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Ende der 90er Jahre vom amerikanischen Finanztheoretiker Perry J. Kaufman entwickelt soll der Adaptive Moving Average Indikator als gleitender Durchschnitt vor allem die Volatilität des Marktes betrachten und so fehlerhafte Analysen vermeiden. Der häufig als AMA bzw. KAMA bezeichnete Indikator ist ein Trendfolgeindikator, mit dem sich Gesamttrends identifizieren lassen.

Alles Wichtige zum Kaufman Adaptive Moving Average Indikator

  • Eignet sich besonders gut zur Trend- und Trendwechselbestimmung
  • Einfach für Anfänger anwendbar
  • Anwendbar in verschiedenen Märkten und Zeitrahmen, auch in schwankungsarmen Situationen
  • Optimal kombinierbar mit anderen Indikatoren

Der Adaptive Moving Average dient allerdings nicht nur zur Identifikation vorhandener Trends, sondern kann ebenfalls Hinweise darauf liefern, ob eventuell ein Trendwechsel bevorsteht. Das wiederum können Trader nutzen, um für sie geeignete Ein- und Ausstiegssignale zu finden. Eine wesentliche Eigenschaft des Adaptive Moving Average Indikators besteht darin, dass er die Kurse des Basiswertes im Detail verfolgt, wenn die Volatilität relativ gering ist.

Zudem passt sich der AMA an, sollten die Schwankungen am Markt beim Basiswert größer werden. Deshalb wird auch von einem adaptiven gleitenden Durchschnitt gesprochen. Wichtig zu wissen ist, dass es zwei unterschiedliche Berechnungsmodi für diese adaptiven gleitenden Durchschnitte gibt, nämlich:

  • Kaufman Adaptive Moving Average (KAMA)
  • Adaptive Moving Average (AMA)

Daneben existiert mit dem Fractal AMA (FRAMA) eine weitere Alternative zum AMA.

Was sind die Vor- und Nachteile des Kaufman Adaptive Moving Average Indikators?

Der Kaufman Adaptive Moving Average Indikator zeichnet sich durch eine Reihe von Vorteilen aus, die ihn auch gegenüber einigen weiteren Indikatoren abgrenzen. Daher ist der AMA durchaus beliebt und kann vor allem die nachfolgenden Vorzüge aufweisen.

Vorteile

  • Leicht anpassbar an die Marktbedingungen
  • Empfindlichkeit anpassbar
  • An allen Märkten einsetzbar
  • Mit weiteren Indikatoren kombinierbar
  • Relativ einfache Installation
  • Glattere Darstellung der Kursdaten

Nachteile

  • Häufiger Fehlsignale, insbesondere bei extrem hoher Volatilität und/oder plötzlichen Spitzen
  • Zeitliche Verzögerungen vor allem beim Erkennen von Trendumkehrungen
  • Komplizierte Berechnung
  • Zweiter Indikator zur Bestätigung sehr empfehlenswert

Einen deutlichen Vorzug sehen Trader beim Adaptive Moving Average darin, dass er an die Marktbedingungen angepasst werden kann. Damit unterscheidet er sich von vielen gewöhnlichen Moving Averages, bei denen feste Perioden verwendet werden. Diese sind jedoch oftmals nicht für alle Marktumgebungen optimal geeignet.

Demgegenüber hat der Adaptive Moving Average die Fähigkeit, seine Sensibilität an die Volatilität des Marktes anzupassen. Dadurch wird erreicht, dass vorhandene Trends noch besser erfasst werden können. Gibt es eine vergleichsweise hohe Volatilität am Markt, reagiert der Indikator in größerem Umfang auf Preisänderungen, ist jedoch auf der anderen Seite bei niedrigerer Schwankungsbreite weniger reaktiv.

Ein weiterer Vorteil ist die gute, adaptive Empfindlichkeit, so dass der Adaptive Moving Average als flexibler Indikator gilt. Darüber hinaus kann man ihn an allen Märkten einsetzen und gut mit weiteren Indikatoren kombinieren. Zudem zeichnet er sich dadurch aus, dass er im direkten Vergleich mit anderen Moving Averages eine noch „glattere“ Darstellung der Kursdaten möglich macht.

