Volumen Trading ist eine spezielle Analyseform der Finanzmärkte, bei denen Sie das Handelsvolumen nutzen, um das Verhalten anderer größerer Marktteilnehmer zu sehen und aufgrund dieses Wissens bessere Trading-Entscheidungen zu fällen. Hierbei wird das Handelsvolumen in der Vergangenheit zu bestimmten Preisen analysiert und das Angebot und die Nachfrage interpretiert.
In diesem Trading.de-Ratgeber lernen Sie Schritt für Schritt, wie Volumen Trading funktioniert, Sie es lernen, welche Software & Broker Sie nutzen können und welche Strategien es gibt.
Die wichtigsten Fakten zum Volume Trading:
- Volumen Trading analysiert das Handelsvolumen, um Angebot, Nachfrage und das Verhalten großer Marktteilnehmer besser zu verstehen.
- Für professionelles Volumen Trading benötigen Sie börsengehandelte Marktdaten, spezielle Software wie Sierra Chart oder ATAS sowie einen geeigneten Futures-Broker wie AMP.
- Zu den wichtigsten Volumenindikatoren gehören Volume Profile, Footprint Chart, Delta, Big Trades, OBV, CMF und VWMA.
- Besonders bewährt haben sich Strategien mit Volume Profile, Big Trades und dem klassischen Volumenindikator, die wir auch in der Trading.de-Ausbildung einsetzen.
- Volumen Trading liefert deutlich tiefere Markteinblicke als klassische Chartanalyse, erfordert jedoch Erfahrung, die richtigen Tools und ein klares Handelssystem.
Was ist Volumen Trading?
Volumen Trading nutzt die Analyse des Handelsvolumen durch Indikatoren sowie Software und Tools. Das Volumen der Assets wird analysiert und gibt Ihnen als Trader einen Aufschluss auf das Angebot und die Nachfrage bei bestimmten Preisen. So erkennen Sie schnell, ob bei einem bestimmten Preis viel getradet wurde und die Nachfrage hoch war. Andersherum sehen Sie auch, wenn wenig Volumen gehandelt wurde und es somit eine Ablehnung gab und keine weiteren Marktteilnehmer kaufen respektive verkaufen.
Dabei wird zwischen vertikalem und horizontalem Volumen unterschieden. Per Indikator Volume Profile, Footprint Chart oder Market Profile lässt sich das vertikale Volumen auf den gehandelten Preisen interpretieren. Per standardisiertem Volumen Indikator lässt sich das horizontale Volumen auf Zeit ansehen.
Wie funktioniert Volumen Trading?
Ein Volumen Trader analysiert per Software das vergangene Handelsvolumen an der Börse auf verschiedenen Preisen. Dadurch lässt sich ein genauer Einblick in das Angebot und die Nachfrage erschließen.
Die Preise an der Börse bewegen sich zwangsläufig nach Angebot und Nachfrage. Gibt es bei einem Asset mehr Käufer (Kauforders) als Verkäufer (Verkaufsorders) im Markt, muss der Preis durch das Ordermatching steigen. Der Prozess funktioniert ebenfalls umgekehrt.

