Unterbewertung

Begriff und Definition

Der Begriff „Unterbewertung” ist im Kontext mit Aktien so zu verstehen, dass diese Aktien im Moment zu einem niedrigeren Preis verkauft werden können, als sie aktuell auf dem Aktienmarkt bewertet sind. Wenn eine Aktie einen Kurs unterhalb des inneren Wertes am Markt besitzt, gilt diese Aktie als unterbewertet. Neben dem Kurs der Aktie ist auch der faire bzw. innere Wert einer Aktie bedeutsam für die Bewertung der Aktie. Durch unterbewertete Aktien hat man erhöhte Chancen einer Rendite. 

Durch die günstigere Erwerbung dieser Aktien, bieten sich dem Investor höhere Chancen. Die unterbewerteten Aktien sind quasi ein Sonderangebot, was dazu führt, dass es eine erhöhte Wahrscheinlichkeit für die Steigerung des Kurses gibt. Häufig werden unterbewertete Aktien von Investoren bevorzugt, die längerfristig anlegen möchten, so um die 5 bis 10 Jahre. Es kann nämlich nicht verlässlich bestimmt werden, wann sich der Kurs dem tatsächlichen Wert der Aktie anpasst. 

Unterbewertete Aktien können vermehrt gefunden werden, zum Beispiel nach unerwartet schlechten Ergebnissen im Geschäft, Krisen und Korrekturphasen und nach saisonalen Einflüssen. Es gibt verschiedene Gründe für die Unterbewertung der Aktien. Nicht verkaufte Aktien liegen nicht an der Unterbewertung, sondern können auch durch andere Gründe nicht verkauft werden, die eigentlich nicht rational sind, zum Beispiel weil viele zum Verkauf geraten haben und sich der Investor dann anschließt. Das ist wie ein psychologischer Effekt, der sich automatisch selbst verstärkt. Dadurch wird dann der Wert einer Aktie unter ihren eigentlichen Wert  fallen. 

Man kann unterbewertete Aktien an den sogenannten Finanzkennzahlen erkennen. Dies ist eine Kombination von verschiedenen Kennzahlen. Nur durch umfangreiche Verfahren, wie das Discounted-Cashflow-Verfahren, kann eine Aktie detailliert bewertet werden.

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