In diesem Artikel stelle ich dir einige der wichtigsten Trading Methoden vor und zeige dir, mit welchen Handelsstrategien man am Markt erfolgreich sein kann. Wir besprechen zudem die möglichen Risiken und Tipps, mit denen du die passende Trading Strategie für dich findest. Darüber hinaus findest du hier einen Guide zum Auffinden der besten Trading Plattformen für den jeweiligen Trading-Stil.

Für Schnellleser gehts hier direkt zu den Arten!

Warum ist Trading mit Methode wichtig?

Wer emotional in den Handel einsteigt und ohne eine klare Trading Strategie an das Investment herangeht, gerät meist schnell in finanzielle Schieflagen. Nur mit den richtigen Trading Methode und einer Struktur können die Trades wirklich erfolgreich sein.

Mit ausgewählten Trading Strategien zu handeln verhindert, dass man Fehler macht und auf lediglich gehypte Trends aufspringt. Unterstützen lassen sich die verschiedenen Methoden dabei durch gewisse Handelssignale, Indikatoren, Chart-Positionen und eine Vielzahl von automatisierten Trading-Funktionen.

Auf Grundlage dieser Hilfsmittel und Trading Strategien haben es bereits viele Trader zu echten Profi-Händlern geschafft. Einmal eine richtige Methode gefunden, kann man schließlich vom passiven Einkommen profitieren und auf Dauer sein Vermögen vermehren.

Mache dir zunächst klar, was du mit deiner Handelsstrategie erreichen willst

Es gibt eine Vielzahl an Trading Methoden und Handelsstrategien. Diese lassen sich z. T. nicht einfach so miteinander kombinieren. Zudem passt nicht jede Strategie zum persönlichen Charakter der Trader. Gerade Ansätze mit einem kurzfristigen Zeithorizont wie Daytrading und Scalping beanspruchen die Nerven der Anleger sehr. Du musst hier genau wissen, was du machst und möglichst schnell reagieren.

Anstelle dessen kann man sich natürlich auch den langfristigeren Varianten zuwenden. Durch den Vergleich der intrinsischen Werte der Unternehmen mit der Bewertung an den Finanzmärkten lassen sich Aktien ausmachen, die Potenzial für Wachstum haben. Wer auf Dauer Vermögen vermehren und es z. B. als Altersgeld verwenden möchte, ist mit einer solchen Strategie auf Basis der fundamentalen Analyse sehr gut beraten.

Faktoren für die richtige Auswahl von Handelsstrategien

  • Welche Gewinne willst du beim Trading erzielen?
  • Wie viel Kapital bist du bereit, beim Trading einzusetzen?
  • Wie viel Kapital bist du bereit, im Handel zu verlieren?
  • Wie risikoaffin bist du?
  • Willst du schnell Geld machen oder langfristig Vermögen aufbauen?
  • Willst du passives Einkommen generieren?
  • Wie stark sind deine Nerven?

Die 7 wichtigsten Trading Methoden im Überblick:

