Was ist eine Aktie? Definition und Erklärung

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Aktiengesellschaft und Aktien

Mit dem Kauf einer Aktie werden Vermögens- und Verwaltungsrechte an einer Aktiengesellschaft erworben, d. h. der Käufer profitiert bei Beteiligung vom finanziellen Erfolg der Firma und hat sogar die Möglichkeit zur Mitsprache.

Wissenswert:

Jeder Käufer einer Aktie (Synonym: Anteilseigner) ist ein sogenannter Aktionär (Miteigentümer der Firma). Dabei spielt es keine Rolle, ob das Unternehmen hinter der Aktie an der Börse notiert ist oder nicht. Es ist nun mal Fakt, dass es eine Reihe an Aktiengesellschaften gib, deren Aktien auf den Kapitalmärkten nicht frei gehandelt werden (Stichwort: Nennwertaktien).

Hinter gehandelten Aktien können Firmen mit folgenden Rechtsformen stehen:

  • AG (ausgeschrieben: Aktiengesellschaft)
  • SE (ausgeschrieben: Societas Europea)
  • INC (ausgeschrieben: Incorporated)
  • PLC (ausgeschrieben: Public Limited Company)
  • SA (ausgeschrieben: Société anonyme)
  • KGaA (Mischung zwischen Kommandit- und Aktiengesellschaft)

Welchen Wert hat eine Aktie?

Der Wert einer Aktie wird unterschieden in: Nennwert und Börsenwert.

Was ist der Nennwert einer Aktie?

Der Nennwert einer Aktie wird ermittelt, in dem das EK (Eigenkapital) der Aktiengesellschaft durch die Anzahl der Aktien geteilt wird.

Beispiel: Eine AG (Aktiengesellschaft) hat 100 Aktien (Synonym: Anteile) ausgegeben. Gehören einem Trader 3 Aktien des Unternehmens, dann gehören ihm 3 % der Firma. Der Nennwert einer Aktie ist immer ein statischer Wert.

Wissenswert: Aktien, die nicht auf dem Börsenmarkt gehandelt werden, werden „Nennwertaktien“ genannt.

Was heißt Börsenwert?

Beim Börsenwert handelt es sich um den Wert einer Stückaktie, bei dem sie ihren Besitzer an der Börse wechselt. Wie gut oder schlecht der Börsenwert ausfällt, hängt vom Angebot und der Nachfrage (Stichwort: Aktienkurs) ab. Das heißt, je größer das Interesse an einer Aktie ist (mehr Trader wollen kaufen) und je weniger Verkäufer es gibt, desto höher steigt der Aktienwert.

Wissenswert: Bei Stückaktien gibt es keinen Nennwert!

Briefkurs – Geldkurs – Aktien kaufen und verkaufen
Den Aktienkurs für börsennotierte Aktien gibt es nicht, es wird unterschieden zwischen: Briefkurs, Geld-Kurs und letzter Kurs.  

Was ist ein Briefkurs?
Der Briefkurs einer Aktie gibt an, zu welchem Wert der Besitzer (Aktionär) bereit wäre, die Aktie zu verkaufen.  

Was ist der Geldkurs?
Der Geldkurs einer Aktie gibt an, wie viel Interessenten bereit wären, für die jeweilige Aktie zu investieren.  

Was ist der letzte Kurs?
Der letzte Kurs ist der tatsächliche Wert, zudem eine Aktie den Besitzer gewechselt hat.

Welche Aktienarten gibt es?

Stammaktien: Es handelt sich um Wertpapiere, die dem Aktionär ein Stimmrecht in der Hauptversammlung gewähren. Die Hauptversammlung ist ein notwendiges Organ einer AG. Demgegenüber hat ein Aktionär einer Vorzugsaktie kein Stimmrecht, bekommt dafür aber eine höhere Ausschüttung.

Namensaktien sind eine gute Schutzmöglichkeit vor feindlichen Übernahmen. Über die Namensaktien der Deutschen Lufthansa AG kann gewährleistet werden, dass die Gesellschaft mehrheitlich in deutschen Händen ist.

Inhaberaktien sind Aktien, die formlos übertragen werden können, da sie nicht auf eine bestimmte laufen. Zwischen Aktionär und Aktiengesellschaft herrscht völlige Anonymität.

Vorzugsaktien garantieren eine höhere Dividende als Stammaktien (Stichwort: Dividendengarantie), jedoch hat der Aktionär kein Stimmrecht.

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