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Mit dem sogenannten Double Exponential Moving Average, kurz DEMA, gibt es den sehr bekannten Exponential Moving Average in einer weiterentwickelten Variante. Dieser Indikator hat den Vorteil, dass eine schnellere Reaktionsfähigkeit als beim EMA vorhanden ist.

In unserem Beitrag erfahren Sie, worum es sich beim Double Exponential Moving Average handelt und was dessen Vor- sowie Nachteile sind. Wir gehen ferner auf die Berechnung ein, wie Sie den Double Exponential Moving Average interpretieren und beim Handel einsetzen. Darüber hinaus erfahren Sie, ob es Divergenzen gibt, welche Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Indikatoren bestehen und welche Alternativen zum Double Exponential Moving Average existieren.

Alles Wichtige zum Double Exponential Moving Average

  • Besitzt eine schnelle Reaktionsfähigkeit am Markt
  • Eignet sich besonders gut zur Identifikation von Trend- und Trendumkehrungen
  • Anwendbar in verschiedenen Märkten und Zeitrahmen
  • Sollte stets mit anderen Indikatoren kombiniert werden, z.B. mit dem einfachen EMA

Definition und Aufbau: Was ist der Double Exponential Moving Average?

Die Hauptaufgabe des DEMA besteht darin, dass Trader durch diesen Indikator Trends und deren Richtung erkennen können. Durch die Weiterentwicklung des EMA schafft es der Double Exponential Moving Average, die entsprechenden Trends besonders schnell zu erkennen. Entwickelt wurde der DEMA im Jahre 1994 von Peter Mulloy.

Als Trendindikator liegt der Schwerpunkt des Double Exponential Moving Average darin, möglichst schnell auf Kursbewegungen zu reagieren. Gegenüber dem EMA kann er eine höhere Geschwindigkeit aufweisen, was für Trader ein Vorteil ist. Neben dem Trend und der Trendrichtung ist es mit dem Double Exponential Moving Average ebenfalls möglich, die Trendstärke zu definieren. Sogar mögliche Trendumkehrungen lassen sich durch den Double Exponential Moving Average erkennen.

Darüber hinaus ist es ein wesentliches Merkmal des DEMA, das spontane Hoch- und Tiefpunkte herausgefiltert werden, was eine generelle Eigenschaft der gleitenden Durchschnitte ist. Zusammenfassend lassen sich die Haupteigenschaften des Double Exponential Moving Average wie folgt beschreiben:

  • DEMA reagiert deutlich schneller auf kurzfristige Kursänderungen als der EMA
  • Es lassen sich Trends, Trendstärken und auch mögliche Trendumkehrungen erkennen
  • Die Verwendung des DEMA ist nahezu identisch mit der des EMA

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Welche Vor- und Nachteile hat der Double Exponential Moving Average?

Als doppelter exponentieller gleitender Durchschnitt kann sich der Double Exponential Moving Average durch eine Reihe von Vorteilen auszeichnen, auch im direkten Vergleich mit dem EMA. Dem gegenüber stehen einige wenige Nachteile. Die wichtigsten finden sich in der nachfolgenden Übersicht:

Vorteile

  • Schnelle Reaktion auf Kursänderungen
  • Geringere Verzögerung als beim EMA
  • Einfache Nutzung, Bedienung und Berechnung des Indikators
  • Analyse sämtlicher Anlageklassen möglich
  • Einfache Kombination mit weiteren Indikatoren
  • Erkennen von Trends, Trendstärke und Trendumkehrung
  • Funktion als Unterstützung oder Widerstand innerhalb von Trendmärkten

Nachteile

  • Aufgrund der Empfindlichkeit häufiger Fehlsignale in Seitwärtsbewegungen
  • Schnelle Reaktionsfähigkeit vorrangig in volatilen Märkten ein Nachteil durch übermäßig viele Signale
  • Größere Abhängigkeit der Zuverlässigkeit von den gewählten Parametern (Periodenlänge)
  • Kombination mit weiteren Indikator erforderlich

Die meisten dieser Vorteile sind selbsterklärend. So ist der Double Exponential Moving Average insbesondere im Vergleich zum EMA schneller und reagiert dementsprechend zügiger auf Kursänderungen. Darüber hinaus lassen sich mit ihm sämtliche Assets analysieren und die Bedienung ist sehr einfach.

