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Beim Commodity Trading werden homogene oder standardisierte Rohstoffe gekauft und verkauft. 

Die beliebtesten Commodities im Rohstoffhandel sind unter anderem Gold, Öl, Kupfer, Mais und Weizen. Die weltweite Nachfrage nach Rohöl liegt bei ca. 104 Millionen Barrel (16,5 Milliarden Liter) pro Tag. Die globale Goldnachfrage verzeichnet derzeit ein starkes Wachstum und hat kürzlich Rekordwerte über der 5.000 Tonnen Marke erreicht. Der Rohstoffhandel bietet enormes Investitionspotenzial, birgt aber für Privatanleger auch erhebliche Risiken durch seine Preisvolatilität und geopolitische Abhängigkeiten.

Commodity Trading funktioniert über physische und virtuelle Marktplätze für Rohstoffe. Vor dem Trading ist es wichtig, sich mit den verschiedenen Rohstoffarten auseinanderzusetzen, sich  für eine geeignete Commodity Trading Strategie zu entscheiden (beispielsweise Breakout Trading oder Daytrading) und Rohstoff Finanzderivate auszuwählen (zum Beispiel Rohstoff Futures oder CFDs).

Trading.de ist eine Plattform, die dir hochwertige Seminare und Coachings für das Commodity Trading und andere Trading Arten für Anfänger und Fortgeschrittene bietet. 

Auf dieser Seite erklären wir, was Commodity Trading ist, welche Commodities gehandelt werden, wie Commodity Trading funktioniert und was seine Vorteile und Risiken sind.

Was ist Commodity Trading?

Commodity Trading ist der Kauf und Verkauf von standardisierten Rohstoffen.

Der Rohstoff Handel zeichnet sich durch 2 wesentliche Akteure aus: Hedger und Spekulanten.

Hedger sind Marktteilnehmer in den Terminmärkten mit dem Ziel, sich gegen etwas abzusichern. Bei Hedgern im Rohstoff Trading handelt es sich um die Produzenten oder industriellen Abnehmer der Rohstoffe. Beispielsweise kauft eine Fluggesellschaft Terminkontrakte auf Öl, um sich gegen stark steigende Kerosinpreise abzusichern. Ein anderes Beispiel für Hedging ist ein Weizenbauer, der seine Ernte schon vor der Aussaat auf dem Terminmarkt verkauft, um einen festen Preis zu garantieren und sich vor einem Preisverfall zu schützen.

Spekulanten sind Marktteilnehmer, die Risiken eingehen, weil sie mit der Realisierung von Gewinnchancen rechnen. Dazu zählen beispielsweise Hedgefonds, Investmentbanken und Privatanleger bzw. Retail Trader. Ihr Ziel besteht darin, aus den ständigen Preisdifferenzen Profit zu generieren.

Für Spekulanten stehen verschiedene Finanzderivate zur Verfügung, wie zum Beispiel Rohstoff ETFs, CFDs und Futures. Hebelprodukte wie CFDs sind im Commodity Trading sehr geläufig. Ein Hebel oder Leverage bedeutet, dass ein Trader nur einen Bruchteil des tatsächlichen Wertes eines Rohstoffkontrakts als Sicherheitsleistung (Margin) hinterlegt. Der Broker leiht das restliche Geld. Ein weiteres häufiges Finanzprodukt für Commodities sind Futures. Rohstoff Futures sind Terminkontrakte, die dazu verpflichten, einen Rohstoff zu einem bestimmten Preis an einem festgelegten Datum in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen.

Der Weltverband der Börsen (WFE) meldet, dass das Volumen von Rohstoff Futures und Optionen im Jahr 2025 einen Wert von 12,49 Milliarden gehandelter Kontrakte erreicht hat. Das ist ein rasanter Anstieg von 17,5 % im Vergleich zum Vorjahr.

Es gibt 2 Arten von Commodities, die im Rohstoffhandel getradet werden: Soft Commodities und Hard Commodities. Im folgenden Abschnitt gehen wir auf spezifische Commodities ein, die typischerweise an Rohstoffbörsen gehandelt werden.

Welche Commodities werden gehandelt?

Es werden Hard Commodities und Soft Commodities gehandelt. Hard Commodities sind Metalle und Mineralien wie beispielsweise Gold, Silber, Kupfer, Öl, Aluminium und Gas. Soft Commodities sind Agrarprodukte wie Weizen, Kaffee, Mais, Palmöl und Sojabohnen.