  • Daytrading: Beim Daytrading versucht der Investor innerhalb eines einzigen Handelstages so viel Gewinn wie möglich zu erzielen. Er wird typischerweise mit Öffnung der Börse in eine aussichtsreiche Position einsteigen und bereits am Abend verkaufen. Im Vergleich zu anderen Strategien agieren Daytrader etwas riskanter.
  • Swing Trading: Swing Trader machen sich die Volatilität der Kurse zu Nutze und investieren je nach Richtung der Trends long oder short. Dies ist bei Brokern und an der Börse aber nur über CFD Leerverkäufe möglich, durch welche man auf fallende Kurse setzt. Beim Swing Trading bilden vor allem die Umkehrpunkte der Trends wichtige Handelssignale und lösen Trading-Entscheidungen aus.
  • Scalping: Scalping ist eine sehr extreme Form des kurzzeitigen Handels mit Aktien, CFDs, Kryptowährungen und anderen volatilen Werten. Oft liegt der Zeithorizont bei dieser Handelsstrategie lediglich bei wenigen Minuten. Ziel ist es für die Anleger, innerhalb kürzester Zeit viele kleine Gewinne zu erzielen, welche sich im Laufe des Tages zu einem stattlichen Gewinn anhäufen.
  • Positions Trading: Anders als bei der Arbeit mit kurzfristigen Analysen setzen Trader beim Positions Trading in der Regel auf Trends, die sich über einen längeren Zeithorizont hinweg entwickeln. Üblicherweise eröffnet man in diesem Fall eine Position und hält diese über mehrere Wochen oder Monate hinweg. Neben einigen technischen Hilfsmitteln können vor allem die fundamentalen Trading Methoden dabei helfen, passende Kurs-Bewegungen ausfindig zu machen.
  • News Trading: Wichtige Nachrichten können einen erheblichen Einfluss auf die Markttrends haben. Die Herausgabe von Quartalszahlen oder wichtige Konferenzen, bei denen neue Technologien vorgestellt werden, sorgen der Erfahrung nach für gewisse Schübe in die eine oder andere Richtung. Über einen Wirtschaftskalender findet man mehr über wichtige Ereignisse heraus und kann sich anhand der exakten Daten sowie Uhrzeiten als Trader abstimmen.
  • Value Investing: Die Value-Strategie erfordert eine fundamentale Herangehensweise. Die Anleger vergleichen hier den inneren Wert einer Aktie mit der Bewertung an den Finanzmärkten. Aufgrund eines soliden und stetig wachsenden Gewinns, des Cashflows oder des Buchwerts könnte man so von einem hohen Potenzial der Aktie ausgehen. Spiegelt sich dieses an den Märkten aber nicht wieder, könnte die Position unterbewertet und somit günstig im Kauf sein. Die Value Trading Strategie ist in erster Linie für langfristig denkende Anleger gedacht.
  • Growth Investing: Growth Trading Methoden basieren ebenfalls auf dem Vergleich von innerem Wert und der Bewertung an den Märkten. In diesem Fall ist der Preis jedoch deutlich überbewertet, was von einem starken Vertrauen der Trader in ein Wachstum spricht. Growth-Anleger machen sich diese Vorschusslorbeeren zu Nutze und steigen in den aufstrebenden Trend ein. Es besteht in diesem Fall jedoch immer die Gefahr einer Aktienblase.
  • Leerverkauf-Strategie mit CFDs: Echte Leerverkäufe sind eigentlich nur den professionellen Shortsellern am Markt vorbehalten. Als Trader bei einem Online Broker kannst du jedoch die Flexibilität der CFDs nutzen, um nicht nur in die aufsteigende Richtung zu investieren, sondern auch von einem fallenden Kurs zu profitieren. Die CFDs bilden diese Bewegungen als Derivat ab, du besitzt damit jedoch keine echten Werte.
Was sind CFDs?
Bei CFDs handelt es sich um Differenzkontrakte, welche zu den Finanzprodukten der Derivate gezählt werden können. Dabei schließt der Trader einen Vertrag mit dem Broker ab und man einigt sich auf eine anteilige Vergütung bzw. einen Verlust je nach Entwicklung der Kurse von einem Basiswert aus.

1. Daytrading – Methode für tägliche Gewinne

Daytrading ist eine der beliebtesten Trading Methoden, die es aktuell auf dem Markt gibt. Die Anleger legen sich dabei eine Strategie zurecht, bei der man sich zu Beginn der Geschäftszeiten einen Wert heraussucht, der höchstwahrscheinlich im Laufe des Tages steigen wird. Wer dagegen Short-Positionen im Rahmen des Daytrading-Handels eingehen möchte, achtet auf einen möglicherweise fallenden Kurs.

Daytrading Strategie

Daytrader können sich aber längst nicht nur an einem einzelnen Tag in das Thema einlesen und auf positive Bewegungen auf den Charts hoffen. Zunächst einmal ist ein tiefgründiges Verständnis von der technischen Analyse notwendig. Zudem sollte man bei dieser Strategie Positionen über einen längeren Zeitraum hinweg beobachten, um ein Gefühl von ihrer Volatilität zu bekommen.

Daytrading Strategie XTB
Schnelle Tagesgewinne durch den richtigen Ein- und Ausstieg (Chart von XTB)

Die Schwankungsanfälligkeit findet man u. a. anhand des Betafaktors heraus. Dieser wird den Tradern von vielen Brokern bereitgestellt. Darüber hinaus sollte man sich bestimmte Handelssignale, Indikatoren und Chartformationen ansehen. Auf dieser Grundlage investiert man dann und steigt bereits am Abend bei einem entsprechenden Wachstum aus.