Ebenfalls zu den Vorzügen gehört, dass der Double Exponential Moving Average als Unterstützung oder Widerstand innerhalb von Trendmärkten fungieren kann. Das ist für Trader oft eine große Hilfe, denn in vielen Fällen prallen Kurse am Widerstand ab oder werden von Unterstützungen aufgefangen, die durch den DEMA markiert werden.

Wie es auf der anderen Seite für nahezu allen gleitenden Durchschnitten typisch ist, so erzeugt auf der DEMA vor allem in Seitwärtsmärkten häufiger falsche Signale. Darüber hinaus führt die schnelle Reaktionsfähigkeit manchmal dazu, dass vorrangig in volatilen Märkten übermäßig viele Signale geliefert werden, was bei Tradern durchaus zu fehlerhaften Entscheidungen beim Handel führen kann.

Das gilt es unbedingt zu beachten!
Damit die Trefferquote des Indikators deutlich erhöht werden kann, sollte dieser immer mit anderen Indikatoren kombiniert werden!

Wie lautet die Formel zur Berechnung des Double Exponential Moving Average?

Wenn Sie den Double Exponential Moving Average berechnen möchten, dann ist es notwendig, im ersten Schritt den gewöhnlichen Exponential Moving Average zu ermitteln. Dieser bildet bekanntlich die Grundlage des DEMA. Um die entsprechende Berechnung des EMA durchzuführen, werden zwei Werte gebraucht. Zum einen ist das der Durchschnitt der Vorperiode und zum anderen der aktuelle Kurs des Basiswertes, der ermittelt werden muss.

Im ersten Schritt der Berechnung geht es um den sogenannten Smoothing Factor. Dieser zeigt auf, welchen Anteil der Kurs des Basiswertes am Ermitteln des exponentiellen gleitenden Durchschnitts hat. Wichtig zu wissen ist, dass der Wert dieses Faktors stets zwischen 0 und 1 liegt. Umso höher der Wert ist, desto größer ist der Anteil dieses entsprechenden Tageskurses am Exponential Moving Average.

Anders ausgedrückt: Umso länger die Zeitperioden sind, desto geringer ist der Faktor. Dieser wird mit der folgenden Formel ermittelt:

SF = 2/ (n+1)

In der Formel steht die Abkürzung „n“ für die Anzahl der Perioden. Wenn Sie dementsprechend eine Periode von beispielsweise 20 Tagen betrachten, wäre innerhalb dieser Formel n = 20. Im zweiten Schritt geht es nun um die Berechnung des EMA, die gewöhnlich mit der folgenden Formel vorgenommen wird:

EMAt = Ct * SF + (1-SF) *EMAt-1

Innerhalb dieser Formel steht „Ct“ für den Kurs des untersuchten Zeitraums. Das könnte beispielsweise ein Schlusskurs eines Tages sein. Die Abkürzung „EMAt-1“ stellt den EMA einer Periode dar, die abgeschlossen ist. Diese kann sich beispielsweise auf die vorangegangene Berechnung beziehen.

Im dritten Schritt zur Berechnung des DEMA müssen Sie nun die Periode wählen, für die der Double Exponential Moving Average ermittelt werden soll. Das sind beispielsweise 10, 20 oder 50 Tage. Empfehlenswert ist, dass dieser Zeitraum identisch mit dem des zuvor ermittelten EMA ist. Daraus ergibt sich nun die Formel zur Berechnung des Double Exponential Moving Average, nämlich:

DEMAt = 2* EMAt – EMA (EMAt)

Die Abkürzung „EMAt“ steht für den bereits ermittelten Exponential Moving Average, während EMA (EMAt) für den MA des gleitenden Durchschnitts steht, also den doppelten exponentiell gleitenden Durchschnitt.

