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High Frequency Trading (HFT) ist der Hochfrequenzhandel, eine Unterart des algorithmischen Handels, bei der durch technische Mittel Trading Strategien implementiert werden, sodass Trades automatisch und blitzschnell ablaufen.

High Frequency bedeutet beim Hochfrequenzhandel, dass eine große Anzahl von Trades innerhalb kurzer Zeit vorgenommen wird, um durch viele kleine Preisbewegungen einen Gewinn zu erwirtschaften. Für die hohe Handelsfrequenz benötigt HFT Zugang zu Marktdaten in Echtzeit.

High Frequency Trading findet hauptsächlich mit hochliquiden Finanzinstrumenten statt, zum Beispiel mit CFDs, Futures und Optionen. Der Devisenhandel ist zum Beispiel ein Markt, der stark von HFT geprägt ist, wie bereits im Jahr 2011 der Bericht „High-frequency trading in the foreign exchange market” zeigte, der von der Bank for International Settlements herausgegeben wurde.

Im Wesentlichen funktioniert High Frequency Trading, indem man die Latenz so weit wie möglich reduziert und anschließend Börsendaten von einem algorithmischen Computersystem empfangen und analysieren lässt. Wichtige Strategien beim Hochfrequenzhandel sind zum Beispiel statistische Arbitrage und Market Making.

Zu den wichtigsten Vorteilen von High Frequency Trading zählen unter anderem der Effekt einer höheren Liquidität, die hohe Geschwindigkeit und die Automatisierung. Zu den größten Risiken von HFT gehören nicht zuletzt eine vergleichsweise geringe Transparenz, Konsequenzen bei Verstößen gegen regulatorische Vorgaben und eine erhöhte Volatilität.

Beim High Frequency Trading entstehen Kosten für die Finanzierung, zum Beispiel in Form von Transaktionskosten und vor allem für hochleistungsfähige Hardware und Co-Location. Auf Gewinne aus dem Hochfrequenzhandel fallen gegebenenfalls unterschiedliche Steuern an.

Wir von Trading.de bieten hochwertige Coachings an, in denen die Teilnehmer erlernen, grundlegende Trading Prinzipien bei ihren eigenen Trades, beispielsweise im HFT, optimal anzuwenden.

Im Folgenden erklären wir umfassend, was genau High Frequency Trading ist.

Was ist High Frequency Trading?

High Frequency Trading ist die Bezeichnung für den Teil des Algorithmic Tradings, der durch ein hohes Handelsvolumen, eine kurze Haltedauer und zahlreiche Aktualisierungen der Aufträge gekennzeichnet ist. HFT ist eine spezialisierte Form des algorithmischen Handels und ein zentraler Bestandteil moderner Finanzmärkte.

High Frequency Trading ist eine Optimierung des Kaufs und Verkaufs von Wertpapieren an globalen, digital vernetzten Märkten. Der Hochfrequenzhandel ist ein automatisierter Handelsansatz und stellt ein relativ neues technisches Wertpapiertransaktionsverfahren dar, mit dem sich bei richtiger Anwendung hohe Gewinne erzielen lassen.

High Frequency Trading ist durch eine sehr hohe Geschwindigkeit gekennzeichnet. Die meisten Trades werden beim Hochfrequenzhandel innerhalb weniger Mikrosekunden durchgeführt. Typischerweise beträgt die Reaktionszeit beim High Frequency Trading zum Beispiel nur etwa 5 bis 10 Mikrosekunden, also 5 bis 10 Millionstel einer Sekunde. Das zeigt die Studie „Quantifying the high-frequency trading “arms race” (BIS)” von Matteo Aquilina et. al., die im Jahr 2022 von der Bank of International Settlements veröffentlicht wurde.

Die hohe Geschwindigkeit wird bei HFT unter anderem durch hochleistungsfähige Hardware und Software sichergestellt. Algorithmen nehmen die Trades beim High Frequency Trading automatisch und blitzschnell vor.

High Frequency Trading ist eine sehr anspruchsvolle Art des Handels, da enorme technische, finanzielle und fachliche Anforderungen bestehen. Beim High Frequency Trading  ist zu beachten, dass sich HFT wegen der hohen Anforderungen fast ausschließlich für professionelle Trader wie Unternehmen und Institutionen eignet.

High Frequency Trading ist ein wesentlicher Faktor in den globalen Finanzmärkten. In Europa wird der Anteil des Hochfrequenzhandels auf dem Aktienmarkt auf etwa 24 bis 43 % geschätzt. In den USA wird der Anteil von HFT auf dem Aktienmarkt auf über 50 % geschätzt.

