Risiko beim Traden ++ Definition & Erklärung

INHALTSÜBERSICHT

Ob Sie nun Anfänger oder erfahrener Trader sind – der Handel an Finanzmärkten bringt immer gewisse Risiken mit sich. Diese lassen sich nie gänzlich ausschließen. Erfahren Sie nachfolgend, welche Risiken es im Trading gibt und wie Sie diese weitestgehend reduzieren können.

Die verschiedenen Risiken beim Trading

Marktrisiko

Das Risiko beim Traden, dass es aufgrund ungünstiger Preisbewegungen zu Marktbewegungen kommt, die sich insgesamt auf dem Markt auswirken, wird als „Marktrisiko“ bezeichnet. Egal ob es um den Handel mit Rohstoffen geht, mit Währungen oder anderen Basiswerten, auf jedem Markt gibt es ein eigenes Marktrisiko.

Wissenswert:

  • Da das Marktrisiko immer Auswirkungen auf den kompletten Markt hat, kann dieses Risiko durch eine Diversifizierung des Portfolios nicht umgangen werden.
  • Die geografischen Handelsgrenzen und die Art des gehandelten Wertpapiers beeinflussen immer das Marktrisiko.

Welche Marktrisiken gibt es?

Aktienkursrisiko

Aktienkurse haben eine höhere Volatilität als die Kurse bei anderen Anlageklassen. Das bedeutet, der Preis eines Wertpapiers kann sich innerhalb kurzer Zeit stark verändern – Stichwort: Aktienrisiko.

Wissenswert: Es gibt 2 Arten Aktienkursrisiken, das systematische und unsystematische Aktienkursrisiko. Während sich das systematische Kursrisiko auf eine ganze Branche bezieht, geht es bei einem unsystematischen Risiko nur um eine bestimmte Firma.

Unsystematisches Aktienkursrisiko – Beispiel

Sie kaufen 200 Aktien der XYZ AG zu 30 Dollar das Stück mit dem Ziel, sie bei steigenden Preisen wieder zu verkaufen. Jetzt tritt aber der Geschäftsführer des Unternehmens zurück, wodurch der Aktienkurs auf 12 Dollar fällt. In diesem Moment die Aktien zu verkaufen, würde für Sie einen Verlust bedeuten. Ein Aktienkursrisiko, dass Sie tragen müssen, wenn Sie mit dem Verkauf nicht noch etwas warten wollen.

Rohstoffpreisrisiko

Beim Handel mit Rohstoffen sind plötzliche Preisänderungen keine Seltenheit. Oft werden diese durch jahreszeitliche, gesetzgeberische oder politische Veränderungen ausgelöst. Ein gutes Beispiel hierfür ist der Ukraine Krieg. Durch den Krieg stieg der Preis für das Getreide deutlich, wodurch gerade ärmere Länder in die Bredouille gebracht wurden, da sie die höheren Preise nicht mehr zahlen konnten.

Wissenswert: Rohstoffpreisänderungen können für Produzenten genauso zum Problem werden wie für Anleger, Trader oder Verbraucher.

Zinssatzrisiko

Wird z. B. der Zinssatz durch die FED erhöht, kann das dazu führen, dass sich Unternehmen weniger Kredite aufnehmen. Dadurch müssen sie natürlich ihre Investitionen und Ausgaben reduzieren. Die Zinserhöhung sorgt aber gleichzeitig dafür, dass mehr ausländisches Kapital in den USA angelegt wird. Dadurch gewinnt der Dollar an Wert. Eben aufgrund des starken Dollars sind die Unternehmen international weniger wettbewerbsfähig. Das wiederum wirkt sich negativ auf die Gewinne und das Wachstum der Firma aus und beeinträchtigt deren Aktienkurs negativ.

Wechselkursrisiko/

Währungsrisiko

Das Währungsrisiko bzw. Wechselkursrisiko oder auch Devisenrisiko gibt das Risiko an, mit dem Trader sich tagtäglich aufgrund der Fluktuationen der Wechselkurse auseinandersetzen müssen. Je nachdem in welche Richtungen sich die Währungskurse ändern, wird es mal teurer oder günstiger, Devisen zu erstehen.

Wissenswert:

· Trader, die sich auf den internationalen Forex-Märkten bewegen, müssen mit einem höheren Wechselkursrisiko rechnen.

· Trader können auch indirekt vom Währungsrisiko betroffen sein, in dem Sie zum Beispiel in Aktien einer Firma investiert haben, die von Exporten ins Ausland lebt oder die einen Rohstoffhandel betreiben. Auch die Investition in Firmen, die mit Fremdwährungen handeln, kann für Trader ein indirektes Wechselkursrisiko bedeuten.

Wie lässt sich das Marktrisiko messen?

Es gibt zwei Methoden zur Messung des Marktrisikos, das wäre Value at Risk und Beta.