Beta Nvidia
Bei einem Betafaktor über 1 ist eine stärkere Schwankungsanfälligkeit als am Gesamtmarkt gegeben (Screenshot von XTB)

Da der Zeithorizont relativ kurz ist, wird man mit einem geringen Volumen nur schmale Profite erzielen können. Mit mehr Geld in die Trades einzusteigen und den Einsatz auf den jeweiligen Positionen mit einem Hebel zu multiplizieren, ist für eine erfolgreiche Daytrading Strategie also essentiell.

Was sind Hebel?
Beim Margin Trading schießt dir der Broker über einen Hebel einen gewissen Anteil an Geld zu, um den Einsatz um ein Vielfaches zu erhöhen. Bei einem Hebel von 1:5 würdest du so z. B. einen Anteil stellen, während der Broker vier weitere Anteile hinzugibt. Bei einer Margin von 50 Euro, würde dein tatsächlicher Einsatz also bei 250 liegen.

Hebel und Margin Trading sind aber immer auch mit Vorsicht zu genießen. Der Hebel erhöht so nicht nur die möglichen Gewinne, sondern kann bei einem fallenden Kurs auch den Verlust verstärken. Manche Broker fragen in diesem Fall nach einer Erhöhung der Margin bzw. nach einem Nachschuss. Im Extremfall kommt es bei der Nichterfüllung des Margin Calls zur Schließung der Positionen zum Nachteil des Traders.

Vorteile von Daytrading

  • Potenziell schnelle Gewinne durch den häufigen Handel auf volatilen Märkten
  • Daytrader können durch einen Hebel mehr herausholen
  • Es gibt keine zusätzlichen Kosten durch das Halten von CFD-Positionen über Nacht
  • Keine Risiken der Wertveränderung außerhalb der Börsenzeiten
  • Keine hohen Kapitalanforderungen: Beim Daytrading kann man schon mit kleinem Vermögen hohe Gewinne erzielen

Risiken von Daytrading

  • Hohes Risiko, da die Bewegungen der Kurse teils unvorhersehbar sind
  • Durch eingesetzte Hebel steigern sich die Verluste beim Daytrading oft deutlich
  • Intensive Arbeit mit Indikatoren erfordert hohe Konzentration, Emotionskontrolle und Stressresistenz
  • Je nach Broker können die Kosten für den Handel durch häufige Trades hoch sein (Provisionen und Spreads)
  • Verluste können schnell und plötzlich auftauchen
  • Die Handelsstrategie erfordert einen hohen Zeitaufwand und viel Engagement während des Handelstages

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2. Swing Trading – Mit den Trends in beide Richtungen investieren

Beim Swing Trading schaut sich der Investor ganz genau die Umkehrpunkte an, also auffällige Handelssignale auf dem Chart, an denen sich die Trends in die andere Richtung entwickeln. An dieser Stelle ist dann der Zeitpunkt für die Trades gekommen.

XTB Swing Methode
Swing Trading Methode

Zeigt sich nach einer längeren Talfahrt der Kurse eine Umkehr nach oben, wird der Trader also in jedem Fall eine Long-Position kaufen. Er kann dadurch günstig Werte erwerben und profitiert vom anschließenden Wachstum. Ist die Position dann auf einem Gipfel angekommen, wird er beim nächsten Umkehrpunkt invers traden, also einen Leerverkauf für den fallenden Kurs einleiten.

Mit dieser Strategie verfährt der Trader über mehrere Tage und teilweise Wochen hinweg. Anders als beim Daytrading ist das Swing Trading also nicht an einen einzelnen Tag gebunden, sondern man kann den Trade bei positiver Entwicklung auch länger laufen lassen.

Swing Trading mit Indikatoren
Gleitender Durchschnitt und Relativer Stärke Index (RSI) als wichtigste Indikatoren beim Swing Trading

Wichtig ist es, das mögliche Ende der Entwicklung nicht aus dem Auge zu verlieren. Anhand von Mustern und Signalen lässt sich relativ gut bestimmen, wann ein Trend an einem Widerstand oder einer Unterstützung zu scheitern droht. Um nicht ständig selbst auf die Charts blicken zu müssen, kann man die Möglichkeiten von automatisierten Trade-Funktionen nutzen und bei bestimmten Signalen den sofortigen Ausstieg aus dem Handel veranlassen lassen.