Was High Frequency Trading ist und wie es funktioniert erklärt Andre Witzel im folgenden Video:

Wie funktioniert High Frequency Trading?

High Frequency Trading funktioniert, indem man zunächst die Latenz optimiert und anschließend Börsendaten vom System empfangen und analysieren lässt. Das HFT-System handelt Wertpapiere automatisch und blitzschnell und überwacht und schließt Orders basierend auf der festgelegten Strategie.

Grundsätzlich funktioniert High Frequency Trading, indem man eine automatisierte Handelsstrategie festlegt, durch die automatisierte Transaktionen ermöglicht werden. Transaktionen werden bei HFT durch komplexe Algorithmen von Hochleistungsrechnern realisiert.

In der folgenden Anleitung zeigen wir in 5 Schritten, wie High Frequency Trading funktioniert.

1. Niedrige Latenz optimieren

Im ersten Schritt wird beim High Frequency Trading eine niedrige Latenz optimiert. Eine möglichst niedrige Latenz ist beim High Frequency Trading entscheidend, da das System Handelsentscheidungen innerhalb weniger Mikrosekunden treffen muss.

Für die Optimierung der Latenz sind hochleistungsfähige Computer- und Serversysteme notwendig. Eine einfache Internetverbindung, wie sie die meisten Privatmenschen haben, reicht für HFT unserer Erfahrung nach nicht aus.

Die meisten Server, über die High Frequency Trading stattfindet, stehen in unmittelbarer Nähe zu jener Börse, an der gehandelt wird, um die Zeit für Signalübertragungen so weit wie möglich zu reduzieren. HFT ist nicht möglich, wenn ein Signal aus der Börse erst um den halben Globus reisen muss.

Die Latenz spielt beim High Frequency Trading eine entscheidende Rolle. Vor allem kommt es bei HFT darauf an, eine niedrigere Latenz zu haben als die Konkurrenz. Das belegt die Studie „The Importance of Low Latency to Order Book Imbalance Trading Strategies” von David Byrd et. al., die im Jahr 2020 erschien.

Die Optimierung der Latenz auf ein für High Frequency Trading geeignetes Niveau ist für die allermeisten Privatanleger nicht möglich, weil dafür eine extrem hochwertige IT-Infrastruktur geschaffen werden muss. Die für HFT notwendige IT-Infrastruktur lässt sich fast nur von professionellen Anlegern wie Banken, Versicherungen und Unternehmen einrichten.

2. Börsendaten empfangen und analysieren

Im zweiten Schritt  empfängt und analysiert das System beim High Frequency Trading Börsendaten. Das HFT-System analysiert zum Beispiel Bid- und Ask-Preise, das Handelsvolumen und den Spread. Basierend auf den analysierten Daten erhält das System durch die programmierte Trading Strategie Signale, die zu Handelsentscheidungen führen.

Herkömmliche Standard Hardware und Software sind für die Datenverarbeitung beim High Frequency Trading ungeeignet. Die Server stehen direkt in den Colocation Rechenzentren an der jeweiligen Börse. Moderne HFT Setups nutzen FPGA Chips (Field Programmable Gate Arrays). FPGA Chips verarbeiten Handelsalgorithmen in Mikro- oder Nanosekunden. Die Anbindung an die Börse erfolgt über einen direkten Marktzugang und schnelle Kommunikationsschnittstellen, wie zum Beispiel das FIX Protokoll (Financial Information eXchange).

3. Wertpapiere computerbasiert, vollautomatisch und blitzschnell handeln

Im dritten Schritt werden beim High Frequency Trading Wertpapiere computerbasiert, vollautomatisch und blitzschnell gehandelt. Das System führt beim High Frequency Trading sämtliche Trades automatisch durch und das innerhalb von Sekundenbruchteilen. Die Geschwindigkeit und das Volumen der Trades übersteigen bei HFT deutlich das, wozu ein Mensch manuell in der Lage wäre. 

4. Order überwachen

Der vierte Schritt ist beim High Frequency Trading die Überwachung der Order. Ausgeführte Orders werden vom HFT-System kontinuierlich geprüft. Entscheidend bei der Überwachung der Order ist vor allem, ob sich der Markt verändert hat und ob durch eine mögliche Veränderung die Schließung einer oder mehrerer Orders notwendig wird.

