Zu den 20 stärksten Währungen nach Nennwert zählen neben dem Spitzenreiter Kuwait-Dinar (KWD) auch weitere eher „überraschende“ Währungen wie der Bahrain-Dinar (BHD), der Omanische Rial (OMR) und der Jordanische Dinar (JOD). Die Top 10 komplettieren der Britische Pfund (GPB), der Schweizer Franken (CHF), der Cayman-Dollar (KYD), der Euro (EUR), das Gibraltar-Pfund (GIP) sowie der US-Dollar (USD).

Die 20 stärksten Währungen weltweit nach Nennwert:
- Platz 1: Kuwait-Dinar (1 KWD = ca. 3,25 USD)
- Platz 2: Bahrain-Dinar (1 BHD = ca. 2,65 USD)
- Platz 3: Omanischer Rial (1 OMR = ca. 2,60 USD)
- Platz 4: Jordanischer Dinar (1 JOD = ca. 1,41 USD)
- Platz 5: Britisches Pfund (1 GBP = ca. 1,35 USD)
- Platz 6: Schweizer Franken (1 CHF = ca. 1,24 USD)
- Platz 7: Cayman-Dollar (1 KYD = ca. 1,22 USD)
- Platz 8: Euro (1 EUR = ca. 1,15 USD)
- Platz 9: Gibraltar-Pfund (1 GIP = ca. 1,35 USD)
- Platz 10: US-Dollar (1 USD = 1,00 USD)
- Platz 11: Singapur-Dollar (1 SGD = ca. 0,78 USD)
- Platz 12: Brunei-Dollar (1 BND = ca. 0,78 USD)
- Platz 13: Kanadischer Dollar (1 CAD = ca. 0,71 USD)
- Platz 14: Australischer Dollar (1 AUD = ca. 0,70 USD)
- Platz 15: Bulgarischer Lew (1 BGN = ca. 0,59 USD)
- Platz 16: Neuseeland-Dollar (1 NZD = ca. 0,58 USD)
- Platz 17: Belize-Dollar (1 BZD = ca. 0,50 USD)
- Platz 18: Fidschi-Dollar (1 FJD = ca. 0,44 USD)
- Platz 19: Polnischer Złoty (1 PLN = ca. 0,27 USD)
- Platz 20: Libyscher Dinar (1 LYD = ca. 0,20 USD)
In diesem Beitrag lernen Sie, wie sich der Nennwert einer Währung berechnet, warum die stärkste nicht automatisch auch die wichtigste Währung der Welt ist und wie Sie die Top 20 handeln.
Die 20 stärksten Währungen der Welt nach Nennwert im Vergleich
| Platz | Währung | Kürzel | 1 Einheit ≈ USD | Land/Gebiet | Besonderheit | Sinnvoll für Trading? |
|---|---|---|---|---|---|---|
| 1 | Kuwait-Dinar | KWD | 3,25 USD | Kuwait | Höchster Nennwert weltweit | Nein (kaum Liquidität) |
| 2 | Bahrain-Dinar | BHD | 2,65 USD | Bahrain | USD-Peg | Nein (zu exotisch) |
| 3 | Omanischer Rial | OMR | 2,60 USD | Oman | USD-Peg | Nein (hat kaum Trading-Volumen) |
| 4 | Jordanischer Dinar | JOD | 1,41 USD | Jordanien | USD-Peg | Nein (kaum jemand handelt JOD) |
| 5 | Britisches Pfund | GBP | 1,35 USD | Vereinigtes Königreich | Major-Währung | Ja (hohe Liquidität, gute Zeiten) |
| 6 | Schweizer Franken | CHF | 1,24 USD | Schweiz | Safe-Haven-Währung | Ja (Major Pair, v.a. wenn Unsicherheit im USD ist) |
| 7 | Cayman-Dollar | KYD | 1,22 USD | Cayman Islands | USD-Peg | Nein (zu klein) |
| 8 | Euro | EUR | 1,15 USD | Eurozone | Zweitgrößte Reservewährung | Ja (mit USD beste Currency zum Traden) |
| 9 | Gibraltar-Pfund | GIP | 1,35 USD* | Gibraltar | 1:1 an GBP gekoppelt | Nein (praktisch nicht handelbar) |
| 10 | US-Dollar | USD | 1,00 USD | USA | Weltreservewährung | Ja (Nummer 1 im Forex-Trading) |
| 11 | Singapur-Dollar | SGD | 0,78 USD | Singapur | Asiatisches Finanzzentrum | Ja (hohes Volumen) |
