Daytrading mit Hebel ist eine Art des Tageshandels, bei der zum Aufbau einer Position Fremdkapital vom Broker aufgenommen wird und der Trader nur einen kleinen Anteil als Sicherheitseinlage (Margin) bezahlt. Die Sicherheitseinlage beläuft sich meist auf einen Anteil und wird dann je nach Leverage multipliziert. Bei 1:5 gibt der Broker z. B. 4 Anteile hinzu. Dadurch erhöhen sich die Positionsgröße, mögliche Gewinne und Verluste. Ein solches Tool hilft dabei, kleine Kursbewegungen auf dem Intraday zu nutzen. Selbst 1 % Veränderung kann dann attraktive Gewinne im Long- oder Shorthandel, also bei steigenden und fallenden Kursen, verursachen.
Als Experten sehen wir den Hebel im Daytrading als eine Art Grundvoraussetzung dafür, dauerhaft Profite generieren zu können. Lernen Sie hier Schritt für Schritt, wie Daytrading mit Hebel funktioniert. Wir zeigen Ihnen im Detail, auf was Sie achten müssen, welche Vor- und Nachteile es gibt und wie Sie sich absichern. Erfahren Sie jetzt mehr zum Daytrading mit Hebel und berechnen Sie Ihre eigenen Margin-Positionen.

Das Wichtigste zur Anwendung vom Daytrading Hebel im Überblick:
- Beim Daytrading nutzen Sie kleinere Kursdifferenzen, die oft mit Hebel getradet werden
- Beim Hebel leihen Sie sich vom Broker Geld, was es ermöglicht, größere Positionen zu eröffnen, als Eigenkapital vorhanden ist
- Die Margin ist eine Sicherheitsleistung für den Broker. Die Höhe des Hebels bestimmt die erforderliche Margin.
- Innerhalb der EU sind die Hebel auf 1:30 begrenzt, bei Brokern mit außereuropäischer Lizenz kann das Leverage bis 1:1000 reichen.
Wie wenden Sie den Hebel richtig im Daytrading an?
Um den Hebel im Daytrading richtig anzuwenden, sollten Sie vorab eine gründliche technische Analyse durchführen und die Verluste klar durch Limit Orders begrenzen. Hier sind unsere 4 Experten-Tipps für sicheren Handel mit Daytrading Hebel:
- Höchstens 10 Pips Verlust riskieren
- Take Profit möglichst in einem Chance-Risiko-Verhältnis von 1,5:1 bis 3:1 gegenüber Stop Loss setzen
- Werte tatsächlich innerhalb eines Tages kaufen und verkaufen, um Swaps zu vermeiden
- Achten Sie auf die Margin-Höhe und setzen Sie nie mehr als 1-2 % Ihres Gesamtkapitals auf eine Position (unsere Faustregel im Daytrading!)
Aus unserer Sicht ist es wichtig, den Hebel in Kombination mit entsprechenden Limit-Marken anzuwenden, also einen Stop Loss und Take Profit in angemessenem Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) zu setzen. Diese Marken lassen sich z. B. mit Hilfe von Tools wie dem ATR und den Pivot Points, also bedeutenden Daytrading Indikatoren bestimmen. In unseren Trading.de-Coachings gehen wir konkret auf die Anwendung solcher Indikatoren für den Einsatz von Daytrading Hebeln ein und zeigen, auf welche Regeln Sie achten müssen, so auf das CRV, die Profit-Raten und das Risikomanagement.
An welchen Märkten kann ich im Daytrading mit einem Hebel arbeiten?
Sie können vor allem im Forex und CFD Markt mit Daytrading Hebel arbeiten und hier Ihren Einsatz sowie Ihre Gewinne potenzieren. Die CFDs, also Differenzkontrakte, die Sie mit Brokern abschließen, beziehen sich auf verschiedene Basiswerte, u. a.:
- Devisen
- Kryptowährungen
- Indizes
- Rohstoffe
- Edelmetalle
- Aktien
Wie berechnet man den Daytrading Hebel?
Der Hebel im Daytrading berechnet sich aus dem Hebelverhältnis, z. B. 1:20, welches multipliziert mit der Margin (Sicherheitsleistung) immer 100 ergibt. Wenn Sie einen Hebel von 1:10 wählen, hinterlegen Sie eine Sicherheitsleistung von einem Anteil, der 10 Prozent des Investments ausmacht. Der Broker schießt neun weitere Anteile, also 90 Prozent, zum Einsatz hinzu. Von der Margin ausgehend wäre die Rechnung so: Hebel = 100 ÷ Margin in Prozent, z. B. 100 ÷ 5 = 20.

Beläuft sich der Hebel also beispielsweise auf 1:20, führt das automatisch zu einer Sicherheitsleistung von 5 Prozent. Wenn es jetzt um die Berechnung des optimalen Hebels geht, dann beachten Sie, dass die Sicherheitsleistung bei einem größeren Hebel in der Praxis schneller „aufgebraucht“ ist.