Seine Schwächen hat der Adaptive Moving Average Indikator vor allem bei einer extrem hohen Volatilität oder bei plötzlich auftauchenden Spitzen. Dann kann es häufiger zu Fehlsignalen kommen. Darüber hinaus hinkt der AMA etwas hinterher, wenn es um ein möglichst frühzeitiges Erkennen eventueller Trendumkehrungen an den Märkten geht.

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Interpretation & Trading Signale mit dem Adaptive Moving Average Indikator

Die grundlegende Annahme des Kaufman Adaptive Moving Average Indikators besteht darin, dass eine Trendlinie innerhalb eines relativ schwankungsbreiten Marktes in größerem Umfang zurückbleiben muss, damit keine Störung durch regelmäßige Kursbewegungen erfolgt.

Ist die Volatilität hingegen niedriger, darf die Trennlinie in geringerem Abstand an die Richtung des Kurses herangeführt werden. Damit Sie als Trader Trends möglichst gut und erfolgreich erkennen, sollte der Moving Average relativ kurz gewählt werden. Im Hinblick auf die Trendrichtung ist die Interpretation des KAMA relativ einfach und sieht wie folgt aus:

  • Steigender Kaufman Adaptive Moving Average Indikator → Aufwärtstrend
  • Fallender Kaufman Adaptive Moving Average Indikator → Abwärtstrend
  • Adaptive Moving Average Indikator wechselt seine Richtung → Trendumkehr möglich

Sollte der AMA nahezu horizontal verlaufen, würde das einen Seitwärtsmarkt signalisieren. Bei der Bewegung der Indikatorlinie nach oben oder unten ist ferner zu berücksichtigen, ob der jeweilige Kurs des Basiswertes ober- oder unterhalb der sich bewegenden Linie liegt. Ein relativ eindeutiger Aufwärtstrend zeigt sich zum Beispiel dann, wenn sich die Linie des KAMA nach oben bewegt und die Kurse des Basiswertes größtenteils darüber liegen.

Bei der Interpretation des Adaptive Moving Average Indikators suchen die Analysten nach unterschiedlichen Konstellationen, insbesondere:

  • Preiskreuzungen
  • Richtungsänderungen
  • Gefilterte Signale

Lässt sich zum Beispiel ein Kreuz oberhalb oder unterhalb des KAMA erkennen, wäre das durch die Interpretation ein Hinweis auf mögliche Änderungen in der Kursrichtung. Alternativ oder zusätzlich lässt sich durch den Adaptive Moving Average jedoch ebenfalls der Gesamttrend für den Basiswert erkennen.

Handelssignale beim Adaptive Moving Average Indikator

Die zuvor genannte Interpretation ist verständlich und einfach. Sie sollten allerdings nicht sofort handeln, nur weil der Kaufman Adaptive Moving Average zum Beispiel einen Aufwärtstrend signalisiert. Gehen Sie so für die Eröffnung einer Long-Position sicher, dass die nachfolgenden Bedingungen für entsprechende Handelssignale erfüllt sind:

  • Kurs des Basiswertes liegt oberhalb des KAMA
  • Es bildet sich auf dem MA ein blauer Punkt → Signal zum Eröffnen einer Long-Position
  • Warten, bis die Kerze geschlossen ist

Genauso gibt es auf der anderen Seite Bedingungen, die zunächst erfüllt sein sollten, falls Sie eine Verkaufsorder an den Markt geben möchten. Das sind entsprechend die folgenden Punkte:

  • Kurs des Basiswertes liegt unterhalb des KAMA
  • Es bildet sich auf dem MA ein roter Punkt → Signal zum Eröffnen einer Short-Position bzw. Verkauf
  • Warten, bis die Kerze geschlossen ist

Wie lautet die Formel zur Berechnung des Kaufman Adaptive Moving Average?

Die Berechnung des Adaptive Moving Average Indikators ist relativ kompliziert. Sie besteht aus insgesamt drei Schritten, die nacheinander absolviert werden müssen, nämlich:

  1. Ermitteln des Effizienzverhältnisses
  2. Berechnung der Glättungskonstante
  3. Berechnung des KAMA

Beginnen wir damit, das so genannte Effizienzverhältnis zu ermitteln. Auf diese Weise wird die aktuelle Lage am Markt definiert. Das Effizienzverhältnis, kurz ER, liegt zwischen 0 und 1. Ist der Kurs des Basiswertes für einen Zeitraum von 10 Perioden verändert, wäre das Effizienzverhältnis gleich 0.