| 12 | Brunei-Dollar | BND | 0,78 USD | Brunei | 1:1 an SGD gekoppelt | Nein (kaum Liquidität) |
| 13 | Kanadischer Dollar | CAD | 0,71 USD | Kanada | Rohstoffwährung | Ja (Major Pair) |
| 14 | Australischer Dollar | AUD | 0,70 USD | Australien | Rohstoffwährung | Ja (Major Pair) |
| 15 | Bulgarischer Lew | BGN | 0,59 USD | Bulgarien | Euro-Peg | Nein (kaum gehandelt) |
| 16 | Neuseeland-Dollar | NZD | 0,58 USD | Neuseeland | Carry-Trade-Währung | Ja (zwar Minor Pair, aber ausreichend Liquidität) |
| 17 | Belize-Dollar | BZD | 0,50 USD | Belize | USD-Peg | Nein (kein Forex-Markt) |
| 18 | Fidschi-Dollar | FJD | 0,44 USD | Fidschi | Regionalwährung | Nein (zu wenig Geld in der Währung) |
| 19 | Polnischer Złoty | PLN | 0,27 USD | Polen | Größte Währung Osteuropas | Ja (nur für Profis) |
| 20 | Libyscher Dinar | LYD | 0,18–0,21 USD | Libyen | Staatlich reguliert | Nein (nicht frei handelbar) |
Platz 1: Kuwait-Dinar (KWD)
Mit einem Gegenwert von rund 3,25 US-Dollar je Kuwait-Dinar ist der KWD die stärkste Währung der Welt nach Nennwert. Verantwortlich dafür sind vor allem die hohen Öl- und Gaseinnahmen des Landes (zwischen 80 und 90 % aller Staatseinnahmen) sowie eine sehr geringe Geldmenge im Umlauf. Kuwait verfolgt seit Jahrzehnten eine sehr konservativen Ansatz in seiner Geldpolitik, wodurch der Dinar seinen hohen Wert halten konnte.
Platz 2: Bahrain-Dinar (BHD)
Der Bahrain-Dinar hat mit rund 2,65 US-Dollar je BHD den zweithöchsten Nennwert weltweit. Wie viele Währungen am Persischen Golf profitiert er von den Einnahmen aus der Öl- und Gasindustrie. Außerdem ist der Bahrain-Dinar seit vielen Jahren fest an den US-Dollar gekoppelt, das macht ihn stabil.
Wie auch der KWD spielt aber auch der BHD keine Rolle im Forex-Handel. Wir haben in den vergangenen Jahren praktisch keinen Trader kennengelernt, der den Bahrain-Dinar aktiv handelt – dasselbe gilt übrigens auch für den Kuwait-Dinar, den Omanischen Rial und den Jordanischen Dinar. Die Liquidität ist viel zu gering.
Platz 3: Omanischer Rial (OMR)
Ein Omanischer Rial entspricht aktuell rund 2,60 US-Dollar und gehört damit ebenfalls zu den wertvollsten Währungen der Welt. Oman verfolgt eine stabile Finanz- und Währungspolitik und hält den Rial über einen festen Wechselkurs eng an den US-Dollar gebunden. Das schafft Vertrauen und sorgt für geringe Kursschwankungen.
Es ist übrigens nicht verwunderlich, dass die Top 3 der stärksten Währungen nach Nennwert alle aus dem gleichen geografischen Raum stammen, wie Frank Stocker von WELT erklärt: „Es gibt im arabischen Raum jedoch eine starke Tradition, sein Geld im Vergleich zu anderen teuer aussehen zu lassen.“
Platz 4: Jordanischer Dinar (JOD)
Der Jordanische Dinar besitzt einen Gegenwert von rund 1,41 US-Dollar und gehört damit ebenfalls zu den stärksten Währungen nach Nennwert. Zwar gibt’s in Jordanien nur wenige Rohstoffe, die Währung wird jedoch seit Jahrzehnten durch eine konservative Geldpolitik und die feste Bindung an den US-Dollar stabil gehalten.
