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Daytrading (Tageshandel in Deutsch) ist eine kurzfristige Trading-Methode bei der Wertpapiere (Aktien, Krypto, Devisen) oder Derivate (CFDs, Futures) an einem einzelnen Geschäftstag innerhalb der Börsenzeiten gekauft und verkauft werden. Daytrader nutzen dabei die Technische Analyse oder Fundamentale Daten zur kurzfristigen Positionierung an den Finanzmärkten, um einen Gewinn zu machen. Da die Strategie aufgrund von Hebeln oft mit hohem Risiko behaftet ist, sollten Sie von Grund auf das Daytrading lernen, bevor Sie in den Markt einsteigen. Wir helfen Ihnen mit unseren Experten-Tipps dabei!

Alles Wichtige in Kürze:

  • Daytrading beschreibt den Kauf und Verkauf von Wertpapieren/Derivaten innerhalb eines Handelstages
  • Hauptmärkte für Daytrading sind CFDs, Forex, Aktien, Indizes, Futures, Krypto
  • Als Mindestkapital empfehlen wir bei CFDs 100 Euro+, im Aktienhandel mehr als 1.000 Euro (besser ab 5.000 Euro)
  • Risikohinweis: 60–90 % der privaten Daytrader verlieren Geld (Quelle: ESMA)
  • Auf Daytrading-Gewinne gelten in Deutschland Abgeltungssteuern von 25 % plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer

In dieser Anleitung zeigen wir Ihnen Schritt für Schritt wie man vorgeht, welche Analysen wichtig sind und auf welche Weise man den richtigen Broker findet. Darüber hinaus gehen wir auf wichtige Kennzahlen und das Risiko-Chance-Verhältnis beim Daytrading ein. Profitieren Sie jetzt von unseren mehr als 15 Jahren Trading-Erfahrung und beginnen Sie mit unserem Einsteigerartikel mit dem Tageshandel.

Wie funktioniert Daytrading im Detail?

Daytrading funktioniert so, dass man meist über Derivate innerhalb weniger Stunden versucht, eine Kursveränderung des Basiswertes nach oben oder unten für sich zu nutzen. Man analysiert also mögliche Schwankungen, identifiziert einen Einstiegspunkt, eröffnet eine Position und steigt im besten Fall mit Gewinn aus. Je nachdem, ob der Trend nach oben oder unten geht, wird dabei long oder short gegangen, also auf Wachstum oder Kursrückgang gesetzt.

Daytrading mit Long Positionen

Beim Daytrading mit einer Long Position setzen Sie auf einen wachsenden Trend, Sie kaufen also Basiswerte in der Hoffnung, dass deren Kurse steigen. Bei Eröffnung der Börse könnten Sie so Ihre Analyse tätigen und bei einem niedrigen Preis in den Markt einsteigen. Sobald der Kurs dann wächst, verkaufen Sie die Long Position für einen höheren Preis und machen damit Gewinn.

Da bei den meisten Basiswerten nur mit kleinen Schwankungen an einem Handelstag zu rechnen ist, arbeiten die Daytrader bei der Long Position mit einem Hebel. Sie lassen sich also in einem bestimmten Verhältnis Geld vom Broker zuschießen und verstärken damit ihre potenziellen Gewinne. Oft macht es Sinn, mehrere Long Positionen gleichzeitig laufen zu lassen.

  • Sie kaufen einen Basiswert bzw. einen CFD
  • Ziel ist ein Wachstum der Kurse
  • Steigen die Kurse des Basiswertes, verkaufen Sie die Position wieder

Beispiel für Long Daytrading:

Nehmen wir an, dass Sie am Morgen eine Aktie im Wert von aktuell 100 Euro gefunden haben, von der Sie ausgehen, dass sie im Laufe des Tages wächst. Sie suchen sich den entsprechenden CFD heraus und entscheiden sich für drei Stück dieser Aktie, welche Sie mit einem Hebel von 1:5 versehen. Hierdurch wächst die tatsächliche Investition von 300 Euro auf 1.500 Euro.

Im Laufe des Tages steigt der Kurs tatsächlich um drei Prozent, damit erhöht sich der Wert der Einzelaktie auf 103 Euro und Ihre Gesamtinvestition mit Hebel auf 1.545 Euro. Hiervon müssen Sie noch die Gebühren abziehen. Die Provision könnte so bei 2 Euro liegen. Zudem ist eventuell ein Spread zu beachten.

Gewinnszenario:

  • Kaufpreis Aktien-CFD = 100 Euro
  • Händlereinsatz/Margin = 300 Euro
  • Investition mit Hebel 1:5 = 1.500 Euro
  • Provision = 2 Euro
  • Wachstum um 3 Prozent bis zum Abend = 103 Euro pro Aktie
  • Wachstum mit Hebel = 1.545 Euro
  • Gewinn ohne Hebel = 9 Euro
  • Gewinn mit Hebel = 45 Euro
  • Gewinn mit Hebel und Gebühren = 43 Euro

Handlungsempfehlung: Position vor Börsenschluss auflösen und Gewinn mitnehmen

Verlustszenario:

  • Kaufpreis Aktien-CFD = 100 Euro
  • Händlereinsatz/Margin = 300 Euro
  • Investition mit Hebel 1:5 = 1.500 Euro
  • Provision = 2 Euro
  • Kursabfall um 3 Prozent bis zum Abend = 97 Euro pro Aktie
  • Gesunkener Kurs mit Hebel = 1.455 Euro
  • Verlust ohne Hebel = 9 Euro
  • Verlust mit Hebel = 45 Euro
  • Verlust mit Hebel und Gebühren = 47 Euro

Handlungsempfehlung und Tipps bei Verlust

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Bei einem sich ankündigenden weiteren Kursverfall würde ich mit aktuellem Verlust aussteigen, eventuell vorab eine Stop-Loss-Marke setzen, um zu viel Minus zu verhindern. Sollten die Aussichten insgesamt auf Wachstum stehen, eventuell über den Börsenschluss hinweg halten und einen Anstieg am nächsten Tag mitnehmen. Anleger müssen dann aber die Über-Nacht-Gebühren (Swaps) als zusätzliche Kosten einplanen. Das kann sich insgesamt aber lohnen. Anfängern empfehle ich, eher vorsichtig vorzugehen.

Daytrading mit Short Positionen

Am Aktienmarkt ist es für professionelle Händler möglich, sich Wertpapiere zu leihen, diese sofort wieder zu verkaufen und sie am Ende der Laufzeit zu einem niedrigeren Preis zurück zu erwerben. Auf diese Weise machen sie mit fallenden Kursen Gewinn.

Für private Daytrader kann dieses Instrument des inversen Handels über CFDs nachgebildet werden. Um eine Short Position aufzubauen, klicken Sie bei einem Differenzkontrakt einfach auf „verkaufen“ und nehmen ihn damit in umgekehrter Handelsrichtung in Ihr Portfolio auf. Fällt der Kurs im Laufe des Tages, „kaufen“ Sie das Papier wieder zurück bzw. lösen die Short Position mit Gewinn auf.

  • Sie verkaufen einen Basiswert, den Sie nicht besitzen
  • Short Positionen bringen durch fallende Kurse Gewinn
  • Fällt der Kurs im Laufe des Tages, lösen Sie Short Position auf

Beispiel für Short Daytrading:

Auch in diesem Beispiel gehen wir von einem Investment von 300 Euro in einen Aktien-CFD von 100 Euro je Stück aus. Sie haben jedoch einen Umkehrpunkt erkannt, welcher für einen Abfall der Kurse im Laufe des Tages spricht. Entsprechend eröffnen Sie eine Short Position mit 1:5 Hebel und möchten damit von der sinkenden Wertentwicklung profitieren. Die Provisionen für den Handel liegen bei 2 Euro.

Der Kurs geht nun rapide nach unten und liegt am Abend nur noch bei 95 Euro pro Aktie, ist also um 5 Prozent gefallen. Sie lösen nun die Short Position wieder auf und „kaufen“ den CFD virtuell zurück. Damit machen Sie also 5 Euro je Aktie Gewinn. Durch den Kauf von drei CFDs und den 1:5 Hebel liegt Ihr Profit sogar 15-fachen.