Würde sich hingegen der Kurs in zehn aufeinanderfolgenden Zeiträumen in eine Richtung bewegen, wäre das ER gleich 1. Auf dieser Basis ergibt sich folgende Formel zur Berechnung des Effizienzverhältnisses mit der empfohlenen Periodenanzahl 10:

ER = Veränderung/Volatilität

Zuvor wird die Veränderung wie folgt ermittelt:

Veränderung = Absoluter Wert [Schlusskurs – Schlusskurs (letzte 10 Perioden)]

Auch die Volatilität muss wiederum zuvor ermittelt werden, nämlich mit folgender Berechnung:

Volatilität = 10 Perioden (Schluss – vorheriger Schluss)

Nun geht es zum zweiten Schritt der Berechnung, nämlich der Ermittlung der Glättungskonstante. Das wird für jede Periode separat vorgenommen, wobei der zuvor ermittelte Wert (Effizienzverhältnis) genutzt wird. Hinzu kommen zwei Glättungskonstanten, so dass sich dieser Teil der Formel wie folgt berechnet:

SC= [ER x (Schnellster SC – Langsamster SC) + Langsamster SC]2

Der hier genutzte 30-Perioden EMA ist für den langsamsten ENA stärkstens zu empfehlen. Die schnellste Glättungskonstante ist hingegen der 2-Perioden-EMA. Die Abkürzung „SC“ steht dabei für die Glättungskonstante.

Im dritten Schritt der Berechnung des Kaufman Adaptive Moving Average Indikators geht es nun den eigentlichen AMA. Dafür werden die zuvor berechneten Glättungskonstante sowie das Effizienzverhältnis genutzt, so dass die abschließenden Formel lautet:

KAMAi = KAMAi-1 + SC x (Preis – KAMAi-1)

In der Formel stellt die Abkürzung „KAMAi“ den Wert der aktuellen Periode dar, während mit „KAMAi-1“ der Wert des KAMA für die Periode vor dem berechneten Zeitraum gemeint ist. Trotz der komplizierten Formel können Sie entspannt bleiben, denn natürlich müssen Sie die Berechnung nicht selbst vornehmen. Sie können den Indikator einfach bei der entsprechenden Handelsplattform in den Chart einfügen.

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Anwendungsmöglichkeiten & Trading mit dem Adaptive Moving Average Indikator

Die Anwendungsmöglichkeiten beim Trading sind mit dem Adaptive Moving Average relativ vielfältig und flexibel. Das ist vor allem auf die gute Anpassbarkeit zurückzuführen, die es im Hinblick auf die unterschiedlichen Märkte gibt. Beliebt ist der AMA vor allem als Trendindikator, um bei vorhandenen Trends in den Markt einzusteigen. Aber auch zum Erkennen einer Trendumkehr wird er in der Praxis verwendet.

An welchen Märkten kann der Adaptive Moving Average eingesetzt werden?

Grundsätzlich ist der KAMA für den Einsatz an allen Märkten sehr gut geeignet. Sie können ihn beispielsweise nutzen, wenn Sie mit Devisen, CFDs oder Kryptowährungen handeln möchten. An all diesen Märkten gibt es Schwankungsbreiten und Trends bei Basiswerten, die sich mit dem KAMA erkennen lassen.

Strategie mit dem Adaptive Moving Average am Beispiel erklärt

Es gibt eine Reihe an Strategien, für welche Sie den Adaptive Moving Average in Anspruch nehmen können. Wichtig ist, dass Sie vor der Umsetzung Ihrer persönlichen Handelsstrategie mit dem AMA einige Bedingungen berücksichtigen, wie zum Beispiel:

  • Vorherrschende Preistrends
  • Impulsänderungen
  • Geglättete Änderungen
  • Besonderheiten im Hinblick auf die Dynamik
  • Volatilität der Basiswerte im Tagesverlauf

Ist die Volatilität relativ hoch, sollten Sie die Periode für den AMA auf 7 bis 14 festlegen. Eine relativ einfache Strategie auf Grundlage des Adaptive Moving Average Indikators besteht darin, dass Sie versuchen, die zukünftige Ausrichtung des Basiswertes zu erkennen.

