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Cable im Trading bezieht sich auf das Währungspaar GBP/USD, benannt nach dem transatlantischen Kabel, das den Austausch zwischen dem britischen Pfund und dem US-Dollar ermöglichte.

Cable kurz und knapp

  • Cable bezieht sich auf das Währungspaar GBP/USD im Devisenhandel.
  • Der Begriff entstand mit dem transatlantischen Kabel im 19. Jahrhundert. Das transatlantische Kabel ermöglichte den Austausch zwischen dem britischen Pfund und dem US-Dollar.
  • Neben GBP/USD werden auch andere Währungspaare als Cable bezeichnet, wie zum Beispiel EUR/USD und AUD/USD.

Ursprung des Begriff Cable

Ein Ursprung fand der Begriff Cable, als der Börsenhandel zwischen den USA und Großbritannien begann. Im Jahre 1858 wurde ein erstes Tiefseekabel von London durch den Atlantik bis nach New York verlegt. Nach nur einmonatiger Betriebszeit wurde dieses bereits ersetzt und ging 1866 erneut in Betrieb. Es war nun möglich, telegrafisch mittels Morsezeichen Daten auszutauschen. Dieses öffnete für diese beiden Staaten den Devisenhandel. 

Die Kombination der beiden Währungen britisches Pfund und US-Dollar werden seitdem als Cables bezeichnet. Obgleich die heutigen Technologien das Kabel längst überflüssig gemacht haben, ist der Name geblieben. Neben dem klassischen Cable Pfund und Dollar (Schreibweisen GBP/USD oder auch GPBUSD) bezeichnet man heute auch weitere Währungspaare als Cable.

Struktur von Währungspaaren

Jedes Währungspaar, oder auch Devisenpaar enthält eine Basiswährung, die an erster Stelle notiert ist, und eine Kurswährung an zweiter Stelle. Diese wird auch Quotierungswährung genannt.

Die Paargruppierung wird dabei stets mit drei Großbuchstaben angezeigt. Die ersten beiden für das Land, die dritte für die Währung. Dabei können die insgesamt sechs Buchstaben an vierter Stelle mit einem Schrägstrich getrennt werden. Weitere bekannte Währungspaare sind kanadischer Dollar und US-Dollar (CAD/USD) welches auch „Loonie“ genannt wird, oder Schweizer Franken und US-Dollar (CHF/USD). Letzteres Paar trägt auch den Namen „Swissy“.

Zweck des Devisenhandels ist es, eine Währung zu verkaufen, um eine andere einzukaufen. Der Preis eines Währungspaares wird errechnet, wie viel eine Einheit der Basiswährung im Verhältnis zu einer Einheit der Kurswährung wert ist.

Kategorisierung von Währungspaaren

Cables werden nach Marktanteilen, der Währung oder regionalen Kriterien in vier Kategorien eingeordnet.

Hauptwährungspaare

Die Hauptwährungspaare, auch als „Majors“ bekannt, bestehen aus den am meisten gehandelten Währungen der Welt. Es werden sieben Währungen für Hauptwährungspaare definiert. Diese machen etwa 80 Prozent des globalen Devisenhandels aus. Diese sind der US-Dollar (USD), der Euro (EUR), der japanische Yen (JPY), das britische Pfund (GBP), der Australische Dollar (AUD), der Kanadische Dollar (CAD) und der Schweizer Franken (SHF). Die Reihenfolge stellt auch gleichzeitig das Ranking auf dem Weltmarkt dar. Ein Beispiel für ein Hauptwährungspaar ist USD/EUR.

Nebenwährungspaare

Nebenwährungspaare, auch als „Minors“ bezeichnet, umfassen Währungspaare, bei denen der US-Dollar nicht als Basiswährung verwendet wird. Beispiele hierfür sind EUR/GBP, AUD/JPY und CAD/CHF.

Exotische Währungspaare

Exotische Währungspaare sind weniger gebräuchlich und umfassen Währungen kleinerer oder aufstrebender Volkswirtschaften. Diese Paare kombinieren eine Hauptwährung mit einer Währung aus einem Schwellenland oder einer kleinen Nation. Zu den exotischen Währungspaaren gehören beispielsweise USD/TRY (Türkische Lira) und EUR/ZAR (Südafrikanischer Rand). Aufgrund ihrer geringeren Liquidität sind sie mit höheren Risiken verbunden, bieten jedoch auch potenziell höhere Renditen.

Regionale Währungspaare

Regionale Währungspaare reflektieren die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen bestimmten geografischen Regionen. Diese Paare können Währungen aus benachbarten Ländern oder Ländern mit engen Handelsverbindungen umfassen. Zum Beispiel spiegelt AUD/NZD die Handelsbeziehung zwischen Australien und Neuseeland wider.

Bedeutung von Cables im Zusammenhang des Devisenhandels

Cables finden sich in den Devisenmärkten, auch Währungs- oder Forex Märkte (Forex aus dem englischen Foreign Exchange, auch FX) genannt, wieder. Ein Cable spiegelt, wie bereits beschrieben, die Kombination zweier Währungen wider, wobei die beiden Komponenten in Abhängigkeit stehen.