Vorteile Swing Trading

  • Beim Swing Trading sind die Gewinne potenziell höher als beim Tageshandel, da die Händler längere Entwicklungen mitnehmen
  • In der Regel ist das Stresslevel für die Händler beim Swing Trading wesentlich geringer
  • Das Risiko lässt sich bei Swing Trades besser durch Diversifikation und zusätzliche Positionen ausgleichen
  • Swing Trading ist vor allem zeitlich wesentlich flexibler und lässt sich besser nebenbei durchführen

Risiken von Swing Trading

  • Durch die längeren Haltezeiten kann es dauern, bis sich bei dieser Strategie ein Gewinn einstellt, wodurch das Kapital länger gebunden ist
  • Weil die Händler bei Swing Trading Strategien Positionen meist über Nacht halten, fangen relativ häufig Swap-Gebühren an
  • Durch den Fokus der Trader auf die Umkehrpunkte, können diese schnell wichtige Gelegenheiten verpassen
  • Die Händler brauchen mehr Geduld und müssen über einen längeren Zeitpunkt hinweg häufiger die Chart-Daten im Auge behalten
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3. Scalping – Kleine Gewinne anhäufen

Scalping Trading Methoden basieren auf Trade-Setups, bei welchen die Händler darauf setzen, in einem sehr schmalen Zeithorizont minimale Gewinne anzuhäufen. Es mag sich pro Trade zwar manchmal nur um wenige Cent oder Euros handeln. Durch die ständige Wiederholung des Vorgangs summieren sich diese Profite aber.

Scalping Methode
Kleine Gewinne innerhalb von wenigen Minuten: Die Scalping Methode (Screenshot von XTB)

In der Regel schaut man sich für eine Scalping-Strategie den 1- bis 5-Minuten-Chart an. Hier verfährt man dann sehr ähnlich wie beim Daytrading und verwendet die verschiedenen Indikatoren. Diese kündigen ebenso wie gewisse Muster die möglichen Trendrichtungen an. Sie lassen sich durch eine Linie hervorheben und nun für den Kauf verwenden.

Da man bereits nach wenigen Minuten Trades wieder auflösen muss, ist es notwendig, hochkonzentriert auf den Chart zu blicken und den richtigen Moment für den Ausstieg nicht zu verpassen. Wie bei anderen Trading Methoden kann man sich hier der entsprechenden Signale und automatisierten Trading Funktionen bedienen.

Was sind Stop Loss und Take Profit?
Durch Stop Profit werden die Verluste bei Trades limitiert. Sobald der Kurs auf einen vorher vom Investor festgelegten Wert sinkt, verkauft der Broker automatisch die Position. Take Profit kann dagegen als Gewinnmitnahme verwendet werden. Die Händler können hier einen Wachstumsbetrag bestimmen, den sie garantiert durch diese Ausstiegs-Strategie einsammeln möchten.

Sehr sinnvoll ist es, den Trading Erfolg mit Hilfe von Stop Loss und Take Profit zu garantieren. Die beiden Funktionen limitieren Trades und sorgen für einen sofortigen Abverkauf, sobald ein Minimum oder Maximum erreicht ist.

Vorteile von Scalping

  • Schnelle Gewinne durch den Handel mit kleinen Preisbewegungen möglich
  • Geringe Kapitalbindung, da das Geld nur sehr kurz auf eine Position gesetzt wird
  • Geringeres Risiko, weil die Trader meist nur limitierte Beträge investieren
  • Keine Swap-Kosten, da die Trades nicht über Nacht gehalten werden
  • Weniger Über-Nacht-Risiken wie nachrichtenbedingte Preisbewegungen nach Geschäftsschluss der Märkte
  • Kaum Einfluss der Fundamentaldaten auf die Bewegungen der Scalping-Kurse

Risiken von Scalping

  • Hohe Handelskosten (Provisionen und Spreads), weil Trades sehr häufig eingeleitet werden
  • Das Stresslevel für die Trader ist deutlich höher als bei längerfristigen Trading Strategien
  • Broker-Wahl kann ein Problem sein, da eine Vielzahl der Anbieter Scalping verbietet oder gewisse Haltezeiten vorgibt
  • Wenn der Markt nicht liquide genug ist, kann es zu riskanten Verzögerungen bei der Ausführung der Trades kommen

4. Positions Trading – Längere Trends nutzen

Beim Positions Trading nehmen die Händler das Tempo etwas heraus: Man sucht nach Aktien, die vermutlich über einen längeren Zeithorizont hinweg Potenzial auf Wachstum haben. So wird der passende Einstieg zu günstigen Preisen gewählt und man bleibt am Ende über mehrere Wochen und Monate investiert. Teilweise können die Trades sogar über Jahre gehalten werden.