Steigt dann der Kurs und befindet sich oberhalb des Moving Average, ist das in vielen Fällen ein Kaufsignal. Sie können diese Strategie grundsätzlich bei jedem gleitenden Durchschnitt anwenden. Jedoch haben Sie beim KAMA den Vorteil, dass die Signale in der Regel zuverlässiger sind.

Parameter & Einstellungsmöglichkeiten

Beim Kaufman Adaptive Moving Average Indikator gibt es einige Parameter und Einstellungsmöglichkeiten, die Sie verwenden können. Das sind insbesondere:

  • Price: Damit wird der AMA berechnet
  • Fast Length: Länge des Moving Average, die identisch mit dem minimal möglichen Effizienzverhältniskoeffizienten ist
  • Slow Length: Länge des Moving Average, die identisch mit dem maximal möglichen Effizienzverhältniskoeffizienten ist
  • Eff Ratio Length: Periode, für die das Effizienzverhältnis ermittelt wird
  • Modi: Entscheidung für den Berechnungsmodus, entweder KAMA oder AMA

Auf diese Weise können Sie viele individuelle Einstellungen vornehmen, um den Indikator so gut wie möglich an die Marktverhältnisse und letztendlich auch den Basiswert anzupassen.

Trendbestimmung mit dem Adaptive Moving Average Indikator

Da es sich beim Adaptive Moving Average um einen Trendindikator handelt, wird dieser naturgemäß in erster Linie genutzt, um vorhandene Trends zu erkennen. Darüber hinaus gibt es jedoch weitere Eigenschaften, die der AMA im Zusammenhang mit der Trendbestimmung hat, so dass sich die folgenden Situationen bestimmen lassen:

  • Identifikation bestehender Trends
  • Hinweise auf eventuellen Trendwechsel
  • Aufwärts- oder Abwärtstrend
Gut zu wissen!
Am häufigsten wird der KAMA genutzt, um zum Beispiel an einem Beginn des Aufwärtstrends in den Markt einzusteigen oder vor einer möglichen Trendumkehr die entsprechende Handelsaktivität auszuüben.
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Kaufman Adaptive Moving Average Indikator die Software einfügen

In vielen Handelssoftwares ist der Adaptive Moving Average Indikator standardmäßig enthalten, so zum Beispiel bei:

  • MetaTrader 4
  • MetaTrader 5
  • TradingView
GBE Brokers MetaTrader

Wenn Sie den KAMA zum Beispiel in den Chart beim MetaTrader einfügen möchten, wählen Sie zunächst in der Menüleiste „Einfügen“. Anschließend selektieren Sie „Indikatoren“ und finden dort unter den Trendindikatoren den Adaptive Moving Average. Sie können anschließend die zuvor angesprochenen Einstellungen vornehmen.

Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Indikatoren

Ein Vorzug des Adaptive Moving Average Indikators besteht darin, dass er sich gut mit anderen Indikatoren kombinieren lässt. Das können zum Beispiel Handelsindikatoren sein, die ebenfalls etwas über die Richtung eines Trends anzeigen, so dass faktisch eine Bestätigung der KAMA-Signale vorgenommen werden kann. Somit kann zum Beispiel eine Kombination mit den folgenden Indikatoren sinnvoll sein:

Weitere Alternativen zum Adaptive Moving Average

Die Alternativen zum Adaptive Moving Average finden sich insbesondere in der gleichen Gruppe von Indikatoren, dementsprechend unter den Trendindikatoren. Aber auch Indikatoren, die nicht unbedingt die Trendfolge im Fokus haben, jedoch dennoch zur Trendbestimmung genutzt werden, können relevant sein. In diese Gruppe fallen unter anderem die folgenden Indikatoren:

Fazit: Trading mit dem Kaufman Adaptive Moving Average Indikator

Der Adaptive Moving Average von Kaufman dient als Trendindikator vor allem dazu, Trends an den Märkten sowie deren Richtung zu erkennen. Ferner kann er ebenfalls genutzt werden, um eine mögliche Trendumkehr zu prognostizieren. Ein wesentlicher Vorteil besteht darin, dass der AMA eine zusätzliche Glättung vornimmt und sogenanntes Marktrauschen ausgeblendet wird.

