Aktienrückkauf – Definition & Erklärung

Aktiengesellschaften können von ihnen ausgegebene Aktien unter Umständen wieder zurückkaufen. Diesen Vorgang nennt man Aktienrückkauf (Synonym: Buy Back). Ziel eines Rückkaufes ist es in der Regel, eine Wertsteigerung der am Markt verbleibenden Aktien zu erlangen.

Aktienrückkauf Beispiel

Bei einem Aktienrückkauf erwirbt eine Aktiengesellschaft eigene Aktien von den Aktionären zurück. Dies kann verschiedene Gründe haben und muss in einer Hauptversammlung beschlossen werden. Für den Buy Back gibt es dann zwei Möglichkeiten. Das Unternehmen wird selbst an der Börse aktiv und kauft eigene Aktien zurück. Die zweite Möglichkeit besteht im sogenannten Tender-Verfahren. Dabei wird den Aktionären ein Angebot für den Rückkauf unterbreitet. Hierbei wird neben dem Kurswert ein Prämienaufschlag bezahlt.

Unternehmen kaufen Aktien zurück, um eine Kurssteigerung der Aktie anzustreben. Der Rückkauf bedeutet eine Verknappung der Aktie auf dem Markt, welche bei entsprechender Nachfrage zu Wertsteigerungen führt. Aufgekaufte Aktien können auch als Kapital für eine Übernahme anderer Unternehmen verwendet werden. Man bezeichnet die aufgekauften Aktien dann als Acquisitions- bzw. Transaktionswährung. 

Umgekehrt verringern Unternehmen durch einen Buy Back verfügbare Anteile. Dies ist eine Schutzmaßnahme und erschwert eine feindliche Übernahme durch andere Unternehmen. Eine weitere Möglichkeit besteht darin, aufgekaufte Papiere eigenen Mitarbeitern als Belegschaftsaktien zur Verfügung zu stellen. Auf die Weise soll die Motivation der Belegschaft gesteigert werden.

Rückkäufe können mithilfe von Eigenkapital oder Fremdkapital erfolgen. Bei der Verwendung von Fremdkapital entsteht ein sogenannter Leverage-Effekt. Hierbei wird die Eigenkapitalrendite des Unternehmens erhöht.

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