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Interpretation & Trading Signale mit dem Double Exponential Moving Average

Die Interpretation des Double Exponential Moving Average hängt vor allen Dingen damit zusammen, wie sich die Linien des Double Exponential Moving Average verhalten. Hier gibt es mehrere Möglichkeiten, wie zum Beispiel ein sogenanntes Crossover. Das wiederum ist unter der Voraussetzung der Fall, dass zum Beispiel ein 10-Tage DEMA die andere Linie mit einer längeren Periode kreuzt.

Geschieht das von oben nach unten, würde die Interpretation dazu führen, dass eine bestehende Position geschlossen oder eine Short Position eröffnet werden sollte. Exakt das Gegenteil ist der Fall, sollte zum Beispiel der 10-tägige DEMA die zweite Linie von zum Beispiel 30 Perioden steigend (von unten nach oben) kreuzen. Durch diese Kreuzung würden Trader auf einen Bullenmarkt schließen und dementsprechend eine Position eröffnen.

Trading Signale mit dem Double Exponential Moving Average

Wie Sie an der Interpretation ableiten können, generiert der Double Exponential Moving Average einige Trading Signale, die von Händlern genutzt werden können. Diese wiederum sind Grundlage für unterschiedliche Strategien, auf die wir im nächsten Abschnitt noch etwas näher anhand eines Beispiels eingehen werden. In der Übersicht sind es unter anderem die folgenden Signale, die sich aus dem Double Exponential Moving Average bei der entsprechenden Marktsituation ableiten können:

  • Kurs des Basiswertes steigt über die DEMA Linie →  bullisches Signal → Kauf des Basiswertes
  • Kurs des Basiswertes fällt unter die DEMA Linie → bärisches Signal → Verkauf oder Short Position aufbauen
  • 10-Tage-Durchschnitt (zum Beispiel) kreuzt 20-Tage-Durchschnitt (zum Beispiel) von unten nach oben → Kaufsignal
  • 10-Tage-Durchschnitt kreuzt 20-Tage-Durchschnitt von oben nach unten → Verkaufssignal

Wichtig bei den zwei zuletzt genannten Handelssignalen ist, dass immer eine Kreuzung des gleitenden Durchschnitts mit der geringeren Periode im Hinblick auf den MA mit der längeren Periode erfolgt. Beachten Sie, dass normalerweise die Handelssignale des Double Exponential Moving Average schneller als beim gewöhnlichen EMA oder auch beim SMA erzeugt werden.

Anwendungsmöglichkeiten & Trading mit dem Double Exponential Moving Average Indikator

Ein Vorteil des Double Exponential Moving Average besteht wie die anderen gleitenden Durchschnitte vor allem darin, dass es vielfältige Anwendungsmöglichkeiten gibt. Darüber hinaus wird der DEMA gerne zum Trading verwendet, weil er schnellere Handelssignale liefert und auch die Qualität der Signale – im Vergleich zum SMA oder zum einfachen EMA – besser ausfällt. Aufgrund seiner Einfachheit kann der Double Exponential Moving Average zur Analyse auch von Anfängern eingesetzt werden.

In welchen Märkten ist der Double Exponential Moving Average nutzbar?

Wie alle gleitenden Durchschnitte, so kann auf der Double Exponential Moving Average in sämtlichen Märkten eingesetzt werden. Das bedeutet, Sie können den Handelsindikator zum Beispiel unter der Voraussetzung nutzen, dass Sie folgende Werte handeln und vorher analysieren möchten:

  • Aktien
  • Devisen
  • Rohstoffe
  • Kryptowährungen
  • Indizes

Dabei ist der Double Exponential Moving Average Auswirkungen auch geeignet, um ihn beim CFD Trading einzusetzen. Generell sind vor allem Märkte zu bevorzugen, an denen die Basiswerte öfter einen Trend haben und es weniger Seitwärtsbewegungen gibt.

