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Aktienhandel lernen kann sich für jeden lohnen. Im Gegensatz zum Sparen von Geld auf der Bank, macht man an der Börse schneller und in höherem Ausmaß Gewinn. Wer die Grundfunktionen und Dynamiken am Markt versteht, kann sein Vermögen gezielt in Aktien oder in andere Positionen anlegen und damit kurz- oder langfristig Geld vermehren.

Aktienhandel lernen für Anfänger

In diesem Artikel zeige ich dir, wie du mit dem Aktienhandel beginnen kannst, was die Börse überhaupt ist und mit welchen Anlagestrategien man dabei operieren kann. Wir werfen ebenfalls einen Blick auf die Chancen und Risiken sowie auf die besten Broker, die für Anfänger Vorteile bieten.

So gehst du vor:

  1. Brokerwahl: Suche dir einen vertrauenswürdigen Broker heraus und eröffne ein Konto
  2. Kontoverifizierung: Verifiziere deine Adresse
  3. Einzahlung: Lade Geld auf das Konto bei deinem Broker auf
  4. Analyse: Analysiere die Aktien in den Charts bei Brokern wie Freedom24 und XTB
  5. Aktien handeln: Füge die Aktien mit wenigen Klicks deinem Portfolio hinzu

Definition: Was ist Aktienhandel?

Beim Aktienhandel tauschen die beteiligten Händler Anteile von einem Unternehmen, genauer gesagt einer Aktiengesellschaft aus und erhoffen sich dabei in der Long-Position ein Wachstum des Wertes. Wer nun zum Inhaber der Aktie wird, ist gleichzeitig Teilhaber am Unternehmen und kann somit auch auf der Hauptversammlung abstimmen. Zudem hat er bei einigen AGs die Möglichkeit, eine Gewinnbeteiligung, die Dividende, einzunehmen.

Aktienhandel
Im Aktienhandel orientiert man sich meist an langen Trends

Umso beliebter eine Aktie bzw. die Nachfrage nach dem Wertpapier wird, desto stärker ziehen die Preise an. Das Angebot verringert sich in diesem Moment und die Market Maker können wesentlich mehr verlangen. Die grundsätzliche Idee des Aktienhandels ist es also, preiswert ein Wertpapier zu kaufen, auf eine positive Wertentwicklung zu warten und es dann zu einem höheren Preis wieder an der Börse abzugeben. Dieser Prozess kann sich im Rahmen des Buy and Hold Ansatzes über Monate und Jahre hinweg ziehen.

Aktienhandel lernen Schritt für Schritt:

Mit Aktien handeln lernen ist ein Vorhaben, welches man strukturiert angehen sollte. Zunächst einmal lesen sich die Anfänger und angehenden Aktionäre in das Thema allgemein ein. Als nächstes beschäftigt man sich etwas eingehender mit den verschiedenen Strategien von Buy and Hold über Value und Growth Investing bis hin zu Social Trading. Diese Methoden sollte jeder, der später erfolgreich investieren möchte, in einem Aktien Demokonto einüben.

In den folgenden Abschnitten erfährst du alles darüber, wie du mit dem Aktien Handeln beginnst und welche Faktoren du vor deinem ersten Aktienkauf in Betracht ziehen solltest.

Wie kann man Aktien handeln?

Generell kann man sich als Privatanleger für den Aktienhandel an eine Bank oder einen Broker wenden. Als Grundregel kannst du dir merken, dass es bei einer Bank immer teurer ist, wenn du mit Aktien handeln willst. Hier gibt es häufig hohe Gebühren für die Depotführung, die einzelnen Orders und die Verwahrung der Wertpapiere.

Online Broker bieten eine modernere Form des Aktienhandels an. Hier eröffnest du dein Konto meist kostenlos per App und hast flexiblen Zugang zu deinem Portfolio. Orderkosten sind bei den Anbietern meist selten und wenn, dann eher gering. Neben den Aktien hast du bei Brokern auch Zugriff auf die Aktien CFDs, welche eine Nachbildung der Originalwerte sind und etwas individueller von Anlegern genutzt werden können.

In Aktien investieren

In Aktien investieren bedeutet, sein Vermögen gezielt in Aktiengesellschaften anzulegen und es durch die Wertentwicklung zu vermehren. Eine Investition wird dabei meist im Sinne einer langfristigen Geldanlage verstanden. Man lässt das Geld auf einer gewissen Position liegen, um später damit Gewinne machen zu können.

Zu diesem Zweck schaut man sich meist bei klassischen Value Wertpapieren um. Eine solche Buy and Hold Strategie geht davon aus, dass gewisse Aktien im Moment preiswert zu haben sind und ein hohes Potential für Wachstum in der Zukunft aufweisen. Man vergleicht also den inneren Wert (Gewinn pro Aktie, Cashflow, Buchwert etc.) mit dem Preis am Markt und kann auf dieser Basis mit den Aktien handeln.

Wichtig ist immer, dass man nicht nur in eine Aktie investieren sollte. Wenn man auf die letzte Dekade zurückblickt, fallen natürlich die starken Sprünge von Firmen wie NVIDIA, Amazon, Apple, Alphabet, Meta & Co. auf. Man kann sich jedoch nie 100 Prozent sicher sein, dass die einzelne Aktiengesellschaft zu einem echten Tenbagger wird. Daher ist es wichtig, dass du dein Kapital breit streust und auf mehrere Positionen verteilst: Auf diese Weise senkst du das Risiko.

Was ist ein Tenbagger?
Bei einer Tenbagger Aktie handelt es sich um ein Wertpapier, welches seinen Kurs mindestens um das Zehnfache erhöht. Man verzehnfacht also den ursprünglichen Einsatz oder macht sogar noch mehr Geld damit. In der Realität sind echte Tenbagger nur schwer frühzeitig zu entdecken. Wenn sich die Aktie bereits auf dem Wachstumskurs befindet, ist es in vielen Fällen bereits zu spät für den Kauf.

