
Das Wichtigste zur EUR/CHF Prognose im Überblick:
- Technische Analyse: Anfang 2026 ist der Kurs von Euro-Schweizer Franken aus der bisherigen Range von 0,92 bis 0,945 – nach unten hin ausgebrochen, was den langfristigen Abwärtstrend bestätigt. Die Unterstützung, die seit etwa 2024 gehalten hat, wurde im Februar 2026 deutlich bis 0,911 CHF unterschritten. Im März kam es zu einem Rebound zurück zu 0,92 CHF.
- EUR/CHF Prognose 2026: Prognosen reichen von 0,92 bis 0,97, schwanken also stark zwischen Aufwertung und Abwertung des Schweizer Franken. Ein mittlerer Wert zwischen 0,93 und 0,94 CHF ist wahrscheinlich.
- EUR/CHF Prognose 2030: Weniger detaillierte Prognosen – die UBS sagt bis 2027 einen sinkenden Kurs bis auf 0,92 CHF vorher.
- EUR/CHF Prognose 2040: Experten erwarten eher eine anhaltende Schwäche des Euro mit Kursen zwischen 0,85 und 0,95 CHF, Prognosen sind bei der Zeitspanne aber schwierig.
- EUR/CHF Prognose 2050: Keine präzisen Vorhersagen verfügbar aufgrund der Unberechenbarkeit langfristiger Einflussfaktoren.
Wie ist die EUR-CHF-Prognose 2026 laut Technischer Analyse?
Nach einer Umkehr während der Pandemie gab es in den vergangenen zwei Jahren Schwankungen zwischen etwa 0,92 und 1 CHF. Das aktuelle technische Widerstandslevel liegt bei ca. 0,945 CHF, die seit etwa 2024 bestehende Unterstützung bei 0,920 CHF wurde im Februar 2026 kurz gebrochen. Nach diesem bärischen Signal kam es jedoch im März, bedingt durch die weltpolitische Lage, zu einem Rebound und einer Rückkehr in den vorherigen Seitwärtskanal.

Der gleitende Durchschnitt liegt mit 0,921 CHF (SMA, Periode 20) knapp unter dem Kurs und bestätigt eine weitere Abwertung des Euros. Schaut man auf den RSI, so verhält sich dieser Indikator aktuell vollkommen neutral. Das könnte die These von einer Fortführung der Seitwärtsphase unterstützen. Insgesamt gehen Analysten aber weiterhin von einem langfristigen Abschwung aus, der sich je nach weltpolitischer Lage verstärken könnte.
- Trend: Langfristiger Abwärtstrend, aktuelle Seitwärtsbewegung
- Nächste Unterstützung: bei ca. 0,92 CHF
- Nächster Widerstand: 0,945 CHF
- Gleitender Durchschnitt (SMA-20): 0,921 CHF
- Gleitender Durchschnitt (SMA-50): 0,929 CHF
- Gleitender Durchschnitt (SMA-200): 0,955 CHF
- Überkauft/Überverkauft: 50 (neutral)
Wie wird sich der EUR/CHF kurz-, mittel- und langfristig entwickeln?
Wir haben eine EUR/CHF Prognose erarbeitet, die nicht nur die denkbare Entwicklung in einem kurzfristigen Zeitraum 2026 abbildet, sondern auch einen Blick auf Folgejahre wie 2030 zulässt. Obwohl Trading-Prognosen über Jahrzehnte hinweg kaum mit der nötigen Präzision erarbeitet werden können, nehmen wir sogar eine Euro-Franken-Kurs-Prognose bis 2050 ins Visier und verraten, mit welchem groben Trend Investoren rechnen können.
