Mit einem Firmendepot investieren Unternehmen wie GmbHs in Aktien, ETFs, CFDs, Forex oder andere Wertpapiere. In unserem Firmendepot-Vergleich ist aus unserer Sicht GBE Brokers die beste Wahl, da der Broker eine BaFin-beaufsichtigte Niederlassung in Deutschland besitzt, das Angebot für Firmenkunden groß ist und auch die Handelskosten günstig sind.
In unserem Vergleich zeigen wir Ihnen die 5 besten Broker für Firmendepots und worauf Sie bei der Auswahl achten sollten. Lernen Sie zudem, welche Unternehmensformen Firmendepots eröffnen können und welche Unterschiede es gibt.
Die wichtigsten Informationen zur Eröffnung eines Firmendepots:
- Firmendepots sind ausgelegt auf Unternehmen und juristische Personen wie GmbHs, UGs, AGs, OHGs oder KGs.
- Trading.de Empfehlung im Firmendepot-Vergleich: GBE Brokers mit Geschäftskonten für Unternehmen, Spreads ab 0,0 Pips und deutscher Niederlassung.
- Für die Depoteröffnung benötigen GmbHs in der Regel einen Handelsregisterauszug, eine Gesellschafterliste, eine LEI-Nummer und die Legitimation der wirtschaftlich Berechtigten.
- Die Eröffnung eines Firmendepots dauert je nach Broker erfahrungsgemäß zwischen 2 und 14 Werktagen.
Liste der besten 5 Firmen-Trading-Konten von Brokern für GmbHs
In diesem Firmendepot-Vergleich stellen wir Ihnen 5 Broker vor, die GmbHs oder anderen Firmen-Trading-Konten offerieren:
Anbieter:
Kosten:
Vorteile im Firmendepot:
Anmeldung:
1. GBE Brokers
10.000 € Mindesteinzahlung
0 € Kontoführungsgebühren
0 € Kontoeröffnung
Spreads ab 0,0 Pips
- CySEC-reguliert
- Deutsche Niederlassung mit deutschem Support
- Persönlicher Ansprechpartner
- MT4/MT5/ TradingView
2. Vantage Markets
50 € Mindesteinzahlung
0 € Kontoführungsgebühren
0 € Kontoeröffnung
Spreads ab 0,0 Pips
- Offshore-Reguliert
- STP/ Raw ECN/ Pro ECN-Konto
- Hebel bis 1:500 für Firmenkunden außerhalb der EU
- Persönlicher Support
- MT4/MT5
3. XTB
0 € Mindesteinzahlung
0 € Kontoeröffnung
0 € Kontoführungsgebühren
0 % Kommission für Aktien und ETFs bis zu einem monatlichen Handelsumsatz von 100.000 €
- Regulierung durch die polnische Finanzaufsicht KNF, deutsche Niederlassung vorhanden
- Deutschsprachiger Kundenservice
- XTB-Plattform
4. Pepperstone
0 € Mindesteinzahlung
0 € Kontoeröffnung
0 € Kontoführungsgebühren
Spreads ab 0,0 Pips
- BaFin-reguliert
- Deutschsprachiger Kundenservice
- Persönlicher Support
- MT4/ MT5, TradingView, cTrader
5. Freedom24
0 € Mindesteinzahlung
0 € Kontoeröffnung
0 € Kontoführungsgebühren
- CySEC reguliert
- Kontoeröffnung über Privatkonto
1. GBE Brokers
GBE Brokers ist von der CySEC reguliert und auf den Handel mit CFDs und Forex spezialisiert. Aus unserer Erfahrung bei Trading.de eignet sich der Broker insbesondere für Unternehmen, die Wert auf einen deutschsprachigen Ansprechpartner legen. Geschäftskunden erhalten nach der Eröffnung ihres Firmendepots einen festen Ansprechpartner über die Hamburger Niederlassung.