Für den Forex-Handel ist der JOD aber nicht geeignet:
- sehr geringes Handelsvolumen
- kaum internationale Liquidität
- hohe Spreads
- bei den meisten Brokern nicht verfügbar
Wer professionell Forex handeln möchte, findet aus unserer Sicht bei den Major-Währungen deutlich bessere Bedingungen.
Platz 5: Britisches Pfund (GBP)
Mit rund 1,35 US-Dollar je Britischem Pfund zählt das Pfund Sterling zu den wenigen Währungen und zur ersten auf unserer Liste, die nicht nur einen hohen Nennwert hat, sondern auch für Trading spannend ist. Schließlich ist das GBP trotz Brexit nach wie vor die Währung einer der größten Volkswirtschaften Europas.

Gezieltes Cross Trading ist mir in der Praxis nie persönlich richtig begegnet. Da ich schon 10+ Jahre aktiv vom Trading lebe, sagt das denke ich sehr viel. Es ist aus meiner Sicht trotzdem wichtig, das Sie das Prinzip verstehen. Wenn wirklich große Marktteilnehmer Cross Trades platzieren, kommen schnell ein paar Tausend Euro zusammen. großen institutionellen Orders machen schon wenige Cent Unterschied pro Aktie schnell mehrere Tausend Euro aus. Genau deshalb versuchen große Marktteilnehmer, ihre Orders möglichst effizient und mit möglichst wenig Slippage und Market Impact auszuführen.
Platz 6: Schweizer Franken (CHF)
Der Schweizer Franken ist aktuell rund 1,24 US-Dollar wert und gilt seit Jahrzehnten als eine der stabilsten Währungen der Welt. Dahinter stehen eine geringe Inflation, eine solide Finanzpolitik, politische Neutralität und die unabhängige Schweizerische Nationalbank (SNB). Deshalb fließt in Krisenzeiten häufig Kapital in den Franken.
Für uns gehört der CHF zu den interessantesten Forex-Währungen überhaupt. Besonders bei geopolitischen Krisen oder starken Börsenrückgängen fliehen viele Trader oft in den Franken.
Platz 7: Cayman-Dollar (KYD)
Ein Cayman-Dollar entspricht rund 1,22 US-Dollar. Die Währung profitiert vom Status der Cayman Islands als international bedeutendes Finanzzentrum und ist fest an den US-Dollar gekoppelt. Dadurch bleibt ihr Wechselkurs äußerst stabil.
Platz 8: Euro (EUR)
Auf dem achten Platz folgt unsere europäische Gemeinschaftswährung: Mit einem Gegenwert von rund 1,15 US-Dollar gehört der Euro zu den stärksten und gleichzeitig wichtigsten Währungen der Welt. Als offizielle Währung von 20 EU-Mitgliedstaaten ist er nach dem US-Dollar die zweitgrößte Reservewährung der Welt.
Platz 9: Gibraltar-Pfund (GIP)
Das Gibraltar-Pfund besitzt, genau wie das Britische Pfund, einen Wert von rund 1,35 US-Dollar. Das ist kein Zufall: Der GIP ist im Verhältnis 1:1 an das Britische Pfund gekoppelt und wird ausschließlich in Gibraltar als offizielles Zahlungsmittel genutzt.
Obwohl der Nennwert hoch ist, spielt das Gibraltar-Pfund im internationalen Devisenhandel praktisch keine Rolle. Uns ist kein größerer Forex-Broker bekannt, der den GIP aktiv zum Handel anbietet.
Platz 10: US-Dollar (USD)
Richtig gelesen: Mit einem Nennwert von genau 1,00 US-Dollar landet der Dollar in unserem Ranking „nur“ auf Platz 10. Trotzdem ist er mit Abstand die wichtigste Währung der Welt. Rund 88 % aller weltweiten Forex-Transaktionen beinhalten den US-Dollar – es ist die Währung mit dem höchsten Handelsvolumen weltweit.

