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Ja, heutzutage kann jede Person, die ein Endgerät und eine Internetverbindung hat, mit dem Trading Geld verdienen. Fließend sind allerdings häufig die Grenzen, ob aus dem Hobby ein Neben- oder sogar Haupteinkommen werden kann. Viele Trader wünschen sich, einmal vom Trading leben zu können. Ob das realistisch ist und welche Faktoren Einfluss nehmen, möchte ich im Beitrag betrachten.

Gerade Anfänger werden dies aber nicht aus dem Stehgreif bewerkstelligen und benötigen als Basis immer eine gute Ausbildung. So groß die Chancen nämlich bei umfangreichem Wissen sind, so immens ist auch die Gefahr, Verluste einzufahren, wenn man sich im Online Trading nicht auskennt.

Meine Erfahrungen zum Leben vom Trading und Geld verdienen:

  • Vom Trading leben ist für wenige Trader realistisch, über 90 % verlieren langfristig ihr Kapital
  • Erfolg hängt von Faktoren wie effektiver Strategie, Erfahrung, adäquatem Kapitaleinsatz und Risikomanagement ab
  • Ich empfehle einen schrittweisen Start nebenberuflich, um Risiken und Erfolgschancen abzuwägen
  • Wichtige Grundlagen: passender Broker, Hardware, ausreichend Kapital, gute Strategie(n), Weiterbildung
  • Nachteile: Einsamkeit, ständiger Wettbewerb

Siehe auch unser Video in dem wir beantworten, wie viel Geld man im Trading zum Leben benötigt:

Kann man wirklich vom Trading leben? 

Generell ist es nicht ausgeschlossen, dass Sie später einmal vom Trading leben können werden. Die Antwort auf die Frage lautet demnach: Ja! Das zeigt ein Blick auf andere Trader, die es in der Vergangenheit geschafft haben, vom Trading leben zu können. Allerdings ist der Anteil der Trader, die tatsächlich mit dem Handel ein Haupteinkommen generieren, vergleichsweise gering.

Sie sollten sich zudem darüber im Klaren sein, dass Sie vom Trading nicht faktisch im Schlaf leben können. Das bedeutet, Sie müssen mitunter genauso viel Zeit für den Handel aufbringen, als wenn Sie einem regulären Job nachgehen würden. Trotzdem hat das Trading als Einkommen mehrere Vorteile, auf die ich im Verlauf des Beitrages noch näher eingehen werde. 

Lebenshaltungskosten und Wohnort sind ebenfalls entscheidend
Ob Sie persönlich vom Trading leben können oder nicht, hängt nicht nur von Ihrer Performance ab, sondern auch von Ihren monatlichen Ausgaben. Denn je höher die laufenden Kosten sind, desto mehr Einkommen muss durch das Trading erzielt werden, um davon den eigenen Lebensunterhalt zu bestreiten.

Je höher die monatlichen Ausgaben sind, desto höher muss entweder Ihre Rendite oder Ihr eingesetztes Handelskapital ausfallen. Wer beispielsweise dauerhaft 3.000 € netto pro Monat aus dem Trading entnehmen möchte, benötigt bei einer jährlichen Rendite von 20 % bereits ein Trading-Kapital von rund 180.000 bis 250.000 €.

Aus meiner eigenen Erfahrung kann ich sagen, dass genau dieser Zusammenhang oft unterschätzt wird. In meiner frühen Trading-Phase habe ich selbst versucht, sehr aggressiv zu skalieren und mit deutlich höherem Kapitaleinsatz zu arbeiten. In einer Phase konnte ich zwar kurzfristig Gewinne von über 100.000 € erzielen, habe diese aber durch fehlendes Risikomanagement und zu hohe Positionsgrößen ebenso schnell wieder verloren. Diese Erfahrung hat mir gezeigt, dass nicht der schnelle Gewinn entscheidend ist, sondern die Fähigkeit, Kapital langfristig zu schützen und konstant zu vermehren.

Kapitalbedarf: Einflussfaktoren im Überblick

Ob Sie persönlich vom Trading leben können oder nicht, hängt nicht nur von Ihrer Performance ab, sondern auch von Ihren monatlichen Ausgaben. Während in einigen Regionen bereits 1.500 € netto pro Monat ausreichen können, benötigen Trader in teuren Großstädten oft mehr als das Doppelte.

WohnortTypische monatliche Lebenshaltungskosten (netto)
Münchenca. 3.000-3.500 Euro
Berlinca. 2.200-2.800 Euro
Leipzigca. 1.800-2.200 Euro
Thailandca. 1.000-1.500 Euro

So gibt es zum Beispiel in Mitteleuropa oder Nordamerika deutlich höhere Lebenshaltungskosten, als wenn Sie zum Beispiel in einigen asiatischen Ländern wohnen würden. Ob Sie vom Trading leben können oder nicht, hängt zusammengefasst unter anderem von den folgenden Faktoren ab:

  • Zeitaufwand für das Trading
  • Effektivität Ihrer Handelsstrategie
  • Erfahrungen
  • Kapitaleinsatz (Höhe)
  • Risikobereitschaft
  • Entwicklung an den Märkten

Darüber hinaus spielt auch der persönliche Lebensstil eine entscheidende Rolle. Ein sehr sparsamer Lebensstil mit wenigen Fixkosten erfordert deutlich weniger monatliches Einkommen als ein gehobener Lebensstandard mit hohen Miet-, Reise- oder Konsumausgaben. Gerade im Trading kann dieser Unterschied darüber entscheiden, wie viel Kapital tatsächlich notwendig ist, um dauerhaft davon leben zu können.

