Was ist ein Underperformer? – Definition & Erklärung

Analysten schätzen eine Aktie als „Underperformer „ein, wenn davon ausgegangen wird, dass sich der Aktienkurs schlechter entwickeln wird als der gesamte Markt. Der Markt wird dabei häufig durch einen wichtigen Index symbolisiert. Klassifizieren Analysten einen deutschen Konzern als Underperformer, gehen sie davon aus, dass diese Aktie sich schlechter entwickelt als der DAX. Zwar können Analysten fallende Kurse nicht vorhersagen, allerdings sollte diese Einschätzung als abgeschwächte Verkaufsempfehlung zu deuten sein. Der Outperformer stellt das Gegenteil zum Underperformer dar.

Wissenswert: Die Aktionen an der Börse bestehen nicht nur aus dem Kauf und Verkauf von Anteilen. Analysen, um die richtigen Entscheidungen treffen zu können, zählen ebenfalls dazu. Buy, Hold und Sell zählen zu den typischen Empfehlungen, die aus den Analysen abgeleitet werden können. Allerdings gibt es zahlreiche weitere Handelsempfehlungen, wie beispielsweise der Vergleich mit einem Aktienindex. Von einem Underperformer ist die Rede, wenn der aktuelle Kurs schwächer ist als der Aktienindex.

Bei einem Underperformer handelt es sich um einen Aktienkurs, der in seinem Verlauf schwächer agiert als der Aktienindex, mit dem er verglichen wird. Der ATX in Wien, der DAX in Frankfurt oder der Dow-Jones-Index in New York kann einen derartigen Aktienindex darstellen. Er bildet den Markt sowie dessen Entwicklung ab und bildet für den Vergleich die Grundlage.   In der deutschen Sprache wird der Begriff „Underperformer“ als „schwächer am Markt“ umschrieben, sofern die Entwicklung hinter der des Aktienindexes zurückbleibt. Diese Beschreibung drückt aus, dass die Aktie über weniger Entwicklungspotenzial verfügt als der Markt. Außerdem sind die Gewinnaussichten eher gering, sofern überhaupt ein Gewinn realisiert werden kann.   Bei denjenigen, die eine starke Aktie erwerben möchten, wird die Wahl nicht auf ein solches Wertpapier fallen. Stattdessen entscheiden sie sich für eine andere Aktie, in die sie ihr Geld investieren. Dieser Vergleich ist aus vielerlei Hinsicht sinnvoll. Vor sowie nach dem Kauf ist es sinnvoll zu prüfen, ob man mit der Kaufentscheidung richtig gelegen hat und sich die Aktie, wie gewünscht, entwickelt hat.   

Was ist der Outperformer?

Der Outperformer ist das Gegenteil vom Underperformer. Der Outperformer agiert besser als der Markt. Dazwischen liegt jedoch noch der Market Performer. Er agiert in etwa so wie der Markt und entwickelt sich ähnlich wie der vergleichende Aktienindex. In der Regel fällt die Wahl eher auf einen Outperformer, anstatt auf einen Underperformer, da der Investor einen Gewinn anstrebt anstatt einen schwachen Finanztitel. Problematisch hierbei ist, dass man nie genau weiß, ob sich der Outperformer letztendlich doch noch zum Underperformer entwickeln kann. In der Regel sind die Analysen relativ genau, jedoch geben sie keine Garantie, dass sich die Marktwerte nicht verändern. Das gilt für den gesamten Markt genauso wie für die einzelne Aktie. Sobald unerwartet eine Krise auftritt, sind internationale Börsen ebenfalls davon betroffen. Das Gleiche gilt ebenfalls, wenn die Wirtschaft einen unerwarteten Sprung nach vorne macht und die schwächer agierende Aktie deutlich steigt.

Fazit

Ein Aktienkauf sollte jedoch nicht überstürzt getätigt werden. Denn jeder Analyst verfolgt seine eigene Strategie. Er führt eine individuelle Expertise durch und hat ein anderes Portfolio. Für den Kauf eines Underperformers spricht das Argument, dass die Aktie zum jetzigen Zeitpunkt günstiger ist als noch vor einigen Monaten. Weiterhin kauft man sich in das eigene Depot eine recht hohe Dividendenrendite. Hinzu kommt, dass ein mögliches hohes Potential für Kursgewinne bei einer Trendwende besteht. Gegen den Kauf eines Underperformers spricht der Kursverlust.

Zum aktuellen Zeitpunkt befindet sich der Aktienkurs an einem recht niedrigen Punkt. Folglich besteht die Gefahr, dass der Kursverlust zunimmt. Im schlimmsten Fall kann dem Unternehmen eine Insolvenz drohen. Weist das Unternehmen einen längeren Kursrückgang entgegen dem Markttrend auf, kann dies ein Indiz dafür sein, dass das Unternehmen ernsthaft in Schwierigkeiten steckt. Deshalb sollte man sich im Vorfeld genau über das Unternehmen informieren, sofern ein längerer Kursrückgang entgegen dem Markttrend zu verzeichnen ist. Überdies sollte man sich darüber im Klaren sein, dass weiteres Geld beim Nachkauf von Aktien verloren gehen kann.

Kommt es zu einem weiteren Kursrückgang, könnte die Dividendenzahlung im weiteren Verlauf gekürzt oder sogar komplett gestrichen werden. Wer den Kauf eines Underperformers ins Auge fasst, sollte sich zusätzlich über das Unternehmen informieren und keine vorschnelle Kaufentscheidung treffen. Denn beide Seiten bergen nachvollziehbare Chancen und Risiken.

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