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Eine Reihe von Indikatoren sagen etwas darüber aus, mit welcher Kraft entweder ein Aufwärts- oder Abwärtstrend am Markt auftritt. Anders ausgedrückt messen diese Indikatoren die Stärke von Bullen einerseits und Bären andererseits, sollte es einen Trendmarkt geben. Häufig handelt es sich dabei um sogenannte Oszillatoren, zu denen unter anderem auch der Force Index, kurz FI, als Indikator gehört.

Wir möchten uns im Beitrag damit beschäftigen, wie der Force Index aufgebaut ist und worin seine Aussage besteht. Ferner gehen wir auf die Vor- sowie Nachteile des Indikators ein, wie er berechnet wird, wie das Ergebnis zu interpretieren ist und welche Anwendungsmöglichkeiten Sie als Trader haben. Sie erfahren ebenfalls, ob es Divergenzen gibt, wie Sie den Indikator Force Index in Ihrer Handelssoftware einfach zufügen und beantworten einige häufig auftretende Fragen.

Force Index (FI) Indikator erklärt Trading Strategien & Berechnung

Das Wichtigste zum Force Index Indikator im Überblick:

  • Der Force-Index (FI) ist ein Oszillator, der die Stärke von Markttrends misst, indem er Preisänderungen und Handelsvolumen kombiniert.
  • Er kann verwendet werden, um Trends zu bestätigen, ihre Stärke zu bewerten und mögliche Trendänderungen zu erkennen.
  • Dieser Indikator wird berechnet, indem die tägliche Kursänderung mit dem Handelsvolumen multipliziert wird.
  • Er kann auf verschiedene Märkte angewendet werden und mit anderen Indikatoren kombiniert werden, um Trends zu bestätigen.
  • Divergenzen im FI können Wendepunkte anzeigen und Kauf- oder Verkaufssignale liefern.

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Definition und Aufbau des Forex Index Indikators

Force Index Indikator

Beim Force Index Indikator handelt es sich um einen Oszillator, der die Kraft und Stärke von Aufwärts- und Abwärtstrends misst. Die Messung erfolgt innerhalb eines Trendmarkts, in dem entweder die Bullen oder die Bären das Sagen haben. Es sind im Wesentlichen drei Grundlagen, auf denen der Force Index Indikator basiert, nämlich:

  • Kurs (Preis)
  • Richtung (Trend)
  • Handelsvolumen (Umsatz)

Diese drei Bausteine gelten als wesentliche Elemente einer jeden Kursveränderung. In dem Zusammenhang hat der FI die Eigenschaft, vorhandene Trends zu bestätigen, aber auch mögliche Korrekturen zu identifizieren.

Von den drei zuvor genannten Eigenschaften, also dem Kurs mit seiner Richtung und dem Handelsvolumen, ist insbesondere der Umsatz beim Force Index Indikator von großer Bedeutung. Dieser verändert sich nämlich meistens, wenn Trendbrüche erfolgen oder auch sowohl Widerstände als auch Unterstützungen durchbrochen werden. Dahinter steckt der Gedanke, dass je größer die Kursänderung ist, desto größer muss im Normalfall die Stärke sein, die damit verbunden ist. Anders ausgedrückt: Umso größer der Umsatz ist, desto stärker ist die jeweilige Bewegung des Kurses.

Notiz
Als Oszillator schwankt der Force Index Indikator stets zwischen positiven und negativen Werten.

Man spricht in dem Zusammenhang alternativ auch von einer Nulllinie, bei der sich der FI entweder darüber oder darunter befindet. Erfinder und Entwickler des Indikators ist Dr. Alexander Elder, der insbesondere Wert auf die Einfachheit der Indikatoren legte. Ferner handelt es sich beim Force Index Indikator um eine Kombination zwischen dem Kurs-„Momentum“ und dem Handelsvolumen (Umsatz).

