Trendkanal – Definition & Erklärung

INHALTSÜBERSICHT

Beim Trendkanal werden verschiedene Arten voneinander unterschieden. Dieser Artikel erklärt Ihnen, was ein Trendkanal ist und zeigt Beispiele auf.

Trendkanal

Was ist ein Trendkanal?

Der Trendkanal gilt als Chartformation, die innerhalb von Charts von börsengehandelten Wertpapieren in Erscheinung tritt. Trendkanäle werden von Chartanalysten genutzt, um Prognosen über eine zukünftige Entwicklung von Kursen eines Basiswerts zu erstellen sowie Set-ups, die handelbar sind, herzuleiten. Wichtig ist der Kursbereich zwischen der Unterstützungslinie und der Widerstandslinie. Normalerweise gibt es eine Parallele zwischen den zwei Linien.

Ein signifikantes Durchbrechen durch eine von den zwei Linien galt in früheren Zeiten als ein starkes Kauf- sowie Verkaufssignal. In unterschiedlichen Lehrbüchern gibt es nach wie vor die Drei-Prozent-Durchbruchsregel. Bei der aktuell vorhandenen Marktgeschwindigkeit kann diese Regel jedoch einer Vernachlässigung unterliegen, weil selbst ein Schwanken von drei Prozent eine Größen-Ordnung ist, welche als exorbitant bezeichnet werden kann. Trendkanäle gelten mit Sicherheit als spannende Phänomene, wichtiger sind allerdings stets die Trendlinien. Trendkanäle mit Richtigkeit zu zeichnen, stellt keine Raketenwissenschaft dar.

Footprint Chart mit dem Smarttape
Footprint Chart mit dem Smarttape

Chartmuster kann ich in der Praxis eher nicht empfehlen. Der Grund ist, dass alle Trader Trendlinien unterschiedlich definieren. Dadurch ist die Aussagekraft nicht überwältigend. In manchen gut ausgewählten Lagen können Trendkanäle jedoch genutzt werden, um lohnende und risikoarme Set-ups zu initiieren. Sie sind auch für Trading-Anfänger nützlich, um Kurstrends besser zu visualisieren. Börsen-Trendkanäle optimal aufzuzeichnen, geschieht relativ einfach. Kennen Sie die drei besten Trendkanal-Handelstipps? Wenn nicht, ist es an der Zeit. Sie brauchen lediglich eine klare Definition, um die bekannten Chartmuster duplizierbar sowie nutzbar zu machen. Ich zeige Ihnen jetzt sämtliche Varianten eines Trendkanals. Weiter erkläre ich Ihnen, wie Sie diese erfolgreich für Ihr Trading nutzen können.

Trendkanal Beispiele

Abhängig von der Trendkanal-Neigung nennt sich der Trendkanal:

  • Seitwärts
  • Aufwärts- beziehungsweise
  • abwärtsgerichtet

Im Seitwärtstrendkanal liegen der Hoch- sowie der Tiefpunkt auf demselben Kursniveau. In der Lage wird vonseiten der Charttechniker von einer Handelsspanne gesprochen. Im Aufwärtstrendkanal befindet sich jeder Tief- und Hochpunkt auf einem höher liegenden Preisniveau als der vorherige. Der Abwärtstrendkanal ist durch eine Abfolge von absteigenden Tiefs sowie Hochs geprägt. In einem Aufwärtstrendkanal muss es möglich sein, zumindest höhere Preistiefs im Chart zu verbinden. Ist dies möglich, erfährt die resultierende Trendlinie eine Spiegelung nach oben.

So entwickelt sich der Aufwärtstrendkanal beziehungsweise lange Trendkanal. Ein exakter rechteckiger Bildband-Trendkanal wird immer durch die parallel gezogenen Trendlinien gebildet. Eine zusätzliche Trendkanal-Definition verbindet lediglich genau übereinstimmende Kursextremstellen innerhalb des Kurscharts. Auf der Abwärtsseite haben sich wiederum die Tiefs und auf der Aufwärtsseite dieses Mal ebenso die Hochpunkte zu verbinden. Exakt dasselbe, allerdings spiegelverkehrt, ist für Abwärtstrendkanäle gültig. Bei einer letzten Trendkanal-Definition werden ebenfalls perfekte rechteckige Zonen von Preisen gebildet.

Solche Trendkanäle können aber auch ganz alternative Arten annehmen. In dem Fall sind die von Chartanalytikern verwendeten Bezeichnungen:

  • Flaggen
  • Wimpel
  • Dreiecke sowie
  • Megaphone

Wimpel und Flaggen werden durch fallende Höchststände beim Aufwärtstrend sowie steigende Tiefststände beim Abwärtstrend gekennzeichnet. Kein neues Preisextrem ist erzielbar. Daher ist ein Wimpel oder eine klassische Flagge als Trendpause sowie nicht als eigenständiger, übergeordneter Trend zu klassifizieren. Auf andere Weise geschieht dies mit der Chartformation Megaphon. Bei der Trendkanalvariante werden von den Kursen neue Hochs und neue lokale Tiefs ausgebildet. Dieses Trading-Set-up ist also nicht unbedingt trendbestätigend und liefert einen Hinweis auf eine höhere Preisvolatilität. Dies tritt häufig am langen Trendende auf. Vonseiten des Megahone-Trendkanals werden daher sowohl trendumkehrende als auch trendbestätigende Set-ups geboten. Das hängt davon ab, wo sich die Megahone im Verhältnis zum größeren Chart bilden. Trendkanäle bieten Ihnen drei wichtige Trading-Set-ups, die Sie mit allen Arten von Trendkanälen handeln können.

Hierzu gehören Folgende:

  • Bounce Trendkanal 
  • Breakthrough Trendkanal 
  • Pullback Trendkanal 

Zu den Trendkanal-Setups gehört der Bounce Trade. Sie spekulieren dabei darauf, dass sich die Kurse weiterhin im Trendkanal bewegen werden. Bei einem Trendline Bounce Set-up kaufen Sie, sobald die Kurse mehr oder weniger die sich unterhalb befindliche Kanalgrenze berühren. Wenn Kurse eine obere Trendkanalbegrenzung berühren, verkaufen Sie. Als Ziel des Gewinns können Sie die Trendkanalmitte beziehungsweise die gegenüberliegende Begrenzung des Kanals auswählen. Den anfänglichen Stop-Loss setzen Sie mit ein wenig Abstand außerhalb der Kanalbegrenzung. Bestenfalls verfeinern Sie Ihr Trendkanal-Trading durch ein sauber geführtes Trading-Journal stückweise.

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