Gold

Gold ist ein wertvolles Edelmetall, das im Commodity Trading primär als Inflationsschutz genutzt wird.

Der Goldpreis wird stark durch die Geldpolitik und die Inflation bestimmt. Bei niedrigen Zinsen wird traditionell viel in Gold investiert. Der Goldpreis reagiert sensibel auf geopolitische Ereignisse, die Unsicherheiten auslösen (zum Beispiel Krieg). Gold wird hauptsächlich über Futures und physisch hinterlegte ETCs gehandelt.

Silber

Silber ist ein weißglänzendes Edelmetall, das massiv in der Industrie verwendet wird, zum Beispiel in der Elektronik und der Photovoltaik Industrie.

Über 50 % der Silbernachfrage stammt aus der Industrie. Aus diesem Grund ist die Kursentwicklung bei Silber stark konjunkturabhängig. Wird der Ausbau erneuerbarer Energien gefördert, steigt die Nachfrage. In Rezessionen fällt der Preis tendenziell stärker als Gold.

Kupfer

Kupfer ist ein widerstandsfähiges Metall und gehört zu den wichtigsten Industriemetallen auf der Welt. Kupfer wird oft “Dr. Copper” genannt, da sich am Kupferpreis relativ verlässlich ablesen lässt, wie es derzeit um die Weltwirtschaft steht.

Kupfer wird in der Bauwirtschaft eingesetzt und gewinnt mit der Energiewende immer mehr Relevanz, da es ein notwendiger Rohstoff für E-Autos und Stromnetze ist. Die Preisentwicklung von Kupfer wird maßgeblich von der chinesischen Bau- und Industriepolitik bestimmt, da China der weltgrößte Importeur von Kupfer ist.  

Aluminium

Aluminium ist ein silbrig-weißes Leichtmetall, das in der Autoindustrie, der Luftfahrt und der Verpackungsbranche eingesetzt wird.

Die Preisbildung bei Aluminium hängt in hohen Maße von den globalen Energiepreisen ab. Die Aluminium Herstellung ist sehr energieintensiv.  Das bedeutet, wenn der Strompreis hoch ist, drosseln Aluminium Hersteller ihre Produktion, sodass das Angebot sinkt und der Preis am Rohstoffmarkt steigt.

Öl

Öl ist der wichtigste fossile Energieträger der Weltwirtschaft. Die bekanntesten Referenzsorten für den Ölhandel sind Brent Crude (Europa) und WTI (Nordamerika).

Der Ölpreis hängt stark von der politischen Lage ab. Die Förder- und Exportmengen werden maßgeblich von der OPEC gesteuert. Angebotsverknappungen durch geopolitische Konflikte oder strategische Kürzungen treiben den Preis in die Höhe. Konjunkturelle Sorgen drücken die Nachfrage und senken so den Preis.

Gas

Gas ist ein fossiler Energieträger, der zur Wärmeversorgung, Stromerzeugung und als Basiswerkstoff für die Chemieindustrie genutzt wird.

Erdgas zeichnet sich durch eine regional bedingte Preisbildung aus. Erdgas ist schwer zu transportieren, da es Pipelines oder eine teure Verflüssigung zu LNG erfordert. Die treibenden Faktoren sind das Wetter sowie die Stabilität und politische Sicherheit der Lieferketten.

Weizen

Weizen ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel der Welt und zentral für die globale Ernährungssicherheit.

Der Weizenmarkt wird von Agrarberichten wie dem WASDE Report der USA dominiert. Der Weizenpreis reagiert direkt auf Wetterextreme wie Dürren, Brände oder Überschwemmungen in den Anbaugebieten, Krankheitsbefall der Ernten und geopolitische Blockaden der Hauptexportrouten.

Kaffee

Kaffee ist ein Genussmittel, das aus gerösteten gemahlenen Kaffeebohnen aufgegossen wird, dessen Anbau eng auf die klimatischen Bedingungen der Regionen rund um den Äquator beschränkt ist. Die Hauptsorten sind Arabica und Robusta.

Beim Kaffee Trading ist zu beachten, dass die Kaffeepreise extrem wetterabhängig sind. Frostperioden oder langanhaltende Dürren führen zu einer drastischen Verknappung des globalen Angebots und lösen enorme Kurssprünge an der Börse aus.

Mais

Mais ist das weltweit vorherrschende Getreide und wird nur zu einem kleinen Teil direkt vom Menschen konsumiert. Die Hauptnutzung von Mais liegt in der Futtermittelindustrie und der Produktion von Biokraftstoffen.