5. Order schließen

Im fünften Schritt schließt das System beim High Frequency Trading eine Order basierend auf vorher festgelegten Parametern. Vorher festgelegte Parameter für die automatische Schließung einer Order können zum Beispiel angepeilte Gewinne oder maximal erlaubte Verluste sein.

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Mein Tipp: Lege Einstiegs- und Ausstiegswerte vorab fest und hinterlege Stop-Loss und Take-Profit Orders.

High Frequency Trading Strategien

Die wichtigsten High Frequency Trading Strategien sind die statistische Arbitrage, Market Making, Front Running und die Momentum-Strategie. Quote Stuffing und Spoofing sind illegale High Frequency Trading Strategien, die nicht angewendet werden sollten. Praktisch werden sie in abgewandelter Form genutzt, um Orderbücher zu manipulieren.

Alle High Frequency Trading Strategien erfordern eine unmittelbare Ausführung der Trades sowie schnelle Reaktionen im Fall von Kursveränderungen, um Verluste zu vermeiden.

Die folgende Liste fasst die wesentlichen High Frequency Trading Strategien zusammen.

  • Statistische Arbitrage: Die Statistische Arbitrage ist eine High Frequency Trading Strategie, bei der Preisdifferenzen zwischen mindestens 2 Finanzinstrumenten ausgenutzt werden, die sich statistisch gegenseitig beeinflussen. Das HFT-System nimmt bei der Statistischen Arbitrage an, dass sich die Preise der Finanzinstrumente durch kurzfristige Fehlbewertungen voneinander entfernen, und erwartet eine baldige Wiederangleichung. Das System erstellt gleichzeitig eine Kauf- und eine Verkaufsposition, um von der erwarteten Preisangleichung zu profitieren.
  • Market Making: Market Making ist eine High Frequency Trading Strategie, bei der das System laufend Kauf- und Verkaufspositionen für ein bestimmtes Finanzinstrument stellt, sodass durch die Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis ein Gewinn erwirtschaftet wird. Das HFT-System benötigt beim Market Making eine sehr hohe Reaktionsgeschwindigkeit, um unmittelbar auf Marktveränderungen zu reagieren und dadurch hohe Verluste zu vermeiden. Market Making erhöht aufgrund des kontinuierlichen und hochfrequenten Handels die Liquidität des Markts, sodass andere Händler zum sofortigen Handel befähigt werden.
  • Front Running: Front Running ist eine High Frequency Trading Strategie, bei der das HFT-System mögliche Marktveränderungen sowie die Trades anderer Händler vorhersieht und ihnen zuvorkommt. Durch das Vorhersehen der Trades anderer Händler bringt man sich am Markt in eine vorteilhafte Position. Front Running ist eine umstrittene HFT-Strategie, da sie von vielen Marktteilnehmern und Experten als unfair betrachtet wird. Front Running ist illegal, wenn man für die Strategie Insiderinformationen oder unfaire Zugänge zu Marktdaten nutzt.
  • Momentum-Strategie: Die Momentum-Strategie ist eine High Frequency Trading Strategie, bei der man davon ausgeht, dass Kursänderungen zumindest kurzfristig anhalten, sodass man so lange Positionen entsprechend der Kursänderung eröffnet, bis sich eine Wende andeutet. Bei der Momentum-Strategie im Hochfrequenzhandel schließt das System automatisch Positionen, sobald es erkennt, dass das Momentum nachlässt.
  • Quote Stuffing: Das Quote Stuffing ist eine High Frequency Trading Strategie, bei der in kurzer Zeit zahlreiche Positionen eröffnet und wieder storniert werden, um andere Marktteilnehmer zu verwirren und ihre Systeme zu verlangsamen. Quote Stuffing ist Marktmanipulation und daher illegal.
  • Spoofing: Spoofing ist eine High Frequency Trading Strategie, bei der sehr große Orders ohne echte Tradingabsicht erstellt werden, um dadurch andere Marktteilnehmer zu fehlgeleiteten Handelsentscheidungen zu bewegen. Spoofing ist wie Quote Stuffing Marktmanipulation und deshalb illegal.

Welche Broker bieten High Frequency Trading an?

GBE Brokers und BlackBull Markets bieten High Frequency Trading an. Beide Broker garantieren einen API Zugang und eine schnelle Ausführung im Interbankenmarkt.