Die wichtigsten Informationen zum Firmendepot von GBE Brokers:
- Personengesellschaften werden unter bestimmten Umständen ggf. nicht unterstützt
- 10.000 € Mindesteinzahlung
- CySEC-reguliert mit BaFin-beaufsichtigter Niederlassung in Hamburg
- Spreads ab 0,0 Pips im ECN-Konto
- Über 1.000 handelbare Märkte
- MT4, MT5, cTrader und TradingView verfügbar
- Persönlicher deutschsprachiger Ansprechpartner

2. Vantage Markets
Für international aufgestellte Unternehmen ist der außereuropäische Broker Vantage Markets eine Alternative zu GBE Brokers. Der Offshore-Broker verfügt über Regulierungen der FSCA, CIMA und ASIC. Um flexiblere Handelsbedingungen zu genießen, kann Vantage Markets ein möglicher Partner für ein Unternehmenskonto darstellen. Denn bei Vantage Markets sind im Vergleich zu europäischen Brokern die Hebel für Firmenkunden außerhalb der EU auf 1:500 angehoben. Unternehmen, die außerhalb der EU registriert sind, können hier ein Konto eröffnen und von den Vorteilen des Brokers partizipieren. Zusätzliche Kosten entstehen Firmenkunden dabei nicht.
Insbesondere die große Auswahl an Anlageklassen und Assets, verschiedene Handelsplattformen und wettbewerbsfähige Konditionen sprechen für die Wahl des Brokers. Nicht jedes Unternehmen darf jedoch ein Firmendepot bei dem Anbieter eröffnen. Ist Ihr Unternehmen beispielsweise in einer weltweiten Holding organisiert, könnte dieses Angebot interessant für Sie sein.
Die wichtigsten Informationen zum Firmendepot von Vantage Markets:
- Über 1.000+ handelbare Märkte
- Spreads ab 0,6 Pips ohne zusätzliche Kommissionen/ ab 0,0 Pips + Kommission
- TradingView-Integration und moderne Handelsplattformen
- Geeignet für Unternehmen mit breiter Diversifikation

3. XTB
XTB XTB eignet sich insbesondere für Unternehmen, die überschüssige Liquidität langfristig in Aktien, ETFs oder andere Wertpapiere investieren möchten. Durch die Niederlassung in Deutschland und die Regulierung innerhalb Europas profitieren Firmen von einer vertrauten Infrastruktur sowie deutschsprachigem Support. Die Kontoeröffnung ist bereits ohne Mindesteinlage möglich.
Über das Firmendepot erhalten Unternehmen Zugang zu mehr als 1.400 Märkten aus den Bereichen Aktien, ETFs, Forex, Rohstoffe und Indizes. Besonders attraktiv für langfristig orientierte GmbHs sind die günstigen Handelskonditionen sowie die kostenlose Depotführung. Für uns zählt auch die xStation zu den benutzerfreundlichsten Lösungen am Markt.
Die wichtigsten Informationen zum Firmendepot von XTB:
- Zugang zu über 1.400 Märkten
- Kommissionsfreier Handel von Aktien und ETFs bis zu einem Volumen von 100.000 € pro Monat
- Deutsche Niederlassung und Kundensupport vorhanden
- Kostenlose Depotführung

4. Pepperstone
Pepperstone wurde ursprünglich in Australien gegründet. Europäische Firmenkunden handeln jedoch über die regulierte europäische Gesellschaft. Für die Anmeldung eines Unternehmenskontos müssen Firmen initial ein umfängliches Formular ausfüllen, das unter anderem über die australischen Gesetze bzgl. Antiterrorismus und Geldwäsche informieren – Themen, mit denen sich auch die ESMA beschäftigt. Das regulierte Umfeld bietet Unternehmen die Vorteile eines Auslandsbrokers und die Sicherheit eines deutschen Kundenservices.
