrugsmaschen im Trading:

      Was sind Anzeichen von Trading-Betrug?

      Warnzeichen von Trading-Betrug sind garantierte oder hohe Gewinnversprechen, eine zu hohe Schlagzahl an persönlichem Kontakt, Aufforderungen Geld im Broker-Konto einzuzahlen oder das Versprechen, über Nacht reich zu werden.

      Wie schütze ich mich vor Trading-Betrug?

      Die Wahl eines regulierten Brokers schützt vor Trading-Betrug. Auch Bewertungen im Internet geben einen Ausblick, wie seriös ein Broker sein könnte.

      Welche Strafen drohen Trading-Betrügern?

      Trading-Betrug ist eine Straftat und kann je nach Fall als Betrug, Kapitalanlagebetrug oder organisierte Kriminalität verfolgt werden. Die Täter müssen mit hohen Geldstrafen oder Freiheitsstrafen rechnen.

      Sollte ich einen Trading-Betrug bei der BaFin melden?

      Ja. Die BaFin kann zwar kein verlorenes Geld zurückholen, sammelt jedoch Hinweise zu unseriösen Anbietern und veröffentlicht Warnmeldungen. Dadurch kannst du andere Anleger schützen.

      Andre Witzel
      Andre Witzel hat über 10 Jahre Erfahrungen im Trading und ist der Gründer von Trading.de. Als Experte, Coach in der Trading.de Ausbildung und Trader teilt seine Strategien und Methoden mit seinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps zum erfolgreichen Handel geben.
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