Bei der Marktanalyse nutzt man meist eine Mischung aus fundamentalen und technischen Ansätzen. Hierüber identifiziert man einen Trend und kann diesen anhand von Mustern auf dem Chart visualisieren. Welche Formationen Erfolg versprechen, ermittelst du mit historischen Daten.

Positions Trading Methode
Länger investiert zu bleiben, kann sich bei vielen Werten lohnen: Positions Trading (Screenshot von XTB)

Am besten lassen sich die langfristigen Trends mit Hilfe der Zeicheninstrumente analysieren. Im Chart zeichnest du so gewisse Trendkanäle ein, welche dir abseits der täglichen und wöchentlichen Schwankungen eine gröbere Richtung anzeigen. Diese Entwicklung nehmen die Händler über einen längeren Zeitraum mit, müssen dann aber auch den richtigen Moment für den Ausstieg finden.

Erleichtern lässt sich dieser Vorgang durch die Verwendung von Stop Loss und Take Profit. Diese Funktionen können auch über Monate hinweg eingesetzt werden. Dennoch ist es wichtig, dass die Trader den Markt nicht sich selbst bzw. den Handel allein dem Algorithmus überlassen. Eine ständige Überwachung sowie die Anpassung der Limit Orders an die Realitäten sorgen für mehr Erfolg beim Handeln.

Vorteile von Positions Trading

  • Den Tradern kommt es zugute, dass sich längere Trends für den Handel mit Aktien, ETFs & Co. nutzen lassen
  • Das Stresslevel ist bei dieser Art zu traden angesichts der längeren Haltezeiten wesentlich geringer
  • Fundamentale Analysen können grundsätzlich etwas mehr Sicherheit bieten
  • Da wesentlich weniger Trades eingeleitet werden, sinken bei Positions Trading Methoden die Kosten für Provisionen und Spreads deutlich

Risiken von Positions Trading

  • Die Risiken langfristiger Trading-Stile liegen nicht zuletzt in den potenziell höheren Verlusten, da die größeren Trends oft für stärkere Preisänderungen sorgen
  • Die Gewinne ergeben sich beim Positions Trading immer nur langsam: Die Geduld des Traders ist gefragt
  • Das Kapital des Traders ist über einen längeren Zeitraum gebunden und kann in der Regel nicht so effizient eingesetzt werden wie bei anderen Trading Arten
  • Marktprognosen sind über einen längeren Zeitraum hinweg ein schwieriges Thema, da unvorhergesehene Ereignisse für eine plötzliche Wertveränderung sorgen können
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5. News Trading – Sich an den Nachrichten orientieren

Beim News Trading handelt es sich um eine der Investment-Arten, bei denen man sich vor allem an den aktuellen Nachrichten orientiert. Viele Broker wie XTB bieten den Tradern dabei einen Wirtschaftskalender, in dem alle wichtigen Ereignisse der kommenden Wochen und Monate eingetragen sind.

Wirtschaftskalender News Trading
Wirtschaftskalender von XTB

Hierzu gehören in der Regel die Veröffentlichungen von Quartalszahlen, wichtige Sitzungen von Finanzbehörden wie der Federal Reserve, aber auch Präsentations- und Innovationsveranstaltungen von Unternehmen wie Apple, Amazon, NVIDIA und Tesla.

Solche Nachrichten können abseits der üblichen Indikatoren für einen plötzlichen Schub bei den Kursen führen. Viele Trader handeln z. B. am Nachmittag vor der Bekanntgabe der Quartalszahlen mit den entsprechenden Aktien und hegen dabei die Hoffnung, dass es am nächsten Tag bei Börsenstart zu einem sprunghaften Wachstum kommt.

News Trading
Deutlicher Ausbruch der Oracle-Aktie vor und nach der Bekanntgabe der Quartalszahlen im Juni 2023

In der Tat ist das oft der Fall, wenn der jeweilige Konzern Zahlen herausgibt, die deutlich über den Erwartungen und Schätzungen der Trading-Experten liegen. Noch während des Geschäftstages finden solche Vorgänge u. a. während wichtiger Events wie Apple’s WorldWide Developers Conference (WWDC) statt, auf denen Neuheiten und Business-Pläne für die kommenden Quartale vorgestellt werden.