Pepperstone besitzt eine Niederlassung in Düsseldorf. Der dort ansässige Support erleichtert Anfragen und behördliche Fragen. Für europäische Broker sind die Hebel nach ESMA-Standard begrenzt (max. 1:30).
Die wichtigsten Informationen zum Firmendepot von Pepperstone:
- Über 7.500 handelbare Märkte
- BaFin-regulierte deutsche Niederlassung
- Professionelle Handelsinfrastruktur für aktive Trading-GmbHs
- Spreads ab 0,8 Pips
- MT4, MT5, cTrader und TradingView verfügbar

5. Freedom24
Freedom24 ist auf langfristige Investitionen in Aktien, ETFs und Anleihen ausgelegt und bietet Zugang zu mehr als 1.000 internationalen Märkten. Neben dem klassischen Wertpapierhandel profitieren Firmenkunden von einer benutzerfreundlichen Handelsplattform, deutschsprachigem Support und der kostenlosen Depotführung.
Die wichtigsten Informationen zum Firmendepot von Freedom24:
- Firmendepot für langfristige Unternehmensinvestments
- Fokus auf Aktien, ETFs und internationale Börsen
- Zugang zu über 1.000 Märkten
- Deutschsprachiger Kundensupport

Was ist ein Firmendepot?
Ein Firmendepot ist ein Wertpapierdepot für Unternehmen, mit dem GmbHs, UGs, AGs oder andere juristische Personen Betriebsvermögen in Aktien, ETFs, Fonds, Anleihen oder weitere Finanzinstrumente investieren können. Ziel des Firmendepots ist es, Gelder des Unternehmens möglichst gewinnbringend zu verwalten. Die Strategien bestimmen Unternehmen individuell. Klassisch investieren Unternehmen in traditionelle Anlagen wie Investmentfonds – gerne auch als Sparplan.

Theoretisch ist es jedoch auch möglich, kurzfristige Trades im CFD Trading oder im Kryptohandel durchzuführen. Die Handelsmöglichkeiten unterscheiden sich somit nicht vom Trading-Konto für Privatperson – lediglich die Konditionen und der Support. Ein Trading-Konto für Firmen bietet dahingehend Potenziale – unter anderem Renditen durch Kurssteigerungen, Dividendenzahlungen und Zinsgewinne.
Warum eröffnen Unternehmen ein Firmendepot?
Unternehmen eröffnen ein Firmendepot, um überschüssige Liquidität gewinnbringend anzulegen, Vermögen aufzubauen oder finanzielle Risiken abzusichern. Das sind Einsatzgebiete:
| Anwendungsfall | Nutzen für Unternehmen |
|---|---|
| Langfristiger Vermögensaufbau | Freie Unternehmensliquidität wird in Vermögenswerte investiert. |
| Anlage von Cash-Reserven | Überschüssiges Kapital arbeitet produktiv. |
| Hedging von Unternehmensrisiken | Absicherung von Währungs-, Zins- oder Rohstoffrisiken |
| Diversifikation des Unternehmensvermögens | Ergänzung bestehender Vermögenswerte wie Immobilien, Maschinen oder Beteiligungen |
| Verwaltung von Unternehmensreserven | Flexible Anlage von Kapital für spätere Investitionen, Übernahmen oder Expansionen |
| Aktienrückkaufprogramme | Verwaltung eigener Aktien im Rahmen von Rückkaufprogrammen bei Aktiengesellschaften |
| Mitarbeiterbeteiligungsprogramme | Ausgabe und Verwaltung von Mitarbeiteraktien oder ähnlichen Beteiligungsmodellen |
In unserer Trading.de Ausbildung bringen wir Ihnen die Grundlagen für einen strategischen Handel an den Börsen bei und zeigen Ihnen, wie Sie mit Trading weitere Einkommensquellen erschließen.
Welche Unternehmensformen können ein Trading-Konto eröffnen?