Broker:
Vorteile:
Bewertung:
Das Angebot:
Broker:
1. GBE Brokers
GBE Brokers logo
Vorteile:
  • Streng regulierter Broker
  • Hebel bis 1:30 & Spreads ab 0,0 Pips
  • TradingView verfügbar
  • Kostenloses Demokonto
  • Zuverlässiger Kundensupport
  • Einlagensicherung 20.000€ bis 300.000€
  • Negativsaldoschutz
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Broker:
2. BlackBull Markets
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Vorteile:
  • Spreads ab 0,0 Pips
  • Niedrige Kommissionen
  • Direkte ECN Ausführung
  • TradingView, cTrader, MT4/MT5
  • Regulierung durch FMA (Neuseeland)
  • Über 26.000 Märkte
Bewertung:
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GBE Brokers

GBE Brokers eignet sich für High Frequency Trading vor allem durch seine schnelle Orderausführung und den verfügbaren API-Zugang. Der Broker erlaubt Algo Trading und unterstützt MT4 und MT5. Zudem bietet er eine stabile API-Schnittstelle, die sich für die Entwicklung automatisierter Strategien eignet. GBE Brokers ist besonders für algorithmisch orientierte Trader attraktiv.

Vorteile von GBE Brokers im Überblick sind:

  • Broker mit schneller Ausführung
  • API-Zugang für automatisierten Handel
  • Erlaubt Algo Trading
  • Kompatibilität mit MT4/MT5
  • Regulierung durch die CySEC

BlackBull Markets

High Frequency Trading lässt sich bei BlackBull Markets durch niedrige Latenz und API-Schnittstellen umsetzen. Der neuseeländische Broker richtet sich besonders an fortgeschrittene Trader und ist für schnelle Orderausführung bekannt. BlackBull Markets unterstützt MT4/MT5 und bietet API Zugänge für eigene Trading Bots oder externe Tools.

Vorteile von BlackBull Markets im Überblick sind:

  • Broker mit schneller Ausführung
  • Hochmoderne API-Integration
  • Erlaubt Algo Trading
  • Unterstützung für MT4/MT5
  • Niedrige Spreads und schnelle Orderabwicklung

Vorteile und Risiken von High Frequency Trading

Die wichtigsten Vorteile von High Frequency Trading sind eine erhöhte Liquidität, die hohe Geschwindigkeit und die Automatisierung. Die größten Risiken von High Frequency Trading sind eine geringere Transparenz, Konsequenzen bei Verstößen gegen Regulatorik und eine erhöhte Volatilität.

Ein wesentlicher Vorteil von High Frequency Trading sind zum Beispiel engere Spreads, wie die Studie „The Impacts of Automation and High Frequency Trading on Market Quality” von Robert Litzenberger et. al. zeigt, die 2012 im Fachmagazin Annual Review of Financial Economics veröffentlicht wurde.

Die folgende Tabelle zeigt die hauptsächlichen Vorteile und Risiken von High Frequency Trading auf einen Blick.

High Frequency Trading Vorteile

  • HFT sorgt für höhere Liquidität
  • HFT hat Geschwindigkeitsvorteil
  • Der Hochfrequenzhandel läuft automatisiert ab
  • HFT bietet große Anzahl von Handelsmöglichkeiten
  • High Frequency Trading ermöglicht engere Spreads
  • Bei HFT lassen sich günstige Gelegenheiten nutzen, die nur für eine sehr kurze Zeit bestehen
  • HFT sorgt für eine schnelle Preisfindung
  • HFT bietet Arbitrage Möglichkeiten
  • High Frequency Trading ermöglicht technologische Innovation
  • Der Hochfrequenzhandel ermöglicht effektive Risikodiversifikation
  • Keine emotionalen Entscheidungen bei HFT

High Frequency Trading Risiken

  • HFT hat geringere Transparenz als andere Trading Möglichkeiten
  • Bei Verstößen gegen regulatorische Kontrollen entstehen beim High Frequency Trading Konsequenzen
  • Beim Hochfrequenzhandel besteht erhöhte Volatilität
  • Bei HFT sind technische Fehler möglich
  • Beim High Frequency Trading besteht die Möglichkeit des Systemausfalls
  • Kleinste Mängel können beim Hochfrequenzhandel große Nachteile bringen
  • High Frequency Trading ermöglicht Marktmanipulation
  • Beim Hochfrequenzhandel bestehen hohe Anschaffungskosten
  • High Frequency Trading wird von manchen Tradern als unfair betrachtet

In den beiden folgenden Abschnitten stellen wir die wichtigsten Vorteile und Risiken von High Frequency Trading genauer vor.