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Strategie mit dem Double Exponential Moving Average am Beispiel erklärt

Es gibt eine Reihe von Strategien, die auf dem Double Exponential Moving Average basieren können. Eine sehr einfache Handelsstrategie, die auch für Anfänger sehr gut geeignet ist, gründet darauf, nur einen einzelnen DEMA im Diagramm darstellen zu lassen. Liegt nun der Kurs des Basiswertes oberhalb dieses doppelten, gleitenden Durchschnitts, würde es sich um einen Aufwärtstrend handeln.

Demzufolge eröffnen Trader in diesem Fall eine Long Position.Bewegt sich der Kurs hingegen unterhalb des Double Exponential Moving Average, würde das auf einen Abwärtstrend hindeuten und Sie würden dementsprechend eine Position schließen oder Short Position aufbauen.

Eine alternative, ebenfalls sehr einfache Strategie, basiert auf einer möglichen Kreuzung der Kurse mit dem gleitenden Durchschnitt. Steigt der Kurs des Basiswertes von unten nach oben und kreuzt den Double Exponential Moving Average, wäre das ein Kaufsignal. Würde der Kurs hingegen von oben nach unten die Double Exponential Moving Average Linie kreuzen und somit fallen, ist das entsprechend ein Verkaufssignal.

Parameter & Einstellungsmöglichkeiten

Bei den Nachteilen des Double Exponential Moving Average haben wir unter anderem aufgeführt, dass er relativ abhängig von den gewählten Einstellungen ist. Deshalb sollten die Parameter mit Bedacht gewählt werden. In erster Linie geht es um die Perioden, über die der Double Exponential Moving Average hinweg als Grundlage berechnet werden soll. Meistens entscheiden sich Trader für eine der folgenden Perioden:

  • 10 Perioden
  • 20 Perioden
  • 50 Perioden

Wichtig zu wissen ist, dass der DEMA bei einem relativ langen Zeitraum, zum Beispiel mit 80 Perioden, langsamer als bei einem kurzfristigen Zeitraum von zum Beispiel 20 Perioden reagiert.

Trendbestimmung mit dem Double Exponential Moving Average

Eine Stärke des Double Exponential Moving Average Indikators ist, dass er vielfältig einsetzbar beim Thema Trends ist. In erster Linie wird er verwendet, um einen Trend zu erkennen. Das geschieht dadurch, dass Trader analysieren, ob der Kurs des Basiswertes sich über oder unter der Linie des Double Exponential Moving Average bewegt. Auf dieser Basis gibt es die folgenden Möglichkeiten der Trendbestimmung:

  • Kurs liegt oberhalb des Double Exponential Moving Average → Aufwärtstrend
  • Kurs liegt unterhalb des Double Exponential Moving Average → Abwärtstrend
  • Kreuzung des Kurses und des Double Exponential Moving Average → Trendwechsel

Mit dem Double Exponential Moving Average lassen sich also nicht nur Trends bestimmen, sondern ebenso mögliche Trendwechsel prognostizieren. Diese werden schneller als von den einfachen gleitenden Durchschnitten angezeigt, was für Trader einen Vorteil darstellt. Darüber hinaus ist es mit dem Double Exponential Moving Average sogar möglich, die Stärke eines Auf- oder Abwärtstrends zu definieren.

In dem Fall achten Trader insbesondere auf den Kurs des Basiswertes, ob dieser die Linie des Double Exponential Moving Average überschreitet bzw. kreuzt. Es sollten mehrere DEMA mit unterschiedlichen Zeiträumen in der Rückschau betrachtet werden. Darüber hinaus fungieren die DEMA ebenso als Unterstützungen und Widerstände, die innerhalb eines Trends ebenfalls von größerer, analytischer Bedeutung sind.

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Double Exponential Moving Average Indikator in die Software ein

Gleitende Durchschnitte sind bekannte Indikatoren und deshalb in den meisten größeren Handelsplattformen integriert. Das gilt nicht nur für den häufig genutzten SMA und den einfachen EMA, sondern den Double Exponential Moving Average finden Sie ebenfalls zum Beispiel im MetaTrader 4 und 5 vor. Gleiches gilt für die bekannte Charting Software TradingView, denn auch dort ist der DNA enthalten.