Aktienhandel ausgeführt: So platzierst du Orders Schritt für Schritt

Es gibt zwei Arten, mit denen man über Wertpapiere Geld verdient. Einerseits geben viele Aktiengesellschaften Dividenden als Gewinnbeteiligung heraus. Andererseits ist der klassische Aktienhandel die Basis für die zu erwirtschaftenden Gewinne. Aktien handeln bedeutet in diesem Fall, dass man die Positionen günstig einkauft und sie teurer verkauft. Die Differenz zwischen Einstiegskurs und Verkaufspreis ist dann der Gewinn.

1. Aktie auswählen:

Zunächst einmal suchst du dir die gewünschte Aktie über die entsprechende Maske heraus oder lässt dir im Segment „Entdecken“ interessante Vorschläge machen. Mit einem Klick öffnest du nun das Profil und kannst hierin tiefgründigere Analysen anstellen. Teil der Seite sind u. a. eine kurze Beschreibung der Firma, die aktuellen Kurse, Kennzahlen und ein Chart für die Anwendung der Indikatoren.

Aktien
Analyseseite von Aktien bei eToro: Der „Traden“-Button führt zur Kaufmaske

2. Betrag oder Anzahl angeben:

Mit einem Klick auf den Button „Traden“ oder „Kaufen“ öffnet sich eine neue Maske, in welcher du nun genauere Angaben zu deinem Kauf machst. Gib hier z. B. die Anzahl an Aktien an, welche du in das Portfolio aufnehmen möchtest. Alternativ lassen sich auch Kaufbeträge eingeben.

Aktien kaufen
Kaufmaske bei eToro: Hier gibst du die Anzahl der Aktien ein

3. Automatisierte Funktionen auswählen

Auf Wunsch fügst du eine automatisierte Kauf- und Verkaufsfunktion ein. Sehr beliebt sind die Limit Orders, bei denen du einen Preis festlegst, zu dem die Position sofort eingekauft werden soll. Mit Stop Loss und Take Profit bestimmst du den Ausstieg vorab. Die beiden Funktionen legen einen Wert fest, ab dem die Aktien wieder verkauft werden. Stop Loss fügt dabei eine Verlustbegrenzung ein und bei Take Profit wird der Gewinn ab einem gewissen Wachstum mitgenommen.

Stop Loss
Stop Loss angeben

4. Eventuell Hebel einfügen (meist Wechsel zu CFD-Trade)

Viele Broker bieten dir einen Hebel an. Dabei schießt dir der Anbieter einen teils hohen Anteil zu, damit sich deine möglichen Gewinne multiplizieren. Wenn du z. B. mit Margin von 1:5 oder x5 handelst, trägst du insgesamt einen Anteil als Sicherheitsanlage und vier weitere werden vom Broker gestellt. Wichtig zu wissen ist, dass das Einschalten des Hebels meist zu einem Wechsel der Instrumente führt. So wird aus der Aktie schnell ein CFD und du kaufst somit keinen tatsächlichen Unternehmensanteil.

margin
Hebel einstellen bei eToro

5. Auftrag platzieren

Hast du nun alle Details angegeben, klickst du nun noch auf „Auftrag platzieren“ oder „Order einleiten“, um das Wertpapier zu kaufen. Sobald du diesen Vorgang vollzogen hast, ist der Aktienhandel durchgeführt und das Papier befindet sich in deinem Depot.

Auftrag platzieren
Auftrag platzieren bei eToro

6. Aktien verkaufen

Die Aktien zu verkaufen, ist mindestens genauso einfach. In diesem Fall gehst du einfach in dein bestehendes Portfolio beim Broker hinein und klickst auf „verkaufen“. Nun kannst du bestimmen, wie viel Stück der Wertpapiere du wieder veräußern möchtest.

verkaufen
Aktien verkaufen

CFDs, Optionen, Anleihen, Aktienfonds und mehr: Welche Anlageklassen gibt es neben Aktien?

Aktien handeln lernen bedeutet auch, dass du dich mit den anderen Anlageklassen auseinandersetzen solltest. Gerade Einsteiger können dadurch ihren Horizont erweitern und zu einem optimierten Portfolio gelangen. Indem man neben den Aktien zum Beispiel auch ETFs, Anleihen, Optionen, Fonds und CFDs mit ins Depot aufnimmt, kann man die Investition noch besser diversifizieren und das Risiko von Verlusten an der Börse reduzieren.

ETFs

Eine praktische Ergänzung zum Aktienhandel sind die ETFs. Diese börsengehandelten Fonds werden in einem regelmäßigen Rhythmus durch den Algorithmus überprüft und in Bezug auf einen Index verändert. Somit landen stets die stärksten Aktien im Fonds und sorgen für ein stabiles Wachstum.

ETF Trading
ETF Auswahl bei eToro

ETFs, die sich auf den Gesamtmarkt beziehen, sind extrem beliebt und gehen mit relativ wenig Risiko einher. Hier kann man vergleichsweise sicher Kapital anlegen und mit einer soliden Wertentwicklung rechnen. Wichtig ist es aber, das Geld für einen längeren Zeitraum auf dem ETF liegen zu lassen.

ETFs sind ein hervorragendes Instrument, um Anlegern den Einstieg zu erleichtern. Sie können hier etwas für ihr Vermögen in der Zukunft machen und gleichzeitig die Dynamiken an der Börse erlernen. Auf dieser Basis lassen sich im nächsten Schritt die Aktien handeln.

Klassische Fonds

Klassische Fonds werden aktiv von einer Management-Gesellschaft verwaltet. Die Experten haben hier eine tiefgründige Einsicht in die Veränderungen an der Börse und tauschen den Inhalt des Aktienfonds sehr gezielt aus. Dadurch kommt es zu keiner übermäßig breiten Streuung und es wird einfacher, den Markt zu outperformen.

