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Ein Krypto-Wallet ist eine digitale Anwendung oder ein physisches Gerät, das es Benutzern ermöglicht, Kryptowährungen sicher zu speichern, zu senden und zu empfangen. Es funktioniert ähnlich wie eine herkömmliche Brieftasche, indem es private Schlüssel verwaltet, die den Zugang zu den Krypto-Assets ermöglichen.

Doch Krypto-Wallet ist nicht gleich Krypto-Wallet. Wir verraten Ihnen in unserem Artikel, welche Ausführungen der Krypto-Wallets zu haben sind und worin sich diese unterscheiden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ganz grob lassen sich Krypto Wallets in Hot Wallets und Cold Wallets unterteilen. Der Hauptunterschied ist dass Hot Wallets über eine Internetverbindung verfügen, Cold Wallets dagegen nicht.
  • Der Vorteil von Wallets mit Internetverbindung ist, dass der tägliche Handel mit Kryptowährungen sehr leicht möglich ist. Anderseits ist die Gefahr von Cyberangriffen natürlich deutlich höher.
  • Bei physischen Wallets sind die Anschaffungskosten dagegen ein weiterer Kostenfaktor, der zu beachten ist.

Welche Arten von Krypto Wallets gibt es?

Um Ihre Kryptowähren zu schützen gibt es eine mehrere Arten von Krypto Wallets. Sie unterscheiden sich teilweise deutlich und haben spezielle Eigenschaften was die Sicherheit, die Handhabung oder die Eröffnung des Wallets angeht.

1. Online Wallet

Das Online Wallet dürfte die bekannteste Art einer virtuellen Brieftasche sein. Die Verwaltung des Krypto-Bestands erfolgt ganz einfach über die Website des ausgewählten Anbieters – beispielsweise Coinbase, Binance oder eToro.

Krypto Online Wallet

Vor allem der regelmäßige Handel ist einfach und flexibel möglich, denn in der Regel genügt es, sich mit seinen Zugangsdaten bei der jeweiligen Plattform anzumelden. Allerdings besteht bei einem Online Wallet ein höheres Sicherheitsrisiko, da durch die ständige Internetverbindung Hackerangriffe drohen können.

🤝 SicherheitRisiko durch stetige Internetverbindung
💰 KostenAb 0 % Gebühren möglich
📲 BedienungSehr einfach auch für Einsteiger geeignet.
🔁 Regelmäßiger HandelUnkompliziert möglich
📞 KundensupportJe nach Anbieter per Live-Chat, E-Mail oder Social Media

2. Mobile Wallet

Ein Mobile Wallet ist bei jungen Investoren eine beliebte Art, Krypto-Vermögen zu verwalten. Die virtuelle Brieftasche wird in diesem Fall über das eigene Smartphone per App gesteuert. In der Regel haben die meisten Anbieter von Online Wallets auch eine kostenlose Version zur mobilen Anwendung entwickelt.

Krypto mobile wallet

Über den jeweiligen App Store kann man sich sein Wallet herunterladen und unkompliziert installieren. Da auch hier eine ständige Internetverbindung besteht, sollte man das erhöhte Sicherheitsrisiko beachten.

🤝 SicherheitRisiko durch stetige Internetverbindung
💰 KostenApp kostenlos, ab 0 % Gebühren möglich
📲 Bedienung Einfach per Smartphone möglich, auch für Einsteiger geeignet.
🔁 Regelmäßiger HandelRund um die Uhr per Smartphone möglich
📞 KundensupportJe nach Anbieter auch per In-App-Live-Chat

3. Software Wallet

Über ein Software Wallet werden Bitcoin & Co. direkt am PC verwaltet. Hierfür muss man sich bei ausgewählten Anbietern ein Programm herunterladen und dieses auf seinem Computer installieren – man nennt es deshalb auch gerne Desktop Wallet.

Allerdings sollten Anleger nur die offizielle Software des Anbieters herunterladen, um Manipulationen am Programm zu vermeiden. Zum Schutz des Vermögens sollte man unbedingt auf eine ausreichende Sicherung des eigenen Computers, beispielsweise durch Antiviren-Programme oder eine aktive Firewall, achten.  