Gewinnszenario:

  • Kaufpreis Aktien-CFD = 100 Euro
  • Händlereinsatz/Margin = 300 Euro
  • Investition mit Hebel 1:5 = 1.500 Euro
  • Provision = 2 Euro
  • Kursabfall um 5 Prozent bis zum Abend = 95 Euro pro Aktie
  • Kursabfall mit Hebel = 1.425 Euro
  • Gewinn ohne Hebel = 300 Euro – 285 Euro = 15 Euro
  • Gewinn mit Hebel = 1.500 Euro – 1425 Euro = 75 Euro
  • Gewinn mit Hebel und Gebühren = 73 Euro

Handlungsempfehlung: Mit einem solch attraktiven Gewinn sollten Sie die Position am Abend schließen und die 73 Euro Ihrem Konto gutschreiben lassen. Emotionen wie Gier, die dazu führen könnten, die Position über den Handelsschluss hinaus zu halten, sind fehl am Platz.

Verlustszenario:

  • Kaufpreis Aktien-CFD = 100 Euro
  • Händlereinsatz/Margin = 300 Euro
  • Investition mit Hebel 1:5 = 1.500 Euro
  • Provision = 2 Euro
  • Wachstum um 5 Prozent bis zum Abend = 105 Euro pro Aktie
  • Gestiegener Kurs mit Hebel = 1.575 Euro
  • Verlust ohne Hebel = 15 Euro
  • Verlust mit Hebel = 75 Euro
  • Verlust mit Hebel und Gebühren = 77 Euro

Handlungsempfehlung und Experten-Tipp

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Sollte aufgrund tiefgründiger Analyse die Aussicht auf ein Abfallen der Kurse am darauffolgenden Tag hoch sein, könnte sich das Halten der Short-Position über den Handelsschluss hinaus meiner Erfahrung nach lohnen. Es ist abgesehen davon aber sinnvoll, eine Take-Profit-Marke zu setzen, welche den Ausstieg bei einem zu starken Kurswachstum und somit Verlust für den Shorthändler automatisch auslöst. Gerade Anfängern rate ich hier, möglichst bedacht vorzugehen.

Alle wichtigen Inhalte & Tipps zusammengefasst in diesem Daytrading Video:

Welche Märkte eignen sich für das Daytrading?

Für das Daytrading eignen sich aus unserer Sicht Märkte, die liquide und volatil sind, da nur damit die Voraussetzungen für ausreichende Schwankungen an einem einzelnen Handelstag gegeben sind. Durch die hohe Liquidität gibt es außerdem niedrigere Gebühren, weniger Fehlsignale und geringere Spreads.

Aus unseren Erfahrungen heraus kann man am besten mit den folgenden 7 Produkten Daytrading betreiben:

  1. Aktien
  2. CFDs
  3. Indizes
  4. Futures (Terminkontrakte)
  5. Forex (Devisen)
  6. Kryptowährungen
  7. Rohstoffe

Profi Tipp: Liquidität bietet Vorteile fürs Daytrading

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Durch die hohe Liquidität lassen sich typische Slippage-Veränderungen verhindern und die Assets können garantiert zum richtigen Zeitpunkt gekauft bzw. verkauft werden. Für professionelles Daytrading arbeite ich meist mit gehebelten Derivaten, die den Vorteil bietet, dass selbst mit geringem Einsatz viel aus dem Markt herausgeholt werden kann.

Daytrading mit Aktien

Daytrading mit Aktien ist unserer Ansicht nach nur für Händler mit ausreichenden Rücklagen geeignet. Für diese Assetklasse benötigen Sie in der Regel mehr Geld, um ganze Aktienpakete erwerben zu können. Hebel und anteilige Käufe sind nur bedingt möglich und werden kaum von Brokern angeboten. Grundsätzlich ist es hier sinnvoll, mit mehr als 5.000 Euro zu starten.

Hoher Einsatz, aber weniger Risiko durch möglichen Strategiewechsel
Da beim Daytrading mit Aktien in der Regel kein Fremdkapital über Hebel aufgenommen wird, ist das Risiko trotz des hohen Einsatzes oft geringer. Die Händler müssen bei Verlusten keine Margin Calls fürchten, sondern können im Zweifel die Strategie auf Swing Trading oder längeres Halten ändern. Dabei hilft auch, dass keine Swaps über Nacht anfallen. Als Experten empfehlen wir von Trading.de in diesem Fall, auf Diversifikation zu setzen und nicht nur mit einer Position zu arbeiten.

Daytrading mit CFDs

In den meisten Fällen wird Daytrading mit CFDs betrieben, da hier sehr einfach Hebel für mehr Potenzial eingefügt werden können. Die Derivate bilden die Bewegungen eines Basiswertes nur nach, sind damit also angenehm flexibel. Sie müssen so nie den vollen Wert einer Aktie oder eines anderen Bezugswertes bezahlen, sondern können einen individuellen Betrag wählen.

CFDs werden von den meisten Brokern angeboten, da diese Wette auch für die Plattform oft sehr rentabel ist. Wissen sollten Sie vorab, dass bei den Derivaten immer Über-Nacht-Gebühren anfallen, wenn Sie die Position also einmal doch über den Börsenschluss hinaus halten müssen, wird es teuer. Zudem sind die Verluste bei gehebelten Trades mit für Sie negativem Ausgang um ein Vielfaches höher. Aus diesem Grund witterte die Europäische Wertpapier- und Marktaufsichtsbehörde ESMA 2018 Gefahr und führte Regeln wie die Hebelbegrenzung sowie den Schutz vor Negativsalden ein.

Daytrading mit Indizes

Der Handel von Indizes wird meist über CFDs oder ETFs gestaltet, kann also ebenfalls mit Hebeln versehen werden. Daytrader können mit den Differenzkontrakten auf fallende und steigende Kurse beim Basiswert spekulieren, zum Beispiel auch auf einen sinkenden Aktienindex. Beim Daytrading mit Aktienindizes sind die folgenden Listungen als Basiswerte beliebt:

  • Dow Jones Index
  • EuroStoxx 50 Index
  • DAX Index

Daytrading mit Futures

Daytrading mit Futures ist unserer Meinung nach eher etwas für erfahrene Händler. Bei einem Future wird der in der Zukunft liegende Preis bzw. Kurs eines Basiswertes in der Gegenwart eingefroren. Das bedeutet, dass die entsprechenden Kontrakte eine bestimmte Laufzeit haben.

An deren Ende steht die Warenlieferung, die allerdings in der Praxis selten ausgeführt wird. Zudem spielt die Auslieferung für den Daytrader ohnehin keine Rolle, weil er die Futures innerhalb eines Tages kaufen und verkaufen wird. Kennzeichnend für das Daytrading mit Futures ist das besonders hohe Risiko, welches mit den Terminkontrakten einhergeht. Anfängern raten wir davon ab, mit Futures zu handeln, bevor sie das Daytrading richtig lernen.

Daytrading mit Währungen

Der Devisenmarkt gilt als der liquideste aller Finanzmärkte rund um den Globus und eignet sich daher aus unserer Erfahrung heraus sehr gut für den Tageshandel. Beim Daytrading mit Devisen wissen wir als Profis vor allem die hohen Volumina, die am Devisenmarkt gehandelt werden, zu schätzen. Zudem ist es über die unterschiedlichen Devisenbörsen möglich, nahezu rund um die Uhr mit fremden Währungen zu handeln. 

Daytrading mit Kryptowährungen

Kryptowährungen sind aufgrund der hohen Volatilität und Liquidität eine gute Option, um Daytrading zu betreiben. Laut CoinMarketCap gibt es aktuell mehr als 13.000 verschiedene Coins und Token, mit allen handelbaren dynamischen Assets kommt man sogar auf über 51 Millionen. Unserer Auffassung nach ist der Tageshandel mit Kryptowährungen besonders riskant und nicht unbedingt für Anfänger geeignet. Aus unserer Arbeit sind uns teilweise Schwankungen von mehr als 20 % am Tag bekannt.

Daytrading mit Rohstoffen

Da Rohstoffe wie Öl, Gas, Weizen, Gold, Silber oder Kupfer tagesabhängig sehr volatil sein können, eignen sich diese Werte ebenfalls gut zum Daytraden. Meist wird man im Rohstoffhandel dabei mit Derivaten und Futures arbeiten, was erneut den Einsatz eines Hebels ermöglicht. Wir schätzen Daytrading mit Rohstoffen als eine Strategie ein, die eher für Fortgeschrittene gedacht ist.

Handelsarten und Märkte im Daytrading zusammengefasst

In der nachfolgenden Tabelle möchten wir noch einmal zusammenfassen, was die wichtigsten Eigenschaften und Unterschiede der verschiedenen Finanzprodukte und Märkte im Daytrading sind. 