Ein Nachteil an den klassischen Fonds gegenüber den ETFs sind aber die Kosten. Für die aktive Verwaltung fallen deutlich höhere Gebühren an, welche man in seine Renditeberechnung mit einbeziehen muss. Wer lediglich für ein Jahr investieren möchte, könnte mit einem solchen Produkt eventuell schlecht beraten sein.

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Eröffne ein kostenloses Aktien Depot bei Freedom24(Risikohinweis: Ihr Kapital kann gefährdet sein)

Anleihen

Anders als Aktien von Unternehmen werden die Anleihen von Staaten herausgegeben. Diese leihen sich von den Anlegern Geld und geben dieses später mit festen Zinsen zurück. Letztere bekommst du im vollen Umfang, aber nur, wenn du für die gesamte Laufzeit investiert bleibst.

Anleihen gelten generell als sehr sicher, können aber auch ein gewisses Risiko aufweisen. Das betrifft vor allem die Bonds von instabilen und autoritär geführten Staaten. Diese könnten durch hohe Zinsen Investoren anlocken, sie aber am Ende der Laufzeit schlicht und ergreifend um ihre Gewinne prellen.

CFDs

Wenn du CFDs kaufst, wirst du nicht mit Aktien handeln. Die Differenzkontrakte sind nämlich keine echten Anteile an Unternehmen, sondern lediglich Nachbildungen. Sie replizieren die Kurse des Originals und du schließt auf diese Schwankungen einen Vertrag mit den Online Brokern ab.

Je nachdem, wie viel du investierst hast, verändert sich der Wert deines CFDs anteilig. Wenn du zum Beispiel für 50 Euro Aktien CFDs kaufst, deren Bezugsgröße eigentlich 500 Euro kostet und der Wert an der Börse auf 550 Euro steigt, machst du mit deinem Differenzkontrakt 5 Euro gut.

Beachte, dass du bei vielen Online Brokern höhere Gebühren auf Aktien CFDs als auf Aktien bezahlen musst. Oft fallen kleinere Provisionen und nahezu immer Swaps für das Halten der Positionen über Nacht an. Dadurch steigen die Gebühren erheblich, wodurch die CFD-Kontrakte nicht für längere Investitionen geeignet sind.

Optionen

Optionen auf Aktien sind derivative Finanzinstrumente, es handelt sich also um keine echten Werte. Die Inhaber einer Option haben das Recht, aber nicht die Pflicht, die Vertragsbestimmungen innerhalb oder am Ende der Laufzeit durchzusetzen – die Option auszuüben. Bei der Durchführung des Vertragsinhalts muss der Handelspartner entweder die vereinbarten Aktien zum vorab festgelegten Preis verkaufen (Call) oder kaufen (Put).

Der Inhaber der Option sichert sich also entweder als Käufer oder Verkäufer einen Ausübungspreis mehrere Monate vor dem Verfallsdatum. Hierfür erhält der Anbieter der Option eine Prämie. Hat sich der Inhaber einer Call-Option einen niedrigen Preis gesichert und steigen die Kurse am Markt, wird er innerhalb der Laufzeit die Option in jedem Fall ziehen.

Online Broker für den Aktienhandel

Broker bieten dir weitreichende Möglichkeiten, in den Aktienhandel einzusteigen und auf verschiedene Börsen zuzugreifen. Wer mit echten Aktien handeln möchte, sollte sich dafür einen entsprechenden Partner suchen. Viele Online Broker offerieren den Tradern so ausschließlich CFDs und damit nicht die besten Optionen, um diversifizierte Portfolios aufzubauen.

Ein guter Broker sollte immer sehr viele verschiedene Anlageklassen offerieren. Neben Aktien und Aktien CFDs sollten so immer auch ETFs, Aktienfonds, Anleihen, Kryptowährungen, Währungen und Optionen verfügbar sein. Damit lässt sich das Kapital breiter streuen und das Risiko reduzieren.

In unserem Test zu den besten Online Brokern in Deutschland kannst du mehr über die Angebote der verschiedenen Unternehmen erfahren. Regelmäßig in den Top 10 landen bspw. Plattformen wie eToro, Capital.com, Libertex, XTB und IG.com.

Die wichtigsten Voraussetzungen, die ein Broker für den Handel mit Aktien mitbringen sollte, sind:

  • Einfache Anmeldung für Anfänger
  • Vorhandensein eines kostenlosen Demokontos
  • Aktien handeln lernen mit einem separaten Fortbildungsbereich
  • Viele Analysetools ohne Kosten und Gebühren verfügbar
  • Echtzeitkurse ohne Aufpreis
  • Neben der Browser-Plattform Trading Apps verfügbar
  • CFD-Handel und Hebel sollten deutlich erkennbar sein
  • Transparente Gebühren
  • Keine Depotführungskosten
  • Keine oder sehr niedrige Ordergebühren

Trading Plattformen für den Aktienhandel

Innerhalb der Online Broker findest du verschiedene Handelsplattformen, die auf unterschiedlicher Trading Software basieren. Diese ermöglichen es dir, die Aktien und Wertpapiere gründlich zu analysieren.

Im Zentrum stehen dabei immer die Charts. Hier erkennst du, wie sich die Kurse minutengenau verändern. In den Candlestick-Anzeigen werden dabei die verschiedenen Anfragen für Kauf und Verkauf von Aktien deutlich. Du liest daran ab, welche Preisanfragen sofort abgeschmettert wurden und ermisst daran einen gewissen Trend.

Indikatoren Tools
Umfangreiche Indikatoren in den eToro Charts

Wer den Aktienhandel lernen möchte, muss sich unbedingt mit den verschiedenen Charting-Tools beschäftigen. Begriffe wie Bollinger Bänder, gleitender Durchschnitt, MACD, RSI, Pivot Points & Co. sollten dir in Fleisch und Blut übergehen. Neben den Indikatoren sind die Chartmuster wichtige Anzeichen und Signale dafür, dass sich der Kurs in eine gewisse Richtung bewegen wird.

