Upgrade

Begriff und Definition

Der Begriff „Upgrade” stammt aus dem englischen und bedeutet Verbesserung oder auch Aufwertung. Dabei wird ein bestimmtes Produkt aufgewertet und somit hochwertiger gemacht bzw. aufgerüstet, damit eine bessere Version entsteht. 

Bei Wertpapieren bezieht sich ein Upgrade auf die Änderung des Ausblicks eines Analysten. Dabei werden hauptsächlich die Fundamentaldaten eines Wertpapiers geändert bzw. verbessert. Qualitative bzw. quantitative Informationen spielen dabei eine Rolle. Diese tragen zu einer Erhöhung der finanziellen Bewertung des Wertpapiers bei. Das Upgrade hat dabei den Vorteil, dass es die Kapitalkosten eines Unternehmens sowohl für das Fremd – als auch für das Eigenkapital, senkt. 

Ein Upgrade kann sich auch im Zusammenhang mit einem Portfoliomanagement beziehen. Es kann in diesem Zusammenhang eine Strategie sein, bei der das Risikoprofil und die Qualität des Portfolios verbessert werden. So können spekulative Aktien dabei eliminiert werden. Upgrades von Anlageratings für Aktien und Wertpapiere werden von Aktien- und Rentenanalysten bei ihren jeweiligen Maklerhäusern herausgegeben. Kreditratings von Unternehmensemittenten von Schuldtiteln werden von sogenannten Ratingagenturen, wie Standard & Poor’s, vergeben. 

Ein Beispiel für ein Upgrade wäre ein Analyst, der für eine bestimmte Aktie das Investitionsrating anhebt. Von „Halten” auf „Kaufen”, und somit die Aktie aufwertet. Bei Aktien führt ein Upgrade auch meistens zu einer positiven Bewertung in der Presse. Da das Upgrade, wie bereits erwähnt, auch die Kosten des Eigenkapitals senkt, führt dies automatisch zu einem niedrigeren Abzinsungssatz, was wiederum zu einer höheren Bewertung und Unternehmensbewertung führt. Auch Ratingagenturen und Aktienbewertungsfirmen veröffentlichen Listen, in denen angegeben ist, welche Unternehmen oder Wertpapiere für ein Upgrade geeignet sind.

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