Im Volumen Trading analysiert man nun das Handelsvolumen. Es gibt etwa Preise mit sehr hohem Handelsvolumen oder sehr niedrigem Handelsvolumen, daraus lässt sich interpretieren, dass das Interesse an einem Preis hoch oder niedrig war. Falls der Markt in der Zukunft noch einmal zu den Preisen mit auffälligem Volumen kommt, kann es eine Preisreaktion geben.
Was ist das Handelsvolumen?
Das Handelsvolumen bezeichnet die Menge eines Assets, die an einer Börse gehandelt wird. Ein Handelsvolumen entsteht immer dann, wenn ein Kauf und ein Verkauf erfolgreich zusammengeführt werden. Es existiert bei allen börsengehandelten Wertpapieren und Finanzprodukten. Ein einfaches Beispiel: Kauft eine Person einer anderen eine Aktie für 100 € ab, erhöht sich das Handelsvolumen um diese gehandelte Aktie.
Für das Volumen Trading ist das Handelsvolumen besonders wichtig, da es Rückschlüsse auf die Marktaktivität, Liquidität sowie das Verhältnis von Angebot und Nachfrage zulässt. Ist das Handelsvolumen gering, können bereits vergleichsweise kleine Orders den Kurs deutlich bewegen. Hohe Handelsvolumina sprechen dagegen meist für einen liquiden Markt mit vielen aktiven Marktteilnehmern.
Funktioniert Volumen Trading auch mit CFDs und dem Spot Markt?
Nein, Volumen Trading funktioniert nicht mit herkömmlichen CFD Kontrakten oder Spot Märkten. Sie benötigen immer das direkte Handelsvolumen der Börse, um die Zahlen richtig interpretieren zu können. Das Handelsvolumen bei CFDs und Spotmärkten ist immer unterschiedlich und die meisten Indikatoren zeigen nur das Tickvolumen, welches unbrauchbar ist.
Was sind die Vorteile und Nachteile des Volumen Tradings?
Vorteile:
- Bessere Trades im Daytrading
- Punktgenaue Einstiege und Ausstiege möglich
- Perfekt für Scalper geeignet
- Geringe Stops möglich
- Viele Vorteile im Gegensatz zu normalen Candlestick Charts
- Mehr Informationen über den Markt verfügbar
Nachteile:
- Hohe monatliche Kosten (je nach Software)
- Viele Volumen-Indikatoren sind für langfristige Trades nicht geeignet
- Schwierige Einrichtung des Trading Kontos & Plattform
- Funktioniert nicht mit CFD/Forex Marktdaten
Welche Volumen Trading Software gibt es?
Die besten Volumen Trading Softwares sind aus unserer Sicht ATAS und Sierra Chart. Wir nutzen beide (Sierra Chart in erster Linie), wenn wir Volumen handeln. Am wichtigsten ist, dass Ihre gewählte Software das Handelsvolumen darstellen kann. Dafür gibt es spezielle Plattformen, die Indikatoren, Charts oder Add-ons für eine professionelle Volumenanalyse bereitstellen. Sie sind kostenpflichtig, bieten aber alle Tools, die Sie als Volumen Trader benötigen.
| Merkmal | Sierra Chart | ATAS |
|---|---|---|
| Kosten | Ab 26 $ pro Monat | zwischen 19,95 € und 49,95 pro Monat bei monatlicher Zahlung / zwischen 999 bis 1.99 € Lifetime |
| Plattform | PC | PC |
| Charts | Über 18 Charttypen | Über 15 Charttypen |
| Märkte | Futures, Crypto, Aktien | Futures, Crypto, Aktien |
| Börsen | Alle verfügbar | Alle verfügbar |
| Indikatoren | Volume Profile, VWAP, Delta, Market Profile, Footprint Charts, Heatmap und vieles weiteres | Volume Profile, VWAP, Delta, Market Profile, Footprint Charts, Heatmap und vieles weiteres |
Sierra Chart

Sierra Chart ist eine professionelle Handelsplattform, die hilfreiche Tools und Analysemöglichkeiten für das Volumentrading bietet. Insgesamt stehen über 18 verschiedene Charttypen zur Verfügung, unter anderem Renko und Volume-by-Price. Wer seine Charts anderweitig darstellen möchte, kann auch Liniencharts oder Point and Figure Charts verwenden. Uns gefällt diese individualisierbare Benutzung von Sierra Chart ganz besonders – der Hauptgrund, warum wir die Software in unseren Schülern in der Trading.de-Ausbildung empfehlen.
Als Trader können Sie bei Sierra Chart verschiedene Märkte wie Futures, Kryptowährungen und Aktien handeln. Auch die wichtigsten Werkzeuge für Volumen Trading stellt Sierra bereit – dazu zählen anderem Heatmap, Volumenprofile und Footprint Charts. Natürlich bietet Sierra Chart auch Zugang zu den verfügbaren Börsen, was dieses Programm zu unserem Favorit und einer grundsätzlich guten Wahl für Sie macht, wenn Sie eine zuverlässige All-in-one-Lösung suchen.
Warum ist Sierra Chart gut für den Volumen- und Futures-Handel?
Wir machen kein Geheimnis daraus, dass Sierra Chart unsere Top-Wahl für den Handel mit Volumen und Futures ist. Die erweiterten Funktionen für den Volumenhandel und die Möglichkeit, das Handelsvolumen in Echtzeit zu analysieren und auf verschiedene Arten darzustellen, sind für uns „state of the art“. Auch in unserem Profi-Umfeld nutzen viele Trader Sierra, es ist über die Jahre eine Art „Branchenstandard“ geworden, wenn es um die Auswertung von Preis, Volumen und Orderflow geht.
Sierra Chart bietet Zugang zu historischen Daten und Marktbedingungen. Zum Beispiel können Sie ganz leicht erkennen, wenn sich ein plötzlicher Anstieg des Handelsvolumens bemerkbar macht, um entsprechend zu reagieren.
Ihnen stehen außerdem zahlreiche Analysemöglichkeiten zur Verfügung, darunter Volume Profile, VWAP, Delta und Market Profile Indikatoren. Sie können damit ganz leicht Umkehrpunkte ausfindig machen, sowie Marktdynamiken frühzeitig erkennen und von aktuellen Trends profitieren.
Auch der Support von Sierra Chart ist zuverlässig, war für uns bisher immer gut erreichbar und konnte unsere Fragen beantworten. Unserer Erfahrung nach hat haben Sie mit Sierra Chart ein Profi-Tool an der Hand, das Sie für vergleichsweise geringe rund 23 Euro pro Monat bekommen (26 US-Dollar). Eine gute Investition, wenn Ihnen erweiterte Charting-Tools wichtig sind.
Vorteile:
- Umfangreiche Charting-Funktionen
- Viele Märkte unterstützt
- Von Profis verwendet
- Detaillierte Auswertungen möglich
- Alle möglichen Funktionen, um das Volumen zu analysieren
Nachteile
- Nicht nutzerfreundlich
- Erfordert Zeit, um sich einzuarbeiten
ATAS