Die besten Trading Plattformen offerieren meist auch Bereiche, in denen du den Aktienhandel lernen und Umgang mit der technischen Analyse einüben kannst. Hierfür sind die Aktien Demokonten besonders wichtig.

Namhafte Broker wie eToro, Capital.com, XTB und Libertex bieten den Anlegern ihre eigenen Plattformen mit vielen Vorteilen. Individuell kannst du aber auch externe Software an dein Konto beim Broker koppeln. Hier kommen vor allem Programme wie MetaTrader 4, MetaTrader 5 und TradingView in Frage.

Kosten und Gebühren beim Aktienhandel

Wer mit Aktien handeln möchte, muss immer auch Trading Kosten und Gebühren einplanen. Diese sollten bei den Online Brokern möglichst transparent und niedrig sein. Die meisten Anbieter verzichten heutzutage auf die klassischen Depotkosten, die zum Beispiel bei der Bank anfallen. Dafür werden nicht selten einige Orderkosten erhoben.

Bei klassischen Aktien und ETFs fallen die Provisionen oft weg. Dafür musst du bei anderen Anlageklassen mit einigen Kosten rechnen. Auftragsgebühren und Swaps für das Halten von Positionen über Nacht sind bei den Aktien CFDs zum Beispiel gang und gäbe.

Swap Kosten
Swap Kosten bei eToro

Sobald die Börse schließt, werden in diesem Fall Gebühren im niedrigen Prozentbereich auf die CFD-Position fällig. Dadurch wird der Handel auf Dauer erheblich teurer. Wenn du investieren und nicht nur auf die Schnelle Gewinn erzielen möchtest, bist du mit dem Aktienhandel also deutlich besser beraten als mit Derivaten.

Alle Anlageklassen sind davon geprägt, dass es auch Spreads gibt. Hierbei handelt es sich um die Differenz zwischen dem Ankaufs- und dem Verkaufspreis der Aktien. Im Verkauf bekommst du für die Aktie zum selben Zeitpunkt stets weniger als was du im Kauf bezahlen würdest. Gute Broker halten die Spreads für die Anleger angenehm gering.

Spreads Aktienhandel
Spreads werden durch die unterschiedlichen Kauf- und Verkaufspreise deutlich

Neben Depotführung, Order-Gebühren und Swaps gibt es noch einige kleinere Kostenpunkte. Für Aktien werden bisweilen Verwahrentgelte genommen, die an die externen Verwahrstellen fließen, an denen der Broker die Wertpapiere aufbewahrt. Bei den ETFs werden Verwaltungsgebühren fällig und beim Abheben von Guthaben verlangen manche Anbieter ebenfalls eine Gebühr.

Mögliche Kosten und Gebühren im Aktienhandel sind:

  • Depotführungskosten (bei Online Brokern meist irrelevant)
  • Orderkosten oder Provisionen (sollten niedrig sein oder komplett entfallen)
  • Spreads (Differenz zwischen den Kauf- und Verkaufspreisen beim Aktien handeln)
  • Swaps (diese Über-Nacht-Kosten fallen nur bei CFDs und nach Schließung der Börse an)
  • Verwahrentgelte für die Aufbewahrung der Aktien bei einer externen Stelle wie clearstream
  • Eventuell zusätzliche Gebühren für bessere Charting-Tools und Live-Kurse
  • Auszahlungsgebühren für das Abheben von Guthaben auf die Bank

Anlagestrategien

Aktien handeln lernen bedeutet auch, sich eingehend mit den Anlagestrategien auseinanderzusetzen und sich für einige Trading Methoden zu entscheiden, die zu einem passen. Grundsätzlich kannst du erst einmal zwischen den langfristigen, fundamentalen Ansätzen und den kurzfristigen, technischen Taktiken unterscheiden. Erstere basieren auf den Kennzahlen und letztere auf den Charts.

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Fundamentale Strategien

Um ein Wertpapier fundamental zu analysieren, musst du dir zunächst die inneren Werte der Aktiengesellschaft anschauen. So suchst du dir den Gewinn je Aktie von einem Unternehmen heraus und vergleichst diesen mit dem aktuellen Marktwert. Das Ergebnis daraus ist das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV), welches bei einer niedrigen Zahl auf eine Unterbewertung hinweist.

Kennzahlen Aktienhandel
Beispiele für Kennzahlen bei eToro

Diese Unterbewertung lässt sich dann mit anderen Kennzahlen wie dem Kurs-Buchwert-Verhältnis, dem Kurs-Umsatz-Verhältnis und dem Kurs-Cashflow-Verhältnis untermauern. An dieser Stelle könntest du nun günstig Aktien kaufen und deren Potenzial nutzen.

  • Value Investing: Beim Value Investing wird man mit Aktien handeln, die unterbewertet sind und ein hohes Potenzial aufweisen. Die niedrige Bewertung sollte dabei keine begründeten Ursachen wie disruptive Innovationen durch die Konkurrenz oder ein versagendes Geschäftskonzept haben.
  • Growth Investing: Beim Growth Investing steigen die Anleger in Trades ein, bei denen die Unternehmen an der Börse überbewertet sind. Die Investoren scheinen hier großes Vertrauen in die AG zu setzen und an ihr Wachstum zu glauben. Gleichzeitig sind die Gewinne und der Buchwert oft aufgrund des Charakters als Start-up-Unternehmen noch relativ gering: Vieles fließt in Innovation, Forschung und Ausrüstung ab. Überbewertungen können aber auch für einen starken Hype sprechen, welcher schließlich in einer Aktienblase endet. Es ist also wichtig, dass Trader die Signale für die eine oder andere Tendenz im Aktienhandel lernen.