Wenn Sie zum Beispiel eine Margin von 5 Prozent stellen, muss sich der Kurs des gehandelten Basiswertes nur um etwas mehr als diese 5 Prozent in die „falsche“ Richtung bewegen und Ihre Sicherheitsleistung wäre bereits aufgebraucht. Je nach Broker würde dann ein Nachschuss gefordert oder die Position geschlossen.
Jetzt unseren Trading.de-Hebelrechner nutzen, um die Margin zu ermitteln:
Beim Tageshandel kann der entsprechende Daytrading Hebel meistens höher sein, weil Daytrader innerhalb relativ kurzer Zeiträume handeln. In der folgenden Tabelle möchten wir 3 Beispiele dafür zeigen, welcher Hebel sich aus der vom Broker geforderten Margin ergibt und wie hoch der prozentuale Gewinn auf Grundlage des eigenen Kapitaleinsatzes ist:
| Hebel | Margin | Eigenes Kapital | Kursbewegung | Rendite |
|---|---|---|---|---|
| 5:1 | 20 Prozent | 500 Euro | 1 Prozent | 5 Prozent |
| 20:1 | 5 Prozent | 1.000 Euro | 3 Prozent | 60 Prozent |
| 30:1 | 3,33 Prozent | 800 Euro | 2 Prozent | 60 Prozent |
Welche Hebel sollte man im Daytrading nutzen?

Als Experte greife ich relativ oft zu hohen Hebeln, die letztliche Entscheidung hängt jedoch stark von der vorherigen Analyse und der Situation ab. Wo mir das Risiko zu hoch ist, reduziere ich das Leverage lieber und arbeite mit 1:5 oder 1:10. Bei eher aussichtsreichen Chancen auf Gewinne, wo es aber auf minimale Kursbewegungen um ca. 1 % ankommt, muss der Hebel höher ausfallen. Hier nutze ich bei den Margin Trades mindestens 1:100, bei sehr klarer Analyse auch 1:500. Höheres Leverage sorgt aber auch für noch höhere Verlustrisiken.
Anfängern rate ich in meinen Coachings immer dazu, klein anzufangen, ohne dabei das Potenzial einer Positionsgröße mit der zu erwartenden Kursbewegung aus den Augen zu verlieren. Am besten beginnen Sie mit schmalem Leverage von etwa 1:2 bis 1:5. Wichtig ist jedoch, dass damit auch die Gebühren gedeckt werden können. Hierfür sollten Sie eine entsprechende Take Profit Marke setzen, die nicht zu niedrig ausfällt.
Unser Beispiel aus der Praxis: Mit diesem Daytrading Hebel haben wir fast 400 USD Gewinn gemacht
In unserem Praxisbeispiel wollen wir Ihnen einen Hebeltrade mit einem CFD auf die Aktie Palantir vorstellen. Anhand der Pivot Points konnten wir markante Kurslevel erkennen und eröffneten unsere Position in etwa auf Höhe des Pivots bei 199,66 USD, da wir ab hier von einem Anstieg des Kurses ausgingen. Dieser hatte das Niveau bereits zuvor getestet. Wir platzierten 300 USD auf den Trade und nutzten einen Hebel von 1:30. Damit lag die Positionsgröße bei 9.000 USD.

Um diesen Handel im Daytrading mit Hebel abzusichern und zu automatisieren, wendeten wir einen Stop Loss und einen Take Profit an. Stop Loss setzten wir am S1-Level bei 194,83 USD, also etwa 2,42 % unterhalb des Einstiegs. Beim Take Profit richteten wir uns ebenfalls nach den Pivot Points und wählten den R2 bei 208,34 USD, also zwei Stufen über dem Pivot Point. Daraus ergab sich ein potenzieller Kursgewinn von rund 4,35 %.
Wir haben diese Abstände bewusst gewählt, um ein lukratives Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) zu erreichen, das sich aus der Relation zwischen dem Abstand vom Einstieg zum Gewinn und zum möglichen Verlust berechnet. Das CRV lag hier bei 1,8:1. Jedem riskierten USD standen somit 1,80 USD an potenziellem Gewinn gegenüber.
- Eigenkapital: 300 USD
- Hebel: 1:30
- Positionsgröße: 300 USD × 30 = 9.000 USD
- Wachstum bis zum Take Profit: 4,35 %
- Gewinn Einzelaktie: 8,68 USD
- Gewinn ohne Hebel: 13,05 USD – 5 USD Gebühren = 8,05 USD
- Gewinn mit Daytrading Hebel: 391,26 – 5 USD Gebühren = 386,26 USD
- Eigenkapitalrendite: 386,26 USD ÷ 300 USD × 100 = 127,75 %
- Möglicher Verlust beim Stop Loss: 217,73 + 5 USD Gebühren = 222,73 USD = 74,24 %
Im konkreten Beispiel griff der Take Profit bei 208,34 USD und die Position wurde mit Gewinn aufgelöst. Während der Einzelgewinn pro Aktie hier bei 8,68 USD lag, betrug der Profit der gesamten Position von 9.000 Euro 391,26 USD. Hiervon mussten wir noch die Gebühren von insgesamt 5 USD abziehen, kamen also netto auf 386,26 USD. Daraus ergab sich eine Eigenkapitalrendite von 128,75 %. Ohne den Daytrading Hebel von 1:30 wäre der Gewinn nur 13,05 USD gewesen. Abzüglich der Kommission hätte der Trader also nur 8,05 USD herausbekommen. Das zeigt, wie wichtig es im Daytrading ist, mit Hebel zu arbeiten.
