Baby Bonds – Definition & Erklärung

Der Name „Baby Bond“ steht für eine Anleihe mit einem sehr niedrigen Nennwert. Diese Form der Investition ist in den USA sehr verbreitet und wird z. B. zur Finanzierung teurer Infrastrukturprojekte eingesetzt.

Wissenswert:

  • Baby Bonds sind Anleihen mit einem Wert von weniger als 1.000 USD pro Stück. Die Emission solcher Anleihen richtet sich in erster Linie an Privatpersonen als Anleger. In der Regel handelt es sich um Nullzinsanleihen, d. h. sie werden während ihrer Laufzeit nicht verzinst.  Die Marktfähigkeit (Liquidität) von Baby Bonds ist aufgrund des geringen Anlagebetrags in der Regel sehr gut.
  • Wie der Name schon sagt, handelt es sich bei Baby Bonds auch um Anleihen oder „Verpflichtungen“. Die Besonderheit im Gegensatz zu normalen Anleihen ist der sehr niedrige Nennwert, der unter 1.000 USD liegt. In den meisten Fällen ist der Wert sogar noch viel niedriger, so dass es auch für Privatanleger ohne großes Startkapital einfach ist, hier zu investieren. Ein weiterer Vorteil relativ kleiner Beträge ist, dass der Handel (Liquidität) mit solchen Anleihen in der Regel sehr gut ist. 
  • Obwohl Baby Bonds grundsätzlich als so genannte „Zero Bonds“, d.h. zinslose Anleihen oder Nullzinsanleihen, ausgegeben werden, kann sich die Investition dennoch lohnen, da sie mit einem Abschlag zum Kurs ausgegeben werden. Am Ende der Laufzeit wird der Nennwert (Kaufpreis + Disagio) an den Anleger zurückgezahlt. Die Laufzeit von Babybonds kann sehr unterschiedlich sein, beträgt aber in der Regel acht bis 15 Jahre.

Warum Baby-Bonds?

Baby-Bonds sind ein sehr gängiges Mittel, um Geld für verschiedene kostspielige Projekte zu beschaffen, insbesondere für Städte, Gemeinden oder kleine Verwaltungseinheiten. Das können zum Beispiel Infrastrukturprojekte oder andere kapitalintensive Maßnahmen sein. Sie geben dem einzelnen Bürger einer Gemeinde unter anderem die Möglichkeit, in Bau- und andere Projekte in seiner Umgebung zu investieren und so die Gemeinschaft zu unterstützen. Gleichzeitig haben die Städte und Gemeinden die Möglichkeit, Projekte durchzuführen, für die sie selbst kein Geld haben.

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