LebensstilGeschätzter monatlicher BedarfBenötigtes Trading-Kapital
SparsamCa. 1.500 EuroCa. 90.000 Euro
DurchnschnittlichCa. 2.500 EuroCa. 150.000 Euro
KomfortabelCa. 3.500 EuroCa. 210.000 Euro
HochCa. 5.000 EuroCa. 300.000 Euro

Ein Tag im Leben eines Traders

Heute sieht mein Trading-Alltag deutlich strukturierter aus als in meinen Anfangsjahren. Ich handle nicht mehr permanent die Märkte, sondern arbeite überwiegend mit Swing-Setups und gezielten Intraday-Phasen. Trotzdem folgt mein Tag einem festen Ablauf, weil genau diese Struktur im Trading entscheidend ist.

Mein Fokus liegt weniger auf der reinen Anzahl an Trades, sondern auf Vorbereitung, Qualität der Setups und konsequentem Risikomanagement. Gerade im Trading habe ich gelernt, dass planloses Handeln langfristig fast immer zu schlechten Ergebnissen führt.

Hier ein typischer Trading-Tag:

  • 7:30-8:00 Uhr – Marktüberblick: Ich starte den Tag mit einem schnellen Check der wichtigsten News, Futures und Overnight-Bewegungen.
  • 8:00-9:00 Uhr – Vorbereitung: Ich markiere relevante Unterstützungs- und Widerstandszonen und erstelle meine Watchlist für den Tag.
  • 9:00-11:30 Uhr – Erste Trading-Session (EU-Markt): Fokus auf klare Setups im DAX und ausgewählten europäischen Aktien oder Forex-Paaren.
  • 11:30-14:00 Uhr – Pause: Diese Phase nutze ich bewusst nicht aktiv zum Handeln, sondern zur Auswertung und Abstand vom Markt.
  • 14:00-17:00 Uhr – Zweite Trading-Session (US-Markt): Vorbereitung auf US-News und Trading von Momentum- oder Reversal-Setups im S&P 500 oder NASDAQ.
  • 17:00-18:00 Uhr – Tagesabschluss & Journal: Ich dokumentiere alle Trades, analysiere Fehler und überprüfe meine Performance.
  • Ab 18:00 Uhr – Kein aktives Trading: Positionen sind in der Regel geschlossen oder aktiv gemanagt, um unnötiges Overnight-Risiko zu vermeiden.

Trading ist dabei nicht nur zeitlich, sondern vor allem mental anspruchsvoll. Auch außerhalb der aktiven Handelszeiten habe ich die Märkte oft im Blick, beobachte Kursentwicklungen und bereite mögliche Setups für die nächsten Tage vor. Diese ständige Aufmerksamkeit gehört dazu, auch wenn nicht jeder Moment aktiv am Chart gehandelt wird.

Wie viel verdient man mit Traden?

Wie viel Geld Sie beim Traden verdienen können, ist ziemlich unterschiedlich. In meinem ersten Jahr habe ich einen Verlust von 18 Prozent erlitten, mein zweites Jahr feierte ich mit einem Plus von 42 Prozent. Es hängt stark von Ihrem Anfangskapital sowie Ihren Fähigkeiten ab, was Sie aus dem Markt herausholen können. Bei manchen Tradern, sind es nur einige 100 Euro im Monat, während andere mit Trading Millionär geworden sind oder alles verloren haben.

Am besten besorgen Sie sich zunächst einen Trading Gewinn Rechner, über welchen Sie sich Modelle zum Wachstumspotenzial erstellen lassen. Expert Advisor sind zum Beispiel eine gute Methode, um eine Idee von der Rendite innerhalb eines gut diversifizierten Portfolios zu bekommen.

Ganz am Anfang, so zeigen es die Erfahrungen mit Trading Geld zu verdienen, sind die Gewinne zunächst relativ klein oder erste Verluste können auftreten. Man wird erst einmal das investieren, was man im Notfall im Bereich der Verluste verkraften könnte. Kommt man auf eine Steigerungsrate von etwa 10 Prozent pro Jahr für das Gesamtportfolio, ist man eigentlich schon sehr gut bedient.

Im Daytrading könnte man nun kurzfristig noch höhere Gewinne erzielen und diese direkt wieder an der Börse reinvestieren. Damit steigt der Einsatz des Traders und die Möglichkeiten, hohe Gewinne zu erzielen, steigen. Setzt man darüber hinaus einen Hebel ein, lassen sich die Profite sogar multiplizieren.