Der Maispreis ist eng an die Fleischindustrie und die Energiepolitik gekoppelt. Bei steigenden Ölpreisen ist die Beimischung von Mais-Ethanol in Kraftstoffen lukrativer, sodass die Mais Nachfrage steigt. Mais konkurriert häufig mit Soja um dieselben landwirtschaftlichen Anbauflächen.

Palmöl

Palmöl ist das weltweit meist verwendete pflanzliche Öl und wird in Lebensmitteln, Kosmetika und Biodiesel verwendet.

Der Palmöl Markt konzentriert sich stark auf Indonesien und Malaysia. Die Palmölpreise reagieren auf staatliche Exportquoten dieser beiden Länder, auf Konkurrenzprodukte wie Sonnenblumenöl und auf politische Regulierungen zur Verhinderung von Entwaldung.

Sojabohnen

Sojabohnen sind Hülsen- und Ölfrüchte, die global zu den wichtigsten Proteinquellen gehören. Die Sojabohnen werden meistens zu Sojaschrot für die Tiermast verarbeitet und zu Sojaöl gepresst.

Der Markt für Sojabohnen ist im großem Maße von den Handelsbeziehungen zwischen China und den großen Exportländern wie die USA und Brasilien abhängig. China ist weltweit der größte Importeur von Sojabohnen. Bei wachsender Fleischindustrie in China steigt der Bedarf an Soja Tierfutter immens und der Sojapreis steigt.

Wie funktioniert Commodity Trading?

Commodity Trading funktioniert über einen physischen oder virtuellen Marktplatz und beinhaltet das Spekulieren auf Preisbewegungen von Rohstoffen wie Öl, Gold und Weizen.

Im Folgenden erklären wir dir in 6 Schritten, wie Commodity Trading funktioniert.

1. Entscheide dich, welchen Rohstoff du handeln willst

Im ersten Schritt entscheidest du dich für einen oder mehrere Rohstoffe, mit denen du handeln willst. Gehandelt werden Hard Commodities (abgebaute Ressourcen) und Soft Commodities (landwirtschaftliche Produkte). Commodities lassen sich im Groben in die Sektoren Energie, Metalle, Agrarrohstoffe und Lebendvieh unterteilen.

In der folgenden Liste beschreiben wir die 4 Commodity Sektoren und gehen dabei darauf ein, durch welche Faktoren sie am meisten beeinflusst werden.

  • Energie: Typische Energie Commodities sind Rohöl und Erdgas. Die wichtigsten Einflussfaktoren für das Trading mit Rohstoffen aus dem Bereich Energie sind Geopolitik und Konjunkturdaten. Beim Gas- und Öl Trading empfiehlt es sich daher, sich mit OPEC Entscheidungen und geopolitischen Umbrüchen zu beschäftigen.
  • Metalle: Metalle wie Gold, Silber, Kupfer und Platin sind beliebte Rohstoffe im Commodity Trading. Metall Trading wird am stärksten durch Inflationserwartungen, US-Dollar-Kurs, Zinsniveau und Industrie-Nachfrage beeinflusst. Edelmetalle wie Gold gelten als Inflationsschutz. Bei steigender Inflation fließen tendenziell mehr Gelder in Metalle.
  • Agrarrohstoffe: Beispiele für Agrarrohstoffe sind Weizen, Kaffee, Zucker und Mais. Wichtige Einflussfaktoren für das Trading mit Agrarrohstoffen sind Wetterbedingungen (Dürre, Frost), US-Dollar-Stärke, Transportwege und Saisonalität. In Erntezeiten wird viel Ware auf den Markt gedrückt, während in den Monaten davor das Angebot knapp ist und die Preise höher sind.
  • Lebendvieh: Lebendvieh umfasst als Commodity Kategorie unter anderem Mastrinder und Magerschweine. Auf den Handel mit Lebendvieh haben unter anderem Futtermittelpreise, Transportkosten, Wetter und Tierkrankheiten einen starken Einfluss. 

Eine Machbarkeitsstudie für Commodity Hedging von KPMG zeigt, dass der Rohstoffmarkt von geopolitischen Krisen, der Energiewende und einer extremen Preisvolatilität beherrscht wird. Für Großkonzerne werden robuste Absicherungsstrategien (Hedging) daher immer relevanter. Für Privatanleger stehen im Commodity Trading verschiedene Strategien zur Verfügung, die wir im Folgenden beschreiben.

