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Warren Buffett (Quelle: Getty Images)
Warren Buffett (Quelle: Getty Images)

Warren Buffett gilt als einer der erfolgreichsten Investoren der Welt, wenn nicht der erfolgreichste allerzeiten. Laut einem Ranking des Forbes-Magazins ist er derzeit der fünftreichste Mann der Welt. Warren Buffett ist bekannt als US-amerikanischer Großinvestor, Unternehmer und CEO von Berkshire Hathaway. Folgend wird die Karriere des Investors genauer unter die Lupe genommen und wir zeigen auf, was man von ihm als Trader lernen kann.

Wer ist Warren Buffett?

👼Geboren:30. August 1930 in Omaha
💼Beruf:Investor, Unternehmer
🥇Erfolge:Berkshire Hathaway, erfolgreichster Investor der Welt
🎯Strategie:Langfristige Value-Investments
💰Geschätztes Vermögen:97 Milliarden USD
Kritik an Warren Buffet:Eines der Hauptkritikpunkte an Buffett bezieht sich auf seine Investitionsstrategie, die manchmal als zu konservativ oder zögerlich in Bezug auf neue Technologien angesehen wird. Seine späte Investition in Technologieunternehmen wie Apple, nachdem er jahrzehntelang Technologieaktien gemieden hatte, wird oft als Beispiel genannt.
💸Geschätztes Anfangskapital:Warren Buffet startete mit bescheidenen finanziellen Mitteln. Mit 14 Jahren kaufte er mit seinen Ersparnissen von 1.200 US-Dollar sein erstes Grundstück. Bis zum Abschluss seines Studiums hatte er ein Vermögen von ungefähr $9.800 gespart.

Schon früh wurde das Interesse von Buffett an der Wirtschaft und der Finanzwelt geweckt. Als kleiner Junge soll er Coca-Cola-Sixpacks um 25 Cent gekauft und die Einzelflaschen später für 10 Cent weiterverkauft haben. Schon im Alter von 11 Jahren erwarb er seine ersten Aktien beim Unternehmen Cities Service, diese verkaufte er dann mit Gewinn.

Mit 14 Jahren erwarb er eine 16 ha große Farm, die der Jugendliche dann weiter verpachtete. Mit 17 Jahren hatte er nochmals eine Geschäftsidee, diesmal gemeinsam mit einem Freund von ihm. Er kaufte einen schrottreifen Rolls-Royce und begann diesen wieder herzurichten. Als die Arbeiten abgeschlossen waren, begann er das Auto für 35 USD am Tag zu vermieten.

Weitere erfolgreiche Trader und Investoren

Ausbildung

Im jungen Alter von 16 Jahren begann er an der Wharton School der University of Pennsylvania zu studieren und wechselte dann drei Jahre später an die University of Nebraska und schloss dort seinen Bachelor in Business Administration ab. Schließlich beschloss er, noch ein zweites Studium zu absolvieren und begann an der Columbia Business School zu lernen. Dort vertiefte er sich vor allem in die Fundamentalanalyse und Value Investing.

Karriere

Nach seinem Studium beschloss er, sich selbständig zu machen. Er gründete die Buffett Partnership, die letzten Endes das Unternehmen Berkshire Hathaway aufkaufte. Berkshire Hathaway war eine Textilfabrik. Buffetts Plan war, diese zu einem diversifizierten Beteiligungskonzern aufzubauen.

Berkshire Hathaway Logo
Berkshire Hathaway Logo

Im Jahre 1970 wurde Buffett dann CEO des Unternehmens und ist der größte Anteilseigner. Neben den Anteilen an Berkshire Hathaway, besaß er noch beträchtliche Anteile an den Unternehmen Diversified Retailing und Blue Chips Stamps. Beide Unternehmen wurden später mit Berkshire Hathaway fusioniert. Zu diesem Zeitpunkt hatte Buffett schon ein immenses Vermögen.

Medienpräsenz

Quelle: Daniel Zuchnik––WireImage/Getty Images
Quelle: Daniel Zuchnik––WireImage/Getty Images

Langsam aber sicher wurde Buffett in den Medien bekannt. Schlagzeilen machte er, als er in den 1980ern große Aktienbestände von bekannten Unternehmen kaufte. Zu den Warren Buffett Aktien gehören auch Coca-Cola, American Express und Gillette. Die Berichterstattung war jedoch nicht immer positiv. Er geriet 1991 in einen Skandal, bei dem ihm die Manipulation bei einer Versteigerung amerikanischer Staatsanleihen vorgeworfen wurde.