Im Gegensatz zu Sierra Chart verfügt ATAS „nur“ über 15 Charttypen. Macht dieser Umstand ATAS zu einer schlechteren Software? Wir meinen: ganz und gar nicht. Trotz weniger Charttypen liefert ATAS bei Orderflow-Analyse mehr Tiefe als Sierra Chart.
ATAS ermöglicht eine visuelle Analyse des Orderflows, der Volumen Cluster, sowie der Volumen Markt Profile, um fundierte Entscheidungen über Ihre nächsten Trades vorzunehmen.
Ähnlich wie Sierra Chart trägt auch ATAS zu einer verbesserten Risikoeinschätzung bei. Es bietet Ihnen als Händler die Möglichkeit, das Volumen zu nutzen, um das Verhältnis zwischen Kauf- und Verkaufsaufträgen zu analysieren und das Verhalten der Marktteilnehmer besser zu verstehen.
Warum ist ATAS gut für den Volumen- und Futures-Handel?
Ein besonderer Vorteil von ATAS ist die „Smart Tape“-Funktion. Mit diesem Feature – unsere Lieblingsfunktion – können Sie die großen Marktteilnehmer auf einen Blick erkennen. In Kombination mit dem „Smart Dom“ Feature lässt sich so die Börsenliquidität super einfach auswerten.
ATAS eignet sich deshalb so gut für den Volume- und Futureshandel, weil hier auch erweiterte Chartdarstellungen angezeigt werden können. Als Trader haben wir Zugriff auf Zeiteinheiten wie Tick, Reversal, Range und Delta und können da auch flexibel wechseln.
Kombiniert mit historischen Daten und der Möglichkeit, das Orderbuch-Tape im Chart anzuzeigen, ergibt sich daraus ein mächtiges Werkzeug. Sie als Trader erhalten mit ATAS alle Funktionen an die Hand, um beim Thema Volumen Trading ganz vorn mitzuspielen.
Vorteile:
- Viele Funktionen
- Einfache Handhabung
- Individuell anpassbar
- Von vielen Volumentradern genutzt
Nachteile:
- Höhere Kosten für alle Funktionen
- Nicht mit allen Brokern kompatibel
- Erfordert Zeit, um sich einzuarbeiten
Gibt es Volumen Trading Apps?
Nein, es gibt keine passenden Volumen Trading Apps für die mobilen Endgeräte, denn die Darstellung des Volumens und Marktdaten benötigt zu viel Rechenleistung, um sie mit einer Handy-App darzustellen. Für das Volumen Trading benötigen Sie einen leistungsstarken Computer.
Welche Volumen Trading Broker gibt es?

Wir empfehlen Ihnen den Online Broker AMP für Volumen Trading. Hier erhalten Sie Zugang zu unseren beiden Software-Tipps ATAS und Sierra Chart, zudem haben Sie Zugriff auf weitere, die leistungsstarke Volumenindikatoren und fortgeschrittene Analysemöglichkeiten bieten.
So ist es bei diesem Broker möglich, den Order Flow Analyzer, der auch als „Footprint®“ bekannt ist, zu nutzen. Er zeigt die wichtigsten Metriken wie Preis, Volumen und Orderflow übersichtlich in einem Balken an. Das erleichtert die Suche nach geeigneten Einstiegspunkten, wenn die Daten mit dem Wissen über andere Indikatoren kombiniert werden.
Volume Profile Indikator bei AMP