2. Entscheide dich für eine Commodity Trading Strategie

Im nächsten Schritt entscheidest du dich für eine Trading Strategie, wie zum Beispiel Swingtrading Strategien, Trendfolgestrategie, Macro Trading, saisonales Trading, Range Trading oder Daytrading.

In der folgenden Liste beschreiben wir die grundlegenden Trading Strategien für den Rohstoffhandel. 

  • Macro Trading mit Commodities Forecast: Professionelle Trader nutzen institutionelle Prognosen, wie zum Beispiel den Commodity Forecast der Weltbank, um langfristige Preiszyklen zu handeln. Dazu wird der Durchschnittspreis des Rohstoffes ermittelt und mit der Prognose verglichen. Liegt der Marktpreis unter der Prognose, werden nur Long-Positionen aufgebaut. Liegt der Marktpreis über der Prognose, werden Short-Positionen aufgebaut. Prognostiziert die Weltbank beispielsweise die Verknappung von Industriemetallen, spekulieren Trader auf steigende Kurse bei Kupfer und Eisenerz.
  • Saisonales Trading: Saisonales Trading funktioniert fast ausschließlich nur bei Rohstoffen. Soft Commodities wie Weizen oder Mais haben feste Aussaat- und Erntezyklen. Energierohstoffe unterliegen ebenfalls der Saisonalität. Heizöl wird zum Beispiel stark im Winter nachgefragt. Trader werten die saisonalen Zyklen aus, um preistreibende Faktoren wie Dürreperioden zu prognostizieren. Ziel des saisonalen Tradings ist es, in starken Phasen Long zu gehen und in schwachen Phasen short zu gehen oder auszusteigen.
  • Trendfolgestrategie: Die Trendfolgestrategie beruht darauf, einen Trend zu erkennen und in ein Finanzprodukt einzusteigen. Rohstoffe neigen dazu, bei Umbrüchen (zum Beispiel Krieg) lange Trends zu bilden. Trader nutzen gleitende Durchschnitte (Moving Averages) oder den MACD Indikator (Moving Average Convergence/Divergence), um in einen Aufwärts- oder Abwärtstrend mit einzusteigen.
  • Range Trading: Range Trading ist eine beliebte Strategie an Finanzmärkten, bei der du in Seitwärtsmärkten handelst. Beim Range Trading werden Unterstützungs (Support)- und Widerstandszonen (Resistance) identifiziert. Supportzonen spiegeln ein Preisniveau, bei dem das Kaufinteresse stark genug ist, um einen weiteren Kursrückgang zu verhindern. Trader nutzen die Support Zone, um Long Positionen zu eröffnen. Widerstands Zonen bilden ein Preisniveau ab, bei dem der Verkaufsdruck ausreicht, um den Kursanstieg zu stoppen. Im Resistance Bereich eröffnen Trader Short-Positionen, das heißt, sie verkaufen auf fallenden Kursen. Befindet sich der Preis für Silber beispielsweise monatelang zwischen 22 und 25 USD, handeln Trader in dieser Range. Sie kaufen an der unteren Support-Linie und verkaufen an der oberen Resistance-Linie.
  • Breakout Trading: Breakout Trading ist eine beliebte und effektive Trading Strategie, die Händlern attraktive Gewinne bringen kann. Rohstoffe reagieren extrem volatil, wenn wichtige Preislevel durchbrochen werden. Bricht der Preis plötzlich nach einem langanhaltenden Trend nach oben aus, springen Breakout Trader auf den Zug auf, da sie annehmen, dass der Ausbruch den Beginn eines neuen Trends markiert.
  • Daytrading: Daytrading ist eine kurzfristige Handelsstrategie und bezeichnet den sehr schnellen Handel mit Wertpapieren und Derivaten. Positionen werden innerhalb eines Tages geöffnet und wieder geschlossen, um das Risiko von Kurssprüngen über Nacht zu vermeiden.
  • Swingtrading: Swingtrading ist eine beliebte Handelsstrategie mit dem Ziel,von kurz- bis mittelfristigen Swings (Kursschwankungen) zu profitieren. Trader halten Positionen über mehrere Tage bis Wochen, um mittelfristige Preisschwünge auszunutzen.

3. Wähle ein geeignetes Finanzderivat für Commodity Trading

Im nächsten Schritt wählst du ein geeignetes Finanzderivat für Commodity Trading, wie zum Beispiel Futures, Rohstoff-Optionen, CFDs und ETCs.