Warum ist ein Hebel im Daytrading unverzichtbar?
Ein Hebel ist im Daytrading unverzichtbar, weil die Trader nur maximal 24 Stunden Zeit haben, eine Position zu schließen und Gewinne mitzunehmen. In dieser Zeitspanne gilt es, Kurse zu finden, die möglichst volatil sind. Dennoch ist klar: So volatil wie in einem gesamten Monat werden die Kurse nicht sein. Unsere Erfahrung zeigt, dass sich die meisten Assets maximal 1-3 % am Tag bewegen. Bei den großen Indizes waren es laut der Auswertung von FxBackTest sogar nur zwischen 1-2 % im Durchschnitt von 2013 bis heute. Wenn Sie 500 Euro pro Position setzen, läge die Rendite bei einem Kursgewinn von 2 Prozent gerade einmal bei 10 Euro.

Hebel sorgen dafür, dass sich Gewinne im Daytrading überhaupt erst lohnen. Nehmen wir einen Hebel von 1:5 bei einem Einsatz von 500 Euro und einer Rendite von 2 Prozent, läge der unversteuerte Gewinn schon bei 50 Euro. Um also aus Daytrades signifikante Gewinne herauszunehmen, braucht es den Hebel, allein um ausreichend Kapital aufzubringen. Für uns ist Daytrading mit Hebel also nicht nur eine Option, sondern auch eine Grundvoraussetzung für Erfolg. Deswegen bringen wir unseren Schülern im Coaching auch sehr speziell bei, mit Leverage zu arbeiten.
| Index | durchschnittliche Tagesschwankung (lt. FxBackTest von 2013 bis heute) |
|---|---|
| S&P 500 | ca. 1,31 % |
| Nasdaq | ca. 1,69 % |
| Dow Jones | ca. 1,26 % |
| DAX | ca. 1,57 % |
| Gold (XAU/USD) | ca. 1,44 % |
Ist Daytrading ohne Hebel möglich?
Ja, im Prinzip ist es möglich, ohne Hebel 1:1 Daytrading zu betreiben. Dann muss aber entsprechend hohes Eigenkapital aufgebracht werden, um über die Gewinnschwelle zu kommen. Wer z. B. nur eine Tagesbewegung von 1–2 % im Kurs hat und 100 Euro darauf setzt, würde lediglich 1–2 Euro herausbekommen. Dieses Wachstum wird allerdings komplett von den Gebühren und Spreads eliminiert. Selbst bei einem Einsatz von 1.000 Euro würde von den 10–20 Euro Gewinn beim Daytrading ohne Hebel nicht viel übrig bleiben.
Daher raten wir in unserer Ausbildung immer dazu, sich direkt mit dem Thema zu beschäftigen und den Einsatz des Leverages zu üben. Daytrading ohne Hebel birgt letztlich auch entsprechende Gefahren in sich, da Sie mit Ihrem Kapital in die Vollen gehen müssen und grundsätzliche Regeln zum Risikomanagement wie das 1-%-Limit eventuell ignorieren. Auch beim Hebeltrade besteht natürlich Risiko, jedoch ist dieses zumindest unter EU-Lizenz auf die Margin-Summe reduziert. Generell ist es wichtig, in beiden Fällen Stop-Loss- und Take-Profit-Marken zu setzen.
Was sind die Vor- und Nachteile des Hebels im Daytrading?
Vorteile der Hebelwirkung
- Freisetzung von Kapital (für andere Trades)
- Überproportionale Gewinne
- Profitieren von sinkenden oder steigenden Kursen
- 24-Stunden-Handel
Nachteile der Hebelwirkung
- Keine Anlegerrechte
- Überproportionale Verluste
- Nachschusspflicht bei einigen Broker
- Finanzierungsgebühren
Vorteile der Hebelwirkung
Schauen wir uns nun die folgenden 4 Vorteile von der Daytrading Hebelwirkung im Detail an:
- Zunächst einmal haben Daytrader durch die Hebelwirkung Kapital frei, welches sie zum Beispiel für andere Trades verwenden können. Der Grund ist: Beim Hebeltrading müssen Sie immer nur einen Bruchteil des Handelsgegenwertes als Eigenkapital einsetzen.
- Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass Daytrader durch den Hebel – bezogen auf Ihren Kapitaleinsatz – überproportional hohe Gewinne erzielen können. Der Gewinn wird nämlich auf den vollen Handelsgegenwert berechnet, also inklusive des Kapitals, welches der Broker in Form des Hebels leiht. Sie können also mit geringen, eigenen Kapitaleinsätzen überproportional hohe Renditen generieren.
- Daytrader können nicht nur von steigenden, sondern ebenso von fallenden Kursen profitieren. Das liegt daran, dass Hebelprodukte nahezu ausschließlich bei Brokern zum Einsatz kommen, die Finanzprodukte anbieten, mittels derer Sie auch auf fallende Kurse setzen können (Shortselling). Typische Beispiele sind zum einen der Forex Handel und zum anderen das CFD Trading.
