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Social Trading (auch Social Investing genannt) bezeichnet eine innovative Art von Wertpapierhandel, bei der Anleger ihre Strategien für die Geldanlage online teilen, sodass andere Trader diese Strategien nachhandeln können. Social bedeutet, dass beim Social Investing der Austausch über Trading und das soziale Miteinander im Fokus stehen.

Social Trading fußt nicht zuletzt auf der Idee, dass soziale Signale einen Einfluss auf Trading Entscheidungen von Anlegern haben können. Soziale Signale sind vor allem bei der Auswahl von als kopierwürdig wahrgenommenen Tradern ein wichtiger Faktor, wie die Studie „The effects of community-based signals on investment decisions in copy trading” von Sándor Erdős et. al., veröffentlicht im Jahr 2022 im Journal of Behavioral and Experimental Economics, zeigt.

Damit Social Trading funktioniert, wählt man eine Social Investing Plattform aus und erstellt dort ein Konto. Über die Social Investing Plattform sucht man nach anderen Social Tradern, deren Handelsstrategien sich übernehmen lassen.

Social Trading hält vor allem für Einsteiger wertvolle Chancen bereit. Social Trader sollten sich im Klaren darüber sein, dass für sie ein realistisches Verlustrisiko besteht. Kosten entstehen beim Social Investing vor allem durch Kommissionen für ausgeführte Trades oder durch Spreads.

Social Trading lässt sich zum Beispiel durch Online-Ratgeber und Online-Kurse lernen. Wir von Trading.de bieten wertvolle Online-Coachings an, durch die angehende Trader optimal in die Lage versetzt werden, mit Erfolg am Social Investing teilzuhaben.

In diesem Artikel erklären wir alles Wichtige rund um das Thema Social Trading.

Was ist Social Trading?

Social Trading ist eine Form des Handels, die das Nachhandeln von Anlagestrategien ermöglicht. Beim Social Trading teilen Anleger online ihre Handelsstrategien oder kopieren die Strategien anderer Nutzer. Social Trading ist einer der bedeutendsten Web 2.0-Trends und eine innovative Art zu handeln und zu investieren.

Beim Social Trading ist dem Namen entsprechend der soziale Aspekt sehr wichtig. Social Trader haben nicht nur die Möglichkeit, die Handelsstrategien anderer Trader zu kopieren, sondern auch Tradingideen und -strategien miteinander zu teilen, sich auszutauschen und Teil einer Community zu sein.

Beim Social Trading wird zwischen Copy Trading und Mirror Trading unterschieden. Copy Trading ist eine Art von Social Investing, bei der man einzelne oder mehrere Handelsschritte eines Social Traders bzw. Signalgebers kopiert. Mirror Trading ist eine Form des Social Tradings, bei der man alle Handelsschritte eines Social Traders übernimmt.

Sowohl beim Copy Trading als auch beim Mirror Trading profitiert man von der Expertise anderer Händler, die sich mutmaßlich besser mit der Materie auskennen. Wichtig ist, dass man anderen Social Tradern und ihren Strategien nicht blind folgt, sondern ihre Vorgehensweisen genau analysiert und darauf basierend eine Auswahl für das Copy- oder Mirror-Trading vornimmt.

Für Signalgeber besteht der Anreiz beim Social Trading darin, ihre Handelsstrategien zu teilen, neue Follower zu bekommen und dafür im Gegenzug eine Entlohnung zu erhalten.

Beim Social Trading lassen sich viele verschiedene Assets und Finanzprodukte handeln. Zu den beliebtesten Finanzprodukten, die sich beim Social Investing handeln lassen, gehören unter anderem Aktien, Forex, CFDs, ETCs und ETFs.

Erfolgsfaktoren beim Social Trading sind vor allem langfristige Erfahrung und eine niedrige bis moderate Risikobereitschaft. Das zeigt die Studie „Imitation-related performance outcomes in social trading: A configurational approach” von Elisabeth S.C. Berger et. al., die im Jahr 2018 im Journal of Business Research veröffentlicht wurde.