Grundsätzlich können sowohl Kapitalgesellschaften als auch viele Personengesellschaften ein Firmendepot eröffnen. Aus unserer Erfahrung bei Trading.de erhalten Kapitalgesellschaften die größte Auswahl an Brokern und die unkompliziertesten Eröffnungsprozesse. Denn bei Einzelunternehmen und Personengesellschaften prüfen Broker genauer, ob das Depot tatsächlich betrieblich genutzt wird. So bietet der im Vergleich vorgestellte Broker XTB zum Beispiel kein Unternehmenskonto für Vereine, Stiftungen und Gesellschaften bürgerlichen Rechts (GbRs) an.
Prinzipiell ist die Eröffnung eines Trading-Kontos aber für jedes Unternehmen möglich. Der Broker bestimmt, welche Unternehmen die Vorzüge des Firmendepots genießen dürfen.
Folgende Rechtsformen sind in Deutschland berechtigt, ein Firmendepot zu führen:
- Einzelunternehmen
- Offene Handelsgesellschaft (OHG)
- Kommanditgesellschaft (KG)
- Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) (brokerabhängig)
- Unternehmergesellschaft (UG)
- Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)
- GmbH & Co. KG
- Aktiengesellschaft (AG)
Was sind Vor- und Nachteile eines Firmendepots?
Die Wahl eines Firmendepots trägt zur Wertstabilität und zum Investitionsvorhaben eines Unternehmens bei. Ein Firmendepot erfüllt diesbezüglich vermögensverwaltende Aspekte. Unternehmen versuchen ihr Vermögen zu optimieren, indem sie Renditen maximieren. Ein Firmendepot und der damit verbundene Handel erhöhen zudem die Diversifikation der Investitionen.
Dem stehen jedoch zusätzliche Anforderungen gegenüber. Die Eröffnung eines Firmendepots ist deutlich aufwendiger als bei Privatpersonen. Broker verlangen regelmäßig Dokumente wie Handelsregisterauszüge, LEI-Nummern oder Nachweise über wirtschaftlich Berechtigte. Für Firmendepots sind europäische Broker zudem verpflichtet, jährlich die Verfügungsberechtigten eines Unternehmens zu überprüfen.
Das sind die Vor- und Nachteile eines Firmendepots:
Vorteile eines Firmendepots:
- Anlage freier Unternehmensliquidität am Kapitalmarkt
- Zusätzliche Erträge durch Kursgewinne, Dividenden und Zinsen
- Höhere Diversifikation neben dem operativen Geschäft
- Hohe Flexibilität durch jederzeit handelbare Wertpapiere
- Ausnutzen möglicher steuerliche Vorteile
- Einlagensicherheit
Nachteile eines Firmendepots:
- Höherer Verwaltungs- und Eröffnungsaufwand als bei Privatdepots
- Zusätzliche Anforderungen durch KYC-, LEI- und Compliance-Prüfungen
- Jährliche Überprüfung der Verfügungsberechtigten durch viele Broker
- Buchhalterischer und steuerlicher Mehraufwand
- Mögliche Depotführungs- oder Verwaltungskosten
- Verlustrisiko durch Kursschwankungen und Fehlentscheidungen bei Investments
Wie funktioniert die Eröffnung eines Trading-Firmendepots?
Für die Eröffnung eines Trading-Firmendepots müssen Sie das Unternehmen beim Broker registrieren, die angeforderten Dokumenten einreichen, das Konto verifizieren und im vierten Schritt kapitalisieren.

Wie der Prozess funktioniert und welche Dokumente in der Regel erforderlich sind, zeigen Ihnen die nächsten Abschnitte.
Schritt 1: Beim Broker registrieren: Welche Dokumente werden verlangt?
Die Registrierung für ein Firmendepot bzw. Unternehmenskonto gelingt über die Webseite des Brokers. Je nach Online Broker sind Angebote für Geschäftskunden leicht versteckt. In der Regel befindet sich auf der Webseite des Brokers ein Formular, welches Sie entweder per Opt-In-Verfahren oder per E-Mail ausgefüllt an den Broker senden.