Technische Strategien

Bei der technischen Analyse lässt man die Kennzahlen außer Acht und widmet sich im Wesentlichen den Charts. Mit Hilfe von Indikatoren und gewissen Chartmustern versucht man nun zu erkennen, ab wann sich ein Trend umkehrt oder verstärkt. Die Techniken variieren dabei und unterschiedliche Signale können für oder gegen eine Richtung sprechen.

Um beim Aktien handeln lernen und die technischen Indikatoren einüben zu können, solltest du dich u. a. mit folgenden Tools beschäftigen:

  • Relative Stärke Index: Der RSI ist ein Momentum-Indikator, der kurzfristige Hoch- und Tiefpunkte hervorhebt. Er zeigt vor allem die Intensität einer aktuellen Preisentwicklung an.
  • Gleitender Durchschnitt: Der gleitende Durchschnitt ist ein fortlaufender Mittelwert, der mit wenigen Klicks in den Chart eingezeichnet werden kann. Hieran lässt sich erkennen, wie stark die Abweichungen sind und ob ein Trend kurz- oder langfristig sein wird.
  • Bollinger Bänder: Bei den Bollinger Bändern wird der gleitende Durchschnitt um die Standardabweichung nach oben und unten erweitert. Stößt der Kurs an diese Grenzen, so wird er zu einer hohen Wahrscheinlichkeit abprallen. Swing Trader machen sich das zu Nutze.
  • Unterstützung und Widerstand: Die Unterstützung ist die untere Begrenzung der Preisentwicklung, während der Widerstand im oberen Bereich für einen Stopp des Wachstums sorgt. Diese horizontalen Linien helfen dabei, Wendepunkte oder Trenddurchbrüche zu erkennen.
  • Pivot Points: Die Pivot Points errechnen sich auf Basis der Hoch- und Tief-Durchschnitte des Vortages und eignen sich hervorragend als Signal für eine Trendumkehr. Die meisten Broker zeichnen diese Indikatoren mit einem Klick für dich ein.

Die genannten Indikatoren kann man nun im Rahmen verschiedener Strategien im Handel mit Aktien anwenden. Bei technischer Herangehensweise sind die kurzfristigen Taktiken sehr beliebt. So empfiehlt es sich, Daytrading, Swing Trading und Scalping im Aktienhandel zu lernen. Hier gebe ich dir einen Überblick zu den beliebtesten technischen Strategien.

  • Daytrading: Beim Daytrading werden die Anleger nur an einem einzigen Tag mit den Aktien handeln. Sie investieren bei der Eröffnung der Börse zu einem günstigen Preis und möchten am Abend das Wachstum bereits zu Cash machen. Nachdem der Kurs also gestiegen ist, wird sofort wieder verkauft. Daytrading ist u. a. auf Basis von Aktien, aber auch im CFD-Handel möglich.
  • Scalping: Scalping treibt das Daytrading quasi auf die Spitze und reduziert die Haltedauer der Aktien auf wenige Minuten. Doch wie kann das überhaupt erfolgreich sein? Die Scalper kaufen bei bestimmten Signalen Aktien ein, von denen sie eine Kurssteigerung innerhalb weniger Minuten erwarten. Nach einer bis fünf Minuten wird wieder verkauft und der dann meist kleine Gewinn einbehalten. Indem man diesen Vorgang mehrmals wiederholt, häufen sich die vielen schmalen Profite zu einem stattlichen Guthaben an.
  • Swing Trading: Beim Swing Trading nimmst du dir grundsätzlich etwas mehr Zeit. Wenn die Kurse in einem Tal sind, sich aber ein Umkehrpunkt abzeichnet, wirst du die Aktien kaufen und somit von ihrem Wachstum profitieren wollen. Sobald ein Gipfel erreicht ist, verkaufst du wieder und nimmst den Gewinn ein. Über CFDs kannst du darüber hinaus beim endgültigen Hoch in einen Leerverkauf wechseln. Jetzt machst du immer dann Profite, wenn der Kurs der Aktie nach unten geht. Du investierst also immer in die Richtung des jeweiligen Trends.
  • News Trading: News Trading bedeutet nichts anderes, als seine Investition von aktuellen Ereignissen abhängig zu machen. Wenn du als Privatanleger zum Beispiel weißt, dass morgen die Quartalszahlen herausgegeben werden und die Aktienkurse dadurch sprunghaft steigen könnten, ist es sinnvoll, vorab Kapital in diese Position zu stecken.
  • Buy and Hold Strategie: Bei einer Buy and Hold Strategie wird der Aktionär nicht direkt kaufen und verkaufen, sondern sein Investment über einen längeren Zeitpunkt anlegen. Er hofft in diesem Fall auf ein längeres Wachstum und verspricht sich eine starke Rendite über Jahre hinweg. Die Anleger machen sich dabei häufig den Cost Average Effekt zu Nutze, bei dem sie während fallender Aktienkurse mehr Anteile und bei steigenden Kursen weniger in das Depot aufnehmen. Dadurch verhindert man, dass man den richtigen Zeitpunkt verpasst – die Gewinn- und Verlustchancen gleichen sich aus.

Social Trading für die beste Rendite

Viele Depot-Anbieter offerieren ihren Kunden die Möglichkeit, über Social Trading erfolgreiche Anleger zu kopieren. Die Nutzer folgen dann einfach einem der sehr aktiven Aktionäre und investieren einen gewünschten Betrag in dieses Portfolio. Im entsprechenden Verhältnis werden dann alle Aktionen des Originals nachgebildet.

Social Trading
Social Trading Angebot bei eToro

Auf diese Weise kannst du vom Wissen anderer Nutzer profitieren, musst für die Bereitstellung der Informationen im Rahmen von Social Trading aber eine kleine Abgabe leisten. Entweder verlangen Broker und Muster-Anleger vorab eine Gebühr oder aber du gibst einen Anteil von deinem Gewinn aus dem Handel an dein Vorbild ab.