Platz 11: Singapur-Dollar (SGD)
Der Singapur-Dollar besitzt aktuell einen Gegenwert von rund 0,78 US-Dollar. Obwohl sein Nennwert unter dem US-Dollar liegt, zählt er zu den stabilsten Währungen Asiens. Das liegt vor allem an der starken Exportwirtschaft, der politischen Stabilität und dem internationalen Finanzplatz Singapur.
Aus unserer Sicht ist das die erste Währung abseits der Majors auf unserer Liste, die spannend sein kann im Forex-Handel. Sie können den SGD etwa bei GBE Brokers handeln. Das Handelsvolumen reicht zwar nicht an die klassischen Majors heran, dennoch gibt’s gerade während der asiatischen Handelszeiten attraktive Trading-Setups. Für Einsteiger empfehlen wir den Singapur-Dollar allerdings eher nicht.
Platz 12: Brunei-Dollar (BND)
Ein Brunei-Dollar entspricht derzeit ebenfalls rund 0,78 US-Dollar. Das kommt daher, dass der BND seit Jahrzehnten 1:1 an den Singapur-Dollar gekoppelt ist. Die wirtschaftliche Stärke Bruneis basiert vor allem auf umfangreichen Erdöl- und Erdgasvorkommen.
Platz 13: Kanadischer Dollar (CAD)
Der Kanadische Dollar ist aktuell rund 0,71 US-Dollar wert und gehört zu den wichtigsten Rohstoffwährungen der Welt. Kanada zählt zu den größten Exporteuren von Erdöl, Erdgas und Metallen, weshalb der CAD häufig auf steigende oder fallende Rohstoffpreise reagiert.
USD/CAD gehört für uns zu den interessantesten Major-Pairs. Besonders wenn Ölpreise stark schwanken oder die Bank of Canada neue Zinsentscheidungen veröffentlicht, entstehen häufig klare Trends.
Platz 14: Australischer Dollar (AUD)
Mit einem Gegenwert von rund 0,70 US-Dollar liegt der Australische Dollar nur knapp hinter dem Kanadischen Dollar. Auch der AUD zählt zu den klassischen Rohstoffwährungen, Australien hängt stark vom Export folgender Waren nach Asien ab:
- Eisenerz
- Kohle
- Flüssigerdgas
Der AUD reagiert genau aus diesem Grund vor allem auf Konjunkturdaten aus China, darauf sollten Sie achten, wenn Sie den „Aussie“ handeln. Diese Zusammenhänge nutzen viele professionelle Trader gezielt aus. Wir handeln AUD/USD auch, wenn Entscheidungen der Reserve Bank of Australia anstehen.
Platz 15: Bulgarischer Lew (BGN)
Der Bulgarische Lew besitzt aktuell einen Gegenwert von rund 0,59 US-Dollar. Seine Stabilität verdankt er vor allem dem festen Wechselkurs zum Euro. Seit vielen Jahren ist der Lew über ein Currency-Board-System eng an die europäische Gemeinschaftswährung gebunden.
Für Trader entsteht dadurch allerdings kaum Potenzial. Die Kursbewegungen sind gering und der Lew wird international nur selten gehandelt. In unserer Praxis spielt der BGN deshalb keine Rolle.
Platz 16: Neuseeland-Dollar (NZD)
Mit rund 0,58 US-Dollar je NZD gehört der Neuseeland-Dollar ebenfalls zu den bekannten Rohstoffwährungen. Die Wirtschaft des Landes wird vor allem von Agrarprodukten, Milchprodukten und dem Export nach Asien geprägt. Gleichzeitig war der NZD lange Zeit eine beliebte Carry-Trade-Währung.

Der NZD/USD ist zwar weniger liquide als EUR/USD oder GBP/USD, bietet aber dennoch gute Handelsmöglichkeiten. Wir nutzen dieses Paar gelegentlich, wenn die Reserve Bank of New Zealand überraschende Zinsentscheidungen trifft oder sich starke Trends im asiatisch-pazifischen Raum entwickeln.