Finanzprodukt / MarktFür wen geeignet?VolatilitätBesonderheitenempfohlenes Startkapital
Aktien Alle DaytraderMittel bis gering Sehr große Auswahlmehr als 1.000 Euro, besser ab 5.000 Euro
CFDsAlle DaytraderGering bis sehr hochSchwankungsbreite hängt vom Basiswert abab 100 Euro (besser 1.000 Euro – abhängig vom Basiswert)
IndizesAlle DaytraderMittel bis gering Handel über Derivateab 3.000 Euro
Devisen Alle DaytraderHoch bis mittel (je nach Währung)Sehr liquider Markt50-500 Euro
FuturesFortgeschrittene und ProfisMittel bis hochViel Kapital notwendig1.000-2.000 Euro
KryptowährungenAlle DaytraderSehr hochOft unberechenbar50-500 Euro
Rohstoffe Fortgeschrittene und ProfisMittel bis hochEinflussfaktoren oft schlecht zu bestimmen1.000-2.000 Euro

Wie riskant ist Daytrading?

Daytrading kann sehr riskant sein, da gerade unerfahrene Händler oft zu hohe Hebel einsetzen und schnell in den Margin Call geraten. Als Experten raten wir deswegen dazu, zunächst eine umfassende Ausbildung zu durchlaufen und auch dann, den Einsatz auf verkraftbare Verluste zu begrenzen. In einer guten Ausbildung erfahren Sie beispielsweise, wie man das Risiko managt und cleveres Hedging betreibt.

Laut einer Studie der National Competent Authorities (NCAs) und der ESMA von 2018 verlieren innerhalb der EU zwischen 74-89 % der Anleger Investitionen im Daytrading.

https://www.esma.europa.eu/it/press-news/esma-news/esma-agrees-prohibit-binary-options-and-restrict-cfds-protect-retail-investors

Hier eine Übersicht über alle Risiken und Chancen im Daytrading:

Chancen:

  • Möglichkeit hoher Gewinne
  • Unabhängig Geld verdienen 
  • Kein Risiko von Gaps an der Börse
  • Austausch mit anderen Tradern
  • Keine Über-Nacht-Gebühren

Risiken:

  • Sie konkurrieren mit Profis und erfahrenen Tradern
  • Auf Kredit handeln mit Margin
  • Psychische Abhängigkeit als Daytrading Risiko
  • Fehlende Handelsstrategie
  • Äußere Umstände und Emotionen
  • Hohe Handelskosten senken die Rendite
  • Unrealistische Erwartungen durch Social Media
Nutzen Sie unser Trading-Journal, um Risiken zu senken
Wer Risiken senken und seine Chancen nutzen will, sollte seine Trades klar im Überblick haben. Das verhindert vor allem emotionale Übersprungshandlungen. Anhand eines Tagebuchs kann so genau nachvollzogen werden, wie hoch Gewinne und Verluste ausfallen und welche Handelsmuster erfolgreich waren. Wir von Trading.de bieten Ihnen dafür ein kostenloses Trading-Journal an. Sie können dieses Tool einfach auf unserer Seite herunterladen und damit Ihren Lernerfolg im Daytrading verbessern.

Hier geht es zum Download des kostenlosen Trading.de Daytrading-Tagebuches!

Kann die KI im Daytrading helfen?

Ja, die künstliche Intelligenz kann im Daytrading durch die Analyse riesiger Datenmengen in Echtzeit helfen. Algorithmen identifizieren Muster in Chartformationen schneller als das menschliche Auge. Wir sind der Meinung, dass KI-Systeme die Emotionen bei Handelsentscheidungen besser aus dem Spiel nehmen. Die Technologie automatisiert den Handelsprozess und optimiert die Einstiegszeitpunkte. 

Die Nutzung bleibt jedoch umstritten. Kritiker verweisen auf die Gefahr von Systemfehlern bei unerwarteten Marktereignissen. Zudem entziehen sich Black-Box-Systeme der menschlichen Kontrolle. Die Verlässlichkeit solcher Prognosen hängt massiv von der Qualität der historischen Trainingsdaten ab. Daher sind wir der Auffassung, dass Sie der KI im Daytrading keinesfalls blind vertrauen und immer die Kontrolle behalten sollten. 

Daytrading lernen: Schritt-für-Schritt-Anleitung für Anfänger

Wie man Daytrading lernen kann, zeigen wir Ihnen im nächsten Abschnitt Schritt für Schritt. Wir stellen hier dar, wie man den richtigen Broker aussucht, ein Daytrading-Konto eröffnet, Handelsplattformen koppelt, im Demokonto übt und nach der Ausbildung eine Strategie aufbaut. Diese 10 Schritte sind unserer Erfahrung nach für einen erfolgreichen Weg zum Daytrader notwendig:

  1. Daytrading-Plan festlegen: Ziele und Strategie bestimmen
  2. Den richtigen Broker aussuchen
  3. Daytrading Konto eröffnen und Verifizierung beim Broker vornehmen
  4. Mit einer Handelsplattform koppeln
  5. Demokonto einrichten
  6. Daytrading Ausbildung beginnen und Wissen aufbauen
  7. Backtesting
  8. Echtes Geld beim Broker aufladen und in den Live-Modus wechseln
  9. Daytrading-Strategie aufbauen
  10. Position eröffnen und am selben Tag schließen

1. Daytrading-Plan festlegen: Ziele und Strategie bestimmen

Im Rahmen unseres Ausbildungsangebots haben wir von Trading.de sehr gute Erfahrungen damit gemacht, Anfänger zunächst einen Daytrading-Plan ausfüllen zu lassen. Hierüber sollen sie sich erst einmal mit den eigenen Zielen auseinandersetzen und eine klare Vorstellung von ihrem Leben als Trader bekommen.

Wichtig finden wir es, sich die eigene Motivation bewusst zu machen (Vermögensaufbau, schnelle Gewinne), gewünschte Arbeitszeiten und das eigene Risiko festzulegen. Darauf aufbauend lässt sich dann ein Gesamtkapital bestimmen, mit dem man als Anfänger einsteigen will. Wir halten es außerdem für sinnvoll, bereits jetzt eine Strategie für die Einstiegssignale und Setups zu wählen und sich für Verlustlimits sowie Märkte zu entscheiden. Von der Strategie hängt letztlich auch die Wahl des Brokers ab.

Erste Seite des Trading Plans von Trading.de
Beginnen Sie Ihre Ausbildung mit unserem Trading Plan

Im Rahmen von Demo-Phase und Echtzeithandel lässt sich der Trading-Plan dann anpassen. Was für einen persönlich nicht funktioniert, kann beispielsweise weggelassen werden. Erfolgreiche Modelle verfolgt man dagegen weiter. Schritt für Schritt können dann auch die Kapitalsummen unter Einhaltung der 1%-Regel gesteigert werden. Diese besagt, dass man maximal 1 % des Gesamtkapitals in einen Trade stecken sollte. Wir halten dieses Gesetz für sehr hilfreich und raten Anfängern dazu, es strikt einzuhalten.

Für alle, die Daytrading lernen wollen, haben wir als Experten ein PDF erstellt, in dem Sie selbst Ihre Vorstellungen eintragen und Ihren eigenen Trading-Plan aufbauen können.

2. Den richtigen Daytrading Broker aussuchen

Nachdem man sich für eine grundsätzliche Daytrading Strategie entschieden hat, kann man sich einen Broker aussuchen, der zum speziellen Stil passt. Welcher Anbieter gute Voraussetzungen bietet, hängt u. a. von der Anzahl der Assets und den erlaubten Trading-Methoden ab. Zudem sollten alle notwendigen Tools für die Analyse verfügbar sein.