Wissenswert:

  • Bei Beta wird die Volatilität einer Aktie anhand ihrer vergangenen Performance und einem Marktvergleich ermittelt. Hiermit wird praktisch ermittelt, ob sich eine Aktie wie der Markt entwickelt. Wirklich aussagekräftig bezüglich des Marktrisikos ist diese Methode nur bedingt, da die Marktrisiken teilweise sehr komplex sein können.
  • Bei Value at Risk (Wert im Risiko) handelt es sich um eine statistische Methode (Hier mehr erfahren).

Wie können sich Trader gegen das Marktrisiko absichern?

Es gibt verschiedene Wege zum Absichern gegen das Marktrisiko, wie z. B. Hedging. Hier werden zwei oder mehrere Positionen gehalten, um den Verlust der einen Position durch den Gewinn der anderen Position auszugleichen.

Wissenswert: Beim Optionshandel kann eine Risikoumkehr oder Delta-Hedging angewendet werden, um das Marktrisiko abzumildern. Bei der Risikoumkehr schützt ein Trader seine Short oder Long Positionen, in dem er zusätzlich noch in Call- oder Put-Optionen investiert.

Emittentenrisiko

Die Gefahr bzw. die Möglichkeit, dass die Emittenten von Wertpapieren ihren Zahlungsverpflichtungen nicht mehr nachkommen können, wird als Emittentenrisiko bezeichnet. Tritt tatsächlich der Worst Case ein, kann es zu Stundungen kommen, nur anteiligen Rückzahlungen oder das Zahlen einer unvollständigen Zinsleistungen. Das bedeutet für den Trader bestenfalls macht er nur eine niedrigere Rendite. Schlimmstenfalls verliert er das komplette Geld, dass er investiert hat.

Wissenswert: Beim Traden mit Staatsanleihen, Aktien oder Schuldverschreibungen kann gleichermaßen das Emittentenrisiko auftreten.

Wie lässt sich das Emittentenrisiko umgehen?

Trader, die das Emittentenrisiko vermeiden wollen, investieren in ETFs oder Fonds. Denn hierbei handelt es sich aus Firmensicht um ein sogenanntes „Sondervermögen“. Das bedeutet, geht das Unternehmen dahinter in Insolvenz, ist das Geld vor dem Zugriff der Gläubiger geschützt. Tradern kann auch die Überprüfung der Kreditwürdigkeit von Emittenten dabei helfen einzuschätzen, wie wahrscheinlich das Eintreten des Emittentenrisikos ist. Es gilt herauszufinden, was Ratingagenturen wie Fitch, Standard & Poors oder Moodys über die Kreditwürdigkeit der Firma sagen.

Liquiditätsrisiko

Beim Traden ist auch das Liquiditätsrisiko nicht zu unterschätzen. Das bedeutet, der Trader kann seine Positionen aufgrund von Marktstörungen oder unzulänglicher Markttiefe nicht schnell genug liquidieren, obwohl er das möchte. Oder Sie nur mit Verlusten verlängern oder auflösen – Stichwort: Marktliquidität.

Für erfolgreiches Traden ist es wichtig, dass die Trader sich bewusst sind, welche Risiken sie eingehen und aktiv versuchen, diese zu minimieren, in dem Sie z. B.  auf eine Diversifikation ihres Portfolios setzen oder Stop-Loss-Orders nutzen.

Unwissenheit

Unwissenheit ist jedoch eines der größten Risiken, die zum Totalverlust führen können. Vor allem im Day-Trading können viele Fehler passieren, die richtig Geld kosten und auf Unwissenheit zurückzuführen.

Unwissenheit im Trading als Risiko – Beispiele

CFDs versprechen Tradern die Möglichkeit auf hohe Gewinne in kurzer Zeit, allerdings besteht hier auch das Risiko, alles zu verlieren. Einfach ausgedrückt sind Differenzkontrakte nichts anderes als eine Art Wette zwischen Trader und Broker auf dem Kursverlauf eines Basisprodukts. Gewinnt der Trader also war seine Einschätzung korrekt, bekommt er die Kursdifferenz am Ende ausbezahlt. Entwickelt sich der Kurs anders als erhofft, verliert der Trader sein eingesetztes Kapital.

Die hohen Gewinne werden bei CFDs aufgrund des Hebels möglich. Das bedeutet, der Trader setzt nur einen kleinen Teil eigenes Geld ein, den Rest schießt der Broker zu – Stichwort: Fremdkapital Trading. Ähnlich spekulativ ist der Handel mit Devisen (Forex-Trading/Foreign Exchange Trading). Das bedeutet, Einsteiger sollte auf diesem Markt überlegt vorgehen, da sie aufgrund des mangelnden Fachwissens nicht alle Risiken überschauen können.

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