Vorteile von High Frequency Trading

Die größten Vorteile von High Frequency Trading sind, dass HFT für höhere Liquidität sorgt, eine hohe Geschwindigkeit hat und automatisch abläuft. HFT bietet eine große Anzahl von Handelsmöglichkeiten, sorgt für engere Spreads und ermöglicht das Nutzen von nur kurz anhaltenden, aber sehr günstigen Handelsgelegenheiten.

High Frequency Trading bietet Vorteile wie eine schnelle Preisfindung, Arbitrage Möglichkeiten und technologische Innovationen. Der Hochfrequenzhandel bewirkt eine effektive Risikodiversifikation. Bei HFT werden keine emotionalen Handelsentscheidungen getroffen.

Nachfolgend präsentieren wir die wichtigsten Vorteile von High Frequency Trading im Detail.

  • HFT sorgt für höhere Liquidität: Ein wesentlicher Vorteil von High Frequency Trading ist, dass diese Art des Handels eine erhöhte Marktliquidität bringt. Insbesondere HFT-Firmen haben einen besseren Zugang zu Liquidität. Die erhöhte Liquidität am Markt durch HFT bewirkt, dass andere Händler leichter eine Gegenseite für ihre Positionen finden.
  • HFT hat Geschwindigkeitsvorteil: HFT hat einen signifikanten Geschwindigkeitsvorteil gegenüber herkömmlichen Trading Möglichkeiten. HFT-Trades laufen innerhalb von Mikrosekunden ab. Beim HFT wird blitzschnell auf Marktveränderungen reagiert, um Verluste zu vermeiden.
  • Der Hochfrequenzhandel läuft automatisiert ab: Besonders praktisch beim High Frequency Trading ist, dass es fast vollständig automatisiert abläuft. Nach der Einrichtung des Systems und der Festlegung der Strategie operieren HFT-Systeme eigenständig und erfordern keine weiteren Inputs des Menschen. Erst wenn die Strategie geändert werden soll, ist ein manueller Eingriff notwendig.
  • HFT bietet eine große Anzahl von Handelsmöglichkeiten: Beim HFT lässt sich eine große Anzahl von Handelsmöglichkeiten innerhalb kurzer Zeit realisieren. Beim High Frequency Trading werden oft tausende von Trades innerhalb eines einzelnen Tages abgeschlossen. Der Mensch ist manuell nicht in der Lage, ein ähnlich hohes Niveau an Trades zu erreichen.
  • High Frequency Trading ermöglicht engere Spreads: High Frequency Trading ermöglicht engere Spreads, da mehr Wettbewerb und Liquidität erreicht werden. Spreads sind die Spanne zwischen Kauf- und Verkaufspreis und stellen die Transaktionskosten beim Trading dar. HFT bewirkt also geringere Tradingkosten.
  • Bei HFT lassen sich günstige Gelegenheiten nutzen, die nur für eine sehr kurze Zeit bestehen: HFT ermöglicht die Ausnutzung besonders günstiger und profitabler Gelegenheiten, die nur für kurze Zeit bestehen, da die Reaktionszeiten beim Hochfrequenzhandel sehr gering sind. Beim High Frequency Trading lassen sich Handelsgelegenheiten ergreifen, die für einen Menschen nicht möglich wären.
  • HFT sorgt für eine schnelle Preisfindung: HFT bietet den Vorteil, dass es für eine schnellere Preisfindung sorgt, indem neue Informationen innerhalb kürzester Zeit in den Preisen verarbeitet werden.
  • HFT bietet Arbitrage Möglichkeiten: Beim High Frequency Trading gibt es lukrative Arbitrage Möglichkeiten, da sich Preisdifferenzen zwischen unterschiedlichen Märkten effektiv nutzen lassen. Preisdifferenzen werden beim HFT automatisch erkannt und gehandelt, was zu signifikanten Gewinnen führen kann.
  • High Frequency Trading ermöglicht technologische Innovation: HFT ermöglicht technologische Innovationen, da der Wettbewerb durch High Frequency Trading gefördert wird. Technologische Innovationen führen potentiell zu einer verbesserten Infrastruktur der Finanzmärkte.
  • Der Hochfrequenzhandel ermöglicht effektive Risikodiversifikation: Beim High Frequency Trading profitieren Trader von einer effektiven Risikodiversifikation, da das Risiko über viele verschiedene Trades gestreut wird. Risikodiversifikation ist sehr wichtig beim Trading, um hohe Verluste zu vermeiden.
  • Keine emotionalen Entscheidungen bei HFT: Ein nicht zu vernachlässigender Vorteil von High Frequency Trading ist, dass bei dieser Art des Handels keine emotionalen Entscheidungen getroffen werden, da alle Handelsentscheidungen von einem Algorithmus getroffen werden. Emotionale Entscheidungen sind für manuell handelnde Menschen beim Trading ein großer Risikofaktor und können die Rendite maßgeblich beeinträchtigen.