Wir testen regelmäßig Broker fürs Daytrading und wissen daher genau, auf welche Faktoren es speziell für den Tageshandel ankommt. Aus unserer Erfahrung heraus ist es wichtig, auf die folgenden 8 Aspekte zu achten:

  1. Regulierung innerhalb der EU oder einem westlichen Staat
  2. Sehr gute und funktionale Handelsplattform (alle notwendigen Indikatoren fürs Daytrading verfügbar)
  3. Anbindung an MetaTrader, TradingView oder ähnliche Plattformen möglich
  4. Große Auswahl an Handelsinstrumenten
  5. Schnelle Orderausführung (beim Scalping extrem relevant)
  6. Geringere Spreads und niedrige Kommissionen (besonders wichtig für Daytrading)
  7. Schnell und gut erreichbarer Kundenservice
  8. Kostenloses Demokonto (im besten Fall zeitlich unbegrenzt)

Daytrading Broker im Vergleich:

Broker:
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Das Angebot:
Broker:
1. BlackBull Markets
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Vorteile:
  • Spreads ab 0,0 Pips
  • Niedrige Kommissionen
  • Direkte ECN Ausführung
  • TradingView, cTrader, MT4/MT5
  • Regulierung durch FMA (Neuseeland)
  • Über 26.000 Märkte
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2. Capital.com
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  • Sehr nutzerfreundliche Plattform
  • Großes Angebot an 5.000+ CFDs auf Anlageklassen
  • 24/7 Deutscher-Kundenservice
  • Konkurrenzfähige Spreads
  • 0% Provision (andere Gebühren fallen an)
  • TradingView, MT4 & mehr
  • Vielfältiges Weiterbildungsprogramm
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Broker:
3. StarTrader
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Vorteile:
  • Mehrfache Regulierung
  • Große Auswahl an handelbaren Instrumenten
  • Copy Trading möglich
  • Enge Spreads ab 0.0 Pips
  • Hebel bis 1:1000
  • Kostenloses Demokonto
  • Deutschsprachiger Kundensupport
Bewertung:
12345
4.8 / 5
Das Angebot:
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Gebühren bei den unterschiedlichen Daytrading Brokern vergleichen

Da beim Daytrading oft kleinste Marktbewegungen über Gewinn oder Verlust entscheiden, sind anfallende Kosten und Gebühren im Handel bei der Brokerwahl besonders zu berücksichtigen. Aus unserer Sicht sind dabei Spreads extrem entscheidend. Sie ersetzen bei vielen Accounts komplett die Kommissionen. Wir empfehlen aber, die verschiedenen Kostenmodelle (spreadbasiert oder kommissionsbasiert) für die eigene Strategie genau durchzurechnen.

Diese Gebühren erheben Broker in der Regel beim Daytrading: 

  • Ordergebühren/Kommissionen: Fallen immer beim Einleiten einer Order (Eröffnen und Schließen), an; aus unserer Erfahrung zw. 1,5 und 4 USD pro Seite und Lot
  • Spreads: Ist der Unterschied zwischen dem Ankaufs- und Verkaufspreis (beginnt oft ab 0,0 Pips, kann aber variabel ausfallen)
  • Depotgebühren: Uns ist aktuell kein Daytrading-Broker bekannt, der relevante Depotgebühren verlangt
  • Finanzierungszinsen (Swaps): Im CFD-Handel fallen Über-Nacht-Kosten nach Börsenschluss an; beim Daytrading werden diese gezielt vermieden, da Positionen am selben Tag aufgelöst werden
Achtung: Neobroker nicht fürs Daytrading geeignet
Aus unserer Erfahrung mit Neobrokern wie Scalable Capital und Trade Republic heraus sind diese schlecht für Daytrading geeignet, da in den Apps relevante Charting-Tools und wichtige Orderarten fehlen. Persönlich arbeiten wir daher meist mit Anbietern, die sich an Handelsplattformen wie MetaTrader, cTrader, ProTrader oder TradingView koppeln lassen. Unser Favorit ist aktuell BlackBull Markets

3. Daytrading-Konto eröffnen und verifizieren

Um ein Daytrading Konto beim Broker zu eröffnen, gehen Sie auf dessen Seite oder laden sich die App herunter. Nun wählen Sie den Button „Konto eröffnen“ oder „Account einrichten“, um Ihre weiteren Daten einzutragen. Dazu gehören allem voran Ihr Name, eine Adresse, eine Telefonnummer sowie die E-Mail. Über eine dieser Kontaktoptionen erhalten Sie dann einen Bestätigungscode, mit dem Sie weitere Funktionen freischalten.

Nun können Sie meist bereits erste Werkzeuge ausprobieren und sich die Charts ansehen. Ein Handel mit Echtgeld ist in dieser Phase aber noch nicht möglich. Dafür müssen Sie sich erst verifizieren. Hierfür laden Sie ein Ausweisdokument hoch oder nehmen an der ID-Überprüfung per Video-Chat teil. Das dauert meist nur wenige Minuten und Sie können Ihr Daytrading Konto bereits nutzen. Wir empfehlen jedoch, zunächst Daytrading zu lernen und eine Demophase durchzuführen.

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4. Mit einer Handelsplattform koppeln

Für ein erfolgreiches Daytrading brauchen Sie die besten Tools, die auf dem Markt verfügbar sind. Viele Broker bieten bereits hochwertige Charts und passende Indikatoren. Unserer Ansicht als Experten nach ist es aber besser, sich für eine professionelle Plattform zu entscheiden und diese an das Daytrading-Konto zu koppeln. Hierfür kommen u. a. MetaTrader 4 und 5, cTrader, ProTrader sowie TradingView in Frage. Diese verfügen über umfangreiche Chartmuster und oft mehr als 100 Analyse-Werkzeuge. Zudem können Sie hier Trading-Robots programmieren. Welche Handelsplattformen Sie anbinden können, hängt stark von den angebotenen Schnittstellen beim Broker ab.

Für die Kopplung eröffnen Sie zunächst das Konto und verbinden dieses dann bei der Seite der Plattform mit dem entsprechenden Broker. Beim Broker müssen Sie hierfür aber erst einen Zugangscode generieren lassen. Das ist, wie wir wissen, in wenigen Minuten erledigt und Sie haben nun die Möglichkeit, sowohl beim Broker, als auch auf der Plattformseite Daytrading zu betreiben. Bei TradingView wählen Sie beispielsweise den entsprechenden Broker aus, gehen auf „Verbinden“ und haben dann direkten Zugriff auf Ihr Konto.

Ähnlich loggen Sie sich bei MT4, MT5 und cTrader in Ihren Account mit den entsprechenden Anmeldedaten ein. Teilweise lassen sich auch WebTrader nutzen, die Plattformen direkt in die Broker-Seite integrieren. Da wir selbst meist mehrere Broker verwenden, bevorzugen wir es, diese über eine zentrale Plattform wie TradingView zu verwalten.

5. Daytrading Demokonto einrichten

In unseren Kursen bestehen wir immer darauf, dass unsere Schüler ein Demo-Konto bei mehreren Brokern eröffnen, um dort die Theorie direkt in die Praxis übernehmen zu können. Alle Theorie nützt aus unserer Sicht nämlich nichts, wenn man sie nicht anwenden kann. Im Demo-Account üben Sie ohne Risiko und können nicht nur nach den richtigen Signalen suchen, sondern auch Portfolios aufbauen.

Am meisten macht es Sinn, unsere professionelle Ausbildung bei Trading.de mit einem Demokonto zu kombinieren. Zudem kann dann auch die Community prüfen, ob Sie auf dem richtigen Weg sind und es lassen sich grundsätzliche Methoden sofort auf das Demo übertragen.

6. Daytrading Ausbildung beginnen und Wissen aufbauen

Die einfachste Methode, das Daytrading zu lernen, ist ein Coaching oder eine Ausbildung von bereits erfolgreichen Daytradern. Dies verkürzt die Lernkurve erheblich, denn Auszubildende profitieren von den Erfahrungen der Coaches. So kostet eine Daytrading Ausbildung zwar Geld, ist aber mit einer enormen Zeitersparnis verbunden und kann Sie obendrauf vor Verlusten bewahren.

In unserer Trading.de-Ausbildung offerieren wir Ihnen eine Rundum-Begleitung, bei der Sie Schritt für Schritt an das Thema herangeführt werden. Zunächst füllen Sie unseren oben genannten Trading Plan aus und wir zeigen Ihnen dann die möglichen Analysemethoden. Diese können Sie direkt in die Realität übertragen, indem Sie im Demokonto üben. Sobald sich Ihre Trefferquote und Ihr Profit-Faktor verbessern, gehen Sie ins Backtesting und fangen dann mit kleinen Einsätzen im Live-Account an.

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Verschiedene Methoden zum Daytrading lernen im Überblick:

MethodeWie gut geeignetArt des LernensBedeutung
Tägliche ÜbungBestensPraxis Groß
Video TutorialsJe nach QualitätTheorieMittel 
Bücher, eBooksJe nach Qualität TheorieMittel bis gering 
DemokontoBestensPraxis Groß

Unser Ziel ist es vor allem, Ihre Fähigkeiten im Skalieren von Trades zu verbessern und mit wenigen gezielt eröffneten Positionen innerhalb von etwa zwei Stunden am Tag Gewinne zu erarbeiten. Spätestens dann, wenn die Trefferquote regelmäßig 50 % übersteigt, kann man unserer Ansicht nach schrittweise mehr wagen und live gehen.

Trefferquote verfolgen und Profit-Faktor berechnen

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Die Grundlage dafür, von der Lernphase in den Echtgeldhandel zu wechseln, ist aus meiner Sicht, eine steigende und erfolgreiche Trefferquote. Anfänger sollten ihre Trades also genau verfolgen und durchrechnen, wie oft sie mit ihren Prognosen richtig liegen. Sobald man hier 50 % überschreitet, kann man allmählich daran denken, live zu gehen.