Sobald sich das Wachstum zeigt, leitet der Trader letztlich den Verkauf ein und nimmt das starke Wachstum mit. Da viele Händler so vorgehen, kommt es nach der Gewinnmitnahme oft zu einem Abrutschen der Kurse. Dies bedeutet aber keineswegs, dass der Trade nicht auch langfristig erfolgreich sein könnte.

Vorteile von News Trading

  • Wer beim News Trading nach klaren Regeln und diszipliniert vorgeht, kann kurzfristig schnelle Gewinne erzielen
  • Durch den Fokus auf aktuelle Ereignisse, muss man sich nicht zu eingehend mit der technischen Analyse oder mit fundamentalen Methoden auskennen
  • Nachrichtenereignisse erzeugen oft eine hohe Volatilität, die sich relativ einfach für das Handeln mit Aktien nutzen lässt
  • Beim News Trading kann man sich verschiedenen Branchen und sogar Ländern widmen, weswegen die Trader in der Lage sind, mehr Diversifikation ins Portfolio zu bringen

Risiken von News Trading

  • Die teils hohe Volatilität kann bei dieser Trading-Strategie auch nach hinten losgehen und entgegen der ursprünglichen Pläne für einen starken Verlust sorgen
  • Trader müssen beim News Trading schnell und ohne Verzögerung reagieren, um den nachrichteninitiierten Trend nicht zu verpassen
  • Teilweise ist es schwierig, die Reaktion der Märkte auf eine bestimmte Nachricht abzuschätzen: Erfahrung im Trading hilft jedoch
  • Ohne niedrige Spreads und geringe Haltekosten können News Trade Setups unprofitabel sein: Trader müssen sich daher immer den richtigen Broker aussuchen – mehr erfährst du in unserem Artikel zu den 6 besten Brokern ohne Spread

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6. Value Investing – Auf langfristiges Potenzial setzen

Eine der wichtigsten langfristigen Trading Strategien ist das Value Investing. Populär wurde es vor allem von Warren Buffett gemacht, der mit seinem Konzern Berkshire Hathaway über Jahrzehnte hinweg in Aktien mit Potenzial investiert hat.

Berkshire Hathaway
Legendäre Value Investing Firma Berkshire Hathaway

Hierfür braucht man im Prinzip keine klassischen Indikatoren, sondern richtet seinen Trade an den fundamentalen Kennzahlen aus. Hierzu gehören allem voran das Kurs-Gewinn-Verhältnis, das Kurs-Buchwert-Verhältnis und das Kurs-Cashflow-Verhältnis. Wie man an den Begriffen bereits ablesen kann, handelt es sich bei diesen Kennzahlen um Vergleichswerte, bei denen man den inneren Wert eines Unternehmens der Bewertung am Markt gegenüberstellt.

Value Investing Kennzahlen
KGV und KBV als wichtigste Kennzahlen beim Value Investing (Screenshot: XTB)

Am häufigsten wird hierfür der Gewinn je Aktie verwendet. Dieser zeigt auf einen Anteil heruntergebrochen die Profite aus dem letzten Jahr oder Quartal an. Durch eine einfache Division teilt man mit dieser Kennzahl den Preis einer Aktie am Markt. Hieraus liest man dann ab, ob das Wertpapier über- oder unterbewertet ist.

Beim Value Investing sucht man sich alles heraus, das von einer Unterbewertung geprägt ist. Nun versucht der Trader in Erfahrung zu bringen, ob diese Unterbewertung gerechtfertigt ist oder nicht. Sollte der Preis nur aufgrund einer temporären Nachrichtenlage gefallen sein oder weil die anderen Investoren das Potenzial des Unternehmens noch nicht erkannt haben, bietet das gute Optionen für einen Einstieg.

Value Investing Methode
Value Anleger haben meist langfristige Entwicklungen im Auge

Die Erfahrung zeigt hier, dass man auf Basis solcher günstigen Preise dauerhaft in Aktien mit Potenzial investieren kann. Über mehrere Monate und teilweise sogar Jahre hinweg gleichen sich die zu niedrigen Kurse letztlich an und die Anleger können beim Traden einen entsprechend hohen Gewinn mit dieser Trading-Technik erzielen.