In der folgenden Liste beschreiben wir die wichtigsten Finanzderivate für gewinnbringendes Commodity Trading.

  • Futures: Futures sind symmetrische Terminkontrakte. Ein Future bildet im Commodity Trading eine bindende Vereinbarung, einen Rohstoff zu einem bestimmten Preis an einem bestimmten Datum in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Futures werden an großen Warenterminbörsen wie der CME in Chicago gehandelt. Anleger hinterlegen nicht den gesamten Vertragswert, sondern nur eine Sicherheitsleistung (Margin). Dies ermöglicht einen guten Leverage, was sowohl die Gewinnchancen als auch das Verlustrisiko massiv erhöht. Privatanleger in Deutschland dürfen Futures nur traden, wenn es beim gewählten Broker keine Nachschusspflicht gibt oder wenn sie ein berechtigtes Interesse am Schutz vor Preisveränderungen haben.
  • Rohstoff-Optionen: Rohstoff Optionen sind Rechte (keine Pflichten), Rohstoff Futures zu kaufen oder zu verkaufen und werden genutzt, um auf steigende oder fallende Rohstoffpreise zu spekulieren. Optionen bieten das Recht, einen Rohstoff Future zu einem vorher festgelegten Preis zu kaufen (Call) oder zu verkaufen (Put). Dafür zahlt der Käufer eine Optionsprämie.
  • CFD (Contract for Difference): Ein CFD ist ein Differenzkontrakt und die häufigste Trading Strategie für private Online Trader. Bei CFDs spekuliert man auf steigende (Long) oder fallende (Short) Kurse, ohne ein Anrecht auf den Rohstoff zu erwerben. CFDs werden mit einer Margin gehandelt.
  • ETC (Exchange Traded Commodities): ETCs sind börsengehandelte Zertifikate. Diese Zertifikate bilden den Rohstoffpreis exakt ab und werden in einem normalen Wertpapierdepot hinterlegt.

4. Wähle einen Commodity Trading Broker aus

Um als Privatanleger im Commodity Trading erfolgreich zu sein, ist es wichtig, einen seriösen Broker auszuwählen.

Für Commodity Trading gibt es spezialisierte Future Broker sowie CFD- und Forex Broker. Future Broker bieten direkten Zugang zu Warenterminbörsen für physisches Hedging und institutionelles Trading. Wir empfehlen für Commodity Trading CFD- und Forex Broker wie eToro, Capital.com, FP Trading und Pepperstone, bei denen Privatanleger mit Hebeln und kleineren Summen auf Preisentwicklungen spekulieren können.  

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Ein guter Commodity Broker zeichnet sich durch enge Spreads, eine zuverlässige Regulierung durch die BaFin oder CySEC sowie eine schnelle Orderausführung aus. Die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht) und die CySEC (Cyprus Securities and Exchange Commission) sind Finanzaufsichtsbehörden zur Überwachung der Einhaltung europäischer Standards. Sie sind ein wichtiger Indikator, um die Seriosität von Brokern zu überprüfen. Unserer Erfahrung nach treffen Privatanleger eine gute Commodity Broker Auswahl, wenn sie auf Kriterien wie enge Spreads und Regulierung achten.

Für die Umsetzung komplexer Commodity Trading Strategien empfiehlt sich ein Broker, der Zugang zu MetaTrader, cTrader oder TradingView Integration ermöglicht. MetaTrader und cTrader sind professionelle Handelssoftwares, die eine schnelle Orderausführung und das Programmieren eigener Algorithmen ermöglichen. TradingView ist eine leistungsstarke Chart- und Analyse Plattform und ein soziales Netzwerk und zunehmend von Brokern für die direkte Orderausführung integriert wird.

5. Übe Commodity Trading auf einem Demokonto

Übe Commodity Trading auf einem Demokonto, bevor du mit realem Guthaben tradest.

Fast alle führenden Broker wie Pepperstone oder Capital.com bieten kostenlose Demokonten an. Demokonten simulieren echte Marktbedingungen inklusive Latenzen und Spreads. Durch diese Simulation realer Marktbedingungen hast du die Möglichkeit, deine Handelsstrategien risikofrei mit virtuellem Kapital zu testen. 

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

In unserer Trading Ausbildung bei Trading.de setzen wir auf Demokonten, da sich das Commodity Trading hierbei gefahrenlos üben lässt. Unserer Ansicht nach stellen Demokonten ein äußerst wertvolles Tool für alle Privatanleger dar, die Commodity Trading lernen wollen.