Wie funktioniert Social Trading?

Social Trading funktioniert durch den Austausch von Meinungen und Informationen in sozialen Netzwerken in Verknüpfung mit dem Börsenhandel. Beim Social Trading wählt man zunächst eine Social Trading Plattform aus und erstellt dort anschließend ein Konto. Nach der Kontoerstellung bei der Social Trading Plattform sucht man nach geeigneten Social Tradern, die man kopiert, und achtet dabei auf ausreichende Diversifizierung.

Man überwacht beim Social Trading die Trades kontinuierlich und verbucht am Ende den Gewinn oder Verlust.

In der folgenden Anleitung zeigen wir in 6 Schritten, wie Social Trading funktioniert.

1. Wähle eine Social Trading Plattform

Im ersten Schritt beim Social Trading wählt man eine Social Trading Plattform, um Social Investing durchzuführen. Es gibt viele verschiedene Plattformen, die Social Trading anbieten. Zu den beliebtesten Anbietern von Social Investing gehören zum Beispiel eToro, StarTrader, Vantage Markets und Bitget.

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1. eToro
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Man sollte Social Trading Plattformen genau prüfen und sich einen seriösen und vertrauenswürdigen Anbieter aussuchen. Ein wichtiges Kriterium für die Auswahl eines Social Trading Brokers ist die Regulierung, der er unterliegt. Für uns von Trading.de ist die Regulierung des Brokers das wichtigste Kriterium. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass je stärker ein Social Investing Broker reguliert ist, desto besser das Kapital der Anleger geschützt ist.

Die Kosten sind ein wesentlicher Faktor für die Auswahl der Social Trading Plattform, da die Kosten die Rendite maßgeblich beeinträchtigen können. Bei eToro zum Beispiel werden die Kosten beim Social Trading in Form von Spreads berechnet und betragen mindestens 1,0 Pips. Anders als bei eToro fällt bei StarTrader für jeden Social Trade eine Kommission von 3 US-Dollar pro 1 Lot an. Bei Vantage Markets sind es 1,5 US-Dollar pro 1 Lot für jeden Social Trade.

Benutzerfreundlichkeit und Kundensupport spielen eine wichtige Rolle bei der Auswahl eines Social Trading Brokers. Je übersichtlicher die Benutzeroberfläche der Social Trading Plattform, desto besser. Ein rund um die Uhr erreichbarer Kundenservice ist ein wichtiges Qualitätskriterium für Social Trading Broker, da sich erfolgskritische Probleme durch den 24/7 Support zeitnah lösen lassen.

Neben Regulierung, Kosten und Benutzerfreundlichkeit sind zum Beispiel Mindestanlagesummen, verfügbare Assets und erlaubte Hebel weitere wichtige Kriterien, wenn man nach einem passenden Social Trading Broker sucht.

2. Erstelle ein Konto bei dem Social Trading Broker deiner Wahl

Der zweite Schritt beim Social Trading ist die Erstellung eines Kontos beim ausgewählten Social Trading Broker. Bei den meisten Social Trading Brokern ist eine Verifikation der Identität notwendig, um ein Konto zu erstellen. Für die Verifikation der Identität benötigt man einen Personalausweis.

Im Zuge der Kontoerstellung wird man vom Social Trading Broker aufgefordert, ein Guthaben einzuzahlen, das für den Handel genutzt wird. Viele Social Investing Anbieter verlangen eine Mindestsumme für das Guthaben. Bei eToro, StarTrader und Vantage Markets zum Beispiel beträgt das einzuzahlende Mindestguthaben 50 US-Dollar, bei AvaTrade beispielsweise sind es 100 Euro.

3. Suche nach Social Tradern und analysiere sie gründlich

Im dritten Schritt beim Social Trading sucht man nach anderen Social Tradern und analysiert sie gründlich. Nur durch gründliche Analyse lässt sich ein passender Social Trader finden, dessen Handelsstrategien sich für das Copy- oder Mirror-Trading lohnen.

