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CFD Trading Strategien sind für Anfänger und Profis die Grundlage dafür, strukturiert Gewinne zu machen und eine hohe Trefferquote bei den Ein- und Ausstiegspunkten zu erzielen. In diesem Artikel erklären wir dir, welche 10 CFD Trading Strategien zu unseren Favoriten gehören und warum. Wir stellen u. a. unsere eigene Trendfolgestrategie aus der Trading.de Ausbildung vor, gehen aber auch auf Methoden wie Carry Trades, Breakout-Strategie, News Trading und Hedging ein.

Was sind die 10 besten CFD Strategien?

Disclaimer: Die Trading Strategien, die wir in diesem Beitrag vorstellen, müssen bestimmte Kriterien erfüllen. Dabei werden unterschiedliche Metriken herangezogen, um zu bestimmen, wann und wie man in den Markt einsteigt. Ohne solche Rahmenbedingungen wäre es keine Strategie, sondern ein Glücksspiel.

Erfahre jetzt mehr zu den wichtigsten Ansätzen und lerne das Vorgehen Schritt für Schritt kennen. Aus den vorgestellten Strategien kannst du dir dann die aussuchen, die am besten zu dir und deinen Handelszielen passt.

Im Folgenden gehen wir auf unsere 10 Top-Strategien fürs CFD Trading für Anfänger ein:

  1. Klassische Trendfolgestrategie
  2. Trading.de Trendfolgestrategie im Daytrading
  3. Breakout-Strategie
  4. Kontra-Trend-Strategie
  5. Carry Trades
  6. Strategie mit gleitenden Durchschnitten
  7. News Trading
  8. Gap Trading
  9. Hedging
  10. Automatisierte Strategie mit Bots

1. Klassische Trendfolgestrategie

Trendfolgestrategie für den CFD Handel
Abwärstrend mit Ein- und Ausstiegspunkten

Die Trendfolgestrategie ist eine der am häufigsten verwendeten CFD-Tradingstrategien. Dabei geht es darum, sich auf den Trend des Marktes zu konzentrieren und mit diesem zu handeln. Trader nutzen hierfür technische Indikatoren wie gleitende Durchschnitte, um den Trend des Marktes zu bestimmen.

Die Idee hinter dieser Strategie ist einfach: Wenn der Markt in eine bestimmte Richtung tendiert, ist es wahrscheinlicher, dass sich dieser Trend fortsetzt als umkehrt. Der Händler versucht daher, auf die richtige Seite des Trends zu gelangen, indem er Long- oder Short-Positionen in Richtung des Trends eröffnet.

Vorteile der Trendfolgestrategie

  • Sowohl für Anfänger als auch für Fortgeschrittene geeignet
  • Vergleichsweise geringes Risiko bei korrekter Anwendung
  • Leicht verständlich

Nachteile der Trendfolgestrategie

  • Das Finden der idealen Ein- und Ausstiegspunkte ist nicht leicht und erfordert Übung
  • Wer die richtigen Signale zum Ausstieg verpasst, kann Verluste machen.

2. Trendfolgestrategie im Daytrading von Trading.de

Wir von Trading.de verwenden eine Trendfolgestrategie, um von kurzfristigen Kursbewegungen zu profitieren. Diese Strategie basiert auf dem Erkennen von Trends und der Nutzung schneller Einstiegssignale. Sie ist einfach zu verstehen, logisch aufgebaut und effektiv, wenn du sie diszipliniert umsetzt. Im Folgenden wird Schritt-für-Schritt erklärt, wie du unsere Trendfolgestrategie erfolgreich umsetzen kannst und eine hohe Trefferquote bei den CFDs erzielst:

Trendbestimmung

Bevor du eine Position eröffnest, ist es wichtig, den Trend zu analysieren. Nutze einen Chart mit einer etwas größeren Zeiteinheit. Als Experten arbeiten wir z. B. häufig mit dem 5-Minuten-Chart, um das Gesamtbild zu sehen. Achte darauf, dass ein klarer Trend auch wirklich erkennbar ist. Das weitere Vorgehen ist im Prinzip einfach:

  • Aufwärtstrend: Setze auf Long-Positionen (Käufe).
  • Abwärtstrend: Fokussiere dich auf Short-Positionen (Verkäufe).