Dividenden-Strategie: Gewinnbeteiligung von Unternehmen

Mit der Dividende beteiligt dich ein Unternehmen am Erfolg und gibt oft mehrmals im Jahr Geld pro Aktie heraus. In Deutschland erfolgt das meist einmal alle zwölf Monate, in den USA oft vierteljährlich. Kluge Anleger integrieren dieses zweite Einkommen in ihre Strategie und halten gerade die Aktien mit starker Dividende etwas länger im Wertpapierdepot.

Ob sich bei einer Aktie eine Dividenden-Strategie lohnt, erfährst du einerseits über das kontinuierliche Wachstum dieser Gewinnbeteiligung und andererseits durch die Dividendenrendite. Wenn ein Unternehmen die Raten pro Aktie über einen längeren Zeitraum hinweg immer erhöht hat, spricht das deutlich für ein Investment.

Mit der Dividendenrendite setzt du die Gewinnbeteiligung wiederum mit der Rendite, also den jährlichen Steigerungsraten beim Aktienkurs ins Verhältnis. Jeder Anleger kann hieraus ablesen, ob das Unternehmen insgesamt lohnenswerte Gewinne abwirft.

Chancen und Risiken beim Aktienhandel

Im Rahmen des Aktienhandels und des Tradings mit anderen Wertpapieren lassen sich viele Chancen nutzen, welche dem Anleger bei der klassischen Investition von Kapital bei der Bank sonst verwehrt bleiben würden. So kann der Wert der Aktie wesentlich schneller wachsen als das Geld auf dem eigenen Konto.

Beim Aktienkauf sollte man dabei genau darauf achten, welche Unternehmen in den nächsten Jahren von größerer Bedeutung sein werden. Über die letzten 20 Jahre hat zum Beispiel die gesamte IT-Branche immens an Fahrt aufgenommen. Jeder, der um die Jahrtausendwende in Google, Amazon, Apple & Co. investiert hätte, könnte als Anleger heute ein Vermögen halten.

S&P 500
Rendite besser als bei der Bank: Gesamtmarkt-Index S&P 500 wächst seit mehr als 20 Jahren (Screenshot eToro)

Gerade im Vergleich zum Sparen auf dem Konto bietet der Aktienmarkt deutlich größere Möglichkeiten. An der wachsenden Wirtschaft zu partizipieren und von ihr einen Teil an Aktienkurs-Steigerungen sowie Dividenden abzufassen, ist deutlich profitabler als andere Geschäfte. Die Rendite ist bei einem Wachstum so gut wie immer höher als die Zinsen auf der Bank.

Die höheren Chancen werden in gewisser Hinsicht natürlich auch mit einem größeren Risiko erkauft. Wenn du das Geld auf der Bank liegen lässt, bleibt die Summe nominell weitestgehend gleich. In der Realität verliert sie jedoch aufgrund der Inflation an Wert. Am Aktienmarkt sind allerdings noch stärkere Verluste möglich. Gerade Einsteiger, die zu unbedarft Aktien kaufen, fallen schnell auf die Nase und verlieren ihr gesamtes Kapital.

Die größten Risiken beim Handel mit Aktien sind sicherlich die Unerfahrenheit, überbordende Emotionen, der Einsatz von riskanten Hebeln und die Wahl von Brokern, die einen unseriösen Umgang mit ihren Kunden pflegen.

Achte also darauf:

  • dass du nicht auf Basis von Emotionen (Angst und Gier) handelst
  • alle dir zur Verfügung stehenden Analysetools zu nutzen
  • fundamentale und technische Analysen als Grundlagen für dein Investment zu verwenden
  • von Hebeln mit hohem Risiko nur dann Gebrauch zu machen, wenn du dir deiner Sache absolut sicher bist
  • nur so viel bei einem Aktienkauf zu investieren, wie du an Verlust verkraften kannst
  • ausschließlich vertrauenswürdige Depot-Anbieter zu nutzen, die über eine faire Gebührenpolitik verfügen

Risikomanagement beim Aktienhandel

Vor dem Einstieg in den Aktienmarkt sollte jeder Anleger etwas tiefer in das Thema Risikomanagement einsteigen. Zunächst wirfst du dabei einen Blick auf dein gesamtes Kapital und nimmst nun einen gewissen Anteil für dein Investment ab. In der Regel würde man zwischen 5 und 20 Prozent wählen. Die genaue Höhe hängt ganz klar von deiner finanziellen Lage ab.

Jetzt solltest du aber nicht alles auf eine Aktie setzen. Stattdessen teilst du das Kapital in deinem Wertpapierdepot auf und verteilst es auf unterschiedliche Aktien. Für ein relativ stabiles Portfolio empfiehlt es sich, etwa 60 Prozent der Einsatzsumme, auf sichere Werte wie Bluechip-Wertpapiere, Anleihen, ETFs und Aktienfonds zu setzen.

Für die Verteilung ist es darüber hinaus wichtig, nicht nur eine Branche oder ein Land anzuvisieren. Versuche in verschiedenen Ecken der Welt zu investieren und unterschiedliche Industriezweige zu nutzen. Umso mehr du diversifizierst, desto stärker sinkt das Risiko, Verluste zu machen. Zu den wichtigsten Tipps gehört es daher, mindestens 30 Positionen, besser noch deutlich mehr im Depot zu haben.

Passende Aktien finden

Zu den wichtigsten Tipps für den Kauf von Aktien gehört es, sich zunächst einmal eingehend mit den verschiedenen Unternehmen zu beschäftigen. Du lernst dabei mehr über die Möglichkeiten von Wachstum in der jeweiligen Branche, die relevanten Faktoren, um sich am Markt zu etablieren und das Konkurrenzniveau.

