OPEC ++ Definition & Erklärung

INHALTSÜBERSICHT

In unserer globalisierten Welt ist es wichtig, sich mit den verschiedenen Organisationen und Institutionen auszukennen, die unsere Volkswirtschaft beeinflussen. In diesem Beitrag werden wir uns mit der OPEC (Organisation erdölexportierender Länder) befassen. Dabei wird erklärt, was genau sie ist und welche Rolle sie in unserer Welt spielt.

OPEC – einfach erklärt

OPEC steht für „Organization of the Petroleum Exporting Countries“. Im Deutschen wird sie auch als „Organisation erdölexportierender Länder“ bezeichnet. Die OPEC ist eine globale Organisation, die am 14. September 1960 in Bagdad, Irak, gegründet wurde. Mitgliedsstaaten sind: 

  • Asien: Iran, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien sowie die Vereinigten Arabischen Emirate
  • Afrika: Algerien, Libyen, Angola, Äquatorialguinea, Gabun, Nigeria sowie die Republik Kongo
  • Südamerika: Venezuela

Die Mitglieder sind Länder, die Erdöl exportieren und über beträchtliche Erdölvorkommen verfügen. Die OPEC hat einen Anteil von rund 40 Prozent an der weltweiten Rohölproduktion und besitzt etwa drei Viertel der globalen Erdölreserven. Damit stellt sie das weltweit größte Erdölkartell dar. Zu ihren Hauptaufgaben gehört es, die Preise für Rohöl zu stabilisieren und langfristig zu steigern sowie die Marktmacht der OPEC-Länder zu stärken.

Für die Betreiber von Kraftwerken und Raffinerien, aber auch für Heizungsinstallateure und Mineralölhändler hat die OPEC eine große Bedeutung. Schließlich legt sie im Wesentlichen den Preis für Rohöl fest. Damit treffen die Entscheidungen der OPEC letztlich alle Verbraucher.

Die Geschichte der OPEC – von den Anfängen bis heute

Die Geschichte der OPEC reicht bis in die 1950er-Jahre zurück. Damals suchten einige Länder des Nahen und Mittleren Ostens nach einer Möglichkeit, ihre wirtschaftliche und politische Macht zu stärken. Daraus entstand die Idee einer Organisation für erdölexportierende Länder. Die OPEC wurde am 14. September 1960 in Bagdad ins Leben gerufen. 

Zu den Gründungsmitgliedern zählen Iran, Irak, Kuwait, Saudi-Arabien sowie Venezuela. In den kommenden Jahren traten weitere Länder der OPEC bei, darunter Libyen, Algerien, Nigeria sowie Ecuador. Katar und Ecuador beendeten inzwischen ihre Mitgliedschaften. Heute gibt es in der OPEC 13 Mitglieder. 

Die OPEC hat in den vergangenen Jahrzehnten eine wichtige Rolle in der Weltwirtschaft gespielt. Durch die Kontrolle des Erdölangebots kann sie den Preis für diesen wichtigen Rohstoff beeinflussen. In Zeiten hoher Nachfrage nach Erdöl kann die OPEC die Preise erhöhen und so ihre Einnahmen steigern. In Zeiten sinkender Nachfrage hingegen kann sie die Preise senken, um die Nachfrage anzukurbeln. 

Die OPEC ist auch politisch aktiv und vertritt die Interessen ihrer Mitglieder auf internationaler Ebene. So ist sie beispielsweise maßgeblich an den Verhandlungen über das Kernenergieabkommen zwischen Iran und den Vereinigten Staaten beteiligt.

Die Aufgaben der OPEC – Förderung einer stabilen Ölpreisentwicklung

Die Aufgaben der OPEC sind: 

  • Förderung einer stabilen Ölpreisentwicklung auf dem Weltmarkt, 
  • Beobachtung und Analyse der weltweiten Lage im Energiesektor sowie 
  • Zusammenarbeit mit anderen Staaten und internationalen Organisationen. 

Durch diese Aktivitäten soll die wirtschaftliche Entwicklung in den Mitgliedsländern gefördert und eine Balance zwischen Angebot und Nachfrage am Weltmarkt erreicht werden. Die OPEC setzt sich auch für eine enge Zusammenarbeit mit den Nicht-OPEC-Ländern, insbesondere mit den großen Ölförderländern, ein, um die Stabilität des Ölmarktes zu gewährleisten. 

