Bei einer Order, die auch als Anweisung oder Auftrag bezeichnet wird, handelt es sich um eine verbindliche Anweisung eines Anlegers oder Händlers, den Kauf oder Verkauf von Finanzinstrumenten wie Aktien, Anleihen, Devisen oder Rohstoffen durchzuführen. In der Order wird festgelegt, zu welchem Preis und in welchem Umfang das Geschäft ausgeführt werden soll. Orders dienen dazu, die Präzision und Effizienz der Handelsaktivitäten zu gewährleisten und bieten Anlegern die Möglichkeit, ihre Handelsstrategien umzusetzen und potenzielle Risiken zu steuern.
Tipp: Zur Ausführung der Order erfahren Sie hier mehr!
Welche Orderarten gibt es im Trading?
In den folgenden Abschnitten stellen wir Ihnen die bekanntesten Orderarten vor:
Market Order
Eine Market Order ist der schnellste Weg, um ein Wertpapier zu kaufen oder zu verkaufen – und zwar sofort zum besten verfügbaren Preis. Du gibst die Order auf, und sie wird ohne Verzögerung ausgeführt. Sie gewährleistet eine zügige Ausführung, ist jedoch anfällig für Marktschwankungen zwischen Ordererteilung und Ausführung.
Eine Market Order ist perfekt für dich, wenn es dir darum geht, einen Trade schnell und ohne viel Aufwand abzuschließen. Besonders bei hochliquiden Märkten, wie bei großen Aktien oder ETFs, ist diese Art der Order sinnvoll.
Buy Stop Order: Chancen bei Aufwärtsbewegungen nutzen
Eine Buy Stop Order ist eine Order, bei der du ein Finanzinstrument kaufen möchtest, sobald der Kurs einen bestimmten Punkt erreicht oder überschreitet – den sogenannten Stop-Kurs. Sobald der Kurs das festgelegte Niveau erreicht, wird die Buy Stop Order aktiviert. Sie verwandelt sich in eine Market Order und wird zum bestmöglichen Preis ausgeführt. Diese Order wird von Tradern genutzt, um an einem Ausbruch teilzuhaben. Steigt der Kurs beispielsweise über ein Widerstandsniveau, erwarten sie oft, dass der Aufwärtstrend weitergeht.
Sell Stop Order: Risikominimierung bei Abwärtsbewegungen
Um Verluste bei fallenden Kursen zu begrenzen, kommt die Sell Stop Order zum Einsatz. Sie löst eine Verkaufsposition aus, sobald der Preis einen bestimmten Stop-Kurs erreicht oder unterschreitet. Das Hauptziel dieser Order ist es, Verluste zu begrenzen oder eine Position abzusichern.
Sobald der Marktpreis den Stop-Kurs berührt, wird die Sell Stop Order automatisch in eine Market Order umgewandelt und zum besten verfügbaren Preis ausgeführt. Das bedeutet, dass der Verkauf nicht immer genau zum Stop-Kurs stattfindet – es kann daher zu einem Preisunterschied kommen.
Buy Limit Order: Gezieltes Eingehen von Positionen
Die Buy Limit Order ermöglicht es Tradern, eine Kaufposition zu eröffnen, wenn der Marktpreis auf ein festgelegtes Niveau fällt. Diese Orderart wird nur ausgeführt, wenn der Marktpreis einen festgelegten Preis erreicht oder unterschreitet. Dadurch hast du die Kontrolle, dass du nicht mehr bezahlst, als du bereit bist, und schützt dich vor plötzlichen Preisschwankungen. Die Buy Limit Order eignet sich besonders für Anleger, die gezielt in einem fallenden Markt kaufen oder Überkäufe vermeiden möchten.
Sell Limit Order: Kontrollierte Gewinnmitnahmen
Um Gewinne zu realisieren, nutzen Trader die Sell Limit Order. Du legst dabei den Mindestpreis fest, zu dem du bereit bist zu verkaufen. Diese Order wird jedoch nur ausgeführt, wenn der Marktpreis dieses Limit erreicht oder überschreitet.
Du kannst auch bestimmen, wie lange deine Sell Limit Order aktiv bleibt. Zum Beispiel kannst du sie mit der Option „Good-Til-Canceled“ (GTC) setzen, sodass sie so lange offen bleibt, bis sie entweder ausgeführt oder von dir selbst storniert wird. Damit bleibst du flexibel und kannst die Order jederzeit anpassen.
Take Profit Order: Strategische Gewinnmitnahmen
Die Take Profit Order funktioniert als Limit Order. Du legst einen Preis fest, bei dem deine Position automatisch verkauft wird. Sobald der Markt diesen Preis erreicht, wird die Take Profit Order ausgelöst und deine Position wird zu diesem festgelegten Kurs geschlossen. Dadurch brauchst du nicht jede Sekunde auf den Markt zu schauen, um den perfekten Moment zum Verkaufen zu finden.