Bundesanleihe

Begriff und Definition

Eine deutsche Bundesanleihe (kurz: Bund) ist eine Anleihe, die von der Bundesrepublik Deutschland als Staatsanleihe ausgegeben wird. Neben kurzfristigen Krediten von Banken sind Bundesanleihen und andere Bundeswertpapiere eine Möglichkeit für die Bundesregierung, ihre Staatsausgaben zu finanzieren, wenn dies erforderlich ist.

Eine Bundesanleihe hat bei ihrer Emission eine Laufzeit von etwa 10 oder 30 Jahren und ist damit das am längsten laufende Bundeswertpapier. Im Jahr 2020 wurden erstmals Bundesanleihen mit 7- und 15-jähriger Laufzeit begeben, weil der Kreditbedarf deutlich höher war. Bundesanleihen haben einen festen jährlichen Zinssatz (Coupon). Wie bei allen verzinslichen Wertpapieren wird die Anleihe als Prozentsatz des Nennwerts (par value) angegeben. Am Ende der vertraglichen Laufzeit werden die Staatsanleihen zum vollen Nennwert zurückgezahlt. Die Währung ist normalerweise der Euro, obwohl die Bundesregierung bereits 2005 und 2009 Anleihen ausgegeben hat, deren Zinsen und Rückzahlungen in US-Dollar erfolgten.

Der Käufer der Bundesanleihe leiht sich sein Kapital von der Bundesregierung für einen bestimmten Zeitraum. Im Gegenzug erhält der Käufer einen festen Zinssatz, den so genannten Coupon, der jährlich ausgezahlt wird. Gleichzeitig haben die Käufer die Möglichkeit, Bundesanleihen an der Börse zu verkaufen. Bundesanleihen sind „kugelsichere“ Wertpapiere.

Bündel sind bereits ab 0,01 EUR erhältlich, eine Größe, die jedoch irrelevant ist. Der Name ist jedoch so gewählt, dass auch Kleinanleger Bundesanleihen kaufen können. Bundesanleihen gehören zu den sogenannten handfesten Anlagen.

Der deutsche Staat nimmt bei institutionellen und privaten Anlegern Kredite in Euro auf. Sie emittiert Anleihen mit zwei verschiedenen Laufzeiten und einem festen Nominalzins. Die Zinsen werden jährlich am Ausgabetag gezahlt. Wenn die Anleihen fällig werden, werden sie zu ihrem Nennwert zurückgezahlt.

Schreibe einen Kommentar