Platz 17: Belize-Dollar (BZD)
Der Belize-Dollar besitzt aktuell einen Gegenwert von rund 0,50 US-Dollar und ist seit vielen Jahren fest an den US-Dollar gekoppelt. Das sorgt zwar für einen stabilen Wechselkurs, gleichzeitig gibt es aber kaum einen internationalen Markt für diese Währung. Für private Trader wie Sie ist der Belize-Dollar deshalb praktisch bedeutungslos, die meisten Broker listen ihn gar nicht erst.
Platz 18: Fidschi-Dollar (FJD)
Mit einem Wert von rund 0,44 US-Dollar gehört der Fidschi-Dollar ebenfalls zu den stärkeren Währungen nach Nennwert. Die Wirtschaft Fidschis wird vor allem vom Tourismus, der Landwirtschaft und regionalem Handel im Pazifik geprägt.
Platz 19: Polnischer Złoty (PLN)
Ein Polnischer Złoty ist aktuell rund 0,27 US-Dollar wert. Polen verfügt über die größte Volkswirtschaft Osteuropas und eine vergleichsweise stabile Währung. Anders als viele andere Länder der EU hat Polen den Euro bislang bewusst nicht eingeführt.
Der Złoty ist tatsächlich eine der wenigen „unbekannten“ Währungen aus unserem Ranking, die Sie bei einigen Brokern wie GBE Brokers handeln können. Trotzdem empfehlen wir ihn eher erst dann, wenn Sie Erfahrung im Forex-Trading haben – und ehrlicherweise auch dann nicht wirklich. Die Liquidität ist deutlich geringer als etwa bei EUR/USD oder GBP/USD.
Platz 20: Libyscher Dinar (LYD)
Der Libysche Dinar besitzt einen Gegenwert von rund 0,20 US-Dollar und schließt unser Ranking der 20 stärksten Währungen nach Nennwert ab. Trotz der politischen Instabilität des Landes weist der Dinar einen vergleichsweise hohen Nennwert auf, da sein Wechselkurs staatlich reguliert wird und nicht vollständig dem freien Markt unterliegt – für Trader aber vollkommen uninteressant aus unserer Sicht.
Was bedeutet der Nennwert einer Währung?
Der Nennwert einer Währung beschreibt, wie viel eine Einheit dieser Währung im Vergleich zu einer anderen wert ist. In der Forex-Welt sehen wir in der Regel immer den US-Dollar als Referenz, so auch in unserem Ranking. Ein Beispiel: Ist 1 Kuwait-Dinar rund 3,25 US-Dollar wert, besitzt der Kuwait-Dinar einen höheren Nennwert als der US-Dollar und ist nach Nennwert damit sehr stark und wertvoll.
Wie berechnet man den Nennwert einer Währung?
Um den Nennwert einer Währung zu berechnen, benötigen Sie lediglich den aktuellen Wechselkurs gegenüber dem US-Dollar, den Sie zum Beispiel auf der Seite der US-Notenbank Fed finden. In Zahlen ausgedrückt wenden Sie also folgende Formel an:
Nennwert = Wert von 1 Währungseinheit in US-Dollar (USD)
Ein paar Beispiele:
- 1 Kuwait-Dinar (KWD) = 3,25 USD
- 1 Euro (EUR) = 1,15 USD
- 1 Polnischer Złoty (PLN) = 0,27 USD
Je höher dieser Wert ist, desto höher ist auch der Nennwert der Währung. Deshalb steht der Kuwait-Dinar mit 3,25 US-Dollar an der Spitze unseres Rankings, während der US-Dollar selbst einen Nennwert von genau 1,00 US-Dollar besitzt.
Welche Faktoren beeinflussen die Stärke einer Währung?
Wie stark eine Währung ist, hängt neben dem reinen Nennwert auch von der Wirtschaft des Landes und damit zusammenhängenden Faktoren wie der Inflation, Verschuldung und Außenhandelsbilanz ab. Diese Aspekte müssen Sie als Trader vor Augen haben, um nicht plötzlich ausgestoppt zu werden, weil Sie etwa die neuen Inflationsdaten nicht auf dem Schirm hatten.