- Hebelprodukte können nahezu rund um die Uhr gehandelt werden. Das gilt wiederum für die Forex-Märkte und den Handel mit Differenzkontrakten. Bis auf das Wochenende können Daytrader dort von Montagnacht bis zum späten Freitagabend faktisch durchgängig handeln.
Welche Nachteile haben Hebel und Hebelwirkung?
Neben den genannten Vorteilen gibt es ebenso Nachteile und Risiken, die mit der Hebelwirkung und dem Leverage verbunden sein können, insbesondere die möglicherweise potenzierten Verlustsummen.
1. Keine Aktionärsrechte bei CFDs
Für manche Trader ist es ein Nachteil der Finanzinstrumente mit Hebel, dass es keine Anlegerrechte gibt. Das zeigt sich insbesondere im direkten Vergleich von Aktien CFDs und dem Aktienhandel. Während das Stimmrecht vielleicht eine untergeordnete Rolle für Investoren spielt, kann die Dividende einen attraktiven Geldwert darstellen. Im Schnitt zahlen die Unternehmen ca. 1-2 % Dividendenrendite, was pro Aktie bis 1-4 Euro im Jahr reichen kann. Sammelt man sehr viele Anteile an, kommt man auf einen entsprechend hohen Wert.
Bei Wachstumsunternehmen und IT eher geringe Rendite

Angesichts der etwas stärkeren Volatilität im Nasdaq arbeite ich beim Daytrading mit Hebel häufig mit IT-Aktien-CFDs. Hierbei handelt es sich oft um Wachstumsunternehmen, die aufgrund ihrer hohen Investitionen in Forschung und Entwicklung nur wenig oder sogar gar keine Dividende zahlen.
Bei solchen Unternehmen ist die Entscheidung zwischen Aktien und CFDs mit Hebel somit für mich relativ klar: Zwar können sich die Aktien für eine langfristige Wachstumsstrategie angesichts niedrigerer Kosten lohnen, andererseits bringen sie für den Tageshandel keine größeren Vorteile. Beispiele für solche Aktien ohne Dividende sind Tesla, Applied Digital, Terawulf etc. Selbst aufstrebende Konzerne wie Micron geben mit nur knapp 13 Cent pro Anteil sehr wenig Dividende heraus.
Übrigens sind mittlerweile viele CFD Broker dazu übergegangen, einen Barausgleich für die Dividende zu zahlen. Wenn Sie diese Nachbildung der Ausschüttung nutzen möchten, sollten Sie sich vorab die Bedingungen der Anbieter durchlesen. Doch Vorsicht: Wenn Sie eine Short-Position aufbauen, wird Ihnen die Dividende abgezogen, wirkt sich also negativ auf Ihre Investition aus.
2. Überproportionale Verluste
Genauso wie überproportionale Gewinne einen Vorteil darstellen, sind mögliche, höhere Verluste ein Nachteil der Hebelwirkung. Ist die hinterlegte Sicherheitsleistung, die Margin, aufgebraucht, können Daytrader ihr gesamtes Kapital verlieren. Die Alternative besteht darin, weiteres Geld als zusätzliche Sicherheitsleistung auf das Handelskonto einzuzahlen.
Um ein kleines Beispiel aus unserer Praxis aufzuzeigen: Einer unserer Schüler zahlte ganz zu Beginn seiner Karriere 500 Euro auf sein CFD-Konto ein und eröffnete direkt eine Position mit einem Hebel von 1:20, somit insgesamt von 10.000 Euro. Aufgrund von externen News kam es jedoch zu einem starken Absturz des Wertes um 7 %, wodurch sich ein Verlust von 140 %, also 700 Euro ergab. Bereits beim Absinken um 50 % kommt es in der Regel zum Margin Call, da nicht ausreichend Geld auf dem Konto vorhanden war.
Bei einer langsamen Bewegung nach unten wäre die Position mit 250 Euro Verlust glattgestellt worden. Da der Kursabfall aber sehr schnell voranging und es keine garantierte Ausführung sowie keinen Stop Loss gab, erlitt der Trader einen Totalverlust und büßte die komplette Position bis 500 Euro ein. Vor solchen Effekten kann man sich jedoch schützen und wir raten unseren Schülern immer dazu, sich an die Grundregeln des Risikomanagements, von Stop-Loss-Marken bis hin zur 1%-Begrenzung der Einzelpositionen vom Gesamtkapital, zu halten.
3. Risiko Nachschusspflicht
Die Nachschusspflicht ist ein weiterer, möglicher Nachteil der Hebelwirkung. Diese gibt es ausschließlich im Zusammenhang mit gehebelten Finanzprodukten, also bei Forex und CFD Brokern.

Allerdings können Daytrader diesem Risiko leicht aus dem Weg gehen, indem sie sich für einen innerhalb der EU regulierten Broker entscheiden. Dann kommt es allerdings zu einem weiteren Nachteil, nämlich dass die Hebel auf maximal 30:1 begrenzt sind. Die EU-Begrenzung schützt Privatanleger vor zu schnellen Verlusten. Wer höhere Hebel sucht, muss zu Brokern außerhalb der EU.