🤝 SicherheitRisiko durch stetige Internetverbindung
💰 KostenSoftware meist kostenlos, ab 0 % Gebühren möglich
📲 BedienungInstallation einfach möglich, auch für Einsteiger geeignet. 
🔁 Regelmäßiger HandelUnkompliziert möglich
📞 KundensupportJe nach Anbieter per E-Mail oder Telefon möglich

4. Hardware Wallet

Ein Hardware Wallet ist ein physisches Gerät, auf dem Kryptowährungen besonders sicher aufbewahrt werden können. Da keine Verbindung zum Internet besteht, ist das eigene Vermögen bestens geschützt, denn ein Hackerangriff ist hier sehr unwahrscheinlich.

Da Hardware Wallets nicht für den kurzfristigen Handel mit Kryptowährungen ausgelegt sind, sollten Nutzer einer solchen Wallet einen eher langfristigen Anlagehorizont besitzen. Außerdem sollte ein Hardware Wallet nur von einem offiziellen Anbieter gekauft werden, um eine Manipulation durch Dritte ausschließen zu können.

🤝 SicherheitHohe Sicherheit
💰 KostenMit Anschaffungskosten ab 50 Euro verbunden
📲 BedienungEinarbeitungszeit notwendig
🔁 Regelmäßiger HandelNicht geeignet.
📞 Kundensupport Nur eingeschränkt möglich

5. Paper Wallet

Bei einem Paper Wallet besteht zu keinem Zeitpunkt eine Verbindung zum Internet, weshalb diese Art von digitaler Brieftasche als besonders sicher bezeichnet werden kann. In diesem Fall wird der Krypto-Bestand auf einem Papier verwahrt, das über spezielle Anbieter generiert werden kann. Allerdings besteht hier das Risiko, dass das Papier verloren geht oder zerstört wird.  

🤝 SicherheitHohe Sicherheit
💰 Kostenvariable Transaktionsgebühren
📲 BedienungEinarbeitungszeit notwendig
🔁 Regelmäßiger HandelNicht geeignet.
📞 KundensupportNur eingeschränkt möglich
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Hot Wallet vs. Cold Wallet: die Unterschiede

Anfänger haben sich vermutlich schon öfter gefragt, was eigentlich der Unterschied zwischen einem „heißen“ Wallet und einem „kalten“ Wallet ist.

Als Hot Wallet wird eine virtuelle Brieftasche bezeichnet, die eine ständige Verbindung mit dem Internet hat, wie z. B. Online Wallets, Mobile oder Software Wallets. Da diese Wallet ständig „online“ sind, funktioniert vor allem der tägliche Handel mit Kryptowährungen sehr schnell und unkompliziert. Allerdings besteht hier nicht nur das Risiko, Opfer von Hackerangriffen zu werden, sondern auch die Gefahr, dass das investierte Geld direkt von der Plattform entwendet wird.

Im Gegensatz dazu garantieren Cold Wallets ein höheres Sicherheitsniveau. Es besteht beim Speichern des Krypto-Vermögens keine Internetverbindung, weshalb auch Hackerangriffe so gut wie ausgeschlossen sind. Allerdings ergibt sich daraus auch ein enormer Nachteil, denn der Handel mit den eigenen Coins ist mit einem Cold Wallet in der Praxis kaum möglich. Wer also auf ein Hardware- oder Paper-Wallet setzen möchte, sollte einen langfristigen Anlagehorizont im Auge haben oder mehrere digitale Brieftaschen für unterschiedliche Präferenzen nutzen.

Fazit: Kryptovermögen via Wallet einfach verwalten

Es ist vollkommen egal, ob man schon professionell mit Kryptowährungen handelt oder als Einsteiger ganz am Anfang steht: Die Nutzung eines Krypto Wallets ist unter allen Gesichtspunkten absolut empfehlenswert, um das eigene Krypto-Vermögen sicher und unkompliziert zu verwahren.

