Was ist ein Chartist im Trading? – Definition & Erklärung

INHALTSÜBERSICHT

Im Trading ist ein Chartist (Synonym: technischer Analyst/Trader) jemand, der versucht, die zukünftige Entwicklung eines Finanzinstruments zu verstehen, indem er dessen historische Kursbewegung analysiert.

Wissenswert:

  • Anhand verschiedener Muster (z. B. Widerstands- und/oder Unterstützungslevel) kann die zukünftige Marktentwicklung vorhergesagt werden, um den optimalen Kauf- und Verkaufszeitpunkt von Indizes, Aktien, Forex und anderen Vermögenswerten zu erkennen.
  • Anders als die Chartisten führen Fundamentalanalysten eine fundamentale Analyse durch, um zu entscheiden, wann sie bei einem Vermögenswert ein- oder aussteigen sollten.
  • Erfahrene Trader setzen weder rein auf eine technische oder fundamentale Analyse, sondern bevorzugen eine Kombination aus beidem.
Chartist bei seiner Haupttätigkeit – Symbolbild
Chartist – die Wortherkunft
Der Begriff “Chart” stammt aus dem Englischen und findet im Deutschen vielfältige Übersetzungsmöglichkeiten. Das Substantiv liefert uns Übersetzungen wie Diagramm, Tabelle, Grafik, Karte oder Skala. Als Verb übersetzt man „to chart“ in aufzeichnen, auswerten und graphisch darstellen. Ein Chart kann eine Besten- oder Verkaufsliste sein, wie beispielsweise die Musikcharts.

Was ist ein Chart?
Charts sind jedoch auch eine Form zur Darstellung von Börsenkursen. Diese wird auch als technische Analyse bezeichnet. Der Chartist ist eine Tätigkeitsbeschreibung bzw. Berufsbezeichnung. Er zeichnet auf, wertet aus, stellt grafisch dar. Somit sind die Begriffe “Chart” und “Chartist” im Allgemeinen abgeleitet und erklärt. Diese definierten Aufgaben machen jedoch noch keinen Chartisten aus. Die Anforderungen und Aufgabenbereiche sind bei Weitem breiter gefächert.

Was macht ein Chartist beim Trading?

Chartisten agieren nach Zahlenlage und Fakten. Hierbei werden nur die zu Grunde gelegten Daten bei der Analyse berücksichtigt. Daher auch der in der Definition genannte Begriff technischer Analyst. In den Kurs- und Preisentwicklungen in der Finanzwelt spielen jedoch auch Nebeneffekte eine große Rolle. Sofern die Entwicklung eines Finanzproduktes selten bis gar nicht von Nebeneffekten betroffen ist, kann behauptet werden, der Chartist hat hier eine sehr hohe Erfolgsquote.

Die Entwicklung vieler gehandelten Produkte hängt jedoch auch von Nebeneffekten ab. Diese können unter anderem große Ereignisse sein, die oft schnell und unangekündigt eintreten. Regierungswechsel, Naturkatastrophen oder Kriege nehmen auf Kurse oft ebenso Einfluss wie Veränderungen in großen Unternehmen, Sanktionen gegenüber einem Staat und vieles mehr. Die Nebeneinflüsse können verschiedenster Natur sein. Oft reagiert der Markt sehr sensibel. Kleinste Veränderungen können hier für Unsicherheit sorgen und wirken sich somit auf den Kurs aus.  Eine reine Pressemitteilung über den Vorstandswechsel eines global agierenden Unternehmens beispielsweise reicht oft schon aus, um die Aktie des Unternehmens in die Höhe oder Tiefe schnellen zu lassen.

Der Chartist berücksichtigt diese Faktoren in der Regel nicht. Er geht von den reinen dokumentierten Fakten aus und rechnet diese hoch. Daher sind seine Handelsentscheidungen bei Produkten, die sensibel auf Umwelteinflüsse reagieren, sicher nicht immer richtig.

Aktiencharts – Beispielbild

Beispiele für Analysen

Drei Beispiele und gleichzeitig die Grundformen von Charts sind der Linienchart, der Balkenchart und der Kerzenchart.

Der Linienchart ist die einfachste Form. Hier werden nur die Schlusskurse eines Produkts im festgelegten Zeitverlauf angezeigt. Hier kann man aus dem Zickzack-Muster der Verbindungslinien Trends herauslesen.

Der Balkenchart enthält neben dem Schlusskurs auch den Eröffnungskurs eines Finanzprodukts. Zusätzlich werden hier auch an den Datenpunkten Höchst- und Tiefstkurse vermerkt. Hierbei steht die Oberkante des Balkens für den Höchstkurs, die Unterkante für den Tiefstkurs. Die Eröffnungs- und Schlusskurse werden mit kleinen Linien rechts und links neben dem Balken dargestellt. Ob ein Kurs zwischen Eröffnung und Schluss gefallen oder gestiegen ist, wird in der Farbe des Balkens dargestellt.

Der Kerzenchart ist eine graphische Abart des Balkencharts. Hier werden die gleichen Informationen anders dargestellt. Die Höhe von Eröffnungs- und Schlusskurs bestimmt die Höhe des Kerzenkörpers. Ein Fall oder Anstieg des Kurses bestimmt die Farbe der Kerze. Gleichzeitig werden Höchst und Tiefststände als Docht oder Lunte angezeigt. Zwei vertikale Linien jeweils ober und unter der Kerze.

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