Gewinne/Verluste maximieren mit Hebel Trades

Bei einem Hebel handelt es sich um eine Möglichkeit, den Einsatz mit einem Klick zu vermehren. Stellen Sie diese Funktion ein, bezahlen Sie lediglich eine kleine Sicherheitsgebühr bzw. Margin. Der Broker stellt das restliche Kapital zur Verfügung, wodurch bereits mit vergleichsweise geringem Eigenkapital größere Positionen gehandelt werden können. Dadurch steigen die möglichen Gewinne, allerdings gleichermaßen auch die Verluste.

Seit der Regulierung durch die ESMA im Jahr 2018 gelten für Privatanleger innerhalb der EU feste Hebelgrenzen. Diese liegen bei maximal 30:1 – hier ein Überblick:

AnlageklasseMax. Hebel
Forex Majors1:30
Forex Minors1:20
Aktien-CFDs1:5
Krypto-CFDs1:2

Um beispielsweise eine Position im Wert von 30.000 € mit einem Hebel von 30:1 zu handeln, sind lediglich 1.000 € Eigenkapital als Initial Margin erforderlich.

DAX Trade mit Hebel

Das Problem am Hebel ist jedoch immer, dass er auch die Verluste deutlich steigert. Im schlimmsten Fall verschulden Sie sich und müssen dann an den Broker Nachschüsse abtreten. Mittlerweile gab es aber einige juristische Veränderungen innerhalb der EU, so dass ein Negativsaldoschutz auf der Handelsplattform Standard ist.

Dennoch bleibt Hebel-Trading risikoreich: Bereits kleine Marktbewegungen können bei hohen Hebeln erhebliche Auswirkungen auf das Handelskonto haben.

Was verdient ein Trader im Monat?

Die Antwort auf diese Frage hängt ebenfalls sehr stark vom Handelsstil, dem Trading-Startkapital und den Möglichkeiten ab, welche Ihnen der Broker bereitstellt. Nehmen wir einmal an, dass Sie sich auf die fundamentale Analyse konzentrieren und die Renditen über Jahre hinweg mit Value-Aktien steigern möchten.

In diesem Fall werden die monatlichen Steigerungsraten eher gering sein. Wichtig ist bei dieser Herangehensweise eher die langfristige Wertentwicklung. Nach einigen Jahren versucht man die Anlage wieder zu verkaufen und nimmt dann einen deutlich höheren Gewinn auf einmal mit. Während dieser Zeit bleibt das Geld quasi im Portfolio und wird nicht daraus entfernt.

Monatliches Einkommen generiert man eher als Trader über den täglichen Handel, also das klassische Day Trading, Scalping, News Trading & Co. Dafür konsultieren Sie die technischen Werkzeuge und suchen auf den Charts nach Signalen. Das funktioniert nach einiger Übung ziemlich gut und viele Anleger haben gute Erfahrungen damit gemacht, hierüber beim Trading Geld zu verdienen.

Indikatoren
Technische Analyse mit MACD, Fibonacci, Bollinger

Um vom Trading allmählich leben zu können, möchten Sie sicherlich mindestens 2.500 bis 3.500 Euro im Monat aus dem Markt herausholen. Je nachdem, wo Sie lebst, brauchen Sie darüber hinaus eventuell eine weitere Einnahmequelle.

Grundsätzlich sollten Sie wissen, die Höhe des möglichen Einkommens beim Trading von den folgenden Faktoren abhängt:

  • Erfahrung/Ausbildung: Umso besser Sie sich in der Theorie und Praxis auskennst, desto mehr können Sie mit dem Online Trading Geld verdienen.
  • Handelsstrategie: Die Trading-Strategie ist besonders relevant und determiniert, ob Sie monatlich hohe Einkommen aus dem täglichen Handel erhalten oder auf längere Sicht auf die Renditen setzen.
  • Kapital: Umso höher Ihr Einsatz ist, desto mehr Gewinn können Sie an den Börsen erzielen. Zehn Prozent Steigerung von 10 Euro sind eben deutlich weniger als zehn Prozent von 1.000 Euro. Immerhin bieten die Broker ihren Tradern die Option, das Kapital mit Hilfe von Hebeln stark zu erhöhen. Diese Taktik ist jedoch mit einem hohen Risiko verbunden und eher etwas für den Profi-Trader.
  • Marktlage: Der VIX als Volatilitätsindex zeigt beispielsweise, dass Märkte bei Werten unter 15 meist ruhig verlaufen, während Werte über 25 auf starke Schwankungen und erhöhte Handelschancen, aber auch ein deutlich höheres Risiko für Stop-Outs hindeuten.
  • Disziplin: Wer auf die Schnelle in der Trading-App Aktien kauft und Trades eröffnet, weil er etwas Positives darüber in den Nachrichten gehört hat, macht Verlust. Es ist wichtig, dass man strukturiert an das Online Trading herangeht, eine Strategie aufbaut und das Risiko durch Diversifikation breit streut.
  • Handelsinstrumente: Neben Aktien gibt es viele weitere Handelsinstrumente, die ihre eigenen Chancen und Risiken haben. Im Vergleich zu Unternehmensanteilen können die Renditen im Devisenhandel oder mit Kryptowährungen z. B. deutlich höher sein. Diese Möglichkeiten kommen jedoch mit einer stärkeren Volatilität und Gefahr für Verluste.