Die OPEC tritt ebenso für eine faire Behandlung der Entwicklungsländer bei den internationalen Handelsgesprächen ein. In diesem Zusammenhang setzt sich die Organisation für einen gerechten Anteil der Entwicklungsländer am Welthandel sowie für eine angemessene Entschädigung für die Nutzung ihrer natürlichen Ressourcen ein.

Die Organisation der OPEC – Mitgliedsländer, Organe und Sekretariat

Die OPEC hat ein komplexes Organisationssystem, das aus verschiedenen Gremien, Kommissionen und Ausschüssen besteht. Jedes dieser Gremien hat seine eigenen Aufgaben und Zuständigkeiten.

Die Ministerkonferenz

Das höchste Gremium der OPEC ist die Ministerkonferenz, die aus den Energieministern der Mitgliedsstaaten besteht. Die Ministerkonferenz trifft sich zweimal im Jahr und entscheidet über die Förderpolitik der Organisation.

Rat der Gouverneure

Der Rat der Gouverneure besteht aus den von den Mitgliedsstaaten entsandten Gouverneuren und trifft sich zweimal jährlich. Der so zusammengestellte Rat setzt im Wesentlichen die seitens der Ministerkonferenz beschlossene Politik um. Darüber hinaus wird dort das Budget erstellt sowie Empfehlungen an die Ministerkonferenz gegeben.

Generalsekretär 

Der Generalsekretär ist laut den Regeln der Organisation die offizielle Vertretung und der ranghöchste Angestellte. Er organisiert die Aktivitäten der Organisation entsprechend den Anweisungen der Ministerkonferenz. Die Konferenz ernennt den Generalsekretär für einen Zeitraum von drei Jahren und folgt dabei dem Vorschlag der Mitgliedsstaaten; eine Wiederwahl ist einmal möglich. Er wird bei seiner Tätigkeit von mehreren Mitarbeitern unterstützt. Dazu gehören zwei Direktoren sowie sieben Abteilungsleiter. 

Die Generaldirektion ist das operative Organ der OPEC und hat ihren Sitz in Wien. Sie wird vom Generaldirektor geleitet und besteht aus verschiedenen Abteilungen, die sich um die Organisation und die Durchführung der Arbeit der OPEC kümmern. Zu den Aufgaben der Generaldirektion gehört unter anderem die Vorbereitung von Sitzungsunterlagen für den Ministerrat und das Präsidium. Ebenso wird an der Stelle die Arbeit der verschiedenen Abteilungen koordiniert.

Sekretariat

Ein weiteres wichtiges Organ der OPEC ist das Sekretariat, das für die Verwaltung und Koordination der Aktivitäten der Organisation zuständig ist. Das Sekretariat hat seinen Sitz in Wien, Österreich.

Präsident 

Der OPEC-Präsident ist nur der Präsident der jeweiligen Ministerkonferenz und somit lediglich zum Vorsitz jener Sitzung berufen, auf welcher er gewählt wird. Er amtiert bis zur jeweils nächsten Sitzung der Ministerkonferenz, welche alle 6 Monate stattfindet.

OAPEC: Die spezielle Vertretung der afrikanischen und arabischen Interessen 

Die Organisation arabischer Erdölproduzenten (englisch: Organization of Arabian Petroleum Exporting Countries, kurz OAPEC) ist eine 1968 in Kuwait gegründete arabische Staatenvereinigung. Sie verfolgt das Ziel der Koordinierung der politischen und wirtschaftlichen Interessen der Mitglieder in Angelegenheiten der erdölexportierenden Länder. 

Im Vergleich zur OPEC handelt es sich bei der OAPEC ausschließlich um arabische Staaten, die das Ziel verfolgen, die arabische Ölpolitik zu koordinieren. Insofern ist die OAPEC als ein Gegenpol zur OPEC zu verstehen. Auf diese Gruppe entfällt rund die Hälfte der weltweiten Ölreserven.

OAPEC-Mitgliedsländer sind Algerien, Bahrain, Ägypten, Irak, Kuwait, Libyen, Katar, Saudi-Arabien, Syrien, Tunesien und die Vereinigten Arabischen Emirate.

Die Ölkrise von 1973 war eine Krise, die durch die OAPEC ausgelöst wurde. Die Organisation beschloss, die Ölförderung zu reduzieren. Dies führte zu einem Anstieg der Ölpreise und zu einer Verknappung des Öls. Viele Länder, darunter auch Deutschland, waren betroffen. Die Krise hielt über einen längeren Zeitraum an und die Volkswirtschaften der betroffenen Länder wurden stark beeinträchtigt.

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