Während Online und Mobile Wallets besonders in der Praxis einen unkomplizierten Handel von Kryptos ermöglichen, können Hardware und Paper Wallets das eigene Vermögen am besten schützen. Wer sowohl kurzfristig spekulieren als auch langfristig investieren möchte, sollte im besten Fall mehrere Krypto Wallets nutzen.

Für alle Krypto-Investoren, die auf der Suche nach einem passenden Wallet sind, können wir an dieser Stelle unseren Testsieger eToro empfehlen. Das Wallet kann nicht nur online, sondern auch mobil per Smartphone verwaltet werden. Dabei hat uns besonders der Mix aus einer einfachen Handhabung, kostengünstigen Gebühren beim Krypto-Handel und den Sicherheitsvorkehrungen des Brokers überzeugt.  

FAQs – Die meist gestellten Fragen

Wann sollte man Kryptowährungen auf ein Wallet senden?

Die Nutzung eines Krypto Wallets sollte man vor allem in Betracht ziehen, wenn …
… man erworbene Coins sicher aufbewahren und kostenlos lagern möchte.
… man Kryptowährungen an andere Marktteilnehmer versenden möchte.
… man Coins von anderen Marktteilnehmern empfangen möchte.
Das Wallet bietet also fast dieselben Funktionen wie ein Bankkonto, das den einfachen Handel mit Währungen ermöglicht. Eine Ausnahme bildet allerdings der Handel mit Krypto-CFDs, denn hier erwirbt man keinen Vermögenswert, den man verwahren kann, sondern handelt lediglich mit Differenzkontrakten auf Kryptowährungen.

Wie sicher ist ein Wallet?

Wie sicher ein Wallet ist, hängt also immer von der gewählten Variante ab. Das größte Maß an Sicherheit lässt sich mit der Nutzung eines Hardware-Wallets erzielen, denn hier besteht keine Verbindung zum Internet. Allerdings muss an dieser Stelle auch erwähnt werden, dass es keine hundertprozentige Sicherheit gibt, denn auch bei solch einem Wallet kann es Lücken in der Verschlüsselung des Anbieters geben. Um auf Nummer sicherzugehen, sollte man das Gerät immer beim offiziellen Anbieter und nicht etwa bei anderen Online-Shops bestellen – nur so kann man darauf vertrauen, dass das Hardware Wallet nicht von Dritten manipuliert wurde.

Wer aber nicht auf das regelmäßigen Krypto Trading verzichten möchte, sollte dennoch auf ein Online oder Mobile Wallet zurückgreifen. Zwar bestehen hier erhöhte Sicherheitsrisiken im Bezug auf Hackerangriffe, aber nur mit dieser Variante können Coins schnell und unkompliziert gehandelt werden. Für einige Anleger kann es also durchaus empfehlenswert sein, mehrere Wallets – je nach Anlagehorizont – zu nutzen.
Die Sicherheit des Krypto Wallets hängt aber ein Stück weit auch immer vom eigenen Handeln ab. Der private Schlüssel (Private Key) des Wallets sollte unter keinen Umständen an Dritte weitergegeben werden, denn so können Fremde ohne Probleme das eigene Krypto-Guthaben entwenden.

Ist ein Wallet die beste Aufbewahrungsmethode für Kryptos?

„Not your keys, not your Coins“ – diese Weisheit aus der Krypto-Welt dürfte fast jedem Anleger bekannt sein. Darin steckt aber tatsächlich viel Wahres, denn nur Coins in einer eigenen Krypto Wallet kann man tatsächlich sein Eigentum nennen.
Auch wenn mittlerweile viele Anbieter den Krypto-Handel auch ohne Wallet ermöglichen, ist eine virtuelle Brieftasche immer der beste Ort, um seinen Krypto-Bestand sicher zu verwahren. Schließlich werden auch Krypto-Börsen und CFD-Broker immer häufiger mit Angriffen durch Kriminelle und Betrüger konfrontiert, die nur eines wollen: Das Geld der Krypto-Anleger stehlen.

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Andre Witzel
Andre Witzel ist selbstständiger Trader und der Gründer von Trading.de. Er teilt seine Strategien und Methoden mit meinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps geben. Lernen Sie von seinen Erlebnissen auf Trading.de.
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