Risiken von High Frequency Trading

Die größten Risiken von High Frequency Trading sind, dass bei HFT eine geringere Transparenz als bei anderen Trading Möglichkeiten besteht, dass bei Verstößen gegen regulatorische Kontrollen erhebliche Konsequenzen drohen und dass eine erhöhte Volatilität besteht.

Beim High Frequency Trading sind technische Fehler und Systemausfälle möglich, die zu erheblichen Einbußen führen. Bereits kleinste Mängel führen beim Hochfrequenzhandel potenziell zu großen Nachteilen. HFT begünstigt Marktmanipulation und verursacht hohe Anschaffungskosten. Manche Trader betrachten High Frequency Trading als unfair.

Wir fassen die wesentlichen Risiken von High Frequency Trading in der folgenden Liste zusammen.

  • HFT hat geringere Transparenz als andere Trading Möglichkeiten: Für Außenstehende besteht beim HFT eine relativ geringe Transparenz, da sich die Tradingaktivitäten wegen der hohen Geschwindigkeit und der großen Menge an Trades kaum nachvollziehen lassen.
  • Bei Verstößen gegen regulatorische Kontrollen entstehen beim High Frequency Trading Konsequenzen: Verstöße gegen regulatorische Kontrollen führen beim High Frequency Trading zu erheblichen Konsequenzen. Mit Konsequenzen ist beim High Frequency Trading zu rechnen, wenn man illegale Praktiken wie Quote Stuffing oder Spoofing anwendet.
  • Beim Hochfrequenzhandel besteht erhöhte Volatilität: Beim Hochfrequenzhandel besteht erhöhte Volatilität, sodass das Risiko besteht, schnell Geld zu verlieren. Gerade beim Handel mit spekulativen Anlagen wie CFDs existiert bei HFT ein hohes Risiko des schnellen Geldverlusts.
  • Bei HFT sind technische Fehler möglich: Ein nicht zu unterschätzendes Risiko beim High Frequency Trading sind technische Fehler. Technische Fehler können beim HFT zum Beispiel zu fehlerhaften Orderplatzierungen führen, die immense Verluste verursachen.
  • Beim High Frequency Trading besteht die Möglichkeit des Systemausfalls: Wie bei allen technischen Systemen besteht auch beim High Frequency Trading die Möglichkeit des Systemausfalls. Bei Systemausfällen lässt sich High Frequency Trading nicht mehr realisieren, sodass hohe Geschäftseinbußen möglich sind.
  • Kleinste Mängel können beim Hochfrequenzhandel große Nachteile bringen: High Frequency Trading ist ein Bereich mit starker Konkurrenz, in dem selbst kleinste Mängel erhebliche Nachteile bringen können. Es reicht zum Beispiel, wenn das HFT-System nur um wenige Mikrosekunden langsamer ist als das des Konkurrenten, um erhebliche Einbußen zu verursachen, da der Konkurrent bei den Trades schneller ist.
  • High Frequency Trading ermöglicht Marktmanipulation: Der Hochfrequenzhandel begünstigt Marktmanipulation, was ein großes Risiko sowohl für normale Händler als auch für andere HFT-Trader darstellt. Marktmanipulationen führen zum Beispiel zu falschen Handelssignalen, die erhebliche Verluste verursachen können. Beim High Frequency Trading ist das Risiko falscher Handelssignale besonders hoch, da die Trades in großer Geschwindigkeit und Anzahl durchgeführt werden.
  • Beim Hochfrequenzhandel bestehen hohe Anschaffungskosten: Beim High Frequency Trading entstehen hohe Anschaffungskosten, da eine äußerst hochwertige IT-Infrastruktur notwendig ist, um HFT durchzuführen. Man benötigt für den Hochfrequenzhandel zum Beispiel hochleistungsfähige Hardware und einen Standort in der Nähe der Börse, an der man handelt.
  • High Frequency Trading wird von manchen Tradern als unfair betrachtet: Ein Nachteil von HFT ist, dass manche Trader es als unfair betrachten, da es für normale Trader praktisch nicht umsetzbar ist. Normale Trader fühlen sich durch den fehlenden Zugang zum High Frequency Trading benachteiligt.