Steuern und Abgaben beim Trading

Wer in Deutschland mit Trading Gewinne erzielt, muss diese in der Regel versteuern. Auf Kapitalerträge fällt die Abgeltungssteuer (25 % KESt) an, zusätzlich kommen Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer hinzu. Damit liegt die effektive Steuerlast häufig bei rund 26–28 %.

Anders als bei Angestellten gibt es zudem keine automatische Sozialversicherung: Kranken- und Pflegeversicherung müssen selbst getragen werden, ebenso wie freiwillige Beiträge zur Rentenversicherung. Dadurch sinkt der tatsächlich verfügbare Nettoertrag deutlich. Gerade wer vom Trading leben möchte, sollte diese laufenden Abgaben fest in seine Kalkulation einbeziehen, da sie die effektive Rendite spürbar reduzieren.

Testen Sie gerne unseren Trading.de Steuer-Rechner!

Rund 90 Prozent der Trader verlieren auf lange Sicht

Wenn Sie überlegen, ob Sie zukünftig versuchen möchten, vom Trading leben zu können, sollten Sie einige Punkte beachten. Dazu gehört zum Beispiel, dass rein statistisch betrachtet nur ein kleiner Teil der Trader nachhaltig Erfolg hatund dementsprechend vom Trading leben kann. Laut ESMA (2019) verlieren zwischen 74 % und 89 % der Kleinanlegerkonten beim CFD-Trading Geld. Im Umkehrschluss bedeutet das, dass die Mehrheit der Trader keine dauerhaft positiven Ergebnisse erzielt oder zumindest nicht ausreichend verdient, um davon zu leben.

Zudem müssen Sie berücksichtigen, dass es auf mehrere Faktoren ankommt, wie viel Geld Sie überhaupt pro Monat zum Bestreiten Ihres Lebensunterhalts benötigen. Darüber hinaus definieren Trader den Begriff „leben können“ häufig unterschiedlich und meinen damit entweder: 

  • Haupteinkommen generieren
  • Nebeneinkommen erzielen
  • Sporadische Aufbesserung der Haushaltskasse

Wenn ich nach meinen Erfahrungen darüber spreche, ob man vom Trading leben kann, dann meine ich damit ein ausreichendes Einkommen, von dem Sie Ihre üblichen Fixkosten zahlen können. Grundsätzlich müssen Sie zudem berücksichtigen, dass es ein hohes Risiko beinhaltet, wenn Sie vom Trading leben möchten.

Zusammenfassung der Erfahrungen unseres Trading.de Experten:

Andre Witzel - Trader und Experte bei Trading.de
Andre Witzel
Trader & Experte

Typische Fehler, die ich in meiner Coaching-Praxis immer wieder sehe, sind vor allem bei Anfängern sehr ähnlich. Viele starten mit zu hoher Positionsgröße und riskieren deutlich mehr als 1–2 % pro Trade. Das führt schon bei kleinen Verlustserien zu starken Drawdowns. Auch wird oft ohne klares Risiko- und CRV-Konzept gehandelt, sodass Gewinne und Verluste langfristig nicht im Verhältnis stehen. Gerade das in Kombination mit emotionalem Trading sorgt dafür, dass viele Einsteiger trotz funktionierender Strategie langfristig kein stabiles Ergebnis erzielen.

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Beispielrechnungen zum Geldverdienen mit Traden:

Doch wie stellt sich der Verdienst in einem typischen Beispiel dar? Denn die meisten Trader sind unabhängig und nutzen ihr eigenes Startkapital. Dies entscheidet dann eben auch bereits über die Verdienstchancen.

Ausgangssituation:

Der Trader hat ein Startkapital von 100.000 €.

Er riskiert pro Trade 1 % seines Kapitals, also 1.000 €. Diese 1%-Regel zählt zu den bekanntesten Grundsätzen eines soliden Risikomanagements. Er entscheidet sich, in eine bestimmte Aktie zu investieren, die derzeit für 50 € pro Aktie gehandelt wird. Seine Handelsstrategie weist langfristig eine Trefferquote von 55 % und ein Chance-Risiko-Verhältnis (CRV) von 2:1 auf.

Das bedeutet: 28 Trades im Gewinn und 22 im Verlust. Zudem gewinnt der Trader bei jedem erfolgreichen Trade durchschnittlich 2.000 Euro, während der Verlust pro Fehltrade auf 1.000 Euro begrenzt ist (CRV von 2:1).

Jahresergebnis:

28 * 2.000 Euro = 56.000 Euro

22 * 1.000 Euro = 22.000 Euro

Gesamtergebnis: 56.000 – 22.000 = 34.000 Euro Gewinn

Das entspricht einer Rendite von 34 % auf das Startkapital von 100.000 Euro.

Natürlich handelt es sich dabei um ein vereinfachtes Rechenbeispiel. In der Praxis fallen zusätzlich Handelsgebühren, Steuern und Schwankungen der Positionsgröße an. Außerdem entwickeln sich Gewinne und Verluste nicht gleichmäßig über das Jahr. Wird ein Teil der Gewinne regelmäßig reinvestiert, kann langfristig zusätzlich der Zinseszinseffekt entstehen, der die Rendite über mehrere Jahre hinweg weiter verstärken kann.