Einstiegspunkt finden

Nun kommt der schwierige Teil. Du musst die Signale für den Einstieg in den Trend finden. Hierfür verwendest du Chartmuster und bestimmte Indikatoren, welche dir dabei helfen bestimmte Punkte auszumachen:

  • Indikatorbasierte Bestätigung: Verwende technische Indikatoren wie den VWAP, um Pullbacks zu erkennen. Der VWAP dient als Orientierungshilfe, um den idealen Einstiegspunkt nach einer signifikanten Bewegung in eine Richtung zu finden. Das Tool ist volumenbasiert und wird auf dem Intraday-Chart für das Daytrading mit CFDs eingesetzt.
  • Farbwechsel der Kerzen: Beobachte den Farbwechsel im 1-Minuten-Chart. Ein Wechsel von Grün auf Rot (bei einem Abwärtstrend) signalisiert einen Short-Einstieg. Bei einem Aufwärtstrend kannst du bei einem Farbwechsel von Rot auf Grün eine Long-Position eingehen. Solche Farbwechsel sind dennoch mit Vorsicht zu genießen, da eventuell nur kleine Bewegungen entstehen und hierfür unbedingt Hebel benötigt werden.

Risikomanagement

Kein Trade ist ohne Risiko, aber mit klarem Risikomanagement kannst du Verluste kontrollieren. Zwei Punkte sind bei unserer Trading.de Strategie mit Trendfolgen besonders wichtig:

  • Stop Loss: Wir raten in unserer Ausbildung immer dazu, eine Grenze zu setzen, um die Verluste einzuschränken. Am besten platzierst du den Stop Loss dicht am Einstiegspunkt, damit dein Risiko gering bleibt. Der Broker schließt automatisch die Position, wenn der Kurs dieses Minimum erreicht.
  • Take Profit: Definiere dein Gewinnziel, um rechtzeitig auszusteigen, wenn sich der Markt in die gewünschte Richtung bewegt. Sobald du deinen gewünschten Profit erreichst, wird der Gewinn mitgenommen. Damit verhinderst du, dass du gierig wirst und zu lange im Trend investierst bleibst.

Behalte den Markt ständig im Blick, um auf Veränderungen reagieren zu können. Vermeide übermäßige Analysen oder komplexe Muster. Konzentriere dich auf klare und einfache Signale, um deine Entscheidungen fällen und eine hohe Trefferquote erzielen zu können.

Vorteile der Trading.de Strategie

  • Schnelle Reaktionsfähigkeit
  • Hohe Handelsfrequenz
  • Nutzt jede Volatilität im Markt
  • Mit kleinsten Kapitaleinsätzen umsetzbar
  • Extrem kurze Haltedauer
  • Verbessertes CRV

Nachteile der Trading.de Strategie

  • Ggf. mit höheren Transaktionskosten durch Vieltrading verbunden (Spreads oder Kommissionen)
  • Erfordert ständige Marktüberwachung und Analyse
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3. Breakout-Strategie

ausbruch trendkanal
Break out nach unten

Die Breakout-Strategie bezieht sich auf die Idee, dass ein großer Preisbewegungsausbruch in eine bestimmte Richtung wahrscheinlich auf eine zukünftige Trendfortsetzung hindeutet. Händler suchen dabei nach Unterstützungs- und Widerstandsniveaus, die der Markt zuvor getestet hat, und warten darauf, dass diese Niveaus durchbrochen werden. Wenn der Markt das Niveau über- oder unterschreitet, eröffnet der Händler eine Position in Richtung des Ausbruchs.

Die Vermutung liegt bei markanten Ausbrüchen nahe, dass sich ein Trend weiter in diese Richtung bewegt. Das ist aber nicht immer garantiert. In der Realität gibt es immer wieder Fehlausbrüche, bei denen der Kurs plötzlich wieder zurück in den ursprünglichen Kanal fällt. Ein großes Problem kann außerdem eine Price Action (Pump and Dump) sein, bei welcher der Wert aufgepumpt wird, das Widerstandsniveau übersteigt und dann zur Gewinnmitnahme massiv abverkauft wird. Hier sollte sehr genau der richtige Ausstiegspunkt erkannt werden.

Vorteile der Breakout-Strategie

  • Kann bei fast allen Märkten angewendet werden
  • Prinzipien der Strategie sind klar und leicht verständlich
  • Klar begrenzte Verluste

Nachteile der Breakout-Strategie

  • Kann zu Fehlsignalen führen
  • Pump- and Dump-Szenarien können Tradern gefährlich werden

4. Kontra-Trend-Strategie (Reversal Trading)

trendumkehr beispiel
Trendumkehr

Bei der Kontra-Trend-Strategie versuchen Trader gegen den Trend des Marktes zu handeln und Umkehrpunkte zu identifizieren. Hierfür werden verschiedene technische Indikatoren wie der RSI oder der Stochastik-Indikator genutzt, um überkaufte und überverkaufte Marktbereiche zu erkennen. Ebenso können technische Indikatoren wie die Pivot Points und die Fibonacci-Retracements aus unserer Sicht dabei helfen, eine hohe Trefferquote bei den Kipppunkten zu erzielen.