Während manche Einflüsse langfristig wirken, können andere den Wechselkurs innerhalb weniger Stunden deutlich verändern. Die wichtigsten sieben Faktoren aus unserer Sicht:
- Wirtschaftliche Stabilität und Wachstum: Länder mit einer starken und wachsenden Wirtschaft ziehen mehr Investoren an. Das umgekehrte Beispiel sehen wir aktuell in Deutschland, wo aufgrund einer stagnierenden Wirtschaft Investoren abwandern (zu drohen), 34 Prozent der Familienunternehmen etwa wollen ihre Investitionen senken. Dadurch sinkt die Nachfrage nach der Landeswährung und ihr Wert kann abnehmen – oder bei steigender Attraktivität zunehmen.
- Inflation: Eine niedrige und stabile Inflation trägt dazu bei, die Kaufkraft einer Währung zu erhalten. Hohe Inflationsraten führen dagegen häufig zu einer Abwertung der Währung. Ein aktuelles Beispiel dafür ist die Türkei, wo die Inflation 2026 Prognosen zufolge im Schnitt 28,6 Prozent betragen wird. Das kann für uns Trader hingegen spannend sein, da es die Volatilität erhöht.
- Rezession: Gerät ein Land in eine Rezession, sinken häufig Investitionen, Konsum und Produktion. Dadurch schwindet das Vertrauen in die Wirtschaft und oftmals auch in die Währung des Landes.
- Staatsverschuldung: Eine niedrige Staatsverschuldung schafft Vertrauen bei Investoren. Ist ein Land dagegen stark verschuldet, wachsen Zweifel an seiner finanziellen Stabilität, was den Wechselkurs belasten kann.
- Zinspolitik der Zentralbank: Steigende Leitzinsen machen Anlagen in einer Währung attraktiver. Internationale Investoren investieren dann häufiger in das betreffende Land, wodurch die Nachfrage nach der Währung steigt.
- Politische Stabilität: Verlässliche politische Rahmenbedingungen und ein funktionierendes Rechtssystem stärken das Vertrauen der Finanzmärkte. Politische Krisen oder Unsicherheiten führen dagegen oft zu Kapitalabflüssen und einer schwächeren Währung. Das sehen wir ganz stark beim Russischen Rubel (RUB), der seit dem Ukraine-Krieg deutlich an Wert verloren hat.
- Außenhandelsbilanz: Exportiert ein Land dauerhaft mehr Waren und Dienstleistungen als es importiert, steigt die Nachfrage nach seiner Währung. Eine positive Handelsbilanz kann den Wechselkurs deshalb langfristig stützen.
Warum ist die stärkste Währung der Welt nicht automatisch die wichtigste?
Ein hoher Nennwert wie beim KWD oder dem JOF bedeutet nicht automatisch, dass die Währung wirtschaftlich stärker oder attraktiver für Sie als Trader ist. In unserer Trading.de-Ausbildung erleben wir ab und zu, dass Anfänger den Kuwait-Dinar für die „beste“ Währung halten, weil er weltweit den höchsten Nennwert besitzt. Tatsächlich handeln wir diese Währung gar nicht, auch keiner der Profi-Trader aus unserem Netzwerk handelt so eine Währung im internationalen Devisenhandel. Für uns und Sie als Trader sind Faktoren wie Liquidität, Handelsvolumen und enge Spreads deutlich wichtiger als der reine Wechselkurs.

Der Nennwert sagt also lediglich aus, welchen Gegenwert eine Währungseinheit besitzt. Er gibt jedoch keine Auskunft über die Größe einer Volkswirtschaft, die Stabilität eines Landes oder die Bedeutung einer Währung im Welthandel. Deshalb sind der US-Dollar oder der Euro trotz ihres niedrigeren Nennwerts deutlich wichtiger für den globalen Finanzmarkt und auch für Sie interessanter zum Traden, denn sie besitzen ein hohes Handelsvolumen. Die 10 meistgehandelten Währungen haben wir in diesem Beitrag zusammengefasst.