Dennoch ist die Trefferquote nicht alles. Wenn Sie z. B. nur geringe Summen auf gut performende Trades und hohe Summen auf verlustreiche Positionen setzen, gehen Sie unterm Strich immer noch ins Minus. Entscheidend ist am Ende der Profit-Faktor, also das Verhältnis von Gewinnsumme und Verlustsumme. Bei einem Gewinn von 5.000 Euro gegenüber einem Verlust von 3.000 Euro wäre Ihr Profit-Faktor beispielsweise 1,67 und damit im Rahmen einer soliden Strategie.

Profit-FaktorBedeutung
< 1Sie machen dauerhaft Verlust
1,0Break-even
1,3-1,8solide Strategie und empfehlenswert für Echtgeldhandel
> 2sehr starke Performance

Ein Beispiel: Einer unserer Schüler eröffnete in der fortgeschrittenen Phase unserer Ausbildung 11 Trades mit jeweils 20 bis 60 USD ein und wählte dafür einen relativ kleinen Hebel von 1:2, nutzte also mit defensivem Risikomanagement eine Verdopplung des Kapitals von Seiten des Brokers. Als Startkapital wurden 500 Euro verwendet.

  • Startkapital: 500 Euro
  • Hebel: 1:2
  • Verfügbares Handelsvolumen durch Hebel: 1.000 Euro
  • Einsatz pro Trades: 20-60 Euro
  • Anzahl der Trades: 11
TradeEinsatzGewinn (ohne Hebel und Gebühren bereinigt)Gewinn mit Hebeleinsatz 1:2Prozentuale Veränderung
Trade 160 €+15,40 €+30,80 €+25,66 %
Trade 255 €-5,50 €-11,00 €-10,0 %
Trade 345 €+5,04 €+10,08 €+11,2 %
Trade 455 €-5,50 €-11,00 €-10,0 %
Trade 550 €+13,50 €+27,00 €+27,0 %
Trade 640 €-3,60 €-7,20 €-9,0 %
Trade 760 €+9,80 €+19,60 €+16,33 %
Trade 855 €+11,00 €+22,00 €+20,0 %
Trade 935 €+7,10 €+14,20 €+20,29 %
Trade 1025 €+3,75 €+7,50 €+15 %
Trade 1120 €-2,25 €-4,50 €-11,25 %
Gesamt500 €+48,74+97,48 €+9,748 %

In diesem Fall hat der Trader an einem Tag mit einer ganzen Reihe an Trades fast 100 Euro an Gewinn erzielt. Das entspricht ca. 9,748 % seines ursprünglichen Einsatzes, den Hebel nicht mitgerechnet. Ein solches Ergebnis ist durchaus realistisch, da die prozentualen Veränderung an einem Tag meist 4-25 % beträgt. Die Trefferquote lag mit 7 von 11 Trades bei 63 %. Der Schüler hat hier nur geringe Verluste gegenüber den hohen Gewinnen gemacht und liegt mit einem Profit-Faktor von über 3,89 im herausragenden Bereich. Bravo! Dieser Händler ist bereit für die professionelle Daytrading-Welt.

Wie lange dauert es, Daytrading zu lernen?

In unserer Ausbildung brauchen die meisten Schüler zwischen 7 und 12 Monaten, um aktiv ins Daytrading einsteigen und unterm Strich ein positives Ergebnis erzielen zu können. Die tatsächliche Dauer hängt dabei natürlich von den eigenen Kapazitäten ab und davon, wie viel Zeit man täglich, wöchentlich und monatlich zur Verfügung hat. Wir empfehlen zunächst eine reine Lern- und Theoriephase von 1-2 Monaten, bevor man für weitere 3-4 Monate direkt im Demokonto arbeitet. Danach folgt eine Phase des Backtestings und nach etwa 7 Monaten kann man meist schon damit anfangen, mit kleineren Beträgen live zu gehen.

Generell empfehlen wir Ihnen, sich ausreichend Zeit zu lassen und erst dann in den Live-Account zu wechseln, wenn Sie sich sicher fühlen. Unsere Erfahrung mit Schülern zeigt, dass sich gerade bei Anfängern schnell Fehler einschleichen und es zu hohen Verlusten kommt. Was dagegen hilft, sind eine ausreichend lange Demophase, Backtesting und ein Rückkanal, wie wir ihn z. B. über unsere Discord- und Telegram-Community anbieten.

Strukturierter Lernplan fürs Daytrading

  • Monate 1-2: reine Theorie-Phase
  • Monate 3-6: Theorie im Demokonto anwenden
  • Monat 7: Backtesting
  • Monate 8-12: Live-Trading mit kleinen Beiträgen
  • Ab einem Jahr: schrittweise Erhöhung der Einsätze
  • Achtung: Für diesen Lernplan braucht man mindestens 1-2 Stunden Zeit am Tag. Wer diese Kapazitäten nicht hat oder keine Erfolge im Demo-Daytrading erzielt, sollte noch etwas mit der Live-Phase warten.

7. Backtesting

Backtesting bedeutet, dass Sie Ihre bisher im Demokonto erfolgreichen Strategien nochmals an historischen Marktdaten prüfen. Hierbei greifen Sie auf ehemalige Charts und Entwicklungen von Indizes, Aktien oder Kryptowährungen zurück. Die Frage, die Sie sich hier stellen ist: Wie oft hätte die angewendete Strategie in der Vergangenheit gewonnen und wie hoch wäre der Gewinn/Verlust gewesen?

Backtesting ist aus unserer Sicht ausgesprochen wichtig, da viele Anfänger sonst einfach nur ihrem Gefühl oder Social-Media-Tipps folgen. Historische Daten können objektiver zeigen, was wirklich funktioniert hätte und was nicht. Zu den wichtigsten Erkenntnissen sollte dabei nach unserer Auffassung gehören, dass man die Einstiegs- und Ausstiegsregeln richtig anwendet, passende Handelszeiten findet und Stop Loss sowie Take Profit ideal platziert.

8. Geld beim Broker einzahlen und in den Live-Modus wechseln

Wenn Sie sich nun sicher fühlen und im Demomodus sowie im Backtesting erfolgreich Trends ermitteln, können Sie in den Live-Account bei Ihrem Broker wechseln. Dafür klicken Sie meist einfach auf den entsprechenden Knopf zum Kontowechsel und können schon fast loslegen.

Um Ihren Einsatz platzieren zu können, müssen Sie jedoch noch Geld aufladen. Hierfür wählen Sie eine von Ihnen favorisierte Zahlungsmethode und transferieren den entsprechenden Betrag auf Ihren Daytrading-Account beim Broker. Beachten Sie, dass es oft Mindesteinlagen gibt, z. B. von 50 oder 100 Euro. Andere Broker ermöglichen die Aufladung schon ab 1 Euro. Bei einigen Zahlungsmethoden können Gebühren anfallen: bei Kreditkarten und Banküberweisung ist das aus unserer Erfahrung selten der Fall.

9. Daytrading-Strategie umsetzen

Begeben Sie sich nun in die Analyse der Trends für den Handel und bauen Sie eine erfolgreiche Daytrading-Strategie auf. Beim Daytrading nutzen Sie immer die Tools der technischen Analyse, öffnen also die Charts und betrachten genauestens die Bewegungen der Kurse. Verwenden Sie hierfür die Candle-Sticks und gehen Sie dann tiefer in die Details hinein. Rechnerische Indikatoren wie die Fibonacci-Retracements, Pivot Points und der Relative Stärke Index helfen Ihnen dabei, mögliche Umkehrpunkte zu entdecken. Persönlich arbeiten wir sehr häufig mit Gleitenden Durchschnitten.

Die Ergebnisse lassen sich durch Unterstützungs- und Widerstandslevels sowie Bollinger Bänder bestätigen, bei denen es sich um die üblichen Grenzen der Volatilität in einem Zeitrahmen handelt. Zudem können gewisse Chartmuster und Formationen für die Entscheidung für Long- oder Short-Handel ausschlaggebend sein.

Beispiele für erfolgreiche Daytrading-Setups

Anfängern raten wir in unserem Coaching meist dazu, klar definierbare und wiederholbare Setups herauszusuchen und ein gutes Chance-Risiko-Verhältnis zu nutzen. Speziell Momentum und Trendfolge sind dabei gute Strategien, um ohne größeren Aufwand Geld im Daytrading zu gewinnen.