Die Kontra-Trend-Strategie erfordert Disziplin und Erfahrung, da sie riskant sein kann und ein hohes Risiko besteht, dass der Markt weiter in der ursprünglichen Trendrichtung verläuft. Wenn sie jedoch richtig angewendet wird, kann sie sehr profitabel sein und schnelle Gewinne erzielen. Es ist wichtig, dass Händler eine gründliche technische Analyse durchführen und eine klare Exit-Strategie haben, um Verluste zu begrenzen und Gewinne zu sichern. Wir empfehlen diese Methode nur, wenn man bereits einige Jahre getradet hat.

Vorteile Kontra-Trend-Strategie

  • Hohes Gewinnpotential
  • Weniger Konkurrenz da die meisten Trader nach der Trendfolge-Strategie handeln
  • Günstige Einstiegspunkte sind möglich

Nachteile Kontra-Trend-Strategie

  • Hohes Risiko, erfordert daher klare Strategie
  • Wenn die Kipppunkte nicht richtig erkannt werden, drohen Verluste

5. Carry Trades

Die Carry Trade Strategie ist einer unserer Favoriten für den Handel mit CFDs, die sich auf Forexwerte beziehen. Bei Devisen bestehen nämlich immer starke Zinsunterschiede, die Trader für sich nutzen können. Die Trader leihen quasi Geld in einer Währung mit niedrigem Zinssatz und stecken es dann in eine Target-Währung mit höherem Zins. Den Zinsspread können sie dann als Rendite kassieren. Neben Devisen verwenden Trader auch Derivate auf Anleihen, Rohstoffe und Aktien in Bezug auf die Dividenden für Carry Strategien verwendet werden.

Generell schätzen wir die Carry Trade Strategie als etwas anspruchsvoller als z. B. unsere eigene Trendhandelmethode in der Trading.de Ausbildung ein. Das größte Risiko besteht in einer schlagartigen Änderung des Wechselkurses, z. B. durch äußere politische Einflüsse wie unerwartete Zinsentscheidungen der Zentralbanken. Generell würden wir die Methode nur für stabile Phasen in der Weltwirtschaft empfehlen.

Vorteile der Carry Trade Strategie

  • Konstante Einnahmen möglich
  • Doppelte Gewinnmöglichkeiten (Zins und Kurs)
  • Funktioniert gut in stabilen Phasen

Nachteile der Carry Trade Strategie

  • Plötzliche Marktveränderungen (Zinsentscheidungen, politische Abenteuer) können Verluste verursachen
  • Wechselkursrisiko gegeben

6. Strategie mit gleitenden Durchschnitten

Eine Strategie mit gleitenden Durchschnitten ist eine beliebte Methode, um vor allem Richtungsänderungen und damit Einstiegs- sowie Ausstiegspunkte zu analysieren. Bei den gleitenden Durchschnitten (Simple Moving Average – SMA) handelt es sich um Indikatoren, die einen mittleren Wert aus einer vorher angegebenen Anzahl an Tagen (Perioden) erstellen. So stellt der SMA-20 den Mittelwert der letzten 20 Tage, der SMA-200 den Mittelwert der letzten 200 Tage auf dem Chart dar. Die entsprechende Linie wird parallel zum Kerzenmuster des Kurses eingezeichnet.

Chart für eine CFD Strategie mit eingezeichneten gleitenden Durchschnitten SMA-20 und SMA-200
Die Kreuzung von kurzfristigen und langfristigen gleitenden Durchschnitten gilt bei dieser CFD Strategie meist als Signal

Durch die Durchschnittsermittlung werden die Kursbewegungen um starke Schwankungen geglättet und die Trader können einen allgemeineren Trend erkennen. Da ältere Werte oft von bestimmten Ereignissen beeinflusst sein können, die in der Gegenwart nicht mehr relevant sind, benutzen viele Händler für ihre Strategie mit Moving Averages den exponentiell gleitenden Durchschnitt (EMA), bei dem neuere Kursdaten stärker gewichtet werden.

Durch die Kreuzung der Moving Averages miteinander entstehen nun bestimmte Signale. Berühren sich z. B. kurzfristige gleitende Durchschnitte wie der SMA-50 mit langfristigen Durchschnitten wie dem SMA-200 wird das oft als Kaufsignal gewertet. In unserer Arbeit lassen wir unsere Ergebnisse häufig mit den Moving Averages absichern und bestätigen. Wer sie als Hauptsignal verwendet, sollte zur Sicherheit weitere Indikatoren als Backup einbeziehen. Generell halten wir diese CFD Trading Strategie für einfach verständlich und somit gut für Anfänger geeignet, solange sie sich wie gesagt nicht einzig allein auf einen Indikator verlassen.