Auch bei außereuropäischen Brokern fällt die Nachschusspflicht oft weg

Meine Erfahrungen zeigen, dass mittlerweile auch viele außereuropäische Broker dazu übergegangen sind, auf die Nachschusspflicht zu verzichten. In den Trading.de-Broker-Vergleichen stellen wir die entsprechenden Anbieter vor und können Ihnen die Top-Broker ohne Nachschusspflicht empfehlen.
4. Finanzierungsgebühren (Swaps)
Im klassischen Daytrading mit Hebel fallen eigentlich keine Finanzierungsgebühren an, da die Trader die Assets nicht über Nacht halten. Dennoch kann es vorkommen, dass sich eine Position nicht positiv für den Händler entwickelt und er deshalb bis zum nächsten Tag investiert bleibt. Dadurch steigen dann die Kosten. Wir empfehlen jedoch, dieser Gebühr aus dem Wege zu gehen, indem man seine Trades konkret mit Stop Loss und Take Profit plant. Verluste können in Kauf genommen werden, solange die Profit Rate insgesamt stimmt.
Daytrading Steuern beachten: auf Profite müssen Abgaben gezahlt werden
Neben klassischen Gebühren wie den Kommissionen müssen in Deutschland angesiedelte Daytrader auch Steuern bezahlen. Auf alle Gewinne fallen so automatisch 25 % Kapitalertragsteuer bzw. Abgeltungsteuer an. Hinzukommen 5,5 % Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer (8 % oder 9 %). Bei Brokern mit deutscher Lizenz erfolgt die Abfuhr der Steuern automatisch ab Quelle, sie werden also sofort beim Auflösen der Position abgezogen. Wer über ausländische Broker handelt, muss sich dagegen selbst um die Deklarierung kümmern und seine Einnahmen in der Einkommensteuererklärung offenlegen.
Wie funktioniert das Risikomanagement mit Hebeln im Daytrading?
Das Risikomanagement mit Hebeln im Daytrading funktioniert z. B. über das Festlegen der richtigen Positionsgröße, um mögliche Verluste einzugrenzen. Sie sollten möglichst nicht mehr als 1-2 Prozent Ihres gesamten Kapitals in eine Position investieren. Darüber hinaus gibt es verschiedene Aufträge, die ebenfalls zum Risikomanagement zählen und die Daytrader vor allem beim Trading mit Hebeln nutzen sollten.
Order-Typen für Risikomanagement im Hebel-Trading
- Stop Loss: Das Ziel der Stop Loss Order besteht darin, bei ungünstigen Bedingungen am Markt Verluste zu begrenzen. Sie legen als Trader einen Kurs fest, bei dessen Erreichen der Trade und damit die Position automatisch vom Broker geschlossen werden soll. In unserer Praxis helfen uns insbesondere Indikatoren wie die Pivot Points oder die ATR dabei, das richtige Supportlevel zu finden, an dem ein Ausstieg unabdingbar ist.
- Take Profit: Mit der Take-Profit Order legen Sie fest, dass der Verkaufsauftrag zu einem von Ihnen festgelegten Kurs oberhalb des Einkaufswerts ausgeführt wird. Somit wird also der Gewinn ab einem von Ihnen gewünschten Betrag mitgenommen. Das garantiert, dass Sie nicht zu lange im Handel bleiben und den Gipfel der Trendbewegung nicht überschreiten. Wir raten dazu, den Abstand vom Einstieg zum Take Profit größer zu halten als vom Einstieg zum Stop Loss, etwa in einem Verhältnis von 1,5:1 bis 3:1.
- Trailing Stop: Die Trailing-Stop Order ist eine Mischung zwischen Stop-Loss und Take-Profit Order. Das wesentliche Ziel besteht darin, für diesen Auftrag Verluste zu begrenzen, sollte sich der Markt – aus Ihrer Sicht – negativ entwickeln. Fällt die Kursbewegung jedoch positiv aus, greift die Trailing-Stop Order, indem sie sich praktisch als Stop Order mit den steigenden Kursen mitbewegt.
- Achtung: Bei der gewöhnlichen Stop Loss Order findet eine Ausübung nicht immer statt, sodass Sie in diesem Fall das Risiko tragen, dass Ihr festgelegter Stopp bei schnellen Kursbewegungen auch einmal unterschritten wird. Wir empfehlen daher, bei hohen Positionsgrößen eine garantierte Stop-Loss-Order gegen Prämie zu wählen, um das Risiko von Verzögerungen zu verringern.
- Garantiertes Stop-Loss: Es gibt einen Unterschied zwischen einer gewöhnlichen Stop-Loss Order und einem so genannten garantierten Stop-Loss. Bei der garantierten Stop-Loss Order ist zu 100 Prozent gewährleistet, dass der Trade maximal zu dem von Ihnen festgelegten Kurs geschlossen wird.