Heute hat sich der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit von Berkshire Hathaway geändert. Das Unternehmen hat passive Beteiligungen in Aktiengesellschaften, die in über 60 verschiedenen Geschäftsfeldern tätig sind. Außerdem ist das Unternehmen eine Größe in der Versicherungsbranche. Die Berkshire Hathaway Primary Group ist der fünftgrößte Kfz-Versicherer in den USA und General Re ist generell der fünftgrößte Rückversicherer der Welt.

Zudem ist Berkshire Hathaway derzeit mit einem Anteil von 22,6% am US-Eisenbahn-Konzern Burlington Northern Santa Fe beteiligt. Von Seiten Buffetts Investmentgesellschaft wurde geäußert, dass es das langfristige Ziel sei, eine Kontrolle über das gesamte Eisenbahntransportwesen in den USA zu bekommen.

Vermögen von Warren Buffett

Warren Buffet auf Platz 5 der Forbes 400
Warren Buffet auf Platz 5 der Forbes 400

Das Vermögen von Warren Buffett wird 2023 auf etwa 110 Milliarden USD geschätzt. Nach einer Einschätzung des Forbes-Magazins befindet sich Buffett auf Platz 5 der reichsten Menschen der Welt. Noch im August betrug sein Vermögen „erst“ 99,3 Milliarden USD. Über die Anteile an Berkshire Hathaway ist heute nur wenig bekannt. Sein Jahresgehalt soll knapp 100.000 USD betragen. Nach Stand 2009 besitzt Buffett rund 28,5% der Anteile von Berkshire Hathway, der damalige Kurswert stand auf 36 Mrd. USD.

Trading und Investment Strategien

Warren Buffett gilt bis heute als einer der stärksten Verfechter des Value Investing. Value Investing beschreibt wertorientiertes Anlegen und ist eine Strategie, in der man die Wertpapiere vorwiegend unter der Bezugnahme der realwirtschaftlichen Gegenwart der Anlagen, also den sogenannten inneren Wert, beurteilt.

Buffett achtet bei seinen Investments sehr stark auf steigende Dividenden, obwohl sein eigenes Unternehmen nur wenige Dividenden gibt. Da er dennoch alle Gewinne des Unternehmens einbehalte, nutzt er diese, um Aktienrückkäufe zu tätigen, wenn die Kurse zu niedrig scheinen.

Wertvolle Unternehmen identifizieren

Dabei achtet Buffett vor allem auf die sogenannte „Sicherheitsmarge“. Dabei soll der innere Wert eines Papiers ermittelt werden und dabei soll geprüft werden, ob dieser Wert an der Börse eventuell zu niedrig scheint. Um den inneren Wert zu ermitteln, setzt Buffett auf Kriterien wie den Liquidationswert eines Unternehmens, das KGV oder auch den Verschuldungsgrad und die Dividendenrendite.

Dennoch legt Buffett hier auch immer mehr Wert auf die subjektiven, als auf die objektiven Faktoren. Für Buffett ist es immer wichtig, dass er das Geschäft per se als gesund und profitabel eingestuft. Daher war Buffett auch öfter gewillt, Preise für ein Unternehmen zu bezahlen, die eigentlich über dem Buchwert liegen.

Jedes Unternehmen bis ins Detail kennen

Außerdem legt Buffett großen Wert darauf, sich mit den Unternehmen, die er kauft, genau auseinanderzusetzen. Dabei fragt er sich, ob und wie er mit dem Unternehmen konkurrieren könnte. In einem Interview gab er dazu einmal Folgendes an, als er zum Kauf von Nebraska Furniture Markt gefragt wurde:

„Ich würde lieber gegen Grizzlies kämpfen, als mit Mrs. B. und ihren Nachkommen zu konkurrieren. Sie kaufen brillant ein, sie operieren mit Kosten-Relationen, von denen ihre Konkurrenten nicht einmal zu träumen wagen, nur um dann ihre Ersparnisse an die Kunden weiterzureichen. Es ist das ideale Geschäft – eines, das außergewöhnlichen Wert für die Kunden schafft, was sich wiederum großartig für die Unternehmenseigentümer auswirkt.“

In Bezug auf Derivate galt Buffett jedoch als Kritiker. In seinem jährlichen Anlegerbrief im Jahr 2003 bezeichnete er die Derivate als „Financial Weapons of Mass Destruction“, oder auf Deutsch als finanzielle Massenvernichtungswaffen.

Er vertrat hier die Meinung, dass die Risiken von Derivaten nicht von Zentralbanken kontrolliert werden könnten und die Auswirkungen dessen höchst schädlich für das Finanzsystem sein könnten. An dieser Kritik hielt er viele Jahre lang fest.