Man sollte unter anderem untersuchen, wie das Verhältnis zwischen Gewinnen und Verlusten für den Social Trader aussieht. Dabei empfehlen wir von Trading.de nicht nur die letzten paar Monate zu berücksichtigen, sondern ruhig 1 bis 3 Jahre zurückzugehen. Die ausgewählten Assetklassen, das gewählte Risiko und die Anzahl der Trades sind wichtige Faktoren bei der Analyse von Social Tradern.

Man sollte sich bei der Auswahl eines zu kopierenden Social Traders nicht von kurzfristiger Popularität blenden lassen. Kurzfristige Popularität von Social Tradern bedeutet nicht notwendigerweise höhere Renditen für die Follower jenes Traders. Das ergab die Studie „When popularity strikes: Evidence from an event study on social trading platforms” von Ralph Nasr et. al., die im Jahr 2026 in Finance Research Letters erschien.

Je nach Analyseresultat entscheidet man sich dafür oder dagegen, den analysierten Social Trader zu kopieren. Gegebenenfalls lassen sich beim Copy Trading lediglich einzelne Handelsentscheidungen kopieren statt die gesamte Handelsstrategie. Nach der Auswahl eines Social Traders und der Kopie seiner Handelsstrategie verläuft beim Copy Trading alles vollautomatisch.

4. Diversifiziere deine Social Trading Anlagen und verwalte dein Risiko

Der vierte Schritt beim Social Trading ist die Diversifizierung der Anlagen und die Verwaltung des Risikos. Zur Diversifikation der Anlagen geben wir dir den Tipp, beim Social Trading nicht nur einer Handelsstrategie eines einzelnen Traders zu folgen, sondern mehrere kompetente Social Trader ausfindig zu machen und ihre Vorgehensweisen zu kopieren.

Zeitgleich zur Diversifikation empfehlen wir dir, genau abzuwägen, wie viel Guthaben du für eine einzelne Handelsstrategie verwendest. Für eine sinnvolle Verwaltung des Risikos bietet es sich an, nur kleine Beträge zu verwenden, damit du keine zu hohen Verluste erleidest. Die Diversifizierung der kopierten Handelsstrategien und die Regulierung der Einsätze gehören beim Social Investing zum fundamentalen Risikomanagement.

5. Überwache deine Social Trading Investments

Der fünfte Schritt beim Social Trading ist es, die Investments und ihre Performance zu überwachen. Man sollte stets im Auge behalten, ob die Ergebnisse beim Social Trading noch den eigenen Erwartungen und Zielen entsprechen.

Sehr wichtig ist es, zu prüfen, ob der kopierte Social Trader seine Handelsstrategie verändert, weil sich dadurch erhebliche Konsequenzen für die eigenen Gewinne ergeben können.

6. Verbuche deine Gewinne oder Verluste beim Social Trading

Im sechsten und letzten Schritt des Social Tradings verbucht man seine Gewinne oder Verluste. Gewinne werden dem Social Trading Konto umgehend gutgeschrieben, während Verluste vom Guthaben abgezogen werden. Gewinne lassen sich beim Social Investing für weitere Trades wiederverwenden oder alternativ auf ein Bankkonto auszahlen.

Social Trading Strategien

Die Social Trading Strategien unterscheiden sich je nachdem, ob man Follower ist und die Strategien anderer Social Trader kopiert oder ob man selbst aktiver Social Trader ist und Strategien vorgibt.

Für Follower gibt es im Wesentlichen 3 Social Trading Strategien mit unterschiedlichen Automatisierungsgraden. In einer vollautomatisierten Social Trading Strategie für Follower wird ein einzelner Trader vollständig kopiert. Durch die vollständige Kopie eines einzelnen Traders werden hohe Verluste ermöglicht, wenn der Trader mit seinen Strategien keinen Erfolg hat.

In einer teilautomatisierten Social Trading Strategie für Follower werden mehrere Trader kopiert, sodass das Risiko gestreut wird. In einer minimal automatisierten Social Trading Strategie für Follower werden nicht vollständige Handelsstrategien, sondern nur einzelne Schritte daraus kopiert, sodass große Flexibilität ermöglicht wird.