EUR/CHF Prognose 2026:

Blickt man auf die vergangenen zwölf Monate, hat sich der Kurs des Währungspaares EUR/CHF kaum verändert – Bewegungen fanden in einer Spanne zwischen 0,92 und 0,95 CHF statt. Nach einem kurzzeitigen Anstieg im Januar brach die langjährige Unterstützung im Februar 2026 kurzzeitig zusammen, bis nach diesem bärischen Signal eine Korrektur zurück in den altbekannten Kanal erfolgte. In einem aktuellen Währungsbulletin beschreibt die Deutsche Bank, dass der Schweizer Franken 2026 vermutlich abgewertet wird und der Euro an Stärke gewinnt – dabei könnte sogar der aktuelle Widerstand bei 0,945 CHF fallen. Im Rahmen der hauseigenen EUR/CHF Prognose positionieren sich die Experten der Deutschen Bank mit einem Kursziel von 0,940 dennoch moderat. Die meisten anderen im Währungsbulletin genannten Banken, außer Barclays, tendieren stärker zu 0,940 CHF und aufwärts.
| EUR/CHF Prognose 2026: 6-Monats-Ausblick (Stand: 03/2026) | |
|---|---|
| Research-Haus | EUR/CHF-Kursziel |
| Deutsche Bank | 0,940 |
| LBBW | 0,970 |
| Royal Bank of Canada (RBC) | 0,960 |
| Commerzbank | 0,940 |
| Barclays | 0,910 |
| BNP Paribas | 0,940 |
| Wells Fargo | 0,940 |
| Santander | 0,950 |
| SEB | 0,960 |
| Unicredit | 0,950 |
| Durchschnittliches Kursziel: | Ø 0,946 |
Unter den Schweizer Banken und Researchhäusern zeichnet sich im Hinblick auf die EUR/CHF Prognose 2026 eher ein Hang zum stärkeren Schweizer Franken ab. So geht beispielsweise die Luzerner Kantonalbank von einem positiven Wirtschaftswachstum aus, das Kursziel der Experten liegt für 2026 bei 0,91 CHF. Weitere Schweizer Analysten positionieren sich mit Kurszielen in einer Spanne zwischen 0,92 und 0,93, sehen also eher eine Aufwertung des CHF.
| Research-Haus | EUR/CHF-Kursziel 2026 (Stand: Februar 2026) |
|---|---|
| Luzerner Kantonalbank | 0,92 (Juni 2026), 0,91 (Februar 2027) |
| Schaffhauser Kantonalbank | 0,93 (März und Dezember 2026) |
| Graubündner Kantonalbank | 0,93 – 0,94 (März 2026) |
| Schwyzer Kantonalbank | 0,93 (März 2026), 0,92 (Dezember 2026) |
Die KI-Prognose der Economic Forecast Agency zeigt für den EUR/CHF-Kurs ebenfalls eine Steigerung, die bis Dezember 0,947 CHF erreichen soll. Im Sommer liegt die Prognose sogar bei über 0,97 CHF, was wir als Experten jedoch nicht für wahrscheinlich halten.
Im Rahmen der technischen Analyse bewegt sich der EUR/CHF-Kurs in einem langfristigen Abwärtstrend, was eine potenzielle Aufwertung des Schweizer Franken bekräftigt. Obwohl sich der Kurs zu Beginn des Jahres 2025 kurzzeitig über die Marke von 0,96 bewegt hat, bildet der Widerstand auf Höhe der Parität bei 1,00 eine starke Hürde. Zudem ist im Februar 2026 eine sonst sehr stabile Unterstützung bei 0,92 gebrochen. Das könnte trotz der aktuellen Korrektur auf langfristige Abwärtsbewegungen schließen lassen.
EUR/CHF Prognose 2030:

Je weiter wir im Rahmen unserer EUR/CHF Prognose in die Zukunft blicken, desto weniger treffen wir auf fundierte Analystenmeinungen. Verwunderlich ist das nicht, denn auf einen Zeitraum von fünf Jahren können Faktoren, die den Preis des Währungspaares beeinflussen, nicht mehr präzise analysiert und bewertet werden.
Einzig und allein die UBS prognostiziert einen zunehmenden Abwärtstrend und sieht den EUR/CHF-Kurs bis 2027 bei gerade einmal 0,92. Ausschlaggebende Anhaltspunkte sind in diesem Zusammenhang die abgeschwächte Wirtschaftsleistung in der Eurozone sowie die hohe Staatsverschuldung, die wichtige Staaten wie Frankreich, Italien und Deutschland auch langfristig belasten wird.