Nehmen wir beispielsweise an, dass der Einstieg genau bei 100 USD erfolgt ist und die technische Analyse eine Unterstützung bei 90 USD ergeben hat. Dann würden wir den Stop Loss bei 89 USD, also kurz darunter platzieren und den Take Profit bei 122 USD, also doppelt so weit vom Einstieg entfernt wie der Stop. Hierbei handelt es sich natürlich um ein idealtypisches Beispiel. Sehr viel wahrscheinlicher ist es, dass Sie mit Hilfe von Tools wie dem ATR oder den Pivot Points einen Umkehrpunkt bei etwa 115 USD ausmachen und an dieser Stelle mit Gewinn aussteigen. Diese 15 USD Gewinn sollten dann natürlich mit dem Daytrading Hebel multipliziert werden, bei 1:30 würden sich z. B. 450 USD Gewinn ergeben.
Auf gesetzliche Hebelbegrenzungen achten
Die Daytrading Hebel sind innerhalb der EU gesetzlich begrenzt, nämlich auf maximal 30:1 bei größeren Forexpaaren (Major Währungen). Andere Assets wie Indizes, Rohstoffe und Aktien haben sogar noch niedrigere Hebel-Limits. Wenn Sie also mit relativ wenig Kapital und mit einem hohen Hebel arbeiten möchten, sollten Sie in erster Linie Broker außerhalb der EU wie Vantage Markets wählen.
| Assetklasse | Hebel-Begrenzung nach ESMA (EU-Regulierung) | Erforderliche Anfangs-Margin |
|---|---|---|
| Major Forex (Hauptwährungspaare) | 1:30 | 3,33 % |
| Minor Forex (Nebenwährungspaare) | 1:20 | 5 % |
| Gold | 1:20 | 5 % |
| Gro0e Aktienindizes (S&P500, Dow Jones, MSCI World, DAX) | 1:20 | 5 % |
| Andere Rohstoffe (Öl, Gas, Palladium, Kupfer, Silber) | 1:10 | 10 % |
| Andere Aktienindizes | 1:10 | 10 % |
| Aktien | 1:5 | 20 % |
| Kryptowährungen | 1:2 | 50 % |
Bei außereuropäischen Brokern gibt es fast keine Grenzen beim Leverage, so dass Sie auch mit Hebeln von 100:1, 500:1 und 1000:1 arbeiten können. Dementsprechend benötigen Sie relativ wenig Kapital, gehen aber natürlich ein erhöhtes Risiko ein. Anfängern raten wir aber eher zu mehr Schutz und niedrigen Hebeln.
Nicht nur CFD-Hebel möglich: Leverage bei Futures und KO-Zertifikaten
Abgesehen von klassischen CFDs können Hebel auch auf andere Produkte wie Futures und Knock-out-Zertifikate angewendet werden. Hier gelten oft andere Regeln und auch die EU lässt in dieser Hinsicht höhere Hebel zu. Schauen wir uns also im Folgenden an, worin sich Futures- und KO-Hebel von den Daytrading Hebeln im CFD-Handel unterscheiden.
Futures mit Hebel handeln
Bei Futures wird der Hebel aus dem Kontraktwert im Verhältnis zum gebundenen Kapital berechnet. Die vom Broker verlangte Margin kann sich dabei je nach Kontrakt, Börse und Marktlage unterscheiden. Pauschale ESMA-Hebelgrenzen gelten hier nicht, zumal sich diese Produkte ohnehin eher an Profis, denn an Privatkunden richten. Es ist außerdem möglich, dass die Verluste die hinterlegte Margin zu einem bestimmten Zeitpunkt übersteigen.
Knock-out-Zertifikate mit Daytrading Hebel
Der Hebel bei den Knock-out-Zertifikaten richtet sich nach dem Abstand zwischen dem aktuellen Kurs des Basiswertes und der Knock-out-Schwelle. Je näher die Schwelle am aktuellen Kurs liegt, desto höher wird der Hebel gesetzt. Das Risiko, dass die Position bei negativer Kursentwicklung für den Kunden verfällt, steigt damit. Sollte es zum Knock-out kommen, verlieren Sie das Kapital vollständig. Deshalb stimmen wir als Experten der Bafin-Einschätzung zu und sehen KO-Zertifikate als extrem risikobehaftet an. Anfängern raten wir generell von diesem sehr komplexen Instrument ab.
| Merkmal | CFDs | Futures | KO-Zertifikate |
|---|---|---|---|
| Hebel | Privatkunden: meist bis 1:30, je nach Basiswert | Variabel, abhängig von Kontraktwert und Margin | Variabel, abhängig vom Abstand zur Knock-out-Schwelle |
| Kapitalbedarf | Prozentuale Margin: 3,33 % – 50 % | Börsen- und brokerabhängige Margin | Kaufpreis des Zertifikats |
| Hebel anpassbar? | Indirekt über Positionsgröße | Indirekt über Kontraktzahl und Margin | Durch Auswahl eines Zertifikats mit passendem Hebel |
| Maximalverlust | In der Regel eingesetztes Kapital bei EU-Privatkunden durch Negativsaldoschutz | Kann die Margin übersteigen | Totalverlust des eingesetzten Kapitals bei Knock-out |
Was sind die besten Broker für Daytrading mit Hebel?