Grundlage für die Entwicklung durch Alexander Elder war der Gedanke, dass die Kurse die Gedanken der Trader wiedergeben, während die Umsätze deren Emotionen reflektieren. Durch den Force Index werden nun Kurse und Volumen kombiniert, um faktisch Emotionen und Gedanken, also den Verstand, in Einklang zu bringen. Das spiegelt sich im Force Index wider, denn dieser multipliziert die tägliche Kursveränderung (Momentum vom Vortrag) mit dem Handelsvolumen.

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Vor- und Nachteile des Force Index Indikators

Vorteile:

  • Bestätigung von Trends
  • Messung der Stärke von Auf- und Abwärtstrends
  • Identifizierung eventueller Trendänderungen
  • Einfache Berechnung
  • An allen Märkten einsetzbar
  • Drei wichtige Faktoren (Kurs, Richtung und Volumen) des Handels werden berücksichtigt

Nachteile:

  • Nachlaufender Indikator
  • Kurzfristiger Force Index erzeugt zahlreiche Schwankungen
  • Längerfristiger Force Index reagiert langsam auf Kursänderungen

Der Force Index gilt als sehr effektiv. Das ist vor allem darauf zurückzuführen, dass er die Kraft und Stärke von Marktentwicklungen misst.

Anders ausgedrückt: Der FI prüft im Grunde die Legitimität von Kursbewegungen und trägt dazu bei, einen Ausbruch zu bestätigen. Das geschieht insbesondere, wenn nach dem Kursausbruch ein deutlicher Anstieg bei den Umsätzen – in Richtung des erfolgten Ausbruchs – zu erkennen ist.  Anders ausgedrückt müssen Trader bei einem Ausbruch ohne höhere Umsätze damit rechnen, dass sich um sogenannte Falschausbrüche handeln könnte.

Ebenfalls vorteilhaft beim Force Index Indikator ist die einfache Berechnung, die auch Anfänger durchführen können. Ferner können Sie den FI an allen Märkten einsetzen. Zudem berücksichtigt der Indikator drei wichtige Merkmale im Bereich des Handels, nämlich Volumen, Richtung und Umfang. Neben den genannten Vorteilen gibt es ebenfalls einige Nachteile, die Sie im Hinblick auf den Force Index Indikator kennen sollten. Das sind im Wesentlichen:

  • Nachlaufender Indikator
  • Kurzfristiger Force Index erzeugt zahlreiche Schwankungen
  • Längerfristiger Force Index reagiert langsam auf Kursänderungen

Diese wesentlichen Nachteile sind keine Seltenheit für Oszillatoren. Zum einen handelt es sich auch beim FI um einen so genannten nachlaufenden Indikator. Das bedeutet, dass durch die Glättung der Daten Handelssignale etwas verzögert bereitgestellt werden. Daraus können sich für Trader durchaus negative Konsequenzen ergeben. So ist es in der Praxis häufiger zu sehen, dass der Force Index nach einem erfolgten Ausbruch des Kurses erst einige Zeit später mit dem Ansteigen startet. Zu dem Zeitpunkt kann es jedoch passieren, dass der Kurspunkt des Ausbruchs deutlicher überschritten hat. Das wiederum würde zu diesem Zeitpunkt einen Einstieg in den Markt für Trader nicht mehr rechtfertigen.

Ebenfalls als Nachteil ist zu sehen, dass ein kurzfristiger FI vergleichsweise zahlreiche Schwankungen verursacht. Das ist darauf zurückzuführen, dass schon kleinere Kursbewegungen oder alternativ Steigerungen der Volumina zu größeren Schwankungen führen können. Das gilt zum Beispiel für die Perioden 10, 13 und 20. Ein längerfristiger FI hingegen, der zum Beispiel die Zeiteinheiten 50 oder 100 hat, generiert zwar weniger Schwankungen. Dafür ist die Reaktionszeit auf Kursänderungen relativ langsam.