Zu den weiteren Vorzügen des AMA zählt, dass dieser an allen Märkten eingesetzt werden kann und zudem mit zahlreichen Indikatoren kombinierbar ist. Er liefert sowohl bei einer geringeren als auch größeren Schwankungsbreite gute Signale. Fehler treten vor allem bei überdurchschnittlicher Volatilität und Preisspitzen auf.

Die Berechnung des Indikators ist relativ kompliziert. Für Trader ist das jedoch in der Regel kein Hindernis für die Anwendung, denn die Ermittlung muss nicht manuell vorgenommen werden. Eine Schwäche des AMA besteht darin, dass es beim Erkennen von möglichen Trendumkehrungen vergleichsweise verzögerte Signale geben kann.

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Häufig gestellte Fragen (FAQs) zum Adaptive Moving Average:

Was misst der Adaptive Moving Average Indikator?

In erster Linie misst der Adaptive Moving Average Indikator das Vorhandensein eines Trends und dessen Richtung, wobei auch die Volatilität des Basiswertes berücksichtigt wird. Der KAMA wird aus zwei gleitenden Durchschnitten gebildet, wobei allerdings eine zusätzliche Glättung und damit das Vermindern des Marktrauschens stattfinden

Kann ich durch den Adaptive Moving Average Trendumkehrungen erkennen?

Auch wenn der AMA in erster Linie zur Trendfolge genutzt wird, lassen sich mit ihm dennoch eventuelle Trendumkehrungen erkennen. Das ist unter der Voraussetzung möglich, dass der Adaptive Moving Average seine Richtung ändert. Dann verdichten sich die Zeichen, dass auch der Kurs des Basiswertes eine Richtungsänderung vollziehen wird.

Was ist der Unterschied zwischen dem AMA und einem gewöhnlichen Moving Average?

Der Unterschied zwischen dem Adaptive Moving Average und einem gewöhnlichen gleitenden Durchschnitt ist vor allem, dass der AMA das Marktrauschen herausfiltert. Damit soll das Identifizieren falscher Trends verhindert werden, was normale Moving Averages in dieser Form nicht leisten können. Darüber hinaus ist die zeitliche Verzögerung beim AMA geringer, wenn es um das Prognostizieren von Trends geht, als es bei gewöhnlichen MA der Fall ist.

Was sind die Stärken des Adaptive Moving Average Indikators?

Eine Hauptstärke Adaptive Moving Average Indikators ist dessen Anpassungsfähigkeit. Die Moving Averages lassen sich an die Marktbedingungen anpassen, was bereits mit der zusätzlichen Glättung beginnt. Darüber hinaus gibt es mehrere Parameter und Einstellungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel im Hinblick auf die genutzten Perioden. Ebenfalls vorteilhaft ist, dass Sie den AMA an allen Märkten einsetzen und mit verschiedenen Indikatoren kombinieren können.

Was sind die Schwächen des Kaufman Adaptive Moving Average Indikators?

Eine wesentliche Schwäche besteht beim Adaptive Moving Average Indikator trotz der zusätzlichen Glättung darin, dass es vor allem in Märkten mit sehr hoher Volatilität oder plötzlichen Spitzen zu Fehlsignalen kommen kann. Darüber hinaus gibt es zeitliche Verzögerungen, wenn es um das (rechtzeitige) Erkennen von Trends und vor allem einer Trendumkehrung geht. Ferner sollte der AMA stets mit einem weiteren Indikator kombiniert werden.

Oliver Schoch
Oliver Schoch ist gelernter Bankkaufmann und er hat sich 2008 als Finanz-Journalist selbstständig gemacht. Seitdem verfasst er in Vollzeit als Freiberufler nahezu ausnahmslos Beiträge zu Finanz- und Wirtschaftsthemen wie Börse, Trading, Geldanlage, Vermögensaufbau, Versicherungen und Finanzierungen. Zu seinem Repertoire zählen u.a. Ratgeber, Fachtexte, News, Blogbeiträge und eBooks auf Trading.de. Er ist experte für CFDs sowie Optionen und Technische Analyse.
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