Beispiel 1: Breakout-Setup

Ondas Breakout
Beispiel für ein günstiges Setup bei der Breakout-Strategie: wegen geringem Wachstum Hebel und hohes Volumen empfohlen

Nehmen wir an, dass eine Aktie innerhalb von zwei Stunden immer zwischen 12,59 und 13,15 USD schwankt und dann plötzlich bei hohem Volumen nach oben ausbricht. Hier lohnt sich ein Long-Einstieg, der die Marktstimmung nach oben mitnimmt. Vorsicht ist geboten, da viele Daytrader diese Schwünge nutzen wollen und entsprechend bald abverkaufen. Daher kann sich der Trend nach dem Breakout sehr schnell wieder umkehren, ja sogar unter das Einstiegslevel fallen. Wir machen häufig die Erfahrung, dass unsere Schüler zunächst den Ausstieg verpassen oder die Take Profits zu hoch ansetzen. Gerade unter dem Einfluss des Hebels kann man durchaus etwas früher aussteigen und sich auf der sicheren Seite wähnen.

  • Setup: Schwanken des Basiswertes zwischen 12,59 und 13,15 USD
  • Plötzlicher Ausbruch mit schneller Bewegung nach oben
  • Positionsgröße 100 USD mit 1:10 Hebel = 1.000 USD
  • Stop-Marke bei 12,59 USD
  • Risiko = 13,15 – 12,59 USD = 0,56 USD = 4,25 % × 10er Hebel = 42,5 % = 42,5 USD
  • Wachstum des Basiswertes auf 13,80 USD, jedoch Take Profit bei 13,67 USD
  • Wachstum bis Take Profit = 13,67 USD – 13,15 USD = 0,52 USD = 3,95 %
  • Gewinn = 1.000 USD × 0,0395 = 39,50 USD
  • Abzüglich 3 USD Kommissionen (1,5 USD pro Richtung) = 39,50 USD – 3 USD = 36,50 USD
  • Eigenkapitalrendite = 36,5 %

Beispiel 2: Trendfolge mit gleitenden Durchschnitten

Terawulf Chart Setup
Setup für eine Trendfolge mit gleitenden Durchschnitten

In unserer Ausbildung vermitteln wir überwiegend Trendfolge-Strategien, da diese einfach zu verstehen und umzusetzen sind. Sinnvoll ist es dabei, die gleitenden Durchschnitte einzusetzen. Liegt der Kurs dabei für einen bestimmten Zeitraum konstant über dem SMA-20 und SMA-50, fällt dann kurz auf den SMA-20 zurück und prallt hier ab, kann das eine gute Chance für den Einstieg bieten. Kommt eine bullische Kerze hinzu, ist sie das Startsignal für den Daytrade im Long-Format.

  • Setup: Kurs befindet sich über dem SMA-20 und SMA-50 und fällt kurz zurück auf SMA-20-Niveau
  • Bullische Kerze und Bewegung nach oben: Einstieg bei 25,75 USD
  • Positionsgröße 150 USD mit 1:5 Hebel = 750 USD
  • Stop-Marke bei 25,61 USD
  • Risiko = 25,75 – 25,61 USD = 0,14 USD = 0,544 % × 5er Hebel = 2,72 % = 20,40 USD von 150 USD Einsatz
  • Wachstum des Basiswertes auf 26,82 USD, jedoch Take Profit bei 26,75 USD
  • Wachstum bis Take Profit = 26,75 USD – 25,75 USD = 1,00 USD = 3,88 %
  • Gewinn = 750 USD × 0,0388 = 29,10 USD
  • Abzüglich 3 USD Kommissionen (1,5 USD pro Richtung) = 29,10 USD – 3 USD = 26,10 USD
  • Eigenkapitalrendite = 17,4 %

Das sind die besten Daytrading Indikatoren

Die überwiegende Mehrheit aller Anfänger nimmt maximal zwei bis drei beliebte Daytrading-Indikatoren in Anspruch. In der Praxis gibt es insbesondere die folgenden Tools, die gerne und häufig auch von Anfängern nach dem Einstieg in den Tageshandel verwendet werden:

  • Fibonacci Retracements
  • MACD
  • RSI
  • Gleitende Durchschnitte

Kennen Sie Ihr Risiko! R Multiple, Erwartungswert und Risiko-Chance-Verhältnis im Daytrading

In unserer Ausbildung sind wir Verfechter des Risiko-Chance-Ansatzes, empfehlen unseren Schülern also stets, das Risiko zu errechnen und es nur einzugehen, wenn es sich im Verhältnis wirklich lohnt. Um hier zu einer richtigen Einschätzung zu kommen, benötigen Sie die Zahl R-Multiple, mit R als klassischem Risikofaktor.

R-Multiple zeigt Ihnen, wie viele Einheiten Sie im Trade gewinnen oder verlieren. Gehen Sie ein Risiko von 20 Euro ein, würde beim Break-even ein 0R stehen. Verdoppelt sich der Einsatz, machen Sie +2R Gewinn. Kommt es zum Totalverlust, wäre das ein -1R.

Das Praktische an der R-Zahl ist aus unserer Sicht, dass es Trades mit verschiedenen Volumen vergleichbar macht und auch im Gegensatz zu Prozent einfacher erfasst werden kann. Darauf aufbauend lassen sich dann weitere Kennzahlen fürs Daytrading wie der Erwartungswert ermitteln. Dieser setzt sich aus den Verlust- und Gewinnquoten, sowie den R-Werten (durchschnittlicher Gewinn und Verlust) zusammen. Rechnerisch sieht das wie folgt aus:

Erwartungswert =(Gewinnquote × Durchschnittsgewinn +R) – (Verlustquote × Durchschnittsverlust -R)

ErwartungswertBedeutung
-X RVerluststrategie
0RBreak-even
0,2Rvertretbar
+0,5Rsolide
+1Rstark

Aus dieser Rechnung können Sie herausbekommen, ob Sie langfristig profitabel handeln oder einfach nur hohe Trefferquoten ohne angemessenen Gewinn erzielen.

Für die einzelnen Trades sollten Sie sich wiederum mit dem Risk-Reward- oder Risiko-Chance-Verhältnis auseinandersetzen. Dieses wird aus dem Stop-Loss- und dem Take-Profit-Level gebildet. Der Abstand zwischen dem Einstiegspreis und dem Stop-Loss ist hierbei das Risiko, während die Chance den Abstand vom Einstieg zum Take-Profit beschreibt.

  • Einstieg = 12 Euro
  • Stop Loss = 10 Euro
  • Take Profit = 15 Euro
  • Risiko = 12 – 10 = 2 Euro
  • Chance = 15 – 12 = 3 Euro
  • Risiko-Chance-Verhältnis = 3 / 2 = 1,5 = 1:1,5

In diesem Beispiel riskieren Sie eine Einheit, um 1,5 Einheiten zu gewinnen. Aus unserer Sicht lohnt sich das Risiko hier. Die Stop-Loss- und Take-Profit-Levels können jedoch nicht willkürlich gesetzt werden, sondern ergeben sich aus der technischen Analyse heraus. Die Aufgabe von Daytradern ist es also, Setups zu finden, die ein optimales Risiko-Chance-Verhältnis von über 1:1 haben. In unserer Trading.de-Ausbildung zeigen wir Ihnen, wie das genau geht und üben die Analyse Schritt für Schritt ein.

R:RBewertung
1:0,9hohes Risiko, auf Dauer nicht profitabel
1:1stabiles Verhältnis
1:1,5solide
1:2sehr gut
1:3hervorragend

10. Position eröffnen und am selben Tag schließen

Um eine Position zu eröffnen, klicken Sie bei dem entsprechenden Basiswert entweder auf „kaufen“ (long) oder „verkaufen“ (short). Nun öffnet sich ein Fenster, in dem Sie die Order-Details eintragen. Hierzu gehören das Auftragsvolumen ebenso wie die Stop-Loss- und Take-Profit-Levels. Über diese weisen Sie den Broker an, beim Erreichen eines bestimmten Minimums oder Maximums automatisch aus dem Handel auszusteigen.

Abgesehen davon lassen sich in der Ordermaske die Hebel einstellen. Wählen Sie beispielsweise einen Zuschuss von 1:5 oder 1:30, um Ihre Gewinne beim Daytrading zu multiplizieren. Sie hinterlassen dabei immer einen Anteil als Sicherheitseinlage oder Margin und der Rest wird vom Broker bereitgestellt. Beachten Sie, dass der Hebel auch ins Gegenteil wirkt und somit starke Verluste eintreten können.