Eine EUR/CHF Prognose der KI reicht bis zum März 2030. Die automatisierten Analysen der Economic Forecast Agency errechnen ein Kursziel von 0,86 CHF. Vergleicht man diese Vorhersage mit den prognostizierten Werten für das Jahr 2026, würde der Euro innerhalb von vier Jahren noch einmal um 3,8 % an Wert verlieren.
EUR/CHF Prognose 2040:
Obwohl eine langfristige EUR/CHF Prognose bis 2040 zahlreichen Faktoren unterliegt, die kaum berechenbar sind, sind sich Experten sicher: Gegenüber dem Schweizer Franken wird der Euro weiter an Wert verlieren. Nicht nur ein solides Wirtschaftswachstum zeichnet die Schweiz als attraktiven Finanzmarkt aus, auch die Unabhängigkeit von anderen Staaten aus der Eurozone lässt den CHF als starke Währung erscheinen.
Fraglich bleibt, ob die Schweizer Nationalbank SNB in die Geldpolitik eingreifen wird – ein zu starker Schweizer Franken lässt Exporte tendenziell teurer werden.
EUR/CHF Prognose 2050:

Aufgrund der Unberechenbarkeit der Faktoren, die das Verhältnis zwischen Euro und Schweizer Franken beeinflussen, kann auf einen Zeitraum von über 25 Jahren keine präzise EUR/CHF Prognose ausgegeben werden. Nicht nur Analysten verzichten auf eine Kursanalyse des Währungspaares, wenn es um Veränderungen bis ins Jahr 2050 geht, auch die Vorhersagen der KI sind nicht für solch einen langen Zeitraum ausgelegt.
Um den Trend der kommenden Jahre zumindest grob einschätzen zu können, lohnt sich ein Blick auf starke Unterstützungen und Widerstände im Chartbild. Würde der Euro-Franken-Kurs das einstige Allzeittief aus dem Jahr 2022 bei 0,9403 erneut unterschreiten, sind alle Türen für weitere Abwertungen des Euros geöffnet. Klettert der Kurs über den Widerstand bei 1,0068, könnte sich der Euro zumindest über Parität stabilisieren.
Was ist die historische Entwicklung des EUR/CHF?

Um die künftige Wertentwicklung des Währungspaares EUR/CHF besser einschätzen zu können, lohnt sich ein Blick auf die Kurshistorie – daraus lassen sich unter anderem wichtige Chartsignale ablesen. Wertvolle Rückschlüsse ergeben sich auch im Hinblick auf das Verhalten der Investoren, wenn es zu weltweiten Ereignissen wie der Finanzkrise im Jahr 2008 oder der Covid-Pandemie im Jahr 2020 kam.
In den vergangenen zehn Jahren hat sich der Euro-Franken-Kurs wie folgt verändert:
| Jahr: | Schlusskurs: | Veränderung zum Vorjahr: |
|---|---|---|
| 2013 | 1,2276 | + 1,69 % |
| 2014 | 1,2024 | – 2,05 % |
| 2015 | 1,0834 | – 9,90 % |
| 2016 | 1,0739 | – 0,88 % |
| 2017 | 1,1701 | + 8,96 % |
| 2018 | 1,1269 | – 3,69 % |
| 2019 | 1,0854 | – 3,68 % |
| 2020 | 1,0802 | – 0,48 % |
| 2021 | 1,0330 | – 4,37 % |
| 2022 | 0,9847 | – 4,68 % |
| 2023 | 0,9260 | – 5,96 % |
| 2024 | 0,9412 | + 1,64 % |
| 2025 | 0,9112 | – 3,29 % |
Nach einem langen Abwärtstrend kam es 2025 zu einem neuen Hoch um 0,96, gefolgt von einem Absturz unter den Schlusskurs von 2024. Mittlerweile bewegt sich der Kurs auf einem stabilen Niveau um 0,93 CHF (Stand: Januar 2026). Aus der Kurshistorie entnehmen wir, dass sich das Devisenpaar seit über einem Jahrzehnt in einem intakten Abwärtstrend bewegt und der Euro in den vergangenen zehn Jahren rund 22 % an Wert verloren hat.