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Wie lautet die Formel zur Berechnung des Force Index Indikators?

die Formel zur Berechnung des Force Index Indikators

Die Berechnung des Force Index Indikators basiert auf den genannten Elementen, nämlich Kurs und Volumen, um die Stärke einer Bewegung festzustellen. Somit schwankt der Oszillator zwischen einem positiven und negativen Bereich, wobei er von der Konstruktion her nicht begrenzt ist. Damit ist gemeint, dass der FI ohne Limit steigen oder fallen kann. Die Berechnung des Force Index Indikators gliedert sich in die folgenden Schritte:

  1. Aktuellen Schlusskurs, Schlusskurs des vorherigen Zeitraumes sowie aktuellen Umsatz zusammenstellen
  2. Berechnung des 1-Perioden-Force Index
  3. Berechnung des Exponential Moving Average (EMA)

Die zuvor genannten Schritte wiederholen Sie dauerhaft stets nach dem Ende eines Zeitraums. Bei der Berechnung des Exponential Moving Average ist zu beachten, dass zum Beispiel für einen FI 20 mindestens 20 Berechnungen des Force Index notwendig sind.

Die eigentliche Formel lautet dann:

  • FI( 1 )=( KPCh − PCP )∗VFI( 1 3 )= 13-Perioden-EMA von FI( 1 )

Zur Erklärung der Abkürzungen: „FI“ steht für den Force Index, „CCP“ für den aktuellen Schlusskurs, „PCP“ für den vorherigen Schlusskurs, VFI für den Volumen Force Index sowie EMA für den Exponential Moving Average.

An der Formel zur Berechnung wird deutlich, dass der FI über einen bestimmten Zeitraum hinweg den aktuellen Kurs mit einem vorherigen Kurs vergleicht. Anschließend findet eine Multiplikation mit dem Handelsvolumen über die gleiche Periode statt. Das führt zu dem Ergebnis, dass der errechnete Wert sowohl positiv als auch negativ sein kann.

Interpretation und Signale des Force Index Indikators

Interpretation und Signale des Force Index Indikators
Interpretation und Signale des Force Index Indikators

Wichtig für die Interpretation des Force Index Indikators ist die Maßgabe, dass Trader ausschließlich in Richtung des übergeordneten Trends handeln sollten. Standardmäßig wird ein Force Index mit dem Trendfilter 13 genutzt. Weist der FI nach oben, wäre das ein Kaufsignal und dementsprechend würden Trader eine Long-Position eröffnen. Ist das Gegenteil der Fall, weist der FI demzufolge nach unten, wäre das ein Verkaufssignal und Trader würden eine Position verkaufen bzw. eine Short-Position eröffnen.

Die Maßgabe des Entwicklers Alexander Elder lässt sich so zusammenfassen, dass ein Kauf immer dann aussichtsreich ist, falls der 2er FI negativ ist, während ein Verkauf anzuraten ist, sollte der 2er FI positiv sein. Was etwas kompliziert klingt, lässt sich – insbesondere für Anfänger – etwas einfacher ausdrücken: Sollte der FI innerhalb eines Aufwärtstrends negativ werden, wäre das ein Kaufsignal. Sollte der FI hingegen innerhalb eines Abwärtstrends positiv werden, sollten Trader verkaufen. Dahinter steckt der an den Finanzmärkten allseits bekannte Gedanke, innerhalb einer Schwächeperiode zu kaufen, während man in einer starken Phase verkauft.

Ebenfalls zur Interpretation gehört, dass Trader eventuelle Abweichungen zwischen einem EMA des RI und des Kurses erkennen. Diese können nämlich eine Trendwende kennzeichnen, die von großer Bedeutung ist. Daraus leiten sich insbesondere die folgenden Interpretationen ab:

  • Ein sinkender FI unter 0 bestätigt fallende Kurse
  • Ein Anstieg des FI über 0 bestätigt steigende Kurse
  • FI erreicht geringere Swing-Hochs, Kurs des Basiswertes jedoch höhere Hoch → bärische Divergenz → Kurse könnten fallen
  • FI erreicht höhere Swing-Tiefs, Kurs jedoch niedrigere Tiefs → bullische Divergenz → Kurse könnten steigen