Für die Depoteröffnung müssen Unternehmen unter anderem folgende Dokumente vorlegen und Angaben tätigen:
- Unternehmensdaten inklusive Handelsregisternummer und Rechtsform
- Handelsregisterauszug oder Gesellschaftsvertrag
- Rahmenvereinbarung für Geschäfte mit Finanzinstrumenten
- Angaben gemäß Geldwäschegesetz (GwG)
- LEI-Nummer (Legal Entity Identifier)
- Aktuelle Gesellschafterliste
- Steueridentifikationsnummer des Unternehmens
- Selbstauskunft für Rechtsträger
- Angaben zu bisherigen Handels- und Anlageerfahrungen im Rahmen des Know-Your-Customer-Verfahrens (KYC)
- Bei internationalen Brokern zusätzlich FATCA- und gegebenenfalls CRS-Formulare
Wichtig: Die LEI-Nummer ist für die meisten Firmendepots verpflichtend. Es ist eine eindeutige Kennziffer für Unternehmen, die Finanzgeschäfte tätigen. Die Beantragung erfolgt über das LEI-Register in Deutschland.
Aus unserer Erfahrung bei Trading.de verzögern fehlende LEI-Nummern, veraltete Handelsregisterauszüge oder unvollständige Gesellschafterlisten die Depoteröffnung am häufigsten.
Schritt 2: Broker Konto verifizieren
Sobald der Broker den Antrag auf ein Firmendepot bewilligt hat, müssen Unternehmen ihre Identität bestätigen. Broker sind verpflichtet, die Identität ihrer Kunden zu bestätigen und diese zu kennen. In der Regel findet dies im Rahmen des Know-Your-Customer-Verfahrens statt. Notwendige Dokumente unterscheiden sich hier von jenen für Privatpersonen. Das Verfahren folgt jedoch derselben Intention.
Für Unternehmen findet die Legitimation oftmals noch klassisch über Postident statt. Die eigene Rechtsabteilung kann in den Prozess einbezogen werden.
Schritt 3: Geld einzahlen und mit dem Handel starten
Nach erfolgreicher Freischaltung kann das Firmendepot kapitalisiert und für Investitionen genutzt werden. Die Einzahlung erfolgt in der Regel per Banküberweisung vom Geschäftskonto des Unternehmens.
Nachdem das Broker-Konto registriert ist, unterscheidet sich der Handel kaum noch. In Firmendepots lässt es sich nun klassisch handeln. Voraussetzung hierfür ist die Einzahlung von Geldern. Wichtig ist in diesem Zuge die Höhe der Einlagensicherheit und des ggf. vorhandenen Sondervermögens zu beachten. Nur bis zur gesicherten Kapitalhöhe sollten Gelder im Depot hinterlegt werden.
Was sind Stolpersteine bei der Firmendepot-Eröffnung? Trading.de Experten-Tipps
Wir traden selbst über Firmendepots und begleiten in der Trading.de Ausbildung regelmäßig Unternehmer, Selbstständige und GmbH-Geschäftsführer bei der Einrichtung ihrer Handelskonten. Die folgenden Stolpersteine verzögern die Depoteröffnung besonders häufig oder führen später zu unnötigem Aufwand.
- Fehlende LEI-Nummer: Die LEI-Nummer ist für Unternehmen wie GmbHs verpflichtend. Doch Unternehmen erfahren erst während der Kontoeröffnung, dass Broker diese zwingend voraussetzen.
- Falsche Erwartungen an die Trading-GmbH: Unternehmer kommen mit der Erwartung zu uns, dass Trading-Gewinne in einer GmbH grundsätzlich fast steuerfrei seien. Steuerersparnisse sind immer mit dem Steuerberater zu klären, um möglichst hohe Steueroptimierungen umzusetzen.