Als ich 2015 mit dem Trading begonnen habe, gab’s AMP bereits als Broker für Volumen Trading. Ich fand die Plattform schon immer sehr gut, heute nutze ich hier vor allem den „Volume Profile Indikator„. Mit dem kann ich mit potenziell interessante Preisbereiche übersichtlich anzeigen lassen und sehe, an welchen Stellen das Handelsvolumen besonders hoch ist. Natürlich gibt es auch eine schöne visuelle Übersicht und Sortiermöglichkeiten.
Generell handelt es sich um einen etablierten Trading Broker, der Futures und Optionen zum Handel anbietet. AMP lässt sich mit fortgeschrittener Software wie Sierra Chart kombinieren, bietet aber auch Integrationen mit dem MetaTrader und dem NinjaTrader an, für Fortgeschrittene ist das ein klarer Pluspunkt.
Die Handelskonditionen bei AMP sind marktüblich und attraktiv. Es gibt niedrige Tick-Spreads im Futures-Handel ab 0,25 Tick und auch die Kommissionen liegen im niedrigen Bereich. Der Broker wirbt zudem damit, dass die Daytrading Futures Margins „zu den niedrigsten in der gesamten Branche“ gehören, was sicher auch für AMP spricht.
Wie bekommt man die Marktdaten zum Volumen Trading?
Für das Volumen Trading benötigen Sie eine Verbindung Ihrer Trading Plattform mit den Marktdaten der Börse. Hierfür gibt es auch unterschiedliche Anbieter. Wir empfehlen Rithmic, dieser Datenfeed läuft sehr stabil ohne Unterbrechungen und hat eine gute Markttiefe für eine bessere Volumenanalyse.

Die Marktdaten müssen bei Ihrem Broker gebucht werden. Die Bezahlung wird über das Brokerkonto abgewickelt. In wenigen Minuten können Sie bei AMP beispielsweise Ihre Zugangsdaten bekommen. Geben Sie jetzt den Log-in und das Passwort unter Connections in der Trading Software ein. Nun ist Ihre Plattform auch mit den Marktdaten der Börsen verbunden.
Welche Indikatoren werden im Volumen Trading genutzt?
Im Vergleich zu technischen Trading Indikatoren analysieren Volumen Trading Indikatoren wie das Volume Profile, der Footprint Chart oder der Big Trades Indikator zusätzlich das Handelsvolumen durch Marktdaten. Bei technischen Indikatoren wird nur eine mathematische Formel verwendet, die die Chartbewegungen der Vergangenheit nutzt, um ein Ergebnis zu berechnen. Bei Volumen Trading Indikatoren kommt noch das Handelsvolumen hinzu oder es wird nur als einzelne Quelle analysiert.
Wir nutzen im Rahmen der Trading.de-Ausbildung vor allem die folgenden acht Volumen Trading Indikatoren:
- Volume Profile
- Footprint Chart
- Volumen Indikator
- Big Trades Indikator
- Delta Indikator
- OBV Indikator
- Chaikin Money Flow (CMF)
- VWMA (Volume-Weighted Moving Average)
1. Volume Profile

Das Volume Profile bzw. Volumenprofil ermöglicht Ihnen eine Visualisierung des gehandelten Volumens zu bestimmten Preisniveaus. Dieser Indikator hilft dabei, die wichtigsten Preisspannen ausfindig zu machen, indem ein Verteilungsprofil erstellt wird. Die wichtigsten Punkte für Sie als Trader sind dabei die Preise mit wenig und viel gehandeltem Volumen.
Das höchste gehandelte Volumen auf einem Preis wird als VPOC (Point of Control) bezeichnet und vom Volume Profile graphisch dargestellt. Die blauen Stiche (Bild oben) grenzen die Value Area ein. Diese wird als Bereich bezeichnet in dem über 70 % der Volumens abgehandelt wurden. Es ist ein zusätzlicher Indiz für die Werteverschiebung des Handelsvolumen.
Wir nutzen das Volume Profile gerne aufgrund folgender Vorteile:
- Zeigt das Volumen in Bezug auf den Preis an
- Ermöglicht, einzelne Phasen hoher bzw. niedriger Handelsaktivität auszuwerten
- Gibt Volumenspitzen und kumulierte Preisverteilungen an
2. Footprint Chart

Der Footprint Chart hingegen Bid und Ask Werte bezogen auf spezifische Candlesticks. Im Beispiel „0 x 24“ ließe sich der Footprint Chart so lesen, dass der Wert 0 den Bid Price und der Wert 24 den Ask Price angibt.
Der Bereich, der im oberen Bild durch einen Kasten umrandet wird, wird auch als VPOC (Point of Control) bezeichnet. Dieser stellt den Preis dar, der innerhalb einer Kerze am meisten gehandelt wurde. Die Kenntnis darüber ermöglicht eine fundierte Analyse und das Ausfindigmachen von geeigneten Entry Points.
Die wichtigsten Eigenschaften vom Footprint Chart auf einen Blick:
- Übersichtliche Darstellung des Handelsvolumens bezogen auf Kerzen
- Lässt Rückschlüsse auf den „Verkaufsdruck“ der Seller zu
- Kann genutzt werden, um eine Trendumkehr ausfindig zu machen
3. Volumen Indikator