Unbedingt sollten Daytrader schon mit dem Einstieg eine optimale Positionsgröße wählen. Diese ist ein wichtiger Teil des so genannten Risikomanagements. Aus unserer Erfahrung wissen wir, dass man nie mehr als ein bis zwei Prozent des zum Daytrading gedachten Gesamtkapitals pro Trade investieren sollte.

Welche Steuern zahlt man im Daytrading?

Im Daytrading in Deutschland zahlt man auf Gewinne pauschal 25 % Abgeltungsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag vom Steuersatz und ggf. 8 oder 9 % Kirchensteuer. Diese Abzüge werden von deutschen und vielen europäischen Brokern direkt an den Fiskus abgeführt. Jeder Trader mit Wohnsitz in Deutschland hat dabei einen Freibetrag (Sparer-Pauschbetrag) von 1.000 Euro im Jahr. Die bis zu diesem Wert anfallenden Steuern kann man sich über die Steuererklärung zurückholen. Alternativ lassen sich beim Daytrading Broker Freistellungsaufträge stellen.

Wichtig zu wissen ist außerdem, dass sich bei Termingeschäften Verluste komplett gegenrechnen lassen. Im Jahr 2024 ist die vorher geltende Begrenzung gefallen, so dass eine vollständige Verlustverrechnung möglich ist. Ein Problem, was unserer Erfahrung nach aber viele Daytrader haben, ist die richtige Einordnung in Verlustverrechnungstöpfe. So kann das Minus aus Termingeschäften nicht mit den Gewinnen aus dem Aktienhandel aufgewogen werden. Aktien stehen hier immer für sich, Termingeschäfte gehören dagegen in den Topf mit sonstigen Trading-Gewinnen und -Verlusten.

Im Folgenden zeigen wir Ihnen eine Beispielrechnung für die Daytrading-Steuern:

  • Gewinn: 10.000 Euro
  • Steuerfreibetrag: 1.000 Euro
  • Verlust: 2.000 Euro
  • Steuerrelevanter Gewinn: 10.000 Euro – 1.000 Euro – 2.000 Euro = 7.000 Euro
  • Abgeltungsteuer (25 %): 7.000 Euro × 0,25 = 1.750 Euro
  • Solidaritätszuschlag (5,5 %): 1.750 Euro × 0,055 = 96,25 Euro
  • Kirchensteuer (8 %): 1.750 Euro x 0,08 = 140 Euro
  • Gesamtsteuerlast: 1.750 Euro + 96,25 Euro + 140 Euro = 1.986,25 Euro
  • Verbleibender Gewinn: 10.000 – 1.986,25 = 8.013,75 Euro

Etwas andere Regeln gelten übrigens im Daytrading mit Kryptowährungen. Viele Anfänger wissen nicht, dass hierauf keine Abgeltungsteuern anfallen, sondern nur Einkommensteuern, so die Gewinne innerhalb der Haltefrist eingenommen werden. Wenn Sie echte Coins (Spot-Trading) länger als ein Jahr halten, verkaufen Sie diese steuerfrei. Bei kürzerem Trading kostet Sie der Handel über die Einkommensteuer eventuell mehr als 25 %, abhängig von Ihrem persönlichen Steuersatz. Positiv ist, dass es eine zusätzliche Freigrenze von 1.000 Euro pro Jahr gibt. Sollte es sich jedoch um Krypto-CFDs handeln, greifen wieder die Abgeltungsteuern, wie sie für das Daytrading mit Termingeschäften typisch sind.

Erfahren Sie jetzt mehr zu Daytrading Steuern in Deutschland in unserem Fachartikel zu dem Thema!

Was sind die Vorteile und Nachteile beim Daytrading?

Vorteile Daytrading

  • Orts- und Zeitunabhängigkeit
  • Gute Verdienstmöglichkeiten
  • Berufliche Unabhängigkeit
  • Kann mit kleinem Startkapital durchgeführt werden
  • Ruhiger Schlaf (kein Halten von Positionen über Nacht)

Nachteile Daytrading

  • Hohes Verlustrisiko
  • Emotionen und mangelnde Disziplin können die Investition riskieren
  • Hohes Mindestkapital
  • Höhere Handelskosten als beim Aktienmarkt
  • Zeitaufwand und Konzentration

 5 Gründe, die für Daytrading sprechen:

  • Orts- und Zeitunabhängigkeit beim Daytrading: Insbesondere aufgrund des mobilen Handels, den nahezu alle Broker heutzutage zur Verfügung stellen, können Daytrader unter den entsprechenden Voraussetzungen völlig orts- und zeitunabhängig handeln.
  • Gute Verdienstmöglichkeiten in Aussicht: Als Profi-Trader können wir im Daytrading bis zu 10.000 Euro im Monat erreichen, was jedoch einiges an Erfahrung und Übung voraussetzt. Für Privatanleger sind unserer Erfahrung nach zwischen 100 und 1.000 Euro wesentlich realistischer.
  • Berufliche Unabhängigkeit ohne Vorbildung: Sichere Jobs gibt es auch in Festanstellung nicht mehr. Warum also nicht sein eigener Chef werden und nach seinem persönlichen Zeitplan handeln?
  • Tageshandel ohne großes Investitionskapital: Das Besondere am Daytrading mit CFDs ist, dass Sie mit geringem Kapital investieren können. Hier kommt Ihnen der vom Broker zugestandene Hebel zu Hilfe. Vorab sollten Sie sich in das Thema Daytrading-Hebel einlesen und damit im Demokonto üben.
  • Ruhiger Schlaf für Daytrader: Am Ende des Tages ist bereits alles vorbei. Da Daytrader die Positionen üblicherweise nicht über Nacht halten, braucht man sich zur Schlafenszeit auch keine Sorgen um die Kursbewegungen machen.

5 Gründe, die gegen Daytrading sprechen

  • Hohes Verlustrisiko: Statistiken zufolge erleiden durchschnittlich über 80 Prozent aller Trader Verluste, wobei sich diese Zahl nicht ausschließlich auf Daytrader bezieht. Das Risiko ist beim Tageshandel dabei unvergleichbar größer. Reduziert werden können die Gefahren durch Stop Loss, Take Profit und Limit Orders. Darüber hinaus ist es wichtig, tiefgründiges Daytrading zu lernen, um Verluste zu verhindern.
  • Nerven, Emotionen und fehlende Disziplin: Emotionen sind der gefährlichste Gegner von Daytradern. Gefühle wie Angst und Gier können folgenschwere Entscheidungen auslösen und Verluste herbeiführen. Was aus unserer Sicht gegen emotionales Handeln hilft, ist strikte Disziplin. Wir raten unseren Schülern meist dazu, ein Trading-Tagebuch zu führen, Pausen bei zu vielen Verlusttrades einzulegen und jeden Handel in einer Excel-Tabelle zu verzeichnen.
  • Manchmal hohes Mindestkapital verlangt: Viele Broker verlangen für den Tageshandel relativ hohe Mindestkapitaleinzahlungen. Zudem ist erhöhtes Kapital auch notwendig, um diversifiziert im Daytrading zu handeln.
  • Höhere Kosten im Daytrading: Im Vergleich zum Aktienhandel sind das Daytrading und der Handel mit CFDs meist teurer. So müssen Sie höhere Spreads und möglicherweise Kommissionen einplanen. Wer erfolgreich handelt und hohe Gewinne erzielt, braucht sich jedoch kaum Sorgen um diese Kostenpunkte machen. Dennoch sollten Sie gerade bei den Spreads auf ein faires Angebot des Brokers achten.
  • Viel Einarbeitungszeit und größerer Zeitaufwand: Aus unserer Erfahrung kann es gerade am Anfang anstrengend sein, sich auf die Charts zu konzentrieren. Während wir als Profis meist nur 1-2 Stunden brauchen, um im Daytrading Gewinne abzuschöpfen, dauert es in der Einarbeitungsphase meist etwas länger. Zudem sind selbst die geringen Arbeitszeiten stressig und intensiv.

Wie unterscheidet sich Daytrading von anderen Handelsarten?

Daytrading unterscheidet sich von anderen Handelsarten darin, dass konsequent nur an einem Tag und meist mit Derivaten gehandelt wird. Dabei gibt es Überschneidungen mit Scalping. Andere Methoden wie Swing Trading und Value Investment sind dagegen für einen etwas längeren Zeitraum ausgerichtet.

Daytrading vs. Investment

Die wichtigste Unterscheidung zwischen den Trading-Methoden betrifft den Tageshandel und das klassische Investment. Beim klassischen Investment kaufen Sie Wertpapiere, um über einen längeren Zeitraum hinweg einen Gewinn durch Wertsteigerung zu erzielen. Oft werden die Aktien, Indizes, Kryptowährungen oder Fonds über Jahre im Depot gehalten und erst dann veräußert.