Jetzt verschaffst du dir einen Überblick über das komplette Angebot, welches dir der Broker in diesem Industriezweig bereitstellt. Du kannst nun anfangen, die Kennzahlen zu durchforsten und Unternehmen mit einer Unter- oder Überbewertung zu markieren. Diese Ergebnisse kommen in die Watchlist und können dann als Grundlagen für deine Value- oder Growth Strategie dienen.

Watchlist aufbauen
Baue eine Watchlist mit passenden Werten bei Brokern wie eToro auf

Abgesehen davon sind die Charts natürlich ein wichtiger Ratgeber vor dem Erwerb. Wer Aktien kaufen will, kann hier die Bewegungen analysieren und eine gewisse Performance-Stärke ermitteln. Die meisten Broker haben einen Bereich, in welchem du mit den „heißesten Wertpapieren“ des Tages in Kontakt kommst und daraus dann deine Schlüsse ziehst.

Aktienhandel lernen: Apps und Bücher

Die meisten Broker und Apps machen dir ein umfangreiches Angebot rund um die Fortbildung im Bereich von Aktien und Wertpapieren. Meist gibt es einen gesonderten Bereich, in welchem du dir Wissen anlesen und dieses im Rahmen von Seminaren verbessern kannst. Die kleinen Mobilprogramme verfügen des Weiteren über die Möglichkeit, im Demokonto zu üben.

eToro Akademie
Praktische Anleitungen in der eToro App

Etwas tiefgründiger lässt es sich dann über Bücher lernen. Hier werden alle wichtigen Informationen handlich zusammengefasst und du musst sie nur durcharbeiten. Vorteilhaft ist, dass du die Kenntnisse, welche dir die Autoren zur Verfügung stellen, direkt vom Papier auf den Bildschirm übertragen kannst.

Aktienhandel lernen: Kurse und Coachings

Wir denken, dass Kurse und Coachings für sich immer noch die besten Grundlagen für Einsteiger schaffen. Anleger erfahren hier mehr über Basics von der Entstehung vom Aktienkurs bis hin zur Anleitung zur Depot-Eröffnung. Im Anschluss daran werden meist weitere Details und Tipps zur Analyse gegeben. Jeder, der an einem solchen Coaching teilnimmt, kann die gelernten Kenntnisse direkt im Depot anwenden.

Trading.de bietet dir die Möglichkeit, mit unserem eigenen Workshop mehr über den Aktienhandel zu lernen. Wir geben dir die Grundlagen mit, erklären dir verschiedene Trading-Techniken und beraten dich sogar auf 1-zu-1-Basis zu den besten Strategien.

Mit einem Demokonto lernen mit Aktien zu handeln

Ein guter Broker sollte dir immer auch ein kostenloses Trading-Demokonto zur Verfügung stellen. In diesem bekommst du ein virtuelles Guthaben bereitgestellt und kannst unter echten Marktbedingungen üben. Preis, Spreads, Kosten und Aktienkurse müssen dabei realistisch sein, damit du keine falschen Vorstellungen von deinen Möglichkeiten bekommst.

Im Demokonto lernst du zunächst einmal den Umgang mit der Plattform an sich kennen und übst die Verwendung der verschiedenen Indikatoren. Darüber hinaus probierst du verschiedene Strategien aus und findest letztlich den Ansatz, der am besten zu dir passt.

etoro
Bei eToro ins Demokonto wechseln

Zum Beispiel ist das Scalping meist nur etwas für diejenigen, die starke Nerven haben und schnell auf den Markt reagieren. Anleger, die eher auf Nummer sicher gehen und hohe Verluste vermeiden möchten, werden sich eher für eine fundamentale Taktik entscheiden.

Was du ebenfalls beim Aktienhandel lernen solltest, ist die richtige Diversifikation deines Portfolios. Stelle auf der Seite des Anbieters einen guten Mix zusammen, welcher ein solides Wachstum und nur geringe Verluste erzeugt. Bist du mit einem solchen Portfolio erfolgreich und schlägst du damit mehrfach den Gesamtmarkt, kannst du ins Echtgeldkonto wechseln und deine ersten Aktien kaufen.

Trading vs. Aktienhandel

Trading und Aktienhandel unterscheiden sich vor allem durch Zeitrahmen, Strategie und Herangehensweise. Der klassische Aktienhandel kann so als „Buy and Hold“ bezeichnet werden. Man kauft also Positionen ein, lässt diese im Depot liegen und profitiert langfristig von Kurssteigerungen sowie Dividenden. Trading wird eher kurzfristig durchgeführt und soll innerhalb weniger Wochen zum Erfolg führen.

etoro Charts
Oberer Chart: kurzzeitige Volatilitäten nutzen; unten: Lange Trends ausmachen (Screenshot von eToro)

Entsprechend wird der Schwerpunkt beim Aktienhandel vor allem auf die fundamentale Analyse gelegt. Man schaut sich die Kennzahlen an und sucht nach Wertpapieren, die über längere Sicht hinweg Potenzial haben. Beim Trading geht es eher um die Volatilität, die man mit Hilfe von Charttechniken ermittelt.

Insgesamt ist der Handel mit Aktien damit deutlich risikoärmer. Gerade Einsteiger kommen mit dieser Strategie oft besser, da sie weniger Nerven kostet und auf Dauer oft sogar eine bessere Rendite erwirtschaftet. Wer sich nämlich nicht genau mit dem Trading auskennt, macht mit den kurzen Investitionen schnell Verluste, welche das gesamte Portfolio deutlich nach unten ziehen können.

Steuern beim Aktienhandel

Achtung: Je nachdem, wo sich dein Wohnsitz befindet, musst du auf die Gewinne aus dem Aktienhandel Steuern bezahlen. In Deutschland liegen diese z. B. pauschal bei 25 Prozent. Hinzu kommen 5,5 Prozent Solidaritätszuschlag und die Kirchensteuer. Beide Beträge errechnen sich aus der Kapitalsteuerlast.

