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Das Aufgeld (Agio) bezeichnet den Betrag, um den der Kaufpreis eines Basiswerts höher liegt, wenn dieser durch den Erwerb eines Optionsscheins anstelle eines direkten Kaufs erworben wird. Beim Aufgeld handelt es sich um den zusätzlichen Preis, den der Käufer für das Recht zahlt, den zugrunde liegenden Vermögenswert zu einem festen Preis zu einem späteren Zeitpunkt zu kaufen. Es spiegelt somit die Optionsprämie wider, die für die Flexibilität des Optionsgeschäfts entrichtet wird. Das Gegenteil von Aufgeld ist Abgeld (Disagio).

Aufgeld Anwendungsgebiete

Aufgelder sind nicht nur im Wertpapierhandel üblich, sondern kommen auch bei Auktionen vor. Viele Auktionshäuser erheben ein Aufgeld, das oft als zusätzliche Gebühr auf den Zuschlagspreis aufgeschlagen wird. Diese Gebühr variiert je nach Auktionshaus und kann unterschiedlich benannt werden, zum Beispiel als „Servicegebühr“ oder „Provision“. Agio findet außerdem in folgenden Bereichen Anwendung:

  • Fonds: Zur Deckung der Vertriebskosten wird bei Rentenfonds ein Aufschlag von 2 bis 4 % und bei Aktienfonds von 3 bis 6 % verlangt.
  • Anleihen: Anleihen können mit einem Aufschlag, einem Abschlag oder zum Nennwert herausgegeben werden.
  • Devisen: Im Bereich Devisen bezeichnet das Aufgeld, die Differenz zwischen dem Leitkurs und dem tatsächlichen Kaufpreis, auch Spread genannt.
  • Kredite/Darlehen: Bei Krediten oder Darlehen wird oft ein Agio auf die Kreditsumme erhoben, das bei der Rückzahlung berücksichtigt werden muss.
  • Optionen: Bei Optionen wird der Begriff Agio als Aufgeld verwendet.
  • Schuldverschreibungen: Ähnlich wie bei Anleihen können auch Schuldverschreibungen mit einem Agio, Disagio oder zum Nennwert ausgegeben werden.
  • Gesellschaftsanteile: Bei der Neuemission von Gesellschaftsanteilen kann ein Agio erhoben werden.
  • Bausparverträge: Das Agio bei Bausparverträgen dient zur Deckung von Abschluss- und Vertriebskosten.

Beispiel

Einfach ausgedrückt ist das Aufgeld eine zusätzliche Gebühr, welcher in der Regel als Prozentsatz des Zuschlagspreises berechnet wird. Dies ist der tatsächliche Preis, den der Käufer für den Artikel bezahlt. Wenn beispielsweise ein Bieter 1000 Euro für eine antike Münze bietet und die Käuferprämie 10 % beträgt, zahlt er tatsächlich 1100 Euro für den Artikel, zuzüglich aller weiteren Gebühren wie Mehrwertsteuer. Das Aufgeld ist somit eine zusätzliche Gebühr.

Auktionshäuser sprechen oft offen über einen Aufschlag, während die Gebühren, die sie dem Verkäufer in Rechnung stellen, weniger transparent sind. In den USA wird die Käuferprämie als Bestandteil des Verkaufspreises betrachtet und ist daher steuerpflichtig.

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Niklas Mueller
Niklas Mueller ist ein Content-Manager und Autor, der sich auf den Finanzbereich spezialisiert hat. Während seines BWL-Studiums an der Universität zu Köln entwickelte er eine Leidenschaft für Trading und verfügt nun über fundiertes Wissen über Forex, CFDs, Aktien und technische Analyse. Niklas verfasst hochwertige Beiträge, einschließlich Broker Reviews, um den Lesern die besten Angebote zu präsentieren. Sein Ziel ist es, das Trading Verständnis zu erhöhen und den Lesern zu helfen bessere Trading Entscheidungen zu fällen.
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