Vorteile der Moving Averages

  • Einfach verständlich
  • Erzeugt relativ deutliche Signale für Ein- und Ausstieg
  • Glättung zeigt einen klareren Trend an
  • Kann in fast allen Märkten eingesetzt werden

Nachteile der Moving Averages

  • Oft verzögerte Signale, da Daten teils veraltet sind
  • Viele Fehlsignale in Seitwärtsphasen
  • Sollte nicht ohne zweite Absicherung verwendet werden

7. News Trading

Bestimmte Nachrichten können bei Aktien-CFDs, aber auch bei Forex, Rohstoffen und Edelmetallen für ein plötzliches Wachstum oder einen Absturz sorgen. Der Vorteil am CFD-Handel ist, dass beide Ereignisse von den Tradern genutzt werden können. Kündigt sich ein Anstieg an, gehen die Händler long, im umgekehrten Fall wird ein Leerverkauf (short) platziert.

Gerade Anfänger sind von der News Trading Strategie oft angetan, da sie auf den ersten Blick sehr einfach aussieht. Problematisch ist jedoch, dass weder die tatsächlichen Nachrichten noch die Reaktion des Marktes immer exakt vorausgesehen werden können. Dennoch eröffnen die News immer eine gute Chance für schnelle Gewinne. Ein Beispiel für News Trading Momente sind die Zinsentscheidungen der Zentralbanken, insbesondere der amerikanischen FED. So sorgte deren Zinssenkung im Dezember 2025 für einen sofortigen Anstieg bei Edelmetallen wie Gold und Silber.

News Trading Chart mit Silber
Kurssprung bei Silber nach der Zinssenkungsentscheidung der FED im Dezember 2025

Weiterhin werden für News Trading Strategien die Veröffentlichungen von Quartalszahlen von Unternehmen genutzt. Fallen diese besser aus als erwartet, kommt es bereits im nachbörslichen Handel zu einem Sprung nach oben. Tags darauf wird bei Börsenöffnung ein starkes Wachstum erwartet. Dieser Fall trat beispielsweise ebenfalls im Dezember 2025 mit dem Financial Report des Speicherherstellers Micron ein.

News Trading nach Quartalszahlen mit Micron
Beispiel für News Trading mit Quartalszahlen (Micron im Q4 2025)

Auf der anderen Seite ist ein gutes Ergebnis nicht immer eine Garantie für sprunghafte Bewegungen auf den Charts. Zunächst kommt es immer auf die vorherige Erwartung der Investoren an. Wichtig ist es vor allem, dass die Estimates (Est.) und nicht die vorherigen Ergebnisse geschlagen werden (Beat vs. Miss). Selbst dann, wenn diese in Hinblick auf das letzte Quartal gebrochen wurden, können verhaltene Prognosen (Guidance) des Unternehmens für die nächsten Quartale die Stimmung dämpfen und für einen Abschwung sorgen.

Veröffentlichung der Quartalszahlen auf X
Über Wachstum oder Crash entscheidet, ob die Zahlen die Erwartungen schlagen oder verfehlen. Darüber hinaus sollte die Guidance (Prognose) ebenfalls über den Erwartungen liegen. News Trader teilen die Zahlen meist auf X.

Ein weiteres Risiko bei newsbasierten CFD Trading Strategien sind Pump and Dump Ereignisse. Dabei werden die Kurse aufgrund der positiven Ergebnisse kurzzeitig aufgeblasen und erreichen neue Gipfel. Kurz darauf kommt es zu Gewinnmitnahmen, woraufhin der Kurs sogar unter den Einstiegswert fällt und die News Trader somit Verluste bei ihren CFDs machen.

News Trading mit Pump and Dump Action auf dem Chart von Chevron nach Venezuela
News können gefährliche Pump and Dump Ereignisse auslösen

Vorteile an News CFD Trading Strategien

  • Hohe Profite durch Volatilitätsmomente möglich
  • Es lassen sich sehr schnell Gewinne erzielen
  • Auf viele Assets wie Aktien, Rohstoffe und Forex anwendbar
  • Vergleichsweise einfach verständlich

Nachteile an News CFD Trading Strategien

  • Markt reagiert ab und zu nicht rational
  • Pump and Dump Ereignisse können Verluste verursachen

8. Gap Trading

Beim Gap Trading versuchen Händler von auffälligen Kurslücken auf dem Chart zu profitieren. Es handelt sich konkret um den Unterschied zwischen dem Schlusskurs des Börsentages und dem Eröffnungskurs am nächsten Morgen. Die Strategie ähnelt in gewisser Weise dem News Trading, versucht allerdings auf eine Schließung oder eine Weiterverfolgung der Lücke zu setzen.