- Hausbank statt spezialisierter Broker: Ein weiterer Fehler ist die Wahl der Hausbank aus Gewohnheit bzw. die Bank, bei der Sie das Geschäftskonto eröffnet haben. Alternative Broker haben erfahrungsgemäß bessere Konditionen.
Welche Kosten entstehen bei der Eröffnung eines Firmendepots?
Kosten entstehen für die Eröffnung eines Firmendepots tendenziell nicht. Wichtiger als die Eröffnungskosten sind die laufenden Kosten des Firmendepots. Diese beeinflussen die Rendite langfristig deutlich stärker und unterscheiden sich teilweise erheblich zwischen den Anbietern.
Typische Trading-Kosten eines Firmendepots sind:
- Gebühren für Echtzeit-Kursdaten oder Zusatzleistungen
- Depotführungsgebühren
- Ordergebühren für Kauf und Verkauf von Wertpapieren
- Spreads und Kommissionen beim Trading
- Währungsumrechnungsgebühren
- Finanzierungskosten für gehebelte Positionen

Die Kosten im Firmendepot unterscheiden sich selten von jenen eines Privatdepots.
Kosten bei einem Broker vs. einer Bank
Die Kosten eines Depots bei Online Brokern und klassischen Banken unterscheiden sich noch immer enorm. Insbesondere Unternehmen wählen im ersten Schritt eine Bank als Broker-Partner. Mit dieser sind sie vertraut und dort laufen auch alle anderen Gelder zusammen. Hohe Order- und Depotverwaltungsgebühren von Banken führen im Vergleich zu Neo Brokern dazu, dass Sie einen Teil Ihrer Rendite durch sehr hohe Gebühren verlieren.
Zudem bieten viele Broker eine höhere Anzahl an Anlageklassen und Vermögenswerte zur Verfügung. Einen noch größeren Unterschied macht jedoch die Plattform. Banken-Softwares sind in der Regel nur auf den Buy-And-Hold-Handel ausgelegt. Charting und Analysemöglichkeiten stehen nur begrenzt zur Verfügung – Ausnahmen gibt es immer, häufig ist dies jedoch der größte Unterschied zwischen Broker- und Bankenangeboten im Trading.
Das sind die Vorteile eines Online Brokers gegenüber der Wahl einer Bank:
Trading über einen Broker:
- Moderne Handelsplattform für technische und fundamentale Analysen
- Große Auswahl an Anlageklassen und Vermögenswerten
- Handel in Echtzeit und zu aktuellen Marktpreisen
- Leerverkäufe möglich
- Sparpläne direkt selbstständig ausführen
Trading über die Bank:
- Hohe Ordergebühren und Verwaltungsgebühren schmälern Renditen
- Kein Handel in Echtzeit
- Handel geschieht nicht zu aktuellen Marktpreisen
- Verzögerung in den Ausführungen von Orders
Kostenblock 1: Die Depotgebühren
Depotgebühren werden für die Verwaltung von Firmendepots erhoben. Privatanlegerkonten sind in der Regel mit keinen Depotgebühren verbunden. Bei Firmendepots ist es vom Verwaltungsaufwand abhängig. Einige Broker verzichten gänzliche auf Depotgebühren. Je nach Verwaltungsaufwand können für Firmendepots jedoch Kosten anfallen. Sie fallen in einem regelmäßigen Turnus an, beispielsweise monatlich, quartalsweise oder jährlich.
Sollten Depotgebühren anfallen, sind sie gering und liegen im unteren Eurobereich.
Kostenblock 2: Die Orderkosten
Relevanter sind die Orderkosten, die pro Transaktion anfallen. Je nach Modell fallen Transaktionsgebühren pauschal, variabel oder in Paketen für Sie an.