Unserer Erfahrung nach sind Vantage Markets und Capital.com die besten Broker für Daytrading mit Hebel, da beide Unternehmen hervorragende Konditionen und faire Gebühren bieten. Bei Vantage Markets, einem außereuropäischen CFD Broker, reichen die Daytrading Hebel bis 1:500, während beim EU-regulierten Anbieter Capital.com 1:30 das Limit ist. Vantage Markets finden wir gut für Profis, während sich Capital.com mit seinem Daytrading Hebel für Anfänger eignet. Mit beiden Unternehmen arbeiten wir seit langer Zeit zusammen und empfehlen Vantage vor allem aufgrund der hohen Hebel meist Fortgeschrittenen, während wir unseren Anfängern zunächst Capital.com an die Hand geben.
Vantage Markets
Einer unserer bevorzugten Broker für Daytrading mit Hebel ist Vantage Markets, ein Unternehmen, das in Australien angesiedelt ist und dadurch auch sehr hohes Leverage anbieten kann. Der maximale Hebel liegt hier bei 1:500, was im Daytrading für Profis erhebliche Vorteile bringt. Daneben sind kommissionsfreie Trades und Spreads ab 1.1 Pips verfügbar, also unserer Erfahrung nach perfekt für den Tageshandel.

Alternativ zu den kommissionsfreien Standard-Konten können Sie sich bei Vantage Markets auch für die ECN-Variante mit Spreads ab 0.0 Pips und Ordergebühren von 3 USD pro Lot und Richtung entscheiden. Hier lohnt es sich, genau durchzurechnen, was mehr Vorteile bringt. Die niedrige Einstiegshürde von 50 USD als Mindesteinlage sehen wir ebenfalls als Vorteil.
| Kontotyp | Maximaler Hebel | Kommission | Spreads | Mindesteinzahlung |
|---|---|---|---|---|
| Standard | 1:500 | Keine Kommission | ab 1.1 Pips | 50 USD |
| Raw | 1:500 | 3 USD pro Lot | ab 0.0 Pips | 50 USD |
Insgesamt bietet Vantage Markets mehr als 1.000 Produkte an, was zwar ausbaufähig ist, aber dennoch sehr gute Optionen für den Tageshandel bietet. Im Daytrading können Sie hier aus Basiswerten wie Forex, Aktien, ETFs, Indizes und Rohstoffen wählen. Durch die mehrfache Regulierung u. a. unter der ASIC in Australien ist eine angemessene Einlagensicherung gegeben.
Vorteile
- 1.000+ Finanzinstrumente für Daytrader
- Spreads ab 0.0 Pips
- Kommissionsfreie Trades
- Hoher Daytrading Hebel bis 1:500 (gut für Profis)
- Mehrfach reguliert
- MT4/MT5, TradingView und ProTrader Software
Nachteile
- Weiterbildungsangebot ausbaufähig
- Eventuell hohes Risiko für Anfänger
Capital.com
Wer als Anfänger mit einem Hebel daytraden möchte, dem empfehlen wir einen in Europa lizenzierten Anbieter wie Capital.com. Das Unternehmen ist in Zypern ansässig und bietet seinen Kunden mehr als 5.000 CFDs an. Durch die CySEC-Regulierung und die ESMA-Gesetze ist der Daytrading Hebel bei Capital.com auf 1:30 limitiert. Das bietet mehr Schutz vor Fehlentscheidungen und hohen Verlusten. Zudem kann das Konto nicht ins Minus gehen (Negativsaldoschutz) und es werden keine Nachschüsse verlangt.

Gefallen hat uns im Test das umfangreiche Angebot mit Basiswerten auf Forex, Aktien, ETFs, Indizes und Rohstoffe. Diese lassen sich in der brokereigenen Handelsplattform gut analysieren. Zudem ist eine Verbindung zu MetaTrader und TradingView möglich. Durch den Standort in Zypern ist ein gut funktionierender Kundenservice gegeben. Diesen haben wir mehrfach getestet und waren jedes Mal zufrieden.

Was uns für den Handel mit Daytrading Hebel auch positiv erscheint, sind die kommissionsfreien Trades. Diese ermöglichen es, zu sehr günstigen Konditionen viele Orders am Tag einzuleiten. Aus unseren Erfahrungen heraus sind die Spreads ab 0.6 Pips bei Capital.com angenehm schmal und senken aufgrund dessen selbst mit hohen Hebeln das Risiko. Positiv fällt auf, dass prinzipiell keine Kommissionen verlangt werden. Für uns ist Capital.com die beste Daytrading Hebel Plattform für Anfänger.