Gab es z. B. positive Nachrichten zu einer Firma, die sich aber nicht langfristig auf die Bilanz des Unternehmens auswirkt, kann es einen Sprung nach oben über Nacht geben. Gap Trader spekulieren nun darauf, dass nach diesem kurzen Hype eine Rückkehr zum alten Kurs erfolgt, würden in diesem Fall also short gehen. Diese Option ist für private Trader ausschließlich mit Derivaten möglich, weswegen CFDs in dieser Hinsicht deutliche Vorteile bieten.

Gap Trading Strategie auf dem Chart von Ondas
Gap Strategie mit Short Position bei Ondas (Drohnenhersteller) zu Beginn des Irankriegs

In der anderen Richtung würde eine Gap Close Strategie erfolgen, wenn die Nachrichten negativ ausgefallen sind, aber nur als temporär zu verstehen sind. Dann würde der Gap Trader in der Tiefphase long einsteigen (die Position also zum reduzierten Preis kaufen) und dann auf einen Ausgleich der Lücke nach oben warten.

Bei einer Gap Strategie besteht natürlich immer die Gefahr, dass der Trend der Lücke dann doch anhält. Hier kommt es sehr auf den Grund der Entwicklung an. Ein Ereignis, das langfristigen Einfluss auf ein Asset hat, könnte z. B. noch weiter steigen oder tiefer sinken. Deshalb wird Gap Tradern stark dazu geraten, solche „fallenden Messer“ auf den Charts zu meiden. Hierzu sind in jedem Fall Hintergrundinformationen zur Branche notwendig.

Nicht geschlossene Gap nach Oracle Earnings
Schlechte Earnings im Q4 2025 lösten einen längeren Negativtrend aus. Short Trader könnten dieser Lücke weiter folgen.

Einige Trader folgen der Lücke übrigens auch in den ersten Stunden. Sie investieren dann also direkt bei Börseneröffnung in den Trend hinein und steigen bei Erreichen des Gipfels aus. Diesen Punkt zu erkennen, bedarf des erfolgreichen Einsatzes von Signalen. Mit etwas Übung, z. B. in der Trading.de Ausbildung, bekommt man ein Gefühl dafür und verbessert seine Trefferquote. Dennoch ist diese Strategie riskant und Anfänger verpassen oft den richtigen Ausstiegsmoment.

Vorteile Gap Trading

  • Relativ einfach verständlich (gut für Anfänger)
  • Lässt sich gut mit Stop Loss und Take Profit bearbeiten
  • Kurzfristig hohe Gewinne möglich
  • Flexibel: Schließt sich die Lücke nicht, kann auch mit Fortsetzung gearbeitet werden

Nachteile Gap Trading

  • Risiko, dass sich die Gap nicht schließt
  • Anfänger fallen oft auf Fehlsignale rein
  • Schnelle Reaktionen notwendig

9. Hedging

Als Hedging versteht man im klassischen Sinn eine Strategie zur Absicherung der bestehenden Positionen. So baust du gezielt Gegenpositionen auf, die bei einer für dich negativen Entwicklung Verluste ausgleichen. Wenn du beispielsweise stark auf einen Long-Handel spekulierst, kannst du parallel dazu auch short gehen und eine Position einnehmen, mit der du von fallenden Kursen profitierst.

Um mit Hedging arbeiten zu können, brauchst du in jedem Fall CFDs. Diese bieten dir den Vorteil, Positionen in beide Richtungen eröffnen zu können. Bei klassischen Aktien ist das für private Händler nicht möglich.

Hedging ist immer sinnvoll, wenn du eine mittelfristige Strategie fährst, Positionen über einige Wochen hinweg hältst, dir aber nicht sicher bezüglich unerwarteter Nachrichten bist. Sollte plötzlich ein für dich negatives Event eintreten, ist deine Position durch die Gegenposition bis zu einem gewissen Grad geschützt.

Problematisch ist hier eventuell, dass du immer ausreichend Geld für so eine Hedging Strategie brauchst. Du musst so fast doppelt so viel ausgeben, wie bei anderen Methoden. Zudem kann die Hedge auch Gewinne begrenzen, wenn es überhaupt keine Kursumkehr gibt. Insofern ist die Strategie aus unserer Sicht eher für Fortgeschrittene und Profis mit ausreichend Kapital geeignet.