- Pauschale Transaktionsgebühren bedeuten, dass Sie für jede Transaktion die gleiche Summe zahlen, zum Beispiel 3,5 Euro. Ein solches Modell funktioniert nur im Buy-and-Hold-Ansatz.
- Variable Transaktionsgebühren richten sich hingegen nach der Höhe der Order, der Positionsgröße und dem gehandelten Volumen. Bei kurzfristigen Trades zahlen Sie in Höhe des Spreads plus ggf. anfallende Kommissionen.
- Pakete sind speziell für Firmendepots entwickelt. Sie vereinbaren mit dem Broker ein individuelles Gebührenmodell für X durchgeführte Handelsaktivitäten. Am Markt sind es üblicherweise variable Transaktionsgebühren, die von Brokern angeboten werden.
Was gibt es steuerlich für Unternehmen bei Trading-Gewinnen zu beachten?
Trading-Gewinne sind für Unternehmen wie auch für Privatanleger zu versteuern. Die genaue Besteuerung hängt jedoch von der Rechtsform sowie den gehandelten Anlageklassen ab.
| Rechtsform | Besteuerung von Trading-Gewinnen |
|---|---|
| Einzelunternehmen | Persönlicher Einkommensteuersatz (bis 45 % zzgl. Soli und ggf. Kirchensteuer) |
| GbR / OHG / KG | Persönlicher Einkommensteuersatz (bis 45 % zzgl. Soli und ggf. Kirchensteuer) |
| UG (haftungsbeschränkt) | Körperschaftsteuer (15 %) + Solidaritätszuschlag + Gewerbesteuer |
| GmbH | Körperschaftsteuer (15 %) + Solidaritätszuschlag + Gewerbesteuer |
| AG | Körperschaftsteuer (15 %) + Solidaritätszuschlag + Gewerbesteuer |
| Vermögensverwaltende GmbH | Körperschaftsteuer + ggf. Gewerbesteuer je nach Tätigkeit |
Aus unserer Erfahrung bei Trading.de ist die steuerliche Struktur einer der Hauptgründe, weshalb Unternehmen und aktive Trader ein Firmendepot eröffnen. Steuervorteile können je nach Rechtsform und Tradingverhalten entstehen.
Ein klassisches Beispiel sind vermögensverwaltende GmbHs. So können Dividenden und Gewinne aus dem Verkauf von Beteiligungen an Kapitalgesellschaften unter bestimmten Voraussetzungen nach § 8b KStG zu 95 % von der Körperschaftsteuer freigestellt sein. Dadurch kann auf begünstigte Erträge effektiv nur rund 1,5 % Körperschaftsteuer anfallen. Die Regelung gilt jedoch nicht pauschal für alle Trading-Erträge und insbesondere nicht automatisch für CFDs, Forex oder andere kurzfristige Handelsgeschäfte.Die Zusammenarbeit mit einem Steuerberater ist hier dringend empfohlen.
Steuer-Tipp von Trader Andre Witzel

Die von uns getesteten Broker stellen detaillierte Handelsberichte, Kontoauszüge und Exportfunktionen für die Buchhaltung bereit. Prüfen Sie bereits vor der Depoteröffnung, welche Reporting-Funktionen verfügbar sind und ob sich die Daten problemlos in Ihre Buchhaltungs- oder Steuerprozesse integrieren lassen. Insbesondere Transaktionshistorien, Kontoauszüge und Steuerberichte sollten zum Export bereitstehen.
Tipp: Trading GmbH gründen und Vorteile nutzen
Um von den Steuervorteilen im Trading zu profitieren, ist aus unserer Erfahrung die Rechtsform der vermögensverwaltenden GmbH besonders attraktiv. Ein Unternehmen zu gründen, kann sich so auch für professionelle Anleger lohnen. Mit einer Trading GmbH genießen Sie zudem die beschränkte Haftung.
