Was ist ein Analysten-Rating? – Definition & Erklärung

Analysten sind Personen, welche die Entwicklung von Wertpapieren und Kapitalanlagen untersuchen. Anschließend sprechen sie eine Empfehlung für oder gegen einen Kauf oder Verkauf aus. Diese Handelsempfehlung für den Kauf oder Verkauf von Wertpapieren wird Analysten-Rating genannt.

Analysten-Rating – der Ablauf

Dem Analysten-Rating liegen umfangreiche Beobachtungen zu Grunde. Sie werden im Auftrag eines unabhängigen Analyseunternehmens oder einer Bank von einem Wertpapieranalysten durchgeführt. Analysten sind bei Investmentbanken, Wirtschafts- und Vermögensberatungsunternehmen oder Fachverlagen tätig. Abhängig von der Größe der Investmentbank und des Ansehens des Analysten kann dessen Rating einen nachhaltigen Einfluss auf die Entwicklung des Aktienkurses haben. Derartige Empfehlungen werden in Deutschland hauptsächlich von der Dresdner Bank, Deutschen Bank, Commerzbank, HypoVereinsbank und den Landesbanken gegeben. Jedes Finanzinstitut verwendet eine eigene Terminologie, um die Aktie zu bewerten. Allerdings haben sich bestimmte Begriffe durchgesetzt.

·         Der Begriff „Strong Buy“ zählt mittlerweile zu den bekanntesten Ratings. Darunter ist eine unbedingte Kaufempfehlung zu verstehen. Hierbei hat das Analysten-Rating ergeben, dass eine Aktie im zeitlichen Verlauf steigen kann, da sie stark unterbewertet ist. Beim „Strong Sell“ greift das Gegenteil. Der „Strong Sell“ ist eine unbedingte Verkaufsempfehlung.
·         Unter „Buy“ und „Sell“ sind etwas abgeschwächte Empfehlungen zu verstehen. Des Weiteren erfreut sich der Ausdruck „Hold“ ebenfalls großer Beliebtheit. Dieser Begriff empfiehlt Aktienbesitzern, das Wertpapier zunächst im Bestand zu halten. Die weitere Entwicklung der Aktie bleibt abzuwarten.
·         Die Bezeichnung „Outperform“ bringt zum Ausdruck, dass sich eine Aktie im angegebenen Zeitraum besser entwickelt als der Vergleichsindex.
·         Ein weiterer bekannter Terminus im Analysten-Rating ist der Begriff „Accumulate“. Er bedeutet, dass der Aktienbesitzer bei einem kurzfristigen Rückgang Aktien zukaufen soll.

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