Wenn Sie den Double Exponential Moving Average zum Beispiel im MetaTrader 4 nutzen möchten, dann wählen Sie der Reihe nach folgende Punkte innerhalb der Handelsplattform aus:

  • Einfügen (Menüleiste)
  • Indikatoren
  • Gleitende Durchschnitte (Moving Average)
  • Double Exponential Moving Average

Anschließend wird der DEMA direkt in Ihren Chart eingefügt und Sie können ihn wie gewünscht zur Analyse in Anspruch nehmen.

Divergenzen beim Double Exponential Moving Average

Beim Double Exponential Moving Average Indikator kann es zu Divergenzen kommen. Oft handelt es sich um Abweichungen zwischen dem Indikator und dem Kurs des Basiswertes. Zeigt dieser zum Beispiel niedrigere Tiefststände auf, während auf der anderen Seite der Double Exponential Moving Average Fogerty höhere Tiefs darstellt, wäre das eine bullische Divergenz. Trader würden dann eine Long Position eröffnen

Im umgekehrten Fall gibt es beim Double Exponential Moving Average ebenso eine bärische Divergenz. Diese stellt sich so dar, dass der Kurs des Basiswertes höhere Hochs zeigt, während der Double Exponential Moving Average niedrigere Höchststände anzeigt. Daher würden Trader entweder verkaufen oder eine Short Position aufbauen.

Kombinationsmöglichkeiten des DEMA mit anderen Indikatoren

Zu den Stärken des Double Exponential Moving Average gehört unter anderem, dass er sich leicht mit anderen Indikatoren kombinieren lässt. Häufig nutzen Trader die Möglichkeit, eine Kombination mit dem einfachen EMA vorzunehmen. In diesem Fall vergleichen Händler meistens den Verlauf der entsprechenden Linien miteinander. Auf diese Weise ist zum Beispiel ein gegenseitiges Bestätigen der Signale möglich.

Eine mögliche Kombination wird auch als Double Crossover Methode bezeichnet. Wichtig bei dieser Methode ist, dass für die verwendeten Moving Averages identische Perioden genutzt werden und auch die Berechnung auf Basis der exakt gleichen Zeitperioden erfolgt.

Sollten sich nun die zwei Linien innerhalb dieser Kombination kreuzen, würden dadurch entweder ein Kauf- oder ein Verkaufssignal ausgelöst. Abhängig ist das davon, in welche Richtung die Linie des Double Exponential Moving Average die des EMA kreuzt.

Weitere Alternativen zum Double Exponential Moving Average

Neben dem einfachen EMA oder auch dem SMA gibt es weitere Alternativen zum Double Exponential Moving Average, die ebenfalls als gleitende Durchschnitte sehr ähnlich funktionieren. So existiert zum Beispiel neben dem Double Exponential Moving Average sogar noch ein TEMA. Die Abkürzung steht für Triple Exponential Moving Average

Dieser reagiert entsprechend noch schneller als es der DEMA ohnehin schon auf Veränderungen macht. Eine ganz ähnliche Alternative ist der sogenannte Hull Moving Average. Im Gegensatz zum DEMA verwendet dieser allerdings zwei unterschiedlich gewichtete Moving Averages. Zusammengefasst sind es dementsprechend die folgenden Indikatoren, die häufig genutzte Alternativen zum DEMA sind:

  • Simple Moving Average
  • Einfacher exponentieller gleitender Durchschnitt
  • Triple Exponential Moving Average
  • Hull Moving Average

Fazit: Trading mit dem Double Exponential Moving Average

Beim Double Exponential Moving Average handelt es sich um einen leistungsstarken Indikator, der vor allem zur Identifizierung von Trends eingesetzt wird. Darüber hinaus lassen sich ebenfalls Trendstärken und mögliche Trendumkehrungen identifizieren. Die Weiterentwicklung des EMA zeichnet sich dadurch aus, dass schnellere Handelssignale gegeben werden und es dementsprechend eine geringere Verzögerung gibt.