Kosten beim High Frequency Trading

Die wichtigsten Kosten beim High Frequency Trading sind Finanzierungskosten, Transaktionskosten sowie Kosten für hochleistungsfähige Hardware. Beim High Frequency Trading entstehen Kosten durch Co-Location, schnelle Datenverbindungen und Echtzeit-Zugänge zu Marktdaten.

Qualifiziertes Personal und eine hochwertige Risikokontrolle sind essentielle Kostenpunkte beim High Frequency Trading. Aufgrund der sehr hohen Kosten lässt sich High Frequency Trading von den meisten Privatanlegern nicht umsetzen.

In der folgenden Liste präsentieren wir übersichtlich die wesentlichen Kosten, die beim High Frequency Trading anfallen.

  • Finanzierungskosten: Der wesentliche Kostenfaktor beim High Frequency Trading sind die Finanzierungskosten, die das benötigte Kapital umfassen, um HFT durchführen zu können. Zu den Finanzierungskosten von High Frequency Trading zählen sowohl das Kapital, das direkt für den Handel eingesetzt wird, als auch jenes, das für die operative Durchführung von HFT erforderlich ist.
  • Transaktionskosten: Transaktionskosten entstehen beim High Frequency Trading jedes Mal, wenn ein Trade durchgeführt und dabei Geld übertragen wird. Transaktionskosten gelten beim Hochfrequenzhandel als relativ gering, da die Spreads vergleichsweise eng sind.
  • Hochleistungsfähige Hardware: Beim High Frequency Trading entstehen signifikante Kosten durch erforderliche hochleistungsfähige Hardware. Hochleistungsfähige Hardware für HFT umfasst zum Beispiel hochwertige Server. Server zum Beispiel verursachen Kosten bei der erstmaligen Anschaffung und beim laufenden Betrieb. Ein einzelner Trading Server kann Kosten in Höhe von 500.000 bis 2 Millionen Euro verursachen.
  • Co-Location: Beim High Frequency Trading fallen Kosten durch Co-Location an. Co-Location bedeutet, dass man als HFT-Trader seine Server in unmittelbarer Nähe zu jener Börse einrichtet, an der man handelt. Co-Location ist für einen erfolgreichen Hochfrequenzhandel unverzichtbar, weil dadurch Latenzzeiten maßgeblich reduziert werden. Die Kosten für Co-Location betragen potentiell 15.000 bis 45.000 Euro pro Monat, wenn man seine Trading Server nur in etwa 50 Metern Entfernung von den Börsen-Computern aufstellt.
  • Schnelle Datenverbindungen: Durch schnelle Datenverbindungen entstehen beim High Frequency Trading erhebliche Kosten in Höhe von ungefähr 100.000 bis 400.000 Euro pro Jahr und pro Strecke. Die hohen Kosten entstehen, weil nur die schnellsten Datenverbindungen für HFT geeignet sind.
  • Echtzeit-Zugang zu Marktdaten: Echtzeit-Zugänge zu Marktdaten verschlingen ungefähr 500.000 bis 2 Millionen Euro pro Jahr. Echtzeit-Zugänge zu Marktdaten sind für High Frequency Trading unabdingbar, da Verzögerungen in der Übertragung der Daten das HFT unmöglich machen würden.
  • Qualifiziertes Personal: Beim High Frequency Trading benötigt man qualifiziertes Personal, da sich diese Art des Tradings kaum alleine realisieren lässt. Man benötigt für HFT zum Beispiel erfahrene quantitative Analysten und spezialisierte Low-Latency-Entwickler, die jeweils 100.000 bis 200.000 Euro oder mehr pro Jahr verdienen.
  • Hochwertige Risikokontrolle: Viele HFT-Firmen investieren mehrere Millionen Euro in eine hochwertige Risikokontrolle, um hohe Verluste zu vermeiden. Gerade der einwandfreie Betrieb der HFT-Systeme ist entscheidend, da technische Fehler extrem teuer sein können.

Steuern beim High Frequency Trading

Es gibt beim High Frequency Trading keine spezielle Finanztransaktionssteuer, die nur für HFT gilt. Als Privatanleger fallen für Gewinne aus High Frequency Trading die Kapitalertragsteuer in Höhe von 25 % zzgl. Solidaritätszuschlag in Höhe von 5,5 % und gegebenenfalls Kirchensteuer an.

Als gewerblicher Einzelhändler fallen beim High Frequency Trading die Einkommensteuer nach dem persönlichen Steuersatz und gegebenenfalls zusätzlich der Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer an. Unternehmen zahlen beim Hochfrequenzhandel die Körperschaftsteuer in Höhe von 15 % sowie zusätzlich den Solidaritätszuschlag und die Gewerbesteuer.