Vorteile Hedging

  • Das Risiko kann bei großen Positionen deutlich reduziert werden
  • Vorteilhaft bei starker Volatilität
  • Positionen können so auch länger entgegen jeder Unsicherheit gehalten werden
  • Einfach mit CFDs durchführbar

Nachteile Hedging

  • Investitionssumme ist meist höher
  • Es entstehen höhere Kosten, vor allem Swaps, Spreads und Ordergebühren
  • Hedging kann die Gewinne begrenzen
  • Komplexe Strategie, die sich auch negativ auswirken kann

10. Automatisierte Strategie via Bot

Bei einer automatisierten CFD Trading Strategie mit Bot kommen Algorithmen zum Einsatz, die einem klaren Plan und Muster folgen. Es werden dabei feste Regeln aufgebaut und das Programm reagiert blitzschnell auf Signale, die auf dem Chart erscheinen. Dafür analysiert der Bot die aktuellen Marktdaten und greift dann für den Trader in den Handel ein.

Eine gewisse Form von Automatisierung wirkt sich in jedem Fall positiv auf den Handel aus. So nimmt der Algorithmus Emotionen aus dem Spiel, tradet also nicht aus Gier oder Angst. Somit werden Ausstiegspunkte nicht wie bei menschlichen Tradern verpasst und Verluste eingefahren. Außerdem ist es gerade bei ständig geöffneten Märkten wie Krypto vorteilhaft, dass der Bot 24/7 analysiert und tradet.

Trading Bots bei der Kryptobörse Bitget
Viele Krypto-Börsen wie Bitget bieten Trading Bots für eine automatisierte Strategie an

Bots oder Expert Advisors (EAs) können z. B. über MetaTrader selbst programmiert werden. Wer sich jedoch nicht genau mit der technischen Analyse auskennt, kann auch für fertige Programme bezahlen und diese für den Handel nutzen. Einige Broker bieten sogar eigenes Bot-Trading an.

Wichtig zu wissen ist, dass eine automatisierte Trading Strategie mit Bots auch Flexibilität reduziert. So kann nicht auf neue Marktbedingungen durch externe Ereignisse reagiert werden. Falsche Regeln können außerdem zu hohen Verlusten führen. Weiterhin fallen meist höhere Gebühren an, u. a. auch für die Nutzung der EAs.

Vorteile Bot Trading Strategie

  • Bot nimmt Emotionen aus dem Spiel
  • Klare Regeln für den Handel
  • Blitzschnelle Reaktion auf Signale
  • Bot kann rund um die Uhr handeln (wichtig bei Krypto)
  • Algorithmus lässt sich im Backtesting prüfen

Nachteile Bot Trading Strategie

  • Falsche Regeln sorgen für Verluste
  • Bots laufen bei neuen Marktbedingungen eventuell falsch
  • Weniger Flexibilität
  • Höhere Kosten

Wie funktioniert die Technische Analyse als Strategie im CFD Handel?

Die technische Analyse ist eine wichtige Methode, um die Kursentwicklung von Vermögenswerten im CFD-Handel zu analysieren. Die technische Analyse basiert auf der Idee, dass sich Kurse und Trends auf der Grundlage historischer Preisbewegungen und Volumina vorhersagen lassen.

Ein häufig genutzter technischer Indikator im CFD-Handel ist der Moving Average. Der Moving Average ist ein gleitender Durchschnitt, der den Durchschnittspreis eines Vermögenswerts über einen bestimmten Zeitraum darstellt. Durch die Verwendung von Moving Averages können Händler Trends identifizieren und Positionen eröffnen, um von diesen Trends zu profitieren.

moving average beispiel
Moving Average Indikator

Daneben gibt es weitere technische Indikatoren im CFD-Handel wie beispielsweise Stochastik, Relative Strength Index (RSI) und Bollinger Bands. Jeder Indikator hat seine eigenen Vor- und Nachteile, und es ist wichtig, eine Strategie zu entwickeln, die auf individuelle Handelsziele und Präferenzen abgestimmt ist.

Die Chartanalyse ist ein Werkzeug, um die Kursbewegungen von Vermögenswerten im CFD-Handel zu interpretieren. Sie beinhaltet dabei die Untersuchung von Kursmustern, Trends und Unterstützungs- und Widerstandsniveaus. Händler können diese Informationen nutzen, um Ein- und Ausstiegspunkte zu identifizieren und Positionen zu eröffnen. Mit ausreichender Übung lässt sich dabei eine hohe Trefferquote mit Hilfe von Signalen erzielen.