Auch ein Blick auf die weitere Vergangenheit macht die Bewegung im Abwärtstrend noch einmal deutlich: Im Jahr 2007 lag der Kurs des Währungspaares in der Spitze bei über 1,67 CHF. Seither hat der Euro also um mehr als 43 % an Wert verloren.
Hier finden Sie weitere Prognosen von Trading.de:
Was sind mögliche Kursentwicklungen vom Euro-Schweizer Franken?
Im Rahmen einer Euro-Franken Prognose ist es nicht nur wichtig, mögliche Kursziele, sondern auch die dazugehörigen Szenarien zu beachten. Wir werfen deshalb einen Blick auf drei denkbare Kursentwicklungen und bewerten, welche Auslöser zur jeweiligen Entwicklung führen können und wie realistisch ein solches Szenario erscheint.
↗️ EUR/CHF im Aufwärtstrend

Steigt der EUR/CHF-Kurs, gewinnt der Euro an Attraktivität. Dieses Szenario könnte eintreten, wenn in der Eurozone die Zinsen steigen, das Wirtschaftswachstum anzieht oder die Staatsverschuldung maßgeblich sinkt. Experten halten einen Wechsel in einen langfristigen Aufwärtstrend aufgrund zahlreicher europäischer Krisenherde für äußerst unwahrscheinlich. Kurzfristige Gegenbewegungen sind jedoch wahrscheinlich.
➡️ EUR/CHF im Seitwärtstrend

Bewegt sich der EUR/CHF-Kurs in einem Seitwärtstrend, liegen beide Währungen etwa auf demselben Level, was die Attraktivität anbelangt. Dazu könnte es kommen, wenn in beiden Ländern etwa dasselbe Inflations- und Zinsniveau herrschen. Da die EZB erneute Zinsanhebungen nicht ausschließt, könnte der Euro seine Talfahrt gegenüber dem Schweizer Franken zumindest kurzzeitig stoppen, eine Gegenbewegung auslösen und über Parität notieren.
↘️ EUR/CHF im Abwärtstrend

Sinkt der EUR/CHF-Kurs, gewinnt der Schweizer Franken an Wert. Anders gesagt, der Euro wertet ab und gilt im Vergleich zur Landeswährung der Alpenrepublik als weniger attraktiv. Dieses Szenario ist seit geraumer Zeit Realität, denn während der EUR/CHF-Kurs im Jahr 2007 in der Spitze bei 1,67 lag, notiert das Währungspaar seit Juli 2022 sogar unter Parität.
Was ist der EUR/CHF?
Als EUR/CHF bezeichnet man ein Währungspaar, das das Verhältnis zwischen dem Euro und dem Schweizer Franken widerspiegelt. Der Kurs des Devisenpaares drückt aus, wie attraktiv der Euro gegenüber dem Schweizer Franken erscheint. Sinkt der Kurs von EUR/CHF, deutet alles auf eine Abwertung des Euros hin – so geschehen in den vergangenen zehn Jahren. Ein steigender EUR/CHF-Kurs würde bedeuten, dass der Euro gegenüber dem Schweizer Franken an Wert gewinnt.
Ob der Euro-Franken-Kurs steigt oder fällt, hängt von vielen marktwirtschaftlichen Faktoren ab. Gehandelt wird das Währungspaar rund um die Uhr bei verschiedenen Forex Brokern in Form von CFDs, aber auch an Future-Börsen wie der Eurex. Blickt man auf den weltweiten Devisenhandel, erreicht EUR/CHF den zehnten Platz im Ranking der höchsten Handelsvolumina. An den internationalen Märkten erfolgt die Abbildung nur selten umgekehrt in CHF/EUR.