Für aktive Social Trader, die Handelsstrategien vorgeben, gibt es viele verschiedene Strategien, die sie verfolgen können, zum Beispiel Daytrading, Scalping und Trendfolge.

Die folgende Liste zeigt die wichtigsten Social Trading Strategien für aktive Trader auf einen Blick.

  • Daytrading: Daytrading ist eine Social Trading Strategie, bei der man Positionen am selben Tag eröffnet und wieder schließt. Beim Daytrading genießt man den Vorteil, dass während der Nacht kein Risiko besteht und dass keine Übernachtgebühren anfallen.
  • Scalping: Scalping ist eine Social Trading Strategie, bei der man viele kleine Trades innerhalb kurzer Zeit abschließt. Scalping ist sehr anspruchsvoll, weil es kontinuierliche Konzentration und kurze Reaktionszeiten erfordert.
  • Trendfolge: Die Trendfolge ist eine Social Trading Strategie, bei der man einem bestehenden Trend, egal ob aufwärts oder abwärts folgt und darauf spekuliert, dass sich der Trend fortsetzt.
  • Value Investing: Value Investing ist eine Social Trading Strategie, bei der man in Aktien investiert, die man für unterbewertet hält. Beim Value Investing geht man von einem inneren Wert der Aktien aus und erwartet, dass der tatsächliche Wert mit der Zeit steigen wird. Die Wertsteigerung tritt beim Value Investing nicht unmittelbar ein, sondern kann erst nach längerer Zeit eintreten.
  • Swing Trading: Swing Trading ist eine Social Trading Strategie, bei der man davon ausgeht, dass selbst langfristige Kursentwicklungen kurzzeitige Schwankungen bzw. Swings enthalten. Beim Swing Trading nutzen Trader die kurzzeitigen Schwankungen aus, um Gewinne zu erzielen.
  • Growth Investing: Growth Investing ist eine Social Trading Strategie, bei der man auf Märkte mit Wachstumspotential setzt. Beim Growth Investing kaufen Trader Aktien von neuen Unternehmen, von denen man in der Zukunft ein signifikantes Wachstum erwartet.

Chancen und Risiken von Social Trading

Zu den größten Chancen von Social Trading gehören die Eignung für Einsteiger, nützliche Extras für Community-Mitglieder und relativ geringe Mindestanlagesummen. Zu den größten Risiken von Social Trading zählen Verlustrisiken, übermäßiges Vertrauen in Fremde und fehlende Transparenz.

Generell können Social Trading und speziell Copy Trading die Risikobereitschaft von Anlegern erhöhen. Das zeigt die Studie „Copy Trading” von Jose Apesteguia et. al., die im Jahr 2020 in Management Science veröffentlicht wurde.

Die wichtigsten Chancen und Risiken von Social Trading sind in der folgenden Tabelle übersichtlich dargestellt.

Social Trading ChancenSocial Trading Risiken
Social Trading ist für Einsteiger geeignetBeim Social Trading besteht ein realistisches Verlustrisiko
Community-Mitglieder profitieren beim Social Trading von nützlichen ExtrasBeim Social Trading setzt man übermäßiges Vertrauen in Fremde
Beim Social Trading sind verhältnismäßig geringe Anlagesummen notwendigBei vielen Anbietern von Social Trading gibt es kaum Transparenz
Social Trading ermöglicht FlexibilitätBeim Social Trading ist unklar, ob Erfolge auf Expertise oder Glück beruhen
Beim Social Trading gibt es kaum VerwaltungsaufwandSocial Trading ersetzt keine Anlagestrategie
Social Trading eignet sich für Portfolio DiversifizierungBeim Social Trading besteht das Risiko des Gruppendenkens
Social Trading ermöglicht Austausch mit anderen TradernBeim Social Trading mit Zertifikaten besteht ein Emittentenrisiko
Social Trading spart ZeitFragwürdige Auflistung von Social Trading Musterdepots auf manchen Plattformen

In den folgenden beiden Abschnitten sind die wichtigsten Chancen und Risiken von Social Trading im Detail erklärt.