Obwohl die technische Analyse eine nützliche Methode ist, um die Kursentwicklung von Vermögenswerten im CFD-Handel zu analysieren, ist es wichtig zu beachten, dass sie nicht immer korrekt sein muss. Händler sollten immer andere Faktoren wie beispielsweise geopolitische Ereignisse und wirtschaftliche Daten berücksichtigen, um eine umfassende Handelsstrategie zu entwickeln.

Wie erstellt man eine CFD Handelsstrategie?

Man erstellt eine CFD-Handelsstrategie , indem man eine Analyse von Vermögenswerten durchführt, Trends identifiziert und darauf aufbauend Ein- und Ausstiegspunkte festlegt. Die richtige CFD Handelsstrategie sieht für jeden Trader anders aus, da sie von individuellen Faktoren bestimmt wird.

Dennoch basiert jede effektive Handelsstrategie auf ähnlichen Grundlagen, z. B. diesen 5 Punkten:

  1. Analyse der Vermögenswerte: Analysiere die Vermögenswerte, in die du investieren möchtest. Betrachte historische Preisbewegungen, Volumina und Fundamentaldaten wie Unternehmensergebnisse und Wirtschaftsindikatoren.
  2. Identifizierung von Trends: Verwende technische Indikatoren wie den Moving Average, um Trends zu identifizieren. Berücksichtige auch andere Faktoren wie geopolitische Ereignisse und wirtschaftliche Daten, um einen umfassenden Überblick über die Kursentwicklung eines Vermögenswerts zu erhalten.
  3. Entwicklung von Ein- und Ausstiegspunkten: Entwickle Ein- und Ausstiegspunkte auf der Grundlage der Analyse der Vermögenswerte und Trends. Setze Stop-Loss- und Take-Profit-Orders, um Verluste zu minimieren und Gewinne zu sichern.
  4. Geldmanagement: Entwickle eine verantwortungsvolle Risikomanagement-Strategie, um Verluste zu minimieren. Verwende ein angemessenes Verhältnis zwischen Risiko und Belohnung und setze eine maximale Anzahl von Trades pro Tag oder Woche fest.
  5. Praxiserfahrung: Übe deine Handelsstrategie auf einem CFD-Demokonto, bevor du echtes Geld investierst. Dies ermöglicht es, deine Strategie zu testen und zu optimieren, ohne echtes Geld zu riskieren.

CFD Trading Strategie in der Trading.de Ausbildung lernen

Eine erfolgreiche CFD-Handelsstrategie erfordert Zeit und Mühe, aber es lohnt sich, eine Strategie zu entwickeln, die auf deine Handelsziele und Präferenzen abgestimmt ist. Nur mit einer klugen Strategie, Disziplin und Geduld wirst du im CFD-Handel langfristig erfolgreich sein. Beim Aufbau einer CFD Trading Strategie unterstützen wir dich gerne.

In der Trading.de Ausbildung erhältst du alles, was du brauchst, um deinen CFD Trading Plan zu erstellen – vom richtigen Mindset, über Analysetechniken bis zum Trading nach Plan. Auf diese 5 Erfahrungen kannst du dich in der Trading.de Ausbildung freuen:

  1. Handel mit hohem Chance-Risiko-Verhältnis
  2. Fokus auf die beliebtesten CFD Märkte
  3. Ein festes Konzept zum Traden auf Basis der Price-Action-Strategie.
  4. Lernen, Verluste zu begrenzen
  5. Setups aufbauen

Sieben Module machen dich zu einem besseren Trader. Lerne, wann du tradest und wann du es eher nicht tun solltest. Dein Investment: Ein bis zwei Stunden am Tag.

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Wie hilft ein Trading Plan bei der Umsetzung der CFD Trading Strategie?

Ein Trading-Plan hilft dir bei der Umsetzung der CFD Trading Strategie, indem er die Rahmenbedingungen deiner Strategie definiert. Der erste Schritt für die Erstellung eines Trading-Plans ist eine klare Motivation – also konkrete Ziele. Bevor du mit dem Handel beginnst, fragst du dich, was du überhaupt erreichen willst und wie viel Zeit und Kapital du dafür aufwenden möchtest.

Eine Handelsstrategie sollte auf Sicherheit und Risikomanagement ausgerichtet sein. Setze Stop-Loss-Orders, um Verluste zu minimieren, und Take-Profit-Orders, um Gewinne zu sichern. Überwache die Märkte regelmäßig und passe deine Strategie bei Bedarf an.

trading plan erstellen anleitung
Trading-Plan für eine erfolgreiche CFD Strategie

Das Kapitalmanagement ist ebenfalls ein wichtiger Aspekt bei der Umsetzung einer Handelsstrategie. Sei dir im Klaren darüber, wie viel Kapital du bereit bist, zu riskieren und welche Positionsgrößen du eingehen möchtest. Auch die Wahl der Märkte spielt eine wichtige Rolle. Konzentriere dich auf Märkte, die du gut kennst und verstehst. Es ist auch wichtig, sich über die Marktbedingungen und -trends auf dem Laufenden zu halten.