Wann wird der Euro teurer?
Der Euro wird in Bezug auf den Schweizer Franken (CHF) teurer, wenn es zu höheren Zinsen auf den Euro als auf den CHF kommt oder die Wirtschaft der Eurozone im Vergleich zur Eidgenossenschaft wächst. Bestimmte politische Entscheidungen, welche die EU fördern, können ebenfalls zu einer Verteuerung des Euros gegenüber dem CHF führen.
Wann wird der Euro billiger?
Der Euro wird billiger in Bezug auf den CHF, wenn Investoren während Krisenzeiten in einen sicheren Hafen wie die schweizerische Währung oder Gold getrieben werden. EZB-Zinssenkungen können einen ähnlichen Effekt bewirken und den Schweizer Franken stärken. Ist die Inflation in der Schweiz niedriger als in der EU, sinkt der Wert des Euros im Vergleich ebenfalls.
Was ist die Erwartung an den EUR-CHF-Kurs?
Die langfristigen Erwartungen an den EUR-CHF-Kurs gehen eher von einer Stärkung des Schweizer Franken bzw. einer Stabilisierung des Werts bei zwischen 0,90 und 1,00 Franken pro Euro aus. Das hat u. a. mit der kontinuierlichen Korrekturpolitik der Schweizer Nationalbank und einer absehbaren Eurokrise zu tun.
Welche Faktoren beeinflussen den Kurs von EUR/CHF?
Um eine aussagekräftige EUR/CHF Prognose erstellen zu können, müssen Trader wissen, welche Faktoren den Preis des Währungspaares beeinflussen. Wir haben die wichtigsten Aspekte kompakt zusammengefasst:
1. Einfluss der Notenbanken
Einen direkten Einfluss auf die Attraktivität einer Währung haben die nationalen Notenbanken. Sowohl die Europäische Zentralbank (EZB) als auch die Schweizerische Nationalbank (SNB) legen in regelmäßigen Sitzungen den aktuellen Leitzins fest. Steigt in einem Land der Leitzins, gewinnt dessen Währung an Attraktivität – Investoren legen ihr Geld vermehrt dort an. Sinkt der Leitzins hingegen, unterliegt die Währung einer Abwertung.
Im Dezember 2024 senkte die SNB überraschenderweise den Leitzins direkt um eher unübliche 50 Basispunkte auf ein Niveau von 0,5 %. Ob der Zins im März 2025 weiter sinkt, ist noch offen. In der Eurozone liegt der Leitzins bei 2,5 % – die EZB senkt seit einigen Perioden wieder den Leitzins.
2. Wirtschaftswachstum & Inflation
Das wirtschaftliche Wachstum, wechselnde Konjunkturzyklen und die Inflation sind eng miteinander verbunden. So gewinnt die Währung eines Landes deutlich an Attraktivität, wenn die Wirtschaft boomt, ein überdurchschnittlich hohes Auftragsvolumen herrscht und die Inflation auf einem niedrigen Niveau verweilt.
Ein Mix aus einem möglichen Wirtschaftsabschwung, einer hohen Inflation und einer Verschärfung der Energiekrise sorgen dafür, dass der Euro gegenüber dem Schweizer Franken in den vergangenen Monaten deutlich an Wert verloren hat. Da in der Schweiz zwar Inflationssorgen vorhanden sind, diese jedoch deutlich sanfter ausfallen, gewinnt der Schweizer Franken nach wie vor an Attraktivität.
3. Staatliche Verschuldung
Weist ein Staat eine hohe Verschuldung auf, wird die eigene Landeswährung deutlich unattraktiver für Investoren aus dem Ausland und verliert dadurch an Wert. Staatsanleihen werden eher abgestoßen als gekauft. Die Verschuldungsproblematik in der Eurozone sorgt deshalb dafür, dass der Euro gegenüber dem Schweizer Franken abwertet. Nicht nur Frankreich und Italien, auch Deutschland führen das Ranking der am meisten verschuldeten Länder der Eurozone an.
Wie kann man in EUR/CHF investieren?