Vorteile der Trading GmbH
- Beschränkte Haftung in Höhe der Einlage
- Unterliegt einer anderen Besteuerung
- Handel als professioneller/institutioneller Trader
- Nicht betroffen von den ESMA-Regulierungen für Kleinanleger
- Verluste aus Termingeschäften lassen sich in voller Höhe absetzen
- Trading Kosten zählen als Betriebsausgabe und verringern so die Besteuerung
Nachteile einer Trading GmbH
- Nicht immer überwiegen die Steuervorteile
- Pflicht der Führung einer Buchhaltung
- Gesellschaftliche Pflichten
- Hohes Stammkapital als Voraussetzung
Fazit: Firmendepot als beste Wahl für das Trading mit einem Unternehmen
Ein Firmendepot ermöglicht es Unternehmen, überschüssige Liquidität gezielt in Aktien, ETFs, Fonds oder andere Finanzinstrumente zu investieren. Dadurch lassen sich freie Kapitalreserven produktiver nutzen, anstatt sie dauerhaft unverzinst auf Geschäftskonten zu halten. Eine gründliche Beurteilung der Anbieter sollte der Eröffnung eines Firmendepots hervorgehen. Unsere wichtigsten Tipps vor der Eröffnung eines Firmendepots:
- Prüfen Sie vorab, ob der Broker Ihre Rechtsform (GmbH, UG, AG, KG, OHG oder Einzelunternehmen) akzeptiert.
- Informieren Sie sich über die erforderlichen Unterlagen für die Firmendepot-Eröffnung.
- Klären Sie steuerliche Besonderheiten mit Ihrem Steuerberater.
- Prüfen Sie, ob der Broker einen deutschsprachigen Ansprechpartner für Firmenkunden anbietet.
FAQs – Häufige Fragen und Antworten zur Eröffnung eines Firmendepots:
Sind Einlagen im Firmendepot geschützt?
Einlagen sind im Firmendepot je nach Anbieter in unterschiedlicher Höhe geschützt. Deutsche Broker sind gesetzlich verpflichtet, Einlagen bis 100.000 Euro zu schützen. Broker können jederzeit höhere Summen freiwillig versichern.
Wie wechselt man ein Firmendepot?
Der Wechsel eines Firmendepots gelingt über einen Antrag. Dieser wird sowohl beim alten Broker als auch neuen Broker eingereicht. Den Depotwechsel führen die Broker selbstständig durch. Wichtig dabei: Es können nur die Positionen umgezogen werden, die der neue Broker auch führt.
Was kostet ein Firmendepot?
Die Kosten eines Firmendepots setzen sich aus Depotverwaltungsgebühren, Ordergebühren und sonstigen Kosten zusammen. Für Unternehmen schlagen vor allem die Ordergebühren ins Geld. Die Wahl eines fairen Brokers minimiert die anfallenden Kosten.
Welche Rechtsform akzeptieren Broker für Firmendepots?
Die meisten Broker bieten Firmendepots für Kapitalgesellschaften wie GmbHs, UGs und AGs an. Personengesellschaften wie eine GbR sowie Einzelunternehmen werden nicht von jedem Broker unterstützt oder benötigen gesondere Prüfungen.
Benötigt es für die Eröffnung eines Firmendepots zwingend eine LEI-Nummer?
In den meisten Fällen ja. Die LEI-Nummer (Legal Entity Identifier) dient der eindeutigen Identifikation von Unternehmen im Finanzmarkt.
Interessant das sie genau diese 5 Broker ausgewählt haben. Ich sehe diese 5 leider im Vergleich nicht als die besten. Es geht ja hauptsächlich auch um die Gebühren und den Service wenn man mal ein paar Tage tradet und da ist meiner Meinung nach im Verglich Robomarkets eindeutig im Vorteil (zu allen Brokern die sie hier aufgeführt haben)
Guten Tag, RoboMarkets ist nicht günstiger als unsere hier angeführte TOP 1 im Vergleich! LG