Zu den Vorteilen des Double Exponential Moving Average zählt ferner, dass er sich leicht kombinieren lässt und auf allen Märkten eingesetzt werden kann. Er ist nicht nur einfach zu interpretieren, sondern selbst für Anfänger leicht zu berechnen. Neben der Identifizierung von Trends und möglichen Trendumkehrungen dient der Double Exponential Moving Average ebenfalls als Widerstand oder Unterstützung, was eine weitere Hilfe für Trader darstellt.

Zu den wenigen Schwächen des Double Exponential Moving Average gehört, dass er mit einem zweiten Indikator kombiniert werden sollte. Zudem führt die schnelle Reaktionsfähigkeit insbesondere in Märkten mit sehr kurzfristigen Änderungen dazu, dass es zu viele Signale geben kann. Ähnliches gilt für Seitwärtsmärkte, denn dort steigt die Wahrscheinlichkeit von fehlerhaften Signalen.

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FAQ: Meist gestellte Fragen zum Double Exponential Moving Average

Wie unterscheidet sich der Double Exponential Moving Average vom einfachen EMA?

Der wesentliche Unterschied des Double Exponential Moving Average zum normalen EMA besteht darin, dass der DEMA noch einmal die Verzögerung erheblich reduziert. Er ist dementsprechend wesentlich reaktionsschneller als der EMA und liegt daher zeitlich näher am Kursverlauf.

Welche Signale liefert der Double Exponential Moving Average?

Der Double Exponential Moving Average kann verschiedene Signale liefern. So zeigt er insbesondere einen Auf- oder Abwärtstrend ein, kann jedoch ebenfalls die Trendstärke messen. Darüber hinaus liefert er sogenannte Umkehrsignale, die entsprechend auf eine Trendwende hindeuten können. Die Signallieferung erfolgt wiederum schneller als beim herkömmlichen EMA.

Eignet sich der Double Exponential Moving Average für das Daytrading?

Der Double Exponential Moving Average kann sehr gut zum Tageshandel eingesetzt werden. Der Grund besteht darin, dass er relativ zügig auf Kursänderungen reagiert, was eine wichtige Voraussetzung für Indikatoren ist, die von Daytradern in Anspruch genommen werden. Zeitnah Signale sind deshalb wichtig, weil Tageshändler naturgemäß sehr kurzfristig ihre Handelsentscheidungen treffen müssen.

Kann man den Double Exponential Moving Average an allen Märkten einsetzen?

Tatsächlich ist der Double Exponential Moving Average faktisch für alle Märkte geeignet. Sie können ihn sowohl bei Aktien als auch Indizes, Devisen und Kryptowährungen in Anspruch nehmen. Seine Stärken hat er in Trendmärkten, während es allerdings an Seitwärtsmärkten häufiger zu Fehlsignalen kommen kann.

Können Anfänger den Double Exponential Moving Average Indikator nutzen?

Der Double Exponential Moving Average ist nicht konzipiert, weder in seiner Berechnung noch im Hinblick auf seine Interpretation. Daher kann der DEMA auch von Anfängern in Anspruch genommen werden. Dazu kommt, dass er vergleichsweise zuverlässige Signale liefert, was gerade für Neulinge ein wichtiges Argument darstellt.

Worum handelt es sich beim sogenannten DEMA Crossover?

Von einem DEMA Crossover wird dann gesprochen, wenn die Linie des Double Exponential Moving Average den Kurs kreuzt. Alternativ gibt es auch dann ein DEMA Crossover, wenn ein kurzfristiger Double Exponential Moving Average einen längerfristigen kreuzen sollte. Das wäre typischerweise ein Anzeichen für eine kommende Trendwende.

Oliver Schoch
Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und er hat sich 2008 als Finanz-Journalist selbstständig gemacht. Seitdem verfasst er in Vollzeit als Freiberufler nahezu ausnahmslos Beiträge zu Finanz- und Wirtschaftsthemen wie Börse, Trading, Geldanlage, Vermögensaufbau, Versicherungen und Finanzierungen. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Ratgeber, Fachtexte, News, Blogbeiträge und eBooks auf Trading.de.
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