Wer am Euro-Franken-Kurs partizipieren möchte, kann direkt auf mehrere Finanzprodukte zurückgreifen. In diesem Abschnitt erklären wir nicht nur, welche Handelsinstrumente für das Trading von EUR/CHF infrage kommen, sondern auch, ob sich der physische Handel der Währungen lohnt.
CFDs auf EUR/CHF

Bei zahlreichen Forex Brokern ist der Handel von Währungspaaren mithilfe von CFDs möglich. Dabei handelt es sich um Differenzkontrakte, die es Händlern ermöglichen, sich long oder short zu positionieren – Sie entscheiden sich vorab, ob Sie auf steigende oder fallende Kurse spekulieren. Gewinne können schnell realisiert werden, denn es gibt keine Mindesthaltedauer.
Der Handel von CFDs bringt zudem einen entscheidenden Vorteil mit sich: Anfänger, die nur über ein geringes Kapital verfügen, können bei den meisten Brokern schon ab geringen Summen traden. Durch den Hebel wird der eigene Kapitaleinsatz – die Sicherheitsleistung – vom Broker aufgestockt, damit Trader an den Märkten deutlich höhere Volumina bewegen können. Allerdings entsteht durch die Leverage-Wirkung auch ein höheres Verlustrisiko.
CFDs auf EUR/CHF im Faktencheck:
- Differenzkontrakte mit Short- oder Long-Positionierung
- Handelbar bei Forex- und CFD-Brokern wie BlackBull
- Erfordert nur einen geringen Kapitaleinsatz
- Keine Mindesthaltedauer
- Margin wird um den Hebel aufgestockt, woraus größere Tradingvolumina entstehen
- Erhöhtes Verlustrisiko durch Leverage-Wirkung
Futures auf EUR/CHF

Wer sich bereits als erfahrener Trader etabliert hat und über die nötigen Fachkenntnisse verfügt, kann auch mithilfe von Futures am Euro-Franken-Kurs partizipieren. Hierbei handelt es sich um Terminkontrakte, die eine festgelegte Menge eines Basiswerts sowie ein Ablaufdatum beinhalten. Händler von Futures sind an die Kontraktbedingungen gebunden: Käufer und Verkäufer müssen den Vertrag zum Ende der Laufzeit zwingend erfüllen.
Im Gegensatz zu CFDs werden Futures zu festgelegten Konditionen ausgegeben, was bedeutet, dass Trader ein deutlich höheres Eigenkapital mitbringen müssen. Durch die Leverage-Wirkung entsteht auch hier ein höheres Verlustrisiko.
Futures auf EUR/CHF im Faktencheck:
- Terminkontrakt mit Short- oder Long-Positionierung
- Handelbar bei Future-Börsen wie der Eurex
- Erfordert einen höheren Kapitaleinsatz
- Festes Ablaufdatum
- Chancen auf höhere Gewinne durch Einsatz eines Hebels
- Erhöhtes Verlustrisiko durch Leverage-Wirkung
Exkurs: Lohnt sich der physische Handel von Euro und Schweizer Franken?
Wer auf das Verhältnis zwischen Euro und Schweizer Franken spekulieren möchte, kann selbstverständlich auch auf eine äußerst simple Methode zurückgreifen: Bargeld handeln. Bei Banken und anderen Finanzdienstleistern kann man nach Voranmeldung Euro gegen Schweizer Franken zum aktuellen Kurs eintauschen. Entwickelt sich der Kurs zum Vorteil des Käufers, kann er das Bargeld zu einem besseren Preis zurücktauschen und einen Gewinn erzielen.
Berücksichtigt sind bei diesem Beispiel noch keine Gebühren, die letztlich die größte Hürde für einen gewinnbringenden Handel darstellen. Sowohl für den Ankauf als auch den Rücktausch von Bargeld fallen hohe Kosten an. Ein weiteres Problem: Nicht jeder Trader verfügt über die erforderliche Menge an Bargeld – nur kleine Summen lassen sich mithilfe dieser Variante bewegen. Berücksichtigt man alle relevanten Gesichtspunkte, erscheint der Handel von Bargeld als wenig lohnenswert.
