Goodwill – Definition & Erklärung

INHALTSÜBERSICHT

Goodwill ist ein Begriff aus dem englischsprachigen Bilanzierungswesen und wird in der deutschen Geschäftswelt als Synonym für den Substanzwert verwendet.

Was ist der Substanzwert?

Als Substanzwert wird die Differenz zwischen Vermögen und Schulden eines Unternehmens bezeichnet. In der Regel sollte dieser Wert positiv sein. Das bedeutet, dass die Schulden des Unternehmens vollständig durch Vermögen gedeckt sind. Soll das Unternehmen nun von einem anderen Unternehmen aufgekauft werden, wird häufig ein höherer Preis bezahlt als der Substanzwert. 

Wie wird der Substanzwert berechnet?

Die Rechnung ist: Firmenwert = Kaufpreis – Substanzwert (Vermögen – Schulden)

Dieser höhere Preis stellt den immateriellen Wert des aufgekauften Unternehmens dar und wird als Firmenwert bezeichnet. Das zu übernehmende Unternehmen bezahlt mit seinem „guten Willen“ beispielsweise für das qualitativ hochwertige Management, die exzellent ausgebildeten Mitarbeiter, einen bekannten Markennamen oder die positiven Zukunftsaussichten.

Wissenswert:

  • Weiterhin wird zwischen derivativem und originärem Firmenwert unterschieden. Als derivativer Firmenwert werden Zukäufe bezeichnet, deren positive Auswirkungen auf die Bilanz nicht durch eigene Geschäftsaktivitäten erzielt wurden. Im Gegensatz dazu wird der originäre Firmenwert durch eigene Aktivitäten wie Patente oder lukrative Kunden geschaffen.
  • Zukäufe müssen einmalig in der Bilanz ausgewiesen werden. Für den originären Firmenwert dagegen besteht ein Bilanzierungsverbot. Regelungen dazu finden sich im Handelsgesetzbuch.

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