Das Beispiel zeigt jedoch, dass bereits eine Trefferquote von rund 55 % ausreichen kann, um langfristig profitabel zu handeln – vorausgesetzt, das Risikomanagement stimmt und die durchschnittlichen Gewinne sind größer als die durchschnittlichen Verluste.

Tipp: Erst nebenberuflich, dann Vollzeit traden

Wenn man sich mit einer Tätigkeit selbstständig macht, beispielsweise mit dem Trading, sollte man immer vorsichtig an die Sache herangehen. Viele heute Selbstständige zum Beispiel haben die Tätigkeit zunächst neben Ihrem Hauptjob als Angestellter begonnen. So kann man nach und nach ausloten, ob es gute Aussichten gibt, in naher Zukunft tatsächlich von der Tätigkeit leben zu können.

Diese Vorgehensweise ist ebenso empfehlenswert, wenn Sie planen, später vom Trading leben zu können. Meinen Erfahrungen nach ist es in dem Fall sinnvoll, dass Sie zunächst versuchen, nicht direkt ausschließlich vom Handel zu leben. Behalten Sie stattdessen im ersten Schritt Ihren gewöhnlichen Job und traden nebenbei. 

Anschließend können Sie zum Beispiel den Zeitaufwand immer weiter steigern und so erkennen, ob Sie mit mehr Zeiteinsatz tatsächlich auch mehr mit dem Trading verdienen. Ein weiterer Vorteil dieser Vorgehensweise ist, dass Sie keinen emotionalen Druck aufbauen, also wenn Sie sofort unbedingt vom Trading leben wollen oder gar müssen.

Was braucht man, um vom Trading leben zu können?

Wenn Sie zukünftig vom Trading leben möchten, dann benötigen Sie eine Art Grundausstattung. Diese ist deshalb notwendig und empfehlenswert, weil Sie mit jedem Baustein Ihre Chance erhöhen, ein erfolgreicher Trader zu werden und somit im zweiten Schritt von Ihren Trading Erfahrungen profitieren, um davon leben zu können. Wichtig ist dabei vor allem, strukturiert und strategisch vorzugehen und einen klaren Plan zu verfolgen.

Im Überblick sind es vor allem die folgenden Tools und Elemente, die Sie benötigen:

  • Ausreichend Trading Kapital
  • Passender Broker
  • Passende Handelsstrategie
  • Hardware
  • Individuell passender Handelsort
  • Risikomanagement
  • Weiterbildungen
  • Austausch mit anderen Tradern

Lassen Sie uns etwas näher auf einige dieser Punkte eingehen, weil es sich dabei um wichtige Grundlagen handelt, damit Sie eine gute Chance haben, später vom Trading leben zu können. 

Ausreichendes Trading Kapital

Unabdingbar für ein späteres Einkommen, welches Sie durch das Trading erzielen, ist ausreichendes Trading Kapital direkt zu Beginn. Hier scheiden sich allerdings die Geister unter den Experten, wie viel Geld mindestens benötigt wird, um vom Trading leben zu können. 

10.000 bis 20.000 Euro sind sinnvoll
Die Angaben reichen hier von 10.000 Euro bis hin zu mindestens 250.000 Euro. Meinen Erfahrungen nach ist es sinnvoll, wenn Sie nebenberuflich mindestens 10.000 bis 20.000 Euro zu Beginn handeln können, um zumindest nach und nach ein steigendes Einkommen aufzubauen.

Ein Grund dafür ist die sogenannte 1%-Regel im Risikomanagement. Riskieren Sie beispielsweise maximal 1 % Ihres Kapitals pro Trade, entspricht das bei einem Konto von 10.000 € einem Risiko von 100 € pro Position. Bei kleineren Konten fällt der mögliche Gewinn pro Trade entsprechend geringer aus, sodass es deutlich schwieriger wird, daraus langfristig ein ausreichendes Einkommen zu erzielen. Gerade wer später vom Trading leben möchte, benötigt daher neben einer profitablen Strategie auch eine ausreichende Kapitalbasis.

Einen passenden Broker

Eine weitere Grundlage für den Handel, unabhängig davon, ob Sie vom Trading leben möchten oder nicht, ist ein passender Broker. In dem Zusammenhang sollten Sie darauf achten, dass der gewählte Broker Ihren Bedürfnissen in möglichst vollem Umfang entspricht. Hilfreich ist es, wenn Sie mehrere Broker miteinander vergleichen, zum Beispiel auf Grundlage der folgenden Kategorien:

  • Demokonto zum risikofreien Testen der Plattform und Strategien
  • Anzahl der Handelsinstrumente und verfügbaren Märkte
  • Konditionen (Gebühren), beispielsweise Spreads von unter 0,5 Pips im EUR/USD bei ECN-Konten
  • Trading-Plattform inklusive Analyse- und Automatisierungsmöglichkeiten
  • Kundenservice mit schneller Erreichbarkeit und kompetenter Unterstützung
  • Mindesteinzahlung, die idealerweise unter 100 bis 250 € liegen sollte
  • Auszahlungsdauer, die bei seriösen Brokern in der Regel unter drei Werktagen liegt
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Auf dieser Basis wählen Sie den Broker aus, der am besten zu Ihrem Handelsstil, Ihren Zielen und Ihren Strategien passt. 