Vorteile
- Kommissionsfreie Trades
- Auf 1:30 limitierte Hebel (gut für Anfänger)
- Europäische Lizenz und Kundenservice
- Exzellente Analyseplattform
- Schmale Spreads ab 0.6 Pips
- MT4 & TradingView
- Hoher Einlagenschutz
- Kostenloses, unbegrenztes Demo
Nachteile
- Profis würden sich höhere Hebel wünschen
- Einige Analysefunktionen im Demomodus gesperrt
Fazit: Daytrading Hebel hilft dabei, im Tageshandel Gewinne zu erzielen
Für uns als Experten ist der Hebel im Daytrading eine Grundvoraussetzung für einen erfolgreichen Handel. Da sich die Kursbewegungen auf dem Intraday-Chart durchschnittlich nur um etwa 1-3 % verändern, ist es wichtig, sich mit dem Fremdkapital von Brokerseite einen Vorteil zu verschaffen. Durch das Leverage, das sogar bis 1:1000 reichen kann, erhöht man die Positionsgröße und somit auch die Gewinne – demgegenüber entsteht jedoch auch ein höheres Risiko, den hinterlegten Einsatz von einer Einheit (Sicherheitseinlage) zu verlieren.
Gerade Anfänger haben oft geringeres Kapital, weswegen es wichtig ist, gleich von Beginn an das Daytrading mit Hebel richtig einzuüben. Deswegen legen wir in unserer Trading.de-Ausbildung auch so viel Wert darauf, dass unsere Schüler direkt die Anwendung kennenlernen und sich mit dem Risikomanagement befassen. Die Hebel besitzen nämlich ein hohes Risiko, dass sich die Verluste erhöhen und am Ende der gesamte Einsatz weg ist. Lernen Sie jetzt den richtigen Umgang mit Daytrading Hebeln in unserer Trading.de-Ausbildung.
FAQ – Häufig gestellte Fragen zu Daytrading mit Hebel:
Was ist ein Hebel im Daytrading?
Ein Hebel im Daytrading ist ein Tool, mit dem man den Einsatz von geliehenem Geld nach Hinterlegung einer Margin (Sicherheitsleistung) nutzt, um eine Position im Daytrading zu eröffnen, die größer ist als das eigene Kapital. Hebel können das Gewinnpotenzial erhöhen. Sie steigern aber auch das Verlustrisiko.
Wie kann man beim Daytrading mit Hebel verlieren?
Daytrader können beim Daytrading mit Hebel viel Geld verlieren, weil sich die Verluste ebenso wie die Gewinne auf der Grundlage des gehebelten Betrags und nicht nur auf der Grundlage des von Ihnen investierten Betrags berechnen. Wenn sich der Markt gegen die eigene Position entwickelt, können Daytrader mehr verlieren, als sie ursprünglich investiert haben.
Welche Hebel für Anfänger im Daytrading?
Für Anfänger ist es ratsam, im Daytrading mit einem niedrigen Hebel zu beginnen, da das Risiko dann entsprechend kleiner ist. Ein Hebel von 1:5 oder 1:10 könnte ein guter Ausgangspunkt sein für Daytrader, die noch nicht sehr vertraut sind mit der Thematik und starten wollen, bis sie mehr Erfahrung und Vertrauen in ihre Handelsstrategie haben.
Welche Hebel für erfahrene Trader im Daytrading?
Viele erfahrene Daytrader verwenden Hebel ab 1:20, aber dies hängt stark von der individuellen Risikobereitschaft und der Handelsstrategie ab. Je professioneller und erfahrener Sie Daytrading betreiben und je mehr Sie sich zutrauen, desto höher können Sie den Hebel wählen. Bei außereuropäischen Anbietern werden sogar sehr hohe Daytrading Hebel von 1:500 oder 1:1000 offeriert. Diese Hebel sind gerade bei Profis zu empfehlen, die kleinste Kursbewegungen mitnehmen wollen.
Wie viel Hebel ist zu viel?
Ein Hebel ist zu viel, wenn er für das Setup und das wahrscheinliche Risiko sowie die Erfahrung der Trader zu hoch ausfällt, beispielsweise 1:500 oder 1:1000 übersteigt. Als Profis können wir durchaus mit solchem Leverage arbeiten. Anfänger gehen damit aber ein sehr hohes Risiko ein: die Position wird dann bereits bei minimalen Kursbewegungen nach unten mit Totalverlust geschlossen.
Muss ich auf meine Gewinne aus dem Daytrading mit Hebel mehr Steuern bezahlen?
Nein, die Steuern auf Gewinne mit Daytrading Hebel sind prozentual genauso hoch wie beim Tageshandel ohne Hebel oder beim Swing Trading. Sie müssen als Person mit deutschem Wohnsitz also pauschal 25 % auf alle Gewinne über 1.000 Euro im Jahr abgeben und zusätzlich noch 5,5 % Solidaritätszuschlag auf den Steuerwert zahlen. Eventuell kommt die Kirchensteuer von 8 bzw. 9 % je nach Ihren individuellen Steuermerkmalen hinzu.
Wie oft passieren Verluste durch Hebel?
Verluste passieren mit dem Hebel genauso oft wie ohne, jedoch fallen sie in der Regel höher aus, weil sich die Positionsgröße vervielfacht. Der Hebel kann zudem eine Schließung der Position mit Totalverlust bei Überschreiten der Margin bewirken, wodurch die Einbußen dann deutlich höher sind als beim Trading ohne Hebel. Verluste sind generell nicht untypisch und sollten im Rahmen des Risikomanagements mit Stop Loss/Take Profit akzeptiert werden. Wichtig ist jedoch, dass unterm Strich eine positive Profit-Rate steht.