Der Volumenindikator gehört zu den am meisten genutzten Indikatoren. Er hilft dabei, Schlussfolgerungen auf die Stärke bzw. Schwäche einer Marktbewegung zu ziehen. Dazu werden die Handelsumsätze genauer ausgewertet. Diese Kennzahl dient dazu, die Liquidität eines Finanzinstruments zu beurteilen und entsprechende Einschätzungen über das Trendverhalten zu treffen.
4. Big Trades Indikator

Der Big Trades Indikator zeigt automatisch ein hohes Aufkommen von Volumen in Chart. Es werden Markierungen wie Kreise oder Rechtecke eingezeichnet – in unserem Beispiel oben haben wir mit Rechtecken gearbeitet.
Als Trader wissen Sie dadurch, dass bei einem bestimmten Preis ein hohes Volumen getradet wurde. Eine Reaktion des Marktes kann darauf folgen. In den Einstellungen des Indikators können Sie im Normalfall den Wert anzupassen, wann der Indikator anschlagen soll. Den Big Trades Indikator gibt es in verschiedener Software wie ATAS und Sierra Chart und hat möglicherweise auch andere Namen, etwa Cluster Search.
5. Delta Indikator
Der Delta Indikator berechnet durch das Kauf- und Verkaufsvolumen einen Wert und kann somit die Stärke des Kaufdruckes oder Verkaufdruckes anzeigen. Es ist ein aus unserer Sicht sehr hilfreicher Indikator, um Unterstützungen und Widerstände zu identifizieren. Ein hohes Delta gibt an welche Seite (Käufer oder Verkäufer) die Oberhand hat.

Im oberen Bild sehen Sie, dass das Delta sich schlagartig durch hohes Volumen vom negativen Bereich in den positiven Bereich verschiebt, eine Unterstützung wurde bei diesem Preis gefunden.
6. OBV-Indikator (On Balance Volume)
Der On Balance Volume (OBV) kombiniert Kursentwicklung und Handelsvolumen zu einer einzigen Kennzahl. Steigt der Kurs, wird das Handelsvolumen addiert, fällt der Kurs, wird es abgezogen. So erkennen Sie frühzeitig, ob Kapital in einen Markt hinein- oder aus ihm herausfließt. Besonders interessant wird der OBV, wenn Kurs und Volumen auseinanderlaufen: Steigt der Kurs weiter, während der OBV bereits fällt, kann das auf eine nachlassende Trendstärke hindeuten.
In unserer Ausbildung nutzt Andre den OBV oft als zusätzlichen Filter für Trendtrades. Ein Einstieg erfolgt auf Basis unserer Trading-Regeln immer nur dann, wenn Kurs, Volume Profile und OBV in dieselbe Richtung zeigen. Dieses Setup verwenden grob geschätzt 70 % unserer fortgeschrittenen Teilnehmer, weil sich dadurch viele Fehlsignale vermeiden lassen.
7. Chaikin Money Flow (CMF)
Der Chaikin Money Flow (CMF) misst, ob innerhalb eines bestimmten Zeitraums überwiegend Kauf- oder Verkaufsdruck im Markt herrscht. Anders als viele klassische Volumenindikatoren berücksichtigt der CMF zusätzlich die Position des Schlusskurses innerhalb der jeweiligen Handelsspanne.
Wir nutzen den CMF gerne, weil er folgende Vorteile hat:
- Erkennt Kapitalzuflüsse und Kapitalabflüsse
- Zeigt Kauf- und Verkaufsdruck anhand von Volumen und Schlusskurs
- Unterstützt die Bestätigung bestehender Trends
- Hilft dabei, Divergenzen frühzeitig zu erkennen
8. VWMA (Volume-Weighted Moving Average)
Der Volume-Weighted Moving Average (VWMA) funktioniert ähnlich wie ein klassischer gleitender Durchschnitt. Der Unterschied: Kursbewegungen mit hohem Handelsvolumen erhalten eine stärkere Gewichtung als Bewegungen mit geringem Volumen. Dadurch reagiert der Indikator häufig zuverlässiger auf tatsächlich relevante Marktbewegungen.
Kein normaler MA