Fazit: Mehr Erfolgschancen mit der richtigen CFD Strategie

CFD Strategien sind wichtig, um erfolgreich am Markt zu handeln. Sie können dabei helfen, Risiken zu minimieren und Gewinne zu maximieren. Es gibt verschiedene Arten von CFD Strategien, wie zum Beispiel Trendfolge-Strategien, Breakout-Strategien, News Trading, Gap Trading oder Hedging. Welche Strategie am besten geeignet ist, hängt von den individuellen Zielen und Vorlieben des Traders ab.

Es ist wichtig, eine CFD Trading Strategie vorher gründlich zu recherchieren und sie zu verstehen, bevor man sie anwendet. Auch das Risikomanagement ist ein wichtiger Bestandteil einer erfolgreichen CFD Strategie und sollte nicht vernachlässigt werden. Insgesamt bieten CFD Strategien die Möglichkeit, flexibel am Markt zu handeln und von Kursbewegungen zu profitieren, aber sie erfordern auch ein gewisses Maß an Erfahrung und Wissen. Eine weitere Option ist es, mit einem Bot die Trading Strategie zu automatisieren.

Häufig gestellte Fragen zu CFD Strategien:

Was sind CFD Strategien und warum sind sie wichtig?

CFD Strategien sind Taktiken, die dazu dienen, den Handel von CFDs zu strukturieren und das Risiko zu minimieren. Sie sind wichtig, da sie dem Trading eine Struktur geben und klare Signale herausarbeiten, mit denen man zum richtigen Zeitpunkt ein- und aussteigen kann. Die Strategien können aus verschiedenen Elementen bestehen, je nachdem, welche Methode man wählt. Meistens gehören ein fundiertes Risikomanagement, sowie eine gründliche Marktanalyse dazu. Je nachdem, welche Strategie gewählt wird, werden unterschiedliche Arten von Orders und Indikatoren in Betracht gezogen. Eine gute CFD Strategie kann dazu beitragen, dass man den Handel von CFDs erfolgreicher gestaltet und das Risiko minimiert.

Welche Arten von CFD Strategien gibt es?

Unter den CFD Strategien gibt es z. B. verschiedene Arten wie das Setzen auf die Fortführung einer Trendfolge, der Ein- und Ausstieg zu bestimmten News-Lagen und die Schließung von so genannten Gaps. Ebenso sind Hedging zur Absicherung der eigenen Positionen und automatisierte Strategien mit Bots sehr beliebt bei den Tradern. Technisch basierte Methoden arbeiten oft mit Indikatoren wie gleitenden Durchschnitten (Moving Averages) und volumenbasierten Werkzeugen wie dem VWAP.

Wie wähle ich die passende CFD Strategie aus?

Du solltest eine zu dir passende CFD Strategie danach auswählen, wie du am besten mit den Indikatoren klar kommst und sie verstehst, da nur mit einer umfassenden Kenntnis eine erfolgreiche Trefferquote erzielt werden kann. Der gehandelte Basiswert, die persönlichen Ziele und die eigene Risikotoleranz sind dabei entscheidend, wenn es darum geht, eine passende Strategie für das CFD Trading auszuwählen. Man sollte seinen eigenen Trading-Stil kennen und einschätzen können, wie risikofreudig man ist. Bevor man sich für eine Taktik entscheidet, sollte man immer mit einem Demokonto prüfen, ob die Strategie sinnvoll ist und zum eigenen Risikoprofil passt oder nicht.

Kann man mit CFD Strategien Geld verdienen?

Ja, man kann mit CFD Trading Strategien Geld verdienen, wenn man die richtigen Vorhersagen trifft. Ein gutes Risikomanagement ist daher unerlässlich, um mit dem CFD-Handel konstante Gewinne zu erzielen. Zudem ist es wichtig, sich gut mit der technischen Analyse der Charts auszukennen.

Oliver Schoch
Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und er hat sich 2008 als Finanz-Journalist selbstständig gemacht. Seitdem verfasst er in Vollzeit als Freiberufler nahezu ausnahmslos Beiträge zu Finanz- und Wirtschaftsthemen wie Börse, Trading, Geldanlage, Vermögensaufbau, Versicherungen und Finanzierungen. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Ratgeber, Fachtexte, News, Blogbeiträge und eBooks auf Trading.de. Er ist experte für CFDs sowie Optionen und Technische Analyse.
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