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Anwendungsmöglichkeiten und Trading mit dem Force Index Indikator

Zu den Vorteilen des Force Index Indikators gehört unter anderem, dass dieser an sämtlichen Märkten angewendet werden kann. Die Grundlage dafür ist, dass in erster Linie die Stärke einer Bewegung gemessen wird, vor allem anhand der Umsätze. Da es an sämtlichen Märkten Umsätze mit entsprechend stärkeren oder geringeren Volumen gibt, ist der Force Index Indikator zum Beispiel für den Handel mit folgenden Basiswerten geeignet:

  • Aktien
  • Rohstoffe
  • Devisen
  • Kryptowährungen

Besonders gut ist der Force Index in Märkten, in denen es regelmäßig höhere Umsätze gibt. Daher führt der FI manchmal in Seitwärtsmärkten zu Fehlsignalen, was jedoch eine typische Schwäche nahezu aller Oszillatoren darstellt.

Strategie mit dem Force Index Indikator

Es gibt einige Strategien, die sich auf Grundlage des Force Index Indikators durch Trader umsetzen lassen. Alexander Elder zum Beispiel empfiehlt bei relativ kurzfristigen FI, beispielsweise dem 2er Force Index, dass Trader die Möglichkeiten von Buy-Stop und Sell-Stop in Anspruch nehmen sollten. Konkret kann das unter der Voraussetzung so aussehen, dass der eher langsame RFI von 13 unter der Null-Linie ist, während der schnelle FI von 2 die Nulllinie von oben nach unten kreuzt.

Das wiederum wäre ein Signal, eine Long-Position aufzubauen. Innerhalb dieser Strategie würde nun am Hoch der Signal Candlestick ein Buy-Stop gesetzt. Anschließend gibt es zwei Szenarien:

  1. Markt kehrt um
  2. Markt fällt weiter

Sollte das erste Szenario eintreten, würde das Stop innerhalb der Long-Position greifen. Fällt der Kurs des Basiswertes hingegen weiter, wird der Buy-Stop zum folgenden Hoch einer Kerze gesetzt. Nachdem der Buy-Stop greift, was das Eröffnen der Long-Position zur Folge hat, sollte genügend Umsatzstärke vorhanden sein, sodass der Kurs in die geplante Richtung läuft. Dann findet im Rahmen dieser Strategie das Setzen einer Stop-Loss Marke statt. Diese sollte sich am Tief der Einstiegs-Kerze befinden.

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Einstellungen beim Force Index Indikator

Einstellungen beim Force Index Indikator

Die Einstellungen beim Force Index Indikator beziehen sich in erster Linie auf die entsprechenden Perioden. Es gibt sehr schnelle FI von beispielsweise zwei oder drei. Auf der anderen Seite können Sie jedoch ebenso einen langsameren Force Index von zum Beispiel 13 wählen, was in der Regel auf die Standardeinstellung ist. Höhere Einheiten nutzen Sie insbesondere dann, wenn Sie eine größere Glättung haben möchten. Bei niedrigeren Zahlen findet hingegen eine geringere Glättung statt.

Trendbestimmung mit dem Force Index

Mit dem Force Index Indikator ist es möglich, den Trend zu verstärken oder eine Bestimmung vorzunehmen. Abhängig ist das von den entsprechenden Parametern des FI, sodass er sowohl zur Bestimmung von kurz- und mittel- als auch langfristigen Trends eingesetzt werden kann. Da der FI ebenfalls Daten zum Volumen (Umsatz) enthält, bezieht sich die Trendbestimmung insbesondere auf dessen Dynamik.

Sollte der Force Index zum Beispiel ein neues Hoch erreichen, ist davon auszugehen, dass sich ein bestehender Aufwärtstrend fortsetzen wird. Fällt der Force Index demgegenüber auf ein neues Tief, spricht das für das Fortsetzen eines existierenden Abwärtstrends. Von einer Trendumkehr geht man unter der Voraussetzung aus, dass der Force Index ein höheres Tief erreicht.