Ich sehe immer wieder, dass Einsteiger den VWMA wie einen „normalen“ Moving Average (MA) behandeln. Genau das ist der größte Fehler – den ich übrigens auch schon begangen habe… Hintergrund: Ein VWMA funktioniert nur dann wirklich gut, wenn im Markt auch ausreichend Volumen vorhanden ist. In ruhigen Marktphasen verlasse ich mich deshalb niemals ausschließlich auf diesen Indikator, sondern kombiniere ihn immer mit Volume Profile oder Delta.
Unser Tipp: Nutzen Sie den VWMA nicht blind und isoliert als Signal, um in den Trade einzusteigen. Aus unserer Erfahrung (siehe Andres Einschätzung) liefert er die besten Ergebnisse, wenn Sie ihn mit Volumenindikatoren wie Volume Profile, Delta oder dem Footprint Chart kombinieren. Erst das Zusammenspiel mehrerer Volumensignale erhöht die Wahrscheinlichkeit erfolgreicher Trades deutlich.
Welche Strategien für das Volumen Trading gibt es?
Für das Volumen Trading gibt es zahlreiche Strategien von Volume Profile bis Big Trades Strategie, die in der Regel verschiedene Volumenindikatoren und Setups kombinieren. Auf Basis der Erfahrungen unserer Trader Andre und JT haben sich speziell die folgenden drei Strategien bewährt:
- Big-Trades-Strategie: große Marktorders und institutionelle Aktivitäten erkennen
- Volume-Profile-Strategie: Unterstützungen und Widerstände auf Handelsvolumen-Basis traden
- Strategie mit Volumenindikator: Trends und Volumen kombinieren
Einfache Strategie mit Big Trades Indikator

Die Volumen Trading Strategie beruht auf den Big Trades Indikator der Software ATAS. Im oberen Bild sehen Sie ein genaues Beispiel mit Erklärung. Unser typisches Setup in der Trading.de-Ausbildung ist hier eine Bid/Ask-Imbalance ≥ 70%, kombiniert mit einer VPOC-Reaktion. Sie können den Big Trades Indikator zudem mit dem Delta Indikator (unten im Bild) kombinieren.
Der Big Trades Indikator zeigt Ihnen ein hohes Volumen im Chart direkt an. Wir können somit perfekt einen Reversal im Chart oder hohes Momentum herausfiltern. Wird hohes Volumen an einem Hoch getradet und der Kurs fällt danach, ist das ein Signal für gefangene Käufer. Es wird viel an einem Hoch gekauft, aber der Preis fällt. Die Verkäufer überwiegen und der Preis muss fallen.
Strategie mit Volumen Profile

Im oberen Bild sehen Sie den Volumen Profile Indikator. Wir setzen ihn dafür ein, ein hohes oder niedriges Volumen auf einem Preis „anzeigbar“ zu machen. Der Indikator zeigt uns verschiedene Volumenberge im Bild, diese können als Unterstützung oder Support gehandelt werden.
Aufgrund des Volumens wissen wir, dass es bei bestimmten Preisen ein hohes Interesse an Käufen und Verkäufen gibt. Kommt der Kurs wieder zu diesen bestimmten Preisen, können Reaktionen erwartet werden.
Traden nach Volumen Indikator
Mit dem einfachen und standardisierten Volumen Indikator, den jede Handelsplattform bieten, können Sie mit der Interpretation von Kerzen (Candlesticks) und dem Volumen interessante Trading Strategien verwirklichen.
Sinkt das Volumen und der Preis steigt weiter, kommt es zu einer Erschöpfung und mit hoher Wahrscheinlichkeit wird der Kurs sinken. Das gleiche Phänomen lässt sich bei Abwärtstrends erkennen. Sinkt das Handelsvolumen, kommt es zu einem Pullback oder Trendumkehr.
Wie viel kostet es, Volumen Trading zu lernen?
Wenn Sie Trading lernen wollen, fallen losgelöst von der Strategie einige Kosten an. Beim Volumen Trading können Sie bei 10 bis 20 Trades pro Monat mit 55 bis 75 Euro pro Monat rechnen. Dazu kommen Kosten für die Aus- und Weiterbildung, die bei 250 Euro monatlich beginnen.
Sie merken: Im Gegensatz zum „normalen Trading“ kostet Volumen Trading mehr Geld. Das liegt an spezieller Software und den Marktdaten, die Sie benötigen:
| Kostenfaktor | Höhe der Kosten |
|---|---|
| Software | Ab 20 € pro Monat, kann sich multiplizieren bei Nutzung mehrerer Software |
| Marktdaten | Ab 3 $ pro Monat (um richtig einzusteigen mind. 15 $ pro Monat einrechnen) |
| Trading-Gebüren (Kommission) | Ca. 1,95 $ pro Trade (Futures) |
| Ausbildung | Ab 250 € monatlich bis hin zu 10.000 € oder mehr |
Die 5 besten Volumen Trading Bücher
Das Buch „Volumenprofil, Marktprofil, Orderflow: Die nächste Generation des Daytrading“ von Johannes Forthmann ist eine Pflichtlektüre für jeden, der Volumentrading professionell betreiben will. Aber auch „Orderflow & Volume Profile: Institutionellen Händlern auf der Spur“ von Wolfgang Pichler empfehlen wir gerne, wenn einer unserer Schüler die grundlegenden Konzepte des Volumen Tradings lernen will.
Nicht wundern: Unsere Erfahrung zeigt, dass viele der (wirklich) hilfreichen Bücher eher im englischsprachigen Raum zu finden sind. Neben den beiden genannten gibt’s einige weitere hilfreiche, vornehmlich englische Bücher, die noch tiefer in die Materie einsteigen:
- Das Handbuch des Volumentradings – Die beste Wahl (unsere Empfehlung in der Ausbildung)
- A Complete Guide to Volume Price Analysis – Anfängertauglich und detailliert (Favorit unseres Traders JT)
- The Trader’s Book of Volume The Definitive Guide to Volume Trading – Zeitloser Klassiker zum Volumentrading
- Trades About to Happen: A Modern Adaption of the Wyckoff Method – Anleitung für hohe Profite (
- The Secret Science of Price and Volume: Techniques for Spotting Market Trends, Hot Sectors, and the Best Stocks – Interaktiv und lehrreich (eher für Fortgeschrittene)
Bücher sind gut, aber nicht alles