Gesetzeslage beim Hochfrequenzhandel

Die Gesetzeslage beim Hochfrequenzhandel in Deutschland gibt vor, dass High Frequency Trading grundsätzlich legal ist, jedoch zur Vermeidung von Gefahren und Missbräuchen im Rahmen des Hochfrequenzhandelsgesetzes reguliert wird. Das Hochfrequenzhandelsgesetz trat im Mai 2013 in Kraft.

Das Hochfrequenzhandelsgesetz sieht unter anderem vor, dass alle HFT-Trader eine Erlaubnis der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) benötigen. HFT-Händler und -Firmen sind laut Hochfrequenzhandelsgesetz dazu verpflichtet, ihre Algorithmen zu dokumentieren und sie auf Anfrage der BaFin zugänglich zu machen.

Durch das Hochfrequenzhandelsgesetz ist geregelt, dass HFT-Unternehmen über angemessene technische Voraussetzungen verfügen müssen, um High Frequency Trading zu betreiben. Die Systeme von HFT-Unternehmen müssen belastbar sein und die Software ist von den Unternehmen regelmäßig auf Fehlfunktionen zu überprüfen. Die Systeme von HFT-Unternehmen werden gegebenenfalls von offizieller Stelle kontrolliert.

In Deutschland sind marktmanipulierende HFT-Strategien wie Spoofing und Quote Stuffing ausdrücklich verboten. Deutschland nimmt eine führende Rolle bei der Regulierung von High Frequency Trading ein.

Wo kann man High Frequency Trading lernen?

Echtes High Frequency Trading kann man an Universitäten und in HFT-Unternehmen lernen. Die meisten professionellen HFT-Trader studieren einschlägige Fachbereiche wie Mathematik und Informatik und werden anschließend von HFT-Unternehmen engagiert, wo sie den Hochfrequenzhandel richtig lernen.

Privatleute lernen High Frequency Trading, indem sie einschlägige Fachliteratur lesen und sich für hochwertige Online-Kurse anmelden. Zwar ist der echte Hochfrequenzhandel für Privatleute kaum realisierbar, doch in Online-Kursen lassen sich wertvolle Prinzipien dieser Trading Art vermitteln.

High Frequency Trading Coaching bei Trading.de

Das Coaching bei Trading.de unterstützt dich beim Erlernen von High Frequency Trading. Unsere erfahrenen Trading Coaches Andre Witzel und Jia Tian Rong bringen den Teilnehmern bei, wie sie grundlegende Trading Prinzipien und Strategien in ihren eigenen Trades anwenden können.

Das Coaching von Trading.de ist eine persönliche Trading-Ausbildung mit Mentoren, in der die Teilnehmer ein tiefgehendes Verständnis dafür entwickeln, wie die heutigen Finanzmärkte funktionieren. Wir stellen den Teilnehmern hochwertige Trainingsmaterialien bereit und zeigen ihnen unter anderem, wie Trading Algorithmen funktionieren.

Wir helfen dir dabei, typische Anfängerfehler beim Traden zu vermeiden. Ein häufiger Anfängerfehler beim HFT Trading ist es zum Beispiel, blind auf Automatismen zu vertrauen. Bei einem Mangel an Verständnis für grundlegende Marktmechaniken nützen die besten Algorithmen nichts. Mit unserem Coaching bieten wir dir eine persönliche Trading-Ausbildung mit erfahrenen Mentoren, sodass du lernst, den Markt selbstständig zu analysieren.

Ziel unseres Coachings ist es, den Teilnehmern die Prinzipien des Tradings beizubringen und sie diese Prinzipien auf ihre eigenen Trades anwenden zu lassen. Wir vermitteln zum Beispiel Strategien wie Scalping, die auf ähnlichen Ideen wie HFT basieren. Zudem demonstrieren wir den Teilnehmern den Nutzen von Trading-Bots, die, genau wie die Algorithmen beim High Frequency Trading, Trades automatisch durchführen. Mit dem High Frequency Trading Coaching von Trading.de sind unsere Teilnehmer bestmöglich für eine erfolgreiche Zukunft als Trader aufgestellt.

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Andre Witzel
Andre Witzel hat über 10 Jahre Erfahrungen im Trading und ist der Gründer von Trading.de. Als Experte, Coach in der Trading.de Ausbildung und Trader teilt seine Strategien und Methoden mit seinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps zum erfolgreichen Handel geben.
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