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Passende Handelsstrategie

Apropos Strategien: Es ist ebenfalls sehr wichtig, dass Sie eine individuell passende und gute Handelsstrategie nutzen, wenn Sie vom Trading leben möchten. Die Strategie sollte mehrere Elemente beinhalten und zu Ihrem Trading Stil passen. Dazu gehören beispielsweise die Analyse von Charts, die Nutzung technischer Indikatoren und die Ausrichtung, ob Sie zum Beispiel eher den Trends folgen oder gegen Trends handeln möchten. 

Hardware als Grundlage für das Trading

Neben einer stabilen Internetverbindung ist auch die passende Hardware eine Voraussetzung, wenn Sie vom Trading leben möchten. Da der Zeitaufwand beim Trading nicht gering sein wird, sollte auf jeden Fall eine stabile und zuverlässige Internetverbindung vorhanden sein. Empfehlenswert ist heute ein Anschluss mit mindestens 100 Mbit/s sowie eine zusätzliche LTE- oder Mobilfunkverbindung als Backup für den Fall eines Ausfalls.

Gleiches gilt für die Hardware. Für die meisten Trader reicht ein moderner Mittelklasse-PC oder Laptop mit mindestens 16 GB Arbeitsspeicher und einem schnellen Prozessor vollkommen aus. Viele professionelle Trader arbeiten zudem mit zwei bis vier Monitoren gleichzeitig, um Charts, Nachrichten, Ordermasken und Wirtschaftsdaten parallel im Blick zu behalten. Für zusätzliche Sicherheit nutzen einige Händler darüber hinaus eine unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV), um bei Stromausfällen offene Positionen weiterhin überwachen und schließen zu können.

Auch mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablets können sinnvoll sein, um Positionen unterwegs zu kontrollieren oder auf wichtige Marktbewegungen zu reagieren.

Handelsstandort ebenfalls von Bedeutung

Woran die meisten Trader zu Beginn nicht denken, ist ein passender Handelsstandort. Es kann durchaus Einfluss auf Ihren Erfolg haben, an welchem Platz Sie Ihrer Tätigkeit als Trader nachgehen. Das hat vor allem etwas damit zu tun, um dort ungestört zu sein und möglichst entspannt arbeiten können. Grundsätzlich kommen für die meisten Trader einige der folgenden Handelsstandorte infrage: 

  • Zuhause (Home-Office)
  • Flexibles Arbeiten am Laptop an unterschiedlichen Standorten und Locations
  • Coworking-Space
  • Gemietetes Einzelbüro

Welcher dieser Standorte der richtige ist, hängt ausschließlich von Ihnen persönlich ab. Ich persönlich empfehle fürs Vollzeit-Trading jedoch ausdrücklich ein Home-Office mit fester Struktur denn Coworking ist tagsüber zu laut für News-Trading.

Beispiel für das benötigte Trading Kapital

Wie zuvor aufgeführt, ist es von entscheidender Bedeutung, dass Sie ausreichend Kapital einsetzen, um vom Trading leben zu können. Wie viel Kapital das ist, hängt meistens von Ihrer individuellen Situation ab. Trotzdem möchte ich anhand der folgenden Beispielrechnung aufzeigen, mit wie viel Kapitaleinsatz Sie unter bestimmten Voraussetzungen welches monatliche Einkommen erzielen könnten.

Gehen wir davon aus, dass Sie pro Monat ein Einkommen von 3.000 Euro benötigen, mit dem Sie gut leben können. Der Einfachheit halber gehe ich an der Stelle nicht auf Steuern und Sozialabgaben ein, die natürlich ebenfalls noch berücksichtigt werden müssen. 

Für die Kalkulation gehen wir davon aus, dass Sie eine monatliche Rendite von 2 Prozent mit dem Trading erwirtschaften. Das ist bereits ein ambitionierter Wert, den viele Trader langfristig nicht erreichen. Zudem handelt es sich lediglich um einen Durchschnitt: In manchen Monaten erzielen Sie vielleicht 5 % Rendite, in anderen lediglich 1 % oder sogar einen Verlust.

Wenn Sie also pro Monat mit einem Einkommen von mindestens 3.000 Euro kalkulieren, benötigen Sie bei einer durchschnittlichen Monatsrendite von 2 % ein Handelskapital von rund 150.000 €. Diese Rechnung dient lediglich als Orientierung und berücksichtigt weder Steuern noch Transaktionskosten oder Entnahmen.

Noch einmal zusammengefasst die Zahlen aus dem Beispiel:

  • Gewünschtes Einkommen pro Monat: 3.000 Euro
  • Kalkulierte Rendite pro Monat: 2 %
  • Trading-Kapital: 150.000 Euro oder mehr

Wenn Sie also zum Beispiel lediglich 10.000 Euro Startkapital hätten, würden Sie mit durchschnittlich 200 Euro pro Monat ein Nebeneinkommen generieren. Und das deckt für viele schon die Stromrechnung ab, ist also ein realistischer Einstieg, bevor sie den Schritt in den Vollzeithandel wagen.