Ich lese auch immer wieder gerne, um mir Trading-Theorie anzueignen. Bücher sind aus meiner Sicht super, um die Grundlagen zu verstehen. Aber: Volumen Trading lernt leider niemand aus einem Buch. Das klappt nur mit Live Trading. Ich musste das ebenfalls lernen: Schnell reagieren, in kniffligen Situationen richtige Entscheidungen treffen. So gut ein Buch auch sein mag, es ersetzt niemals den persönlichen Support eines 1:1 Mentorings.
Welche Tools benötigt man zum Volumen Trading lernen?
Um erfolgreich Volumen Trading zu lernen, benötigen Sie eine ganze Reihe Analyse-Tools – unter anderem entsprechende Software, Indikatoren, einen zuverlässigen Broker und Marktdaten. Bei der Einrichtung dieser Tools können wir von Trading.de gerne behilflich sein – Sie lernen das richtige Setup in unserer Ausbildung.
Für Ihre Volumen Trading Strategie benötigen Sie folgende Tools:
- Volumen Trading Software (etwa Sierra Chart oder ATAS)
- Geeigneten Broker für Futures (etwa BlackBull)
- Marktdaten für Liquidität & Handelsvolumen
- Indikatoren zur Analyse
Volumen Trading in der Trading.de-Ausbildung lernen
Unsere Erfahrung zeigt, dass alle erfolgreichen Volume Traders eines gemeinsam haben: Sie alle haben eine klar definierte Handelsstrategie, ein schlüssiges Konzept und lernen ständig dazu. Das Lieblingszitat unseres Traders Andre in diesem Zusammenhang stammt von Warren Buffett: „Die wichtigste Investition, die du tätigen kannst, ist die Investition in dich selbst“. Das gilt auch für das Volumen Trading.