Tipp: Bleiben Sie bei gewohnten Majors

Erst kürzlich hatte mich einer unserer Trading-Schüler wieder gefragt, warum wir nicht auch exotischere Währungen handeln – etwa KWD oder JOD. Naja, es ist wirklich super einfach: Geringe Liquidität. Und warum sollten wir weg von dem, was wir kennen? Ich bleibe immer bei Majors wie EUR/USD oder GBP/USD, gerne auch Paare mit CHF, wenn dort gerade viel Volumen ist. „Schuster, bleib‘ bei deinen Leisten“ gilt auch für den Forex-Handel!
Wie handelt man die stärksten Währungen der Welt?
Um die wertvollsten und stärksten Währungen der Welt zu handeln, brauchen Sie das entsprechende Know-how und den passenden Broker. Grundsätzlich empfehlen wir den klassischen Forex-Handel, theoretisch können Sie auch CFDs und Währungs-Futures handeln.
In der Praxis werden jedoch nur wenige der Währungen aus unserem Ranking tatsächlich aktiv gehandelt. Der Grund: Viele exotische Währungen wie der Kuwait-Dinar oder der Bahrain-Dinar sind für Privatanleger kaum verfügbar und haben eine viel zu geringe Liquidität. Wir empfehlen Ihnen fürs Trading eher die zehn meistgehandelten Währungen der Welt nach Volumen.
Meine Trading-Kriterien bei Währungen

Ich gebe Ihnen gerne ein paar der Faustregeln an die Hand, wenn ich Forex handle: Tägliches Handelsvolumen auf jeden Fall 100+ Mrd. USD, Spreads maximal 1 Pip und durchgehend hohe Liquidität. Wenn Sie das beachten, kommen Sie automatisch zu den Majors wie EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY oder USD/CHF und eben nicht zu den „stärksten“ Währungen aus dem Oman, Jordanien oder Bahrain.
So finden Sie den passenden Forex Broker zum Handel der stärksten Wärhrungen
Nicht jeder Broker ist aus unserer Sicht passend für den Devisenhandel. Schauen Sie sich am besten an, worauf wir achten und was wir unseren Schülern in der Trading.de-Ausbildung raten – das ist eine gute Grundorientierung:
- Spreads: maximal 0,5 bis 1 Pip auf EUR/USD und andere Major-Paare (schauen Sie gar nicht rest nach KWD, BHD & Co. das Traden der kleinen Währungen empfehlen wir ausdrücklich nicht)
- Ausführung: ECN- oder STP-Modell mit schneller Orderausführung, am besten unter 100 Millisekunden (20 ms wären ideal)
- Währungsauswahl: Alle wichtigen Major- und Minor-Paare müssen verfügbar sein (nur EUR/USD etwa wäre zu wenig, auch wenn es das relevanteste Paar ist)
- Handelsplattform: MetaTrader 4/5, alternativ TradingView-Anbindung
- Regulierung: BaFin, FCA, CySEC oder ASIC (Tier-1-Regulierung)

Unser Tipp: Konzentrieren Sie sich zu Beginn auf einen Broker wie GBE Brokers, der Ihnen vor allem die ganzen Major-Paare bietet. Mehr braucht es nicht, selbst unserer Trader Andre und JT handeln auch nach über zehn Jahren Erfahrung ausschließlich mit den bekannten Majors.
Unser Tipp: Jetzt mit den besten Forex Brokern ab 0,0 Pips Spread traden:
- Spreads ab 0,0 Pips
- Niedrige Kommissionen
- Direkte ECN Ausführung
- TradingView, cTrader, MT4/MT5
- Regulierung durch FMA (Neuseeland)
- Über 26.000 Märkte
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- Hebel bis 1:30 & Spreads ab 0,0 Pips
- TradingView verfügbar
- Kostenloses Demokonto
- Zuverlässiger Kundensupport
- Einlagensicherung 20.000€ bis 300.000€
- Negativsaldoschutz
- Mehrfache Regulierung
- Große Auswahl an handelbaren Instrumenten
- Copy Trading möglich
- Enge Spreads ab 0.0 Pips
- Hebel bis 1:1000
- Kostenloses Demokonto
- Deutschsprachiger Kundensupport
Fazit: Lernen Sie, wie man die wertvollsten Währungen tradet
Die stärksten Währungen der Welt nach Nennwert sind definitiv nicht die interessantesten Währungen für Trader. Zwar können Sie bei einigen Brokern wie GBR Brokers durchaus exotischere Devisen wie den Polnischen Złoty (PLN) handeln, der eigentliche Fokus sollte aus unserer Sicht jedoch immer auf den liquiden Major-Pairs liegen. Da gibt’s niedrigste Spreads, viel Volumen und Sicherheit.