Vorteile von Value Investing

  • Langfristiger und nachhaltiger Trading-Erfolg durch einen sich über mehrere Monate oder Jahre einstellenden Gewinn
  • Die fundamentale Analyse sichert einen relativ einfachen und stressfreien Arbeitsablauf beim Handeln
  • Im besten Fall sind die Value Aktien im Kauf sehr günstig zu haben
  • Du musst nicht jeden Tag in dein Portfolio schauen
  • Die meisten Broker bieten eine breite Auswahl an fundamentalen Kennzahlen an

Risiken von Value Investing

  • Das Wachstum ist vergleichsweise langsam und du musst entsprechend Geduld haben
  • Durch die langen Haltezeiten ist das Kapital gebunden und kann weniger effizient als bei anderen Trading-Strategien eingesetzt werden
  • Nicht alle Marktrisiken können einberechnet werden, z. B. transformative Innovationen, Wirtschaftsskandale und gesamtwirtschaftliche Krisen
  • Es kommt häufig vor, dass man die Kennzahlen falsch interpretiert und in eine Value Falle gerät

7. Growth Investing – Hier profitieren Trader von Wachstumschancen

Beim Growth Investing drehen sich die Regeln des Value-Ansatzes quasi herum. Anstelle nach den unterbewerteten Aktien zu suchen, konzentriert man sich auf die Überbewertungen. Wenn z. B. ein KGV über dem Median eines Segments (meist über 20) liegt, ist die Aktie eigentlich zu teuer für das Potenzial, welches sie verspricht.

Das kann daran liegen, dass das Unternehmen neu am Markt ist und mit innovativen Ansätzen arbeitet. Durch die hohen Investitionen in das Forschungs- und Entwicklungssegment sinken die Gewinne und somit steigt im Vergleich der Preis.

Growth Investing
Zu starke Erwartungen können auch in einer Aktienblase zerplatzen (hier am Beispiel der Wasserstoffmotoren von Ballard Power Systems)

Die Anleger scheinen immerhin hohes Vertrauen in das Unternehmen zu setzen und sind bereit, viel für die Aktie zu bezahlen. Sie gehen davon aus, dass das innovative Produkt zu einem Erfolg wird und sich die Kurse entsprechend nach oben orientieren.

Beim Growth Investing ist das Risiko jedoch immer hoch, dass die Erwartungen tatsächlich zu hoch sind und sich der Markt zu einer Aktienblase entwickelt. Solche Hypes können nichtsdestotrotz von Vorteil sein. Solange man als Growth Anleger rechtzeitig aus dem Trade aussteigt, lassen sich z. T. enorme Renditen erzielen. Den richtigen Ausstieg zu finden, lehren einem in erster Linie die Erfahrung und eine konstante Überwachung der Marktsituation.

Vorteile von Growth Investing

  • Wer den rechtzeitigen Ausstieg schafft, kann hohe Renditen erzielen
  • Durch die Growth Strategie hat man oft einen starken Kapitalzuwachs, den man für Reinvestitionen verwenden kann
  • Mit Growth Investing kann man an Segmenten partizipieren, die innovativ und zukunftsweisend sind
  • Im besten Fall hat man an einem langfristigen Wachstum teil und kann z. B. eine Altersversorgung aufbauen

Risiken von Growth Investing

  • Typisch für Growth Werte sind höhere Schwankungsanfälligkeiten
  • Marktrisiken lassen sich über einen langen Zeithorizont hinweg kaum zu 100 Prozent einschätzen
  • Bei überbewerteten Aktien besteht immer die Gefahr, in eine Aktienblase zu geraten
  • Da die Bewertungen ohnehin schon hoch sind, kann das tatsächliche Wachstumspotenzial bei einem späten Einstieg eher gering sein
  • Probleme bereitet oft die Auswahl der richtigen Wertpapiere, wobei Anfänger ohne Erfahrung die meisten Schwierigkeiten haben.

Mein Fazit zu Trading Methoden: Wähle die richtige Herangehensweise für den Trading-Erfolg

Je nach Charakter und Investitionsziel bietet sich eine andere Trading-Methode für Anleger an. Du solltest dir daher alle möglichen Ansätze durchlesen und sie eventuell in einem Demokonto ausprobieren. Dadurch lernst du, mit welcher Strategie du am besten klarkommst.