Doch leider gelingt es nur wenigen, eine Handelsstrategie zu finden, die langfristig Gewinne abwirft. Aus Erfahrung wissen wir, dass die meisten erhebliche Summen an „Lehrgeld“ in Form von Verlusten zahlen mussten, bevor sie behaupten können, das Volumentrading verstanden zu haben. Und selbst dann ändern sich die Marktbedingungen ständig.
Eine Abkürzung auf dem Weg zum professionellen Volumentrader bietet Ihnen unser Coaching. Alle unsere Teilnehmer erhalten ein erprobtes System, mit dem sie auf der Basis von Volumendaten einen tieferen Einblick in den Markt gewinnen können. Das Training ermöglicht es Ihnen, Chancen zu nutzen, die der „08/15 Trader“ nicht kennt. Wir legen alle Strategien offen, mit denen auch wir bereits hohe Profite erwirtschaften konnten.
Außerdem helfen wir Ihnen, typische Fehler zu vermeiden und ein System zu entwickeln, mit denen Sie die Marktentwicklungen auf Basis fundierter Daten einschätzen können.
Wenn auch Sie am Volumen Trading interessiert sind und auf der Suche nach einer Community sind, die Ihnen bei Ihren Fragen zur Verfügung steht und Ihnen konkrete Tipps und Handlungsempfehlungen für Ihre nächsten Trades gibt, tragen Sie sich für eine Trading-Ausbildung bei uns ein.
Wie kann man Volumen Trading üben?
Üben Sie Volumen Trading am besten, indem Sie sich ein Trading Demokontos zulegen. Wichtig ist allerdings der Unterschied zum herkömmlichen Trading: Das Demokonto wir nicht bei Ihrem ausgewählten Broker, sondern in der Trading Software erstellt. Dort müssen Sie auf „Sim Trading“ wechseln. Dies bedeutet auf Englisch „Simulierter Handel“ – die Demovariante im Volumen Trading.
Fazit: Es braucht viel Erfahrung für erfolgreiches Volumen Trading
Zusammenfassend bietet Volumen Trading ein chancenreiches Konzept, von dem Sie als Trader profitieren können – aber nur dann, so ehrlich sind wir, wenn Sie bereits etwas Vorwissen haben und Ihre Strategie konsequent umsetzen. Die zusätzlichen Informationen, die beim Volumen Trading zur Verfügung stehen, machen es zwar einfach(er), das Kauf- oder Verkaufsinteresse des Marktes zu erkennen, Markttrends zu identifizieren und potenzielle Wendepunkte zu erkennen. Jedoch erfordern die zusätzlichen Indikatoren und Charts eine hohe Expertise. Anfänger sind in unserer Ausbildung schnell verwirrt, was zu falschen Interpretation der Analyse führen kann.
Genau dieses Wissen vermitteln wir unseren Teilnehmern in der Trading.de-Ausbildung. Sie lernen Schritt für Schritt den Umgang mit professionellen Volumen-Tools, erhalten ein erprobtes Handelssystem und vermeiden typische Anfängerfehler, die wir in den vergangenen Jahren immer wieder beobachtet haben.
FAQ: Meist gestellte Fragen rund um Volumen Trading
Kann Volumen Trading kostenlos sein?
Wer ernsthaft Volumen Trading durchführen will, muss etwas Geld in die Hand nehmen. Das Volumen Trading ist nicht kostenlos. Es gibt Gebühren für Marktdaten (3 – 10 $ abhängig vom Anbieter) und Software. Trader können lediglich verschiedene Testversionen beantragen, dann sind Marktdaten allerdings immer verzögert und begrenzt.
Wie kann ich Volumen Trading lernen?
Im Gegensatz zu vielen anderen Handelsstrategien, die für Anfänger geeignet sind, setzt Volumen Trading ein gewisses Grundverständnis voraus. Die Grundlagen können Sie sich über Bücher, Videos oder Tutorials aneignen. Entscheidend – vor alle, um Anfängerfehler zu vermeiden – ist jedoch die Praxis: Erst durch das Arbeiten mit echten Marktdaten und Volumenindikatoren lernen Sie, Orderflow und Handelsvolumen richtig zu interpretieren. Bei Trading.de erhalten Sie ein professionelles und individuelles Volumen-Trading-Coaching, bei dem der persönliche Kontakt zu einem Profi gewährleistet ist. Sie werden kontinuierlich unterstützt und lernen, wie Sie mit minimalem Zeitaufwand die maximalen Ergebnisse erzielen können. Die Kombination aus persönlichem Coaching, kontinuierlicher Weiterbildung, Selbststudium und der Vermeidung typischer Fehler im Volumen Trading erweist sich als eine der effektivsten Methoden, um hohe Profite erwirtschaften zu können.
Wie werde ich Volumen-Trader?
Voraussetzung für den Einstieg als Volumen-Trader ist die Anmeldung bei einer Handelsplattform, die die wichtigsten Tools zur Verfügung stellt. Verwenden Sie nach Möglichkeit wichtige Indikatoren wie den Footprint Chart oder das Volume Profile und werten Sie die gewonnenen Daten richtig aus. Auch eine Ausbildung rund um Volumen Trading hilft Ihnen, sich schnell in die Materie einzuarbeiten und die vielen Vorteile der Indikatoren zu nutzen.
Kann man Volumen Trading mit RSI oder MACD kombinieren?
Ja, viele Trader kombinieren Volumenindikatoren mit RSI oder MACD, um Signale aus dem Chart zusätzlich zu bestätigen. Wir empfehlen Ihnen die beiden Indikatoren aber eher als Ergänzung, nicht isoliert. Die zuverlässigsten Signale erhalten Sie unserer Erfahrung nach immer dann, wenn Sie Volume Profile, Delta oder Footprint Charts als Grundlage Ihrer Analyse nutzen und RSI oder MACD als Bestätigung nutzen.