Auch wir handeln deshalb bei Trading.de ausschließlich Währungspaare wie EUR/USD, GBP/USD, USD/JPY oder USD/CHF. Diese Märkte sind transparent, liquide und eignen sich sowohl für Einsteiger als auch für professionelle Trader deutlich besser als exotische Währungen mit hohem Nennwert.
Wenn Sie den Forex-Handel von Grund auf lernen möchten, zeigen wir Ihnen in der Trading.de-Ausbildung, wie Sie Währungen analysieren, die richtigen Paare auswählen und mit einer klaren Strategie handeln.
Häufig gestellte Fragen zu den wertvollsten Währungen:
Was ist die schwächste Währung der Welt?
Die schwächste Währung der Welt nach Nennwert ist aktuell der Iranische Rial (IRR). Für einen US-Dollar erhalten Sie mehrere Hunderttausend Rial. Für uns als Forex-Trader spielt der Rial keine Rolle, unserer Erfahrung nach bietet ihn kein seriöser Broker an.
Warum ist der Kuwait-Dinar so viel wert?
Der Kuwait-Dinar profitiert von den hohen Einnahmen aus dem Öl-Verkauf des Landes, zudem ist wenig Geld im Umlauf. Dadurch ist 1 KWD sehr viel wert. Das bedeutet jedoch nicht, dass Kuwait wirtschaftlich bedeutender ist als die USA oder die Eurozone. Aus Trading-Sicht bringt Ihnen der hohe Nennwert kaum Vorteile.
Warum ist der US-Dollar nicht die stärkste Währung?
Der US-Dollar besitzt logischerweise einen Nennwert von 1 USD (er wird mit sich selbst verglichen), ist aber trotzdem die wichtigste Währung der Welt. Laut der BIS Triennial Survey ist der Dollar an rund 88 % aller weltweiten Forex-Transaktionen beteiligt. Deshalb handeln auch wir bei Trading.de überwiegend Währungspaare mit USD.
Warum sollte man Kuwait-Dinar (KWD) nicht handeln?
Der Kuwait-Dinar ist für die meisten Trader ungeeignet: Viele Broker bieten ihn gar nicht erst an, das Volumen ist viel zu gering und die Spreads sind viel zu hoch als bei Majors (und auch Minors). Wir haben in den vergangenen Jahren keinen einzigen professionellen Forex-Trader kennengelernt, der den KWD (regelmäßig) handelt.
Welche Währungen handeln Forex-Trader am häufigsten?
Unserer Erfahrung nach handeln erfolgreiche Forex Trader nach simplem Muster, nämlich die wichtigsten und liquidesten Währungen: US-Dollar (USD), Euro (EUR), Japanischer Yen (JPY), Britisches Pfund (GBP), Schweizer Franken (CHF), Australischer Dollar (AUD) und Kanadischer Dollar (CAD).
Welche Währung wird am meisten gehandelt?
Der US-Dollar ist mit großem Abstand die meistgehandelte Währung der Welt, dahinter folgen der Euro, der Japanische Yen und das Britische Pfund.
Was ist die stabilste Währung der Welt?
Aus unserer Sicht, es gibt dazu keine offizielle Quelle oder Aussage, ist die stabilste Währung der Welt seit Jahren der Schweizer Franken (CHF). Die Gründe reichen von niedriger Inflation über politische Stabilität bis hin zur unabhängigen Zentralbank SNB. In Krisenzeiten fließt deshalb häufig Kapital in den Franken, weshalb er auch als Safe-Haven-Währung bezeichnet wird. Wenn es in anderen Währungen rappelt, steigt oft das Handelsvolumen beim CHF.