Chancen von Social Trading

Die größten Chancen von Social Trading sind, dass es sich für Einsteiger eignet, dass man von nützlichen Extras profitiert und dass nur relativ geringe Anlagesummen notwendig sind. Social Trading ermöglicht Flexibilität, verursacht kaum Verwaltungsaufwand und eignet sich für die Portfolio Diversifizierung.

Eine wesentliche Chance von Social Trading ist der Austausch mit anderen Tradern. Beim Social Investing spart man eine Menge Zeit.

Die wichtigsten Chancen von Social Trading zeigen wir in der folgenden Liste auf.

  • Social Trading ist für Einsteiger geeignet: Social Trading bietet für Einsteiger wertvolle Chancen, da vergleichsweise wenig Expertise gefordert ist. Im Wesentlichen verlassen sich Anfänger beim Social Trading auf die Erfahrung und Expertise der Trader, die man kopiert. Für die Bewertung von Social Tradern und ihren Handelsstrategien empfehlen wir Anfängern, sich zumindest Grundkenntnisse anzueignen.
  • Community-Mitglieder profitieren beim Social Trading von nützlichen Extras: Als Community-Mitglied hat man beim Social Trading Zugriff auf nützliche Tools wie zum Beispiel Charts, Analysen und Redaktionstipps. Tools und Extras helfen dabei, sinnvolle Trading Entscheidungen zu treffen.
  • Beim Social Trading sind verhältnismäßig geringe Anlagesummen notwendig: Social Trader profitieren von relativ geringen Mindestanlagesummen. Zum Beispiel reichen bei eToro und StarTrader bereits 50 US-Dollar aus, um am Social Trading teilzuhaben. Durch die relativ geringen Mindestanlagesummen eignet sich Social Investing auch für Anleger, die hohe Risiken scheuen.
  • Social Trading ermöglicht Flexibilität: Beim Social Trading lässt sich flexibel investieren, da man frei entscheiden kann, welche Trader und Strategien man kopiert. Das Social Investing Portfolio lässt sich ganz entsprechend den eigenen Investitionszielen anpassen.
  • Beim Social Trading gibt es kaum Verwaltungsaufwand: Beim Social Trading profitiert man von einem sehr geringen Verwaltungsaufwand, da die Trades vollautomatisch ablaufen. Man sollte beim Social Investing unserer Erfahrung nach lediglich überwachen, wie die kopierte Handelsstrategie performt und ob der kopierte Trader seine Strategie verändert.
  • Social Trading eignet sich für Portfolio Diversifizierung: Social Trading eignet sich für viele Anleger zur Diversifizierung des Portfolios, da es sich aufgrund des vollautomatischen Ablaufs im Endeffekt um ein passives Einkommen handelt.
  • Social Trading ermöglicht Austausch mit anderen Tradern: Ein wichtiger Vorteil von Social Trading ist, dass man sich mit anderen Tradern austauschen und von ihnen lernen kann. Beim Social Investing werden Trading Communities und der Austausch untereinander gezielt gefördert.
  • Social Trading spart Zeit: Social Trading spart Zeit, da man sich nicht selbst um die Öffnung und Schließung von Positionen kümmern muss. Die beim Social Investing gesparte Zeit lässt sich in andere Tätigkeiten investieren, z. B. in andere Trading Gelegenheiten. Dazu gehören beispielsweise die Analyse neuer Anlagenklassen, die Überprüfung des Risikomanagements und die Suche nach Trades zur Diversifizierung des Portfolios.

Risiken von Social Trading

Die größten Risiken von Social Trading sind unter anderem ein realistisches Verlustrisiko, ein übermäßiges Vertrauen in Fremde und fehlende Transparenz hinsichtlich der Trader. Es ist unklar, ob Erfolge von Social Tradern auf Expertise oder Glück beruhen. Social Investing ersetzt keine Anlagestrategie und es besteht das Risiko des Gruppendenkens.