Cables finden Ihre Anwendung beispielsweise im klassischen Devisenhandel, also dem An- und Verkauf von Währungen. Die Motivation zu diesem Handel sind zum einen spekulativ von der Anlegerseite gesehen, kann aber auch von Regierungen mit Ihren Zentralbanken gezielt in der Geldmarktpolitik unter anderem zur Stützung der eigenen oder von fremden Währungen eingesetzt werden.

Neben dem klassischen Währungshandel wird auch auf Wechselkursprognosen und / oder Preisbewegungen spekuliert und damit gehandelt. Damit eröffnet sich ein sehr großer Markt mit einer Vielzahl an Finanzprodukten.

Handelszentren

Gehandelt werden Devisengeschäfte OTC (Over the Counter). Der Markt wird von einem weltweiten Netzwerk von Banken organisiert und betrieben. Dabei verteilen sich die Handelszentren in vier verschiedene Zeitzonen: London, New York, Sydney und Tokio. Ein zentraler Handelsplatz ist nicht gegeben, somit können Devisen rund um die Uhr gehandelt werden.

Währungsmarktsegmente im Forex-Handel

Generell unterscheidet man in drei Währungsmarktsegmente:

MarktsegmentBeschreibung
Forex-SpotmarktDer Forex-Spotmarkt ermöglicht den direkten Austausch von Währungen zu einem festgelegten Zeitpunkt, kurz nachdem der Handel ausgeführt wurde. Dies geschieht sofort („on the spot“), wobei die Preise von Angebot und Nachfrage bestimmt werden.
Forex-ForwardmarktAuf dem Forex-Forwardmarkt werden Währungen zu einem vorher vereinbarten Betrag und Preis gekauft oder verkauft, wobei die Erfüllung des Vertrags zu einem festgelegten zukünftigen Zeitpunkt oder Zeitraum erfolgt.
Forex-FuturesmarktDer Forex-Futuresmarkt beinhaltet den Kauf oder Verkauf einer bestimmten Währungsmenge zu einem festgelegten Datum in der Zukunft und zu einem festgelegten Preis. Im Gegensatz zu Forward-Verträgen stellen Futures-Verträge eine rechtliche Verpflichtung dar.

Der Forex Handel sticht durch seine Schnelllebigkeit hervor. Devisenkurse ändern sich durch Angebot und Nachfrage sekündlich. Politische Entwicklungen, volkswirtschaftliche Veränderungen oder ähnliches können zusätzlich tendenziell auf die Kurse einwirken. Ebenso unvorhersehbare Ereignisse wie Großunglücke oder Naturkatastrophen schlagen sich in den Kursen nieder.

Möglichkeiten und Risiken im Devisenhandel

Während der Devisenhandel bis zur Jahrtausendwende nur für institutionelle Investoren, Banken und großen Industrieunternehmen zugänglich war, kann heute jeder an diesem Markt teilhaben.

Investoren können, um Risiken einzugrenzen, verschiedene Mittel einsetzen:

  • So bestimmt ein „Stop Loss“ ein Preislevel, bei dem der Handel im Verlust geschlossen wird. Hier erleidet der Anleger einen kalkulierbaren Verlust.
  • Ein „Take Profit“ schließt den Handel bei einem bestimmten Preislevel. Von darüberhinausgehenden Steigerungen profitiert der Anleger nicht mehr. Diese Methode schützt den Investor vor plötzlichen Kurseinbrüchen kurz vor Laufzeitende.
  • Mit sogenannten Hebeln besteht die Möglichkeit, Gewinne zu vervielfachen. Im Gegenzug aber auch die Verluste. Mit Hebeln steigen das Handelsvolumen und das Anlagerisiko proportional.
Beschränkung des Hebels seit 2018
Für Privatinvestoren ist seit 2018 nur noch ein Hebel von 1:30 erlaubt. Das heißt, das Handelsvolumen entspricht dem 30-fachen des eingesetzten Kapitals.

Der Faktor des Hebels bestimmt auch die Margin. Die Margin ist eine Sicherheitsleistung, die ein Trader hinterlegen muss. Bei einem Hebel von 1:30 und einer Margin von 1.000 Euro beispielsweise, liegt das Handelsvolumen bei 30.000 Euro.

Aufgrund der vielen Nebenereignisse, die Kurse neben Angebot und Nachfrage mitbestimmen, sind Veränderungen schwer vorhersehbar und somit für Privatanleger nur bedingt geeignet. Der Devisenhandel wird auch bis heute hauptsächlich von institutionellen Investoren bestimmt.

Niklas Mueller
Niklas Mueller ist ein Content-Manager und Autor, der sich auf den Finanzbereich spezialisiert hat. Während seines BWL-Studiums an der Universität zu Köln entwickelte er eine Leidenschaft für Trading und verfügt nun über fundiertes Wissen über Forex, CFDs, Aktien und technische Analyse. Niklas verfasst hochwertige Beiträge, einschließlich Broker Reviews, um den Lesern die besten Angebote zu präsentieren. Sein Ziel ist es, das Trading Verständnis zu erhöhen und den Lesern zu helfen bessere Trading Entscheidungen zu fällen.
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