Daytrading vs. Investment

Die Idee dahinter ist es, das kontinuierliche Wachstum der Weltwirtschaft für sich zu nutzen. Hierfür darf man aber nicht auf ein oder zwei konkrete Aktien setzen, sondern muss sein Portfolio diversifizieren. Indem man das Kapital auf mehrere Positionen verteilt, sinkt das Risiko und die Chancen auf ein Gesamtwachstum des Investments wächst.

Vom Daytrading unterscheidet sich das Investment fundamental, indem hier über den einen Handelstag hinaus gehalten wird. Der Vorteil ist, dass diese Handelsmethode deutlich ruhiger vonstattengeht und weniger Stress auslöst. Wer sich stark von Emotionen leiten lässt, dem empfehlen wir eher ein langfristiges Investment. Vorteilhaft ist außerdem, dass die Kosten bei echten Assets in der Regel geringer sind. Es gibt so meist keine Provisionen auf die Orders.

  • Beim Investment kaufen Sie echte Assets
  • Die Assets werden über einen langen Zeitraum hinweg gehalten
  • Ziel ist es, mit dem Gesamtportfolio eine Wertsteigerung zu erzielen
  • Kosten sind beim Investment geringer (oft keine Provisionen und niedrige Spreads)
  • Weniger Stress und zeitaufwendig

Daytrading vs. Swing Trading

Auch das Swing Trading zieht sich meist über mehr als einen Handelstag hinweg. Oft widmen sich die Anleger hierbei mehrere Tage oder Wochen dieser Technik. Dabei steigen sie gezielt in einer Senke in den Longhandel ein und eröffnen auf dem Gipfel dann die Short Position. Auf diese Weise profitieren Sie mit den CFDs von beiden Kursrichtungen – nach oben und nach unten.

Swing Trading Grafik

Um diese Swings richtig mitnehmen zu können, müssen Sie die Charts exakt nach möglichen Umkehrpunkten analysieren. Hierbei helfen bestimmte Indikatoren und rechnerische Levels wie Fibonacci Retracements und Pivot Points ebenso wie Chartmuster. Diese werden markiert und manuell oder automatisiert für den Ein- und Ausstieg verwendet.

  • Beim Swing Trading wird in beide Richtungen investiert
  • Die Anleger suchen sich auf den Charts Umkehrpunkte heraus
  • Sie bleiben so lange investiert, wie der Trend anhält
  • Je nach Kursphase, wechseln die Swing Trader die Investitionsrichtung
  • Zieht sich meist über mehrere Tage hinweg

Daytrading vs. Scalping

Im Vergleich zum Daytrading werden Positionen beim Scalping nicht nur an einem einzelnen Tag gehalten, sondern sogar nur wenige Sekunden und Minuten. Die Trader schöpfen damit kleine Gewinne ab, welche sich durch mehrmaliges Wiederholen und den Einsatz von Hebeln summieren. Der Fokus liegt hier deutlich auf der Chartanalyse, Sie müssen also exakte Kipppunkte ermitteln und zum richtigen Zeitpunkt ein- und aussteigen. Aus unserer Erfahrung heraus sind dafür Broker notwendig, die eine sehr schnelle Ausführungsgeschwindigkeit haben.

Scalping erfordert hohe Konzentration

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Aus unserer langjährigen Erfahrung im Trading wissen wir, dass Scalping vor allem eine hohe Konzentration und Nervenstärke erfordert. Wir treffen häufig auf Schüler, die diesem Druck nicht gewachsen sind. Wer stressempfindlich ist, dem empfehle ich daher eher eine langfristigere Strategie. Selbst Daytrading kann im Vergleich etwas entspannter sein. Andere stressfreiere Methoden sind Swing Trading und Value Investment.

Fazit: Daytrading erfordert systematisches Lernen

Unsere Erfahrung als Experten und im Umgang mit unseren Schülern in der Ausbildung zeigt, dass eine systematische Ausbildung die Basis für erfolgreiches Daytrading ist. Wer zielgenau, die Kursbewegungen auf dem Tageschart hervorsagen will, muss zunächst die Analyse und den Umgang mit Indikatoren sowie Zeichenwerkzeugen lernen. Nach der Theorie sollte eine Demophase folgen, auf die es dann in den Echtgeldhandel gehen kann. Bei Trading.de bieten wir Ihnen die Grundlagen zu einem fairen Preis und mit einer kompetenten Community an.

Vermeiden Sie unnötige Fehler, indem Sie das Daytrading lernen und von Grund auf eine Strategie aufbauen. Wir zeigen Ihnen, wie man den täglichen Handel skaliert und das Risiko strukturiert senkt. Jetzt anmelden!

249 € monatlich ohne vertragliche Bindung und mit 14-tägigem Rückgaberecht 

FAQ – Meist gestellte Fragen zu Daytrading

Wie kann ich das Daytrading lernen?

Sie können das Daytrading über eine professionelle Ausbildung wie bei Trading.de, über Communitys, Video-Tutorials und den Weiterbildungsbereich des Brokers lernen. Daneben bieten wir Ihnen auch einzelne Seminare und Kurse an, in denen Sie Ihr Wissen erweitern.

Wie lange dauert das Daytrading lernen?

Im schnellsten Fall braucht man etwa 10-12 Monate, um Daytrading zu lernen, wir empfehlen unseren Schülern aber, sich so lange Zeit zu lassen, wie man braucht. Vieles hängt schließlich auch von den persönlichen Kapazitäten ab. Wer neben der Arbeit Daytrading lernen will, braucht eventuell etwas länger, als jemand, der sich voll auf das Thema konzentrieren kann. Wichtig ist es zudem, sich vorab klare Ziele festzulegen. Unser kostenloser Trading-Plan hilft Ihnen dabei.

Warum ist das Demokonto zum Daytrading lernen so wichtig?

Das Demokonto ist im Daytrading lernen extrem wichtig, weil hier das theoretische Wissen in praktische Erfahrungen übersetzt wird. Diese sammeln Daytrader ohne finanzielles Risiko im Demokonto eines Brokers. Mit der Nutzung eines solchen Demokontos sind mehrere Vorteile verbunden. Trader lernen hier in einer realistischen Handelsumgebung die Dynamiken des Marktes kennen und sehen, wie das Daytrading in der Praxis funktioniert. Zudem können sie die verschiedenen Tools und Anwendungen der Plattform kennenlernen.

Sollte ich Geld für das Daytrading lernen ausgeben?

Es lohnt sich, Geld für das Daytrading lernen auszugeben, wenn man plant, mindestens 3.000 Euro zu investieren. Bei Trading.de bieten wir Ihnen dabei eine Ausbildung, die gezielt auf eine risikoarme Skalierung eingeht und die optimalen Trades findet. Jetzt anmelden und damit anfangen, Daytrading zu lernen.

Daytrading lernen in der Community: Wie funktioniert das?

In der Community Daytrading zu lernen funktioniert über das direkte Feedback von anderen Händlern, die entweder ebenso am Anfang stehen oder schon fortgeschritten sind. Trading.de bietet Ihnen z. B. einen umfangreichen Zugriff auf eine Peer-Gruppe über Telegram und Discord, wo Sie sich über Ihre getätigten Trades austauschen können. Die Mitglieder besprechen dann die von Ihnen erkannten Signale und geben Tipps zurück. So lässt sich preisgünstig das Wissen im Daytrading verbessern. Als Basis dafür empfehlen wir jedoch unsere professionelle Ausbildung bei Trading.de mit mehr als 15 Jahren Erfahrung.

Ist das Daytrading überhaupt legal?

Ja, Daytrading ist in Deutschland vollkommen legal. Es gibt keine Gesetze gegen das Daytrading und es ist eine erlaubte Handelsstrategie. Einige Broker bestehen jedoch auf längere Haltezeiten, meistens aber, um Scalping einzuschränken.

Andre Witzel
Andre Witzel hat über 10 Jahre Erfahrungen im Trading und ist der Gründer von Trading.de. Als Experte, Coach in der Trading.de Ausbildung und Trader teilt seine Strategien und Methoden mit seinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps zum erfolgreichen Handel geben.
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Risikohinweis
Trading.de gibt keine Anlageberatung. Das Trading ist sehr risikoreich und Sie können Ihr komplettes Kapital verlieren. Seien Sie sich sicher, dass sie die Risiken verstehen und investieren Sie nur Geld welches Sie im schlimmsten Fall verlieren können. Die Nutzung von Derivaten mit Hebeln birgt ein höheres Gewinn- und Verlustpotential. Lesen Sie unseren kompletten Risikohinweis.