Die wichtigsten Unterschiede bestehen zwischen kurzfristigen und langfristigen Ansätzen sowie der technischen Charttechnik und der auf mehrere Monate bzw. Jahre angelegten fundamentalen Analyse.

Viele Investoren bauen sich zunächst ein Basis-Portfolio auf, welches über einen längeren Zeithorizont hinaus wächst. Auf dieser Grundlage wird dann technisch investiert und man versucht über die Indikatoren auf den Charts kurzfristigere Trends mitzunehmen.

Von der Entscheidung für oder gegen eine gewisse Methode hängt letztlich auch die Wahl des passenden Brokers ab. Vergleiche jetzt die diversen Trading-Strategien und durchstöbere in unserem Online Broker Vergleich die besten Anbieter.

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FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Trading Methoden:

Nach welchen Regeln sollte man beim Trading vorgehen?

Die Regeln beim Handel hängen stark von der jeweiligen Trading-Strategie ab. Hier gibt es bestimmte Muster und Indikatoren, welche die Einleitung eines Trades auslösen sollten. Das wichtigste ist es aber, sich von allen Emotionen fernzuhalten. Wer auf Basis von Angst oder Gier handelt, wird schnell hohe Verluste machen.

Welche Trading Methoden gibt es?

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen technischen und fundamentalen Trading Methoden. Bei technischen Ansätzen blickt man einzig und allein auf die Charts, um aus den Bewegungen der Kurse einen gewissen Trend ablesen zu können. Die Indikatoren verwendet man dann meist, um kurzfristige Gewinne zu erzielen. Bei der fundamentalen Methode geht es in der Regel um einen langfristigen Aufbau von Kapital, z. B. über den Value und Growth Ansatz. Andere bekannte Methoden sind Daytrading, Positions Trading, Swing Trading und Scalping.

Wie finde ich die beste Trading Strategie?

Am besten übst du die verschiedenen Ansätze zunächst in einem Demokonto. Hierdurch erkennst du auch, welche Strategie am besten zu dir passt. Gerade bei arbeits- und konzentrationsintensiven Methoden wie Scalping und Daytrading musst du zunächst herausfinden, ob du dem Stress gewachsen bist. Des Weiteren ist dein Investitionsziel ausschlaggebend dafür, welche Trading-Methode du wählst. Für einen langfristigen Vermögensaufbau nutzt man so üblicherweise fundamentale Herangehensweisen.

Welche Trading Methoden sind riskant?

Als besonders riskant gelten vor allem Methoden wie Scalping und Daytrading. Bei diesen Ansätzen musst du schnell reagieren und kannst starke Verluste erleiden, wenn es zu Verzögerungen kommt. Besonders gefährlich ist es hier, mit einem hohen Hebel und ohne ausreichend technischem Wissen zu agieren. Bei langfristigen Strategien gilt das Growth Investing angesichts der überbewerteten Positionen als eher risikoreich.

Mit welchen Trading Methoden kann man schnell Geld machen?

Am schnellsten kann man mit dem Daytrading und dem Scalping Gewinne erzielen. Hier investiert man sein Geld lediglich an einem einzigen Handelstag, teilweise sogar nur für wenige Minuten. Man nimmt in diesem Fall eher kleine Profite mit, kann diese aber auf Basis des Margin Tradings bzw. der vom Broker bereitgestellten Hebel stark multipliziert werden. Der Wunsch nach schnellem Geld ist selbstredend auch mit einem höheren Risiko verbunden.

Mit welchen Trading Arten machen Anfänger gute Erfahrungen?

Anfänger kommen relativ gut mit dem Positions Trading sowie mit Swing Trading klar. Diese beiden Methoden sind eher mittelfristig angelegt und werden über mehrere Wochen oder Monate eingesetzt. Dadurch sinkt das Stresslevel und du kannst besser die Kontrolle über deine Investition behalten. Ebenso kann ich das Value Investing für Einsteiger empfehlen, da sich bei einer schlüssigen Analyse vergleichsweise sicher Geld anlegen lässt.

Markus Müller
Markus Müller arbeitet als professioneller, selbständiger Autor in den Bereichen Trading und Reisen. Mit dem Thema Trading beschäftigt er sich seit vielen Jahren und hat selbst mit diversen Brokern Erfahrung im Wertpapierhandel gesammelt. Auf Trading.de erklärt er die Mechanismen am Markt und die Arbeit mit technischen Indikatoren sowie fundamentalen Kennzahlen.
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