Eigene EUR/CHF Prognosen erstellen lernen
Es ist eine wertvolle Fähigkeit, eigenständig Prognosen für Währungspaare wie EUR/CHF zu erstellen. Obwohl es online zahlreiche Vorhersagen gibt, sollte man sich bewusst sein, dass keine Prognose absolute Sicherheit bieten kann.
Daher bieten wir Ihnen eine umfassende Trading-Ausbildung, die Ihnen das nötige Wissen und die praktischen Fähigkeiten vermittelt, um fundierte Marktanalysen und Prognosen selbst zu erstellen. Unser Ziel ist es, Ihnen beizubringen, wie Sie unabhängig und gut recherchiert Marktbewegungen einschätzen. Dabei profitieren Sie von tiefgehenden Fachkenntnissen und persönlicher Betreuung. Sie lernen, schnell und präzise eigene Prognosen für das Währungspaar EUR/CHF sowie andere Finanzinstrumente zu entwickeln.
Fazit: Der Kurs dürfte sich 2026 stabil verhalten
Das Chartbild der vergangenen Jahre zeigt deutlich, was viele Analysten auch im Rahmen der künftigen Kursentwicklung erwarten: Der Euro hat gegenüber dem Schweizer Franken seit 2007 über 43 % an Wert verloren und ein Ende ist kaum in Sicht. Erst im Februar 2026 kam es, bedingt durch verschiedene internationale Krisen, zu einer erneuten Abwertung des Euros, bei der nun die wichtige Unterstützung bei 0,92 gebrochen wurde. Der März brachte dann wieder eine Erholung vom Allzeittief von 0,900-1,911 CHF. Der langfristige Abwärtstrend wird dennoch durch die technische Chartanalyse bestätigt, die Parität bildet einen starken Widerstand. Aktuell schwanken die Prognosen für das nächste Jahr zwischen 0,91 und 0,97 CHF.
Häufig gestellte Fragen (FAQs):
Wie wird sich der Euro zum Schweizer Franken entwickeln?
Der Euro wird sich zum Schweizer Franken vermutlich in einem Abwärtstrend entwickeln, da die US-Politik, hohe Inflation und Krisenherde die europäische Währung deutlich schwächen. Im Vergleich dazu wird der Franken als sicherer Hafen mit eigenen Wirtschaftsverträgen angesehen.
Ist CHF stärker als Euro?
Ja, der CHF ist stärker als der Euro, weil der Euro zum gegenwärtigen Zeitpunkt unter Parität gegenüber dem Schweizer Franken notiert. Während Investoren im Jahr 2007 für einen Euro noch 1,67 CHF erhalten haben, sind es heute gerade einmal 0,911 CHF (Stand: Februar 2026).
Welche Faktoren beeinflussen den Euro-Franken-Kurs?
Der Kurs des Währungspaares EUR/CHF wird von relevanten Ereignissen und Kennzahlen geprägt, die die Eurozone sowie die Alpenrepublik bewegen. Nicht nur der Leitzins sowie die Inflation, auch das Wirtschaftswachstum und die Staatsverschuldung haben einen erheblichen Einfluss auf die Attraktivität einer Landeswährung.
Wird der Schweizer Franken weiter steigen?
Experten erwarten, dass der Schweizer Franken auch in den kommenden Jahren steigen wird. Da die Eurozone trotz der Handlungen der EZB weiterhin unter dem Einfluss zahlreicher Krisenherde leidet, ist eine weitere Abwertung des Euros wahrscheinlich.
Wirkt sich der Irankrieg auf den EUR CHF Kurs aus?
Nein, aktuell können wir nicht feststellen, dass sich der Irankrieg relevant auf den EUR CHF Kurs auswirkt. Entgegen der Vermutung hat sich der Euro gegenüber dem Schweizer Franken eher erholt, auch wenn es langfristig einen deutlichen Abwärtstrend gab.