Abgesehen von der Kirchensteuer werden die Abgaben für den Anleger direkt vom Broker aus an den Staat weitergeleitet. Der volle Gewinn kommt somit gar nicht bei dir an. Mit der Abrechnung kannst du aber im Jahr darauf eine Steuererklärung einreichen und deine Freibeträge einfordern.

Steuern
Im Elster-Formular wählst du die Anlage KAP für die Steuererklärung

So hat jeder steuerpflichtige Bürger einen Jahresfreibetrag von etwa 11.000 Euro auf das gesamte Einkommen. Zusätzlich gewährt man dir den Sparer-Pauschbetrag von 1.000 Euro. Dieser Wert bezieht sich nur auf die Kapitalerträge und ist absolut steuerfrei. Die 1.000 Euro kannst du dir im Übrigen auch beim Broker freistellen lassen.

Abschließendes Fazit: Aktienhandel will gelernt sein

Der größte Fehler, den man als Einsteiger beim Aktienhandel machen kann, ist es, sich ohne jede Erfahrung und von Emotionen geleitet in den Markt zu stürzen. Die rasant wachsenden Kurse von NVIDIA, Amazon, Apple & Co. können eine gewisse Form von FOMO (fear of missing out) verursachen. Neulinge stürzen sich daher schnell auf alles, was bereits im Preis gestiegen ist, können damit aber keine nennenswerten Profite mehr machen.

Es heißt also: Innehalten, durchatmen und strukturiert an die Sache herangehen. Die gehypten Werte lässt du fürs Erste links liegen und liest dich erstmal bei Trading-Plattformen oder in Büchern in das Thema ein. Hier gewinnst du ein erstes Verständnis von den Dynamiken an der Börse und erfährst von den unterschiedlichen Strategien.

Die diversen Methoden ebenso wie die Diversifikation von Portfolios wendest du als nächstes in einem Aktien Demokonto an. Hier handelst du ohne jedes Risiko und versuchst, die Entwicklung des Gesamtmarktes zu outperformen. Hast du das geschafft, geht es an die Arbeit und du startest mit echtem Geld durch.

Aktienhandel zu lernen ist dabei kein Hexenwerk. Es gibt viele Grundbedingungen und Regeln, nach denen man sich richten kann. Das fängt z. B. beim Grundsatz an, dass man nicht in den allergrößten Hype hinein investieren sollte und hört bei der Auswahl von transparenten Brokern auf.

Viele der Broker bieten dabei eigene Seminare und Wissensdatenbanken. Außerdem kannst du das Handwerk ganz einfach mit unserem Coaching-Angebot auf der Seite Trading.de lernen.

Fange jetzt an, Aktienhandel zu lernen und beginne damit, strukturiert dein Geld zu vermehren.

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Meist gestellte Fragen:

Wie lernt man am besten, mit Aktien zu handeln?

Als erstes sollte man sich einige Methoden aneignen und sich mit den Dynamiken am Markt beschäftigen. Hat man dies fürs Erste verstanden, öffnet man einen Demo-Account bei einem anerkannten Broker. Solche Musterdepots dienen dem risikofreien Training und du machst dich mit den wichtigsten Funktionen der Plattform bekannt. Darüber hinaus sind Coachings ein sehr guter Ansatz. Damit lässt sich der Aktienmarkt besser verstehen und tiefgründiger analysieren.

Welche Aktien sind gut für Anfänger?

Im Allgemeinen ist es immer besser, am Anfang mit relativ stabilen Aktien zu arbeiten. Wertpapiere, die sich sprunghaft verhalten, mögen zwar auf den ersten Blick einen großen Reiz haben. Schnell verzockt man sich aber und verliert sein ganzes Geld. Ebenso würde ich davon abraten, direkt mit riskanten CFDs oder sogar Hebelprodukten zu arbeiten. ETFs, Fonds und Anleihen können dagegen ein sicherer Beginn des Aktienhandels sein.

Wie viel Startkapital braucht man für Aktien?

Generell sollte man mit mindestens 200 bis 500 Euro in den Aktienmarkt starten. Natürlich ist es auch möglich mit 1 Euro anzufangen und diesen sukzessive zu vermehren. Weniger Kapital bedeutet aber auch eine geringere Diversifikation. Im dreistelligen Bereich kannst du das Geld dagegen besser auf verschiedene Positionen aus unterschiedlichen Ländern und Branchen aufteilen.

Welche Voraussetzungen sollte ein Trading Broker für Anfänger haben?

Besonders wichtig ist, dass die Plattform transparente Gebühren hat und dich nicht mit versteckten Hebeltrades in riskante Handelsbeziehungen lockt. Alles muss immer klar und fair sein. Dabei sollte der Anbieter keine Depotführungskosten vom Anleger verlangen und die Spreads niedrig halten. Weiterhin sollte er dir viele Tools für die Chartanalyse kostenlos zur Verfügung stellen. Ein Demokonto kann dabei helfen, den Markt fürs Erste kennenzulernen und seine eigene Strategie zu entwickeln.

Wie riskant ist es, als Anfänger mit Aktien zu handeln?

Wer ohne Erfahrungen und nach Gefühl mit Aktien handelt, geht ein sehr hohes Risiko ein. Erfolgreicher Aktienhandel hat immer fundiertes Wissen zur Grundlage. Dieses nutzt du, um die einzelnen Positionen genau zu analysieren.

Markus Müller
Markus Müller arbeitet als professioneller, selbständiger Autor in den Bereichen Trading und Reisen. Mit dem Thema Trading beschäftigt er sich seit vielen Jahren und hat selbst mit diversen Brokern Erfahrung im Wertpapierhandel gesammelt. Auf Trading.de erklärt er die Mechanismen am Markt und die Arbeit mit technischen Indikatoren sowie fundamentalen Kennzahlen.
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