Biografien und Bücher

Cover von "Essays of Warren Buffet"
Cover von „Essays of Warren Buffet“

Eigene Bücher hat Warren Buffett nicht herausgebracht. Aber der Investor hat sein Leben lang immer gerne gelesen und hat sich aus diesem Grund auch öffentlich zu Büchern geäußert, die er selber weiterempfehlen würde. Seiner Ansicht nach ist das repräsentativste Buch über sein Leben das Werk „Essays of Warren Buffett“ von Larry Cunningham.

Öffentlich gab er an, dass er das Buch vor allem deshalb wertschätzen würde, weil es im Wesentlichen seine eigenen Wörter genommen und in Wahrheit neu geordnet habe. In dem Buch wurde eine Auswahl von Buffetts jährlichen Briefen an die Aktionäre gesammelt. Für Interessierte vermittelt das Buch einen Einblick in die Philosophie von Warren Buffett.

Bekannte Zitate von Warren Buffet

Als einer der bekanntesten und erfolgreichsten Investoren dürfte Warren Buffet den meisten Anlegern ein Begriff sein. Eines seiner bekanntesten Zitate verdeutlicht, für wie wichtig er es hielt eigenständig zu denken und nicht einfach mit dem Strom mitzuschwimmen.

Seien Sie ängstlich, wenn andere gierig sind und gierig wenn andere ängstlich sind.

studihub.de

Ein weiteres Zitat von Warren Buffet, dass Sie vielleicht ebenfalls schon mal gehört haben lautet:

Die beste Investition, die man tätigen kann, ist die in sich selbst.

getcompass.ai

Damit wollte er zum Ausdruck bringen wie wichtig eine kontinuierliche Weiterbildung ist.

Was kann man von Warren Buffett lernen?

Warren Buffett ist einer der erfolgreichsten Investoren. Er ist der fünftreichste Mensch der Welt, laut Forbes-Ranking im Dezember 2022. Schon seit seiner früher Kindheit hat Buffett ein hohes wirtschaftliches Gespür gezeigt und hat seit seiner Jugend kleinere Geschäftsideen umgesetzt. Anleger können von Buffett so einiges lernen. Er ist ein Verfechter und Experte im Bereich des Value Investments.

FAQ: Meist gestellte Fragen zu Warren Buffett

Welche Bücher empfiehlt Warren Buffett?

Buffett empfiehlt verschiedene Bücher. Er selbst ist großer Fan des Buchs „Essays of Warren Buffett“ von Larry Cunningham, da er das Buch als repräsentatives Werk über sein Leben empfindet. Das Buch enthält eine Sammlung von jährlichen Briefen an seine Investoren. Außerdem äußert sich Buffett immer wieder positiv zu den typischen Wirtschaftsklassikern. Er empfiehlt dabei beispielsweise „The Wealth of Nations“ von Adam Smith, oder auch „Stress Test: Reflection of Financial Crises“ von Tim Geithner. Ein weiteres Buch wäre „Allgemeine Theorie der Beschäftigung, des Zinses und des Geldes“ von John Maynard.

In welche Aktien hat Warren Buffett investiert?

Buffett ist bekannt dafür, in viele verschiedene Aktien investiert zu haben. Sein Depot kann sich dabei definitiv sehen lassen, in diesem finden sich Firmen wie Coca-Cola, Apple oder auch American Express. Es finden sich aber auch andere Unternehmen wie beispielsweise die Bank of America, Ally Financial, oder auch das Versicherungsunternehmen Markel und die Chemiefirma Celanese darunter.

Wie ist Buffett reich geworden?

Wirklich reich wurde Buffett durch sein Unternehmen Berkshire Hathaway. Dabei liegt der Schwerpunkt der Geschäfte auf passiven Beteiligungen in anderen Eigengesellschaften, diese sind in über 60 verschiedenen Geschäftsfeldern tätig. Des Weiteren ist das Unternehmen auch im Erst- und Rückversicherungsgeschäft tätig.

Welche Strategie hat Warren Buffett?

Warren Buffett ist einer der bekanntesten Verfechter des sogenannten Value Investing. Value Investing beschreibt eine Anlagestrategie, bei der Kauf- und auch Verkaufsentscheidungen über Wertpapiere mit Fokus auf den tatsächlichen Gegenwert der Anlage getroffen werden. Aus diesem Grund wird Value Investing auch als wertorientiertes Anliegen bezeichnet.

Andre Witzel
Andre Witzel ist selbstständiger Trader und der Gründer von Trading.de. Er teilt seine Strategien und Methoden mit meinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps geben. Lernen Sie von seinen Erlebnissen auf Trading.de.
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