Erst nachdem man das Commodity Trading über ein Demokonto gelernt hat, wagt man den Übergang zum echten Trading. Viele Teilnehmer unserer Trading Ausbildung entscheiden sich nach ungefähr 3 bis 7 Monaten dafür, Commodity Trading mit einem kleinen Echtgeldkonto von beispielsweise 500 Euro zu starten.

6. Zahle Guthaben auf dein Commodity Trading Konto ein und öffne eine Trading Order

Nach Verifizierung deiner Identität hast du die Möglichkeit, Guthaben auf dein Commodity Trading Konto einzuzahlen und eine Trading Order zu öffnen.

Die Dauer der Ein- und Auszahlungen variiert je nach Broker und Zahlungsmethode. Kredit-/Debitkarten und E-Wallets wie Skrill oder PayPal ermöglichen Einzahlungen innerhalb weniger Sekunden. Auszahlungen dauern bei den meisten großen Brokern durchschnittlich 1-3 Werktage. Ein- und Auszahlungen per SEPA Überweisung dauern meistens 1-3 Werktage. Einige Broker Plattformen unterstützen Echtzeitüberweisungen. Manche Broker erlauben Einzahlungen in Kryptowährungen. Je nach Blockchain Auslastung dauert es nur wenige Minuten oder weniger, bis das Geld zum Trading zur Verfügung steht.

Vorteile und Risiken von Commodity Trading 

Die Vorteile und Risiken von Commodity Trading sind einerseits Portfoliodiversifikation, Inflationsschutz und spekulative Gewinnchancen und andererseits eine hohe Preisvolatilität, geopolitische Abhängigkeiten, Wetterrisiken und Rollverluste durch Contango Effekt.

Der Rohstoffmarkt wächst konstant. Der globale Markt für Rohstoffderivate wird 2026 laut Statista einen Nominalwert von rund 136,76 Billionen Euro erreichen. Laut Prognose wird im Jahr 2031 ein Nominalwert von 199,85 Billionen Euro erreicht, was über den gesamten Prognosezeitraum einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum (CAGR) von 7,77 % entspricht.

In der folgenden Tabelle werden die wichtigsten Vorteile und Risiken von Commodity Trading auf einen Blick dargestellt.

Vorteile von Commodity Trading

  • Portfoliodiversifikation
  • Inflationsschutz
  • Spekulative Gewinnchancen

Risiken von Commodity Trading

  • Preisvolatilität
  • geopolitische Abhängigkeiten
  • Wetterrisiken bei Soft Commodities
  • Rollverluste durch Contango Effekt

Vorteile von Commodity Trading

Die Vorteile von Commodity Trading sind eine sichere Portfoliodiversifikation, ein verbesserter Inflationsschutz und spekulative Gewinnchancen.

Commodity Trading sorgt für eine sichere Portfoliodiversifikation. Commodities weisen eine geringe Korrelation zu traditionellen Anlagen wie Aktien oder Anleihen auf, sodass Schwankungen im Gesamtdepot leicht abzufedern sind. Der Rohstoffhandel funktioniert oft unabhängig von Unternehmensgewinnen oder Zinsentscheidungen und bietet daher einen wertvollen Risiko Puffer. Aktien brechen bei einer durch einen Angebotsschock bedingten Inflation schnell ein, wohingegen die Rohstoffe im Preis steigen. Commodity Trader haben die Möglichkeit, auf fallende oder steigende Rohstoffpreise zu spekulieren, da sich das globale Angebot-Nachfrage Muster bei Agrargütern oft saisonal sehr vorhersehbar verhält.

Trading mit Rohstoffen erhöht den Inflationsschutz. Rohstoffe wie Gold und Öl haben als knappe Güter einen intrinsischen Wert. Bei steigenden Preisen wächst dieser Wert mit und erhält die Kaufkraft.

Der Handel mit Rohstoffen zeichnet sich durch hohe spekulative Gewinnchancen aus. Die hohe Volatilität von Rohstoffen ermöglicht es Day oder Swingtradern, in sehr kurzer Zeit hohe prozentuale Gewinne aus Preisschwankungen zu erzielen.

Risiken von Commodity Trading

Die Risiken von Commodity Trading sind die hohe Preisvolatilität, geopolitische Abhängigkeiten, Wetterrisiken bei Soft Commodities und Rollverluste durch Contango Effekt.

