Liquide Mittel ++ Definition & Erklärung für Trader

INHALTSÜBERSICHT

Als liquide Mittel werden alle Geldmittel bezeichnet, die dem Unternehmen unmittelbar und sofort zur Verfügung stehen.

Wissenswert:

  • Sind die liquiden Mittel innerhalb einer Firma knapp, führt das auf langfristige Sicht zu einer Zahlungsunfähigkeit.
  • Ist der Anteil liquider Mittel hoch, ist das ebenfalls nicht von Vorteil für das Unternehmen, da das Geld ungenutzt auf dem Bankkonto vor sich hingammelt und keine Zinsen erwirtschaften kann.
  • Die liquiden Mittel einer Firma sind in deren Bilanz auf der Aktiva-Seite zu finden. Dort gehören sie zu dem sogenannten Umlaufvermögen.

Liquide Mittel – Beispiele

Liquide Geldmittel sind Schecks, Bankguthaben, Kassenbestände und/oder Bargeld.

Wie hoch müssen die liquiden Mittel eines Unternehmens sein?

Wie hoch die liquiden Mittel in einem Unternehmen sein sollten, hängt von der Branche der Geschäftstätigkeit der Firma ab. Grundsätzlich sollten die liquiden Mittel einer Firma so niedrig wie möglich und so hoch wie nötig sein. Ein Unternehmen muss immer über so viel liquide Mittel verfügen, dass die Firma alle laufenden finanziellen Verpflichtungen begleichen kann.

Wie werden liquide Mittel kategorisiert?

Liquide Mittel werden anhand ihrer Umwandelfähigkeit (Liquidierbarkeit) in Bargeld kategorisiert:

Liquide Mittel 1. OrdnungBargeldbestände, Kassenbestände, Bankguthaben
Liquide Mittel 2. OrdnungSchecks, Wertpapiere, FLL (Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Wechsel usw.
Liquide Mittel 3. OrdnungRohstoffe, Hilfsstoffe, Betriebsstoffe, Waren

Wie wird die Liquidität eines Unternehmens berechnet?

Wie hoch die liquiden Mittel eines Unternehmens sind und wie es um deren Verfügbarkeit bestellt ist, kann auf 2. Verschiedenen Wegen erfolgen.

Liquidität 1. Grad berechnen

(Flüssige Mittel x 100) / kurzfristige Verbindlichkeiten (Zahlungsziel < 1 Jahr)

Mithilfe der Liquidität 1. Grades kann ermittelt werden, ob eine Firma über genügend liquide Mittel verfügt, um den laufenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können.

Wissenswert: Der optimale Wert bei Liquidität 1. Grades bewegt sich zwischen 10 – 30 %.

Liquidität 2. Grad berechnen

(flüssige Mittel + kurzfristige Forderungen x 100) / kurzfristige Verbindlichkeiten

Wissenswert: Der optimale Wert von Liquidität 2. Grades bewegt sich zwischen 100 -120 %

Wie kann die Entwicklung der liquiden Mittel in einem Unternehmen abgebildet werden?

Die Entwicklung der liquiden Mittel werden mithilfe der Cashflow-Rechnung (Kapitalflussrechnung) abgebildet. Die hierfür notwendigen Informationen werden aus der Gewinn- und Verlust-Rechnung bezogen. Dabei werden Elemente, die nicht für den Cashflow von Relevanz sind, ignoriert, wie z. B. aufgelöste Rückstellungen, Dotationen, Abschreibungen usw.

Achtung: Die Cashflow-Rechnung gehört zum Jahresabschluss und ist ein Pflichtteil.

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