Anders ausgedrückt: Ist ein Trend relativ stark, gibt es auch beim Force Index Indikator eine größere Veränderung. Dann ist es relativ wahrscheinlich, dass sich ein bereits existierender Trend weiter fortsetzen wird. Andersherum bedeutet ein nicht steigender FI nicht zwangsläufig, dass es eine Abschwächung eines Aufwärtstrends gibt, sollte der aktuelle Kurs des Basiswertes steigen. Im Zusammenhang mit der Bestimmung von Trends können Sie sich beim Force Index Indikator folgende Leitsätze merken:

  • FI erreicht neues Hoch → Weiterführung des Trends
  • FI wird positiv, während eines fallenden Trends → Signal
  • FI sinkt auf ein Tief → Weiterführen eines Abwärtstrends
  • Kursänderung mit Volumenänderung nicht in Korrelation →  Ankündigung einer Trendumkehr

Wie Sie an diesen Leitsätzen erkennen, lässt sich beim Force Index Indikator im Hinblick auf Trends zwischen bullischen und bärischen Signalen differenzieren. Erreicht der FI zum Beispiel neue Hochs innerhalb eines Aufwärtstrends, spricht das definitiv für eine Trendfortsetzung. Das wäre dementsprechend für Trader ein vergleichsweise eindeutiges Kaufsignal. Ein ebenfalls bullisches Signal ist es, wenn der FI in einer Periode fällt, in der es einen Aufwärtstrend gibt, und zwar unter 0.

Neben den bullischen Signalen erzeugt der Force Index ebenfalls bärische Signale. Das ist zum Beispiel unter der Voraussetzung der Fall, dass der FI neue Tiefstände innerhalb eines Abwärtstrends erreicht. Auch dann kann von einer Fortsetzung des Trends ausgegangen werden. Gleiches gilt unter der Voraussetzung, dass der FI innerhalb eines Abwärtstrends sinkt.

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Force Index Indikator in die Software einfügen

Force Index Indikator- Trading-Panel

Als Oszillator wird der Force Index Indikator häufiger genutzt, sodass er in vielen Bereichen in die eine Software eingefügt werden kann. Das gilt zum Beispiel für die Trading-Plattform MetaTrader. Dort wählen Sie folgende Punkte aus, um den Force Index in den Chart zu integrieren:

  1. Einfügen
  2. Indikatoren
  3. Oszillatoren
  4. Force Index

Bei den Zeiträumen des Force Index können Sie zwischen kurzfristigen Perioden und langfristigen Perioden wählen. Meistens stehen die 2-10 sowie die 13er-Perioden als Auswahlmöglichkeit zur Verfügung. Den Force Index Indikator können Sie ebenfalls in die Charting Software TradingView einfügen und dort nutzen. Sie gehen nach einem ähnlichen Prinzip bei der Auswahl vor und können auch in dem Fall Parameter wählen, nämlich die Anzahl der Perioden.

Divergenzen beim Force Index Indikator

Divergenzen sind beim Force Index Indikator von großer Bedeutung, da sie auf Wendepunkte beim entsprechenden Basiswert hindeuten können. Erreicht der Basiswert zum Beispiel ein neues Tief, bildet der 2er-EMA Force Index jedoch ein höheres Tief aus, wäre das ein klassisches Kaufsignal.

Tritt hingegen das Gegenteil ein, erreicht also der Basiswert ein höheres Hoch und der 2er-EMA gibt ein niedrigeres Tief an, wäre das entsprechend ein Verkaufssignal. Dementsprechend lässt sich zwischen bullischen und bärischen Divergenzen unterscheiden. Dadurch werden vor allem die wesentlichen Wendemarken identifiziert, die Tradern eine hilfreiche Aussage geben.