Das größte Risiko von Commodity Trading ist die hohe Preisvolatilität, insbesondere beim Einsatz von Finanzderivaten. Ein typischer Fehler, den wir in unserer Ausbildung bei Trading.de immer wieder beobachten ist, dass Anfänger trotz der hohen Volatilität beim Commodity Trading zu hohe Einsätze wagen und dadurch ein unnötig hohes Risiko eingehen.

Der Global Risks Report 2026 des Weltwirtschaftsforums betont, dass die Beschleunigung geopolitischer Krisen und Klimakatastrophen langfristig zu extremen Verwerfungen auf dem Rohstoffmarkt führt. Ein blockierter Seeweg oder überraschender Bodenfrost treibt eine Commodity Position gegebenenfalls innerhalb von Minuten ins Minus. Bei Nutzung von Hebelprodukten wie Futures oder CFDs ohne strenges Stop-Loss-Management ist die gesamte hinterlegte Margin bei negativen Entwicklungen schnell komplett aufgebraucht.

Der Markt für Rohstoffe ist von geopolitischen Abhängigkeiten gekennzeichnet. Unvorhersehbare Krisen, Kriege, Sanktionen und Regierungseingriffe beeinflussen den Rohstoffmarkt massiv und führen zu extremen Kursschwankungen.

Extreme Wetterereignisse sind insbesondere bei Soft Commodities wie Mais und Soja ein erhebliches Risiko im Commodity Trading. Dürren, Frost, Überschwemmungen und Brände wirken sich auf das gesamte Ernteangebot aus. So entstehen drastische Veränderungen in der Preisentwicklung, die schwer vorhersehbar sind.

Beim Commodity Trading in Form von Rohstoff ETCs auf Basis von Futures kommt es durch den Contango Effekt gegebenenfalls zu Rollverlusten. Der Contango Effekt bezeichnet eine Marktsituation, in der der Future Kurs eines Finanzprodukts höher ist als der aktuelle Spotpreis. Kauft ein Investor beispielsweise einen Rohstoff wie Öl für die physische Lieferung in der Zukunft, ist es notwendig, diesen zu lagern und zu versichern. Die entstehenden Cost of Carry werden auf den Preis aufgeschlagen, wodurch zukünftige Kontrakte teurer sind als der sofortige Kauf. Um die Anlageprodukte handelbar zu halten, werden die auslaufenden Terminkontrakte kurz vor Fälligkeit verkauft und in laufende Kontrakte umgewandelt (gerollt). Beim Contango kosten die neuen Kontrakte jedoch mehr als die alten, die auslaufen. So entstehen sogenannte Rollverluste für den Investor.

Wie kann man Commodity Trading lernen?

Man kann Commodity Trading lernen, indem man die Grundlagen über den Rohstoffhandel kennt und risikofrei über ein Demokonto übt.

Im folgenden Leitfaden zum Commodity Trading für Anfänger erfährst du in 5 Schritten, wie du das Commodity Trading am besten erlernst.

  1. Den Rohstoff Handel und seine Einflussfaktoren verstehen: Vor Platzierung eines Trades ist es wichtig zu wissen, was die Preise bewegt. Lerne dazu die hauptsächlichen Commodity Kategorien Energie, Edelmetalle, Agrarrohstoffe und Industriemetalle kennen und verstehe ihre spezifischen Parameter in der Preisentwicklung (zum Beispiel OPEC Entscheidungen bei Öl, Saisonalität bei Agrarrohstoffen und Konjunkturdaten für Industriemetalle).
  2. Commodity Trading Finanzinstrumente begreifen: Begreife die Vor- und Nachteile von Commodity Trading Finanzinstrumenten, wie CFDs, Futures und ETCs. Das häufigste Finanzderivat für Privatanleger im Commodity Trading ist der CFD (Differenzkontrakt). Die wichtigsten Lernthemen sind hier der Leverage (Hebel) und die Margin Berechnung.
  3. Technische Analyse und Charttechnik aneignen: Lerne Preischarts richtig zu lesen und zu interpretieren. Dazu identifizierst du Unterstützungs- und Widerstandszonen (Support und Resistance) und erlernst den Umgang mit Indikatoren wie gleitende Durchschnitte (Moving Averages) oder RSI (Relative Strength Index) zur Erkennung von Markttrends. 
  4. Erlerne Risikomanagement: Risikomanagement ist genauso wichtig wie die Trading Strategie. Der Rohstoffmarkt ist anfällig für extreme Preissprünge durch geopolitische und klimatische Ereignisse wie Konflikte oder Dürren. Lerne dazu die Anwendung von Stop-Loss-Orders, um Verluste automatisch zu begrenzen. Unserer Erfahrung nach solltest du die Positionsgröße so berechnen, dass du bei einem Fehltrade nie mehr als 1 bis 2% deines Gesamtkapitals verlierst.
  5. Nutze ein Demokonto: Nutze ein Demokonto, um Commodity Trading zu erlernen. Fast alle regulierten Broker bieten kostenlose Demokonten an. Mit einem Demokonto lernst du die Benutzeroberfläche der Handelsplattform kennen und tradest virtuelles Geld unter echten Live-Marktbedingungen. Bei Trading.de verwenden wir ebenfalls Demokonten, um unseren Teilnehmern Commodity Trading beizubringen.