Neben den genannten Aspekten haben ebenfalls Weiterbildungen, ein konsequentes Risikomanagement, eine bewährte Handelsstrategie und die mentale Stärke entscheidenden Einfluss darauf, ob Sie langfristig vom Handel leben können. Aus meiner Erfahrung bei Trading.de sind Disziplin und Kontinuität deutlich wichtiger als der Versuch, möglichst hohe Renditen in kurzer Zeit zu erzielen.

Prop-Trading als Alternative

Prop Trading ist eine Möglichkeit, auch ohne großes eigenes Kapital am Markt aktiv zu sein. Dabei handeln Trader mit dem Kapital eines Prop-Unternehmens und erhalten im Erfolgsfall eine Gewinnbeteiligung. Üblich sind Profit-Splits von etwa 70:30 bis 90:10 zugunsten des Traders, abhängig vom Anbieter und der Performance.

Vor dem Live-Handel müssen jedoch meist sogenannte Challenges oder Evaluierungsphasen bestanden werden, die oft zwischen 200 und 600 € Kosten verursachen. Bekannte Anbieter sind unter anderem FTMO, Apex oder FundedNext. Prop Trading kann den Kapitaldruck reduzieren, erfordert jedoch ein striktes Risikomanagement und ist für Anfänger häufig schwer zugänglich.

Was sind die Vor- und Nachteile vom Trading zu leben?

Vorteile

  • Selbstständigkeit, keine Kündigungsgefahr
  • Bessere Lebensqualität
  • Flexible Arbeitszeiten
  • (Theoretisch) unlimitiertes Einkommen
  • Kein Arbeitsweg
  • Hohe Verantwortung

Nachteile

  • Einsamkeit
  • Konkurrierende Bots und Handelssysteme
  • Kein festes Einkommen
  • Abhängigkeit von den Märkten
  • Keine klassische Sozialversicherung
  • Viel Eigenorganisation

Es gibt eine Reihe von Vorteilen, durch die sich Trader darin bestärkt fühlen, zumindest zu versuchen, vom Trading zu leben. Der wichtigsten Vorzüge für Sie als hauptberuflicher Trader sind: 

  • Selbstständigkeit
  • Bessere Lebensqualität
  • Flexible Arbeitszeiten
  • Keine Gefahr einer Kündigung
  • (Theoretisch) unlimitiertes Einkommen
  • Keine Zeitverschwendung durch Wegfall des Fahrweges zur Arbeit
  • Hohe Verantwortung

Diese Vorteile führen oft dazu, dass Trader sich dafür entscheiden, vom Trading zu leben. Zahlreiche dieser Vorzüge treffen für die meisten, selbstständigen Tätigkeiten ebenso zu, zu denen auch das Trading zählt. Fernab dieser Vorteile sollten Sie ebenso die Nachteile kennen, die es gibt, wenn Sie als Trader Ihr Haupteinkommen erzielen. Das sind im Wesentlichen:

  • Einsamkeit (beruflich)
  • Konkurrierende Bots und Handelssysteme
  • Kein festes und zuverlässiges Einkommen
  • Abhängigkeit von der Entwicklung an den Märkten
  • Keine klassische soziale Absicherung (z. B. kein Anspruch auf Arbeitslosengeld)
  • Steuerliche und finanzielle Eigenorganisation

Es ist insgesamt betrachtet vor allem die Unsicherheit und das durchaus hohe Risiko, welches gegen Trading als Hauptberuf spricht. Für manche Trader ist es auch nicht gut, beruflich immer alleine zu sein und auf eigene Faust zu agieren.

Meine Erfahrungen: Wie ist es vom Trading zu leben?

Meinen Erfahrungen nach hängt es sehr von der individuellen Situation ab, wie es in der Praxis ist, vom Trading zu leben. Tatsache ist, dass es nur ein kleiner Prozentsatz aller Trader in der Praxis schafft, durch den Handel ein ausreichend hohes Einkommen zu erzielen. Meiner Auffassung nach steht allerdings ebenso fest, dass vom Grundsatz her jeder Trader zumindest die Chance hat, später durch Trading ein regelmäßiges Einkommen zu erzielen – vorausgesetzt, Strategie, Risikomanagement und Disziplin greifen ineinander.

So werden Sie erfolgreich als Trader
Meine persönlichen Erfahrungen sehen so aus, dass die meisten Trader es in der eigenen Hand haben, ob sie es schaffen, vom Trading zu leben oder nicht. Viel hängt dabei meiner Erfahrung nach von den persönlichen Eigenschaften ab, wie zum Beispiel Disziplin, Geduld und konsequentes Vorgehen. Das bedeutet auch, dass Sie unbedingt Emotionen beiseitelegen sollten, denn diese führen beim Trading fast immer zu Verlusten.

Ich selbst habe im Laufe meiner Trading-Karriere unterschiedliche Marktphasen erlebt. Besonders prägend war eine Phase im DAX- und Forex-Handel, in der ich trotz einer grundsätzlich funktionierenden Strategie zunächst einen Drawdown von rund 15-20 % hatte, weil ich Positionsgrößen emotional zu stark angepasst habe.