Kombinationsmöglichkeiten des Force Index mit anderen Indikatoren

Als Oszillator kann der Force Index mit mehreren, weiteren Indikatoren kombiniert werden. Das ist sogar in aller Regel empfehlenswert. Sehr gut geeignet sind unter anderem Trendindikatoren, denn dadurch können Trends noch einmal bestätigt werden, die der Force Index Indikator angibt. Deshalb wird der FI gerne mit einem der folgenden Trendindikatoren kombiniert:

Alternativen zum Force Index Indikator

Da es sich beim Force Index Indikator um einen Oszillator handelt, sind auch die möglichen Alternativen vorrangig in dieser Indikatorengruppe zu suchen. Infrage kommen daher beispielsweise die folgenden Oszillatoren:

Der Chaikin Oscillator zum Beispiel geht ebenfalls davon aus, dass die Stärke der Handelsumsätze zeigen, in welche Richtung und in welchem Umfang sich die Kursbewegungen entwickeln werden. Zudem zeigt er, ob Trends entstehen.

Fazit zum Force Index Indikator

Der Force Index Indikator ist ein Oszillator, mit dem die Stärke hinter der Bewegung eines Kurses gemessen wird. Eingesetzt wird der FI in erster Linie von Tradern, um Ausbrüche zu bestätigen eine eventuelle Trendumkehr zu identifizieren. Innerhalb der Berechnung werden der aktuelle Kurs des Basiswertes und ein früherer Kurs miteinander verglichen sowie anschließend mit dem Handelsvolumen in der gleichen Periode multipliziert.

Zu den Stärken zählt, dass der FI an allen Märkten eingesetzt werden kann, die Berechnung einfach ist und er relativ gute Signale liefert. Die Schwächen der Oszillatoren sind altbekannt, nämlich eine zeitliche Verzögerung und die Tatsache, dass beim kurzfristigen FI zahlreiche Schwankungen generiert werden.

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Häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Force Index Indikator:

Was misst der Force Index Indikator?

Der FI misst, wie stark Abwärts- und Aufwärtstrends sind. Das geschieht dann, wenn sich der Basiswert in einem Trend befindet. Daraus lassen sich nicht nur Kauf- und Verkaufssignale ableiten, sondern ebenso eventuelle Trendumkehrungen erkennen.

Was sind die Stärken des FI?

Zu den Vorteilen und Stärken des Force Index zählen insbesondere, dass Trend sich bestätigen lassen und eventuelle Umkehrungen identifiziert werden. Zudem ist die Berechnung einfach und der Indikator ist an sämtlichen Märkten einsetzbar.

Was sind die Schwächen des FI?

Ein Nachteil des Force Index ist typisch für einen Oszillator, nämlich dass es sich um einen nachlaufenden Indikator mit zeitlichen Verzögerungen handelt. Zudem erzeugen kurzfristige FI viele Schwankungen, langfristige hingegen reagieren relativ langsam auf Kursänderungen.

Wie werden fallende und steigende Kurse/Trends bestätigt?

Am Wert des FI lässt sich erkennen, ob fallende oder steigende Kurse/Trends bestätigt werden. Fällt ein ohnehin sinkender Force Index unter 0, dann ist das eine Bestätigung der fallenden Kurse. Steigt er hingegen über 0, bestätigt er damit einen Aufwärtstrend.

An welchen Märkten kann der FI eingesetzt werden?

Ein Vorteil des Force Index ist seine Vielseitigkeit im Hinblick auf die Märkte. Er zum Beispiel an den Aktienmärkten und am Devisenmarkt genauso eingesetzt werden, als wenn Sie mit Rohstoffen oder Kryptowährungen handeln. Basis ist stets die Messung der Stärke von Volumen und sich daraus ergebenden Bewegungen.

Andre Witzel
Andre Witzel ist selbstständiger Trader und der Gründer von Trading.de. Er teilt seine Strategien und Methoden mit meinen Lesern. Er weiß genau welche Fehler Anfänger machen und kann ihnen die besten Tipps geben. Lernen Sie von seinen Erlebnissen auf Trading.de.
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