Commodity Trading Coaching bei Trading.de

Das Coaching für Commodity Trading bei Trading.de liefert dir eine verlässliche Basis für gewinnbringenden Handel mit Rohstoffen.

Mit unserem Commodity Trading Coaching verkürzt du durch professionelle Ausbildung den Trial-and-Error-Prozess auf dem Demokonto. Wir vermitteln komplexes Marktwissen durch strukturiertes Mentoring praxisnah. 

Alle unsere Coaching Teilnehmer bekommen im Commodity Trading einen persönlichen Mentor zur Seite gestellt, der in allen Schritten kontinuierliche Unterstützung sicherstellt. Du erhältst direktes Feedback und individuell auf dich abgestimmte Trading Strategien. Erfahrene Mentoren korrigieren typische Anfängerfehler wie ein zu hohes Hebelrisiko beim CFD Handel oder das falsche Lesen von Wetterforecasts oder von OPEC Meldungen. 

Wir legen größten Wert darauf, Theorie und Praxis zusammenzubringen. Wir geben dir eine solide Theorie Basis und erklären dir, wie du sie im Rohstoffhandel gewinnbringend einsetzt.

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Kosten beim Commodity Trading

Kosten beim Commodity Trading sind abhängig von Spreads, Kommissionen, Transaktionskosten und Finanzierungskosten.

Der Spread ist die Differenz zwischen Kaufpreis und Verkaufspreis. Spreads werden im Commodity Trading häufig unterschätzt. Aufgrund des Spreads startet der Investor immer leicht im Minus bei Eröffnung einer Position. Diese Lücke ist durch Kursgewinne auszugleichen.  

Die Kommissionen sind feste Transaktionsgebühren, die pro Trade berechnet wird. Viele CFD Broker werben mit „provisionsfrei” oder „ Zero Commission”. Statt einer Fixgebühr bezahlt der Trader in diesen Fällen die Leistung des Brokers durch den Spread. 

Die Finanzierungskosten sind für alle Commodity Trader relevant, die die Position länger als einen Tag halten. Bei Hebelprodukten wie CFDs und Futures handeln Trader mit geliehenem Kapital, für das Zinsen anfallen. Wird beispielsweise ein Rohstoff CFD über den täglichen Marktschluss hinaus gehalten, berechnet der Broker eine Swap Gebühr. Diese Gebühr beinhaltet meistens einen zusätzlichen Broker Aufschlag von 2-3 %.

Bei Rohstoff Futures fallen sogenannte Rollover Fees oder Rollkosten an. Futures haben ein festes Verfallsdatum. Der Kontrakt wird gerollt, also verlängert, wenn die Position über das Verfallsdatum hinaus gehalten werden soll. Das bedeutet, man verkauft den alten Kontrakt und kauft den neuen für den Folgemonat. Dadurch fallen erneut Transaktionsgebühren an.

Andre Witzel
Andre Witzel hat über 10 Jahre Erfahrungen im Trading und ist der Gründer von Trading.de. Als Experte, Coach in der Trading.de Ausbildung und Trader teilt seine Strategien und Methoden mit seinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps zum erfolgreichen Handel geben.
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Risikohinweis
Trading.de gibt keine Anlageberatung. Das Trading ist sehr risikoreich und Sie können Ihr komplettes Kapital verlieren. Seien Sie sich sicher, dass sie die Risiken verstehen und investieren Sie nur Geld welches Sie im schlimmsten Fall verlieren können. Die Nutzung von Derivaten mit Hebeln birgt ein höheres Gewinn- und Verlustpotential. Lesen Sie unseren kompletten Risikohinweis.