Wer Social Trading mit Zertifikaten betreibt, hat ein Emittentenrisiko. Bei manchen Social Trading Anbietern werden Musterdepots fragwürdig aufgelistet.

Im Folgenden erklären wir die wichtigsten Risiken, die beim Social Trading bestehen.

  • Beim Social Trading besteht ein realistisches Verlustrisiko: Beim Social Trading besteht für Anleger ein sehr realistisches Verlustrisiko, da häufig mit sehr spekulativen Anlagen wie Derivaten (z. B. CFDs oder Futures) gehandelt wird. Verluste sind beim Social Trading nicht nur realistisch, sondern potentiell auch sehr hoch, da in vielen Fällen Finanzprodukte mit Hebel gehandelt werden. Durch die Hebelwirkung sind zwar hohe Gewinne möglich, dafür aber auch gleichermaßen hohe Verluste. Viele Social Investing Anbieter geben Disclaimer an, wonach eine Mehrheit der Privatanleger beim Social Trading Geld verliert. Social Trading wird meistens über CFDs abgewickelt. CFD Broker sind laut ESMA Vorgaben dazu verpflichtet anzugeben, wie viele ihrer aktiven Kleinanlegerkonten Verluste erleiden. Bei den meisten Anbietern schwanken diese Angaben zwischen 74 % und 89 %.
  • Beim Social Trading setzt man übermäßiges Vertrauen in Fremde: Ein wesentliches Risiko beim Social Trading ist, dass man übermäßiges Vertrauen in Fremde setzt. Beim Social Investing gibt man die eigene Kontrolle ab und legt sie in die Hände von Fremden, deren Qualifikationen man nicht kennt.
  • Bei vielen Anbietern von Social Trading gibt es kaum Transparenz: Fehlende Transparenz ist ein großes Risiko für Social Trader. An Transparenz mangelt es vor allem hinsichtlich der Händler, die ihre Handelsstrategien zum Kopieren freigeben. Beachte, dass bei den meisten Social Investing Anbietern nicht einsehbar ist, über welche Qualifikationen die Trader verfügen.
  • Beim Social Trading ist unklar, ob Erfolge auf Expertise oder Glück beruhen: Zwar lässt sich bei den meisten Social Trading Brokern einsehen, wie erfolgreich die Trades eines Händlers in der Vergangenheit waren, doch als Außenstehender kann man kaum einschätzen, ob die Erfolge auf Expertise oder Glück beruhten. Letzten Endes ist jede Übernahme einer Handelsstrategie eines anderen Traders keine Garantie für Erfolg, denn auch erfahrene Trader irren sich manchmal.
  • Social Trading ersetzt keine Anlagestrategie: Social Trading ersetzt keine Anlagestrategie, da man sich niemals ausschließlich auf die Expertise anderer Menschen verlassen sollte. Man sollte die Strategien der anderen Händler genau prüfen, bevor man sie kopiert.
  • Beim Social Trading besteht das Risiko des Herdentriebs: Der Herdentrieb ist eine ernsthafte Gefahr beim Social Trading, wenn viele Social Trader die Strategien eines einzigen Händlers kopieren und immer mehr Menschen mit aufspringen. Der Herdentrieb verführt die Anleger dazu, kritisches Denken einzustellen und die Handelsstrategien nicht zu prüfen, da es so aussieht, als sei der kopierte Trader sehr erfolgreich.
  • Beim Social Trading mit Zertifikaten besteht ein Emittentenrisiko: Wer Social Trading mit Zertifikaten betreibt, läuft Gefahr, nicht ausgezahlt zu werden, wenn der Anbieter der Zertifikate insolvent geht. Durch das Emittentenrisiko besteht die Gefahr, Verluste zu machen, obwohl eigentlich ein Gewinn erwirtschaftet wurde.
  • Fragwürdige Auflistung von Social Trading Musterdepots auf manchen Plattformen: Auf manchen Social Investing Plattformen werden Listen mit Musterdepots geführt. Viele Listen werden von Musterdepots angeführt, die zwar eine höhere Rendite erzielen, dafür aber auch ein erhöhtes Risiko eingehen. Anleger werden durch die hohe Positionierung von zwar erfolgreichen, aber sehr risikoreichen Musterdepots dazu verführt, ihr eigenes Musterdepot zu wechseln und dadurch selbst ein höheres Risiko einzugehen.