Erst als ich konsequent auf feste Risikoregeln (u. a. 1 %-Regel pro Trade) umgestellt habe, hat sich die Performance stabilisiert. In einer meiner besten Phasen lag die monatliche Rendite bei etwa 10 %, bei einer Trefferquote von rund 55–60 %, wobei das Chance-Risiko-Verhältnis entscheidend war.

Ich habe gelernt, dass nicht die Trefferquote allein entscheidend ist, sondern die konsequente Umsetzung eines Systems über viele Trades hinweg. Unter dieser Voraussetzung bestehen deutlich realistischere Chancen, langfristig ein stabiles Trading-Einkommen aufzubauen.

Lernen Sie in der trading.de-Ausbildung, vom Trading zu leben

Sie sehen: Es ist nicht einfach, vom Trading zu leben. Die meisten Trader schaffen das nie, andere nur zeitweise. In der Trading-Ausbildung bei trading.de lernen Sie, wie Sie nachhaltig erfolgreich traden, um irgendwann davon leben zu können. Dabei geht es nicht um Methoden, die Sie „schnell reich“ werden lassen. Alle Inhalte basieren auf unseren Erfahrungen und tragen dazu bei, dass Sie langfristig erfolgreich an der Börse handeln können.

Dazu erhalten Sie Zugriff auf die Trading.de Community, in der Sie sich mit Gleichgesinnten zu möglichen Trades, ihren Erfahrungen und Ihren Strategien austauschen können. Wenn Sie Traden lernen möchten, ist unsere Ausbildung perfekt für Sie – probieren Sie es aus!

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Fazit: Vom Trading zu leben ist deutlich schwerer als es scheint

Seit mittlerweile fast zehn Jahren ist ein Trend zu beobachten, der darin besteht, dass eine wachsende Anzahl von Tradern es tatsächlich schafft, vom Handeln zu leben. Das zeigt, dass es generell möglich ist, mit dem Traden seinen Lebensunterhalt zu generieren. Das bedeutet allerdings nicht, dass es leicht ist.

Das ist auch darauf zurückzuführen, dass der Erfolg jedes einzelnen Traders sehr individuell ist und von mehreren Faktoren abhängig ist. Dazu gehören unbedingt Geduld, Disziplin und eine dokumentierte Strategie mit Backtest über mindestens 200 Trades. Hinzu kommen weitere Grundvoraussetzungen wie eine solide Hardware nebst stabiler Internetverbindung und die richtige Strategie. Treffen jedoch all diese Voraussetzung zu, sind die Chancen nicht schlecht, vom Trading zu leben.

Meistgestellte Fragen zum Leben vom Trading

Kann man mit Trading leben?

Grundsätzlich lässt sich diese Frage mit ja beantworten. Die meisten Trader haben zumindest die Chance, mit dem Trading zu leben und daraus ihren Hauptberuf zu machen. Allerdings sollten dazu einige Voraussetzungen erfüllt sein, wie zum Beispiel ein sehr gutes Verständnis der Märkte, Wissen, Erfahrungen und Eigenschaften wie Disziplin und Geduld. 

Wie viel verdient man mit Traden?

Wie hoch Ihr Verdienst beim Trading ausfallen kann, ist von so vielen Faktoren abhängig, dass es keine pauschale Antwort auf die Frage gibt. Auswirkungen auf den Verdienst hat zum Beispiel Ihr eingesetztes Kapital, demnach die Positionsgröße. Ebenfalls hängt die Höhe der Gewinne von Ihrer Risikobereitschaft ab, von den Entwicklungen am Markt und ebenso dem Zeitaufwand, den Sie in Verbindung mit dem Trading haben.

Kann man durch Trading Millionär werden?

Ja, nicht wenige Profis haben es geschafft, mit Trading Millionär zu werden. Als Anfänger würde ich dieses Ziel aber nicht sofort ansteuern. Wer realistisch bleibt, sollte mit einem monatlichen Einkommen planen, von dem man bequem leben kann. Vom 50k-Konto zur Million brauchst du bei realistischen 30 % p.a. ca. 12 Jahre.

Kann man mit Trading wirklich Geld verdienen?

Ja, es ist tatsächlich möglich, mit Trading Geld zu verdienen. Hierfür benötigen Sie das passende Wissen und ausreichend Startkapital. Wer ohne Erfahrung und mit Emotionen an die Sache herangeht, muss mit Verlusten rechnen.

Andre Witzel
Andre Witzel hat über 10 Jahre Erfahrungen im Trading und ist der Gründer von Trading.de. Als Experte, Coach in der Trading.de Ausbildung und Trader teilt seine Strategien und Methoden mit seinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps zum erfolgreichen Handel geben.
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  1. Vielen Dank für den Einblick.

    Hypothetisch: Was fällt alles an, wenn man vom Trading leben kann.
    Gehe der Einfachheit halber nicht von einer VV GmbH aus.
    Also sonst keine steinnahmen, außer Gewinn aus dem Trading.
    Keine Kirchensteuer.
    Da fallen doch an:
    26,67% Kapitalertragssteuer.
    Und Krankenkasse.
    Rentenkasse vielleicht auf freiwilliger Basis.
    Was fällt sonst noch an?

    Lieben Dank.
    Liebe Grüße.
    Lisa

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