Kosten beim Social Trading

Die Kosten beim Social Trading entstehen durch die automatisch ausgeführten Aufträge. Wie die Kosten beim Social Trading genau berechnet werden, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich.

Manche Social Trading Broker berechnen eine feste Kommission für jeden Trade, andere erheben eine Gebühr durch Spreads. Spreads sind die Differenz zwischen Ankaufs- und Verkaufspreis und können variabel sein. Spread Kosten werden in Pip (Point in Percentage) angegeben.

Die Erstellung eines Kontos bei einem Social Trading Broker ist in der Regel kostenlos. Für bestimmte Produkte, die beim Social Investing gehandelt werden, können gegebenenfalls Extrakosten anfallen. Bei CFDs zum Beispiel fallen Übernachtgebühren an, wenn man eine Position über Nacht, über ein Wochenende oder einen Feiertag hinweg offen hält.

Wo kann man Social Trading lernen?

Social Trading kann man zum Beispiel online oder in Büchern lernen. Online gibt es zahlreiche Ratgeber zum Thema Social Trading, die einem die Grundzüge der Handelsart beibringen. Online-Ratgeber zum Thema Social Investing gibt es in schriftlicher Form und in Video-Form, zum Beispiel auf YouTube.

Man sollte immer kritisch sein, wenn man Online-Ratgeber zum Thema Social Trading in Anspruch nimmt, und versuchen, Informationen durch weitere Quellen zu verifizieren. Gut recherchierte Bücher eignen sich besonders gut als Basis für das Lernen von Social Trading oder alternativ als wertvolle Ergänzung.

Social Trading lässt sich gut über Demokonten lernen. Demokonten werden von manchen Social Trading Brokern angeboten und gewähren die Möglichkeit, Social Investing risikofrei zu üben, da man lediglich mit Spielgeld agiert. Social Trading Anfänger sollten Demokonten unbedingt zur Einübung nutzen, wenn ein solches Feature von ihrem Broker angeboten wird.

Besonders gut lässt sich Social Trading aus unserer Sicht in Online-Kursen und -Seminaren lernen. Am besten achtet man darauf, dass Online-Kurse und -Seminare von Profis gegeben werden, die echte Erfahrung im Bereich Social Investing haben.

Social Trading Coaching bei Trading.de

Das Trading Coaching bei Trading.de ist eine besonders gute Möglichkeit, Handelsstrategien für Social Investing und andere Trading Arten zu lernen. In unserem Coaching lernen Teilnehmer sowohl Grundkenntnisse als auch die tieferen Mechanismen des Tradings kennen.

Besonderes Augenmerk legen wir in unserer Trading Ausbildung auf die Vermittlung von handfesten Trading Strategien, damit sich die Teilnehmer nach dem Coaching in einer optimalen Position befinden, um selbst aktiv zu werden und voller Tatendrang mit dem Social Trading oder einer anderen Trading Art zu beginnen. Die Vermittlung von praxisnahem Wissen ist uns sehr wichtig.

Geleitet werden unsere Social Trading Coachings von Andre Witzel und Jia Tian Rong, die beide sehr erfahrene Trading Coaches sind. Andre Witzel und Jia Tian Rong sind selbst als Trader aktiv und verfügen zusammen über mehr als 15 Jahre Erfahrung auf diesem Gebiet. Mit Leidenschaft geben unsere Coaches ihr Wissen an ihre Teilnehmer weiter und versetzen sie so in die Lage, am Social Trading teilzuhaben.

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Andre Witzel
Andre Witzel hat über 10 Jahre Erfahrungen im Trading und ist der Gründer von Trading.de. Als Experte, Coach in der Trading.de Ausbildung und Trader teilt seine Strategien und Methoden mit seinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps zum erfolgreichen Handel geben.
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